Wer ist "Jesus Christus"?

Erstellt: Montag, 17. Dezember 2018 Zuletzt aktualisiert: Montag, 14. Januar 2019

 

Jesus ChristusJesus Christus. Haben wir uns über diesen Namen schon einmal tiefere Gedanken gemacht? Wofür steht dieser Name? Wie kam er zustande und wo hat er seinen Ursprung?

Nachfolgende Studie will den historischen Hintergrund beleuchten. Wir werden sehen, wie sich dieser Name in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entwickelt hat. Auch wenn "Jesus Christus" als Name für den Messias im Neuen Testament steht, so kann nicht bewiesen werden, dass er bereits von den ursprünglichen Autoren der neutestamentlichen Schriften verwendet wurde. Diese Studie wird das Gegenteil offenbaren.

(Der ursprünglich biblisch-hebräische Name des Sohnes des allmächtigen Schöpfergottes erschließt sich aus den Schriften des Alten und Neuen Bundes. Lies hierzu bitte: Unser Erlöser: im Auftrag und im Namen Seines Vaters gekommen.)

 

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Einleitung


Der Gnostiker Markus Magus gibt im zweiten Jahrhundert eine interessante Erklärung, wie dieser Name seiner Erkenntnis nach zustande kam. Es erschien ihm nämlich „die Vierheit“1, die herunter kam, um Markus, dem Magier, das Geheimnis der Weisheit zu offenbaren,2 um ihm das Geheimnis und die Bedeutung des Namens Jesus Christus mitzuteilen. Irenäus von Lyon (ca. 135 bis 200 u.Z.), ein Zeitgenosse Markus Magus, berichtet darüber:3

„Nach diesen Worten der Vierheit hat ihn [Markus] die [Göttin der] Wahrheit4 angeblickt, den Mund aufgetan und ein Wort gesprochen. Das Wort wurde zum Namen, und dieser Name, den wir kennen und sprechen, ist Christus Jesus. [… die „Vierheit“ trat dazwischen und sprach u.a:] Jesous ist ein bedeutungsvoller Name, aus sechs Buchstaben bestehend, gekannt von den Auserwählten. […] Bevor nun aber das Zeichen dieses Namens, d. i. Jesus, den Söhnen erschien, da lagen die Menschen in großer Unwissenheit und Verirrung. Als aber der Name der sechs Buchstaben [mit dem Zahlenwert 888] offenbar wurde, und als der, welcher sowohl die sechs als auch die vierundzwanzig in sich hat, Fleisch wurde, um in den Gesichtskreis der Menschen herniederzusteigen, da wurden sie in seiner Erkenntnis die Unwissenheit los und kamen aus dem Tode ins Leben, indem dieser Name ihnen zum Weg wurde, der zum Vater der Wahrheit führt.“5

Auch wenn Irenäus von Lyon in seinen Schriften heftig gegen diese „Häresien“ protestierte, mag Markus Magus gar nicht so unrecht gehabt haben, was die Herkunft des Namens „Jesus Christus“ betrifft. Wir werden im Laufe dieser Studie den mythisch und mystischen Hintergund dieses Namen sowie auf die ominöse Zahl 888 zurückkommen.

Allerdings ist es unehrlich zu behaupten, die biblische Erlösungsoffenbarung von der Menschwerdung des Sohnes JaHuWaHs  6, Seine Hinrichtung, Auferstehung und Himmelfahrt sei nur eine weitere Version der heidnischen Göttermythen. Viele Bücher sind geschrieben worden, welche zu beweisen versuchen, dass die biblische Heilsgeschichte aus den heidnischen Mysterienkulten übernommen wurde. Oberflächlich gesehen hat es den Anschein. Aber man übersieht dabei, dass sich bereits ab dem ersten Jahrhundert das Evangelium durch die Bischöfe und den sogenannten Kirchenvätern drastisch verändert hat. Teilweise gleichen von nun an Namen, Ausdrücke, Lehren und kirchliche Zeremonien den hellenistischen Mysterienkulten.

Ein alles entscheidender Unterschied des biblischen Gottes und Seines Sohnes im Gegensatz zum heidnischen Götterkult ist die Erlösung des Menschen durch den Tod des sündenreinen Sohnes. Das gibt es in keinem heidnischen Götterglauben. Es ist immer umgekehrt: Die Menschen müssen Opfer bringen, damit sie ihren Gott zufriedenstellen. Oder die Götter werden aufgrund einer Rache eines anderen Gottes zerfleischt, zerstückelt und erschlagen und werden dann wieder zum Leben erweckt.

Paulus mag bestimmte Ausdrücke aus dem heidnischen Götzenkult verwendet haben, aber nur um den Heiden das Evangelium nahe zu bringen. Dafür hat er sich stets seinem Gegenüber angepasst, egal ob Jude oder Heide (siehe 1. Korinther 9,19,-23). Er lebte aber in der Überlieferung der Schriften des Alten Bundes (außer natürlich die Opfer- und Priestergesetze und Zeremonien, welche durch Jahuschuah 7 hinfällig wurden) und betonte, dass er nicht nur Diener des Messias ist, sondern auch Hebräer, Israelit und Abrahams Same (2. Korinther 11,22; Römer 11,1; Philipper 3,5). Paulus und die ersten Jahuschuah-Nachfolger haben sich nicht vom Götzendienst der Heiden beeinflussen lassen. Es war sicher nicht Paulus, der einen neuen „Christuskult“ geschaffen hat. Erst zwischen dem zweiten und vierten Jahrhundert hielten fast all diese heidnischen Elemente Einzug in das werdende katholische Christentum.8

Der Name „Jesus“ hat überhaupt nichts mit dem hebräischen Namen des Himmlischen Vaters unseres Erlösers gemeinsam, was er aber gemäß Bibel haben müsste. Auch lässt sich aus diesem Namen die Bedeutung „Errettung“, die dieser Name laut der Ankündigung des Boten (Engels) Gabriel bekommen sollte, nicht herleiten. Der Bote JaHuWaHs gab Josef eine Begründung, warum er dieses Neugeborene den für ihn bestimmten Namen geben soll:

„Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen […] geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ (Matthäus 1,21)

Im Hebräischen hatte jeder Name eine bestimmte Bedeutung, wie in dem Artikel "Unser Schöpfer - Wie ist Sein Name und wie ist der Name Seines Sohnes?" ausführlich dargelegt. Unser Erlöser wurde in einer Gesellschaft geboren, in der Hebräisch und Aramäisch die allgemein verbreiteten Sprachen unter dem gewöhnlichen Volk waren. „Jesus“ hat im Hebräischen und auch in sonst keiner Sprache eine Bedeutung. Warum sollte die jüdische Mutter Jahuschuahs ihrem Sohn einen Namen geben, der keinen Sinn macht? Das griechische Wort für Retter ist soter und der lateinische Ausdruck heißt salvare. Kein Bestandteil ist davon in dem Namen Jesus zu finden. Der Engel Gabriel sagte aber, dass Sein Name in Beziehung zu Seinem Auftrag als Retter steht.

Der Messias hat sich selbst sicherlich nie mit dem Namen Jesus vorgestellt und auch die Menschen Seiner Zeit kannten Ihn nicht unter diesem Namen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Begegnung Saulus (später Paulus) mit dem Messias. Als Saulus verfolgte er die Nachfolger Jahuschuahs. Der Messias erschien ihm und stellte sich dabei mit Seinem hebräischen Namen vor:

„Als wir aber alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in hebräischer Sprache sagen: Saul! Saul! Warum verfolgst du Mich? Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin (Jesus) JaHuWschuaH, den du verfolgst!“ Apostelgeschichte 26,14-15)

infoDie Aussprache des Namens JaHuWaH und damit auch des Namens JaHuWschuaH, der ja den Namen des Vaters enthält, war zu der Zeit nach jüdischem Gesetz verboten und war unter Todesstrafe gestellt. In der ersten jüdischen Übersetzung des Alten Testaments wurde das sogar verankert. Im Gegensatz zum Hebräischen Text, wird 3. Mose 24,16 dort ein wenig anders wiedergegeben. Wo im Hebräischen steht: „und wer den Namen JHWH lästert, der soll getötet werden!“, heißt es in der griechischen Septuaginta: „Wer den Namen des Herrn ausspricht, soll getötet werden.“9 Auch der jüdische Philosoph und Theologe Philo von Alexandrien, ein Zeitzeuge des Messias (von ca. 10/15 v.u.Z bis 40 u.Z), kommentiert 3. Mose 24,15 recht drastisch:

„Wer aber gegen den Herrn von Menschen und Göttern, ich will nicht sagen ein beschimpfendes Wort spricht, sondern auch nur seinen Namen bei ungehöriger Gelegenheit auszusprechen wagt, der soll als Strafe den Tod erleiden.“10

Wahrscheinlich aus diesem Grund stellte sich der Messias mit dem hebräischen Namen vor. Denn diejenigen Juden, wie vormals Saulus, verfolgten diejenigen, die den Namen aussprachen bzw. diesen Namen verkündigten.

Dieser Name offenbart alles! Er offenbart den Himmlischen Vater. Saulus wusste damit, dass ihm der buchstäbliche Sohn des Allmächtigen Himmelischen Vaters begegnete. Der Sohn hat den Namen des Vaters bekommen (Johannes 5,43; 10,25; Markus 11,9), denn der Sohn macht alles im Auftrag Seines Vaters (Johannes 10,18; 12,49-50; 14,24). Und der Vater erfüllt alles durch Seinen Sohn (Johannes 3,17; 13,31; 1. Korinther 8,6). Der Allmächtige hat einen einzigartigen Namen, der Ihn von allen nichtigen Götzen Satans unterscheidet: JaHuWaH. 

Leider steht in allen Büchern des Neuen Testaments durchgehend „Jesus Christus“ für den Namen des Sohnes JaHuWaHs. Es gilt jedoch zu bedenken, dass kein einziges ursprüngliches Manuskript des Neuen Testaments erhalten geblieben ist. Es gibt nur Abschriften oder Abschriften von Abschriften. Zudem wurden die Namen Jesus und Christus bis ins 15. Jahrhundert in Bibeln und Urkunden kaum ausgeschrieben; es wurde an dessen Stelle meist Abkürzungen benutzt.11

Papyrus 52Papyrus 52 John Rylands Library, Vorder- und Rückseite
© Public Domain
Wir wissen also nicht, welcher Name im ursprünglichen Manuskript stand. Das älteste Fragment des Neuen Testaments ist ein kleiner Papyrusschnipsel von 8,9 × 5,8 cm (Papyrus 52), welches auf das Jahr zwischen 100 und 130 u.Z. datiert wird. Es ist ein Teil des Johannesevangeliums (Johannes 18,31-33.37-38) in griechischer Schrift. Dort, wo der Name des Sohnes JaHuWaHs stehen müsste, ist das Ende des Papyrus erreicht. Die älteste Sammlung der Paulusbriefe (Papyrus 46) wird von einem Teil der Experten auf das Ende des zweiten Jahrhunderts u.Z. datiert, von anderen auf das frühe dritte Jahrhundert.12 Im zweiten Jahrhundert sind aber bereits viele Veränderungen in der Lehre in der bereits entstehenden „Christenkirche“ vorgenommen worden. Der Titel/Name Chrestos bzw. Christus war zu jener Zeit bereits weitverbreitet. Aber weder dieser Titel noch der Name Iesous standen in den Papyri bis ins 3./4. Jahrhundert! Anstelle dieser Titel und Namen standen lediglich Abkürzungen. Dazu mehr in Kapitel "Die Entwicklung der Nomina sacra zu Iesus Christus“ (folgt in Kürze).

Die christlichen Übersetzer der Bibel orientierten sich nach der zu jener Zeit bereits existierenden Septuaginta. Die Septuaginta ist eine Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische durch jüdische Übersetzer ca. 200 Jahre vor der Zeitenwende. Diese griechische Übersetzung ist bereits vom jüdischen Gnostizismus angehaucht sowie von griechisch-hellenistischen Redewendungen und Ausdrücken jener Zeit geprägt. Das Neue Testament ist von dieser alttestamentlichen Übersetzung abhängig und ist damit ebenfalls von den Redewendungen und dem Ausdruck von der hellenistischen Kultur beeinflusst.13

Um nachvollziehen zu können, wie es zu „Jesus Christus“ kommen konnte, ist es wichtig, die Religion des Römischen Reiches zur Zeit vor und nach unserer Zeitrechnung sowie die geistige Strömung im zweiten Jahrhundert zu beleuchten. Zu der Zeit herrschte ein buntes Nebeneinander von Bräuchen, Kulthandlungen und Religionsvorstellung aus der römischen sowie griechischen Mythologie und Götterwelt.

Eine organisierte Staatspriesterschaft hatte die Aufsicht über das religiöse Leben und verkehrte im Namen der Gemeinde mit den Göttern. Die Priester waren auch für die Kalenderbestimmung und die Festlegung der Feiertage verantwortlich sowie für die Rechtsbeschlüsse der öffentlichen Organe. Für die Geister der Verstorbenen wurden Totenfeste abgehalten. Auf römischen Grabsteinen ist häufig die Formel D.M. mit der Bedeutung dis manibus (den Seelen der Toten) zu lesen. Zauberei war Alltag.

Daneben entwickelte sich zu Beginn des Prinzipats (27 v.u.Z. bis 284 n.u.Z.) mit Julius Cäsar im Jahr 42 v.u.Z. zusätzlich der Herrscher- bzw. Kaiserkult. Als Divus Julius (heiliger Julius) galt Julius Cäsar nach seiner Ermordung neben Jupiter/Zeus als höchster Staatsgott. Dem verstorbenen Cäsar widmete man einen eigenen Tempel in Rom. Man muss verstehen, dass in der antiken Welt die Verbindung von Religion und Politik sehr eng war. Für Missernten, Unglücke, Plagen, Niederlagen im Kampf, usw. wurden die Götter verantwortlich gemacht, von denen man glaubte, dass sie das menschliche Schicksal steuerten. Diese Götter zu besänftigen war deshalb absolut notwendig für verantwortungsvolle Regierende. Für ein gedeihendes großes Reich war die religiöse Vereinigung eine Voraussetzung, damit es überlebt.

Im 1. bis 4. Jahrhundert nahmen bis dahin fremde Götter ihren Platz im Pantheon in Rom ein, wobei verschiedene Mischformen von Riten und Religionen entstanden.14 In dieser hellenistischen Religion wurden besonders Zeus bzw. Jupiter als Gottvater und der Sohn Dionysus (Bacchus als römisches Pendant) verehrt. Um 200 vor unserer Zeitrechnung wurde bereits der Kult der Mater Magna ("Große Mutter", ehemals Isis, Hera Kybele) in Rom eingeführt, der in den ersten „christlichen“ Jahrhunderten blühte. Die Heiligtümer der Mater Magna hatten je ihre eigene Priesterschaft.15

Es gab auch Götter, die nicht dem Götterolymp zugeordnet wurden, diese wurden aber regional verehrt, wie Kybele, Attis, Mithras, Isis und Osiris. Kybele wurde zeitweise mit Rhea, der Mutter des Zeus, gleichgesetzt.16 Neben diesen Mysterienkulten breitete sich gleichzeitig das Juden- und Christentum aus. Als sich die Botschaft des Sohnes JaHuWaHs im zweiten Jahrhundert weiter ausbreitete, vermischte sie sich mit dem heidnischen Götterglauben. Diese Entwicklung nahm ihren Lauf, nachdem die erste Generation der wahren Jahuschuah-Nachfolger bereits aufgrund Verfolgung in der Dunkelheit der Geschichte verschwunden war.

infoDie Urgemeinde heiligte den Sabbat und die jüdischen Festtage. Das Passah wurde von ihnen noch zeitgleich mit den Juden gefeiert. Diese erste Generation der Nachfolger des Messias hat jedoch noch vor dem jüdischen Aufstand und der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70 u.Z., Jerusalem verlassen und ist nach Pella im Ostjordanland ins Exil gegangen. „Sie spielt für die weitere Geschichte des Christentums keine Rolle mehr, nur vereinzelt werden ihre Reste in den folgenden Jahrhunderten als unbedeutende Sekte erwähnt.“17

Nach dieser Zeit fand eine regelrechte Vermischung von orientalischen Mysterien, römischem Götter- und Kaiserkult und griechischer Mythologie und Philosophie statt, welche mit einer Brise des biblisch-jüdischen Glaubens gewürzt wurde. Heraus kam eine neue synkretistische Religion18: das Christentum.

Besonders Rom bietet im 2. Jahrhundert ein „Überangebot“ religiöser Strömungen, einschließlich Astrologie, Magie und Philosophie.19 Einige Zeit später wurde Sol invictus (der unbesiegte Sonnengott) unter Kaiser Aurelian im Jahr 274 u.Z. zum obersten Reichsgott Mithras (Erlöser). Das Göttertrias aus Jupiter/Zeus/Osiris  -  Hera/Aphrodite/Magna Mater - Mithras/Dionysos/Bacchus blieb bis zur päpstlichen Machtübernahme erhalten und wurde dann durch die Namen „Herr“ (Gott Vater), Maria (Gott Mutter)/Heiliger Geist und Jesus Christus (Gott Sohn) ersetzt.

Durch diesen Synkretismus konnte sich das Römische Reich in alle Himmelsrichtungen ausbreiten. Die neue Religion konnten einerseits die Griechen und Römer annehmen als auch die bis zu dem Zeitpunkt übrig geblieben „Christen“, die sich bereits vom ursprünglich einfachen Evangelium weit entfernt hatten. Die wenigen ernsthaften und aufrechten Nachfolger des Messias gingen ins Exil oder wurden ermordet. In einem Handbuch über das „Römische Ägypten“ ist zu lesen:

„Im vierten Jahrhundert wurde das Christentum als offizielle Religion im Römischen Reich adoptiert. […] Aus einer pragmatischeren Perspektive jedoch, gab es wenig, was sich wirklich änderte. Anstelle von Göttern führten die Menschen lokale Heilige ein und Jesus Christus als Beistand. Amulette wurden nach wie vor produziert, Orakeltickets konnten ausgestellt werden und Inkubationszentren20 waren nach wie vor in Gebrauch. […] Jetzt boten die Kirchen, Klösterzentren und Märtyrerschreine ihren Service an, während Wüsteneremiten und Mönche sie verwalteten.“21

Soweit sich die Menschen in dieser synkretistischen Religion bewegten, konnte Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert Religionsfreiheit gewähren. Denn es drohte damit keine Gefahr der Spaltungen oder Unruhen im Reich. Jeder davon abweichende Glaube war jedoch verboten. Er erließ Gesetze, welche zwar einerseits die Religionsfreiheit in diesem Rahmen gewährte (Toleranzedikt von Mailand 313), etwas später aber verbot er bei Todesstrafe den Übertritt zum Judentum und am 01.09.326 trat das Gesetz gegen „Häretiker“ in Kraft. Es richtete sich gegen alle christlichen Schismatiker, die Novatianer22 oder die vegetarisch lebenden Urchristen. Deren Bücher sowie die der Heiden wurden vernichtet.

infoKaiser Konstantins Gesetzgebung brachte auch viele positive Aspekte und Erleichterung für das Volk. Er reformierte viele grausame Bräuche. So verbot er etwa die Kindstötung, die tödlichen Gladiatorenspiele und die qualvolle Kreuzigung als Todesstrafe (320).

Am 03.03.321 führte Konstantin den „verehrungswürdigen“ Sonntag (venerabilis dies soli) als gesetzlichen Feiertag ein (Kodex Justianus III, 12,2). Alle gewerblichen und richterlichen Tätigkeiten wurden an diesem Tag verboten. Nur in der Landwirtschaft durfte auf den Feldern gearbeitet werden. In zwei weiteren Gesetzen (3.07.321 und im Jahr 337) wurde der Sonnentag als Feiertag bestätigt und Konstantin verordnete, dass auch alle Soldaten am Sonntag für die Zeit des Gottesdienstes arbeitsfrei haben. Die alten heidnischen Feiertage wurden so gut wie möglich in den neuen Kalender unter christlichem Vorzeichen übertragen.23

Von den Ägyptern wurde im 1. Jahrhundert v.u.Z. die „siebentägige antik-pagane Planetenwoche“ übernommen, welche eine Christianisierung erfahren hat. Die Wochennamen wurden jetzt nach den Planeten Saturn (Samstag), Sonne (Sonntag), Mond (Mondtag), Mars (Dienstag), Merkur (Mittwoch), Jupiter (Donnerstag), Venus (Freitag), benannt.  Zu der Zeit war wie für die Ägypter noch der Saturnstag der erste Tag der Planetenwoche.24 Der Saturnstag (Samstag) galt als Unglückstag und war deshalb ein Ruhetag. Erst im Laufe der ersten zwei Jahrhunderte wurde der Saturnstag im Julianischen Kalender zum siebten Tag der Woche. Mit der Sonntagsgesetzgebung Konstantins wurde der Ruhetag auf den Dies Solis (Sonntag) verlegt. Jeder Feiertag, der nach einem anderen Kalender als dem julianische Sonnenkalender bestimmt war, wurde zunehmend verdrängt und einige Zeit später verboten. Der Sabbat, der biblische Siebente Tag der biblischen Woche (nicht Samstag/Saturnstag!) spielte kaum noch eine Rolle.

Am 23.05.325 eröffnet Konstantin das erste Konzil von Nizäa. Bei der Abschlusssitzung des Nizeanischen Konzils wurden die Arianer, die nicht an einen dreieinigen Gott glaubten, sondern weiterhin am monotheistischen Glauben festhielten, zu Häretikern erklärt. Zudem wird das ökumenische Glaubensbekenntnis (Nizänum) verabschiedet, in der die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes festgesetzt wurde.25

Die neue synkretistische Religion der Christen, welche bis ins späte Mittelalter allein durch die katholische Papstkirche repräsentiert wurde, übernahm zudem den Brauch der Mater Magna (große Mutter) und Himmelskönigin und nannte sie Maria. Den orientalischen Mysterienfesten wurde der Name Ostern und Weihnachten verliehen und der Geburtstag am 25. Dezember des „Erlösers“ Mithras/Dionysus wurde dem neu „erschaffenen“ Jesus Christus übergestülpt und gefeiert. Heidnische Tempel und Basiliken wurden zu christlichen Kirchen und die Grotten der Göttermütter wurden zu Mariengrotten. Der wahrhaftige Messias und Sohn JaHuWaHs geriet völlig in Vergessenheit. Stattdessen wurden die heidnischen Götter Mitras/Dionysos/Hesus/Krishna zu  Jesus Christus, wobei bestimmte Attribute der Götter beibehalten wurden.

Muttergottes mit Kind© Von links: Isis: © Walters Art Museum, CC BY-SA 3.0 / Hettitische Göttin: © PHGCOM, CC BY-SA 3.0 /
Indische Göttin: © http://collections.lacma.org, Public Domain / Kath. Muttergottes: Public Domain.

 

Hinzu kam noch der Gnostizismus, in dem „die Jesus-Erzählung insgesamt als Gleichnis“ gedeutet und dem „transzendenten Bereich“26 zugeschrieben wurde.27 Der Gnostiker Valentinus († nach 160) war zu jener Zeit ein einflussreicher gnostischer Lehrer, der die chaldäisch-kabbalistische Zahlensymbolik auf die Bibelexegese anwandte und den „Sophia Mythos“ verbreitete. Der Valentinianismus ist eine synkretistische, christlich-religiöse Bewegung, die ihr Verständnis aus der Religion Syriens und Ägypten speiste.

Valentinus konnte lange Zeit innerhalb der offiziellen katholischen Kirche wirken. Erst später gründete er seine eigene gnostische Sekte.28 Der ehemalige Professor für Religionsgeschichte Edvard Lehmann bezeichnet den Gnostizismus als die ‚westliche Ablaufrinne orientalischer Spekulationen, die allerlei in die altchristliche Kirche hineinbrachte, und darunter Dinge, die das Christentum nie wieder losgeworden ist‘.“29

Im Gnostizismus um die Jahrtausendwende vor und nach unserer Zeitrechnung hielt der Demiurg aus der indischen Götterwelt Einzug; und aus der ägyptischen Mythologie wurde der Horos zu einem festen Bestandteil der Religion. Der Demiurg wird als Schöpfer der Welt (Alter Bund) im Unterschied zum „guten Gott“ (Christus im Neuen Bund) verkündigt (besonders durch den christlichen Gnostiker Marcion). Der ägyptische Horos wurde zu einer Kraft/Geist, der von Christus ausgeht.30

Die Apokryphen des Alten Testaments wie auch die zahlreichen neutestamentlichen Apokryphen31, zeugen von einem Jesus, der mit dem biblischen Messias und Seinen grundlegenden Lehren kaum noch etwas gemeinsam hat. Diese Schriften gehören meist dem dritten, vierten und fünften, zum Teil aber auch schon dem zweiten Jahrhundert v.u.Z. an. Zur Zeit des Messias hat sich der Gnostizismus unter Einwirkung platonischer Philosophie bereits stark ausgebreitet.

info1945 wurden in der Nähe des kleinen ägyptischen Ortes Nag Hammadi zahlreiche frühchristliche Texte gefunden, die hauptsächlich der Gnosis zuzurechnen sind. Der Fund besteht aus dreizehn in Leder gebundenen Papyrus-Kodizes, mit einer Sammlung von 47 Texten. Die Manuskripte stammen aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts u.Z., verfasst wurden die Texte vermutlich vorwiegend im 1. oder 2. Jahrhundert. Als Herkunft der Texte werden Ägypten und teilweise Syrien angenommen. Die Texte sind in einem koptischen Dialekt (Sahidisch) verfasst. Man geht jedoch davon aus, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Griechischen handelt. Eine bedeutende Schrift daraus ist das Thomasevangelium, eine wohl aus dem zweiten Jahrhundert stammende Sammlung von 114 Jesussprüchen. Ein solcher Spruch wurde durch den Film Stigmata bekannt: „Jesus sprach: ‚Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt. Hebt einen Stein auf, und ihr werdet mich finden, spaltet ein Holz, und ich bin da.“32. „Jesus“ wird zu einem Allgott, der mit Magie erreicht werden kann.

Die gnostischen Lehren und Schriften unterscheiden sich von den Evangelien des Neuen Testament besonders in einem entscheidenden Punkt. Der Messias wird im Gnostizismus so dargestellt, als sei er nicht gekommen, um durch Seinen freiwilligen Tod von der Sünde (= Übertretung des Gesetzes) zu erlösen; er sei vielmehr gekommen, um die rechte Erkenntnis (Gnosis) zu vermitteln, welche vor dem Tod bewahrt: „Wer die Deutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.“ (Logion 1). Logion 13 zeigt zum Heil führende Worte Jesu auf, die aber nicht offen zutage treten, sondern erschließt sich erst durch das tiefe Eindringen in ihre verborgene Wahrheit. Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit wird meist abgelehnt.33

Irenäus von Lyon (ca. 135 bis ca. 200 u.Z.) war Bischof in Gallien (heute Lyon/Frankreich) und einer der bedeutendsten Theologen des zweiten Jahrhunderts und wegweisend für das Christentum. Irenäus hat sicherlich zu Recht gegen diese gnostischen Sekten und deren Lehren angekämpft. Aber auch er hat bereits das ursprüngliche Evangelium verfälscht. Von Justin dem Märtyrer übernahm er die „Logostheologie“34 und entwickelte diese weiter. Man lehrt, dass Christus auf Erden Mensch und gleichzeitig die zweite Person des dreieinigen Gottes war oder sogar Gott der Allmächtige selbst, der als Mensch auf die Erde kam. Das widerspricht den Evangelien  (z.B. Philipper 2,7).

Vor allem durch Irenäus von Lyon und Justin dem Märtyrer, die als die ersten sogenannten Kirchenväter gelten, wurde die christliche Kirche maßgeblich geprägt. Deren platonisch-heidnisch-christliche Philosophien und Erkenntnisse fielen auf fruchtbaren Boden, der bereits von heidnischen Götter- und Erlösermythen verschiedener Völker beackert und durchzogen war. Aus diesem Boden wuchs der Name „Jesus Christus“.

 

Weiter mit Teil 2 dieser Artikelserie: Die ersten „Christen“ in Antiochia

 




1 Die „obere Vierheit“ ist die „Mutter von allem“. Up

2 vgl. Niclas Förster, Markus Magus, Mohr Siebeck, Tübingen, 1999, S. 326; Kurt Rudolph, Die Gnosis: Wesen und Geschichte einer spätantiken Religion, Vandenhoeck & Ruprecht, 2011 S. 349 Up

3 Von Irenäus von Lyon ist das fünfbändige Werk „Gegen die Häresien“ (Adversus haereses) überliefert, das ungefähr 180 u.Z. veröffentlicht wurde. Fragmente in der griechischen Originalsprache sind erhalten, zudem eine kurz nach der griechischen Veröffentlichung entstandene, vollständig erhaltene, aber ziemlich freie lateinische Übersetzung. Up

4 In der Mythologie ist die Göttin der Wahrheit Aletheia, die Tochter Zeus. Nach Plutarch war sie die Amme des Apollon Up

5 Irenäus I. Buch, Kapitel 14,4 und Kapitel 15,2; eine deutsche Übersetzung von Irenäus‘ fünf Bücher Gegen die Häresien kann hier aufgerufen werden: www.unifr.ch/bkv/kapitel580.htm Up

6 Der Name JaHuWaH für unseren Himmlischen Vater ergibt sich bei genauem Studium aller biblischen Hinweisen,  historischen Angaben und archäologischen Funde. Siehe hierzu: www.bibel-offenbarung.org/gottesname-jahuwah-unser-schoepfer.html. Up

7 Jahuschuah ist der hebräische Name des Messias, der sich offenbart, wenn man allen Hinweise in der Bibel (Altes und Neues Testament) aufgreift. Eine ausführliche Studie findet sich hier: www.bibel-offenbarung.org/gottesname-jahuwah-unser-schoepfer.html#Im_Auftrag. Up

8 vgl. Paul Rhodes Eddy/Gregory A. Boyd, The Jesus Legend: A Case for the Historical Reliability of the Synoptic  Jesus Tradition, 2007, S. 139 Up

9 In: Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 76 Up

10 Philo von Alexandrien, Über das Leben Mosis (De vita Mosis), Buch II, § 206, Leopold Cohn (Hrsg.), ins Deutsche übersetzt von Benno Badt,  Breslau 1909, S. 356 Up

11 https://de.wikipedia.org/wiki/IHS; abgerufen am 18.05.2018 Up

12 Papyrus 46 enthält die letzten acht Kapitel des Römerbriefes, den vollständigen Hebräerbrief, fast den gesamten 1. und 2. Korintherbrief, die vollständigen Briefe an die Epheser, Galater, Philipper und Kolosser sowie zwei Kapitel des 1. Briefes an die Thessalonicher (https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_46). Up

13 Vgl.Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 6-7 Up

14 In einer Ausstellung des Landesmuseums Karlsruhe wurde dieses Thema anschaulich dargestellt unter dem Motto: Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus: Kulte und Religionen im Römischen Reich, Archäologische Ausstellung im Karlsruher Schloss des Badischen Landesmuseums Karlsruhe vom 16.11.2013 - 18.5.2014, www.landesmuseum.de/website/dyndata/01_PM_2013_Ausstellung_Imperium_der_Goetter_BLM.pdf Up

15 Walter Burkert, Antike Mysterien – Funktionen und Gestalt, C.H. Beck München, 1990, S. 40 Up

16 Johannes Ev. Hafner, Selbstdefinition des Christentums – Ein systemtheoretischer Zugang zur frühchristlichen Ausgrenzung der Gnosis, Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien, 2002, S. 232 Up

17 Nikolaus A. Bär, Chronologie und Kalender, unter ‚Osterstreit‘ www.nabkal.de/osterstreit/cap_04.html, abgerufen am 03.09.2018 Up

18 Als Synkretismus wird die Verbindung und Vermischung verschiedener Religionen oder religiösen Traditionen bezeichnet. Up

19 vgl. Johannes Ev. Hafner, Selbstdefinition des Christentums – Ein systemtheoretischer Zugang zur fühchristlichen Ausgrenzung der Gnosis, Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien, 2002, S. 232 Up

20 Inkubationszentren waren “heilige” Lokalitäten, wo Menschen mit der Absicht übernachteten, einen von Dämonen/Teufel inspirierten Traum oder Heilung zu erfahren. Die Inkubation wurde von vielen antiken Kulturen praktiziert. Up

21 Christina Riggs (Hrsg.) The Oxford Handbook of Roman Egypt, Oxford University Press, 2012, S. 324; eigene Übersetzung ins Deutsche Up

22 Die spätantike Bewegung der Novatianer waren Anhänger des Theologen Novatian (ca. 200-258 u.Z.), der von 251-252 Gegenpapst war. Die Noatianer nannten sich auch „die Reinen“, weil sie sich zur Zeit der systematischen Christenverfolgung unter Kaiser Decius im 3. Jahrhundert geweigert hatten, den römischen Götterbildern Opfer darzubringen. Up

23 The Encyclopaedia Britannica - A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, Hugh Chisholm (Hrsg.), Band 10, 11. Ausgabe, New York 1910, S. 223 Up

24 Klaus M. Girardet, Kaisertum, Religionspolitik und das Recht Von Staat und Kirche in der Spätantike, Dr. Rudolf Habelt GmbH, 2009, S. 178.186 Up

25 Martin Klonnek, Chronologie des Römischen Reiches 4. Jahrhundert - Jahr 300 bis 399, 2014 Up

26 Unter dem transzendente Bereich versteht man die Überschreitung der Grenzen der erfahrbaren Welt; die Transzendenz beschreibt das Übersinnliche und Übernatürliche. Up

27 Johannes Ev. Hafner, Selbstdefinition des Christentums – Ein systemtheoretischer Zugang zur frühchristlichen Ausgrenzung der Gnosis, Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien, 2002, S. 241 Up

28 Encyclopedia Britannica, Bd. 27, 1911, unter ‚Valentinus and the Valentinians‘, aufzurufen unter: https://en.wikisource.org/wiki/1911_Encyclop%C3%A6dia_Britannica/Valentinus_and_the_Valentinians Up

29 Eward Lehmann, zitiert in: Richard Garbe, Indien und das Christentum – Eine Untersuchung der religionsgeschichtlichen Zusammenhänge, J.C.B. Mohr, Tübingen, 1914, S. 72 Up

30 Das Horos als ein „Begrenzer“ der niederen materiellen Welt von der ganzen Fülle der höheren Äonen und als eine von Christus ausgehende Kraft wurde besonders von der im zweiten Jahrhundert weitverbreiteten christlich-gnostischen Sekte des Valentinus verkündigt;  vgl. Irenäus von Lyon (, Gegen die Häresien (Contra Haereses), 1. Buch Kapitel 3,3, deutsche Übersetzung: www.unifr.ch/bkv/kapitel583-2.htm Up

31 apokryphische Apostelgeschichten (Acta Thomae), Brief des Barnabas, 1. und 2. Brief des Clemens Romanus an die Korinther; die 7 Briefe des Ignatius, Thomasevangeliumm, usw. Up

32 Thomasevangelium, Spruch 77, https://de.wikipedia.org/wiki/Nag-Hammadi-Schriften Up

33 https://de.wikipedia.org/wiki/Thomasevangelium, abgerufen am 12.05.2018 Up

34 In der Bibel wird der Ausdruck „Logos“ in der Einleitung zum Johannesevangelium gebraucht. Es wird in den meisten Übersetzungen als „Wort“ übersetzt und wird in der Christenheit als das „Menschwerden Gottes“ verstanden. Der Begriff Logos bedeutet primär „Rede“, „Lehre“, „Weissagung“, „Anweisung“. Nicht der Allmächtige wurde Mensch. Vielmehr sandte der Allmächtige Vater Seinen Sohn auf die Welt, damit dieser Sein „Wort“ bzw. Seine Lehre hier auf Erden „leben“ und so den Charakter des Himmlischen Vaters zeigen konnte. Bei vorurteilsfreiem Lesen dieser Textpassage im 1. Johanneskapitel zeigt dies absolut keinen Bezug zu einem zweiten „Gott, der Sohn“ eines dreieinigen Gottes. „Gott“ ist in der Bibel nur ein Gattungsbegriff, der auf Menschen, Himmelsbewohner, Götzen und auch Satan angewandt wird. Dieser Begriff besagt einzig, dass es sich um jemanden handelt, der als Anführer bzw. als Leiter einer Gruppe von Menschen/Himmelsbewohner dient bzw. vom Allmächtigen JaHuWaH dazu angewiesen wird. Up


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