Der Dionysus des Nordens: Hesus

Erstellt: Samstag, 05. Januar 2019 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 15. Januar 2019

 

Dionysus, Zeus, Jesus. Ein Brauch der hellenistischen Kultur um die Zeitenwende erforderte es, sowohl gewöhnlichen Männernamen als auch Götternamen die Silbe „us“ am Ende anzuhängen. Zu jener Zeit gab es auch einen bedeutenden Gott der Kelten, welcher als Namensgeber für den christlichen Jesus im Verdacht steht. Die Römer und Griechen brachten damals nicht nur römische Bräuche zu den Kelten. Auch umgekehrt ließ sich Rom von der keltischen Kultur inspirieren und flocht Elemente in die eigene ein.

 

Teil 10 der Artikelserie "Wer ist Jesus Christus"

Inhaltsverzeichnis der gesamten Artikelserie

 

 

 

Der Dionysus des Nordens: Hesus

 


Keltisches KreuzKeltisches Kreuz
© Public Domain
Trotz der Anstrengung der Griechen und der ersten Christen, den heidnischen Glauben zu bekämpfen, wurde „das Heidentum weniger verdrängt“, als dass es sich „an dessen Stelle setzte“.1 So E. Karl Bart, der im vorletzten Jahrhundert über die Kelten schrieb. Er zeigt auf, dass die Griechen keinesfalls die Quelle der Druidenweisheit waren, sondern umgekehrt, die Griechen bezogen ihre Bildung neben den Persern, Babyloniern, Assyrern und Indern auch von den Kelten, der Gallier und deren Druiden.2

Den heimischen Gebräuchen wurden christliche Namen und Bedeutungen verliehen. Unter diesem biblischen Deckmantel ging die pagane Religion im Christentum auf. Die keltische Religion im Norden hatte darauf ebenfalls einen Einfluss. Viele archäologische Funde zeigen, dass sich nicht nur der römisch-griechische Götterglaube nach Norden ausbreitete, sondern auch umgekehrt. Die Kelten brachten ihre Kultur ins Römische Reich.

Immer wieder sind kleine Bronzefiguren und Altäre der ägyptischen Götter auf rheinischem Boden gefunden worden. So stand in Marienhausen im Rheingau ein Altar des Serapis3, den ein römischer Offizier errichtet hatte. Eine kleine Statue der Isis wurde in der St. Ursulakirche in Köln im Mittelalter zu einem ihrer Säulenkapitale verarbeitet.4 Bei Zwickau hat man eine bleierne Tafel gefunden mit der griechischen Aufschrift: „Dürbalais, der Größte unter den Druiden“. Darüber stand: „Verehrt den Gott Apollo; Haltet an dem väterlichen Gesetz; Seid verschwiegen; Verrichtet mit Fleiß, was euch befohlen“.5

Julius Cäsar bezeichnet den Merkur als den höchsten Gott der Kelten mit Namen Teutates, „ein Name, der einen Römer zunächst an den Teut oder Thot der Ägypter erinnern musste“.6 Aus der politischen Absicht, die eigene Religion in dem eroberten Land einzuführen, beteten sie zusammen mit den Kelten die gleichen Götter unter jeweils verschiedenen Namen an.7 Die Kelten verehrten zudem einen sehr wichtigen Gott, wie in einem alten deutsch-keltischen Wörterbuch zu lesen ist:

„Die Kelten hatten ausser dem allgemeinen Namen Aesar, Götter, (Wassermänner) noch einen besonderen Gott Hesus, oder Esus, welcher der Wortform nach dem christlichen Jesus völlig gleich steht. Das Hebräische bietet bekanntlich für Jesus keine passende Deutung; ais-eus ist Wassermann.“8

Der römische Dichter Lucan ordnete Hesus als einen der drei gallischen Hauptgötter ein. Die anderen beiden waren Teutates und Taranis, „und wahrscheinlich wurde unter diesen Namen die Gottheit in einer Dreieinigkeit verehrt“.9 Teutates wurde mit Merkur, Taranis mit Jupiter und Hesus mit Mars identifiziert. In den erklärenden Zusätzen zum Werk des römischen Dichters Lucan (Berner Lukan-Scholien) heißt es:

Celtischer EsusEsus-Cernunnos, der Herr der Tiere
© www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Material/Kelten.htm
„Mercurius wird in der Sprache der Gallier Teutates genannt und wurde bei ihnen mit Menschenblut verehrt. Teutates Mercurius wird bei den Galliern so versöhnt: Ein Mensch wird kopfüber in einen gefüllten Bottich gelassen, so dass er dort erstickt. Esus Mars wird so versöhnt: Ein Mensch wird an einem Baum aufgehängt, bis sich seine Glieder in eine blutige Masse aufgelöst haben. Taranis Dis Pater wird auf diese Weise bei ihnen versöhnt: Einige Menschen werden in einem hölzernen Behältnis verbrannt.“10

Hesus/Esus wird allgemein für den Kriegsgott gehalten, wie zur Zeit Julius Cäsars der Mars. Wie nebenstehendes Bild aus dem Landschaftsmuseum der Kelten zeigt, wird Hesus häufig mit einem Stier dargestellt, trägt einen Mistelzweig in seinem Haar oder ein Hirschgeweih auf seinem Haupt. Er galt  als Herr der Pflanzen, des Waldes und der Tiere.11 Die Druiden hielten den Eichenbaum heilig und „insbesondere die daran gewachsene Mistel“.12

MistelDie Mistel ist ein „Halbschmarotzer“ und wächst auf Bäumen. Vögel fressen die Beeren und mit deren Ausscheidung kann die Mistel wieder am nächsten Baum aufblühen.
© abubibolabu/Pixabay, Public Domain
Der römische Gelehrte und Schriftsteller Plinius (23-79 u.Z.)  schreibt, dass die Mistel in der Sprache der Kelten „die alles Heilende“ bedeutete. Aufgrund der etymologischen Ableitung des Wortes esus als „gut“ wird Esus auch als „die Gute, die alles heilende keltische Mistel“ gesehen. Sie war selten aufzufinden, und wenn man sie fand, wurde sie unter großer Feierlichkeit geholt. Der Priester stieg auf den Baum und schnitt sie ab und fängt sie in einem weißen Tuch auf. Unter dem Mistelbaum werden dann die Opfertiere geschlachtet.13 Daher rührt auch der Brauch, zur Weihnachtszeit über der Tür einen Mistelstrauch zu hängen, der über Amerika mittlerweile auch wieder bei uns angekommen zu sein scheint.


Pariser NautenpfeilerPariser Nautenpfeiler
im Musée national du Moyen Âge in Paris
© Marsyas, CC BY-SA 3.0
Inschriften mit dem Namen Hesus wurden in Italien, Österreich und Frankreich und sogar in Nordafrika gefunden. Ein Zeugnis von Esus findet sich auf einer gallorömischen Inschrift am Pariser Nautenpfeiler. Aufgrund der Widmung an Kaiser Tiberius (14-37 u.Z.) lässt sich die Säule datieren. Das Monument zeigt verschiedene Figuren aus der gallischen und der römischen Mythologie. Die Inschriften nennen neben Esus u.a. die römischen Götter Jupiter und Mars. Im Rheinischen Landesmuseum Trier ist unter der Inventarnummer 20258 ein Weihestein für Merkur und Esus ausgestellt. Der Weihestein gehört zu den bedeutendsten Denkmälern der gallo-römischen Religionsgeschichte. Die Vorderseite zeigt den römischen Gott Merkur mit einer Begleiterin, höchstwahrscheinlich der gallischen Muttergöttin Rosmerta. Der gallische Gott Esus ist auf der rechten Nebenseite dargestellt. Er scheint eine schützende Funktion gehabt zu haben.14 Der Namensteil „Esu“ findet sich auch mehrfach als Vorderglied zusammengesetzter Personennamen wie Esugenus, Esumopas und Esunertus15

Es kann auch sein, dass Esus bei den Kelten ursprünglich nur „Es“ genannt wurde und erst die Griechen – wie sie es in der Regel mit männlichen Namen taten – ein „us“ anhängten. Denn bereits unmittelbar nach dem Tode Alexanders des Großen sind verschiedene gallische Stämme in Griechenland und Klein-Asien eingedrungen. Die Griechen und Römer, welche die verschiedenen Namen der Gottheiten hörten und ihre Feste sahen, die aber die keltische Sprache und auch die Grundlehren der Druiden nicht kannten, verglichen deren Götter mit ihren eigenen. Sie übernahmen diese und gaben ihnen entweder griechische Namen oder behielten die keltischen Namen bei, gaben ihnen aber lateinische oder griechische Endungen. So wurde aus dem Gott „Es“ der Name Esus und mit Aspiration der Name Hesus.16 Im Römischen Reich könnte sich später aus „Es“ und „Hesus“ der Name „Jesus“ entwickelt haben.

KeltenketteKeltische Gürtelkette aus dem 3. Jh. v.u.Z.
Die Kette wurde in einem Frauengrab in Mamming/Niederbayern gefunden
© Wolfgang Sauber, CC BY-SA 4.0
Wie in einem Wörterbuch für keltische Mythologie zu lesen ist, kann der keltische Esus auch als ein Titel mit der Bedeutung von „Herr“ oder „Guter Meister“ gesehen werden.17 Auch dieser Umstand könnte den ersten Bischöfen in der Namenswahl ihres Erlösers entgegengekommen sein. In einer katholischen Enzyklopädie ist zu lesen, dass es katholische Bischöfe in den nördlichen Provinzen des Römischen Reiches bereits von frühester christlicher Zeit an gab, wobei die Kontinuität historisch nicht vollständig nachweisbar ist. Etwas später wird in den antiken Schriften berichtet, dass der Bischof von York (eine Stadt im Norden Englands) beim Konzil von Nicäa im Jahr 324 u.Z. anwesend war.18. Auch das zeigt, dass es sehr früh Bischöfe in Nordeuropa gab und dass die keltische Kultur und die keltischen Götternamen den Bischöfen bekannt waren. Aus Gründen der missionarischen Ausweitung ihres Einflussbereichs könnte es sein, dass sie die keltischen Namen mit dem biblischen Messias verknüpft haben.19 Es ist ein Gebet des keltisch-katholischen Heiligen Sankt Columbia (Columcille) überliefert mit dem Titel „Jesus ist mein Druide“. Dieser Ausspruch scheint durch mehrere Quellen belegt. Ein Teil des Gebetes lautet:

„Ich verehre nicht die Stimmen der Vögel, noch Schniefen, noch irgendeinen Zauber in der weiten Welt, noch ein Kind des Zufalls, noch eine Frau; Mein Druide ist Christus, der Sohn Gottes. Christus, der Sohn der Maria, der große Abt, der Vater, Sohn und Heiliger Geist."20

In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass der Jesus-Name in den mittelalterlichen Schriften des 6.-15. Jahrhunderts als „Ihesus“ geschrieben wurde. Diese Buchstabenfolge wurde auch noch von Martin Luther verwendet, z.B. in der Schrift von 1523 „Das Ihesus Christus eyn geborner Iude sey“. Im 19. Jahrhundert stellt Jacob Grimm einen Vergleich zwischen den keltischen Göttern und dem christlichen Gott sowie Maria und Jesus auf. Dabei heißt es, dass der älteste Trobador (Sänger und Dichter mittelalterlicher Lieder) Christus als „Ihesus del tro“ (Herr des Donners) nannte.21

Druiden„Zwei Druiden“
Stich aus dem 18. Jh. nach einem Flachrelief, das in Autun/Frankreich gefunden wurde.
© Public Domain
Es ist beachtenswert und gleichzeitig nicht recht nachvollziehbar, warum der Name des christlichen Jesus in jener Zeit mit einem „h“ geschrieben wurde. Denn andere Worte mit dem Anfangsbuchstaben I und einem darauffolgenden Vokal, wie z.B. „Iude“ (Jude) wurde nicht mit h geschrieben. Auch den Namen Johannes schrieb man als „Iohannes“ und nicht „Ihohannes“. Dieser Buchstabe scheint damit nicht dazu gedient zu haben, den Namen in der rechten Weise auszusprechen und stammt wohl aus einer fragwürdigen Quelle.


Liest man über das Leben und die Praktiken der Druiden, so drängt sich ein Vergleich mit der katholischen Kirche des Mittelalters auf.  Es gibt erstaunliche Übereinstimmungen. Das Wissen über die Druiden wurde uns vor allem durch antike Schreiber wie Julius Cäsar, Cicero, Plinius, Diodor, Tacitus, Plutarch, etc. überliefert. So berichtet Kaiser Julius Cäsar (Caesar de bello Gallico, Lib. VI. cap. 13), dass die Druiden den geistlichen und „ersten Stand im Staate“ innehatten. Die Druiden mussten keine öffentlichen Abgaben entrichten und keinen Kriegsdienst leisten. Sie waren frei von allen Staatslasten. Ein Hoher Priester stand dem Druidenstand vor, „der mit unbeschränktem Ansehen herrschte. Er wurde gewählt und regierte lebenslänglich.“ Die Novizen wurden in der Schreibkunst, Musik, Mathematik, Kenntnis der Natur, Arzneilehre, Geschichte, Philosophie, Staatswissenschaft und Religion unterrichtet. In den Schulen wurde in einer nur den Eingeweihten verständlichen mystischen Sprache gesprochen. Die tatsächliche Lehre der Druiden blieb geheim.22

Bei den kirchlichen Handlungen musste der Priester weiß gekleidet sein. Um den Segen des Himmels zu erflehen, hielten sie feierliche Umgänge (Prozessionen), bei denen Dämonenbilder getragen wurden. Der Einfluss der Druiden auf die öffentlichen Angelegenheiten war so groß, dass man einen Druiden als höchste politische Person mit dem Recht über Leben und Tod wählte. Die härteste Strafe war der Kirchenbann. Der so Bestrafte wurde für einen Ruchlosen und Verdammten gehalten und er war aller öffentlichen Ehren verlustig. Die Druiden hatten große Reichtümer gesammelt. Das erregte Mißgunst im Volk und einige warfen ihnen vor, dass ihre Lehre nur auf Erwerb gerichtet sei. Auch die Unsterblichkeitslehre der Druiden kam in Veruf; sie sei nur erfunden, um das Volk lenkbarer, bereitwilliger und mutiger für den Kriegsdienst zu machen.23 Der griechische Geschichtsschreiber Diodor (1. Jahrh. v.u.Z.) erläuterte den druidischen Opferkult und berichtet über deren Lehre der Seelenwanderung:

"Verbrecher halten sie fünf Jahre lang gefangen, pfählen sie dann zu Ehren der Götter und verbrennen sie zusammen mit vielen anderen Opfergaben, indem sie riesige Scheiterhaufen errichten. Sie verwenden auch die Kriegsgefangenen als Opfergaben zu Ehren der Götter. […] Bei ihnen herrscht nämlich die Lehre des Pythagoras, dass die Seelen der Menschen unsterblich seien und nach einer bestimmten Zahl von Jahren noch einmal lebten, wobei die Seele in einen anderen Körper eingehe.“24

KeltengrabKeltisches Kreuz als Grabstein
© Duebbers, CC BY-SA 3.0

Man schlug Verbrecher ans Kreuz oder durchbohrte sie mit Pfählen, mit geweihten Pfeilen oder tötete sie mit Steinwürfen. Wie Strabo, Diodor, Plinius und Julius Cäsar berichteten, opferten die Druiden nicht nur Güter und Tiere für die Götter, sondern auch Menschen.25 Man ging nachts an die Gräber und rief mit magischen Sprüchen die verstorbenen Helden an.26


infoBesonders im süddeutschen Alpenraum ist das „Drud-Drücken“ unter älteren Leuten noch recht bekannt und bei manchem macht es sich nachts heute noch gefühlt real auf der Brust bemerkbar. Der Sage nach ist es der Drudenfuß, den der Landmann in der Walpurgisnacht an die Türen der Viehställe zeichnete, um den zürnenden Geist der Druiden zu beschwichtigen. Ein Überbleibsel aus der Zeit der Unterdrückung, der Geheimniskrämerei und Totenkult der Druidenpriester.

Unter der Herrschaft der Römer endete die politische Gewalt der Druiden. Sie betätigten sich aber weiter als Ärzte und Lehrer, deren Philosophie im öffentlichen und privaten Dienst sehr geschätzt war. Das Verbot der Religionsausübung beschränkte sich aber wohl nur auf Menschenopfer. Unter dem römischen Kaiser Nero wurden weiterhin Bildnisse keltischer Gottheiten hergestellt.27

Es wurde viel über den Niedergang der paganen Region im 3. Jahrhundert geschrieben. Diese Theorie ist jedoch widerlegt, denn es gibt heute „eindeutige Beweise für die Lebendigkeit und den ‚ungebrochenen Geist‘ der heidnischen Religiosität im 3. Jh. […] Nicht die Priester wurden schweigsamer, sondern die Steinmetze.“28

infoUnser Erlöser Jahuschuah nennt Satan als den "Vater der Lügner" (Johannes 8,44). Satan hat dafür gesorgt, dass bestimmte Merkmale der heidnischen Göttermythen mit dem in der Bibel offenbarten Schöpfer ähnlich sind, aber der Charakter ist völlig gegensätzlich. Während der babylonische (Tammuz), griechische (Zeus), römische (Jupiter) oder keltische „Jesus“ (Esus) beständig mit Opfer besänftigt werden mussten und als ausgesprochen grausam galten, kam der Messias Jahuschuah im Auftrag Seines Vaters JaHuWaH auf diese Erde, um sich selbst für die Menschen zu opfern. Das heißt, der Schöpfergott JaHuWaH und Sein von Sünde unbefleckter Sohn haben so viel Liebe für die Menschen, dass sie dieses große Opfer vollbrachten, um den Menschen wieder in ihren ursprünglich reinen und vollkommenen Zustand zurückzubringen, wie er vor dem Sündenfall bestand. Die Sünde (die Übertretung des vollkommenen Gesetzes JaHuWaHs) kann in einer vollkommenen Welt nicht bestehen und darf nicht eindringen. Der Mensch ist aber nun mal gefallen und jeder Mensch mit Sünde behaftet. Mit diesem großen Opfer, welches der Vater vollbrachte, indem er Seinen einzigen Sohn als Mensch auf die Erde sandte, der willig als Mensch lebte, Schmach und Schande ertrug und zuletzt die Sünde auf sich nahm, wird zudem demonstriert, wie unvereinbar die Sünde mit dem reinen, erhabenen und vollkommenen Reich JaHuWaHs ist. Jeder, der sich nicht vom Blut des Sohnes JaHuWaHs reinwaschen lässt, wird dieses vollkommene Reich nie erleben (siehe hierzu: Satan - der Inbegriff des Stolzes / Befreiung durch Demut: Jahuschuah).

Ist es ein Wunder, dass Bibel- und Religionskritiker den Glauben an „Jesus Christus“ mit dem Glauben entsprechender heidnischer Götter anderer Kulturen vergleichen? Das verwundert angesichts der heidnischen Elemente und Vermischungen des heidnischen Mysterienkultes mit dem biblischen Messias nicht. Das Christentum ist mit ihrem, aus der mythischen Götterwelt übernommenen dreieinigen Gott, den heidnischen Namen (Jesus, Christus, Herr), den unbiblischen Anbetungstagen (Sonntag, Samstag) und heidnischen Festen (Weihnachten, Ostern) eine heidnische Religion.

Mit Blick auf die vielfache Übernahme heidnischer Bräuche in den ersten Jahrhunderten würde es nicht überraschen, wenn man dem Sohn des Schöpfers zudem heidnische Namen wie des Erlöser-Gottes Zeus bzw. Hesus gab. Die Heiden konnten man so besser ins christliche Römische Reich integrieren. Hesus/Horus/Krishna bzw. Isis/Horus/Set christlich umgedeutet als „Jesus H. Christus“ bzw. Jesus Hominum Salvator (Jesus, Erlöser der Menschen) oder IHS. „In diesem Zeichen sollst du siegen“ – So die göttliche Vision des heidnischen Königs Konstantin der Große im 4. Jahrhundert. Mit seiner Hilfe und seinem Einfluss wurde diese neue synkretistisch-christliche Religion auf der ganzen Erde verbreitet.

Darüber mehr im nächsten Artikel: Von Sol invictus zu Jesus Christus




1 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 179 Up

2 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 141 – 142 Up

3 Serapis war ein ägyptisch-hellenistischer Reichsgott. In ihm sind v. a. Züge der ägyptischen Gottheiten Osiris, des Apis-Stiers sowie des griechisch-römischen Hauptgottes Zeus-Jupiter verschmolzen. Up

4 Adolf Erman, Die Ägypitische Religion, zweite Auflage, Georg Reimer Verlag, Berlin, 1909, S. 274 Up

5 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 181 Up

6 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 64 Up

7 Gottlieb Walther, Celtische Alterthümer – zu Erläuterung der ältesten Geschichten und Verfassung Helvetiens, 1783, S. 131-132 Up

8 Wilhelm Obermüller’s deutsch-keltisches, geschichtlich-geographisches Wörterbuch, Erster Band, Leibzig, 1869, S. 159; Hervorhebung hinzugefügt Up

9 Lucan, Pharsalia, Liber I, Z. 444 ff., in: E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 67 Up

10 Berner Scholien, zitiert in: Bernhard Maier, Die Religion der Kelten: Götter, Mythen, Weltbild, C.H.Beck München, 2004, S. 91 Up

11 www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Material/Kelten.htm
Esus-Cernunnos, der Herr der Tiere: Ausschnitt aus Platte 2 des Silberkessels von Gundestrup aus Jütland. Up

12 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 12+49 Up

13 Plinius XVI, 249, in: www.keltoi.ch/Esus.html Up

14 www.museum-digital.de/rlp/pdf/publicinfo.php?oges=5763&lang=de Up

15 Bernhard Maier, Die Religion der Kelten: Götter, Mythen, Weltbild, C.H.Beck München, 2004, S. 91 Up

16 Gottlieb Walther, Celtische Alterthümer – zu Erläuterung der ältesten Geschichten und Verfassung Helvetiens, 1783, S. XI (Einleitung) + S. 130-131 Up

17 Miranda J. Green, Dictionary of Celtic Myth and Legend, Thames & Hudson, 1992, S. 94 Up

18 Catholic Encyclopedia, Ancient See of York, www.newadvent.org/cathen/15733b.htm, abgerufen am 18.11.2017 Up

19 Es ist dabei auch immer zu beachten, dass das Aussprechen des Namens des Himmlischen Vaters und damit auch Seines Sohnes um die Jahrtausendwende bereits früh von den Juden verboten wurde. Es ist daher aus politischen und missionarischen Gründen nachvollziehbar, dass man nach einem passenden Namen suchte. Up

20 The miscellany of the Irish Archaeological Society, Bd. 1, Dublin, 1846, in:  Macgregor, Saint Columbia, Edinburgh, 1897, deutsche Übersetzung auf: www.keltischekirche.de/kkwiki/index.php?title=Jesus_mein_Druide, abgerufen am 18.11.2017; Hervorhebung hinzugefügt. Up

21 Jacob Grimm, Deutsche Mythologie, I. Band, Harrwitz und Gossmann, Berlin, vierte Auflage, 1875, S. 152 Up

22 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 8-59 Up

23 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 101-111 Up

24 Maier Bernhard, Druiden – Mistelzweig und Menschenopfer, Spiegel-Online, 28.11.2011, www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/druiden-mistelzweig-und-menschenopfer-a-728847.html, abgerufen am 20.10.2017 Up

25 In allen antiken Völkern wurden mehr oder weniger Menschenopferungen durchgeführt, so auch bei den Römern:  (Plin. XXX, 3; XXVIII, 3; Livius XXII, 57; Ovid Fastor. V, 625; Dion Fragm. XII; Lactantius I, 21; Epitome cap. XXXIII; Terullian aploget. c.s. noch im 2ten Jahrhundert), den Griechen (Plinius VIII, 34 XXVIII, 2. Virgil Aeneis II, v. 116; Lucretius I, v. 85; Lactant. Inst. I, 21; Macrobius Saturn. I, 7), den Karthagern (Justin XVIII, 6. Dionys Hal.I, 30; Lactantius epitome ad Pentadum cap. 23 u. Inst. I, 21; Terullien 1, c; Curtius IV, 3; Plutarch de superst. S. 171), Ägyptern (Plutarch Quaest. Roman. Moralia S. 324; De Iside et Osiride S. 380 D.), Persern (Plutarch, de superstitione S. 171; Plinius XXX, 6; Lampridii commodus, 19), den Juden (Richter, 11, 31.39; Könige II,16,3). Aus: E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 99 Up

26 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 94-100 Up

27 E. Karl Barth, Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen als Einführung in die altteutsche Religionslehre, Palm und Ernst Enke, Erlangen, 1826, S. 128-130 Up

28 Eckhard J. Schnabel, Urchristliche Mission, SCM R. Brockhaus, 2002, S. 1494 Up


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