Erstellt: Samstag, 30. Juni 2018 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 21. Juli 2018

 

Unser Schöpfer

Wie ist Sein Name und wie der Name Seines Sohnes,
weißt du es?

 

Komplett neu und umfangreich überarbeitete Fassung, Juni 2018 @Bibel-Offenbarung.org
(Ursprünglicher Titel: „Warum wir den Allmächtigen JaHuWaH nennen“, 2010)

 

Wer ist hinaufgestiegen zum Himmel und herabgefahren?
Wer hat den Wind in Seine Fäuste gesammelt?
Wer hat die Wasser in ein Tuch eingebunden?
Wer hat aufgerichtet alle Enden der Erde?
Was ist Sein Name und was der Name Seines Sohnes,
wenn du es weißt?

(Sprüche 30,4)


Hat Gott einen Namen? Ist "Gott" Sein Name? Wir sind es gewöhnt, dass der Himmlische Vater „Gott“ genannt wird. Das ist aber nicht Sein Name. „Gott“ oder „Herr“ sind nur Titel. Wie ist der Name Seines Sohnes? Ist „Jesus“ Sein Name? Ist das tatsächlich der Name, „in dem wir gerettet werden“ (Apostelgeschichte 4,12)? Wer ist „Jesus“?

Bereits während der ersten Jahrhunderte vor und nach der Zeitenwende haben die von der griechisch-hellenistischen Kultur geprägten Juden den Namen des Allmächtigen nicht mehr ausgesprochen. Selbst die Israeliten zur Zeit des Alten Bundes haben zeitweise einfach Titel bzw. Namen, welche die Heiden für ihre Götter benutzten, auf den Schöpfer übertragen (vgl. Hosea 2,18). Das ist keine segensreiche Art den Allmächtigen zu ehren. Der Name des Allmächtigen Schöpfergottes, der auf der ganzen Erde verkündigt werden soll, ist ein ewiger Name (2. Mose 3,14; 9,16), den auch Sein Sohn auf Erden offenbart hat. Sollten wir ihn nicht kennen? Sollten wir ihn nicht kennenlernen?

 

Inhalt

 

Der namenlose Gott

 
Für jede mythische Gottheit gibt es einen Namen. Für ein und denselben Gott der heidnischen Völker hat es sogar immer mehrere Namen gegeben, je nach Kultur und Zeitepoche. So ist der römische Jupiter gleichzeitig der griechische Zeus, der ägyptische Osiris und der babylonische Marduk. Die babylonische Semiramis ist gleichzeitig die assyrische Ischtar, die sich auch in der kanaanitischen Astarte, in der ägyptischen Isis, der griechischen Aphrodite und der römischen Venus offenbart. Die Namen sind austauschbar, weil unwichtig. Denn hinter allen versteckt sich Satan, der große Lügner und Verführer, der sich gegen den einzig wahren Allmächtigen Schöpfer aufgelehnt hat (Jesaja 14,13-14; Johannes 8,44; ). Dieser Schöpfergott hat einen ganz spezifischen Namen, den Er Seinem Volk immer wieder mitteilte. Beachte folgende Aussage des Propheten Micha:

 „Denn alle Völker mögen wandeln, jedes im Namen seines Gottes; wir aber wollen wandeln im Namen des HERRN, unseres Gottes, immer und ewiglich!“ (Micha 4,5)

Ist „HERR“ der Name? Auch Heidengötter, die doch alle einen Namen haben, wurden „Herr“ genannt. Es bleibt die Frage offen, wie der eigentliche Name unseres Schöpfers lautet, der nur HERR genannt wird.

Der evangelische Pfarrer Jochen Teuffel findet für den Umgang mit dem „namenlosen Gott“ recht treffende Worte, wenn er darauf hinweist, dass in der Bibel über 700 Mal der Begriff „Name“ vorkommt, die Kirche Gott unbekannt@ Bibel-Offenbarung.orgwestliche Theologie die grundlegende Bedeutung des Namens jedoch nicht hinreichend beachtet hat. Es werde ständig „über Sein, Wesen, Existenz, Attribute und göttliche Eigenschaften gelehrt, obwohl all diese Begriffe keinen biblischen Bezug haben.“1. Jochen Teuffel schreibt weiter:

„Das lebensentscheidende Heilsgeschehen ist im Namen gleichermaßen eingeschlossen, so dass es nicht ein göttliches Wesen, sondern der worthaltige Name ist, der Glauben und Vertrauen wirkt. Einem Wesen, und sei es ein göttliches, ist nicht wirklich zu glauben. Von daher ist es missverständlich, von einem Glauben an »Gott« zu sprechen. […] Das, was wir uns unter »Gott« selbst zu denken oder vorzustellen vermögen, ist ein zeitlos-universales Wesen mit allgemeingültigen Eigenschaften, dem kein besonderes Geschehen zukommt. Das taten- und damit auch namenlos gedachte Gottwesen birgt keine Verheißung, ist es doch ein metaphysisches Denkmonstrum, dem nicht zu glauben ist.“2

Der jüdische Religionsphilosoph und Bibelübersetzer Martin Buber (Bibelübersetzung F. Rosenzweig und M. Buber) weist darauf hin, dass die Wiedergabe des Ersatzwortes wie „der Herr“ abzulehnen ist, weil auf diese Weise der „seine Botschaft sprechende Gottesname den stummen Eigennamen der Götter gleichgestellt wird.“3 Es fällt schon schwer, eine Beziehung mit einem Mitmenschen aufzunehmen, wenn man dessen Namen nicht kennt. Wie viel schwerer ist es mit dem für uns Menschen unsichtbaren Schöpfer eine Beziehung aufzunehmen, wenn man nicht einmal dessen Namen weiß.

„Mit Namen rufen, heißt etwas genau erkennen, lieben, achten.“4

In einer Bibel-Enzyklopädie ist zu lesen:

„Der Name Gottes steht für Gott selbst; seinen Namen vergessen bedeutet, sich von ihm entfernen.“5

Sollten wir unseren Schöpfer nicht mit Seinem Namen ansprechen? Warum reden wir immer nur über „Gott“ und den „HERRN“? Der Name ist nicht verschwunden, aber offensichtlich nicht mehr präsent; und mit dem Namen auch der Charakter der heiligen Person, die dahinter steht.

“Der Gott Israels wird mit Seinem persönlichen Namen öfter genannt als mit allen Titeln zusammengenommen; der Name identifiziert nicht nur die Person, sondern offenbart seinen Charakter.“6

Sein Name steht für Seine Wirklichkeit, Seinen Geist, Seine Präsenz. Im esoterisch-heidnischem Sinne sind die Namen des „Göttlichen“ vielfältig. Nach dem dualistischen Denken vereint die Gottheit das Gute mit dem Bösen. Dadurch braucht Gott keinen spezifischen Namen, weil er ja sowieso alles und zugleich nichts ist. In den verschiedenen Völkern und Kulturen gibt es verschiedene Gottesnamen, der dahinterstehende Gott ist aber immer derselbe: Satan. Diese Götter sind billige Kopien des Schöpfers, deren Namen seit der Zeit Babylons durch Titel wie Baal, Adon oder Kyrios ersetzt wurden. Im Deutschen haben sie allesamt die Bedeutung von „Herr“.

Der italienische Philosoph und Humanist Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494), der heute vor allem durch seine Rede „Über die Würde des Menschen“ bekannt ist, hat die Etymologie des Gottesnamens studiert. Um die Überlegenheit der Bibel zu demonstrieren, zeigte er auf, dass die heidnischen Religionen tatsächlich nur Plagiate der biblischen Religion sind. Er demonstrierte dies am Beispiel des römischen Gottes Jupiter als IOVE-pater (Jove-Vater), welcher nur ein Imitation und falsche Kopie des Gottes der Hebräer gewesen sei.7

Wenn wir  nun den wahrhaftigen Namen des Allmächtigen Schöpfergottes wissen möchten, wo können wir diesen finden; wo am Besten danach suchen? Die erste Anlaufstelle wäre wohl die Bibel selbst. Leider müssen wir aber sehr schnell feststellen, dass er dort nicht vorhanden ist. Wir können nur immer wieder „Herr“ oder „Gott“ lesen. Den nächsten Hinweis würden wir sicher in den Schriften der Juden, wie im Talmud oder in jüdischen Enzyklopädien suchen. Aber auch da werden wir enttäuscht. Auch dort ist er nicht vorhanden. Allerdings finden wir dort den Hinweis, dass dieser Name des Allmächtigen zu heilig ist, um ihn auszusprechen oder zu schreiben. Im Gegensatz dazu heißt es jedoch in den Schriften des Alten Bundes:

„Dankt JHWH, ruft Seinen Namen an, macht unter den Völkern Seine Taten bekannt!" (Psalm 105,1)

Rühmt euch Seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die JHWH suchen!“ (1. Chronik 16,10)

Dabei ist der Name des Allmächtigen keinesfalls nur auf das Alte Testament, auf Israel oder die Juden beschränkt:

„Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll Mein Name groß werden unter den Heidenvölkern, und überall sollen Meinem Namen Räucherwerk und Gaben, und zwar reine Opfergaben, dargebracht werden; denn groß soll Mein Name unter den Heidenvölkern sein!, spricht JHWH der Heerscharen.“ (Maleachi 1,11)

Vater, verherrliche Deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen!“ (Johannes 12,28)

„Vater unser… geheiligt werde Dein Name.“ (Matthäus 6,9)

"... geheiligt werde Dein Name" ist das erste Anliegen des "Vater unser". Es ist das Gebet, welches der Sohn des Allmächtigen die Jünger lehrte, als sie Ihn fragten, wie sie beten sollen. Wie soll denn der Name des Himmlischen Vaters geheiligt werden, wenn er gar nicht bekannt ist?

infoIm Vaterunser ist der Name des Himmlischen Vaters mit der ersten Bitte verknüpft: „Dein Name werde geheiligt“. In diesem Gebet ist der Gottesname JHWH jedoch nicht enthalten, er kommt im gesamten Neuen Testament nicht vor. Besonders in der gnostischen Literatur um die Zeitenwende wie in den Schriften der Essener wird der Name grundsätzlich nicht genannt; die meisten dieser Schriften wurden auf aramäisch verfasst.

Seit den 60er Jahren wird von Theologen, wie dem Klosterabt Joachim Jeremias (*1900 †1997) und dem Philologen Günther Schwarz (*1928 † 2009), dem Titel „Abba“ im „Vater unser“ eine große Bedeutung zugemessen, die es von Abi (hebräisch für Vater im Alten Testament) geradezu wesentlich unterscheide. Es sei wichtig, den Himmlischen Vater mit dem aramäischem Ausdruck anzusprechen, weil es eine vertraulichere Anredeform sei, das dem deutschen „Papa“ oder „Papi“ näher kommt. Jeremias übersetzt Abba gar mit „Väterchen“; kleine Kinder in Antiochien hätten ihre Väter so angesprochen. Später erklärt er den Titel Abba mit einer Lallform, wie sie Kleinkinder, die das Sprechen lernen, verwendet haben.8

Einem breiten Publikum wird diese Ansicht heute von dem Journalisten und Buchautor Franz Alt (* 1938) in seinen Büchern über Jesus zugänglich gemacht. Dabei wird grundsätzlich eine aramäische Übersetzung des Neuen Testaments empfohlen. In der darin enthaltenen Version des „Vater unser“ geht der tatsächliche Name fatalerweise komplett verloren. Das heißt, selbst das Wort „Name“ wurde gestrichen.“ So heißt es nicht „Dein Name werde geheiligt“, sondern „Lass geheiligt werden deine Gegenwart!“9

Abgesehen davon, dass Studien von anderen Theologen und Kennern der hebräischen und aramäischen Sprache einer „Verniedlichung“ des biblischen „Vater“-Begriffes für den Himmlischen Vater widersprechen, wird mit dieser Anschauung einmal mehr der tatsächliche Name, welcher im „Vater unser“ geheiligt werden sollte, völlig verschleiert und selbst der Hinweis auf einen „Namen“ gelöscht. Abba ist genauso nur ein Gattungsbegriff wie Vater oder Gott und kein spezifischer Name. Der Titel Abba wird heute noch in der amharischen Sprache in Äthiopien für die orthodoxe Kirche, wie auch für weltliche Würdenträger Äthiopiens verwendet. Es ist wohl besser, sich auf die ursprünglichere hebräische Sprache zu verlassen, als auf das Aramäische, welches seit dem babylonischen Exil die Alltagssprache der Juden beeinflusste.

„Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir Meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde Meinen Namen verkündigt.“ (2. Mose 9,16)

Wie kann auf der ganzen Erde Sein Name verkündigt werden, wenn wir Ihn gar nicht kennen? Wendet man sich nun an die Bibelgelehrten und Pastoren, um die Wahrheit über den heiligen Namen des Allmächtigen zu erfahren, so wird man auch hier enttäuscht. Man hört und liest immer dasselbe: „Es ist nicht so wichtig, ob wir Gott mit einem spezifischen Namen ansprechen. Man kann heute den richtigen Namen nicht mehr wissen.“ Ja, es wird uns gesagt,  es sei egal, wie wir Gott nennen; es ist egal, ob wir ihn Jahweh oder Gott oder Herr nennen, denn der Schöpfer weiß, wen wir meinen und es ist für Ihn akzeptabel.

Es ist sicher richtig, dass unser Himmlische Vater jedes ernsthafte Gebet auch in einem falschen Namen oder Titel mit Freude annimmt. Er sieht in die Herzen, wie es jeder weiß, und wie aufrichtig jeder ist. Allerdings, wenn ich die Möglichkeit zur Prüfung und Erkenntnis bekomme, ist es dann nicht meine Pflicht, es zu prüfen, die Erkenntnis anzunehmen und die bisher gewohnte Handlungsweise zu ändern?

„Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun“. (Apostelgeschichte 17,30)

Zuweilen hört man auch das Argument: „Für uns ist der alttestamentliche Name des Vaters nicht mehr bedeutsam, wichtiger ist der Name Jesus.“ Jesus. Woher kommt dieser Name „Jesus“? Ist der Messias denn nicht im „Namen des Vaters“ gekommen (Johannes 5,43)? Ist „Jesus“ vereinbar mit dem Namen des Vaters?

Der allmächtige Schöpfergott wurde schon sehr früh in der Geschichte „namenlos“, wie Zeitzeugen aus dem zweiten Jahrhundert u.Z.10 bestätigen. In den Werken von dem Philosophen und einem der sogenannten „Kirchenväter“ Justin dem Märtyrer (um 100 bis 165 u.Z. in Rom) ist zu lesen:

„Die Juden lehren alle heute noch, der namenlose Gott habe zu Moses geredet. Darum hat der prophetische Geist durch den früher erwähnten Propheten Isaias scheltend, wie oben gesagt (c. 37), zu ihnen gesprochen: „Ein Ochs kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat mich nicht erkannt und mein Volk mich nicht begriffen.‘[Jesaja 1,3 …] einen Namen für den unnennbaren Gott vermag niemand anzugeben, und sollte jemand behaupten wollen, es gebe einen solchen, so wäre er mit unheilbarem Wahnsinn behaftet.11

Bereits zu dieser Zeit erscheint der tatsächliche hebräische Name in keiner hebräischen oder griechischen Schrift mehr. Im Alten Testament ersetzten die Juden den Namen mit dem Titel "Adonai" (Herr) überall dort wo der Name ursprünglich stand.12 Die gebräuchlichste Bibel im Mittelalter war die Vulgata, in der "Adonai" mit "Dominus" (lateinisch für Herr) übersetzt wurde. Auch Martin Luther verwendete in seiner Bibelübersetzung HERR (Großbuchstaben) anstelle des Namens. Damit verwendete man „Herr“ ebenso für den Vater, wie für den Sohn. Auch Baal bedeutet Herr.

infoDer Eigenname des Schöpfers wird in den Schriften des Alten Bundes stets als Tetragramm (Vierfachzeichen) aus den hebräischen Konsonanten Jod (י), He (ה), Waw (ו), He (ה) geschrieben. Diese hebräischen Buchstaben ergeben von rechts nach links gelesen das Wort יהוה („JHWH“). Es ist der häufigste biblische Eigenname und erscheint im Alten Testament nach der jüdischen Bibelenzyklopädie 6.823 Mal.

Die ursprüngliche griechische Übersetzung der Schriften des Alten Bundes, die Septuaginta (auch LXX genannt), die ca. 250 v.u.Z. entstand und später mehrere Male überarbeitet wurde, hat anstelle des Namens das griechische Kyrios (Herr) oder Theos (Gott) eingesetzt. Erst später versuchte man wieder, den richtigen Namen des Schöpfers in die Bibeln zu bringen. Herbert Chanan Brichto, Professor für Biblische Studien am Hebrew Union College, schreibt:

„… in einem engeren Sinn waren die biblischen Autoren erfolgreich. Denn sie eliminierten nahezu den Namen des Gottes Israels. Mit Ausnahme in den korrekten Namen der Menschen, verschwand der Name Jahū beinah aus dem israelitischen Bewusstsein; ersetzt durch ein nie auszusprechendes JHWH … .“13

Heute gibt es eine große Zahl an Bibelgelehrten, die davon ausgehen, dass der Heilige Name entweder Jehovah oder Jahwe lauten müsse. Andere sind sich sicher, dass beide Namen unter den vielen Namen des Allmächtigen richtig sind oder sie glauben, dass sein Name „HERR“ sei, so wie ihn die meisten Bibelübersetzer schreiben. Wieder Andere meinen, dass der heilige Name verloren gegangen sei, und nie enthüllt werden könne. Hat unser Schöpfer verschiedene Namen und ist es egal, wie wir Ihn nennen? Oder heißt Er HERR? Oder kann man Seinen Namen tatsächlich nicht wissen?

Das anzunehmen, würden die zahlreichen Angaben in der Bibel zum Namen des Schöpfers und die Betonung auf die Dringlichkeit, den Namen auszusprechen, ad absurdum führen. Glauben wir denn nicht, dass der Vater mit Seinem Geist durch Seinen Sohn auch heute noch wirkt? Vertrauen wir Ihm nicht, dass Er auch für uns heute Seinen Namen offenbart, wenn Er uns doch wissen lässt:

„Es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden.“ (Apostelgeschichte 4,12)

Hier ist vom Sohn des Allmächtigen die Rede, der im Namen das Vaters kam und im Namen Seines Vater die Erlösung vollbracht hat. Wie kam es aber dazu, dass dieser Name so sehr in Vergessenheit geriet? Wie kommt es zu solchen Namen wie Jahwe, Jehovah oder für den Sohn der Name Jesus? Warum, wie und wann wurde der Name aus den Schriften der Bibel gestrichen? Wie wurde der Name ausgesprochen bevor er durch Adonai (Herr) und Elohim (Gott) ersetzt wurde?

 

 

Die Geschichte einer völligen Verschleierung

 

Es waren die gelehrten Juden selbst, die zum Teil schon sehr früh den Namen JHWH aus dem Alten Testament entfernten und ihn mit Adonai (Herr) oder Elohim (Gott) ersetzten. Sie änderten auch viele der Namen der Propheten, wenn sie mit Jahu, den ersten beiden Silben des Tetragramms JHW anfingen und verkürzten es zu Jeh wie in Jeschua. Sie wollten ihn nicht aussprechen, weil er ihnen dafür zu heilig schien. Nur der Hohepriester durfte den Namen des Allmächtigen einmal im Jahr, am Jom Kippur (Versöhnungstag) aussprechen, wobei der laute Gesang der Leviten dies akustisch überdeckte.14

infoDas Aussprechen des Namens des Höchsten nur bei religiösen Ritualen durch den Hohepriester könnte auch sein Vorbild bei heidnischen Völkern mit magischem Hintergrund haben. Beispielsweise wurde auch bei den australischen Murring-Stämmen der Name ihres Gottes Daramulun nur bei den Initiationsriten während eines Tanzes ausgesprochen. Ansonsten wurde der Name des Daramulun von den Männern höchstens flüsternd erwähnt. Für Frauen und Kindern war er tabu.15

Im frühen Judentum und besonders in den neutestamentlichen Schriften kann man feststellen, dass der Name des Schöpfers JHWH mit dem sog. Passiv divinum umschrieben wird. Ein Beispiel: „Mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man [wird JHWH] euch messen.“ (Matthäus 7,2). Hier ist niemand anderer als der Schöpfergott gemeint, der die Menschen „messen wird“.  Auch wenn es heißt: „Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Matthäus 5,4), dann steht das Passiv „werden getröstet werden“ anstelle von „JHWH wird sie trösten“.16 Es ist „die Meidung des Gottesnamens durch Gebrauch einer passiven Konstruktion, bei welcher der Agens nicht genannt wird, der aber nach dem Kontext nur Gott sein kann.“17

Wenn in den Schriften des Alten Bundes eine Aussage in Beziehung zum Allmächtigen im Passiv steht, ist das nicht im Sinne eines passivum divinum gemeint, denn der Name wird entweder einige Verse davor oder danach ausdrücklich geschrieben. Allerdings nennen die spätjüdischen Bücher den Namen seltener und im Buch Esther kommt er kein einziges Mal mehr vor. In einem der ältesten Mischna-Traktate18, kommt der Name JHWH nur in Bibelzitaten vor. In späteren jüdischen Schriften wird er gänzlich gemieden.19

Umschreibungen im Neuen Testament, um den Namen zu umgehen, gehen bereits auf das Jüdische zurück. So der Titel Himmel als Umschreibung Gottes als „das Zeichen vom Himmel“ (Matthäus 16,1; Markus 8,11) oder „das Heil ist im Himmel“ (Lukas 19,28) „beim Himmel schwören“ (Matthäus 5,34; 23,22; Jakobus 5,12). Sehr gebräuchlich ist im Judentum auch die Umschreibung des Namens durch die „Stimme“, was im Neuen Testament seinen Anklang findet: „die Stimme aus dem Himmel“ (Matthäus 3,17; 17,5; Markus 1,11; Lukas 3,22; Johannes 12,28.30) oder einfach nur „die Stimme“ (Apostelgeschichte 10,13.15; 11,7.9; Offenbarung 10,4.8; 14,13).20

An Stellen wie Apostelgeschichte 8,22 oder Joh. 20,23 ist der Gebrauch des Passivum divinum besonders deutlich, wenn es heißt: „Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Man fragt sich, wer ist es, der die Sünden vergibt? Es ist natürlich immer der Himmlische Vater (Markus 2,7). Wenn im Alten Testament hingegen das Passiv gebraucht wird, dann sachlich-dichterisch (metrisch) begründet und wird gleich im folgenden Satz durch die ausdrückliche Nennung des Namens JHWH deutlich gemacht:

„Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem … [JHWH] keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist!“ (Psalm 32,1-2)

Während der Name JHWH im Neuen Testament im Zusammenhang mit Seinem Gerichtshandeln nicht genannt wird (Matthäus 7,1-2; 11,23;12,37; 13,12; 23,12; Lukas 6,37-38; 8,18; 10,15; 14,11; Markus 4,25; usw.), wird im alttestamentlichen Sprachgebrauch immer JHWH als der Handelnde ausdrücklich erwähnt (1. Samuel 2,7.8.10; 2. Samuel 22,36.49; Jesaja 1,2; Psalm 17; 13; 30,2; 37,34; 75,8;  Hiob 22,29; Ruth 1,21; Daniel 4,34; 5,19; 2. Chronik 28,18.19, usw.).21

Vierzig Jahre vor der Zerstörung des Tempels hörten auch die Priester auf, den Namen auszusprechen. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Aussprache des Namens verboten und unter Todesstrafe gestellt. Demjenigen, der den Namen aussprach, drohte man zudem an, „keinen Anteil an der zukünftigen Welt“ zu haben.22. Auch der jüdische Philosoph und Theologe Philo von Alexandrien, ein Zeitzeuge des Messias (von ca. 10/15 v.u.Z bis 40 u.Z), kommentiert 3. Mose 24,15 recht drastisch:

„Wer aber gegen den Herrn von Menschen und Göttern, ich will nicht sagen ein beschimpfendes Wort spricht, sondern auch nur seinen Namen bei ungehöriger Gelegenheit auszusprechen wagt, der soll als Strafe den Tod erleiden.“23

Philo verwendete den Gottesnamen nie und der römisch-griechische Geschichtsschreiber Flavius Josephus, der Priester war und fast zeitgleich lebte, dürfte den hebräischen Namen JHWH gekannt haben, verwendet ihn aber ebenfalls nie. Bei der Zitierung von Jesaja 19,19 in seinem Werk Altertümer ersetzte er JHWH durch Kyrios ho theos.24

infoDas Hebräisch des Alten Testaments bzw. das Alt-Hebräisch wurde bereits im 2. Jahrhundert v.u.Z. vom Mittel-Hebräisch abgelöst. In dieser Sprache sind die meisten Texte von Qumran und alle rabbinischen Werke verfasst. Seit dem 19. Jahrhundert wird Neu-Hebräisch gesprochen und geschrieben.25

Die Bücher des Alten Bundes verbieten keinesfalls den Gebrauch des Namens des Allmächtigen Schöpfers. Warum die Juden trotzdem festlegten, dass der Name nicht ausgesprochen werden darf, mag daran liegen, dass dem Missbrauch des Dritten Gebotes „Du sollst den Namen JHWHs nicht missbrauchen“ vorgebeugt werden sollte. Wie es in der Enzyklopedia Judaica heißt, war es jedoch eine „missverständliche Lesart des Dritten Gebotes“ (2. Mose 20,7; 5. Mose 5,11).14 In der Encyclopedia Judaica heißt es unter „JHWH“:

„Mindestens seit der Zerstörung des Ersten Tempels 586 v.u.Z. wurde dieser Name regelmäßig mit den richtigen Vokalen ausgesprochen, wie aus den Lachisch-Briefen27 hervorgeht, die kurz vor diesem Datum geschrieben wurden. Aber bis zum dritten Jahrhundert v.u.Z. wurde die Aussprache des Namens JHWH vermieden und wurde mit Adonaj, „der Herr“, ersetzt, was der Gebrauch des griechischen Wortes Kyrios anstelle von JHWH in der Übersetzung der hebräischen Schriften in der Septuaginta zeigt.“28

Babylonischer TalmudBabylonischer Talmud
Es ist der Talmud29, der solches lehrt. Dieses umfassende Werk des Judentums mag für historische Studien und für den kulturell-politischen Hintergrund zu biblischen Aussagen zur damaligen Zeit hilfreich sein, für das Bibelstudium ist es kaum geeignet. Der für das Judentum bedeutendere Babylonische Talmud regelt bis in die kleinsten Einzelheiten das täglichen Leben von Juden, besonders auch zum Sabbat, und das Verhältnis zu Nichtjuden. Je mehr man darin liest, um so mehr versteht man so manches harte Wort des Messias gegenüber den Schriftgelehrten und Pharisäern und auch den Sinn so mancher Seiner Aussagen und Gleichnisse. Auch einige der „fragwürdigen“ Aussagen in den Briefen Paulus können dadurch besser eingeordnet werden.30

“Der unaussprechliche Name wurde als ‚Adonaj‘ gesprochen und dort wo Adonaj und JHWH zusammen erscheinen, wurde er als ‚Elohim‘ ausgesprochen, um eine Wiederholung des Titels Adonai zu vermeiden. […] Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels war keine Kenntnis mehr über die Aussprache des Namens vorhanden.“31

Zu der Zeit, als der Messias auf Erden lebte und sich das „Urchristentum“ im ersten und zweiten Jahrhundert herausbildete, war der Gottesname schon längst tabu und durch Adonai (Herr) und Kyrios (Herr) ersetzt. Seit dem babylonischen Exil haben die babylonische und die persische Religion auf das Judentum eingewirkt. Der evangelische Theologe und Professor für Neues Testament Anfang des letzten Jahrhunderts Wilhelm Heitmüller beschreibt den Einfluss der heidnischen Philosophie auf das Judentum:

„Mehr und mehr ist heute die Erkenntnis gereift, dass das Judentum, wie es vom Christentum vorgefunden wurde, nicht eine Erscheinung aus einem Guss, sondern eine synkretistische Größe ist. Die Religion des Judentums ist nicht etwas das Ergebnis einer selbstständigen geraden Entwicklung der israelitischen Religion, sondern ein Erzeugnis, bei dessen Bildung fremde Faktoren einen nicht unerheblichen Einfluss gehabt haben.“32

In orientalischen Religionen war die Bezeichnung Kyrios für deren Götter weit verbreitet.33 Bereits die Septuaginta (LXX), die erste griechische Übersetzung der Schriften des Alten Bundes, gibt יהוה JHWH entsprechend der Lesung als ’ădônāj (Herr) oder κύριος (kyrios, griechisch für „Herr“) wieder.  Im Neuen Testament wird häufig aus dem Alten Testament zitiert, die Grundlage ist auch hier die Septuaginta, wobei der Titel Kyrios (Herr) als Ersatz für JHWH übernommen wurde. Aus der  Septuaginta las und zitierte das Urchristentum die Bibel.34 Georg Rosen spricht von der „Hellenisierung des Septuaginta-Judentums“, in der die Gottesbezeichnungen wie Kyrios oder Pantokrator „unbewußt bereits die kultischen, philosophischen und naturmythologischen Momente in die jüdische Frömmigkeit aufgenommen“ wurde.35

Während man im alten palästinischen Judentum in den heiligen Schriften einzig die religiöse Beziehung zu Gott suchte, versuchte man im hellenistischen Judentum den „Monotheismus der jüdischen Frömmigkeit und den wissenschaftlichen Ansprüchen hellenistischer Weltweisheit“ gleichzeitig gerecht zu werden. Die jüdische Überzeugung wurde durch die hellenistische Philosophie der damaligen Zeit beeinflusst. Ein Beispiel ist die Unsterblichkeit der Seele, die anstelle des eschatologischen Auferstehungsglaubens aufgenommen wurde.36

Von Plutarch wird berichtet, dass die Perser die Sonne als „Kyros“ bezeichneten. Wie es in der Freimaurerbibel von Albert Pike heißt, wurde Kurios und Adonai in Phönizisch und Hebräisch auf die Sonne angewendet. Viele Orte waren für die Sonne heilig und wurden als Kura, Kuria, Kuropolis, Kurene, Kureschata oder Kuresta bezeichnet. Pike erwähnt zudem den griechischen Arzt und Historiker Ktesias von Knidos37, von dem berichtet wird, dass König „Kyrus“ nach der Kuros, der Sonne, benannt wurde. Und Hesychius berichtet demnach, dass Kuris niemand anderer als Adonis war.38

Die Übersetzung der Schriften des Alten Bundes entstand ab dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung – der sogenannte griechische „Urtext“, die Septuaginta oder LXX genannt. Die meisten Bücher waren bis etwa 100 v.u.Z. übersetzt, die restlichen Bücher folgten bis 100 u.Z. Das heute noch erhaltene handschriftliche Material, abgesehen von den vor- und frühchristlichen Papyrusfragmenten, stammt frühestens aus dem 4. Jahrundert nach der Zeitenwende. Bis dahin hatte die Septuaginta jedoch viele Veränderungen erhalten – von der Kanonisierung des hebräischen Alten Testaments, über die Adaption des griechischen Textes durch die werdende christliche Kirche bis zur anschließenden Überarbeitung durch jüdische Gelehrte.39 Dabei scheint jedoch nicht nur der hellenistische Einfluss groß gewesen zu sein; wie die Jüdische Enzyklopädie weiß, zeigen die Übersetzungen vom Hebräischen ins Griechische zeitweise eine „erstaunliche Unkenntnis oder Ignoranz der hebräischen Sprache“.40 

infoDer Text der Septuaginta entstand in einer Umgebung die von der alexandrinisch-hellenistischen Kultur geprägt war. Zur Zeit dieser griechischen Übersetzung der alttestamentlichen Schriften gab es bereits viele jüdisch-gnostische Schriften, wie die Apokryphen, die von den Übersetzern der Septuaginta mit aufgenommen wurden. Der hebräische masoretische Text enthält diese gnostischen Texte nicht, die auch nie zum hebräischen Bibelkanon gehörten. Von der Katholischen Kirche wurden sie ebenfalls aufgenommen (Lehren wie das Fegefeuer und die Unsterblichkeit der Seele zeigen deren Einfluss). Von den Protestanten wurden die Apokryphen abgelehnt und sind deshalb in den meisten Bibelübersetzungen nicht zu finden. Die Septuaginta ist auch sonst an vielen Stellen ungenau und von der hellenistischen Philosophie geprägt. Es ist deshalb sinnvoll, den hebräisch-masoretischen Text für das Studium zu verwenden.

Die älteste vollständige Version der Septuaginta aus dem zweiten Jahrhundert u.Z. enthält durchgehend Κυριος (Kyrios/Herr) oder Θεος (Theos/Gott), wo ihm Hebräischen Text JHWH steht. Diese Version gründet sich auf verschiedene griechische Manuskripte vor und nach unserer Zeitrechnung. Diese Manuskripte geben mal den Namen JHWH wieder, mal befindet sich an dieser Stelle nur Punkte oder ein Leerraum, oft steht dafür Κύριος (Kyrios). Da man den Titel Κύριος in vielen älteren Manuskripten nicht fand, gehen manche Experten davon aus, dass der Gebrauch des Wortes Kyrios in der späteren Zusammenstellung der Septuaginta einen „christlichen Charakter“ hat.41 Der Gebrauch von Κύριος anstelle des Tetragramms wurde zum “Unterscheidungsmerkmal” für die christlichen Septuaginta-Manuskripte.42

infoDiese Entwicklung zeigt sich z.B. in dem in Qumran gefundenen apokryphischen Psalmtext, wo in einem älteren Text (11QPsa) das Tetragramm in Paleö-Hebräisch steht, während eine zeitgenössische Kopie (11QPsb) den Namen mit Adonaj (Herr) widergibt. Die Autoren allerdings, welche zwischen 100 und 80 v.u.Z die Gemeinschaftsregeln (1QS und 1Qsa+b), Zusätze zur ersten Jesajarolle (1QIsaa) sowie die „Zeugnisse“ (4Q175) verfassten, schrieben das Tetragramm nicht. Anstelle der hebräischen Buchstaben JHWH wurden vier Punkte geschrieben. Kommentare zu Habakuk (1QpHab) aus dem frühen Ersten Jahrhunderts sowie auch Psalm (4QpPsa), Micha (1QMic) und Zephania (1QpZeph) zeigen das Tetragramm wiederum in paleo-hebräischen Buchstaben.43 Das zeigt, dass auch vereinzelt jüdische Übersetzer versuchten, dass Tetragramm wieder einzufügen. Die christlichen Fragment-Kopien enthalten jedoch durchgängig Kyrios (Herr).

Die Septuaginta in ihrer Urgestalt ist eine rein jüdische Übersetzung, in der jedoch das Tetragramm nicht geschrieben wurde. Die ältesten vollständig erhaltenen Handschriften der Septuaginta entstammen aus den ersten christlichen Jahrhunderten und sind christlich überarbeitet. Das Christentum hat sich das Alte Testament in Form der Septuaginta praktisch zu eigen gemacht und in ihrer eigenen „christlichen“ Weise interpretiert. Aus diesem Grunde war das rabbinische Judentum davon wieder abgerückt.44

Man geht auch deshalb von einer „christlichen“ Form der Septuaginta aus, weil  Manuskripte gefunden wurden, in denen die spezifischen christlichen Abkürzungen (nomina sacra, wie IH-XC) des Namens IHSOUS XRISTOS (für „Jesus Christus“) gefunden wurde.  Solche, bis in das 1. Jahrhundert zurückgehenden Abkürzungen gibt es im Hebräischen nicht.45 Es könnte jedoch sein, dass es bereits zu einer Praxis hellenistischer Juden wurde, die sich von der griechischen Mythologie beeinflussen ließen und die Christen haben es übernommen.46 Diese könnten die frühe christliche Praxis beeinflusst haben.47 Denn der Gebrauch von Kyrios anstelle des Tetragramms zeigte sich in einer „beträchtlichen Vielfalt in hellenistisch-jüdischen Texten ohne textliche Unsicherheiten“.48

Diese Entwicklung ist mehr als bedenklich, wenn man den ursprünglichen Gebrauch von Kyrios in Betracht zieht. Die Juden haben Kyrios korrekt als Königstitel verstanden. Allerdings kommt dieser Titel aus der orientalischen Gott-Königsvorstellung, wie Georg Rosen in seinem Buch über die Juden und Phönizier aufzeigt. Aus der religiösen Stellung des Königs erwuchs ein kultischer Anspruch, wie im Seleukidenreich. In der Römerzeit ist die Entsprechung der Kaiserkult. Die hebräsiche Bezeichnung JHWH Zebaoth im Alten Testament wurde in der Septuaginta mit Kyrios Pontekrator übersetzt. Durch eine solche Übersetzung „konnten astralmythologische Deutungen eindringen“, so Georg Rosen. Er gibt weiter zu bedenken, dass durch diesen Titel „der universalistische Anspruch in einer für die polytheistische Welt leichter verständlichen und weniger anstößigen Weise zum Ausdruck gebracht“ worden sein könnte, was jedoch auch die Gefahr in sich birgt, „dass die Anwendung dieses Titels ein Versinken des Judentums in den hellenistischen Synkretismus zur Folge hat.“49 Wobei der Autor diese Gefahr nur bei jüdischen Sekten sieht.50 Friedrich Niewöhner nimmt an, dass die Christen in ihren Kopien der Septuaginta den Namen JHWH durch Kyrios ersetzt und geschrieben haben, weil sie ihn genau so auf Hebräisch von den Juden ausgesprochen gehört haben.51

infoIn früherer Zeit schrieb man Kyrios häufig noch mit dem Zusatz „Pontekrator“ (Allherrscher), um diesen „Herr“ von den Kaisern, wie Augustus, Nero, Domitian, usw., die sich ebenfalls als „Herr“ anreden ließen, zu unterscheiden.52 Wobei dieses Unterfangen gerade dem hellenistischen und römischen Gottesverständnis von Herrschern und Kaisern entsprach.

Von christlicher Seite wurden in der Septuaginta nicht nur viele Korrekturen vorgenommen und der Titel Kyrios überall dort eingesetzt, wo die jüdischen Übersetzer eine Leerstelle für das Tetragramm ließen, es wurden auch Wörter „verstümmelt, ausgelassen, hinzugefügt und Randglossen in den Text aufgenommen“. Dabei wurde die Abweichung vom hebräischen Text durch die „allgemeine Unkenntnis nicht bemerkt“. Zuweilen wurden auch „durch Nachlässigkeit manche einzelne Buchstaben ausgelassen oder verändert, wodurch sich mitunter ein ganz anderer Sinn ergibt“. So drastisch drückte es der Oberrabbiner der israelitischen Gemeinden zu Dresden und Leipzig Z. Frankel im vorletzten Jahrhundert aus. Er beklagte weiter, dass sogar teilweise griechische Ausdrücke, die dem Hebräischen ähnlich klangen, dafür ersetzt wurden. Die Korruption der Septuaginta zeige sich bei Philo von Alexandrien bereits in ihrer heutigen Ausprägung und zur Zeit Origenes im 3. Jahrhundert war sie bereits „ungemein entstellt“.53

Nicht nur die Christen arbeiteten an der Septuaginta und suchten diese zu „verbessern“, indem sie viele Korrekturen im christlichem Sinn vornahmen, auch die Juden arbeiteten weiter am „Übersetzungsproblem“.54

„Es scheint, dass die LXX [Septuaginta] in einem freien und gutem Griechisch generell von Juden akzeptiert und dann von den Christen übernommen wurde. Dadurch kam es jedoch bei den Juden in Misskredit, die nun wiederum für sich selbst eine neue Übersetzung durchführten, welche dem hebräischen Text genauer wiedergab, während die LXX ausschließlich für die Christen blieb.“55

So entstanden im 2. Jh. u.Z. drei jüdischen Neuübersetzungen der Septuaginta, zuerst durch den zum Judentum bekehrten Gelehrten Aquila (125 u.Z.), worauf eine zweite Revision durch den hellenistisch-jüdischen Gelehrten Theodotion erstellt wurde (ca. Ende des 2. Jh.), der in einem besser lesbaren Griechisch übersetzte. Und schließlich eine dritte Version der Septuaginta durch Symmachus.56

Papyrus Fouad 266Papyrus Fouad 266 mit dem Textfragment aus 5. Mose 31,28-32,7 mit dem Namen יהוה in hebräischer Quadratschrift. (PD-Art) Das älteste in Qumran gefundene Manuskript ist das Papyrus Rylands 458 (Nr. 957 nach Rahlfs) aus dem 2. Jahrhundert vor der Zeitenwende. Es enthält Fragmente aus dem 5. Buch Mose. Es hat Leerräume dort, wo im Hebräischen der Name JHWH steht. Es könnte sein, dass dort ursprünglich der Name stand, aber später ausradiert wurde.57 Der zweitälteste Fund ist das Papyrus Fouad 266b, welches ebenfalls Fragmente aus dem 5. Buch Mose (Kapitel 10-33) enthält. Es stammt aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit und enthält das Tetragramm in hebräischer Quadratschrift mitten im griechischen Text. Forscher sind sich einig, dass es sich hierbei um eine frühe Revision der Septuaginta handelt.

Zwei weitere Papyri enthalten das Tetragramm in alter paläo-hebräischer Schrift: Papyrus Oxyrhynchus 3522 und Papyrus 8HevXII aus dem Ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende. Alle anderen gefunden Papyri enthalten anstelle des Namens JHWH den Ersatzausdruck Kyrios. Die Revision der Septuaginta durch die jüdischen Übersetzer Symmachus und Aquila von Synope im zweiten Jahrhundert u.Z. enthalten in drei Papyri das Tetragramm. 

Weiter Schritfragment palaeohebraeischDas Tetragramm steht in diesem Fragment (8HevXII) in althebräischer Schrift (Siehe Pfeil) in den sonst griechischen Text eingefügt.gibt es Papyri, in denen eine griechische Entsprechung der ersten drei Silben des Tetragramms gefunden wurde: ΙΑΩ.58 (gesprochen Jahu oder Jaho). Ein Fragment wurde gefunden, welches die griechischen Buchstaben ΠΙΠΙ (Pipi) enthält, eine falsche Lesart für  יהוה  (JHWH). Man hat JHWH nicht ins Griechische transliteriert; man hat JHWH in hebräischen Buchstaben von rechts nach links geschrieben und angeordnet, aber von links nach rechts gelesen und griechisch ausgesprochen. Die christlichen Übersetzer hielten den ersten Buchstaben für den Letzten und den Letzten für den Ersten. Gemäß Friedrich Niewöhner wurde Pipi (ΠΙΠΙ) von JeJe abgeleitet.59 Heitmüller ging davon aus, dass das Aussprechen des Namens einen magischen Hintergrund gehabt habe und daraus auch das „sonst schwer erklärbare ΠΙΠΙ“ (für יהוה) in einigen der Septuaginta-Handschriften resultierte.60

Die Schriften des Neuen Testaments liegen uns nur noch in griechischen Abschriften vor. Es verwundert daher nicht, dass der Name des Himmlischen Vaters darin nicht mehr vorhanden ist. Gemäß dem Vorbild der alttestamentlich griechischen Übersetzung der Septuaginta schrieb man nun auch in den Schriften des Neuen Bundes anstelle des Namens den Titel Kyrios (Herr).

„Die Substitution von kyrios in der Septuaginta und von dort mit dominus in der Vulgata entfernte erfolgreich den Namen Gottes vom Bewusstsein aller, die diese Schriften lasen oder hörten. […] 2. Mose 3,14 als eine Erklärung für das Tetragramm wurde damit wirkungsvoll eingestellt; es wurde vielmehr zu einer unabhängigen Erklärung der Existenz Gottes.“61

infoMan muss sich an dieser Stelle auch fragen, ob die Schreiber des Neuen Testaments, die Jünger und Apostel, tatsächlich ursprünglich ihre Texte auf griechisch geschrieben haben. Viele Theologen behaupten das. Aber aus den Schriften des jüdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus geht hervor, dass die breite Masse nicht griechisch gesprochen hat. In seinem Werk „Jüdische Altertümer“ gibt Josephus sogar von sich preis, dass er die griechische Sprache erst erlernt hat und auch das Sprechen derselben für ihn nicht ganz einfach war:

„Denn wie meine Landsleute mir das Zeugnis geben können, dass ich mich in den Wissenschaften meines Vaterlandes besonders hervorgetan habe, so habe ich mich auch mit der griechischen Sprache eingehend befasst und ihre grammatischen Regeln gründlich erlernt, wiewohl das geläufige Sprechen derselben mir durch die Sitte meiner Heimat unmöglich gemacht wird. Bei uns sind nämlich diejenigen nicht besonders angesehen, die in vielen Sprachen bewandert sind“.62

Durch diesen Austausch des Namens JHWH durch den Gattungsbegriff „Herr“ oder „Gott“ gab es bald kaum noch eine merkliche Unterscheidung zwischen dem Himmlischen Vater und dem Sohn. Beide waren nun „Gott“ und „Herr“.

 „Als kyrios anstelle JHWH eingesetzt wurde, verschwand die Linie der Abgrenzung und die zwei wurden verwechselt“.63

Diese fehlende Abgrenzung leistete einen gewaltigen Vorschub für die katholische Dreieinigkeitslehre im 3. Jahrhundert. Denn nun war Allmächtiger Gott sowohl der Vater als auch der Sohn. Ein Jahrhundert später wurde die Bibel ca. 390 u.Z. von Hironymus ins Lateinische übersetzt.  Auch hier wurde grundsätzlich anstelle von JHWH „Dominus“ (Herr) eingesetzt. Ironischerweise wurde aber an einer Stelle das hebräische Wort „Adonaj“ belassen: An der Stelle, wo ausdrücklich vom „Namen“ des Allmächtigen die Rede ist, in 2. Mose 6,3. Obwohl Adonaj ebenfalls einfach nur „Herr“ bedeutete, wusste man sich wohl nicht besser zu helfen, als Adonai als Name stehen zu lassen. Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts versuchten christliche Forscher den richtigen Namen des Schöpfers wieder in die Bibeln zu bringen. Sie stützten sich dabei auf das Punktuationssystem der Masoreten, wobei sie jedoch deren Vokalpunkte des Tetragramms falsch interpretierten.

infoAls das Hebräische als Umgangssprache bereits ausgestorben war, entwickelten die Masoreten (jüdische Gelehrte) ab dem 5./6. Jahrhundert u.Z. ein Punktuationssystem, um die Lesbarkeit der hebräischen Texte in den Synagogen zu erleichtern. Mit Hilfe von Punkten und Strichen, die zu den Konsonanten gesetzt wurden, sollten die richtigen Vokale angezeigt werden. Durchgesetzt hat sich das tiberische Punktuationssystem, das von der Masoretenschule Ben Ascher in Tiberias (Israel) zwischen dem 8. Und 10. Jahrhundert u.Z. entwickelt worden ist. Die heutige hebräische Bibelausgabe (Biblia Hebraica Stuttgartensia) folgt der Handschrift aus dem Jahre 1008, dem Codex Leningradensis. Zur Qualität dieses Werkes der Masoreten sei angemerkt, dass sie äußerst sorgfältig arbeiteten und keine „Verbesserungen“ am Text der überlieferten Handschriften vornahmen. Ein Vergleich mit der 1000 Jahre älteren gefundenen Jesajarolle (1QIsa) hat es bestätigt. Die Masoreten haben lediglich Kommentare und Berichtigungen an den Rand geschrieben (sog. Randmesora). Dadurch sollte sichergestellt werden, dass der Text nicht in jeder Generation neu manipuliert und verändert wird. Am Ende des Werkes findet sich sogar eine genaue Auflistung, aus wie vielen Versen ein jedes Buch besteht (z.B. 1. Buch Mose enthält 1534 Verse).64

Was die Schreibweise des Namen JHWH betrifft, so wurde dieser jedoch von den Masoreten absichtlich auf unterschiedliche Weise punktiert. Der Name erschien auch zu dieser Zeit als zu heilig, um ausgesprochen zu werden und um Missbrauch zu verhindern. Dieser wurde tatsächlich immer wieder zu magischen Zwecken missbraucht, worauf in Kapitel „Was bedeutet es, den Namen zu missbrauchen?“ näher eingegangen wird. Man hat deshalb יהוה (JHWH) mit den Volkalzeichen anderer Begriffe geschrieben und erhielt damit folgende Titel und Wörter, welche anstelle des ursprünglichen Namens zu lesen sind:

יְהוִה für „Elohim“ (Gott)
יְהֹוָה für „Adonaj“ (Herr)
יְהוָה für „Schem“ (Name)65

Dort wo Adonaj neben JHWH stand, vokalisierte man ihn mit „Elohim“ (Gott), um zu vermeiden, dass zweimal hintereinander Adonaj steht.14 Im Deutschen liest es sich als „Gott, Herr“. Allerdings findet man die unsinnige Lesart „Herr, Herr“ heute noch in den deutschen Bibelübersetzungen (z.B. in 1. Mose 15,2; 2.Mose 34,6; 5. Mose 3,24; Josua 7,7, usw.). Noch unsinniger ist die Aussage „Herr ist Sein Name“ (2. Mose 15,3; Psalm 68,5; 83,18; Jesaja 42,8; 47,4; 48,2; 51,15; 45,5; Jeremia 10,16; 16,21; 32,18; 33,2; Hosea 12,6; Amos 5,8; usw.), da "Herr" nur ein Titel ist, der anstelle des Namens eingesetzt wurde. Auch der seltsame Ausdruck „Herrgott“ ist dieser Verschleierung des Namens durch die jüdischen Rabbiner zu verdanken und ist heute noch geläufig.

Kenner der hebräischen Sprache wussten, dass das Tetragramm mit den Vokalzeichen als Adonai, Elohim oder Schema (Name) zu lesen ist.  Durch die Vermischung der Vokale von Adonaj und den Buchstaben des Tetragramms ist es jedoch etwas später (ca. 13. Jahrhundert) durch chistliche Übersetzer zur falschen Lesung „Jehova“ gekommen.67

infoEigenartigerweise gibt es in jüdischen und messianisch-jüdischen Kreisen sogar das Verbot der Schreibweise des Titels „Gott“. Man findet daher in vielen Webseiten und Büchern die Schreibweise „G’tt“. Über diesen Brauch gibt es jedoch Uneinigkeit im Judentum, weil „Gott“ ja nur ein Titel bzw. ein Gattungsbegriff ist und nicht der Name des Allmächtigen.

Im frühen 19. Jahrhundert versuchte die christlich geprägte historisch-kritische Bibelforschung die richtige Aussprache des Tetragramms zu rekonstruieren. Die Mehrheit der Gelehrten kam damals zur Überzeugung, der Name müsse Jahweh lauten. Dabei bezog man sich aber auf „griechische Schreiber der christlichen Kirche“.68. JHWH ist aber ein hebräischer Name und kein Griechischer. Auch die Encyclopaedia Britannica spricht sich für den Namen Jahwe aus, gibt jedoch zu: “Jahwe ist kein hebräischer Name.“69  Die Katholische Enzyklopädie favorisiert ebenfalls Jahwe, der „griechischen Transkription“ folgend .“70

infoWobei die Katholische Kirche „aus Respekt vor der jüdischen Tradition“ und „in Treue zu den Gebräuchen der christlichen Tradition“ beschloss, dass das Tetragramm nicht mehr mit Jahwe, sondern nur noch mit Dominus (Herr) in den jeweiligen Landessprachen in allgemeinen Schriften, Bibeln, Liedern und Gottesdiensten vorkommen soll.71 Mit der vatikanischen Instruktion Liturgiam Authenticam von 200172 wird dabei ebenfalls auf die Septuaginta verwiesen, welche das „hebräische heilige Tetragramm“ traditionsgemäß nicht enthält, sondern mit Kyrios (Herr) ersetzt wurde. Man will sich im ökumenischen Sinne anpassen und ebenfalls den Namen nicht mehr schreiben.

Das „e“ am Ende des Namens Jahwe ist einer weiteren Verschleierung geschuldet. Diese „Unsitte“, den Namen des Schöpfers durch das Austauschen des Vokals „a“ durch ein „e“ geschah in den Jahren vor und nach unserer Zeitrechnung durch die griechischen Übersetzer in dem „Wunsch nach Uniformität“ und um sich „den griechischen Ohren anzupassen“. Dieses „fehlerhafte Verhalten“ zielt darauf ab, „unnötigerweise das zu verdunkeln, was in sich selbst vollkommen klar ist.“73

Diese “griechische Anpassung” macht sich nicht nur in der Endung „e“ bemerkbar, sondern auch in der ersten Silbe. Viele Namen in der Bibel beginnen deshalb mit „Je“ anstelle mit „Ja“. Als die Masoreten die Namen in der Bibel mit dem Punktuationssystem vokalisierten, vermieden sie nicht nur den Namen JHWH, sondern ersetzten auch den A-Laut der Anfangssilbe durch den E-Laut.74 Als die Masoreten die Aussprache des Hebräischen mit Hilfe der Punktuationszeichen festzulegen begannen, kam es dabei auch zu „problematischen, inkonsequenten, teilweise uns heute falsch erscheinenden Entscheidungen“. Es wurde nach heutiger Auffassung „nicht konsequent oder sogar fehlerhaft punktiert“.75 Wobei die “fehlerhafte“ Punktuation des Namens JHWHs und dessen ersten beiden Silben JHW in biblischen Namen wohl beabsichtigt war.

Diese Änderung geschah jedoch keinesfalls erst durch die Masoreten. Vergleicht man einige Namen in den hebräischen Schriften des Alten Testaments mit den übersetzen Namen in der griechischen Septuaginta wird dies deutlich. So wird beispielsweise der Name Adna (Esra 10,30) in der Septuaginta zu Edne, Ahlrah 4. Mose 1,15 wird zu Achirc, Ajah (1. Mose 36,24) wird zu Aie, Elischa (1. Könige 19,16) wird zu Elisaie, Elischua (2. Samuel 28,4) wird zu Elisuc. Halah (2. Könige 17,6) wurde zu Alae, Hammedatha (Ester 3,1) wurde zu Amadathes. „Jeschua (Esra 2,6) wurde zu Inoove, Massa (1. Mose 25,14) wurde zu Masse, Miszzah (1. Mose 36,13) wurde zu Moze, Neziah (Esra 2,54) wurde zu Nasthie, Nogah (1. Chronik 3,7) wurde in Lukas 3,25 zu Nagge, Hosea (4. Mose 13,16) wurde in Römer 9,25 zu Osee. Tekoa (1. Chronik 2,24) wurde zu Thecoe, Zerah (2. Chronik 14,9) wurde zu Tare.

Auch die Aussprache des Tetragramms JHWH als „Jahwe“ ist dieser griechischen Anpassung geschuldet. In dem uns erhaltenen hebräischen Text des AT ist oft die erste Silbe "Je" statt "Ja" wie z. B. in "Jehoschua". Dazu mehr unter der Teilüberschrift „Unser Erlöser: gekommen im Auftrag und im Namen Seines Vater“. Es wurde also nicht nur der Name im Ganzen nicht mehr geschrieben, auch die Namen, welche auf die Aussprache von JHWH schließen lassen, wurden verdunkelt. Vor einer solchen Verschleierung des Namens wurde bereits ein paar Tausend Jahre zuvor durch den Propheten Jeremia gewarnt:

„Wie lange soll das im Herzen der Propheten sein, die Lüge weissagen und Propheten des Truges ihres Herzens sind, die beabsichtigen, Meinen Namen bei Meinem Volk in Vergessenheit zu bringen durch ihre Träume, die sie einer dem anderen erzählen, so wie ihre Väter Meinen Namen vergaßen über dem Baal?“ (Jeremia 23,26-27)

Baalstempel PalmyraBaalstempel in Palmyra/Syrien 2007
@ Jerzy Strzelecki, CC BY-SA 3.0
Baal ist der Name des Kanaanitischen Gottes, dem auch die Israeliten oft dienten. Baal bedeutet „Herr“ oder „Besitzer“. Diesen Titel, welchen die Heiden ihren Göttern gaben wurde später zum Eigennamen z.B. des babylonischen Gottes Marduk. Aus Babylon kommt der Brauch der Geheimhaltung des Namens. Der babylonische Gott Marduk hieß bei den Babylonier nur noch „Baal“ (Herr).76 Dass der Widersacher Satan gerade den Name des allmächtigen Schöpfergottes hinter diesem heidnischen Titel verschwinden lassen wollte, ist kein Wunder:

„Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apostelgeschichte 4,12)

Unser Schöpfer hat nur EINEN Namen – und dieser kann dort gefunden werden, wo alle Wahrheit offenbart wird: In Seinem Wort. Wenn wir Ihn nicht in Seinem Wort finden können, dann ist es der falsche Name. „Wie ist Sein Name und wie ist der Name Seines Sohnes; weißt du es?“ Ist es denn tatsächlich entscheidend ob wir Gott, Herr, Jahweh, Jehovah sagen oder den Schöpfer bei dem Namen nennen, mit dem Er sich mitgeteilt hat?

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen … anruft, wird gerettet werden; denn auf den Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie … verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die … beruft.“ (Joel 3,5)

Wenn wir in die Lücken irgendeinen Titel oder irgendeinen Namen setzen können, dann hat Satan schon gewonnen, weil es keine eindeutige Abgrenzung zu anderen Göttern gibt. Es ist also entscheidend, welchen Namen wir für unseren Schöpfer gebrauchen. Wie können wir die richtige Aussprache Seines Namens wissen, wenn es nicht einmal die Bibelgelehrten wissen?

Um Seinen heiligen Namen anzurufen und sich Seines Namens zu rühmen, müssen wir den Namen kennen! Wir finden diesen einzigartigen Namen in Seinem Wort.

 

 

Der Allmächtige macht Seinen Namen bekannt

 

Der Name des Allmächtigen war sicherlich bereits Adam und Eva bekannt. Auch kannten die Patriarchen und das Volk vor und nach der Sintflut Seinen Namen. Aber beim Auszug aus Ägypten, wo das Volk in Knechtschaft jahrhundertelang unter einem heidnischen Volk lebte, offenbarte der Schöpfer Seinen Namen mit zusätzlicher Erklärung und Bedeutung Seines Namens Mose, damit das Volk Ihm vertraut.

„Darum siehe, Tage kommen, spricht JaHuWaH…Diesmal werde ich sie Meine Hand und Meine Macht erkennen lassen; und sie werden erkennen, dass Mein Name JHWH ist.“ (Jeremia 16,14.21)

In 2. Mose 3,13-15 offenbart der Allmächtige Schöpfergott in beeindruckender Weise Seinen Namen JHWH Mose und dem Volk: 

„Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen spreche: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie zu mir sagen werden: Was ist Sein Name?, was soll ich zu ihnen sagen? Da sprach Gott zu Mose: „ICH BIN, DER ICH BIN.“ Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: „ICH BIN“ hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: JHWH, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist Mein Name auf ewig, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht." (2. Mose 3,13-15)

Betrachtet man die Erklärung „ICH BIN, DER ICH BIN“ des Allmächtigen genauer, zeigt sich nicht nur die Vollkommenheit Seines Namens, es ist auch die Aussprache Seines Namens JHWH darin enthalten. Als Mose den Allmächtigen fragte, welchen Namen er dem Volk mitteilen soll, bekam er nicht nur Seinen Namen genannt, Er hat dem Volk Israel zusätzlich die Bedeutung Seines Namens kundgetan. Dies macht es heute für uns einfacher, den wahren Namen des Schöpfers wieder „auszugraben“. ICH BIN, DER ICH BIN ist nicht der Name des Allmächtigen, aber eine Erklärung, welche zu Seinem in Vers 15 erwähnten Namen führt. Die vier Zeichen bzw. Buchstaben des Tetragramms offenbaren im Zusammenhang mit der Erklärung aus 2. Mose 3,13-15 den Charakter des Schöpfergottes JHWH und einen wunderbaren Namen.

Betrachten wir dazu zuerst die usprüngliche Schreibweise Seines Namens, wie er Noah, Abraham, Isaak und Jakob vertraut war: Piktogramm heyPiktogramm wawPiktogramm heyPiktogramm jod.

Piktogramm JHWHPiktogrammschrift JHWH
@Bibel-Offenbarung.org
Vor der Sprachverwirrung beim Turmbau in Babel gab es nur eine Sprache auf der Erde (1. Mose 11,1). Es ist das Urhebräisch. Wir wissen heute, dass diese alte Piktogrammschrift im westsemitischen Gebiet gesprochen und geschrieben wurde. Diese hebräische Sprache ist keine abstrakte Sprache, wie wir sie im Deutschen oder anderen westlichen Ländern kennen. Es ist eine bildhafte Sprache, in der jeder Buchstabe und jeder Wortteil eine Situation, Handlung oder Zustand beschreibt.

infoDie Hebräische Sprache nutzt ein Art „Wurzelsystem“ für das Vokabular. Es ist wie ein Baum, bei dem die Blätter (Worte) von den Zweigen (Kind-Wurzel) und die Zweige vom Stamm (Eltern-Wurzel) kommen. Jedes hebräische Wort steht in Verbindung mit der Bedeutung eines anderen Wortes und diese Worte selbst sind wiederum verbunden mit anderen Worten und Wurzelwörter. Wenn man ein bestimmtes Wort in Verbindung mit deren verwandten Wörtern und Wurzelwörter studiert, kann das eigentliche Wort innerhalb seines ursprünglichen Zusammenhangs besser verstanden werden.

Hebräisch gehört zur semitischen Sprachfamilie, zu der Akkadisch, Babylonisch, Assyrisch, Ugaritisch, Kanaanisch, Phönizisch, Hebräisch, Moabitisch, Aramäisch, Syrisch, Arabisch und Äthiopisch gehört. Eines der vielen Gemeinsamkeiten der semitischen Sprachen ist, dass die Grundbedeutung eines Wortes an einer nur aus Konsonanten (meist sind es drei) bestehenden Wortbasis (Wurzel) haftet.77

Das griechische wie auch unser "Denken" – das heißt, wie wir die Welt betrachten – ist ein abstraktes Denken. Im alten hebräischen Denken jedoch betrachtete man die Welt ganz konkret durch das hören, sehen, spüren, riechen, fühlen und drückte es dementsprechend aus. Wir beschreiben Gegenstände im Zusammenhang mit dessen Erscheinung, z.B. der Gegenstand Ball: „er ist rund, blau und groß. Der Hebräer würde sagen: „es springt und man kann damit spielen“. Wir benutzen mehr Adjektive, während der Hebräer mehr Verben benutzt.  Das heißt, wir beschreiben den Gegenstand, der Hebräer nennt seine funktionale Verwendung.78

Hebräisch wurde von den Israeliten bis zur Babylonischen Gefangenschaft in Piktogrammen geschrieben, ähnlich den Ägyptischen Hieroglyphen. Diese beiden Piktogramme Piktogramm HackenPiktogramm hey als Wort bedeuten „Nordstern“. Es steht für ein strahlendes Licht im Norden, welches einem den Weg leuchtet. Das Piktogramm Hacken steht für einen Hirtenstab und bedeutet führen/anführen. Das Piktogramm hey steht für einen Mann mit erhobenen Armen, der auf etwas hindeutet. Wird dieses Wort um ein weiteres Piktogramm erweitert Piktogramm HackenPiktogramm HackenPiktogramm hey, hat es die Bedeutung eines strahlenden Lichtes, welches einem bei der Reise führt. Zudem hat es die Bedeutung von loben und preisen. Das Wort bedeutet somit: den Allmächtigen loben und preisen für Seine Führung auf der Reise.79

Ein weiteres Beispiel: Das hebräische Wort für (die Gebote) „halten“ (2. Mose 20,6), ist das Wort Piktogramm schamar (schamar) das buchstäblich bedeutet: „bewachen“, „beschützen“ oder „bewahren“. Das erste Piktogramm ist ein Kopf, dort wo das Denken und die Erinnerung sitzt. Das zweite Piktogramm ist ein fließendes Wasser oder auch das fließende Blut in den Adern. Es bedeutet, dass es von einer Generation an die Nächste weitergegeben wird. Das dritte Bild steht für Zähne und bedeutet „scharf“ oder „schneiden“ oder „essen“.80  Auch der Name des Allmächtigen Schöpfers sollte aufgenommen, beschützt und  bewahrt werden.

„Diese denken an Wagen und jene an Rosse, wir aber erinnern uns an den Namen JHWHs, unseres Gottes.“ (Psalm 20,8)

Auch wenn wir uns heute kaum an Seinen Namen „erinnern“ können, so können wir diesen Namen aber kennenlernen und ihn nicht mehr vergessen. Der Name, ursprünglich als Piktogramm heyPiktogramm wawPiktogramm heyPiktogramm jod geschrieben, besteht im einzelnen aus diesen Bildern:81

Piktogramm hey stellt einen Mann mit erhobenen Armen dar, der auf etwas oder jemand anderen hindeutet. Im Falle des Namens könnte es ein Hindeuten gen Himmel bedeuten, wo der Schöpfer thront. Zudem soll es Lob, Preis und Anbetung sowie Hingabe anzeigen. Es hat auch die Bedeutung von Atem, atmen, leben, offenbaren, Offenbarung. 

Piktogramm waw ist ein Bild eines Zeltpflocks, wie er ursprünglich geformt war. Die Y-Form verhinderte das herausrutschen der Schnur, mit der die Zeltplane festgemacht oder gesichert wurde. Es kann auch Nagel bedeuten, der etwas zu etwas anderem hinzufügt. Es bedeutet sichere Verbindung, Sicherheit.

Piktogramm jod bedeutete Arm und Hand. Die Bedeutung dieses Bildes bedeutete Arbeit, arbeiten, schaffen, wirken, tun, werfen; alle Aktionen der Hand/des Arms, auch Anbetung, preisen und Dank darbringen.

JHWH Piktogramm Althebraeisch@ Bibel-Offenbarung.org Vor der Babylonischen Gefangenschaft der Israeliten wurde in paläo-hebräisch (althebräisch) geschrieben. Seit der Rückkehr aus dem babylonischen Exil (Ende des 5. Jahrhunderts v.u.Z.) fing man an, statt der paläo-hebräischen Schrift die hebräische Quadratschrift82 zu benutzen, die sich aus dem aramäischen Alphabet herausbildete. Die paläo-hebräische Schrift findet sich noch bis ca. 135 u.Z.83 Mit dieser ursprünglichen Bedeutung der Piktogramme des Namens unseres Schöpfers wollen wir nochmals Seine Erklärung im Zweiten Buch Mose lesen:

„Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen spreche: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie zu mir sagen werden: Was ist Sein Name?, was soll ich zu ihnen sagen? Da sprach Gott zu Mose: „ICH BIN, DER ICH BIN.“ Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: „ICH BIN“ hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: JHWH, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist Mein Name auf ewig, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht." (2. Mose 3,13-15)

Der Schöpfer stellt sich vor mit: „ICH BIN, DER ICH BIN“. Was bedeuten diese Worte? Im hebräischen lautet diese Aussage:

HAJAH        -      ASCHER     -       HAJAH
ICH BIN      -         DER          -       ICH BIN

Im heutigen hebräischen Text heißt es in 2. Mose 3,14 jedoch „ejeh ascher ejeh“. Das Wort ejeh kommt von der Verbwurzel hajah (Strong’s Nr. H3068). Das „W“ aus JHWH scheint darin erst einmal gar nicht vorzukommen. Es gibt jedoch eine noch ältere Form von haja: hawa. In einem theologischen Wörterbuch des Alten Testaments wie auch in der Encyclopädia Britannica wird erklärt, dass hawa die ältere Form dieser Verbwurzel haja ist.84 Auch die Encyclopaedia Judaica gibt diese Erklärung:

“JHWH ist eine verbale Form der Wurzel hwh, welches eine ältere Variante der Wurzel hjh ‚sein‘ ist.“14

Das heißt, ursprünglich sprach man nicht ejeh und auch nicht haja, sondern hawa. HAJAH (Strongs Nr. H1961) hat die Bedeutung von: war, existieren, sein, wird kommen. Die Form HAWAH (Nr. H1933, 1934) bedeutet dasselbe: „sein oder werden, wird kommen, derjenige, welcher (ist), der; in Kombination mit Nr. 1961: atmen, sein, existieren.“86

Die Begriffe haja und hawah können die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft anzeigen. Der Name bedeutet deshalb: „Ich war, ich bin; ich werde sein. SEIN in allen drei Zeiten: „Ewiges Wesen, aus sich selbst existierend“. Wie wir sehen können, wird „ich bin“ im selben Satz wiederholt. Beide Begriffe sind austauschbar, sie haben dieselbe Bedeutung, wie in der Strong’s Konkordanz unter den Nummern H1961 (haja) und H1933-24 (hawa) nachzulesen ist.

Das hebräische Wort „ascher“ (Strong's Nr. H834) bedeutet: der, derjenige, welcher. Ascher hat dieselbe Bedeutung wie huw (Strong’s Nr. H1931): Er, der (ist), welcher. Auch die Worte huw und ascher sind austauschbar, wie folgendes Beispiel zeigt:  

 „Und es geschah, ehe er noch ausgeredet hatte, siehe, da kam Rebekka heraus, die [ascher] Tochter Bethuels, …“ (1. Mose 24,15)

„Dies ist das Geschlecht Esaus, welcher [huw] Edom heißt.“ (1. Mose 36,1; Schlachter 1951)

Nun kann man sich fragen, warum der Name anstelle von JHWH nicht JHJH lautet, denn es heißt in dem Ausdruck „Ich bin, der Ich bin“ wiederholt sich das Wort haja/hawa. Die Silbe wah in der Mitte des Wortes ist mit Jah am Anfang des Wortes ebenfalls austauschbar. Das zeigen einige Namen, wie z.B. in 2. Chronik 20,37, wo der Name Dodawahu vorkommt. Dieser Name bedeutet „die Liebe Jahus“. Die letzten beiden Silben wahu beziehen sich auf den Allmächtigen JaHu. Der Name Hodewah (Nehemia 7,43) ist ein anderes Beispiel. Der Name bedeutet „die Majestät JAHs“. Auch hier wieder steht das WAH für JAH, dem Allmächtigen. Zudem ist es für die Aussprache des Namens nicht weiter problematisch, weil das „W“ in JHWH nicht mitgesprochen wird bzw. als Platzhalter für das „u“ steht, was genauso für ein mittiges „J“ gelten würde.  Dazu mehr im nächsten Kapitel.

infoDie ursprünglichen Vokale im Hebräischen, wie auch in den übrigen semitischen Sprachen, sind „a“, „i“ und „u“. Die Buchstaben „e“ und „o“ hingegen sind als eine „Trübung“ oder „Kontraktion“ aus diesen „drei reinen Lauten“ entstanden.87 Auch die biblisch-hebräische Unterrichtsgrammatik lehrt: „Als ursprünglich (ursemitisch) gelten nur die drei Grundvokale a, i und u.“88

Max Reisel legt dar, dass „die Vokalisation des Tetragrammatons ursprünglich JeHuàH oder JaHuàH gewesen“ ist.89 Außerdem wird dies durch die vielen Namen in der Bibel, die den Namensteil Jahu enthalten, bestätigt. Der Name setzt sich somit folgendermaßen zusammen:

ICH BIN – DER – I CH BIN
HAJAH –HUW – HAWAH
JAH – HUW – WAH
JaHuWaH

JHWH Tafel Beschreibung@ Bibel-Offenbarung.org


ICH BIN                  -    DER                         -     ICH BIN                         = 3 Teile
HAJA/HAWA       -   ASCHER/HUW     -     HAWAH/HAJA          = 3 Teile
JA                              -    HUW                      -     AH                                  = 3 Teile

Wir haben damit einen dreisilbigen Namen. Die ersten drei Buchstaben „JHW“ sind die identifizierenden Teile des Tetragramms. Diese zeigen JaHuWaH als den Großen „ICH BIN“ – JaHu(W). Dieser Namensteil erscheint in vielen Versen in der Bibel, wo ER sich selbst vorstellt.

„Da sprach Elohim zu Mose: ICH BIN, DER ICH BIN [JaHuWaH]. Dann sprach er: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: Der "ICH BIN" [JaHuW] hat mich zu euch gesandt. “(2. Mose 3,14)

Herbert C. Brichto, Professor für Biblische Studien am Hebrew Union College (Jüdisches Institut für Religion/USA) gibt die Bedeutung des Wortes ejeh (haja/hawa) mit folgenden Worten wieder:

„Ich bin, was ich bin, Ich bin, was Ich war, Ich bin was ich sein werde, Ich war, was ich Bin, Ich war, was ich war, Ich war, was Ich sein werde, Ich werde sein, was ich war, Ich werde sein, was ich bin, Ich werde sein, was Ich sein werde.“90

Das zeigt die Verlässlichkeit, Beständigkeit, Allmacht, Allgegenwärtigkeit, Allweisheit und Allwissenheit des großen Schöpfergottes JaHuWaH. In der Strong’s Konkordanz heißt es zum Wort haja in „Ich bin der ich bin“ aus 2. Mose 3,14:

„Diese Offenbarung scheint hervorzuheben, dass der Gott, der den Bund machte, der Gott war, der den Bund hielt.  Damit ist 2. Mose 3,14 mehr als eine einfache Aussage oder Identität: „Ich bin der ich bin“; es ist vielmehr eine Erklärung der heiligen Kontrolle über alle Dinge.“91

„Ich bin, der ich bin“ kann auch die Bedeutung von „Derjenige, der ins Leben ruft“ oder „der Schöpfer des Lebens“ haben.92 Dieser Name steht für so viel mehr! Bevor wir noch ausführlicher die wunderbare Bedeutung und den tiefen Sinn dieses Namens betrachten, wollen wir erst die einzelnen hebräischen Buchstaben (JHWH) und die jeweiligen Selbstlaute zur Untermauerung des Namens mit der Aussprache JaHuWaH genauer untersuchen.

 

 

Durch althebräische Ausspracheregeln untermauert

 

Wir haben nicht nur hinreichend Beweise aus der Bibel, der Archäologie und der Forschung für die Aussprache des Namens JaHuWaH; selbst die Ausspracheregeln des biblischen Hebräisch und des Althebräischen sind eine weitere Bestätigung für diesen Namen des Allmächtigen Schöpfers.  

infoDas Hebräisch-Phönizische Alphabet ist die Mutter von praktisch allen Sprachen, die heute auf der Welt benutzt werden. Auch das deutsche Alphabet geht darauf zurück. Die Geschichte des Schreibens entwickelte sich in drei Stufen. In der ersten Stufe zeichneten die Menschen Bilder, welche direkt aussagten, was gesagt werden sollte. In der zweiten Stufe drückte das Bild bereits abstrakte Ideen wie, wie z.B. Wahrheit, Schönheit, usw. In der dritten Stufe entwickelte sich dann das Alphabet heraus. Damit wurde das Schreiben enorm vereinfacht. Von unendlich vielen Bildern (erste Stufe) über einige tausend Bildern (zweite Stufe), blieben jetzt nur noch 22 Zeichen übrig: das Alphabet. Dabei waren Genies am Werk, denn es braucht viel analytisches Denken, um eine komplette Sprache mit 22 Zeichen schriftlich auszudrücken.93

Wenn ein Wort von einer Sprache in eine Andere übertragen wird, wird es entweder übersetzt oder transliteriert. Wenn es übersetzt wird, wird die Bedeutung des Wortes übertragen. Meistens ist das ein Wort, das keine Ähnlichkeit mit der Ursprungssprache hat. Wenn es jedoch transliteriert wird, dann ist es nicht nur die Bedeutung, sondern auch der Klang des Wortes, der übertragen wird. Das heißt, das Wort wird der neuen Sprache so angepasst, dass es sich beim lesen genauso anhört, wie in der Ausgangssprache. Zwangsläufig sieht das geschriebene Wort oder der Name so in der Ausgangssprache anders aus, als in der Ursprungssprache.

Die deutsche Transliteration des Heiligen Namens des Vaters יהוה, wie er in der Heiligen Schrift steht, ist JHWH, mit Vokalzeichen geschrieben JaHuWaH. Die englische Entsprechung wäre YHWH. Im Englischen darf kein „J“ geschrieben werden, weil es ansonsten falsch ausgesprochen würde. Im Deutschen kann es jedoch auch mit „Y“ geschrieben werden, weil die Aussprache dieselbe bleibt. Da jedoch die korrekte deutsche Transkription des hebräischen “י„ das „J“ ist,94 wird es in dieser Studie und generell für den Namen benutzt, übereinstimmend mit allen deutschen Bibelübersetzungen.

infoZuweilen ist von deutschsprachigen Leuten zu hören: „Man muss das Tetragramm mit „Y“ schreiben, weil das „J“ erst im Mittelalter eingeführt wurde.“ Ja, das stimmt. Aber im Hebräischen gibt es auch kein „Y“. Das Problem liegt wohl daran, dass man sich nur dürftig in fremde Sprachsysteme hineindenken kann bzw. die historische Entwicklung von Sprache aus der Begrenztheit und Starrheit der eigenen kulturellen Sprachwelt oberflächlich deutet.  Ein sprach- und kulturbewanderter Mensch würde so nie argumentieren. Es kommt immer auf die Aussprache an. Im Englischen wäre es natürlich völlig falsch das hebräische “ י„ mit einem „J“ zu transliterieren, weil man dann eine andere Aussprache erhält wie im Deutschen. So erklären selbst amerikanische Autoren in englisch-sprachigen Büchern: „Das Jod wird wie das deutsche J gesprochen und auch so geschrieben.95

Es ist völlig egal, wie der Name geschrieben wird, solange er richtig ausgesprochen wird. Es ist sogar so, dass der Name in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich geschrieben werden muss, damit er überall gleich ausgesprochen werden kann. In Chinesisch, Thailändisch, Griechisch, Bulgarisch, etc. sieht der Name geschrieben ganz anders aus als in Englisch oder Deutsch. Ein Chinese, der dem Englischen nicht mächtig ist, würde den englischen Namen nicht einmal lesen können. Daran sieht man schon die fehlende Logik solcher Aussagen. Der Name wird in den verschiedenen Sprachen mit den jeweiligen Vokalen und Konsonanten so geschrieben, dass er genau die Aussprache hat, die er in der althebräischen Sprache hatte. Es ist belanglos, ob es nun ein W oder ein V, ein J oder ein Y ist, solange es derselbe Klang ist.

Namen sollten grundsätzlich immer transliteriert werden und nicht übersetzt, damit sich der Name in allen Sprachen gleich anhört. Der Name „Jesus“ beispielsweise ist weder transliteriert noch übersetzt worden. Es ist einfach ein völlig neuer Name ohne den Klang und die Bedeutung des Ursprungsnamens. Von uns möchte niemand ein neuen Namen bekommen, wenn er in ein anderssprachiges Land kommt. Dem Sohn des Allmächtigen wurde aber ein völlig anderer, unhebräischer und bedeutungsloser Name gegeben, dessen Ursprung wir später noch untersuchen werden. 

Die korrekte Aussprache des Namens JHWH bzw. die Vokale dazwischen lassen sich aus den erhaltenen Regeln der Ursprungssprache rekonstruieren. Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass die ursprünglichen Vokale im Hebräischen, wie auch in den übrigen semitischen Sprachen, „a“, „i“ und „u“ sind. Die Buchstaben „e“ und „o“ hingegen sind als eine „Trübung“ oder „Kontraktion“ aus diesen „drei reinen Lauten“ entstanden.87 Auch die biblisch-hebräische Unterrichtsgrammatik lehrt: „Als ursprünglich (ursemitisch) gelten nur die drei Grundvokale a, i und u.“88 Bereits dieser Hinweis lässt die Namen Jehovah oder Jawe ausscheiden. In JaHuWaH ist keiner dieser abgeleiteten Vokale enthalten.

Weiter ist wichtig zu wissen, dass jede Silbe  - und somit jedes Wort – mit einem Konsonanten beginnt, auf den ein Vokal folgen muss.“98 Schon in früherer Zeit (ab ca. 1000 v.u.Z.) hat man bestimmte Konsonanten als Vokale benutzt. Dafür wurden keine neuen Zeichen verwendet, vielmehr stehen dann die Halbvokale wie ה (H), י (J) und ו (W) nicht als Konsonanten, sondern als Vokalbuchstaben.99 Dabei dienen die Vokale Jod und Waw öfter als Vokale denn als Konsonanten. Wenn das Waw als Vokal dient, dann hat es den Klang von „o“ oder „u“.100 Im Einzelnen erklärt sich die Aussprache der drei bzw. vier Buchstaben des Tetragramms wie folgt:

 

Hebräischer Buchstabe  Althebräische Ausspracheregeln​ 
 י   Jod Auf “J” folgt immer ein Vokal, da es als Vorsilbe oder Stammsilbe  dient. Es steht damit am Wortanfang als Konsonant. Eine Grundregel der althebräischen Grammatik besagt, dass ein hebräisches Wort nie mit einem Vokal beginnen kann.101 Somit dient es hier als Konsonant.
 ה   Hey   Wenn ein Konsonant, hier ein H, in der Mitte steht, folgt ein Vokal. Das Hey (H) ist einer der Kehllaute. Diese haben „fast immer ein eigenes a bei sich und zwingen diesen Laut auch ihrem Kontext auf“.102
 ו   Waw „W“ kann als Platzhalter für ein „O“/“U“ dienen (mater lectionis), oder als Stammsilbe oder  Nachsilbe; es folgt dann ein Vokal. Als Konsonant „w“ wird es besonders dann gesprochen, wenn es am Beginn eines Wortes steht.103
 ה    Hey   „H“ am Ende eines Wortes steht meist ein stummes H. Vor einem Vokal entspricht Hey ganz unserem h. Am Wortende steht es unhörbar, in der Regel als rein orthografischer Hinweis auf den vorhergehenden Vokal.104

 

Waw und Jod sind die flexibelsten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Sie können als Vorsilben, Nachsilben, Platzhalter oder Stammwörter eingesetzt werden. Unbestritten ist, dass im Alt-Hebräischen der Buchstabe waw (ו ) als Konsonant (dann W) oder als Vokal (dann O oder U) vorkommt.105 Für den Namen JHWH gibt es damit zwei Ansichten. Die einen gehen davon aus, dass das W ein Vokal ist und schreiben deshalb das "W" auch nicht. Andere gehen davon aus, dass es ein Konsonant ist. Da man das W als Konsonant aber stimmlos spricht, ist es in der Aussprache egal, es komm auf dasselbe raus: Als Vokal wird es als „U“ gesprochen und als Konsonant wird es nicht gesprochen. Der Name wird in beiden Fällen als „JAHUAH“ gesprochen.106

infoWas die Aussprache betrifft, lag die Betonung eines Wortes im Hebräischen ursprünglich vor allem die vorletzte Silbe. Nach dem späteren tiberischen Punktuationssystem hingegen verlagerte sich die Betonung nach Fortfall alter Flexionsendungen auf die letzte Silbe.107 Der Alttestamentler Sigmund Mowinckel ging davon aus, dass „ja-huwa“ ursprünglich die stärkere Betonung auf der zweiten Silbe hu hatte und eine schwächere Betonung auf der ersten Silbe ja. Später wurde die erste Silbe mehr betont, was zu Abkürzungen wie jahwa oder jahweh führte.108. Man kann also davon ausgehen, dass der Name JaHuWaH auf der zweiten Silbe betont wird: JaHu(W)aH.

Wenn alleine schon diese Regeln beachtet werden, kann das Wort nicht nur aus zwei Silben wie in "Jahwe" bestehen. Gemäß Wilhelm Gesenius‘ Hebräischer Grammatik kann das Hey in der Mitte eines Wortes nie ein Vokalbuchstabe sein.109 Es müsste somit ein Konsonant sein, dem ein Vokal wie u oder o folgt. Schon damit dürfte das Tetragramm aus drei Silben bestehen.

„Alle Daten zusammengenommen weisen stark in die Richtung eines dreisilbigen Wortes, dessen mittlere Silbe ho oder hu war. Die ersten zwei Silben waren jahu oder jaho, welche manchmal abgekürzt zu Jo wurden. In der Poesie, Liturgie und aus anderen Gründen wurde auch der Name Jah benutzt. Einzig auf der Grundlage von Theodorets griechischer Aussprache des samaritanischen Gebrauchs des Ausdrucks kommt es zu ‚Jahweh‘ oder ‚Jahveh‘.“110

Wie eingangs erwähnt, ist dabei noch zu beachten, das im Althebräischen die Vokale „e“ und „o“ keine reinen Vokale sind. Alles zusammengenommen ist die korrekte Aussprache JaHuWaH.

 

 

Von der Archäologie und Forschung bestätigt

 

Schriftfragment PsalmSchriftfragment Psalmrolle aus Qumran
PD-alt-100
In Qumran hat man zwischen 1947 und 1956 ca. 2000 Jahre alte Schriften gefunden. Einige dieser alten Papyrusfunde lassen den ursprünglichen Namen des Schöpfers erkennen.  Die Psalmrolle (11QPsa), datiert auf ca. 30-50 u.Z., enthält einundvierzig kanonische Psalmen aus dem letzten Drittel des Psalter, sieben apokryphische Psalmen, Psalm 151 (der nur in der Septuaginta vorhanden ist, aber nicht im masoretischen Text) und ein Psalm aus Sirach. Der Name JaHuWaH ist hier ebenfalls in paleo-hebräischen (althebräischen) Buchstaben geschrieben: namenszug

Obiges Bild zeigt einen Ausschnitt aus Psalm 138 und enthält alleine in diesem Ausschnitt sechs Mal den paleo-hebräischen Namen des Schöpfers. Auch ein gefundener Habakuk-Kommentar (1QpHab) enthält den Namen in paleo-hebräischer Schreibweise. 111 (mitten in der herodian sqare scrip, 1. Jahrh. v. Chr.).

Auch einige griechische Papyri enthalten das Tetragramm in alter paläo-hebräischer Schrift mitten im griechischen Text. So ein Papyrus aus der Septuaginta (Oxyrhynchus 3522), welches die Verse Hiob 42,11-12 enthält. Auch das Papyrus 8HevXII, welches aus der sogenannten Zwölfprophetenrolle mit den kleineren Prophetenbüchern wie Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefanja und Sacharja, besteht, enthält den Namen in althebräischer Schreibweise. Beide Papyri werden auf das Erste Jahrhundert nach der Zeitenwende datiert.

Ein weiterer Fund, Papyrus Fouad 266b, enthält Fragmente aus dem 5. Buch Mose (Kapitel 10-33). Es stammt aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit und enthält das Tetragramm in hebräischer Quadratschrift mitten im griechischen Text. Forscher sind sich einig, dass es sich hierbei um eine frühe Revision der Septuaginta handelt. Denn in früheren Septuaginta-Papyri findet sich der Name nicht.

Silberrollen Ketef Hinnom Silberrollen von Ketef Hinnom @Tamar Hayardeni/Wikipedia Weiter wurde 1979 in Ketef Hinnom bei Jerusalem 1979 zwei kleine Silberrollen gefunden, die auf das 7. vorchristliche Jahrhundert datiert werden. Man nimmt an, dass sie einige Jahre vor der Eroberung Jerusalems 586/587 v.u.Z angefertigt wurden.112 Beide enthalten einen Segensspruch in paleo-hebräischer Schrift. Einer davon ist der Aaronische Segen aus 4. Mose 6. Auch darin ist der Name in der althebräischen Schrift enthalten.

Es gibt weitere historische Belege für den Namen JaHu dort, wo Juden sich aufhielten. Neben den Provinzen Juda und Samaria, siedelte sich das nach Babylonien deportierte israelische Volk in babylonischer und persischer Zeit nach und nach an verschiedenen Orten an. Archive einer solchen Siedlung ist mit dem Namen al-Jahudu (Stadt Judas) bezeugt.113

So wurde in den Ruinen der antiken Stadt Elephantine auf der Flussinsel im Nil die sogenannten Elephantine-Papyri gefunden. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Rechtsdokumenten und Briefen in aramäischer Sprache auf Papyrusrollen. Die Dokumente werden auf die Zeit zwischen 495-399 v.u.Z. der Regierungen Xerxes, Artaxerxes und Darius II datiert.

In persischer Zeit wurde eine Garnison jüdischer Soldaten auf Elephantine stationiert. Sie bildeten eine eigene jüdische Gemeinde mit eigenem Tempel. Man vermutet, dass die Juden möglicherweise nach dem Untergang Judas 587 v.u.Z. dorthin ausgewandert sind. Aus einem der Papyrusbriefe von 407 v.u.Z. an den persischen Statthalter von Judäa und an die Priester am Jerusalemer Tempel geht hervor, dass der dortige Tempel als Jahu-Tempel bezeichnet wurde. Der Name wurde hebräisch mit den ersten drei Buchstabens des Tetragramms JHW geschrieben, woraus in Expertenkreisen auf die Aussprache JAHU geschlossen wird.114 In dem Brief von „Jedanja, dein Diener, und seine Kollegen, die Jahu-Priester, und die Judäer“ wird die Bitte geäußert, den Wiederaufbau des 410 v.u.Z. zerstörten Tempels zu unterstützen.115 Der Brief hat u.a. folgenden Wortlaut:

„Als dies geschehen war, legten wir mit unseren Frauen und Kindern Trauergewänder an, fasteten und beteten zu Jahu, dem Herrn des Himmels“116

In weiteren Elephantinetexten heißt es z.B.: „yhw ‚lh‘ škn yb brt‘“. dieser Text wird von Experten gelesen als:  „Jahu, der Gott, der wohnt in der Festung Jeb.“ In Grußformeln von Briefen von und nach Elephantine taucht ebenfalls „Jahu, der Gott des Himmels“ (‚lh šmy) auf.117

Ein weiterer „Jahu-Tempel“ wird auf einem der sog. Idumäa-Ostraka (beschriebene Tonscherben) aus dem 4. Jahrhundert v.u.Z. erwähnt. Es handelt sich dabei um eine Liste von Grundstücken, in der drei Tempel unterschiedlicher Gottheiten erwähnt werden: Tempel von al-Uzza, Tempel Nabûs und ein Tempel Jahus. Die Schreibweise Jahu ist dieselbe, wie in Elephantine. Es sind Privaturkunden, die aus der Siedlung al-Jahudu und deren Umkreis stammen und auf die Existenz einer großen Ansiedlung judäischer Auswanderer und JHWH-Gemeinden in Mesoptamien schließen lassen.118 Weitere Namen die auf Brief-Tonscherben aus der Zeit des Königs Zedekia im 7./8. Jahrhundert vor der Zeitenwende gefunden wurde, sind Malkijahu, Gedaljahu, Semakjahu, Schemajahu, Tobijahu, Schelemjahu, Hodawjahu, Konjahu, Asarjahu, Haschavjahu, etc.119

Es ist wahrscheinlich, dass zu dieser Zeit die dort ansässigen Juden das zweite Gebot übertraten und nach dem Vorbild der Heiden ihrem Schöpfer versuchten ein Bildnis zu machen. Denn man fand in Jehud eine Münze, die auf der Vorderseite den Statthalter Bagoas eingraviert hat und auf der Rückseite eine Gottheit, die auf einem Flügelrad sitzt einschießlich der Gravur JHW, dessen Namen von Experten als „Jahu“ gedeutet wird.120

1893 wurden Dokumente einer vornehmen Händlerfamilie mit Namen Muraschu aus Nippur (summerische Stadt im heutigen Irak) aus dem 5. Jahrhundert v.u.Z. gefunden, die sog. Muraschu-Dokumente. Es handelt sich dabei um ein umfangreiches Archiv mit Geschäftsbriefen, Pachtverträgen, Dokumente über deren Kredithandel, usw. Es sind bedeutende außerbiblische Quellen über die Geschichte der Babylonischen Gefangenschaft während der persischen Periode. Die Tafeln werden in die Zeit zwischen der Regierung Artaxerxes I. (464-424 v.u.Z) und Darius II. (424-404 v.u.Z.) datiert. Diese Tontafeln enthalten viele jüdische Namen, welche ebenfalls in der Bibel zu finden sind. Die Namen enthalten die Vokale, die im Hebräischen nicht geschrieben werden. Die hebräischen Namen, welche mit יהו (JHW) beginnen, sind darauf allesamt als „JAHU“ und nicht verkürzt als „JAH“ und auch nicht mit e und o als „JEHO“ geschrieben.  

“Der Inhalt der Muraschu-Dokumente stimmen deshalb mit denen anderer Quellen überein: Nach dem Exil war die einfache Form des heiligen Namens, der als ein einleitendes göttliches Element benutzt wurde, jahu.“121

Lachisch OstrakonLachisch-Ostrakon
@ Dr Tim Bulkeley/CC SA 1.0
1930 wurden bei Ausgrabungen in Lachisch (Israel) weitere beschriebene Tonscherben aus der Zeit König Nebukadnezars II. (600-500 v.u.Z.) gefunden, auf denen mehrfach der Gottesname JaHu erscheint. Lachisch war eine antike Stadt (heute eine kleine Siedlung), etwa 44 km südwestliche von Jerusalem und eine der wichtigsten Festungen in der Geschichte Israels vor den Angriffen der Philister (ca. 900 v.u.Z). Sie wurde 701 v.u.Z. durch den assyrischen König Sanherib erobert und zerstört (vgl. 2. Könige 18,13-16). Sie wurde wahrscheinlich unter König Josia wieder aufgebaut und unter Nebukadnezar II. im Jahr 587 v.u.Z. als eine der letzten eroberten Städte wieder zerstört (vgl. Jeremia 34,7). Diese Lachischbriefe wurden in einer Zeit der Not und Bedrängnis vom Außenposten der jüdischen Truppen an einen Truppenkommandeur in Lachisch geschrieben.

„Für die Forschung sind die Ostraka von großem Interesse. So sind in diesen in damaliger Alltagssprache verfassten Schriftstücken sowohl Vokabular als auch Grammatik praktisch nicht vom Hebräisch des Alten Testaments (insbesondere den Prophezeiungen Jesaja) zu unterscheiden. Zudem wird der Gottesname Yahu häufig in den Briefen verwendet, was zeigt, dass dessen Gebrauch zu dieser Zeit noch nicht tabuisiert war.“122

Der älteste außerbiblische Beleg für den Gottesnamen Jahu sind sicherlich die altägyptischen Hyroglyphentexte der Schasu aus dem zweiten Jahrtausend vor unserer Zeit. Die Schasu waren Halbnomaden, die bei längeren Trockenperioden Zuflucht in Ägypten suchten. Man kann davon ausgehen, dass es Israeliten waren, die sich in der nubischen Stadt Soleb (heutige Sudan) niederließen. Man fand Ortslisten, die um 1380 v.u.Z. in die Zeit Ramses II. datiert werden.  Der Name JAHU taucht dort in Hyroglyphenschrift in einem ägyptischen Tempel in Soleb auf.

Auf einer der Listen stehen die Hyroglyphen Hyroglyphen Jahu, welche als „Ta Schasu Jahu“ (tʒ šʒśw jhwʒ) entziffert wurden, was so viel heißt wie „Jahu, Land der Schasu“.123 Sowohl der Ägyptologe Donald Bruce Redford124 als auch Shmuel Ahituv, Professor für Archäologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem,  identifizieren diese Inschrift mit dem Gebiet des Stammes „der Anbeter Jahus, des Gottes Israels“.125 Daraus ist ersichtlich, dass nicht nur die Namen, die in den heutigen Schriften der Bibel mit „Jeho“ überliefert sind, als „Jahu“ geschrieben wurden, sonder auch die Namen, die mit „Jo“ beginnen (z.B. Joel) wurden als „Jahu“ geschrieben: Joel=Jahuel.

Die Form JHW (JAHU) erscheint nur ein Mal als zweisilbiges Wort im Alten Testament als alleinstehender Name Gottes. In der griechischen Transliteration wäre dies IAΩ, welches in Fragmenten der Septuaginta aus dem 3. Mosebuch in Qumran gefunden wurde (4QLXXLev). Diese dreisilbige Form tauchte sowohl auf den Papyri von Elephantine auf als auch in vielen Namen in der Bibel.  Es scheint, dass die Juden den Namen auf diese Weise zu der Zeit (ca. 2. Jahrh. v.u.Z.) benutzten.

Josephus schreibt in Seinem Werk „Jüdischer Krieg“ im Zusammenhang einer Beschreibung des Tempels Herodes und der Kleidung der Hohenpriester, dass diese goldene Kronen trugen „welche die heiligen Buchstaben trugen: diese sind vier Vokale“.126 „Es ist möglich, dass er meinte, die heiligen Buchstaben seien matres lectionis (hebräische Konsonanten, welche Vokale andeuten).“127 Wenn Josephus von „vier Vokalen“ spricht, dann ist das nicht falsch, denn die Buchstaben JHWH, das „Jod“, das „Hey“ und das „Waw“ waren alle Halbvokale. Dies deshalb, weil sie alle mit einem Vokal-Klang verbunden sind, und zwar lange bevor die Vokalzeichen, wie im heutigen Hebräisch, eingeführt wurden.

Nach Auswertung der Schriftrollen vom Toten Meer kommt der emeritierte Professor für Neues Testaments George W. Buchanan zu dem Schluss, dass  JHWH im Hebräischen als „Jahûwâh“ oder „Jahôwâh“ ausgesprochen wurde, „nicht Jahweh oder Jahveh, wie er von modernen Gelehrten für viele Jahre ausgesprochen wurde“.128

George Buchanan zeigt in seiner Studie auf, dass die Namen in diesen Schriftrollen im Unterschied zum heutigen bzw. masoretischen Hebräisch eine weitere Silbe haben. Zum Beispiel lauten die hebräischen Wörter LKM und LHM (lâkem und lâhem) in den Qumranschriften LKMH und LHMH (lâkemâh und lâhemâh). Laut Buchanan ist es deshalb möglich, dass die Autoren von Qumran die Texte so kopierten, wie sie korrekt zur Zeit des Neuen Testaments ausgesprochen wurden. Denn im Arabischen werden diese Wörter auf dieselbe Weise geschrieben, wie die Masoreten es taten, aber ausgesprochen wird es so, wie die Autoren der Qumranschriften sie schreiben. Zum Beispiel wird das arabische Wort für „er“ als hû‘ geschrieben, aber als hû’âh ausgesprochen.

„Wenn diese Vokalisation auf das hebräische Wort JHW angewandt wird, kann es als JaHuWaH oder Jahowah ausgesprochen werden.“129

Clement von Alexandrien schreibt Ἰαοὺ (Iaou). Tertullian, Eusebius, Theodoret und Origines in seinem Kommentar über Johannes 1,1, sowie der im 1. Jahrhundert vor unserer Zeit lebende griechische Historiker Diodorus Siculus schrieb in seinem umfangreichen Werk Bibliotheca Historica die ersten drei Buchstaben des Tetragramms ebenfalls als Ἰαῶ, ausgesprochen als Jao, Jaho oder Jahou. Theodoret berichtet, dass die Samaritaner den Namen Ἰαβέ (Jabe) benutzten, die Juden jedoch gebrauchten eine andere Aussprache für den Namen JHWH. Theodoret transliterierte diesen Namen ins Griechische, wie ihn die Juden (nicht die Samaritaner) benutzten: Ἰάω.130 Ἰαβέ (Jabe) bzw. Jahweh ist eine falsche Aussprache und kommt durch den heidnischen Einfluss zustande, wie wir in Kapitel „Woher kommt der Name ‚Jahwe‘?“ noch  sehen werden.

IAΩ scheint die griechische Entsprechung der drei ersten hebräischen Buchstaben des Tetragramms JHW seit ca. 200 v.u.Z. bis zur Mitte des zweiten Jahrhunderts gewesen zu sein. Mit Ἰάω ist die richtige Aussprache der ersten drei Silben erhalten geblieben: Jahu. Auch Mowinckel war der Überzeugung, dass das Tetragramm „tatsächlich als ‚Ja-huwa‘ ausgesprochen wurde“.131 Max Reisel schrieb in seiner Studie über das Tetragramm:

„Die Vokalisation des Tetragrammatons [ist] ursprünglich JeHuàH oder JaHuàH gewesen.“89

Herbert Chanan Brichto, Professor für Biblische Studien am Hebrew Union College geht in 2. Mose 3 ebenfalls von der richtigen Form des Namens „Jahu“ aus.133 Der frühere amerikanische Professor für Hebräisch und Aramäisch James A. Montgomery (1866-1949) war ebenfalls vom der Aussprache der drei hebräischen Buchstaben JHW als Jahu überzeugt:

“Die früheste Form des Namens war zweifellos Jahu.”134

Wenn man jetzt noch den hebräischen vierten Buchstaben bzw. die dritte Silbe des Tetragramms JHWH hinzunimmt, gibt es keinen Zweifel, dass die richtige Aussprache der vier Buchstaben "JHWH" JaHuWaH lautet. A.H. Sayce zeigt in Higher Criticism auf, dass der Name JHWH neben der gesprochenen Form von „Jahu“ auch in der Form von „Jahǎvah“ (JaHuWaH) bereits in Babylon belegt ist:

“Wir wissen, dass die volle Form Jahveh oder vielmehr Jahǎvah und die kürzere Form Jeho, Jȏ oder eher Jahu Seite an Seite von frühester Zeit an existierte. In den Keilschrifttexten sind Jeho, Jȏ und Jah als Jahu geschrieben, wie z.B. in dem Namen Jehu (Jahu-a), Jehoahaz (Jahu-khazi) und Hezekiah (Khazaqi-jahu). Aber es wurden auch Vertragstafeln in Babylonien gefunden, auf denen der Name der Juden erscheint und diese Namen stehen nicht in Verbindung mit Jahu, sondern mit Ja(h)ava(h).“135

Sayce weist nach, dass Namen wie Gemariah oder Jonathan zu jener Zeit als „Gamar-Ja‘ava“ (Gemariah) und „Ja’ava-Natanu“ (Johnatan) geschrieben wurden. Das mittige a auf diesen Keilschrifttafeln kann durchaus gesprochen in Richtung eines u-Klanges gehen. Es scheint so, als wäre ursprünglich der komplette Name JaHuWaH Bestandteil der hebräischen Namen gewesen. Die zwei ersten Silben JaHu jedoch sind als Bestandteil in vielen hebräischer Namen in der Bibel eindeutig überliefert.

 

Im Namen Seiner Kinder bezeugt


In biblischer Zeit hatten alle Namen ursprünglich eine bestimmte Bedeutung. Die Eltern gaben ihren Kindern Namen, die der Stimmung der Geburt entsprachen oder aber sie drückten einen bestimmten Wunsch für die Zukunft ihrer Kinder aus. Besonders häufig wurden den Nachkommen Namen gegeben, welche tiefgründige Aussagen über ihren Schöpfer machen. Durch die Übersetzungen in andere Sprachen ist die Bedeutung der einzelnen hebräischen Namen und Wörter jedoch verloren gegangen. Drei Beispiele sollen das zeigen:

„Und Adam erkannte seine Frau nochmals; die gebar einen Sohn und nannte ihn Seth [שׁת =schet]: »Denn Gott hat mir für Abel einen anderen Samen [שׁית =schit] gesetzt, weil Kain ihn umgebracht hat«.“

Seth ist eine Ableitung von schit, was soviel heißt wie: Same, Nachkomme oder auch „an Stelle von“. Für einen Hebräer wurde dies bereits im Namen des Seths deutlich.

„Und er gab ihm den Namen Noah [נח = noach], indem er sprach: Der wird uns trösten [נחם = nacham] über unsere Arbeit und die Mühe unserer Hände …“ (1. Mose 5,19a)

Noah bedeutet damit „Trost“, was von dem Wort nacham abgeleitet ist.

„Und Heber wurden zwei Söhne geboren; der Name des einen war Peleg [פּלג = peleg], denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt [פּלג = palag]; und der Name seines Bruders war Joktan.“ (1. Mose 20,25)

Peleg bedeutet „geteilt“. Im Hebräischen ist die Bedeutung klar, aber nicht in anderen Sprachen. Nicht nur die Eltern gaben den Kindern Namen mit der entsprechenden Bedeutung, auch der Schöpfer selbst verlieh Seinen glaubenstreuen Kindern Namen. Als JaHuWaH Abram aus Ur in Chaldäa herausgeführt hatte, gab Er ihm den Namen Abraham (Nehemia 9,7). Abram bedeutet: „Erhabener Vater“,während Abraham die Bedeutung von „Vater der Menge“ hat. „Denn zum Vater einer Menge von Völkern mache Ich dich» (1. Mose 17, 5; Römer 4, 17). Die Umwandlung in Abraham ist eine Bürgschaft für die Verheißung. Was wurde dem Namen Abram hinzugefügt? Es ist das „H“ (ﬣ) bzw. „ha“.

Wir haben weiter oben gesehen, dass das „H“ (ﬣ) in der alten Piktogrammschrift durch einen Mann mit erhobenen Armen dargestellt wird, der auf etwas anderes oder jemand anderen hindeutet Piktogramm hey; möglicherweise gen Himmel zum Schöpfer in anbetender und hingebungsvoller Haltung. Und wenn es vom Schöpfer kommt: Lebensatem und Offenbarung. Zuweilen ist es JaHuWaH selbst, der zu Seinen Geschöpfen sagt:

„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist Mein.“ (Jesaja 41,1).

Der „Mannsname ist so viel, als der Mann selber“, schreibt Martin Luther. Den „Namen austilgen eines Volkes und Geschlechts, heißt sogar es ausrotten und vernichten, dass nichts davon übrig bleibe und man zu theuerst seinen Namen vergessen solle.“4 (vgl. 5. Mose 9,14; Jos.7,9). Auch im Gleichnis vom Hirten, der Seine Schafe beim Namen ruft, zeigt uns unser Erlöser und Sohn JaHuWaHs die Bedeutsamkeit und den Wert der Namen auf, indem Er jeden Einzelnen mit Namen kennt:

„Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf Seine Stimme, und Er ruft Seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn Er seine Schafe herausgelassen hat, geht Er vor ihnen her; und die Schafe folgen Ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.“ (Johannes 10,3-5)

Es gibt im Hebräischen zahlreiche Namen, welche den Namen des Schöpfers enthalten.  Immer, wenn im Alten Testament nur diese drei Buchstaben יהו (von rechts nach links gelesen) erscheinen, werden sie als JAHU ausgesprochen; diese drei Buchstaben erscheinen 72 Mal in der Bibel am Ende eines Namens, z.B. der hebräische Name „JermeJAHU“ für Jeremia. Jermejahu teilt uns mit, dass der Name des Schöpfers in Seinem Namen enthalten ist:

„Als ich Deine Worte fand, da verschlang ich sie; Deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach Deinem Namen genannt, O JaHuWaH, Du Elohim (Gott) der Heerscharen!“ (Jeremia 15,16)

Dieser Prophet, der nicht nur nach des Schöpfers Namen benannt wurde, gab auch ein mächtiges Zeugnis für diesen kraftvollen Namen, obwohl er sich wohl zeitweise vor dem Volk fürchtete, diesen bedeutenden Namen zu verkündigen:  

„Da sagte ich mir: »Ich will Ihn nicht mehr erwähnen und nicht mehr in Seinem Namen reden!« Doch da brannte es in meinem Herzen, als wäre ein Feuer in meinen Gebeinen eingeschlossen, und ich wurde müde, es auszuhalten; ja, ich kann es nicht.“ (Jeremia 20,9)

Wenn diese drei Buchstaben JHW am Beginn eines Namens stehen (27 Mal in der Bibel), wird es im Hebräischen genauso ausgesprochen „Jahu(w)“, z.B. der hebräische Name JAHUschuah für unseren Erlöser. Wenn sie in der Mitte eines Namens stehen (1x) wird es ebenfalls so ausgesprochen.

Damit haben wir 100 Zeugen in der Bibel, dass diese ersten drei Buchstaben des Tetragramms als „JAHU“ ausgesprochen werden (im Althebräischen dient das W als Platzhalter für das U). Auch heute existieren noch hebräische Namen die „JAHU“ im Namen enthalten. So heißt z.B. der heutige Ministerpräsident Israels NetanJAHU. Folgende Namen aus der Bibel (nicht abschließend) enthalten die ersten zwei Silben des Namens „JAHU“:137

Abija

=

Abijahu

=

Mein Vater ist JaHuWaH

Adonija

=

AdoniJahu

=

Mein Herr ist JaHuWaH

Ahasja

=

Ahaschjahu

=

JaHuWaH ergreift/hält

Amasia

=

AmazJahu

=

Mächtig ist JaHuWaH

Asarja

=

AsarJahu

=

JaHuWaH hat geholfen

Elija

=

EliJahu

=

Gott ist JaHuWaH

Gamarja

=

GamarJahu

=

JaHuWaH hat vollbracht

Hananja

=

ChananJahu

=

Dem JaHuWaH gnädig ist / begünsigt hat

Hiskia

=

HiskiJahu

=

Meine Stärke ist JaHuWaH

Hodia

=

Hodajahu

=

Dankt JaHuWaH

Jaasia

=

JaasiJahu

=

Von JaHuWaH ermutigt / gestärkt

Jedidja

=

JedidJahu

=

Von JaHuWaH geliebt

Jehoscheba

=

Jahuscheba     

=

JaHuWaH hat versprochen

Jeremia

=   

JirmeJahu

=   

JaHuWaH wird sich erheben

Jerija

=

JeriJahu

=

Von JaHuWaH unterrichtet

Jesaja

=

JashaJahu

=

JaHuWaH ist meine Befreiung

Joel

=

Jahuel

=

JaHuWaH ist mein Elohim (Gott)

Johannes

=

Jahuchanan

=

Dem JaHuWaH gnädig ist

Jojakim

=

Jahujakim

=

JaHuWaH wird sich erheben

Jojakin 

=

Jahujakin

=

JaHuWaH wird aufrichten

Jojarib

=

Jahujarib

=

JaHuWaH schafft Recht / kämpf für dich

Jonatan

=

Jahunatan

=

JaHuWaH gegeben

Josadak

=

Jahuzadak

=

JaHuWaH ist gerecht

Josaphat

=

Jahuschaphat

=

JaHuWaH ist mein Richter

Joschabat

=

Jahuschabath

=

JaHuWaH ist ein Eid / ein Versprechen

Josef

=

Jahusef

=

JaHuWaH fügt hinzu

Josua/Jehoschua

=

Jahuschuah

=

JaHuWaH rettet

Juda

=

Jahudah

=

JaHuWaH sei gepriesen

Malkija

=

MelchiJahu

=

JaHuWaH ist mein König

Matthäus

=

MatithJahu

=

Geschenk JaHuWaHs

Michaja

=

MikhaJahu

=

Wer ist wie JaHuWaH

Nehemia

=   

NechemJahu

=

JaHuWaH ist mein Trost

Nethanja

=

NethanJahu

=

Geschenk JaHuWaHs

Obadja

=

ObadJahu

=

Diener JaHuWaHs

Remalja

=

RemalJahu

=

Von JaHuWaH beschützt

Sacharja

=

ZekarJahu

=

JaHuWaH gedenkt mein

Schemaja

=

SchemaJahu

=

Von JaHuWaH erhört

Tobija

=

TobiJahu

=

JaHuWaH ist wohltätig

Urija

=

UriJahu

=

JaHuWaH ist mein Licht

Zedekia

=

ZedikiJahu

=

Die Rechte JaHuWaHs

Zephanja

=   

ZephanJahu

=

JaHuWaH hat sich verborgen

 

Warum werden die Namen mit dem Gottesbezug (theophorer Name) selbst in hebräischen Bibeln nicht mehr mit -jahu geschrieben? Wie S. Mowinckel erklärt, wurde das ursprüngliche jahu- später zu yo zusammengezogen, wie man in solchen Namen wie Jahunatan erkennt, dass später zu Jonatan wurde. Diese verkürzte Schreibweise zeigt sich später auch in der masoretischen Punktuation.

„In der Schrift wird jedoch die archaische Form jhw- immer noch benutzt, wie besonders die Chroniker demonstrieren. […] Die Abkürzung jahu ist die reguläre Form des göttlichen Namens, sowohl als anfängliches als auch als abschließendes Element von zusammengesetzten Personennamen.“138

In den Loccumer Richtlinien zur Vereinheitlichung der biblischen Eigennamen unter Mitwirkung der deutschen Bibelgesellschaft139  gibt man die Namen mit der Endung -jahu in einer einheitlichen Form als -ja ohne der letzten Silbe -hu vor. So heißt es dort:

“Die Wiedergabe des Tetragramms am Wortschluß mit ‚-jahu‘, ‚-ijahu‘ geschieht stehts in der verkürzten Form ‚-ja‘ bzw. ‚-ija‘. Z.B.: Elija statt Elijahu“.140

Es wurde auch beschlossen, das abschließende „h“ am Wortschluss wegzulassen  ("ja" anstelle von "jah"). Bedauerlich, dass man im Zuge der Überarbeitung und Vereinheitlichung der biblischen Namen nicht die beiden letzten Silben des Schöpfernamens reformiert hat. So hätte er zumindest in den verschiedenen biblischen Namen wieder hervorgeleuchten können.

Unser Schöpfer hat Seinen Namen auch in dem Namen des Stammes offenbart, von dem Sein Sohn, der Gesalbte, kam: JaHuWDaH (Juda) Dieser Stamm bzw. „Haus“ trug Seinen Namen:

„… so will ich auch mit dem Haus, das nach Meinem Namen genannt ist und auf das ihr euch verlasst, und mit dem Ort, den ich euch und euren Vätern gegeben habe, so verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin; …“ (Jeremia 7,14)

Jahuschuah wurde nicht aus dem Stamm der Leviten (Stamm der Priester)141 geboren, sondern aus dem Stamm Juda (Jahudah). Der Stammvater dieses Volkes ist Jakob, seine Frau nannte ihren ersten Sohn Jahuda:

„Und sie wurde noch einmal schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich … [JaHuWaH] preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda [hebräisch: Jahu(w)dah]; und sie hörte auf mit Gebären.“ (1. Mose 29,35)

In Hebräisch wird es so geschrieben: JHWDH = JaHuWDaH. Das „D“ (Dalet) im Hebräischen ist eine Tür, die uns zum Namen JaHuWaH führt. Wenn man das D weglässt ergibt es JaHuWaH. Juda (JAHUWDAH) war das Volk JaHuWaHs. Der Sohn JaHuWaHs, der im Namen Seines Vaters kam, ist die Tür zum Allmächtigen Himmlischen Vater:

„Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“(Johannes 10,9)

Das letzte H ist kein stummes H, sondern dient zur Aussprache des Vokals „ah“. Beachte: Es ist kein „eh“ wie in Jahwe. Für diese Kurzform des Namens haben wir sogar noch einen Beweis im heutigen Neuen Testament in dem Ausdruck „HalleluJAH“. In Offenbarung 19 kommt sie vier Mal vor. Die Kurzform des Namens steht am Ende und bedeutet: Gepriesen sei JaHuWaH! Hallelujah wird in 2800 Sprachen gebraucht und immer wird es in derselben Weise ausgesprochen.142 Dies ist außergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass sich Sprachen über die Zeit verändern.

„Wenn die antiken Juden den heiligen Namen überhaupt verkürzten, dann reduzierten sie in von der Form Jahowah oder JaHuWaH zu Jah oder Jo, wie es oft in der Posie getan wurde, um die Metrik aufrechtzuhalten.“143

Wie in den Liedern, Psalmen und der Poesie der Name in die einsilbige Form verkürzt wurde, so wurde die zweisilbige Form JAHU in Namen integriert.

 

 

Sein Name zum Gedenken an Seine Schöpfung

 

Der Name JaHuWaH ist auch ein Gedächtniszeichen, ein „Gedenkname“:

„… der Gott der Heerscharen, dessen Gedenkname … [JaHuWaH] ist.“ (Hosea 12,6)

So heißt es auch in 2. Mose 3,15:

“… das ist der Name, mit dem ihr an Mich gedenken [זכר = zeker] sollt von Geschlecht zu Geschlecht.“

Dasselbe hebräische Wort zeker wird ebenso für den Sabbattag als ewiges Gedächtnis im Vierten Gebot gebraucht. An was soll der Sabbattag als auch der Name des Allmächtigen eine Erinnerung sein? Eine Erinnerung an Seine Schöpfung! Der Sabbat als auch der Name soll für ewig daran erinnern, dass es JaHuWaH ist, der den Menschen erschaffen hat:

„Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, zu der Zeit, als Gott … [JaHuWaH] Erde und Himmel machte.“ (1. Mose 2,4)

infoIm ersten Buch Mose zwei stehen Schöpfungsberichte. Im ersten Kapitel wird die Schöpfungswoche chronologisch beschrieben. In diesem Bericht wird von „Gott“ (Elohim als Majestätsplural von der Einzahl Eloah) gesprochen. Im zweiten Kapitel folgt ein etwas persönlicherer Bericht der Schöpfungsgeschichte. Es handelt sich um die Beziehung des Schöpfers zu dem von Ihm geschaffenen Menschen. Hier wird nun der persönliche Name JaHuWaH offenbart.

An dieser Stelle wird der Name des Allmächtigen JaHuWaH erstmals erwähnt – im Zusammenhang mit Seiner Schöpfung. Der Name soll an die Erschaffung des Menschen erinnern, indem Er ihm durch Seinen Atem (Odem) das Leben einhauchte:

 „Da bildete Gott … [JaHuWaH] den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ (1. Mose 2,7)

Hier wird das hebräische Wort נשׁמה (neschama) für „Odem“ verwendet. Odem steht für Atem, atmen, Geist, Wind, Intellekt (Strong’s Nr. H5397). Für Atem, Geist und Leben steht jedoch auch das hebräische Wort הוא (hawa), eine Wortwurzel mit der Bedeutung „atmen, sein, in Form der Existenz (Strong’s Nr. H1933).

„Und der Mensch gab seiner Frau den Namen … [חוּה Chawah]; denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.“ (1. Mose 3,20).

Hier haben wir wieder die Wortwurzel חוּה (hawa), ein Bestandteil des Namens JaHuWaH. Nur der erste Buchstabe fehlt: das J. Das „w“ steht als Halbvokal für „u“: „hawah“. Wird nun ein J anstelle des C am Anfang angefügt, würde es JaHuWaH ergeben. In der alten Piktogrammschreibweise des Hebräischen hat man für den J-Klang eine Hand gemalt/geschrieben: Piktogramm jod. Diese Hand stand für Arbeit, Werk oder Hände mit denen etwas geschaffen wird. Zusammengenommen würde das Wort in etwa bedeuten: „Er wirkt den Atem zum Leben“ oder „Er gibt den Lebensgeist“.

„Da bildete Gott … [JaHuWaH] den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ (1. Mose 2,7)

info„Seele“ ist in der Bibel einfach nur ein anderes Wort für „Mensch“ oder „Leben“. Seele ist die Übersetzung des hebräischen Wortes  „nephesch“.  In 1. Mose 2,7 wird dieses Wort definiert:

„Da bildete Gott JaHuWaH den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele“. (Schlachter, Elberfelder)

„da bildete Gott JaHuWaH den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den Lebensodem in die Nase; so wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen.“  (Menge)


Nur durch den Geist/Odem des Schöpfers wird ein Körper lebendig. Von nun an lebt dieser Körper: es ist eine lebender Mensch (Seele). Stirbt der Mensch, geht der Lebensodem/Geist zurück zum Schöpfer.

Wer hätte ihm die Erde unterstellt? Und wer hat den ganzen Erdkreis gegründet? Wenn Er nur noch auf sich selbst achtete und Seinen Geist [ruach] und Odem [neschama] wieder zurücknähme, so würde alles Fleisch miteinander vergehen und der Mensch zum Staub zurückkehren.“ (Hiob 35,13-115)

„Der Geist [ruach] Gottes hat mich gemacht, und der Odem [neschama] des Allmächtigen erhält mich am Leben.“ (Hiob 33,4)

„Ja, solange noch mein Odem [ruach] in mir ist und der Hauch [neschama] Gottes in meiner Nase …“ (Hiob 27,3)

„Da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: O Gott, du Gott, der allem Fleisch den Lebensodem [ruach] gibt, ein Mann hat gesündigt und du willst über die ganze Gemeinde zürnen?“ (4. Mose 16,22)

„alles starb, in dessen Nase ein Odem [ruach] von Lebenshauch [neschama] war, von allem, was auf dem Trockenen war.“ (1. Mose 7,22)

„Sendest Du Deinen Odem [ruach] aus, werden sie erschaffen.“ (Psalm 104,30)

„Fährt sein Geist [ruach] aus [dem Körper], wird er wieder zu Erde; an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen.“ (Psalm 146,4)

„Denn das Geschick der Menschenkinder und das Geschick des Viehs ist ein und dasselbe: Die einen sterben so gut wie die anderen, und sie haben alle denselben Odem [Geist, den der Schöpfer ihnen einhaucht, ruach], und der Mensch hat dem Vieh nichts voraus; denn es ist alles nichtig. Alle gehen an denselben Ort: Alles ist aus dem Staub geworden, und alles kehrt auch wieder zum Staub zurück.  Wer weiß vom Odem [Geist] der Menschenkinder, ob er aufwärts fährt, und vom Odem der Tiere, ob er abwärts zur Erde hinabfährt?“ (Prediger 3,19-21)

 „… da er doch selbst allen Leben und Odem [oder Geist] und alles gibt.“ (Apostelgeschichte 17,25)

„Wehe dem, der zum Holz spricht: „Wache auf!“, zum schweigenden Stein: „Erwache!“ – Er sollte lehren? Siehe, er ist mit Gold und Silber überzogen, und gar kein Odem [oder Geist] ist in seinem Innern.“ (Hebräer 2,19)

„…den Gott aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt!“  (Daniel 5,23)

„Unser Lebensodem, der Gesalbte … [JaHuWaHs] …“ (Klagelieder 5,20)

Der Geist des Lebens wird durch den Odem/Hauch JAHUWAHs gegeben und wird auch durch genau diesen Odem/Atem wieder zum Schluss nach dem Gericht genommen:

„… wie ein Schwefelstrom wird der Atem JAHUWAHs ihn anzünden.“ (Jesaja 30,33)

– das heißt, wer sich nicht durch den Lebensodem „des Gesalbten“ (Seinen Sohn, Klagelieder 5,20) hat lebendig machen lassen, dem wird JaHuWaH schließlich den ewige Lebensatem entziehen. Nimmt Er Seinen Lebensatem vom Menschen zurück, stirbt er.

„Durch Gottes [entzogenen] Odem [neschama] kommen sie um; durch den Hauch [ruach] seines Zornes werden sie verzehrt.“ (Hiob 4,9)

Der Mensch hat also nicht zusätzlich eine Seele im Sinne der griechischer Philosophie, die nach dem Tod irgendwo weiterlebt, sondern er wird zu einer Seele. Der komplette Mensch ist die Seele in dem Moment, wo er den Lebensodem oder den Lebensgeist  vom Schöpfer erhält. Sowohl „psyche“ (Seele, griechisch im Neuen Testament) als auch „nephesch“ (hebräisch)  wird vor allem für das „Leben“ an sich verwendet. Das heißt, nephesch/psyche ist das Leben im Menschen. Der Körper ist nur die Hülle. Nephesch/psyche ist der Geist im Menschen mit dem gesamten Denken, den Emotionen und Charaktereigenschaften. In der Studienhilfe zur Schlachter 2000 heißt es:

„Das gr. Wort psyche, das auch mit »Leben« übersetzt werden kann, bezeichnet an manchen Stellen die »Seele« des Menschen, d. h. die geistig-gefühlsmäßigen Bereiche seines natürlichen Lebens (vgl. 1Th 5,23; Hebr 12,3); s. a. »Leben«.“

Das Leben des Menschen ist der „Odem JaHuWaHs“. Wenn Er diesen „Atem/Geist“ dem Menschen einhaucht, wird er eine lebende Seele. Selbst die weiche Aussprache des Schöpfernamens (das W wird nicht gesprochen) klingt fast wie ein Ausatmen, ein leichter Wind, ein Hauch: JaHuWaH.

Hawa ist derselbe Name, der ins Deutsche mit Eva wiedergegeben wird. Leider auch wieder eine Namens-Neuschöpfung mit einem „e“, womit die Bedeutung des Namens verloren ging: Die Mutter aller Lebenden hieß Chawah oder Hawah חוּה (Strong’s Nr. 2332). Im arabischen Sprachraum ist hawa noch immer ein Mädchenname mit der Bedeutung „die Lebende“ oder „die Lebenspendende“.

infoEs ist sehr eigenartig, dass man Chawah mit Eva übersetzte. Denn es gibt einen Namen Ephah (Eva) in der Bibel, den sowohl eine Frau trägt (1. Chronik 2,46) als auch ein Sohn Midians (1. Mose 25,4) und ein Sohn Jahdais (1. Chronik 2,47). Dieser Name hat aber eine völlig andere Bedeutung als Chawah. Ephah bedeutet „bedecken“,  der oder die „Dunkle“ oder „Dunkelheit“.144

Die Endung „ah“ ist charakteristisch besonders auch für die feminine Endungen der Namen in der Bibel, wie z.B. Chawah (Eva), Rebekah, Hannah, Leah, usw. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Schöpfer JaHuWaH sowohl den männlichen als auch den weiblichen Teil ins sich vereint. Denn es heißt zudem:

„Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ (1. Mose 1,27)

Auch Jesaja Kapitel 66 zeigt diese weibliche Fürsorge JaHuWaHs für Seine Kinder auf:

„Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten; ja, in Jerusalem sollt ihr getröstet werden!“ (Jesaja 66,16)

In dieser Hinsicht ist die Ersetzung Seines Namens JaHuWaH mit „HERR“ ebenfalls eine Verschleierung Seines wunderbaren Wesens, der ALLES in sich vereint und den Lebensgeist für Seine Geschöpfe spendet.

infoIm Gegensatz zu unserem westlichen Denken und unserer Namensgebung, gibt es im Hebräischen keine strikt definierten “weibliche“  oder „männliche“ Namen. Es gibt viele männliche Namen, welche aber weibliche Hauptwörter sind: Tamar, Jael oder Jaala sind alles männliche Namen aber weibliche Wörter. So gibt es auch ausschließlich weibliche Namen, die aber männlicher Natur sind: Abi bedeutet entweder „mein Vater“ oder „väterlich“  und ist auch ein weiblicher Name. Ahinoam bedeutet „Bruder der Gnade“ und ist ein ausschließlich femininer Name in der Bibel.

Es gibt auch viele Namen in der Bibel, die sowohl Männer als auch Frauen tragen, wie z.B.:          

männlich

weiblich

Abihail

Vater von Zuriel (4. Mose 3,35)
Vater von Esther (Ester 2,15)

Frau von Abischur (1. Chronik 2,29)

Abijah

Sohn von Samuel (1. Samuel 8,2)
Sohn von Jerobeam (2. Chronik 11,20)

Mutter von König Hiskiah (2. Chronik 29,1)
Frau von Ahaz (2. Könige 18,2

Gomer

Sohn von Japhet (1. Mose 10,2; Hesekiel 28,6)

Frau von Hosea (Hosea 1,3)

Maacah

Sohn von Nahor (1. Mose 22,24)
Vater von Achis (1. Könige 2,39)

Frau Davids und Mutter von Absalom (2. Samuel 3,3)
  Mutter von Abijah (1. Könige 15,8)

 Mehetabeel  

Vater von Delajah (Nehemia 6,10)

Frau von König Hadar (1. Mose 36,39)

Schelomith

Sohn von Jizhar (1. Chronik 23,18)

Tochter von Dibri (3. Mose 24,11)

 

“… das ist der Name, mit dem ihr an Mich gedenken [זכר = zeker] sollt von Geschlecht zu Geschlecht.“ (2. Mose 3,15)

Der Name JaHuWaH enthält eine unerschöpfliche Macht. Es ist Sein Atem, Sein Geist, welcher die Welt ins Leben rief. In 1. Mose 1,2 heißt es, dass der Geist Gottes über den Wassern schwebte. Das hebräische Wort für „Geist“ ist ruwach (H7307), was buchstäblich Atem bedeutet. Wie auch bei huwah ist  in ruwach ein „w“ enthalten was aber nicht gesprochen wird, es steht auch hier als Halbvokal für das „u.“  In 1. Mose 1,3 heißt es:

“Es werde [haja] Licht!”

Hier haben wir wieder das Wort haja/hawa. Das Wort, aus dem der Name JaHuWaH kommt. Im Hebräischen würde es wortwörtlich übersetzt einfach nur heißen:

„Licht sei!“

In der Namenerklärung „Ich bin, der Ich bin“ wird das Verb haja zweimal hintereinander geschrieben: „haja, haja!“ bzw. „hawa,  hawa!“ Darin zeigt sich die enorme Macht des Schöpfers. Dieses Wort steht für alle Zeitformen, denn nachdem JaHuWaH, diese Worte sagt, heißt es:

„und es wurde Licht.“

Im Hebräischen steht für „wurde“ ebenfalls wieder haja/hawa. So würde es wortwörtlich übersetzt heißen: „… und Licht ist.“ Sowohl „sein“ als auch „werden“ und „war“ kommt von  der machtvollen Wortwurzel haja/hawa:

„Oft deutet dieses Verb mehr an, als einfach eine Existenz oder Identität […] Vielmehr macht dieses Verb eine starke Aussage über die Existenz oder die Präsenz einer Person oder Sache. […] dieses Verb wird nicht nur benutzt, um das Objekt der Handlung näher zu bestimmen, sondern auch die dynamischen Kräfte hinter der Aktion. Der Gebrauch von haja […] verkündigt die eigentliche Freisetzung der Macht, so dass die Erfüllung gewährleistet ist.“145

Das Wort haja/hawa ist beides: der Befehl und die Erfüllung. Diese bedeutende Wortwurzel des Namens JaHuWaH zieht sich durch den ganzen Schöpfungsbericht. Im letzten Buch der Bibel bezieht sich Offenbarung 1,4 ebenfalls auf den, „der ist und der war und der kommt“. Der Allmächtige offenbarte sich hier mit derselben Namenerklärung wie in 2. Mose 14. Und in Offenbarung 14 wird wieder auf DEN Gott hingewiesen, „der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!“; Er ist der einzige wahre Schöpfergott der angebetet werden soll (Offenbarung 14,7).

“Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht … [JaHuWaH], der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“ (Offenbarung 1,8)

„Heilig, heilig, heilig ist … [JaHuWaH], Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!“ (Offenbarung 4,8b)

Hier steht der Heilige in allen drei Zeitformen. Dieser Name JaHuWaH enthält die Allmacht, die Allwissenheit, die Allweisheit, die Allpräsenz und die Schöpfermacht des ewigen Himmlischen Vaters. Deshalb hat Er diesen Namen gewählt, um ihn Seinem Volk mitzuteilen. Jeder, der in bescheidenem Gehorsam JaHuWaH anruft wird erhalten, was Er versprochen hat. Die Bibel enthält zahlreiche Namen, in denen dieser wunderbare Name, verbunden mit einer Verheißung, vorkommt.

Wir können also auch sagen, der Name JaHuWaH steht ganz einfach für den Spender und Erhalter des Lebens: Die Quelle des Lebens ist JaHuWaH. Und so kam auch Sein Sohn in genau diesem selben Namen auf die Erde als derjenige, der den Menschen zum Ewigen Leben erlöst. Das heißt, Sein Sohn kommt, um den Menschen das Leben zurückzugeben, welches die ersten Menschen Adam und Eva im Sündenfall verloren.

“In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Johannes 1,4)

„Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ (Johannes 14,10)

 

 

Sein Name als Verheißung an Seine Kinder

 

Der große Name unseres Allmächtigen Gottes JaHuWaH steht nicht nur dafür, dass Er aus sich selbst heraus existiert und für Seine große Schöpfermacht; er steht auch für den Schutz, für die Hilfe, für die Freude und für Seine Zuneigung, die Er Seinen Kindern zukommen lässt.

 „Haja/hawa ascher haja/hawa“  kann auch die Bedeutung haben von „Ich bin der Eine, der mit dir dort sein wird“. Oder: „Ich werde alles sein, was für das jeweilige Geschehen notwendig ist.“146 Dem Josua (hebräisch: Jahuschua) verhieß JaHuWaH:

„Wie Ich mit Mose gewesen bin, so will Ich auch mit dir sein; Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.“ (Josua 1,5)

Der Ausdruck „mit dir sein“ bedeutet, dass Er Josua beschützen wird. Psalm 23 drückt diese Gegenwart JaHuWaHs im Sinne eines Schutzes und Beistands wunderbar aus:  „um Seines Namens Willen“ (Vers 3). Weiter könnte man anstelle von „Ich bin, der Ich bin“ auch übersetzen: „Ich werde da sein, so wie ich immer da bin und immer da war“. Es ist eine Beschreibung Seiner lebendigen Beziehung mit Seinen Kindern und  Seines begleitenden Schutzes.

Die gesamte Bibel hindurch finden wird diese Botschaft, dass JaHuWaH persönlich mit uns sein wird. Mut machend und aufbauend hat JaHuWaH dies Mose mitgeteilt und ihm Mut gemacht. Der große Allmächtige Gott, der über alle Schöpfung steht, lässt sich herab, um mit Seinen Kindern eine persönliche Beziehung einzugehen. Er möchte diese Distanz nicht, die zwischen Ihm und Seinen Geschöpfen seit dem Sündenfall herrscht. Aus diesem Grund hat Er den Erlösungsplan ersonnen, den Er bereits Adam und Eva nach ihrem Treuebruch mitteilte:

„Und Ich will Feindschaft setzen zwischen dir [Satan] und der Frau147 zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er [der Messias] wird dir den Kopf zertreten, und du [Satan] wirst Ihn in die Ferse stechen.“ (1. Mose 3,15)

Und so gab es bald zwei Nachkommenslinien der Söhne Adams und Evas (Chawah): Die Linie Kains und die Linie Sets (1. Mose 5). Es waren die Nachkommen Seths, welche den Namen JaHuWaHs anriefen (1. Mose 4,26), was zeigt, dass sie den Glauben in JaHuWaH bewahrten. Die Linie Kains (1. Mose 4,17-24) betete nicht zu JaHuWaH, sondern wandte sich von Ihm ab (1. Mose 4,16) und dienten somit dem Erzrebellen Luzifer.148

Aus der Linie Sets wurde später der Sohn JaHuWaHs in die menschliche Natur hineingeboren. Für die Menschen verließ Er den Himmel, entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an (Philipper 2,7) – im Namen Seines Vaters JaHuWaHs. Dies wussten Adam und Chawah ebenso wie Abraham, Isaak, Jakob und auch Jesaja wusste: „JaHuWaH Jaschuah“ (ישׁוּעה). Das bedeutet: JaHuWaH ist Rettung (vgl. Jesaja 12,2-3). Man beachte die hebräische Schreibweise für „Rettung“ bzw. „Erlösung“: ישׁוּעה / Jahschuah. Dazu mehr in Kapitel „Unser Erlöser: gekommen im Auftrag und im Namen Seines Vater“.

Leider vergaßen die Menschen ihren Schöpfer JaHuWaH wieder, was schließlich zur Sintflut führte. Nur Noah und Seine Familie riefen weiter den „Namen JaHuWaH“ an (1. Mose 12,8). Etwas später ließ der Allmächtige Seinen Namen durch ein ganzes Volk verkündigen, nicht nur durch eine Familie. Mit diesem Volk wollte Er ein Beispiel statuieren, ein Vorbild für alle Völker, damit alle durch das Leben und durch den Namen des Gottes, dem dieses Volk diente, ebenfalls zu Ihm finden sollten – JaHuWaH.

Er teilte sich Abram mit Seinem Namen JaHuWaH mit. Abram sollte mit Ihm eine Reise in das Land antreten, dass Er ihm zeigen würde (1. Mose 12,1-4). Sehr persönlich spricht JaHuWaH mit Abram und dieser nennt Ihn bei Seinem wunderbaren Namen JaHuWaH und vertraute Seinen Anweisungen. Der Allmächtige richtete einen persönlichen Bund mit Abraham und Seinen Nachkommen auf (1. Mose 15,18; 17,2). JaHuWaH änderte den Namen Abram in Abraham, indem Er ein zusätzliche ה (ah) hinzufügt. Dasselbe ה schenkte Er auch seiner Frau Sarai, die nun Sarah hieß (1. Mose 17,15). Dieses zusätzlich ה gab dem Namen eine andere Bedeutung. Man beachte, dass sie einen bedeutenden Buchstaben des Namens JaHuWaH erhielten. Es ist der Buchstabe, der in der ältesten semitischen Sprache (noch vor dem Paläo-Hebräisch) die Bedeutung von „Anbetung/dienen“ und „Freude des Lebens/Lebensatem“ hat, wie er sich in der Schrift darstellt, wie sie Abraham und seine Familie kannten: Piktogramm hey.

JaHuWaH war mit ihnen. Ja, man könnte sagen, Er war ihnen so nahe, dass sie förmlich Seinen Lebensatem spüren konnten. Und so war es nicht verwunderlich, dass daraus mehr Leben entstand und Sarah in ihrem hohen Alter noch ein Kind bekam. Auch dieser Sohn Isaak ehrte und verkündigte mutig den wunderbaren Namen JaHuWaH (siehe 1. Mose 24,7). Er hatte ebenfalls eine persönliche Begegnung mit JaHuWaH, der ihm mitteilte, dass Er die Verheißung, die er seinem Vater Abraham gegeben hatte, erfüllen würde (1. Mose 26,2-3.24). JaHuWaH versprach auch ihm, dass Er mit ihm sein werde.  

Hier kommt dasselbe Wort wieder vor, welches bei Mose gesprochen wurde: „hawa/haja immekha“ (Ich bin mit dir, Vers 24). Auch Isaaks Sohn Jakob hatte eine Begegnung mit JaHuWaH (1. Mose 28,12-15). Auch ihm stellt sich JaHuWaH durch Seinen Engel (Ma’lak = Gesandter) vor und gab das Versprechen:  „Ich bin mit dir“. Darauf antwortete Jakob erstaunt, dass an diesem Ort tatsächlich JaHuWaH präsent ist, was Er zuvor nicht gesehen hat. Und zum ersten Mal nennt Jakob Seinen Schöpfer beim Namen JaHuWaH (Vers 16). Er hat Ihn erkannt. Er gab Sein Leben bewusst JaHuWaH. Jakobs Leben und das seiner Familie wurde reichlich gesegnet, denn JaHuWaH war „mit ihm“. Sein neuer Name lautete nun Jascharel (Israel).

infoIsrael ist wohl keine usprünglich hebräischer Name. Denn im Hebräischen (ohne Vokalpunkte, die es in biblischer Zeit sowieso nicht gab) lautet der Name: ישראל. Die letzte Silben אל steht für „El“, was unstrittig ist. Die ersten beiden Silben sind jedoch ישר. Es sind dieselben drei  Buchstaben des Wortes jaschar (ישר). Es ist doch ein enormer Unterschied, ob der Name mit „Jasch“ oder mit „Is“ beginnt. Jaschar hat die Bedeutung von „aufrecht, richtig, recht, rechtschaffen, gerecht, aufrichtig, geradlinig“.149 Mit ישראל scheint der Name „Israel“ außer der letzten Silbe kaum etwas gemeinsam zu haben. Mit vielen Bibelkommentaren kann man also annehmen, dass ישראל von jaschar kommt und somit Jascharel lauten muss. Denn Jakob kämpfte von Herzen aufrichtig mit dem Engel, um Seinen Segen zu erhalten. Dem „Aufrichtigen“ bzw. „Gerechten“ ist Sein Segen versprochen: „Durch den Segen der Redlichen [jaschar] kommt eine Stadt empor, aber durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.“ (Sprüche 11,11)

Jascharel kommt im hebräischen Text in 5. Mose 32,15; 33,5.26 und Jesaja 44,2 in einer poetischen Form vor: Jascharun (mit Vokalpunkte jedoch immer im Deutschen als Jeschurun in den Bibeln geschrieben). Auch hier bedeutet der Name „Der Aufrichtige“. Auch hier bedeutet der Name „Der Aufrichtige“. Im Neuen Testament benutzt Paulus das Wort jaschar, das im Grieschischen haplotetos (άπλότης) heißt. Das Wort beschreibt die aufrichtige Herzenshaltung gegenüber JaHuWaH und Seinem Sohn.150

In einem Kommentar zu 5. Mose 32,8 wird in einer alten Bibel aus dem18. Jahrhundert der Begriff  “Ben Jaschar El“ als „die Kinder des gerechten Gottes“ im Zusammenhang mit der Übesetzung der Septuaginta erwähnt.151 Wobei sich das Wort jaschar wohl eher auf die Kinder Gottes beziehen. Denn die Bedeutung ist, dass Jakob mit Gott gerungen und gesiegt hat (1. Mose 32,28). Deshalb geht man teilweise auch davon aus, dass der Name für „Gotteskämpfer“ steht und dass der Wortteil in „Israel“ von שׂרה (scharah = ringen/kämpfen) kommt. Aber auch dann müsste es Jascharel oder Scharahel und nicht Israel lauten. Dieses „kämpfen“ steht symbolhaft für das geistige „Ringen“, das „Ausharren“ im Glauben; „damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben.“ (Hebräer 6,12) Und umgekehrt könnte es auch bedeuten, dass der Gesandte (Engel) JaHuWaHs für Jakob kämpft/einsteht und ihn errrettet (jahscha). All dies scheint in dem Namen Jascharel vorhanden.

Jascharel (Israel) steht nicht für ein Volk ethnischer Abstammung, sondern nur für diejenigen, die wie Jakob von Herzen aufrichtig um Seine Gnade und Wahrheit ringen. Nur die sind es, die wie Jakob zu Jascharel werden. Der ursprüngliche Name Jakob (יעקב) kommt von akeb (עקב) und bedeutet: betrügen, überlisten. Sein Bruder Esau drückt es so aus: „Er heißt mit Recht Jakob [יעקב (ja'akob)]; denn er hat mich nun zweimal überlistet [עקב (akeb)]! Mein Erstgeburtsrecht hat er weggenommen, und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen!“ (1. Mose 27,36). Der Name Jakob wird auch mit „Fersenhalter“ erklärt, denn es heißt, er habe bereits im Mutterleib Esau’s Ferse (עקב akeb) gehalten  (1. Mose 25, 26).

Es scheint so, als hätte man im ursprünglichen Hebräisch einen Betrug bildlich mit „Ferse halten“ oder „in die Ferse stechen“ ausgedrückt. Denn damit wird auch der Kampf Satans mit JaHuWaHs Kindern beschrieben. Sein Sohn Jahuschuah kämpft für Seine Nachfolger und wird dafür von Luzifer „in die Ferse gestochen“ (1. Mose 3,15a). Das heißt, Jahuschuah macht auf Golgatha den Betrug an den ersten Menschen wieder wett. Aufgrund der Folgen des Betruges (die Sünden/Übertretung des Gesetzes) ging Er in den Tod für uns. Satan hat Ihn damit in die Ferse gestochen. Aber Jahuschuah hat durch diese Tat Satans Macht über die Menschen gebrochen: „… Er wird Dir den Kopf zertreten.“ (1. Mose 3,15b).

“Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt [aufrichtig, auf Ihn gerichtete Herzenshaltung] gegenüber … [dem Messias].“ (2. Korinther 11,3)

Es ist immer nur ein „Überrest Jakobs“ der zu „dem starken Gott“ JaHuWaHs umkehren wird. „Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre, nur ein Überrest davon wird umkehren. Vertilgung ist fest beschlossen, sie bringt einherflutend Gerechtigkeit.“ (Jesaja 10,21-22). Nur ein Jascharelit (Israelit) kämpft (scharah) mit aufrichtigem Herzen (jaschar) für die Wahrheit und um die Gnade JaHuWaHs und nimmt Seinen Sohn (unseren El/Gott) an, der wiederum für ihn einsteht und kämpft. Siehe hierzu auch das Kapitel "Elohim oder Gott", wo die Bedeutung des allgemeinen Titels "Gott" näher beleuchtet wird, der in der Bibel nicht nur für den Allmächtigen Schöpfer steht.

infoDer Engel (hebräisch: malak = Botschafter/Gesandter), der mit Jakob kämpfte konnte nur JaHuWaHs Sohn gewesen sein. Jakob hat im Kampf mit ihm erkannt, dass er es mit einem göttlichen Wesen, dem Sohn JaHuWaHs, zu tun hat. Er sagte nach dem Kampf: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!“ (1. Mose 32,31) und der „Engel“ selbst sagte zu Jakob: „Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen!“ (1. Mose 32,29). Der Sohn JaHuWaHs, wird auch der „Engel Seines Angesichts“ genannt, der die Menschen „rettet“ bzw. „erlöst“:

„… da er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht untreu sein werden! Und so wurde Er ihr Retter. Bei all ihrer Bedrängnis war Er auch bedrängt, und der Engel Seines Angesichts rettete sie; in Seiner Liebe und Seinem Erbarmen hat er sie erlöst; er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. Sie aber waren widerspenstig und betrübten Seinen Heiligen Geist; da wurde Er ihnen zum Feind und kämpfte selbst gegen sie.“ (Jesaja 63,8-10)

Durch Seinen Sohn offenbart Sich JaHuWaH den Menschen. Als Mose mit dem Volk Israel durch die Wüste zog, ließ sie der allmächtige Vater wissen, wer sie anführen würde: „Ich sende einen Eingel vor dir her […] Er wird Eure Übertretung nicht ertragen; denn Mein Name ist in Ihm.“ (2. Mose 23,20-21)

„Er wird die Übertretungen nicht ertragen“. Sündenvergebung kann nur JaHuWaHs (Markus 2,7). Aber auch dem Sohn wurde das Richteramt übergeben (Johannes 5,22). „Wer wird bestehen, wenn Er erscheint?“ Jahuschuah hat diese Macht vom Vater erhalten (Lukaas 10,22). Und so geleitete der Sohn, der ihm Namen Seines Vaters handelt die Israeliten auch durch die Wüste. An anderer Stelle wird dehalb der Name JaHuWaH (HERR) genannt, der das Volk herausführte: „Und … [JAHUWAH (HERR)] zog vor ihnen her …“ (2. Mose 13,21). Der Sohn handelt im Auftrag UND im NAMEN des Vaters.

In diesem Sinne ist auch nachfolgende Aussage zu verstehen:

„Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde«. “ (Römer 11,26-27; vergleiche auch Jesaja 59,20-21)

Kommen wir auf den Bericht über Mose zurück, der ebenfalls eindrucksvoll zeigt, wie der Allmächtige mit Seinem Namen deutlich macht, dass Er der Gott ist, der Sein Volk und Seine Kinder ruft, mit ihnen spricht, mit ihnen ist und vor allem ihnen Mut macht. Mose verließ der Mut, als JaHuWaH ihm mitteilte, dass er das Volk Israel aus Ägypten herausführen soll. Er antwortete daraufhin ängstlich „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und dass ich die Kinder Israels aus Ägypten führen sollte?“ (2. Mose 3,11).

Mose hatte große Bedenken, denn 40 Jahre zuvor hatte er aus eigenen Kraft versucht, das Volk Israel von den Unterdrückern zu beschützen und zu befreien, was ihm nicht gelang. Wie im Zweiten Buch Mose als auch in der Apostelgeschichte (7,22-36) nachzulesen ist, wollte der zu jener Zeit 40-jährige Mose seine Brüder aus der Sklaverei in Ägypten herausführen. Er glaubte, das Volk würde verstehen, dass er dafür einen Ägypter erschlug und dass sein Unternehmen von JaHuWaH geführt sei (Vers 25). Seine Brüder verstanden das jedoch nicht. Erneut versuchte er sie am nächsten Tag zu überzeugen, wobei er einen Streit zwischen zwei Brüder schlichten wollte, indem er Friede predigte. Verächtlich entgegnete ihm einer, ob er mit ihm nun genauso handeln will, wie er es mit dem Ägypter tat. Daraufhin floh  Mose nach Midian und wurde ein Fremdling.

Mose hatte eigenständig versucht, das Volk zu befreien und scheute auch vor Totschlag nicht zurück, um dieses Ziel zu erreichen. Er war nicht von JaHuWaH beauftragt und konnte somit auch nicht im Namen JaHuWaH handeln. Er scheiterte kläglich. Erst nach 40 Jahren demütigen Dienstes als Hirte in der Wüste antwortete ihm JaHuWaH auf sein „Seufzen“ durch den „Engel JaHuWaHs“ in einer Feuerflamme und sprach:

„Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs! […] Ich habe das Elend Meines Volkes in Ägypten sehr wohl gesehen, und Ich habe ihr Geschrei gehört über die, welche sie antreiben; ja, Ich kenne ihre Schmerzen. […] Und Ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land […] das Geschrei der Kinder Israels ist vor Mich gekommen, und Ich habe auch ihre Bedrängnis gesehen, wie die Ägypter sie bedrücken.“ (2. Mose 3,6-9)

Daraufhin teilte JaHuWaH Mose mit, dass Er Mose auserwählt hat, das Volk aus Ägypten herauszuführen, worauf Mose seine großen Bedenken äußerte. Er konnte sich nicht vorstellen, wie er das bewerkstelligen sollte. Die Antwort JaHuWaHs lautete, dass er es schaffen wird, denn:

„Ich werde mit dir sein.“ (2. Mose 3,12)

Mose schien damit beruhigt und fasste Mut. Da er jedoch wusste, wie ängstlich das Volk war und er das Vertrauen der Brüder gewinnen musste, wollte er wissen, welchen Namen er für den Gott der Väter mitteilen soll. Daraufhin machte der Himmlische Vater Seinen Namen bekannt:

„»Ich bin, der ich bin!« […] So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt. […] So sollst du zu den Kindern Israels sagen: … [JaHuWaH], der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat Mich zu euch gesandt; das ist Mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht.“ (2. Mose 3,14-15)

Diese Namenerklärung sollte dem Volk Mut machen: ICH BIN für Euch da, ICH BIN mit Euch! ICH BIN Euer Beschützer, ICH BIN Euer Führer. ICH BIN es, der große Schöpfer Gott JaHuWaH. Vertraut mir und ihr seid sicher.

Der Allmächtige hat Seinen Namen nicht deshalb erklärt und bekannt gemacht, weil das Volk davor nie davon gehört hätte. Vielmehr wollte Er ihnen die Bedeutung Seines Namens nahebringen; dass Er mit Seinem Volk sein wolle und es direkt vom Himmel her leiten wird – Eine Erfahrung, die sie bisher noch nicht gemacht hatten. Der Gott, der ihren Vorvätern das verheißene Land versprochen hatte, wird nun handeln und sie sicher in das versprochene Land führen.

Drei Monate später, als Er sie sicher „auf Adlers Flügeln“ (2. Mose 19,4) herausgeführt hatte, gab Er eindrucksvoll am Berg Sinai bekannt, dass Er die Israeliten ausgewählt hatte und dass Er besonders auf sie achten und sie führen wolle, aber nur, wenn sie Ihm vertrauen und Seinen Anweisungen Folge leisten. Denn sie waren dafür vorgesehen, eine Vorbildfunktion und „ein Licht für die Heiden“ zu sein. Denn alle Menschen sollten die wunderbare Wahrheit des Erlösergottes hören, um von ihren Sünden umzukehren und errettet zu werden – „denn die ganze Erde gehört Mir“  (2. Mose 19,3-6; Jesaja 42,6; 49,6).

Die ganze Erde gehört JaHuWaH. Sein Name vereinigt alle diese Aspekte, Seine Allmacht, Seine Weisheit, Seine Hilfe, Sein Schutz, Sein Erbarmen, Seine Nähe zu Seinen Nachfolgern. Wir dürfen Seinen Namen aussprechen und anrufen. Er selbst verkündigt Seinen großen Namen und verbindet ihn mit Seinem Charakter der Stärke, der Gnade, der Liebe, der Treue, der großen Geduld, die nur langsam zum Zorn ist (2. Mose 34,6). Die Zusage, dass in Seinem heiligen Namen Macht ist, “wurde Realität durch Mose, dem Gott erklärte, dass Er nicht nur der Gott ist, der existiert, sondern auch der Gott, der Seinen Willen ausführen wird“.152

Die Kinder Israels benötigten diese Kraft, um Vertrauen und Glauben in JaHuWaHs Macht zu bekommen. Sie benötigten ein tieferes Verständnis des Namens JaHuWaHs. Durch Seinen Namen zeigt der erhabene Schöpfer und Weltherrscher Seinen Geschöpfen, dass Er ihnen sehr nahe ist, wenn sie sich Ihm unterstellen (Jesaja 33,5; 57,15; Psalm 18,17-18; 93,4). Sein Name ist ein Versprechen, dass Er alles SEIN wird, was wir brauchen. Als der große „ICH BIN“, verheißt Er seinen Kindern:

ICH BIN dein Hirte: JaHuWaH roi (Psalm 23)
ICH BIN dein Arzt: JaHuWaH rapha (Psalm 107,13-20; 2. Mose 15,26)
ICH BIN deine Leuchte: JaHuWaH or (Psalm 27,1)
ICH BIN dein Zuhörer: JaHuWaH schama (Psalm 34,7.18)
ICH BIN deine Beschützer: JaHuWaH schamar (Psalm 121,4; 146,9)
ICH BIN dein Versorger: JaHuWaH jire  (1. Mose 22,14)
ICH BIN deine Stärke: JaHuWaH ma‘oz (Psalm 27,1)
ICH BIN deine Zuflucht: JaHuWaH misgab (Psalm 9,10)
ICH BIN dein Banner: JaHuWaH nissi (2. Mose 17,15)
ICH BIN dein Friede: JaHuWaH schalom  (Richter 6,23-24)
ICH BIN deine Gerechtigkeit:  JaHuWaH zidkenu (Jeremia 23,6; 33,16)
ICH BIN deine Rettung: JaHuWaH jahschuah (Jesaja 12,2)

Jahuwah Jesaja 122@Bibel-Offenbarung.org

Alle diese Adjektive sind eng mit dem Namen JaHuWaH verknüpft. Aber besonders deutlich wird immer wieder, dass JaHuWaH der Retter der Menschen ist. Denn der Plan war längst entworfen, dass Er Seinen einzigen Sohn auf die Erde senden würde, um uns von der Knechtschaft der Sünde und damit von Satans zu erlösen: „JaHuWaH Jahschuah“ (JaHuWaH ist Rettung, Jesaja 12,2). Sein Sohn hat in Seinem großartigen, verheißungsvollen Namen Jahuschuah diese Rettung bereitwillig vollbracht. Der Himmlische Vater zeigt durch Seinen Namen, dass Er aktiv mit Seinen Kindern ist und persönlich Anteil nimmt.

„So spricht … [JaHuWaH] der es tut, … [JaHuWaH], der es ersinnt, um es auszuführen, … [JaHuWaH] ist Sein Name: Rufe Mich an, so will Ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.“ (Jeremia 33,2-3)

Ist es nicht das, was Ihn von allen anderen Göttern/Götzen unterscheidet? Kurz bevor JaHuWaH das Volk aus Ägypten herausführte, ließ Er den Pharao wissen, welcher Name über allen Göttern steht:

 „Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich aufstehen lassen, dass Ich an dir meine Macht erweise, und dass Mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde«.“ (Römer 9,17; siehe auch 2. Mose 9)

Wie können wir da Seinen Namen mit einem Titel wie „Herr“ (Baal) ersetzen, den die Götter bzw. Götzen ebenfalls tragen? Geben wir Ihm damit die Ehre, die diesem großen Schöpfergott gebührt, der so viel anders ist, als alle anderen Götter und Götzen?

 „Höre Israel: … [JaHuWaH], unser Gott, ist ein …[JaHuWaH].“ (5. Mose 6,4)

In Markus 12,29-30 wiederholt Sein Sohn diese Worte – das „erste Gebot“. Man könnte auch übersetzen: „… ist EINZIG JaHuWaH.“ In der Fußnote dazu in der Elberfelder CSV ist zu lesen:  „D.h. einzig und allein derjenige, dem der Name HERR zukommt (vgl. Sacharja 14,9)“. Hier muss natürlich JaHuWaH eingesetzt werden, denn HERR macht gerade hier überhaupt keinen Sinn. Nur ER allein ist JaHuWaH, mit allen Eigenschaften, die dieser Name enthält. Sein Name zeigt, dass nur Er, JaHuWaH, allmächtig, gerecht, errettend, gnädig, liebend, usw., ist.

Zweimal erscheint in diesem obigen Vers der Name JaHuWaH. Beim ersten Mal folgt auf den Namen der Gattungsbegriff „Gott“ in der Pluralform Elohim (Einzahl Eloah). Es ist der Majestätsplural. Man könnte auch sagen, es zeigt diesen allmächtigen Gott in seiner Pluralform, weil er ALLES ist und Sein wird und Er allmächtig, allweise und allwissend ist. Seine Eigenschaften und Seine „Existenz“ kann nicht erklärt werden.

„damit alle Völker auf Erden erkennen, dass er, … [JaHuWaH], Gott ist,153 und keiner sonst! Euer Herz aber sei ungeteilt mit … [JaHuWaH], unserem Gott, dass ihr in Seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag!“ (1. Könige 60-61)

 „Und du sollst … [JaHuWaH], deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ (5. Mose 6,5)

Immer dort wo das „Herz“ dabei ist, kann es keine Gesetzlichkeit geben. In Psalm 91 wird wunderbar beschrieben, wie JaHuWaH für Seine Kinder sorgt. Sein Name ist dort mit Befreiung, Nähe, Schutz, langes Leben, Erlösung und Ehre verbunden. In Vers 14 heißt es:

„Weil er sich an mich klammert, darum will Ich ihn erretten; Ich will ihn beschützen, weil er Meinen Namen kennt.“

In der Fußnote der Schlachter 2000 steht dazu eine weitere Übersetzungsmöglichkeit: „Weil er [in Liebe] an mir hängt.“ Besonders durch die Propheten Hesekiel und Jeremia zeigt JaHuWaH, dass Seine Gegenwart besonders im und mit dem Herzen zu erfahren ist (Hesekiel 36,26-27; Jeremia 24,7). JaHuWaH will nur einen Dienst aus Liebe und mit aufrichtigem Herzen. David beispielsweise war so ein Mann mit aufrichtigem Herzen. Auch er wusste, dass JaHuWaH mit ihm sein wird, wenn er gegen Goliat kämpft, weil er bereits die Erfahrung mit JaHuWaH gemacht hatte, als Er ihn vor den Bären und Löwen beschützte (1. Samuel 17,32; Psalm 34,5-20; 35,10).  Er wusste aufgrund der vergangenen Erfahrung, dass Er nun wieder mit ihm sein würde. Später verfasste David ein Lied und gab Anweisung, den Namen JaHuWaHs anzurufen und zu verkündigen: 

„Dankt … [JaHuWaH], ruft Seinen Namen an, macht unter den Völkern Seine Taten bekannt! Singt Ihm, lobsingt Ihm, redet von allen Seinen Wundern! Rühmt euch Seines heiligen Namens!“ (1.Chronik 16,8-10; siehe auch Psalm 105)

David lobt und preist Seinen Schöpfer immer wieder, indem er die Bedeutung Seines wunderbaren Namen hervorhebt:

„… und fröhlich werden sein in Dir, die Deinen Namen lieben!“ (Psalm 5,12)
„… [JaHuWaH], unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde …“ (Psalm 8,2)
„… [JaHuWaH], unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde!“ (Psalm 8,10)
„… ich will Deinen Namen lobsingen, Du Höchster!“ (Psalm 9,3)
„…Darum vertrauen auf Dich, die Deinen Namen kennen.“ (Psalm 9,11)
„…So will ich meinen Brüdern Deinen Namen verkündigen.“ (Psalm 22,23)
„…in Deinem Namen wollen wir unsere Widersacher zertreten.“ (Psalm 44,6)
„…und Deinen Namen loben wir ewiglich.“ (Psalm 44,9)
„…Ich will Deinen Namen verkünden in allen Geschlechtern.“ (Psalm 45,18)
„Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Enden der Erde …“ (Psalm 45,11)
„…und in der Gegenwart Deiner Getreuen harre ich auf Deinen Namen, weil er so gut ist.“ (Psalm 52,11)
„O Gott, rette mich durch Deinen Namen …“ (Psalm 54,3)
„… Deinen Namen, o … [JaHuWaH], will ich loben, denn er ist gut!“ (Psalm 54,8)
„…Du hast mir das Erbteil derer gegeben, die Deinen Namen fürchten.“ (Psalm 61,6)
„So will ich Deinem Namen lobsingen allezeit …“ (Psalm 61,9)
„Ja, gepriesen sei Sein herrlicher Name ewiglich …“ (Psalm 72,19)
„Soll der Feind Deinen Namen immerfort lästern?“ (Psalm 74,10)
„…lass die Elenden und Armen Deinen Namen preisen!“ (Psalm 74,21)
„…wir danken dir, denn nahe ist Dein Name…“ (Psalm 75,2)
„…Belebe uns, so wollen wir Deinen Namen anrufen!“ (Psalm 80,19)
„Bedecke ihr Angesicht mit Schande, dass sie nach deinem Namen fragen, o … [JaHuWaH]!“ (Psalm 83,17)
„… und vor dir anbeten, o … [JaHuWaH], und Deinem Namen Ehre geben;“ (Psalm 86,9)
„…richte mein Herz auf das eine, dass ich Deinen Namen fürchte!“ (Psalm 86,11)
„…und Deinem Namen Ehre erweisen auf ewig.“ (Psalm 86,12)
„Loben sollen sie Deinen Namen, den großen und furchtgebietenden — heilig ist er!“ (Psalm 99,3)
„Bei Nacht denke ich an Deinen Namen, o … [JaHuWaH] …“ (Psalm 119,55)
„…nach deinem Rechtsspruch für die, welche Deinen Namen lieben!“ (Psalm 119,132)
„O … [JaHuWaH], Dein Name währt ewig; … [JaHuWaH] …“ (Psalm 135,13)
„… und Deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen.“ (Psalm 138,2)
„… Ja, die Gerechten werden Deinen Namen preisen …“ (Psalm 140,14)
„… Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich Deinen Namen preise!“ (Psalm 142,8)
„…und Deinen Namen loben immer und ewiglich!“ (Psalm 145,1)
„Täglich will ich Dich preisen und Deinen Namen rühmen immer und ewiglich!“ (Psalm 145,2)

In 1. Könige 9,3 verheißt JaHuWaH dem König Salomo, dass Er Seinen Namen im Tempel wohnen lassen will, denn der Tempel ist eigens für den Namen JaHuWaH gebaut (1. Könige 8,20). Weiter gibt Er Salomo das Versprechen: „Und Meine Augen und Mein Herz sollen allezeit dort sein“. Genauso wie für seinen Vater David war es für Salomo ein großes Anliegen, dass alle Menschen den großartigen Namen JaHuWaH kennenlernen sollen. Bei der Einweihung des Tempels betete er:

„Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volk Israel gehört, aus einem fernen Land kommt um Deines Namens willen —denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm —, wenn er kommt, um zu diesem Haus hin zu beten, so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und tue alles, um was dieser Fremdling dich anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel, und erfahren, dass Dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe!“ (1. Könige 8,41-43; siehe auch 2. Chronik 6,26.32-33; Psalm 45,18)

Salomo hat den Namen Seines Schöpfers JaHuWaH so intensiv verbreitet, dass er sogar in dem weit entfernten Äthiopien der Königin dieses Landes bekannt wurde (1. Könige 10,1 ; 2. Chronik 9). Sie war so beeindruckt vom tiefen Glauben Salomos, dass sie von dem Schöpfer und dessen Namen JaHuWaH überzeugt wurde. Salomo hat mit großer Freude den Namen seines Schöpfers und dessen Erlösungsabsicht verbreitet.

 „… [JaHuWaH] hat Sein Heil [ישׁוּעה = jaschuah] kundwerden lassen; Er hat vor den Augen der Heiden Seine Gerechtigkeit geoffenbart.“ (Psalm 98,2)

Der Allmächtige gab Aaron und den Priestern Anweisung, dass sie Seinen Namen beim Segnen auf das Volk legen sollen (4. Mose 6, 22-27). Die Menschen wurden mit diesem Namen gesegnet, sie empfingen Freude und wurden beschützt:

„JaHuWaH segne dich und behüte dich!
JaHuWaH lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig!
JaHuWaH erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!“
(4. Mose 6,24-26)

In früherer  Zeit war es auch Brauch, den Namens eines Familienoberhauptes oder eines Statthalters auf einen Menschen zu legen, wodurch dieser unter seine Regierung und Seinen Schutz kam. Man wurde sozusagen in den Schutz dieser Familie aufgenommen. JaHuWaH bringt immer wieder Seinen Namen in Verbindung mit Seinen Handlungen und Absichten, um Seine Kinder unter Seine Fittiche und Seinen Schutz zu bringen und sie in Seine himmlische Familie aufzunehmen. Die Worte, die JaHuWaH an das damalige Volk Israel richtete, gelten im Übertragenen Sinne Als diesen „wunderbaren Ratgeber und Friedefürst“ kündigte JaHuWaH Seinen Sohn auch der Maria (Mirjam) an, indem Er ihr dessen Namen offenbart:

„Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst Ihm den Namen Jesus geben.“ (Lukas 1,31)

Hier steht in allen Bibelübersetzungen wie auch in den griechischen Manuskripten, die heute noch erhalten sind,154 der Name „Jesus“. Dieser Name hat mit dem Namen des Himmlischen Vaters nichts gemeinsam. Der Prophet Jesaja hatte jedoch vorhergesagt, dass eine Jungfrau einen Sohn gebären würde, den sie „Immanuel“ nennen soll (Jesaja 7,14). Er wurde deshalb so angekündigt, weil dieser Name ausdrückt, dass der Sohn Seinen Vater offenbaren würde und dass damit das „Göttliche Wort JaHuWaHs“ buchstäblich auf die Erde gebracht wird. Immanuel bedeutet „Gott mit uns“. Der Sohn kam im menschlichen „Fleisch“ und offenbarte den Vater, deshalb hat der Sohn auch den Namen „Gott mit uns“.

Die jüdische Obrigkeit hat es damals nicht begriffen und lehnten Ihn und damit auch das Wort Seines Vater ab, „weil sie Gott nicht glaubten und nicht auf seine Rettung [ישׁוּעה / jaschuah] vertrauten.“ (Psalm 78,22)  Deshalb hielt Jahuschuah den Schriftgelehrten und Pharisäer auch vor, sie hätten den Teufel zum Vater, weil sie nicht erkannten, dass Er es war, der in der Herrlichkeit, im Auftrag, im Charakter und im Geist Seines Vaters kam. Und so glaubten sie Ihm nicht, als der Messias sprach:

Ich bin in dem Namen Meines Vaters gekommen, und ihr nehmt Mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.“ (Johannes 5,43)

Und auch als Er gen Himmel auffuhr, verkündigte Er einmal mehr:

„Und Ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und Ich komme zu Dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in Deinem Namen, den Du Mir gegeben hast, dass sie eins seien wie Wir!“ (Johannes 17,11; Elberfelder)

Mit Blick auf die Anweisung des Engels an Maria: „… und du sollst ihm den Namen Jesus geben“ (Lukas 1,31), müssen wir uns ernsthaft fragen, was ist „Jesus“ für ein Name? Ist der Name des Vaters in dem Namen "Jesus" enthalten? Einen weiteren Hinweis auf die Bedeutung dieses vom Engel gegebenen Namens, bekommen wir im Matthäusevangelium:

„Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst Ihm den Namen Jesus[?] geben, denn Er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ (Matthäus 1,21)

Der Sohn soll diesen speziellen Namen erhalten, WEIL Er das Volk von Ihren Sünden erretten wird. Das ist die Bedeutung dieses Namens. Wie wir in einem Kapitel zuvor bereits gelernt haben, war es bei den Hebräern Brauch, den Babys grundsätzlich einen Namen zu geben, der eine bestimmte Bedeutung hat, einen Zustand, eine Handlung oder eine Hoffnung ausdrückt. So bekam der Sohn einen Namen mit der Bedeutung „retten“. Durch den Propheten Jesaja ließ JaHuWaH bereits dem alttestamentlichen Volk ausrichten:

„So spricht … [JaHuWaH]: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit! Denn meine Rettung [ישׁוּעה / jaschuah] ist bereit zu kommen, und meine Gerechtigkeit, offenbart zu werden.“ (Jesaja 56,1)

„Denn wie ein Kleid wird sie verzehren die Motte, und wie Wolle sie verzehren die Schabe; aber meine Gerechtigkeit wird in Ewigkeit sein und meine Rettung [ישׁוּעה / jaschuah] durch alle Geschlechter hindurch.“ (Jesaja 51,8)

Und an jenem Tag wird man sprechen: Siehe da, unser Gott, auf den wir harrten, dass Er uns retten würde; da ist … [JaHuWaH], auf den wir harrten! Lasst uns frohlocken und uns freuen in Seiner Rettung [ישׁוּעה / jaschuah]!“ (Jesaja 25,9)

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt, der Botschaft des Guten bringt, der Rettung [ישׁוּעה / jaschuah] verkündigt, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König! … [JaHuWaH] hat Seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung [ישׁוּעה / jaschuah]  unseres Gottes.“ (Jesaja 52,7.10)

Auch Mose erwartete die Rettung: „O … [JaHuWaH], ich warte auf dein Heil [ישׁוּעה / jaschuah]!“ (1. Mose 49,18). Und weiter: „Meine Stärke und mein Gesang ist JAH[UWAH], denn Er ist mir zur Rettung [ישׁוּעה / jaschuah] geworden; dieser ist mein Gott, und ich will Ihn verherrlichen …“ (1. Mose 15,2). Auch David erwartete die Erlösung durch Seinen Sohn: „Ich sehne mich nach deiner Rettung [ישׁוּעה / jaschuah], … [JaHuWaH]; und Dein Gesetz ist meine Wonne.“ (Psalm 119,174)

In Psalm 45,18 heißt es: „Ich will Deinen Namen verkündigen“. Und in Psalm 22,23 wird vorausgesagt, dass der Sohn den Namen Seines Vaters bekannt machen würde, wie der Hebräerbrief erklärt (Hebräer 2,12). Genau das hat der Sohn getan: „Ich habe Deinen Namen bekannt gemacht“ (Johannes 17,6). Er hat den Namen Seines Vaters dadurch bekannt gemacht, dass Er im selben Namen kam, den Namen aussprach, dem Namen entsprechend lebte und dem Namen entsprechend Errettung brachte. Er gab dem Namen Seines Vater die Ehre und heiligte ihn.

Wie wir in zahlreichen Versen (79 Mal) in den Schriften des Alten Bundes sehen, wird im Hebräischen das Wort „Rettung“ als jaschuah (ישׁוּעה Strong’s Nr. H3444) bezeichnet. Dieses Wort hat nicht nur Ähnlichkeit mit dem Namen des Himmlischen Vaters JAHUW[schu]AH, sondern vor allem mit dem Namen des Sohnes. Die Rettung, Erlösung und Hilfe, die der Vater durch den Sohn vollbringen würde, wird bereits im bildlichen Priester- und Opfersystem des Alten Bundes angekündigt.

Dieses Wort jaschuah (ישׁוּעה) ist die Wortwurzel von dem Namen im Alten Bund, den wir als „Josua“ kennen. In dieser Schreibart geben es die meisten deutschen Bibelübersetzungen wieder, manche auch als „Jeschua“, so z.B. Schlachter 2000, die in der Fußnote sogar die eigentlich lange Schreibart aufzeigt. Dieser Name wird im Hebräischen als יהושׁוּע geschrieben und müsste ins Deutsche als „Jahuschua“ transliteriert werden und nicht als Josua. Es ist der Name des Bruders von Mose und er kommt 218 Mal in den Schriften des Alten Bundes vor. Josua war es, der das Volk letztendlich befreite und in das verheißene Land Kanaan führte. Denselben Namen trägt auch der Hohenpriester in Sacharja:

„Und er ließ mich den Hohenpriester … [יהושׁוּע = JaHuWschua] sehen, wie er vor dem Engel … [JaHuWaHs] stand; der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen.“ (Sacharja 3,1)

Im hebräischen Text wird „Josua“ in zwei verschiedenen Formen geschrieben: In fast allen Versen in der Kurzform יהושע (mit Vokalpunkten יְהוֺשֻׁעַ) und nur an zwei Stellen (5. Mose 3,21 und Richter 2,7) in der vollsändigen Form יהושוע (mit Vokalpunkten יְהוֺשׁוּעַ). Beide Namen stehen und verweisen jedoch auf dieselbe Strong’s Nummer H3091 (יהושׁוּע) und damit auf die vollständige Form.155

infoNicht nur der Name für „Josua“ wurde in unterschiedlicher Schreibweise geschrieben. Wir haben weitere Namen im Alten Testament, mit unterschiedlicher Schreibweise. Der Name „Jakob“ wird teilweise im masoretischen Text mit dem vorletzten Buchstaben „waw“ (יַעֲקֹוב) geschrieben (z.B. 3. Mose 26,42) und teilweise ohne (יַעֲקֹב), z.B. 1. Mose 25,26. In beiden Fällen weiß man, dass das „o“ gesprochen wird.  Auch Jonathan wird einmal mit dem zweiten Buchstaben „ה“ (hu) geschrieben (Strong’s Nr. H3083) = Jahunatan und einmal nicht (3129 יונתן) = Johnatan in 1. Samuel 13,2. Hier kann nur die längere Form gelten, weil der Namen den JAHU-Namen enthält. Es gibt noch mehrere solcher Namen mit unterschiedlicher Schreibweise. Zum Masoretischen Text gibt es die Masura, die zeigt, was alles geändert wurde.

In den frühesten Schriften, wie die Qumranschriften vom Toten Meer, werden einige Konsonanten als Vokale angezeigt. So kann das waw sowohl für ein u oder o stehen oder auch als der Konsonant w. Wie heute die Vokalpunkte, so unterstützten diese Vokalbuchstaben den Leser in der richtigen Aussprache. Gelehrte der hebräischen Sprache weisen häufig darauf hin, dass die Masoreten Fehler im Umgang mit der Übertragung der Vokale gemacht haben könnten. Da es im Hebräischen eine große Anzahl von Wörtern gibt, die in ihren Konsonanten identisch, aber in ihren Vokalen und damit in der Aussprache unterschiedlich sind, kann das Auslassen der „stillen“ Konsonanten sogar einen Unterschied für die Bedeutung des Textes bedeuten.156

Die Schreibweise ohne Vokalbuchstaben wird als „fehlerhaft“ (Scription defectiva) im Gegensatz zur vollständigen Schreibart (Scription plena) bezeichnet. Wohl aus kalligrafischen Gründen wurden diese „stillen“ Buchstaben, welche aber die richtige Vokalaussprache anzeigen würden, ausgelassen.157 Da die Schriftrollen vom Toten Meer älter sind als der Masoretische Text, kann man wohl davon ausgehen, dass die längere Schreibweise auch die  Ursprünglichere ist.  

Das waw (ו) dient nur also Platzhalter für das „u“ und muss nicht unbedingt geschrieben werden, um trotzdem die richtige (längere) Aussprache zu erhalten. Das Fehlen des zweiten waw (ו)  in der dritten Silbe des Namens rechtfertigt deshalb keinesfalls den Namen als „Jahuscha“ auszusprechen. Das Fehlen dieses Buchstabens zeigt einfach, dass der zusätzliche Buchstabe für Hebräischsprachler nicht notwendig war, um den Klang „schua“ am Ende des Namens zu erhalten. Nochmals zur Erinnerung: Im Hebräischen gibt es grundsätzlich keine reinen Vokalbuchstaben. Die vollständige Schreibweise mit allen Konsonanten יהושוע liefert aber alle Vokale. Sowohl in der zweiten als auch in der dritten Silbe (von rechts nach links lesen!) steht in beiden Fällen das waw (ו)  für ein „u“. Die Strong’s Konkordanz verweist deshalb auch grundsätzlich dort, wo der Name Josua fehlerhaft buchstabiert ist, auf die vollständige Buchstabierung (Wort Nr. H3091 = יְהוֹשׁוּעַ).

infoDie Form Jahuscha mit der letzten Silbe „scha“ anstelle „schua“ als Name für den Messias wurde in den letzten Jahren im englischen Sprachraum zunehmend populärer. Auch im deutschen Raum macht diese Name seit einiger Zeit „die Runde“. Man behauptet, dass dieser Name der korrekte Name des Sohnes JaHuWaHs ist, während Jahuschua eine falsche Aussprache sei.

Das Wort “scha” gibt es im Hebräischen nicht. Wohingegen das Wort “schua” nicht nur für Hilfe, Hilferuf oder Reichtum steht, sondern auch als Name alleinstehend oder als Teil eines Namens dienen kann. Diese Namen stehen in der Bibel entweder vollständig oder in fehlerhafter Schreibweise ohne das waw (ו). Es gibt den Namen Schuah, Makischuah (לכּישׁוּע), Abischua (אבישׁוּע) mit der Bedeutung von „mein Vater ist meine Hilfe“ oder Elischua (אלישׁוּ in 2. Samuel 5,15 und 1. Chronik 14,5) mit der Bedeutung von „Mein Gott ist Heil“. Es gibt aber keinen Namen in der Bibel außer Elischa (ebenfalls eine verkürzte Form von Elischua), der mit einem scha endet und die Bedeutung von „Hilfe/Rettung/Erlösung“ oder eine ähnlicher Bedeutung hat.

Das Wort „Jascha“ ist eine Stammwurzel. Würde man das komplette Wort an den Namen des Vaters JaHuWaH anhängen oder voranstellen, wie es beim Namen des Propheten Jesaja (JaschaJahu = Rettung/Hilfe ist JaHuWaH) der Fall ist, würde das den richtigen Sinn und Bedeutung des Namens für den Sohn ergeben. Es gibt noch andere hebräische Wörter für „Hilfe“ oder „Retten“ und hätten damit die richtige Bedeutung: Ga'al (גּאל) = erlösen, Erlöste, Bluträcher, Blutsverwandter, etc.; pada (פּדה) = erlösen, Befreite, loskaufen; pidjom (פּדיון) Lösegeld, Erlösen; palat (פּלט) = Erretter, retten, Befreier, befreien. All diese Wörter (aber in vollständiger Ausführung) könnte man hinter den Namen JaHuWaH setzen und es ergäbe die Bedeutung von „JaHuWaH rettet“. Im Alten Bund aber steht nun mal der Name Jahuschuah יהושׁוּע (Josua) für den kommenden Priester und König, den Sohn JaHuWaHs.

Es ist nicht möglich, das Wort jascha als scha einfach zu verkürzen und dabei dieselbe Bedeutung zu erhalten! Man kann also nicht einfach die zweite Silbe von „jascha“ an die ersten beiden Silben des Namens „JAHU“ anhängen, und dann die Bedeutung von „JaHuWaH ist Rettung“ erhalten. Die Silbe „scha“ muss keinesfalls von „jascha“ abgeleitet sein. Im hebräischen Text der Bibel hat die letzte Silbe „scha“ eines Namens oder Hauptwortes meist eine genau gegensätzliche negative Bedeutung:

בּרשׁע (Birscha) H1306 = Name des Königs von Gomorra und bedeutet „Bosheit“ oder „Bösewicht“ (1. Mose 14,2) Vorkommen 1x
עשׁפּ (pescha) H6588 = Übertretung, übertreten, Frevel, Vergehen, Verbrechen, Abfall (1. Mose 31,36; 15,17) Vorkommen: 93x
רשׁע (rascha) H7563 = Gottloser,gottlos, schuldig, Schuldiger, böse (2. Mose 23,1.7) Vorkommen 257x
רשׁע (rescha) H 7562 = Boshaftigkeit, boshaft, gottlos
Wenn dahinter noch ein H (ה) steht, ist es dasselbe (feminin): 
רשׁעה (risch'ah) H7564 = moralische Schuld, böse, Boshaftigkeit (5. Mose 9,4) Vorkommen 15x
Wenn „scha“ im Hebräischen mit einem (Aleph ) geschrieben wird:
בּעשׁא (ba'scha) H1201 =  Name des Königs von Israel mit der Bedeutung von schlimm, schlecht, böse (1. Könige 15,16) Vorkommen 26 x
חוּשׁה (huschah/chuschah) H2364 = Name des Sohnes Ezer. Bedeutung unklar, es könnte „Hast, Eile“ bedeuten.
Ähnlichkeit hat das Wort שׁוא (schaw) H7723 = öde, verwüstet, Nichtigkeit, Verführung, Falschheit, Unrecht, lügen, Eitelkeit (2. Mose 23,1), Vorkommen 50x

Die Form Jahschua oder Jeschua ישוע (ohne die zweite Silbe „hu“) für den Namen des Sohnes Nuns (Josua) kommt nur in den nachexilischen Schriften Nehemia und Esra vor. Der Name „Jeschua“ ist eine chaldäisch-aramäische Form des hebräischen Namens „Jahuschua“. In den Büchern Nehemia und Esra werden diejenigen aufgelistet, die aus dem babylonischen Exil kamen. Einer wird als „Jeschua“ (= ישׁוּע Nr. H3442), der Sohn des Jozadak, bezeichnet (Esra 3,2). Es ist derselbe Hohepriester, der in Sacharja Kapitel 3 und 6,11 sowie Haggai 1,2.12; 4,2 als יהושׁוּע (Jahuschua, Nr. 3091) erwähnt wird.

Die verkürzte Form in Nehemia und Esra ist dem chaldäisch-aramäischen Einfluss in Babylon zu verdanken.158 Tatsächlich werden auch Teile des Buches Esra (von Esra 4,8 bis 6,18 und 7,12-26) auf aramäisch geschrieben. Man kann damit sagen, dass Jeschua im Grunde eine aramäische/chaldäische Übertragung von Jahuschua ist. Das Wort jahschua (ישוע) kommt im Hebräischen ansonsten nur als Hauptwort „Rettung/Erlösung/Hilfe“ oder als Verb „retten/erlösen/helfen“ vor. Nicht aber für den prophetischen Namen des Sohnes Nuns, welcher auf den zukünftigen Messias Jahuschuah hinweisen soll.

Manche behaupten dennoch, dass Jeschua (ישוע) ein rein hebräisches Wort sei, was so viel wie Erlösung bedeute. Das hebräische Wort für „Erlösung“ ist aber zum einen nicht ישוע (Jeschua), sondern gemäß Strong’s Konkordanz Nr. 3444 ישׁוּעה (jaschuah). Der Unterschied wird durch das hochgestellte e auf der einen Seite und durch das h auf der anderen Seite angezeigt. Denn der Gottesname beginnt mit Jah und nicht mit Jeh.159 Und da wir auch die zahlreichen Namen in der Bibel mit dem Gottesbezug „Jahu“ haben und nicht „Jaho“, kann der korrekte Name nur Jahuschuah lauten.

Der Hohepriester JaHuWschuaH ist dieselbe Person bei allen drei Schreibern: Esra, Nehemia und Sacharja. Dieser Hohepriester schattet den Hohepriester des Sohnes JaHuWaHs voraus, der nach Seiner Himmelfahrt zum wahrhaftigen Hohepriester, Fürsprecher und Mittler für die Gläubigen werden würde. In Sacharja verhieß JaHuWaH, dass es Sein Sohn ist, der schließlich als Priester und König kommen würde:

„Und das Wort … [JaHuWaHs] erging an mich folgendermaßen: […] nimm Silber und Gold und mache eine Krone daraus und setze sie Jeschua [יהושע = Jahushua, Strong’s 3091], dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, aufs Haupt! Und du sollst zu ihm reden und sagen: So spricht … [JaHuWaH] der Heerscharen: Siehe, ein Mann, dessen Name »Spross« ist, denn er wird aus seinem Ort hervorsprossen und den Tempel … [JaHuWaHs] bauen. Ja, er ist’s, der den Tempel … [JaHuWaHs] bauen wird, und er wird Herrlichkeit als Schmuck tragen und auf seinem Thron sitzen und herrschen, und Er wird Priester sein auf seinem Thron, und der Rat des Friedens wird zwischen beiden [dem Vater und dem Sohn] bestehen.“ (Sacharja 6,9-13)

Dieser König und Hohepriester ist niemand anderer als der Sohn des Allmächtigen JaHuWaH, der Seinen geistlichen Tempel bauen wird. Dieser Hohepriester hatte also denselben Namen wie der Messias der kommen soll, um die Menschen zu erlösen. Warum nennen wir ihn denn nicht nach diesem Namen? Warum sagen wir „Jesus“, ein griechisch-lateinischer Name der überhaupt keine Bedeutung hat? „Jesus“ ist in keiner Hinsicht die Offenbarung des Heiligen Namens JaHuWaH:

„Und ich werde Meinen heiligen Namen offenbar machen unter Meinem Volk Israel, und ich werde Meinen heiligen Namen künftig nicht mehr entweihen lassen; sondern die Heidenvölker sollen erkennen, dass ich, … [JaHuWaH], der Heilige in Israel bin!“ (Hesekiel 39,7)

Sacharja 6,9-13 zeigt somit deutlich, dass mit dem Hohenpriester יהושע (Jahuschua), in den Bibeln mit „Josua“ oder „Jeschua“ wiedergegeben (Vers 11), der zukünftige Messias gemeint ist. In Vers 12-13 wird uns mitgeteilt, dass er „der Spross“ ist, der den „Tempel JaHuWaHs“ bauen und Priester UND König sein wird; der „Rat des Friedens“ ist zwischen Ihm und JaHuWaH. Das trifft auf niemand anderen zu als auf den Sohn JaHuWaHs (vergleiche Johannes 2,19-22; 2. Korinther 6,16; Hebräer 3,1-6; Psalm 110,1-4; Jesaja 9,6). In Jeremia 23,5 wird ebenfalls vom „Spross“ gesprochen und auch diese Stelle kündigt deutlich den Sohn JaHuWaHs an.

Uns und dem alttestamentlichen Volk ist also besonders in Sacharja sehr deutlich vorhergesagt, wie der Name des Messias lauten würde, wenn Er kommt. Der irdische Hohepriester Jahuschua (der Sohn des Nun), war eine irdische Vorschau auf den zukünftigen Messias hin. Er hat schließlich das Volk ins verheißene Land geführt. Mose wusste um das zukünftige Kommen des Sohnes JaHuWaHs. JaHuWaH wird Mose angewiesen haben, dem Sohn Nuns diesen neuen Namen zu geben, denn ursprünglich hieß er Hoschea, was ebenfalls „Heil“ oder „Rettung“ bedeutet. Aber als Jahuschua ergibt es: JaHuWaH ist Rettung.

„Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hosea, den Sohn Nuns, Josua.“ (4. Mose 13,16)

Hosea bzw. Huschea (Strong’s Nr. 1954: הושׁע) wird in Namenswörterbüchern ebenfalls mit der Bedeutung von Rettung wiedergegeben, aber um die Verbindung mit dem Namen des Himmlischen Vaters vollständig zu machen, fehlte das Jod und das zweite waw (Strong’s Nr. 3091: יהושׁוּע).

Kommen wir noch Mal auf das Wort „Rettung“ zurück, welches in der Strong’s Konkordanz als Jaschuah (ישׁוּעה Strong’s Nr. H3444) geschrieben wird. Am Ende des Wortes (von rechts nach links gelesen) steht ein ה (H). Es ist derselbe Buchstabe, der am Ende von JaHuWaH steht. So steht es auch in dem letzten Wort in Jesaja 12,2:

„Siehe, Gott ist mein Heil; ich will vertrauen und lasse mir nicht grauen; denn Jah, … [JaHuWaH], ist meine Kraft und mein Lied, und Er wurde mir zur Rettung [ישׁוּעה =JahschuaH]“!

JaHuWaH wurde mir zur Rettung durch JAHUschuaH, Seinem Sohn! Welch wunderbare Bedeutung der hebräischen Sprache. Jahschuah (שׁוּעה) ist von dem Verb יָשַׁע  (Jascha, Strong’s Nr. 3467 retten oder erlösen) abgeleitet. Häufig hört man das „schua“ (Strong’s Nr. 7769) Rettung bedeutet.

Es gibt Hebräischkenner, die darauf hinweisen, dass am Ende des Namens ein H geschrieben stehen müsste. Dabei wird jedoch argumentiert, dass das Wort „schua“, welches nur zwei Mal in der Bibel vorkommt (Hiob 36,19 und Hiob 30,24), dem Namen des Sohnes JaHuWaHs nicht ganz gerecht wird. Da dieses Wort nur die Bedeutung von „Reichtum“, „Hilferuf“ oder „Schrei nach Hilfe“ habe. Womit die Bedeutung von Jahuschua (ohne H am Ende) lauten würde: JaHuWaH ist ein Schrei nach Hilfe“. Besser erklärbar sei dieser Name, wenn man die Wortwurzel „schu“ (שע) in den Namen des Vaters JaHuWaH einsetzt. Schu bedeutet soviel wie Wohlstand, Hilfe, Reichtum oder jede Vorstellung von Schutz, Erhaltung, Wiederherstellung oder Festigung.160 Wenn die  Wortwurzel “schu” dem Namen JaHuWaH hinzugefühgt wird, ergibt es JAHUschuAH.

Im Grunde macht es keinen Unterschied ob der Name nun JAHUschuAH, JAHUschuaH oder JAHUschua (ohne das letzte H) geschrieben wird, weil es immer in derselben Weise ausgesprochen wird. Trotzdem ist die richtige Herleitung nicht unwichtig. Gemäß der Strong’s Konkordanz kann man durchaus annehmen, dass schua (Strong’s Nr. H7769 שׁוּע) von jascha abgeleitet ist. Denn liest man dieses Wort „schua“ im Zusammenhang des hebräischen Textes, wird die Bedeutung sehr deutlich. Es geht dabei um den geistigen „Reichtum“ und dem „Ruf nach Hilfe“ der Erlösung. In Hiob 36,19 heißt es:

„Wird dich etwa dein Hilferuf [schua] aus der Bedrängnis herausführen und alle deine mühevollen Anstrengungen?“

Welche Bedrängnis ist hier gemeint? Es sind Satans Anschläge, die Hiob hier zu Boden reißen und ihn mutlos machen und ihn zum Hadern verleitet. JaHuWaH erklärt Hiob wie viel höher Seine Vorhaben und Wege sind und dass Seine Wege für die Menschen nicht erforschbar sind. Er alleine hat ALLES in Seiner Hand. Denjenigen, der sich selbst für weise hält, wird Er nicht ansehen (Hiob 37,24). Nur Er, JaHuWaH, kann den Hilfeschrei hören und helfen! JaHuWaH warnt Hiob vor dem Urteil der Gottlosen (Hiob 36,17). Einen Vers weiter heißt es:

„Der Zorn aber verleite dich ja nicht zur Lästerung, und die Menge des Lösegeldes besteche dich nicht!“

Das Wort das hier für „Lösegeld“ verwendet wird benutzt auch David in Psalm 49,8:

„ Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben.“

Genau darum geht es: Nur von JaHuWaH kommt Hilfe (schuah) und nur durch Seinen Sohn Jahuschuah kann Erlösung geschehen bzw. das sündige Leben des Menschen ausgelöst werden. Deshalb ist schuah ein perfektes Wort für Erlösung.

Und damit ist es wahrscheinlich, dass schuah von der Wortwurzel „jascha“ kommt, wie es in der Strong’s Konkordanz erklärt wird. Es geht um einen geistigen Reichtum. Denn der irdische Reichtum wird mit anderen hebräischen Wörtern wiedergegeben: 1952 הון (hon), 6239 עשׁר (oscher) und auch 2428 חיל (chajil) wird teilweise mit „Reichtum“ übersetzt. Das Wort schuah kann also durchaus von jascha kommen und Erlösung bedeuten. Auch in JaHuWaH ist das „uah“ enthalten. Die alles umfassende Bedeutung dieses Namens haben wir weiter oben gesehen.

Alles, was der Sohn JaHuWaHs repräsentiert, ist in dem Wortteil schua enthalten. Diese Wortwurzel ist dem Namen JaHuWaH hinzugefügt, weil der Vater und der Sohn eines Geistes sind und der Sohn im Namen Seines Vater kam (Johannes 5,43; 10,30). Durchgehend wird deshalb in dieser Studie und auf der Webseite Bibel-Offenbarung.org nicht die weit verbreitete Schreibweise יהושוע = Jahuschua ohne das letzte „H“ am Ende verwendet, sondern JaHuWschuaH (יהושו עה) geschrieben. Dadurch wird noch deutlicher, dass der Sohn im Namen des Vaters kam und der Name des Vaters im Namen des Sohnes enthalten ist.

Das Einfügen von schu(a) (retten/erhalten/erlösen) in der Mitte des Namens ergibt: JAHUWSCHUAH bzw. Jahuschuah (das W wird nicht mitgesprochen bzw. steht als Platzhalter für das U) = JaHuWaH ist Rettung. Genauso ist es mit dem Stamm Juda aus dessen Linie der Messias kam: JAHUDAH. Das Dalet (D) steht mitten im Wort JaHuWaH:

Der Name des Vaters:                       JaHuWaH                  יהוה             

Der Name des Sohnes:                      JaHuWSCHUaH      יהושועה

Der Name des Volkes Judah            JaHuWDaH               יהודה


In der englischen und deutschen Übersetzung wird Juda ohne h wiedergegeben. Im Hebräischen wird es jedoch ebenfalls mit einem ה (h) am Ende geschrieben: יהודה (JaHuDaH).161 Der Name des Vaters ist in dem Namen des Sohnes JaHuWschuaH enthalten und der Sohn kam in dem Namen des Vaters JaHuWaH mit dem Auftrag der Errettung/Erlösung (= JaHschuaH).

Der Vater =  JaHuWaH        =  ICH BIN DER, DER ICH BIN
Der Sohn  =  JaHuWshuaH  = ICH BIN DER, DER RETTET

JaHuWaHs Sohn hat den Namen ausgesprochen und selbst benutzt. Durch Seinen Sohn hat der Vater JaHuWaH Seinen Namen kundgetan. Nur durch diesen Namen geschieht Errettung: Sein Sohn kam im Auftrag Seines Vater. Er starb für uns/an unserer Stelle, damit wir ewiges Leben haben. Deshalb bitten wir den Vater im Namen Seines Sohnes um Vergebung unserer Sünden, weil Jahuschuah unser Hohepriester vor dem Vater JaHuWaH die Sündenvergebung bewirkt. Nur in diesem Namen ist Rettung! Jahuschuah hat diesen Namen zu der Ehre gebracht, die diesem Namen gebührt. Das letzte Gebet des Sohnes zu Seinem Vater war die Bitte um „Bewahrung“ Seiner Nachfolger:

„Und Ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und Ich komme zu Dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in Deinem Namen, den Du Mir gegeben hast, dass sie eins seien wie Wir!“ (Johannes 17,11; Elberfelder)

 Durch Seinen Sohn hat JaHuWaH die Errettung der Menschen vollbracht. Und der Sohn hat den Willen des Vaters gehorsam ausgeführt.

„Darum hat … [JaHuWaH] Ihn auch hoch erhoben und Ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen … [JAHUWschuaH] jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass … [JAHUWschuaH] Herr ist, zur Ehre … [JaHuWaHs], des Vaters.“ (Philipper 2,9-11)

Der Name des Messias ist gleichbedeutend mit dem Messias selbst. An Seinen Namen zu glauben bedeutet, an Ihn zu glauben, wie er sich in Seinem Leben und Werk manifestiert hat.

„Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass … [Jahuschuah, der Messias], der Sohn Gottes [JaHuWaH] ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in Seinem Namen.“ (Johannes 20,31)

Indem die Gläubigen Ihn aufnahmen und an Seinen Namen glaubten, gab Er ihnen das „Anrecht, Kinder JaHuWaHs“ zu werden. (Johannes 1,12). Sie glaubten „an seinen Namen, weil sie Seine Zeichen sahen, die Er tat“ (Johannes 2,23). Der Messias wurde „gepriesen im Namen … [JaHuWaHs]“ (Matthäus 21,9), des Vaters. Das heißt, der Messias wurde von JaHuWaH gesandt, mit heiliger Autorität ausgestattet, um Ihn, den Allmächtigen, zu repräsentieren. Durch den und in dem Namen Jahuschuah gibt der Allmächtige Vater Seinen Heiligen Geist (Johannes 14,26-28) und im Namen Jahuschuahs danken und bitten wir den Vater (Epheser 5,20; Johannes 15,16). Auf den Messias und Seinen Namen hoffen alle Völker (Matthäus 12,21; vgl. Jesaja 42,4). Wie der Vater JaHuWaH das Haupt des Messias ist, so ist der Messias unser Haupt. Ebenso beten und verkündigen wir „im Namen des Sohnes Jahuschuah“ (Apostelgeschichte 4,18; 5,28).

„Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: … [JaHuWaH] kennt die Seinen! [vgl. Nahum 1,7] und: Jeder, der den Namen des … [Messias] nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit!“ (2. Timotheus 2,19)

 

 

Der Messias verkündigte den Namen Seines Vaters …

 

Jahuschuah hat den Namen Seines Vaters wieder bekannt gemacht, der schon längst nicht mehr ausgesprochen werden durfte. Er trug diesen Namen nicht nur selbst, sondern sprach auch diesen Namen Seines Vaters aus.

Ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und Mir hast Du sie gegeben, und sie haben Dein Wort bewahrt.“ (Johannes 17,6)

„Und ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du Mich geliebt hast, in ihnen sei und Ich in ihnen.“ (Johannes 17,26)

Natürlich hat der Messias nicht nur durch die Aussprache des Namens, sondern auch durch Sein Leben den Charakter Seines Vaters offenbart. Viele Bibelgläubige gehen deshalb davon aus, dass mit der „Offenbarung Seines Namens“ nur der Charakter gemeint ist; der Name an sich würde gar keine Rolle spielen, weshalb er auch im Neuen Testament nicht auftaucht. Es muss uns aber bewusst sein, dass diese Schriften, die heute noch erhalten sind, nur Abschriften der ursprünglichen Schriften sind. Beachte nun folgende Worte des Messias im Neuen Testament:

„Denn ich sage euch: Ihr werdet Mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: "Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!" (Matthäus 23,39)

Hier zitiert Jahuschuah einen Vers aus dem Alten Testament, wie Er es so oft tat.  Es ist Psalm 118,26:

„Gesegnet sei, der kommt im Namen JHWH [JaHuWaH].“ (Psalm 118,26)

Hier wird der Name in hebräischer Sprache noch erwähnt. Wir können ganz sicher sein, dass Jahuschuah die Worte Seines Vaters richtig zitierte! Das machtvolle Auftreten in der Vollmacht Seines Vaters und die Verkündigung Seines Namens zeigte Wirkung:

„Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an Seinen Namen, weil sie Seine Zeichen sahen, die Er tat.“ (Johannes 2,23)

Sie glaubten an Seinen NAMEN. Das heißt, sie glaubten Ihm, dass Er im Auftrag Seines Vaters gekommen war, denn Er trug den Namen Seines Vaters. Deshalb glaubten viele an SEINEN Namen; es geht tatsächlich um den Namen. Wäre dem nicht so, hätte Johanns genauso gut schreiben können „glaubten viele an Ihn“. Nein, er betonte den Namen des Messias. Dieser Name ist also wichtig, um den wahren Schöpfergott zu erkennen.

Auch alle Apostel wirkten immer im Namen des Messias, welcher nichts anderes bedeutete als „JaHuWaH ist Rettung“. Die Taufe im Namen Jahuschuahs (Apostelgeschichte 2,38; 8,16; 19,5), Krankenheilung im Namen Jahuschuahs (Apostelgeschichte 3,6; 4,30; 16,18; 19,13), Glaube, Stärke und Macht durch den Namen Jahuschuahs (Apostelgeschichte 3,16; 4,7.10), Errettung und Sündenvergebung nur in dem Namen Jahuschuahs (Apostelgeschichte 4,12; 10,43), die Wortverkündigung im Namen Jahuschuahs, welche die jüdischen Schriftgelehrten verbieten wollten (Apostelgeschichte 4,17; 5,28.40; 8,12; 9,27.29), leiden um Jahuschuahs Namens willen (Apostelgeschichte 4,41; 9,16.21.27; 15.26; 21,13). Und so sollten auch wir Seinen Heiligen Namen verkündigen, denn JaHuWaH sprach: 

„Darum soll Mein Volk Meinen Namen kennenlernen, ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, dass Ich der bin, welcher spricht: Siehe, hier bin Ich!“ (Jesaja 52,6)

„Dankt … [JaHuWaH], ruft Seinen Namen an, macht unter den Völkern Seine Taten bekannt!“ (Psalm 105,1)

„und in Seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.“ (Lukas 24,47)

Kurz bevor Jahuschuah die Segensworte ausrief: "Gesegnet sei, der kommt im Namen JaHuWaH" (Matthäus 23,39; Psalm 118,26), tadelte Er gnadenlos die Priester und Schriftgelehrten als Heuchler (Matthäus 23,33).162 Jahuschuah zitierte immer wieder Passagen aus dem Alten Testament, wo der Name erscheint. Sehr deutlich wird dies z.B. in dem Bericht, wo der Messias in der Wüste versucht wurde (Matthäus 4 / Lukas 4). In Matthäus 4,1-11 zitiert der Sohn JaHuWaHs aus 5. Mose 6,13.16 und 8,3. Dort, im Gegensatz zum Neuen Testament, steht der Name im Hebräischen geschrieben: JHWH (JaHuWaH). Während der Teufel den Namen des Allmächtigen nicht in den Mund nahm, sprach der Messias den wunderbaren Namen JaHuWaH aus. Ja, Er selbst war mit Seinem Namen ein beständiger Anstoß für die Schriftgelehrten, weil man den Namen des Allmächtigen zu jener Zeit weder schreiben noch aussprechen durfte.

PharisaerDie jüdischen Gelehrten verstanden Jahuschuah nicht, denn sie legten die Schriften des Alten Bundes dahingehend aus, dass Er als irdischer König (kyrios) kommen und sie vom Joch der Römer befreien würde. Aber bereits David wusste, dass „der Herr [der Sohn JaHuWaHs] seines Herrn [JaHuWaH, der Vater]“ (vgl. Psalm 110,1) als Erlöser der sündigen Menschheit unter dem Joch Satans kommen würde und nicht als irdischer Retter der Juden - “damit man auf der Erde deinen Weg erkenne, unter allen Nationen deine Rettung!“ (Psalm 67,3) JaHuWaH hat genau zu diesem Zweck lange vor dem Erdenleben Seines Sohnes ein Volk berufen, das Seinen Sohn vorauskündigen sollte und aus dem der Messias kommen sollte. Folgende Prophezeiungen gelten in letzter Erfüllung dem Messias:

„Ich, … [JaHuWaH], habe dich [Israel/Seinen Sohn] berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei Deiner Hand; und Ich will dich behüten und Dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden; […] „Ich habe dich [Israel/Seinen Sohn] auch zum Licht der Nationen gesetzt, um Meine Rettung zu sein bis an das Ende der Erde.“ (Jesaja 42,6 und 49,6b)

Die Juden vergaßen den Weg, den Abraham, Isaak, Jakob, Mose und die Propheten vorangingen und die Botschaft, die sie verkündigten, bis sie hinsichtlich des Wortes und Namens JaHuWaHs in völliger Dunkelheit gehüllt waren. Als der Sohn JaHuWaHs auf diese Erde kam und lehrte, konnten die Juden mit Seinen Aussagen überhaupt nichts mehr anfangen. Als sie ihre Erwartungen der falsch verstandenen Prophezeiungen nicht erfüllt sahen, lehnten sie Ihn als Sohn JaHuWaHs ab und bezichtigten Ihn der Lüge.

“Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.“ (Johannes 5,43)

Immer und immer wieder zeigte der Messias auf, dass Er den Menschen nichts anderes mitteilt, als es Mose und die Propheten bereits taten. Er warf ihnen vor: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von Mir Zeugnis geben.“ (Johannes 5,39) Er zeigt ihnen weiter auf, dass sie Mose nicht glauben, denn wäre dem so, würden sie auch Ihm glauben, denn „von Mir hat er geschrieben“ (Johannes 5,26). Etwas später verkündigten die Apostel das Evangelium von der Erlösung im Namen Jahuschuahs den Heiden:

„Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für Seinen Namen anzunehmen. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: »Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, damit die Übriggebliebenen der Menschen … [JaHuWaH] suchen, und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der all dies tut.«[Amos 9,11-12]“ (Apostelgeschichte 15,15-17; vgl. auch 13,46)

Hat der Sohn JaHuWaHs Seinen Himmlischen Vater „Herr“ genannt? Hat Er sich selbst mit „Jesus“ vorgestellt?  Sicher nicht. Jahuschuah ist, was geschrieben steht; sagte, was geschrieben steht; und tat, was geschrieben steht. Er benutzte den wahren Namen JaHuWaH, den Namen Seines Vaters. Nach Seinem harten Tadel an die Schriftgelehrten und Pharisäer (Matthäus 23)163,  waren Seine letzten Worte, die Worte Davids aus den Psalmen: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen … [JaHuWaH]!" (Psalm 118,26). Sie würden Ihn nicht mehr im Tempel sehen, bis sie lernen würden, diese Tatsache auszusprechen (Matthäus 23,39). Diese Worte wurden Ihm zum Verhängnis.

 

 

… und wurde dafür zum Tode verurteilt


Die letzten Worte an die Schriftgelehrten und Pharisäer (Matthäus 23) kurz vor Jahuschuahs Gefangennahme in Gethsemane veranlassten einen Tag später die Priester des Hohen Rates über eine mögliche Hinrichtung zu beraten. Sie kamen einstimmig zu dem Schluss, dass Er der Gotteslästerung schuldig ist.

Wie sie dem Sohn JaHuWaHs zuvor ausdrücklich mitteilten, wollten sie ihn nicht „wegen eines guten Werkes“ steinigen, „sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!“ (Johannes 5,32-33) Warum nahmen sie an, dass der Messias sich zu „Gott“ macht?  Weil Er tatsächlich den Namen Seines Himmlischen Vaters trug. Aber die Schriftgelehrten hatten nicht verstanden, dass Er stellvertretend und in dessen Auftrag handelte. Wegen „Lästerung“ wurde Er deshalb zum Tode verurteilt (Matthäus 26,65). In der Mischna wird der Straftatbestand der „Lästerung“ gegeben:

„Der Gotteslästerer ist nicht schuldig, außer er spricht den Namen Gottes aus.“164

Weiter wird im Talmud noch genauer erklärt, dass es um die „richtige“ Aussprache des Namens geht:

„Derjenige, der den Namen Gottes ausspricht ist solange unschuldig, bis er den richtigen Namen ausspricht. Wo wird das bewiesen? Samuel sagt: Es steht geschrieben [3. Mose 24,11a]: ‚Da lästerte der Sohn der israelitischen Frau den Namen und fluchte‘, und das Verb nakeb bedeutet, den richtigen Namen Gottes auszusprechen.“165

infoZu der Zeit, als der Jahuschuah wegen Lästerung vor Gericht stand, war die griechische Übersetzung der Septuaginta (LXX) bereits abgeschlossen. Im Gegensatz zum Hebräischen Text, wird 3. Mose 24,16 dort ein wenig anders wiedergegeben. Wo im Hebräischen steht: „und wer den Namen JHWH lästert, der soll unbedingt getötet werden!“ heißt es in der griechischen Septuaginta: „Wer den Namen des Herrn ausspricht, soll getötet werden.“166 Diese Interpretation und damit falsche Übersetzung ist der damaligen mündlichen Praxis und Lehre der Juden geschuldet.

Bei genauerer Betrachtung schließt diese Lästerung also noch etwas ganz Wichtiges mit ein: Die „richtige“ Aussprache des Namens des Allmächtigen. Wie bereits im vorherigen Kapitel „Die Geschichte einer völligen Verschleierung“ erklärt, wurde die „richtige“ Aussprache bereits einige Jahrhunderte vor dem Messias aus den Schriften des Alten Bundes gestrichen und mit Adonai (Herr) ersetzt. Interessant ist auch die Frage des Priesters und die Antwort Jahuschuahs, bevor er der „Lästerung“ beschuldigt wurde:

„Wieder fragte ihn der Hohepriester und sagte zu ihm: Bist du der … [Messias], der Sohn des Hochgelobten? … [Jahuschuah] aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels!“ (Markus 14,61-62)

Man beachte die Ausdrücke „Hochgelobten“ und „der Macht“. Beides sind Ersatztitel des Namens JaHuWaH. Alleine der Titel „Gott“ an dieser Stelle (wie es manche Übersetzungen fälschlicherweise wiedergeben) wäre für diese Frage des Hohen Rates nicht zur Überführung der Lästerung ausreichend gewesen. Denn wie wir bereits gelernt haben, wird „Gott“ als Gattungsbegriff auch für Menschen, Engel und Götzen angewendet. Es musste ein Titel speziell nur für den Allmächtigen JaHuWaH sein. Mit dem Titel „Hochgelobten“ vermied der Priester den Namen JaHuWaH, der aber an dieser Stelle stehen müsste.

Es ist jedoch sehr wahrscheinlich und logisch, dass der Messias hier nicht „zur Rechten der Macht“ sagte, sondern hier an dieser Stelle den Namen Seines Vaters aussprach. Jahuschuah zitierte hier aus Psalm 110,1, wo David schreibt:

„… [JaHuWaH] sprach zu meinem Herrn [JaHuWaHs Sohn], setzte dich zu Meiner Rechten …“

Davids Herr war der Sohn JaHuWaHs, denn David wusste, dass dieser Sohn die Menschen vom Joch der Sünde befreien würde. Durch das Zitat aus den Psalmen, verkündigte Jahuschuah wiederum den Namen Seines Vaters.  Bis etwa zur Zerstörung Jerusalems 70 u.Z. war die Todesstrafe für das Aussprechen des richtigen Namens in Kraft. Deshalb findet man kaum irgendwelche Fragmente aus dieser Zeit, die den Namen enthalten. Erst spätere Abschriften der Septuaginta enthalten zeitweise den Namen wieder. Auch der Prophet Jeremia prophezeite diese Tatsache, wenn Er folgende Aussage mit dem Vergessen des Namens des Allmächtigen verknüpft:

„Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wusste nicht, dass sie solche Anschläge gegen Mich schmiedeten: »Lasst uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, dass nicht mehr an seinen Namen gedacht werde!«“ (Jeremia 11,19)

Für die Priester hat JaHuWaH ähnlich deutliche Worte, wie sie Sein Sohn an die Schriftgelehrten und Pharisäer richtete:

 „Und nun, ihr Priester, dieses Gebot gilt euch! Wenn ihr nicht hören wollt und ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, Meinem Namen die Ehre zu geben, spricht … [JaHuWaH] der Heerscharen, so schleudere Ich den Fluch gegen euch und verfluche eure Segenssprüche; und Ich habe sie auch schon verflucht, denn ihr nehmt es nicht zu Herzen!“ (Maleachi 2,1-2)

Ebenso wie der Sohn richtet auch JaHuWaH solche harten Worte immer nur an Sein Volk, die vorgeben Sein Wort zu kennen. An Ungläubige, Heiden bzw. die Römer richtete der Messias solche Worte nie. Denn sie gaben ja auch nicht vor Sein Wort zu kennen.

„… wer aber Mein Wort hat, der verkündige Mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam?, spricht … [JaHuWaH]“ (Jeremia 23,28b)

Auf die Antwort des Messias „Ich bin’s“ (Markus 14, 62), zeriss der Hohepriester seine Kleider und sagte: „Was brauchen wir weitere Zeugen? Ihr habt die Lästerung gehört. Was meint ihr? Und sie fällten alle das Urteil, dass er des Todes schuldig sei.“ (Markus 14,63-64) Jahuschuah wehrte sich die gesamte Zeit Seiner Befragung und Verurteilung nicht. Die Priester verspotteten in dafür (Matthäus 27,40-49). Der Spott richtete sich darauf, dass Er mit Seinem Namen Jahuschuah (JaHuWaH ist Rettung) vorgab, dass Er als Retter im Namen Seines Vaters gekommen war, sich aber nun selbst nicht retten konnte.

„Dem gekreuzigten Jesus wird somit zu verstehen gegeben, dass er in seiner (scheinbar) hilf- und ausweglosen Situation im offensichtlichen Widerspruch zu der (messianischen) Bedeutung seines Namens steht.“167

Wie der oben zitierte Autor Boris Paschke weiter schreibt, war Matthäus folglich klar, wie der hebräische Name des Messias lautete, da Matthäus über die Bedeutung des Namens schreibt:

„Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen ... [Jahuschuah] geben, denn Er wird Sein Volk erretten von ihren Sünden.“ (Matthäus 1,21)

Der Autor zeigt auf, dass es im römischen Reich des Ersten Jahrhunderts u.Z. die sog. nomen-est-omen-Verspottung von Personen gab. Da jeder hebräische Name eine spezielle Bedeutungen hatte, wurde jemand verspottet, der dem Namen nicht gerecht wurde. „Daher ist es nicht abwegig anzunehmen, dass der gekreuzigte Jesus u.a. auch unter Anspielung auf seinen Namen, welcher ‚Jahwe rettet‘ bedeutet, verspottet wurde.“168

Auch Seine Jünger und Apostel ereilte später ein ähnliches Schicksal, denn auch sie lehrten den Namen des Sohnes (und damit auch den Namen des Vaters) öffentlich. Auch Ihnen wurde dies verboten:

„Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen!“ (Apostelgeschichte 5,27-28)

Stephanus predigte mit Vollmacht die Vorhersagen Mose auf den Messias und verwendete dabei immer wieder den Namen JaHuWaH, während Er die Worte aus Mose wiederholte (Apostelgeschichte 7, hier besonders Verse 31-33). Daraufhin wurde er wegen „Lästerung“ gesteinigt, wobei er noch betete „… [JaHuWaH] rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ (Apostelgeschichte 7,60).

Paulus wurde von den Juden ebenfalls wegen Gotteslästerung angeklagt und musste sich vor dem römischen König Agrippa dafür verantworten. Der König ließ ihn für sich sprechen und so erzählte Paulus auch von seinem früheren Leben, wo er selbst Gläubige wegen  „des Namens … [Jahuschuah], des Nazareners“ ins „Gefängnis werfen“ und sogar mit „Vollmacht der obersten Priester“ töten ließ. „Durch Strafen“ (Folter?) wollte er sie „zur Lästerung zwingen“.  (Apostelgeschichte 26,9-11). Anschließend berichtet Paulus von seiner Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus, wo er ebenfalls Lästerer aufspüren wollte. Er und seine Begleiter wurden von einem gleißenden Licht überrascht und eine Stimme sprach „auf Hebräisch“ zu Ihm: „Warum verfolgst du Mich?“ Auf die Frage Paulus‘ (zu diesem Zeitpunkt noch Saulus), wer er sei, bekam er die Antwort: „Ich bin … [Jahuschuah], den Du verfolgt.“ (Apostelgeschichte 26,12-15).

Den Namen "Jesus" auszusprechen war zu keiner Zeit als Gotteslästerung strafbar. Daran wird deutlich, dass es sich um den tatsächlichen Namen des Sohnes JaHuWaHs handeln muss. Paulus war ja auch wegen der "lästerlichen" Verwendung des Namens nach Damaskus unterwegs, um die Gläubigen festzunehmen. Denn wir erinnern uns, die Aussprache des Namens des Allmächtigen, der im Namen Seines Sohnes enthalten ist, war zu jener Zeit unter Strafe verboten. JaHuWaHs Sohn hat dafür scharfe Worte:

„Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert!“ (Lukas 11,52)

Der Schlüssel zur Erkenntnis liegt in gewisser Weise auch in Namen des Erlösers. Denn dieser Name offenbart den Vater – den allmächtigen Schöpfergott, der durch Seinen Sohn die Erlösung der Menschen bewirkt: JaHuWaH.

 

Wer ist „Jesus Christus“?


Hierzu erscheint in Kürze ein ausführlicher Artikel über die geschichtliche Entwicklung und den Ursprung des Namens "Jesus Christus".

 

 

Warum der Name nicht "Jehovah" sein kann


Wie oben bereits dargelegt, wurde von den Masoreten  zwischen 700 und 1000 u.Z. der hebräische Name mit Vokalzeichen versehen. Weil die Juden nach wie vor den Namen nicht lesen und aussprechen wollten, schrieben sie die Vokalzeichen für „Adonaj“: יְהוָ֗ה. Das erste „a“ von Adonai wurde ein schwaches „e“, weil zum ersten Buchstaben des Tetragramms „J“ das „a“ von Adonaj nach den Grammatikregeln nicht passte. Es entstand somit ein künstlich erzeugtes Wort.

Ein paar Jahrhunderte später begannen christliche Theologen dieses Kunstwort fälschlicherweise als Jehovah zu lesen, wie der Dominikaner-Mönch Raimundus Martini, der im 13. Jahrhundert in seiner Schrift Pugio Fidei adversus Mauros et Judaeos JHWH mit Jehovah wiedergibt. Man missachtete oder wusste offensichtlich nicht mehr, dass die Vokalpunkte יְהוָ֗ה auf die gewünschte Aussprache "Adonai" (Herr) hinwiesen, „was dann bei den christlichen Hebraisten zur Missform JeHoWaH /Jehova geführt hat“. Die Vokale des Wortes Adonaj wurden dabei geringfügig verändert wiedergegeben.67 Wilhelm Gesenius weist in seiner Hebräischen Grammatik darauf hin, dass die Vokale e und o ursprünglich keine reinen Vokallaute waren:

„Als urspr. Vokale erscheinen im Hebr., wie in den übrigen semitischen Sprachen, a, i, u. Dagegen sind e und o wohl überall aus Trübung oder Kontraktion jener drei reinen Laute entstanden; so ĕ durch Umlautung aus ĭ oder ă, ŏ aus ŭ, ferner ê aus Kontraktion von ai (eig. aj); ebenso ô teils durch Umlautung (Trübung) von â, teils aus Kontraktion von au (eigentlich aw).“87

Die Encyclopaedia Britannica spricht von einer „modernen falschen Aussprache“171 und die Jüdischen Enzyklopädie weist darauf hin, dass die Form “Jehovah” eine “philologische Unmöglichkeit“ ist.172 Der überwiegende Teil der Forscher der althebräischen Sprache geht davon aus, dass die erste Silbe in dem Gottesnamen ursprünglich "Jah" lauten musste und nicht "Jeh".

Auch einige deutsche Bibelübersetzungen nahmen die Schreibweise "Jehova" auf, darunter die Elberfelder von 1891 und 1905. In späteren Ausgaben haben sich die Herausgeber jedoch davon aus oben genannten Gründen distanziert.173 Allerdings beließ die Elberfelder 1905 die poetische Kurzform „Jah“, wie sie im hebräisch-masoretischen Text steht:

 „JAH ist Sein Name“ (Psalm 68,5; Elberfelder 1905)

In den Psalmen der Elberfelder Übersetzung erscheint diese Kurzform von JaHuWaH 18 Mal. Man geht heute davon aus, dass JAH während des aramäischen Einflusses auf die Kultur und Sprache der Juden die Kurzform war. Auch der Name des Sohnes wurde abgekürzt zu JAHschuah und dann, um die Aussprache seines Vater’s Namen zu vermeiden, wurde er zu JEHschua. Die erste Silbe des heiligen Namens kann damit ursprünglich nicht „JEH“ lauten.

Nicht zuletzt ergeben all die hebräischen Namen den Beweis für „Jah“ am Anfang des Namens. Besonders sei hier nochmals das Wort „HalleluJAH“ erwähnt, was bedeutet: Gepriesen sei JaHuWaH. Wenn der Name Jehovah wäre, dann müsste es „HalleluJEH“ heißen.

 

 

Woher kommt der Name „Jahwe“?


Da man im 19. Jahrhundert erkannte, dass Jehovah eine falsche Lesart des Tetragramms ist, entdeckte man den Namen "Jahwe", der zum bekanntesten und weit verbreitetsten Namen für den Himmlischen Vater wurde und bis heute ist.  Ist eine Annahme aber deshalb korrekt, weil es die Mehrheit angenommen hat oder es der Talmud vorschlägt? Wohlgemerkt, im Judentum wurde unterschiedlich vokalisiert, um einen anderen Namen bzw. einen Titel anstelle des tatsächlichen Gottesnamens zu erhalten.

Nachdem die Herausgeber der Elberfelder Bibel erkannten, dass Jehova ein falscher Name war, einigte man sich bei der nächsten Ausgabe auf den Namen Jahweh. Bei der Revidierten Elberfelder Bibel von 1987 hat man den Namen Jahweh jedoch wieder mit „HERR“ ersetzt, weil man es als nicht gesichert sah, dass der Ausdruck „Jahweh“ die ursprüngliche Aussprache des Namens ist.174

Es gibt genügend grammatikalische und biblische Beweise, dass der Name des Schöpfers nicht Jahwe sein kann. Im Althebräischen ist kein Wort mit vier Konsonanten bekannt, das in der Aussprache nur zwei Silben hat. Der emeritierte Professor für Neues Testament George W. Buchanan kommt zu dem Schluss:

„Alle Daten zusammengenommen weisen stark in die Richtung eines dreisilbigen Wortes, dessen mittlere Silbe ho oder hu war. Die ersten zwei Silben waren jahu oder jaho, welche manchmal abgekürzt zu Jo wurden. […] Einzig auf der Grundlage von Theodorets griechischer Aussprache nach samaritanischem Gebrauch des Ausdrucks kommt es zu ‚Jahweh‘ oder ‚Jahveh‘.“175

Max Reisel schreibt in seiner Studie über das Tetragramm:

„Die Vokalisation des Tetragrammatons [ist] ursprünglich JeHuàH oder JaHuàH gewesen.“89

Warum benutzen aber die meisten die Transkription und die Aussprache Jahwe für JHWH? Dies wohl deshalb, weil dieser Name heute so geläufig ist und in zahlreichen Enzyklopädien und Büchern wie selbstverständlich als Jahwe geschrieben wird. Zum ersten Mal wurde diese Lesart im Jahr 1567 von G. Genebarard vorgeschlagen.177

infoIm Hebräischen gibt es das Wort jâpheh (Strong’s Konkordanz Nr. H3303), wird als ja(w)-feh gesprochen. Es bedeutet schön (buchstäblich und im übertragenen Sinne), Schönheit, gut, angenehm, attraktiv. Zumindest ist „schön“ oder „Schönheit“ ein schönes Wort. Und unseren Elohim „schön“ zu nennen ist ein wenig schöner als Ihn einfach nur „HaShem“ (Name) zu nennen, das Wort, mit dem die Juden den heiligen Namen ersetzt haben. Heute benutzen die Samariter auch nicht mehr Jafe als Name, sondern auch „Shema“ (=Name, von HaShem), da auch sie, wie die rabbinischen Juden, überzeugt sind, dass der Name nicht ausgesprochen werden darf.

Etwa zwei Jahrhunderte später wurde dieser Name besonders durch den Hebräischgelehrten Wilhelm Gesenius (1786-1842), einem der größten Bibelgelehrten der hebräischen Sprache, unter Christen populär gemacht. Er schlug die Punktation יַהְוֶה für „Jahwe“ vor, wobei er sich jedoch auf griechische Transkriptionen wie ιαβε aus dem ersten Jahrhundert berief. Diese wurde nun anstelle der hebräischen Punktation יְהֹוָה (Aussprache: Herr)  eingeführt. Auch einige jüdische Schriftgelehrte gingen von diesem Namen aus. Allerdings führten sie diesen Namen richtigerweise ebenfalls auf ιαβε (jabe) aus verschiedenen griechischen Abschriften aus den ersten Jahrhunderten zurück. Die Jüdische Enzyklopädie favorisiert eine bestimmte Punktuation und geht vorsichtig davon aus, es könnte ursprünglich entweder Jaweh oder Jahaweh gelautet haben.178 Auch die Katholische Encyclopädie von 1910 unterstützt die Aussprache „Jahwe“ mit dem Hinweis auf die samaritanische Aussprache „ιαβε“ (Jabe):

"Der kluge Leser wird erkennen, dass die samaritanische Aussprache Jabe wahrscheinlich den wahren Klang des heiligen Namens am nächsten kommt; die anderen frühen Schreiber übermittelten nur Abkürzungen oder Korrumpierungen des heiligen Namens. Wenn man die Vokale von Jabe in den ursprünglichen hebräischen Vokaltext einfügt, erhalten wir die Form Jahwe, welche allgemein von modernen Gelehrten als die wahre Aussprache des heiligen Namens akzeptiert wird."179

Diese Gelehrten beziehen sich allesamt auf die Aussage des im fünften Jahrhundert lebenden A.D. Theodoret, Bischof von Kyrrhos (303-460 u.Z.) sowie des Ephiphanius, Bischof von Salamis (ca. 315-403 u.Z.). Die Jüdische Enzyklopädie verweist auf Theodoret.  Er schrieb, dass die Samaritaner das Tetragramm als ιαβε aussprachen.180 Der griechischen Kirchenschriftstellers Clement von Alexandrien (ca. 150-215 u.Z.) schrieb einige Jahre zuvor ebenfalls den Namen in ähnlicher Schreibweise als Ιαουε (Iaoue) und sollte auch als Iaowe ausgesprochen werden.69

Möglicherweise hat sich auch Wilhelm Gesenius (1786-1842), der eines der bedeutendsten Werke über die hebräische Grammatik schrieb, von diesen beiden „Kirchenvätern“ beeinflussen lassen. Denn beide Formen kommen ausgesprochen sehr nah an Jahwe. Das ist jedoch eine griechische Ableitung. Es kann aber nicht sein, dass wir auf die korrekte Aussprache eines semitischen Namens kommen, der von einer griechischen Transliteration abgeleitet ist. Der Name muss sich aber aus dem Althebräischen ableiten lassen. Dazu schreibt der Kirchenhistoriker Wolfram Kinzig:

"Bisher glaubten Kirchenhistoriker, die Aussprache „Jahwe“ aus griechischen und lateinischen Umschriften altkirchlicher Theologen rekonstruieren zu können. Die griechische Wiedergabe des Tetragramms in den ausgewerteten Handschriften sei aber uneinheitlich, erläuterte Kinzig. Auch bei den altkirchlichen Theologen sei nicht klar gewesen, wie der Gottesname geschrieben wurde. Letztlich habe weder über die Schreibweise noch über die Aussprache der vier Buchstaben Einigkeit bestanden."182

Die Samaritaner scheinen den mittleren Vokal fallengelassen und am Ende ein „e“ anstelle eines „a“ gesetzt zu haben. Kein anderes semitischsprachiges Volk hat jedoch den Namen auf diese Weise ausgesprochen.183 George W. Buchanan gibt zu bedenken:

„Wenn es tatsächlich genauso ausgesprochen wurde, wie Theodoret es hörte, dann waren die Samaritaner die einzigen in der Antike, die das Tetragramm auf dieselbe Weise aussprachen wie heutige Gelehrte. Alle anderen Beispiele behalten den Mittelvokal.“184


infoWer sind die Samariter? Laut einer samaritanischen Webseite gab es zwei Gruppen, die Dosithianer und die Sebuäer. Die Letzteren wurden später als die Kushaniyya bekannt, die heutigen Samariter stammen von dieser Gruppe ab. Die Kushaniyya haben sich geweigert den heiligen Namen auszusprechen und haben ihn mit dem Wort Shema (aramäisch für „Name“) ersetzt. Die Dosithianer auf der anderen Seite haben den heiligen Namen benutzt, aber da es sie nicht mehr gibt, ist nicht bekannt, wie sie ihn ausgesprochen haben. Die Befürworter von Jahweh (Jabe) würden jedoch nicht beachten, dass die Samariter, wie auch die Rabbiner, den Namen mit einem anderen Wort ersetzten, wenn sie den Heiligen Namen in der Thora geschrieben sahen. Die Samariter, im Gegensatz zu den Rabbinern, lasen nicht „Adonai“ (Herr), wenn sie auf den heiligen Namen stießen, sondern „Jabe“, oder auch „Jafe“. Dort heißt es weiter: „Die Aussprache des heiligen Namens als Jaweh ist deshalb fehlerhaft, basierend auf dem samaritanisch-kushaniyyanischen Wunsch, den heiligen Namen ‘nicht’ auszusprechen.“ 185

Manche verweisen auf Josephus, der in Seinem Werk „Jüdischer Krieg“ die Kopfbedeckung des Hohenpriesters beschreibt. Darin erwähnt er eine auf dessen Krone enthaltene Gravur, welche die „heiligen Buchstaben, nämlich vier Konsonanten“ enthalten.126 Manche Kommentatoren geben nun diese vier „Konsonanten“, die Josephus beschreibt, mit IAUE an, woraus man die Aussprache Jauwe bzw. Jaweh ableitet. Der französische Experte für antike Archäologie und Kenner der hebräischen Sprache an der Universität Liyon widerspricht mit den Worten:

„Es ist offensichtlich, dass die „heiligen Buchstaben“, die das Tetragramm erkennen lassen, in Paleo-Hebräisch geschrieben sind und nicht in Griechisch. Zudem dienen diese Konsonanten J, W, H im Hebräischen als Selbstlaute; in der Tat werden sie als ‚Mütter des Lesens“ (matres lectionis) genannt. […] Das W diente nur für den Laut O und U; und das letzte H diente für den Laut A. Diese Entsprechungen können in Tausenden Wörtern bestätigt werden. Auch wurde das H als ein Vokal nur am Ende eines Wortes benutzt, nie in der Mitte.187

Josephus‘ Vokale haben ihre Berechtigung, denn alle vier Buchstaben des Tetragramms sind mit einem Vokal-Klang verbunden; damals gab es noch keine Vokalzeichen wie im heutigen Hebräisch. Er hat aber kein e am Ende benutzt. In einem gefundenen Papyri (3. Buch Mose, 4QLevb) der Septuaginta ist die kürzere Form auf griechisch ΙΑΩ (Jaho/Jahu) geschrieben. Warum aber setzten Clement von Alexandrien, Theodoret und Epiphanius ein e dahinter? Die Griechen hatten generell eine Tendenz dahin, dass sie ein „e“ am Ende der Namen setzten, wie es in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments (Septuaginta) sowie im Neuen Testament deutlich wird. So wurde z.B. aus  Ajah (1. Mose 36,24) Aie, Halah (2. Könige 17,6) wurde zu Alae, Hammedatha (Ester 3,1) zu Amadathes. Jeschua (Esra 2,6) wurde zu Inoove, Massa (1. Mose 25,14) zu Masse, Miszzah (1. Mose 36,13) zu Moze. Nogah (1. Chronik 3,7) wurde in Lukas 3,25 zu Nagge, Hosea (4. Mose 13,16) wurde in Römer 9,25 zu Osee,usw.

„Wenn der ganze Unterschied in den Wörtern aus einer unbedeutenden Abwandlung in der Aussprache besteht, um die hebräischen Namen den griechische Ohren anzupassen; sie aus diesem Grund als unterschiedliche Namen zu betrachten und sie unterschiedlich zu übersetzen, scheint einer vernünftigen Rechtfertigung kaum annehmbar. […] der Wunsch [der Übersetzer] nach Uniformität […] scheint das Bewusstsein in ein darin fehlerhaftes Verhaltens preiszugeben und zielt darauf ab, unnötigerweise das zu verdunkeln, was in sich selbst vollkommen klar ist.“73

Die ursprünglichen Vokale im Hebräischen, wie auch in den übrigen semitischen Sprachen, sind a, i und u. Die Buchstaben e und o hingegen sind als eine ‚Trübung‘ oder ‚Kontraktion‘ aus diesen ‚drei reinen Lauten‘ entstanden.189 Das e in Jahweh kann schon deshalb nicht aus dem althebräischen hergeleitet sein.

infoManche argumentieren, der Name müsse mit eh enden, sowie in Jahwe, weil es die männliche Form sei, während die Endung auf ah die weibliche Form sei. Zahlreiche männliche Namen in der Bibel beweisen aber das Gegenteil, die mit „ah“ enden, wie z.B. Jonah, Elijah, usw.

Wichtig ist auch zu wissen, dass es im Hebräischen keinen gesprochenen „W“-Laut gibt. Jahwe müsste also ohne „w“ gesprochen werden. Es hieße dann „Jahe“, oder eben das W als Platzhalter für ein u, dann hieße es Jahueh. Damit wäre immerhin das Wort Jahu enthalten, das ICH BIN. Das W in JHWH dient als Stammhalter für ein U, weshalb es „JAHUAH“ gesprochen wird. Georg W. Buchanan erklärt:

„Der Name ‘Jahweh’ klingt nicht einmal semitisch. […] Ein Beispiel weiterer Literatur in der hebräischen Schrift und anderer aramäischer und griechischer Quellen deuten an, dass die wahrscheinlichste Aussprache des Tetragramms Jahowah oder JaHuWaH war. Es gibt kaum eine Grundlage in den antiken Schriften für die populäre Aussprache Jahweh oder Jahveh.“190

Es besteht der begründete Verdacht, dass der Name Jahwe von dem römischen Gott Jupiter kommt und magisch angewandt wurde. Denn „viele Formen und Beispiele des Namens, die im Griechischen auf Amuletten und in anderen Inschriften gefunden werden können, sind alle ableitbar von dem Wort Jahweh“. So Davidson, der zugleich darauf hinweist, dass es „keine Spur des Ausdruckes als einen Namen für Gott“ bei anderen semitisch sprechenden Völkern gibt.183

Nach der Zerstörung des Tempels 70 u.Z. durch Titus wurde Jerusalem zu einer römischen Kolonie mit dem Namen Aelia Capitolina.  Dort ließ Hadrian (Kaiser von 117-138 u.Z.) einen Tempel für Jupiter erbauen, das Jupiter Capitolinus. Auf dem ehemaligen salomonischen Tempelgelände auf dem Berg Moriah ließ er eine Jupiterstatue errichten, um „die imperiale Macht Roms und den Sieg Jupiters über den Gott Israels“ zu demonstrieren.192 Während die Griechen193 ihren Hauptgott „Zeus“ nannten, bezeichneten ihn die Römer Jupiter. Er war der Hauptgott des Römischen Pantheons.

JupiterGehörnter Jupiter Ammon 
1. Jahrhundert
(Museum Barracco/Rom)
@ Lalupa/CC BY-SA 3.0
Jupiter wurde zu Jove (Ἰώβε / Ἰόβε)194, eine poetische Alternative, nachdem der Gott Jupiter während der römisch-klassischen Periode eine Vorrangstellung gewann. Die „Festtages des Jupiters“ wurden feriae Iovis genannt. Danach wurde auch der damalige fünfte Wochentag benannt: Iovis dies. Im Gregorianischen Kalender ist das heute der fünfte Tag der Woche, Donnerstag. In anderen Sprachen, wie im Spanischen, scheint dieser Tag noch durch: dies jueves. Jupiter wird in der altindischen Sprache als Dyaus Pita bezeichnet, auf deutsch: der „Himmelsvater“. Dayus ist der Himmel. Daher kommt auch das lateinische deus (Gott). 195 Jove ist das lateinische Wort für Himmel. Gemäß lateinischer Grammatik ist Jove der Dativ (dem Himmel) sowie die ablative Form (mit dem Himmel) von Jupiter; im klassischen Latein jener Zeit klingt Jove ähnlich wie Jawe. Das v wurde als w ausgesprochen.

J = J
O = AH
V = W
E = E

Auch wenn Jove bzw. Jahwe ursprünglich „nur“ der Titel oder Gattungsbegriff für Himmlischer Vater war, so ist er bestenfalls nur ein Titel, der auf zuvor für heidnische Götter gebraucht und später auf den Schöpfer übertragen wurde. Es ist fraglich, wie weit sich die Juden selbst zeitweise dem griechischen Gott Jupiter/Zeus annäherten bzw. ob und wie sie ihn mit dem biblischen Gott JaHuWaH in Verbindung gebracht haben. Jedenfalls musste Jupiter unter Antiochus IV. einen starken Auftrieb erhalten haben, so Reinhard G. Kratz. Er schreibt zudem:

„Die Umwidmung des Jhwh-Tempels auf dem Garizim in ein Heiligtum für Zeus, von der 2 Makk 6 und Josephus (Ant XII 5) berichten, kann schwerlich ohne Einverständnis und Mitwirkung führender Jhwh-Verehrer vonstatten gegangen sein.“196

Bereits vor der Einnahme Jerusalems durch den Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes gab es „im Rahmen der fortschreitenden Hellenisierung“ von Teilen der jüdischen Oberschicht Gruppen, die tatsächlich JHWH mit dem griechischen Gott Zeus gleichsetzten bzw. Zeus in ihre Religion integrierten. Dieses hellenistische Gedankengut spaltete die Oberschicht in konservative und hellenisierte Gruppen. Der Makkabäische Bürgerkrieg (167-143/2 v.u.Z.) war „zunächst ein innerjüdischer Konflikt zwischen traditioneller und hellenistischer jüdischer Lebensart, der auf die Hellenisierungspolitik der Seleukiden zurückging“.197 Der Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes profitierte vom Kampf um das Amt des Hohepriesters zwischen Jason und Menelaus. Gegen eine Geldleistung ernannte er Menelaus zum Hohepriester.

infoDer Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphaus eroberte Jerusalem, plünderte den Tempel und ließ einen Zeusaltar aufstellen. Daraufhin kam es zum Aufstand der Makkabäer (Hasmonäer) gegen die Seleukiden. Der jüdische Anführer Judas Makkabäus schlug diverse Schlachten gegen die seleukidischen Heere,  zog in Jerusalem ein und führte weitere erfolgreiche Feldzüge in die umliegenden Gebiete. Dabei ging es ihm nicht nur darum, die Juden vom Hellenismus zu befreien, er wollte auch den Machtbereich der Juden vergrößern. (S. 184-186) Simon Makkabäus suchte dazu das Bündnis mit den Römern und Spartanern und wurde Hohepriester auf Lebenszeit. Ab seinem 1. Amtsjahr spricht man nicht mehr von den Makkabäern, sondern von den Hsmonäerkönigen. Es war das erste Königshaus auf judäischem Boden, das nicht aus der Linie Davids kam. 

Obwohl die Makkabäer hellenistische Vorstellungen bekämpften, hatten sie dieselben auch zu einem beträchtlichen Teil übernommen. Hatte zuvor Antiochus IV. die Ausübung der jüdischen Bräuche verboten, so waren es laut Flavius Josephus198 jetzt die Hasmonäer, welche die Bewohner der eroberten Gebiete zu Beschneidung und anderer jüdischer Bräuche zwangen, was eine Flüchtlingswelle nach Ägypten auslöste. „Für die Makkabäer galt offenbar auch eine martialische Kriegsideologie als Teil der Jhwh-Religion, die Andersgläubigen nur die Wahl zwischen Zwangsbekehrung oder Tod ließ.“199

Die Schreibweise des Tetragramms als Iabe, wie sie in den Schriften Ephiphanius und Theodoret vorgegeben wird, „ist gleicherweise von der magischen Literatur überliefert.“200 In magischen Texten jener Zeit wird besonders Jawe Zebaot wie auch jaba. Es gibt eine äthiopische Liste magischer Namen Jesu, worin es heißt, dass Jesus diese seinen Jüngern gelehrt habe; Jawe ist dort ebenfalls enthalten.69

Jeve AlphonsiTrinitäts-Tetragramm
von Petrus Alphonso
PD-Art
Es gibt ein Schaubild eines Trinität-Tetragramms von dem spanischen Physiker und Astronom Petrus Alphonsi aus dem 12. Jahrhundert, in dem der Name als Jeve geschrieben steht (siehe rechts). Nachdem er vom Judentum zum Christentum konvertierte, verband Alphonsi die „unaussprechliche” Trinität mit dem „unaussprechlichen“ Tetragramm.202 Das Bild stammt aus seinem Werk Dialogi Contra Iudaeos ("Dialog gegen die Juden").

Man geht heute in der Forschung mehr und mehr davon aus, dass Jahwe ursprünglich ein Wettergott von der Art des syrischen Baal-Hadad gewesen sei. Leider wird er trotzdem teilweise auch mit dem biblischen Gott in Verbindung gebracht, der Donner und Blitz auf den Berg Sinai herabkommen ließ, während die Zehn Gebote verkündigt wurden.203 In einer Studie von Alberto R.W. Green werden die Wettergötter Mesopotamiens und Syriens auf dieselbe Stufe mit Jahwe gestellt. Dieser biblische Gott Jahwe habe im Laufe der Zeit die Züge des syrischen Wettergottes übernommen.204 Für diese These wird beispielsweise die Stelle in Jesaja 30,27-30 herangezogen, die man unter anderen als Beweis dafür nimmt, dass der biblische Gott derselbe „zornige“ und „strafende Rachegott“ ist, wie es die heidnischen Wettergötter sind, wie beispielsweise „Baal“.

Dabei wird aber regelmäßig übersehen, dass dieser Name Jahwe eben gerade nicht mit JHWH übereinstimmen muss, vielmehr ganz einfach ein heidnischer Name für den Wettergott der Heiden war. Satan ist der große Nachäffer des Allmächtigen. Auch damit hat er es mal wieder geschafft. Man setzt den Namen Jaweh in die Bibeln, obwohl es als hebräische Ableitung von JHWH überhaupt keinen Sinn ergibt. Jahwe ist doch eher der Donner- und Wettergott der Heiden. Der Erzbetrüger Luzifer hat die Vorhersagen über den zukünftigen Erlöser, die von Anbeginn der Welt von Generation zu Generation weitergegeben wurden, weitergesponnen: Bacchus (auch Dionysus/Dionysos genannt) wurde zum „Sohn Jovis“.205

Und so wird diese These von so manchem Forscher dahin gehend „weitergesponnen“, dass die vier Konsonanten des hebräischen Tetragramms JHWH „die vier Mitglieder der himmlischen Familie darstellen: Y repräsentiert El, den Vater; H war Aschtoreth, die Mutter; W korrespondiert mit dem Sohn Baal und H war die Tochter Anath.“206

Wir tun gut daran, den Namen des Allmächtigen nicht in die Nähe mythologischer Gottesnamen zu bringen. Wir dürfen uns auch nicht auf die Gelehrten verlassen, die in den ersten Jahrhunderten und später versuchten, den Namen JaHuWaH ins Griechische und ins Lateinische zu transliterieren, ohne die richtige althebräische Aussprache zu kennen. Und noch weniger dürfen wir uns auf Wissenschaftler verlassen, die den Namen wieder vom Griechischen zurück ins Hebräische transliterieren wollen. Wir müssen in den althebräischen Wurzeln und in der Bibel selbst nach der richtigen Aussprache suchen und nicht im hellenistisch-griechischen Milieu.

 

 

Was bedeutet es, den Namen JaHuWaHs zu missbrauchen?

 

Im allerersten Gebot der Zehn Gebote stellt sich der Schöpfer mit Seinem Namen vor: „Ich bin JaHuWaH, Dein Elohim (Gott) […] Du sollst keine andern Götter haben neben Mir.“ (2. Mose 20,2-3). Im dritten Gebot heißt es:

„Du sollst den Namen JaHuWaH, deines Elohim, nicht missbrauchen! Denn JaHuWaH wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen missbraucht.“ (2. Mose 20,7)

Das Wort "missbrauchen" heißt hebräisch schaw (Strong's Konkordanz Nr. 7723) und bedeutet: Unrichtigkeit, Falschheit, Täuschung, Betrug, eitel, nichtig, leer, wertlos. Das heißt, dass es darum geht,

  • dass ein falscher oder unrichtiger Name angerufen wird
  • dass der Name gar nicht ausgesprochen wird, sondern lediglich „leere“ Titel wie „Herr“ oder „Gott“ verwendet werden.
  • dass die Menschen mit einem falschen Namen getäuscht oder betrogen werden, oder dass unter dem richtigen Namen getäuscht und betrogen wird, indem der wahrhaftige Name für Lügen missbraucht wird (dazu mehr im nächsten Kapitel)

Ein Missbrauch Seines heiligen Namens findet also nicht nur dann statt, wenn man den Namen sorglos und gedankenlos verwendet. Ein Missbrauch ist es vor allem dann, wenn man den himmlischen Vater nur noch mit fragwürdigen Titeln wie „HERR“ bezeichnet ( Herr = Baal). Diese Titel sind falsche und vor allem „wertlose“ Namen. Der tiefe und reiche Gehalt des Namens JaHuWaH für den Himmlischen Vater und Sein Name in Seinem Sohn Jahuschuah sind in diesen Titeln und Namen völlig verschwunden. Es ist dann ein unechter bzw. unwahrer Gebrauch.

Im völligen Gegensatz zum dritten Gebot JaHuWaHs war es für die Juden um die Zeitenwende und auch später noch ein Missbrauch, wenn man den wahrhaftigen Namen aussprach, wie oben bereits dargelegt. Man durfte den Namen nicht erwähnen. Und wenn man ihn aussprach, wurde man der „Gotteslästerung“ beschuldigt207, was das Todesurteil zur Folge haben konnte. Schuldig war man nicht, wenn man einen falschen, wertlosen oder leeren Namen nannte, sondern nur wenn man den “richtigen Namen“ aussprach.208 Entsprechend dieser Lehre haben die hellenistischen Juden 3. Mose 24,16 in der Septuaginta (LXX) ins Griechische übersetzt. Dort wo im Hebräischen steht: „und wer den Namen … [JaHuWaHs] lästert, der soll unbedingt getötet werden!“ heißt es in der Septuaginta: „Wer den Namen des Herrn ausspricht, soll getötet werden.“209 Das hebräische Wort für „lästern“ wurde mit „aussprechen“ ersetzt, obwohl sich der Schöpfer explizit in den Geboten mit Seinem Namen vorstellt und immer wieder betont, dass Sein Name allen Menschen verkündigt werden soll.

Wenn wir also den Namen des Allmächtigen nicht nur falsch gebrauchen, sondern gar nicht gebrauchen, ist das ein Missbrauch. Das heißt, nur weil Menschen den Namen für eigennützige Zwecke gebrauchen und damit „missbrauchen“ könnten, darf man nicht verbieten, ihn überhaupt auszusprechen, gemäß einem bekannten Sprichwort: „Der Missbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf.“ Damit ist der Nichtgebrauch auch ein Missbrauch.

Man kann den Namen auch missbrauchen, indem man zwar den richtigen Namen ausspricht und verkündigt aber das Gegenteil davon lebt, was Er verkündigt und was JaHuWaHs Sohn vorlebte. Damit wird der bedeutungsvolle Name JaHuWaH missbraucht und der Schöpfer ins Lächerliche gezogen. Der Prophet Jeremia zeigt diese Verbindung sehr deutlich auf:

„Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, 10 dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach Meinem Namen genannt ist, und sprechen: »Wir sind errettet!« — nur, um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben? 11 Ist denn dieses Haus, das nach Meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer Räuberhöhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an!, spricht … [JaHuWaH]. 12 Denn geht doch hin zu meiner Stätte in Silo, wo ich zuerst Meinen Namen wohnen ließ, und seht, wie ich mit ihr verfahren bin wegen der Bosheit meines Volkes Israel! […] ihr habt Meinen Namen entweiht, indem jeder seinen Knecht und jeder seine Magd, die ihr nach ihrem Wunsch freigelassen hattet, wieder zurückgeholt hat, und ihr habt sie gezwungen, eure Knechte und Mägde zu sein.“ (Jeremia 7,9-12; 34,16)

Jakobus greift diesen Sachverhalte auf, wenn er schreibt:

„Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? 6 Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken, und ziehen nicht sie euch vor Gericht? 7 Lästern sie nicht [damit] den guten Namen, der über euch ausgerufen worden ist?Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«, so handelt ihr recht; 9 wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. 10 Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“ (Jakobus 2,7-9; siehe dazu auch 3. Mose 19,9-18)

Der Prophet Jesaja zeigt auf, was passiert, wenn man Seinen Namen nicht durch die entsprechenden Werke bestätigt:

„Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten; ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten; ich habe gesagt: »Hier bin ich; hier bin ich!«, zu einem Volk, über dem Mein Name nicht ausgerufen war.“ (Jesaja 65,1)

Zur Zeit Jahuschuahs und der Apostel war der Name dann bereits vollkommen tabu, man sprach ihn nicht mehr aus. Der Messias bestätigt:

„Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.“ (Matthäus 21,43; vgl. auch Matthäus 22,8-9; Apostelgeschichte 13,46-49)

Das heißt, Er gibt es dem Volk bzw. den Glaubenstreuen, die die Früchte bringen, und damit dem tiefgründigen und erhabenen Namen JaHuWaHs auch tatsächlich gerecht werden und widerspiegeln, zum Zeugnis für die Ungläubigen (vgl. Matthäus 24,14; Hebräer 3,5-6). Das heißt nicht, dass JaHuWaH Sein ursprüngliches Volk verworfen hat. Denn darin gab und gibt es zu alle Zeiten hindurch einen Überrest, als Teil des gesamten Überrestes, vgl. Römer 9. Es ist aber tatsächlich immer nur eine geringe Zahl, welche den Geist Jahuschuahs im Herzen haben und Seinen Fußspuren folgen (vgl. Römer Kapitel 10 + 11; 1. Mose 45,7; Zefanja 3,12; Jesaja 10; Jesaja 11,11; Micha 4,6-7; Zefanja 3,12-13). Die Verkündigung des Evangeliums (das Wort JaHuWaHs) jedoch wurde damals vom Volk der Juden genommen, weil sie ihrer Pflicht, den Heiden ein Vorbild zu sein, nicht nachkamen.

„Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden; da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden. 47 Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!« 48 Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren. 49 Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.“ (Apostelgeschichte 13,46-49)

Wir missbrauchen den wunderbaren Namen des Schöpfers JaHuWaH, wenn wir nicht gemäß Seinem Wort leben. Missbrauch ist zudem auch der magische, formelhafte und mantramäßige Gebrauch des wahrhaftigen Namens, wie wir im nachfolgenden Kapitel sehen werden. Zur Zeit des Alten Bundes wurden die Hebräer davor gewarnt, sich den Namen JaHuWaH „dienstbar“ zu machen.

„Da sprach … [JaHuWaH] zu mir: Diese Propheten weissagen Lüge in Meinem Namen; Ich habe sie nicht gesandt, ihnen nichts befohlen und nichts zu ihnen geredet; sie weissagen euch Lügengesichte und Wahrsagerei, Hirngespinste und Einbildungen ihres eigenen Herzens!“ (Jeremia 14,14)

 

 

Keine magisch-charismatische Wirkung!

In den letzten Jahren hat sich die Aussprache des Name des Allmächtigen JaHuWaH weltweit immer mehr ausgebreitet. Leider ist es jedoch heute nicht anders als in antiker Zeit: Dem Namen wird bewusst oder unbewusst etwas Magisches zugesprochen. Nach dem Motto: Einmal ausgesprochen und du bist gerettet. Oder rufe den richtigen Namen Gottes an, und er muss und wird handeln. Manche gehen durch die Straßen mit einem Schofarhorn und blasen in alle vier Himmelsrichtungen verbunden mit der Ausrufung des Namens, um eine Gegend oder Land zum Segen zu verhelfen. Wieder andere messen jedem einzelnen hebräischen Buchstaben des Namens eine geheime Botschaft gemäß der kabbalistischen Tradition zu. Besonders in der charismatischen Bewegung treibt ein magischer Missbrauch des Namens ihre Blüten aus.

Tertullian (160-220 u.Z.) schrieb für das Tetragramm JHWH in Griechisch die kürzere Form IAΩ (Aussprache: JaHo oder JaHu). Auch Origenes (185-253 u.Z.) gebrauchte IAΩ in seinem Kommentar über Johannes. Er schreibt in einer anderen Schrift auf, dass diejenigen, die in magischer Kunst verwickelt sind, den Namen IAΩ  ebenfalls „aus den hebräischen Schriften“ nahmen.210 Das zeigt, dass der Name JaHuWaH bzw. dessen Kurzform Jahu zu magischen Zwecken missbraucht wurde.

Zur Zeit des Messias gab es im hellenistisch-römichen Kaiserreich eine „geheimnisvolle Namens-Philosophie“, wie Origenes berichtet (I 24). Hier war es der Name selbst, dem eine übernatürliche innewohnende Kraft zugeschrieben wurde. Dabei ist es auch hier besonders wichtig, den eigentlichen Namen zu kennen und auszusprechen. Den „geheimen“ und „großen“ Gottesnamen zu kennen, verleiht einem eine Macht über diesen Gott. Indem man diesen Namen ausspricht, kann man sich diese Gottheit dienstbar machen, sogar gegen dessen Willen. Nur Eingeweihte kennen den Namen.211 

Der hebräische Gottesname war im synkretistischen Aberglauben jener Zeit besonders hoch geschätzt. Da im Judentum die Aussprache des Namens JHWH verboten war und sich mancher scheute, dieses Verbot zu umgehen, benutzte man eben Ersatznamen, wie den 12-, 24-, 42-, 72-buchstabigen Namen212 oder andere Bezeichnungen, welche in der Gematria ebenso wirksame Wege der Anrufung des obersten Gottes waren. Auf Amuletten, Gemmen (geschliffener Schmuckstein) und vor allem in den Zauberpapyri des synkretistischen Heidentums, werden auch die hebräischen Titel wie Elohim, Adonai und Schaddai gefunden. Origenes (185-254 u.Z.) weiß von dem magischen Gebrauch dieser göttlichen Namen bei Heiden und Juden.213

In der Magie geht man davon aus, dass im Namen eine potenzielle Energie schlummert, welche in eine wirksame Macht umgesetzte werden kann. Im Götzendienst wurden die Götternamen als „redende Kultbilder angesehen, und darum eignete ihnen das Moment des Unnahbaren und Furchtbaren“ an.214 Das Gedicht der Höllenfahrt der Ischtar zeigt diesen Namenszauber recht gut auf. Ischtar konnte erst aus dem „Land ohne Heimkehr“ fliehen, nachdem die furchtbare Herrin der Unterwelt mit dem ansonsten verborgenen Namen „Allatu“ angerufen und beschworen wurde. Gemäß der Sage kennt auch nur Ea, „der Herr der Zauberformel“, den wahrhaftigen Namen. Jeder andere, der diesen Gott anrufen möchte, kann nur Ea bitten, es für ihn zu tun. Es ist der babylonische „Schem ha-mephorasch“,215 worauf nachfolgend noch einzugehen ist.

Die Babylonier, Chaldäer, Sumerer und Ägypter glaubten, dass durch die Namenskenntnis des angerufenen Gottes dieser nicht vermocht hätte, „der Macht der Verschwörung zu widerstehen.“216 Besonders in der Rechtsverteidigungsrede während des ägyptischen Totengerichtes217 war die Kenntnis des richtigen Namens eine Rüstung für das Jenseits, im Ägyptischen Totenbuch steht, was der Tote, vertreten durch einen Priester, zu sagen hat:

„Gruß Dir, Du größter Gott, Herr der vollständigen Maat. Ich habe kennengelernt und kenne deinen Namen, ich kenne die Namen dieser 42 Götter, die mit dir sind in der Halle der vollständigen Maat.“218

infoDer Begriff Maat stand im Altägyptischen für Gericht, Weltordnung und Wahrheit. Dabei wird auch immer wieder die Schreibweise von Maat in  der Form von der „zweifachen Maat“ oder „doppelten“ Maat gefunden. So könnte man obigen Begriff auch mit „Herr der zweifachen Wahrheit“ oder „Halle der zweifachen Maat“ übersetzen. In der heidnisch-esoterischen Weltanschauung muss der Gegensatz von Ordnung und Chaos, von Gut und Böse, aufgehoben und vereint werden, um Erlösung zu erlangen. Das biblische Konzept der Erlösung jedoch sieht eine klare Trennung vor. Das heißt, durch den Sohn JaHuWaHs wird die Trennung von Sünde bewirkt, um eine ewige Erlösung bzw. die Rückführung in den ursprünglich sündenlosen, reinen Zustanden wiederzuerlangen.

Der Priester spricht stellvertretend für den Toten und zeigt so, dass der Verstorbene die Namen kennt und damit einen Schutz auf dem Weg ins Jenseits hat. Besonders wichtig und hilfreich ist es grundsätzlich, wenn man den einzig wahren Namen des höchsten Gottes kennt. Damit hat man den Höchsten in der Hand, der durch die Aussprache seines Namens gezwungen wird, das zu tun, was der Ausrufende wünscht. Heitmüller schreibt dazu:

„Diese pietätlose Drohung gegen die Gottheit, der Götterzwang durch den Namen, ist für die ägyptische Anschauung charakteristisch und von hier aus, wie es scheint, in den Aberglauben des hellenistischen Synkretismus übergegangen. […] Das Namen-Milieu des Judentums und das des synkretistischen Heidentums tragen im großen und ganzen gleiche Züge.“219

Es gibt zahlreiche jüdische Schriften auch im Talmud, welche die Schriften des Alten Bundes in dieser Weise ausschmücken. So heißt es im Talmud, dass David von dem Philister Jischbi in die Höhe geschleudert wurde; und als er in dessen aufgerichteten Speer zu fallen drohte, „sprach Abisaj den Gottesnamen aus und lies David zwischen Himmel und Erde schweben“. Anschließend „sprach Abisaj wiederum den Gottesnamen  aus“ und er kam wieder herunter.220

infoHeidnisch-magischen Praktiken, wie Zauberei, Totenbeschwörung und Wahrsagerei hat JaHuWaH aufs Strengste im Volk Israel verboten. Und sicherlich haben sich die Israeliten zeitweise auch der babylonischen Namensmagie bedient. Immer wieder musste sie Ihr Schöpfer aufs Schärfste zurechtweisen (5. Mose 18,10; 2. Könige 17,17; 21,6). Er zeigte ihnen auf, dass sie damit nicht mehr Ihn anriefen und Ihm die Ehre gaben, sondern dem Satan. Hierhinein gehört sicher auch das Verbot, den Namen des Schöpfers zu missbrauchen (2. Mose 20,7; 5. Mose 5,11; 18,10; 2. Könige 17,17; 21,6). Der Name sollte keinesfalls magisch gebraucht werden. Schon das zeigt, dass Jahuschuah und die Apostel den Namen JaHuWaH nicht in diesem Sinne gebrauchten.

Im „Schwert des Moses“, einer mittelalterliche Sammlung von Zauberrezepten in hebräischer Sprache, deren Inhalt zum Teil aus den ersten vier Jahrhunderten stammt, findet man ebenfalls verschiedene Rezepte für alle Fälle wie man den göttlichen Namen gebrauchen kann. Dort heißt es z.B., dass Gott den Engeln befohlen habe, „jedem Sterblichen zu gehorchen, der sie mit diesem Namen beschwört“. Das „Schwert“ steht dabei für den Namen. Es soll jeden Wunsch erfüllen und Wunder vollbringen. Durch den Namen werden „alle himmlischen Heerscharen gefesselt und zum Dienst gezwungen.221 In dem gnostischen Buch Henoch werden gefallene Engel mit Namen aufgezählt sowie deren „Geheimnisse, die sie den Menschen verrieten“. Einer davon mit Namen „Kesbeel“ möchte den „verborgenen Namen“ wissen, damit sie „ihn beim Eid erwähnen könnten“, um sie den Menschenkindern zu zeigen.222

infoDie Zauberkraft der Engelnamen ist in den gnostischen Schriften und auch in einigen pseudepigrafischen Schriften223 bezeugt. Auch zu den Geheimwissenschaften der Essener gehörten die Engelnamen. Die Engelverehrung hatte um die Zeitenwende eine große Bedeutung im Judentum gewonnen. Von seiten der Christen und Heiden wurde ihnen gar der Vorwurf der Engelanbetung gemacht. Aber auch aus dem Kreis der Juden selbst wurde vor dieser Abirrung gewarnt. In der praktischen Gnosis bildeten die Namen der Engel ein magisches Machtmittel. Man konnte alles erreichen, wenn man nur bei bestimmten Handlungen die richtigen Engel zur richtigen Zeit mit dem richtigen Namen anrief. Von Justin dem Märtyrer (100 – 165 u.Z.) ist überliefert, dass auch die Namen der Patriarchen und anderer großer Männer von den Juden zu magischen Zwecken benutzt wurden.224 Die Heiligenverehrung und der Engelsglaube der Katholischen Kirche ist eine Fortsetzung dieser Praxis.

Derjenige, der die Kenntnis des wahrhaftigen Namens hat und diesen ausruft, verbindet sich „aufs Engste mit der Gottheit“, was ihm selbst eine göttliche Macht verleiht. Die Zauberpapyri sind voll von Redewendungen wie „Ich rufe an, ich nenne, ich sage deine(n) heiligen Namen, dein Name ist“ oder „ich kenne deinen wahren Namen“.225 Besonders in jüdisch-gnostischen Zirkeln war der aus Ägypten übernommene „Namenszauber“ stark verbreitet.226 In der jüdisch-kabbalistischen Geheimlehre genügte bereits ein einziger Buchstabe des hochheiligen Namens, um Wunder zu wirken.227   

Kabbalistischer LebensbaumKabbalistischer Lebensbaum Gemäß praktischer Kabbala steht jeder hebräische Buchstabe nicht nur für einen Zahlenwert, sondern auch für eine „Idee“. Man sieht jeden einzelnen hebräischen Buchstaben mit den „schöpferischen Kräften des Universums“ verbunden. Mit dem Kombinieren von hebräischen Worten könne man so auf das Universum einwirken. „Der Besitz der kabbalistischen Schlüssel eröffnet jeder Religion, jeder Bruderschaft von Eingeweihten die Zukunft, den Erfolg, den Himmel.“ Nur mit diesem Schlüssel könne man die Bibel verstehen. Dabei müsse man vor allem das Alphabet der Israeliten kennen und beherrschen.“ Dieses kabbalistische System ist auch die Wirkungsweise von Tarotkarten.228

Dieses jüdisch-kabbalistische Konzept ist im Heidentum zu finden, wo man Dämonen, Krankheiten oder sonstiges Unheil durch sogenannte Schwindschemata loswerden konnte. Wie in der Kabbala wird dabei ein magisches Wort in Form eines Dreiecks so oft aufgeschrieben, wie das Wort Buchstaben hat, wobei es in jeder Zeile um einen Buchstaben verkürzt wird, bis das Wort ganz verschwunden ist. „Auf diese Weise wird der Wunsch nach dem schwindenden Übel mit einer Art Analogiezauber verbildlicht.“ Man liest anschließend die Endbuchstaben jeder Zeile von unten nach oben. Man trug solche Schwindschemata auf beschrifteten Papyrus gefaltet auch als Amulett um den Hals.229

  Schwindschemata im heidnischen Aberglauben         Gottesname JHWH ( יהוה ) in der Kabbala    
    Die Addition der Quersummen ergibt 72 
 ABRACADABRA
ABRACADABR
ABRACADA
ABRACAD
ABRACA
ABRAC
ABRA
ABR
AB
A

י 
י ה 
י ה ו
י ה ו ה   


  י ה ו ה     
י ה ו   
י ה    
י    

 

Als Schem ha-mephorasch wird im Judentum der tatsächliche wahre und vollständige Name JHWH bezeichnet und ist der „geheime, verborgene nicht auszusprechende Name“. Im Schem ha-mephorasch „ist das Geheimnis Gottes enthalten“, so Maimonides.230 Die jüdische Namens-Philosophie hat nicht nur deutliche Spuren in der Magie des heidnischen Synkretismus um die Zeitenwende hinterlassen, sondern auch in der christlichen Gnosis aller Zeiten. Wie der Schem ha-mephorasch im Judentum sollte auch der „wahre Name“ im christlichen Gnostizismus auf Eingeweihte beschränkt bleiben. Und wie im Judentum, durfte der Name „nur im Zustand der Reinheit“ genannt werden. Auch dort musste der Gläubige gewisse Weihe- und Reinigungsriten erfüllen, bevor er den Namen gebrauchen konnte.231 Ähnliche Anschauungen über die Pflicht der Reinheit finden sich auch bei den Heiden für den Gebrauch der Zauberformeln.  Im gnostischen Christentum war der Name ein Mittel der Gewalt über die Dämonen, genauso wie beim Schem ha-mephorasch bei den Juden und den Heiden.232

Die Geheimhaltung des Namens JaHuWaH hat sich seit dem babylonischen Exil herausgebildet.233 Es war in Babylon, wo man anfing, den Namen des Gottes Marduk geheim zuhalten und ihn nur noch mit dem Titel „Baal“ (Herr) zu nennen, wie im nächsten Kapitel zu sehen sein wird. Durch diese Geheimhaltung haftete ihm ein immer größerer Zauber an. Seit der Zerstörung des Tempels wurde der Name komplett verboten, und wie Johann Maier schreibt, wurde damit „Tür und Tor für geheime Spekulationen geöffnet.“234

Der "ausgesprochene" Gottesname, der in der Kabbala zur Anwendung magischer Art benutzt wird, wird ebenso Schem ha-mephorasch genannt. Und derjenige, der ihn machtvoll anwendet, ist Baal schem (Herr des Namens).235 Auch im Satanismus (Schwarze Magie) wird dieser geheime hebräische Name als Beschwörungsformel gebraucht. Bei der Anrufung Satans oder wenn ein Feind vernichtet werden soll, spricht die als Priester fungierende Person einleitend und im Laufe des Rituals nach jedem Wunsch der Vernichtung „Schemhamforasch!“ sowie „Hail Satan!“. Die anderen Teilnehmer des Rituals haben diese Worte anschließend zu wiederholen.236

Im Islam gibt es ebenfalls eine Anrufungsformel, das sogenannte Basmala. Es steht mit einer Ausnahme am Anfang jeder Sure des Korans. Sie lautet: bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi (بسم الله الرحمن الرحيم), zu deutsch: ‚Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes‘. Die Basmala spielt im islamischen Volksglauben und in der islamischen Magie und Mystik eine bedeutende Rolle zum Schutz vor dem Bösen und dämonischen Kräften. Wenn man sie z.B. nicht vor dem Essen und Trinken anruft, nimmt Satan am Mahl teil und es gibt keinen Segen für die Mahlzeit.237

Das heute noch bekannte Zauberwort „Simsalabim“ scheint auf das Bismala der Muslime zurückzugehen. Denn von den Christen wurde das bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi als Zauberformel verstanden. Das „Hokuspokus“ hingegen geht höchstwahrscheinlich auf die katholische Eucharistiemesse zurück, bei der die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi mit den lateinischen Einsetzungsworten „hoc est enim corpus meum“ (das ist mein Leib) verwandelt wird. Die Kirchgänger verstanden zum Einen kein Latein und zum Anderen musste diese Verwandlungszeremonie für sie äußert verwunderlich gewesen sein. Auf diese Weise könnte eine volkstümliche Sinnverfälschung bzw. Verballhornung entstanden sein: „Jetzt macht er wieder seinen Hokuspokus.“ Ein weiterer Zauberspruch, das „Abrakadabra“, geht auf das Hebräische abra ke dabra (ich werde erschaffen, wie ich sprechen werde“ zurück.238

Nun müssen wir uns an dieser Stelle zu Recht die Frage stellen, ob nicht genau diese Namens-Invokation239 im Neuen Testament dasselbe ist, wie im Heidentum, im Gnostizismus, im Islam oder wie in der Kabbala. Denn wir lesen von den Aposteln, dass sie das schon fast formelhafte „Im Namen Jesus Christus“ benutzten, wenn sie Kranke heilten oder Dämonen austrieben. Z. B. heißt es in Apostelgeschichte 3,6: „Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!“ Diese Formel taucht in der späteren christlichen Literatur immer wieder auf, besonders in Liturgien. Besonders eingefleischte Charismatiker verweisen darauf und schreien förmlich diese Namensformel bei ihren Exorzismen gegen die dunklen Mächte an. Ist es „göttlich legitimierte Zauberei?“240 Wie W. Heitmüller schreibt, war das Aussprechen des Namens Jesu im Zusammenhang des Wunders ein magisches Ritual oder steht „in unmittelbarer Nähe zu einem solchen“ und es ist „vollkommen formelhaft erstarrt“ und zur Zauberformel geworden.241

Der Name „Jesus“ oder „Herr Jesus Christus“, wurde nicht nur bei außergewöhnlichen Handlungen, Wundern, usw. benutzt, sondern ist in das gewöhnliche Leben eingedrungen. „Alles, was man tat, sollte „im Namen Jesu“ getan werden. Man erwartete von der Nennung dieses Namens „eine magische Wirkung für die betreffende Handlung“. Origenes, der großen Einfluss nicht nur auf die gebildete Schicht der damaligen Zeit ausübte, stellt den Namen „Jesus“ auf die gleiche Stufe mit den sonstigen zauberkräftigen Namen. Auch Tertullian spricht über die Macht im Namen Christi auf die Dämonen, „die auf den Befehl eines jeden Christen entweichen müssen“. Und Justin der Märtyrer betont “die unwiderstehliche Gewalt des Jesus-Namens über diese Feinde des Gottesreiches“.242

Aber – so kann eingewendet werden – so steht diese Formel doch nun mal zahlreich im Neuen Testament! Ja, das ist richtig. Die Frage ist allerdings zum einen, ob diese feststehende „starre Formel“ so bereits von den ursprünglichen Schreibern verwendet bzw. geschrieben wurde. Und zum anderen, was die jeweilige Handlung „im Namen …“ tatsächlich bedeutet. Sicher haben auch die Apostel hellenistische Ausdrücke verwendet und Vergleiche mit heidnischen Praktiken angestellt. Wir müssen auch sehen, dass die Redewendungen und Spracheigentümlichkeiten des griechischen Neuen Testament der Septuaginta entnommen wurden. Diese griechische Übersetzung der Schriften des Alten Testament ist „nicht nur zum Denkmal der hellenistischen Umgangssprache“ geworden, sondern das Neue Testament ist auch vom Wesen der altgriechischen Kultur geprägt.243

Jahuschuahs Taten sowie die Evangelien sind ja nichts anderes als die Offenbarung der Worte JaHuWaHs, wie sie in den Schriften des Alten Bundes dargelegt und vorhergesagt werden. Die Schreiber und Empfänger der neutestamentlichen Schriften entstanden im Kulturkreis der griechisch-römischen Welt. Sie bedienen sich dabei “gestalterischer Mittel der hellenistisch-römischen Historiographie“.244

Apostelgeschichte 5,15 beispielsweise spiegelt diese heidnisch-hellenistische Welt wieder, in der die Menschen aufwuchsen. Dort heißt es, dass man die Kranken auf Tragen auf die Straßen legte, „damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten auf einen von ihnen fiele“. Der Schatten galt in heidnischen Kulturen als Teil des Besitzers, der dessen Kraft einem anderen übertragen konnte.245 Die Menschen glaubten auch von Petrus, dass dessen Schatten eine Heilung bewirken würde.

Bei den neutestamentlichen Schriftstellern ist ferner zu berücksichtigen, dass deren Sprache wohl kein reines Hebräisch, Aramäisch oder Griechisch war, sondern jeweils „ein Gemisch“. Diese „neutestamentliche Sprachmischung“ war unter den Juden bereits vor der Zeit Jahuschuahs auf Erden vorhanden.246 Die Evangelien, Bücher und Briefe könnten später von anderen Autoren in ein gutes Griechisch verfasst worden sein, wobei Zusätze und Auslassungen wohl nicht ausgeblieben sind.

Papyrus 52Papyrus 52 - Vorderseite Johannes 18,31–33Tatsache ist, dass kein einziges ursprüngliches Buch oder Brief des Neuen Testaments erhalten ist – völlig unabhängig von der Debatte, welches Evangelium nun das Älteste ist. Das älteste heute vorliegende Zeugnis des Neuen Testaments ist ein kleiner Papyrusschnipsel (P 52/John-Ryland-Papyrus). Es wird auf die Zeit zwischen 90-150 u.Z. datiert (eine jüngere Forschung geht von 125-175 u.Z. aus)247. Auch dieses Papyrus ist zweifellos wieder eine Abschrift des Originals. Alle bisher gefundenen Papyri sind alles Kopien bzw. Kopien von Kopien. Damit haben wir bis heute keinen einzigen Zeugen der Namen für den Himmlischen Vater und den Sohn, wie sie die ursprünglichen Verfasser der Bücher und Briefe des Neuen Testaments geschrieben haben. Es ist stark zu bezweifeln, dass die unmittelbaren Jünger Jahuschuahs von Ihm als „Jesus“ sprachen. Lies hierzu bitte den Artikel „Wer ist Jesus Christus“.

Es gibt auch Passagen in den gefundenen Papyri, von denen man annimmt, dass sie erst später von anderen Autoren hinzugefügt wurden. Neben dem ältesten Zeugnis des Neuen Testaments (Papyrus 52) ist ein fast vollständiger Kodex des Johannesevangeliums, das Papyrus 66 der Bodmer-Papyri-Sammlung, als zweitältestes Zeugnis erhalten. Es wird auf das 3. oder 4. Jahrhundert u.Z. datiert. Neuere Forschungen lassen erkennen, dass an diesem Papyrus nicht nur der ursprüngliche „professionelle“ Schreiber, sondern auch ein gründlicher Korrektor und ein „kleiner Korrektor“ mitgewirkt haben.248

In diesem zweitältesten gefundenen Papyrus des Johannesevangeliums fehlen z.B. die Verse in Johannes 5,3b-4, die von der Wasserbewegung durch einen Engel handeln. Diese Worte enthalten tatsächlich eine eher magische Komponente, bei der es äußerst fraglich ist, ob sie ursprünglich enthalten waren.

infoIn einigen der ältesten alexandrinischen Handschriften aus dem 2. und 3. Jahrhundert gilt der Markusschluss 16,9-20 als von einem späteren Schreiber hinzugefügt, so verschiedene Forscher.249 Deshalb wird von manchen, besonders von gnostischer Seite, die leibliche Auferstehung und Jahuschuahs Rückkehr zu Seinem Vater im Himmel geleugnet. Aber genau das ist zusammen mit Seinem Tod anstelle des Sünders der entscheidende Kern des Evangeliums.

Es mag durchaus sein, dass in dem ältesten gefundenen Papyrus des Markusevangeliums der Abschnitt 16,9-20 ein Zusatz eines etwas späteren Schreibers war. Das sagt aber noch lange nichts darüber aus, ob sie inspirierte Worte sind oder nicht. Nur weil es ein späterer Zusatz ist, muss es deshalb nicht falsch sein. Waren sie ursprünglich in dieser fraglichen Handschrift nicht enthalten, könnten sie in einer älteren enthalten gewesen sein bzw. aus „älteren Bausteinen zusammengefügt“ worden sein.250 Auch könnte der Autor dieses Papyrus beim Abschreiben des Originals  diesen Zusatz vollständigkeitshalber hinzugefügt haben, dem es mündlich überliefert oder die er aus anderen Texten kannte. Der Inhalt von Markus 16,9-20 wird von anderen biblischen Autoren bestätigt, so z.B. Paulus in 1. Korinther 15. Wir müssen immer genau prüfen, ob die Worte einzelner Schreiber mit der gesamten Schrift (besonders des Alten Testaments, auf dessen Inhalt Jahuschuah und die Apostel immer hinwiesen) bzw. mit dem Kern des Erlösungsplanes übereinstimmen. Sobald eine Schrift etwas esoterisch-gnostisch-zauberhaftes enthält, muss sie als nicht von JaHuWaHs Geist inspiriert abgelehnt werden.

Die Elberfelder CSV Bibelübersetzung trägt diesem Umstand Rechnung. Sie stützt sich auf den Nestle Alandtext, welcher die ältesten gefundenen alexandrinischen Handschriften miteinbezieht, behält jedoch bestimmte Abschnitte und Ausdrücke bei, welche als nicht gesichert gelten, auch wenn sie älteren Datums sind, als die byzantinischen Handschriften. Auf diese Handschriften (auch Mehrheitstext genannt) stützt sich der Textus Rezeptus (Luther, Schlachter 2000). Aber auch die Editoren des Nestle-Alandtextes haben seit der 26. Ausgabe einige zuvor nicht enthaltene Passagen wieder aufgenommen. Es sind vor allem Passagen, welche von den Bibelübersetzern Westcott und Hort als unecht abgelehnt wurden. Bei deren Bibelübersetzung ist tatsächlich Vorsicht geboten, weil sich die Autoren bei ihrer Übersetzung wohl teilweise von ihrer eigenen Glaubensüberzeugung leiten ließen.

Wer die Unterschiede zwischen dem Textus Receptus, dem Mehrheitstext und dem Nestle/Aland  genau unter die Lupe nimmt, muss staunend anerkennen, wie einheitlich die inspirierten Worte erhalten geblieben und über Jahrhunderte hinweg von völlig unterschiedlichen Schreibern und Übersetzern übermittelt wurden. Denn ganz egal, ob der Bibelleser nun die Lutherübersetzung (TR), die Schlachter (TR), die jüngeren Elberfelderausgaben (NA) oder andere Bibelübersetzungen verwendet, er wird nicht irregehen. Denn sie weichen in der Grundlehre nicht voneinander ab. Es sind meist absolute Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Aber es ist nie verkehrt, verschiedenen Bibelübersetzungen zum Vergleich heranzuziehen.

Genauso wie der gnostische Einfluss in Ägypten nicht zu unterschätzen ist, ist er es auch im byzantinischen Gebiet um Antiochien nicht, wo die ersten sogenannten Kirchenväter wirkten. Ob diese jedoch alle Lehre so aufnahmen und weitergaben, wie sie ursprünglich von den Aposteln gelehrt wurde, ist fragwürdig. Das zeigt sich vor allem am Namen „Jesus Christus“, welcher ein Hybridname späterer Schreiber ist (Siehe Artikel Wer ist Jesus Christus). Deshalb ist es wichtig, immer alles an den Schriften des Alten Bundes zu überprüfen. Denn gerade darauf stützen sich Jahuschuah und die Apostel. Sie zitieren und verweisen immer wieder auf Mose und die Propheten. Sind Teile einer neutestamentlichen Schrift damit nicht in Übereinstimmung, sind sie sorgfältig zu prüfen. Natürlich hat sich durch den Sühnetod des Messias etwas ganz Wichtiges verändert. Durch Seinen Tod, Seine Auferstehung und Seinen himmlischen hohepriesterlichen Dienst haben sich alle alttestamentlichen Priester- und Opfergesetze sowie deren Zeremonien erledigt. Aber genau das wird ja durch die Schriften des Alten Bundes bereits vorhergesagt und behandelt. Leider wird das noch immer verkannt und teilweise falsch gedeutet.

In dem Namen Jahuschuah ist absolut nichts Magisches. Dieser Name zeigt vielmehr auf, welcher Gott es ist, von dem Hilfe kommt. Deshalb sollten wir diesen Namen auch verwenden. Er wird missbraucht, wenn er in einer Art verwendet wird, als hätte der Name selbst eine Kraft unabhängig vom Träger des Namens.

Der Name hängt jedoch mit der Verkündigung des Evangeliums unabdingbar zusammen. Das heißt, diese Botschaft – im Gegensatz zu den vielen Irrlehren irdischer Lehrer – kommt von JaHuWaH. Wenn es bei Lukas heißt: „Der Geist … [JaHuWaHs] ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen“ (Lukas 4,18-19; Jesaja 61,1-2), dann geht es nicht um die körperliche Heilung – auch wenn diese in vielen Fällen damit einhergeht. Die physische Heilung ist nie vordergründig. Und das wird auch deutlich in Jahuschuahs darauffolgenden Worten (Verse 20-28). Es geht immer um den Glauben „an Seinen Namen“, weil Sein Name die Erlösung verkündigt. So auch als Petrus den Lahmen am Tempeleingang heilte. Durch die körperliche Heilung in diesem verheißungsvollen Namen erging eine Botschaft an alle Anwesenden:

„Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Ihr Männer von Israel, weshalb verwundert ihr euch darüber, oder weshalb blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser umhergeht? […] Und auf den Glauben an Seinen Namen hin hat Sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt; ja, der durch Ihn gewirkte Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen. Und nun, ihr Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten; … [JaHuWaH] aber hat das, was Er durch den Mund aller Seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Messias leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.“ (Apostelgeschichte 3,12.16-18)

Die Verkündigung des Evangeliums und die Wunder „im Namen Jahuschuah“ bedeuten nicht nur, dass das Wunder in genau diesem Namen geschieht, sondern es vermittelt auch diesen Namen selbst, welcher der Name des Schöpfers und Allmächtigen JaHuWaHs selbst ist. Nur von Ihm kommt die echte und wahrhaftige Botschaft und nur durch Seinen Sohn die Erlösung. Im Namen „Jahuschuah“ ist die heilsgeschichtliche Wirkung enthalten. Der Name „Jesus“ sagt diese Botschaft überhaupt nicht aus; er ist diesbezüglich leer und nichts sagend.

Die Heilungen im Namen Jahuschuahs erfolgten durch diejenigen, die dazu von JaHuWaH beauftragt wurden (vgl. Apostelgeschichte 9,15; 22,14; Lukas 9,1; 10,1) und die nach den Geboten JaHuWaHs lebten. Auch bei dem Kranken ist ein Vertrauen auf die Rettungsmacht Jahuschuahs Voraussetzung. Das heißt, der Glaube an seine Erlösung von den Sünden durch Seinen Tod, anstelle des Sünders, der ansonsten den ewigen Tod erleiden muss; so z.B. bei der Begebenheit des Hauptmanns Kornelius (Apostelgeschichte 3,1-22). Kornelius hat "an Seinen Namen geglaubt" und aufgrund "des Glauben der durch ihn ist", wurde er gesund (Vers 16).  Zudem gingen die Heilungen mit dem Befehl zur Umkehr (Buße) einher (Vers 17-19). Es geht um die ewige Erlösung und nicht um die irdische Heilung. Wie Georg Sellner es ausdrückt, wurde mit den Geheilten nichts anderes bewirkt, als der „Anteil am endzeitlichen Erfüllungsgeschehen, in den göttlichen Heilsplan miteinbezogen zu werden.“251

 „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen Meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde Ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von Mir, ihr Gesetzlosen!“(Matthäus 7,21-23)

„Jeder, der den Namen des Messias nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit!“ (2. Timotheus 2,19b)

„Geheiligt werde Dein Name“ bedeutet vor allem, dass man ein JaHuWaH-gefälliges Leben führt. Denn ansonsten gibt man ein denkbar schlechtes Bild dafür ab, welchem Gott man dient. Wenn jemand behauptet, JaHuWaH zu dienen, gleichzeitig aber überheblich, aufgeblasen, prahlerisch, undankbar, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, usw. (vgl. 2. Timotheus 3,1-5) ist, dann wird der Name entheiligt und in den Schmutz gezogen. Die Worte/Gebote, die unabdingbar mit dem heiligen Namen des Schöpfers einhergehen, werden verleugnet und damit der Name missbraucht.

 „Ihr aber sollt meine Gebote halten und sie tun; ich bin … [JaHuWaH]! Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entheiligen; sondern ich will geheiligt werden in der Mitte der Kinder Israels, ich, … [JaHuWaH], der euch heiligt.“ (3. Mose 22,31-32)

Von der Verkündigung und Anrufung Seines Namens und dem gleichzeitigen Götzendienst berichtet auch der Prophet Hesekiel:

„So geht nur, spricht Gott … [JaHuWaH], ihr vom Haus Israel, und dient nur jeder seinen Götzen! Aber danach [nach dem „Gericht“ an ihm] werdet ihr gewiss auf Mich hören und Meinen heiligen Namen künftig nicht mehr mit euren Gaben und mit euren Götzen entheiligen. […] Darum sprich zu dem Haus Israel: So spricht Gott … [JaHuWaH]: Nicht um euretwillen tue ich dies, Haus Israel, sondern wegen Meines heiligen Namens, den ihr entweiht habt unter den Heidenvölkern, zu denen ihr gekommen seid. Darum will Ich Meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heidenvölkern entheiligt worden ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heidenvölker sollen erkennen, dass Ich … [JaHuWaH] bin, spricht Gott … [JaHuWaH], wenn Ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.“ (Hesekiel 20,39 und 36,22-24)

Dieser „große Name“ zeugt von Seinem großen Erlösungsplan durch Seinen Sohn, welcher bereits im Ersten Buch Mose angekündigt wird (1. Mose 3,14). Es gab zur Zeit des Messias jüdische Exorzisten, wie die sieben Söhne des Skevas, welche unbeauftragt im Namen Jahuschuahs Dämonen austreiben wollten, was ihnen nicht gelang. Sie versuchten eine Heilung ohne Beziehung zum Evangelium, alleine durch das Aussprechen des Namens. Öffentlich wurden ihre Falschheit und ihr magischer Namensmissbrauch entlarvt (Apostelgeschichte 19,13-20). Und das ebenfalls, damit sich „das Wort … [JaHuWaHs] mächtig“ ausbreitete und sich als „kräftig“ erwies (Vers 20). Und als Petrus und Johannes vom Hohen Rat befragt wurden, „durch welche Kraft oder in welchem Namen“ sie diese Kranken geheilt haben, verkündigten sie auch hier das Evangelium (Apostelgeschichte 4). Daraufhin befahlen die Hohenpriester den beiden „überhaupt nicht mehr in dem Namen … [Jahuschuahs] zu reden noch zu lehren“ (Vers 18). Denn darum geht es. Es geht nicht um die Wunder selbst, sondern damit das „Wort JaHuWaHs“ mit großer Macht verkündigt wird. Für die Bewohner Ephesus, wo sich dieser Vorfall ereignete, war es eine Lehre und sie verbrannten alle ihre Zauberbücher (Vers 19).

Das Institut für Papyrologie der Universität Heidelberg beherbergt eine einzigartige Sammlung solcher magischer Zauberpapyri in koptischer Sprache, die nach der Zeitenwende entstanden sind. Dabei intensivierte die „Bildmagie“ die Funktion der magischen Formeln und Texte. So lautet zum Beispiel eine Formel, die das Gelingen garantieren soll: A͞I͞O A͞I͞O TAXH TAXH“, was so viel heißt wie: „rasch, rasch, schnell, schnell.“ Auf solchen koptischen Zaubertexten sind zusätzlich in der Mitte des Textes geflügelte Dämonen und auch eine Jesus-Christus-Figur enthalten. Auf magischen Gemmen aus dem 2.-3. Jahrhundert sind Mischwesen aus Mensch und Tier mit der Beischrift des Gottes Jao Zebaoth Abraxas.252 Man kann hier sehr gut erkennen, wie der Gott der Bibel „Jao“ (Jahu) mit anderen Göttern oder dämonischen Wesen problemlos nebeneinander stehen konnten, was auch das Zauberbuch des Cyprianus aus dem 11. Jahrhundert u.Z. bezeugt. Cyprianus erzählt dort aus seinem Leben und von seiner Bekehrung zum „christlichen Gott“. Anerkannt als großer Magier begegnet er der Jungfrau Justina, die ihn lehrte, die „Kraft des Satans“ zu bannen. Daraufhin lautet seine christliche Anrufung bzw. magische Beschwörung: „Erisi, Tonai, Charim, Balim, Basileos, Autil, Obia, Kakikephali, komm, komm, Rasch, rasch!“ Anschließend folgt eine Beschwörung des „Erzengels“ Gabriel, dieser möge eine Frau dazu bringen, teuflischen Gedanken und Begierden zu verfallen. Gabriel wird in den Zauberpapyri oft mit Magie in Verbindung gebracht.253

Namen haben keine magische Wirkung! So auch nicht der Name des Allmächtigen. Sein Name ist vielmehr eine Offenbarung Seiner Macht und Seines Charakters. Er gibt jedem das Versprechen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37). Jahuschuah machte deutlich, dass wir beim Beten nicht viele unnötige Worte sprechen sollen, wie es die Heiden tun, weil sie denken, sie werden wegen ihrer vielen Worte gehört. Er spricht vielmehr vom „stillen Kämmerlein“ hinter geschlossener Tür, wo wir zu unserem Himmlischen Vater beten sollen (Matthäus 6,5-8). Die Anrufung JaHuWaHs bewirkt nichts Magisches. Wir holen Ihn damit keinesfalls vom Himmel herunter, sondern vielmehr bringt es uns zu Ihm hinauf.

infoWenn es heißt, “betet ohne Unterlass”, dann heißt das nicht, dass wir immer auf unseren Knien sein sollen. Es heißt vielmehr, dass wir immer mit Ihm verbunden sind, wie ein tägliches Atmen der Seele bzw. des Herzens. Überall wo wir sind, was wir gerade tun, können wir Ihn durch Seinen Sohn und Mittler Jahuschuah im täglichen Leben um Beistand und Hilfe bitten – ganz natürlich, so wie wir atmen.

Es ist nicht Magie, sondern der Glaube in die Verheißung der Bedeutung des Namens. Der Name selbst strahlt eine Verheißung aus, an die wir glauben. Als der Hauptmann des kranken Knechtes in Matthäus 8 die Worte des Messias hörte „ich will kommen und ihn heilen“, war seine sofortige Antwort: „ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden!“ (Matthäus 8,8). Das ist Glaube. Es ist der Glaube an die Macht JaHuWaHs durch Jahuschuah. Glaube braucht keinen sichtbaren oder spürbaren Beweis, dass Er Sein Versprechen wahr macht. Der Geist des Himmlischen Vaters selbst ist im Namen Jahuschuah gegenwärtig. Aber Er ist sicherlich nicht gegenwärtig, wenn Ungläubige oder Falschgläubige diesen „großen“ und „wunderbaren Namen“ in zauberischer Beschwörung zu missbrauchen versuchen (vgl. Apostelgeschichte 19,13-16).

„Denn viele werden unter Meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es!, und werden viele verführen.“ (Markus 13,6; siehe auch Matthäus 24,5)

Sie beanspruchen den Namen Jahuschuah für ihre eigenen selbstsüchtigen Zwecke oder weil sie eine falsche Vorstellung vom Gebrauch des Namens haben.

 

Elohim oder Gott?

Immer wieder ist zu hören und im Internet zu lesen, dass der korrekte Name für “Gott” El oder Elohim ist. Man dürfe nur diesen Ausdruck verwenden, weil der Titel „Gott“ heidnischen Ursprungs sei. Das ist aber sehr unlogisch, denn dann müssten man auch „Vater“ grundsätzlich mit Abba schreiben und sprechen. Denn wie „Gott“ ist auch „Abba“ nur ein Titel, der nicht nur für den Himmlischen Vater verwendet wird. Vater (אב ab) ist ein Ehrentitel, den z.B. David verwendete, als er sich an Saul wendete (1. Samuel 24,11). Es kann auch auf einen „Lehrer“ angewendet werden, wie Elisa zu Elijah als dieser in den Himmel auffuhr (2. Könige 2,12). Elijah war der Lehrer Elisas. Und in 2. Könige 6,21 wird Elisa selbst mit „ab“ angesprochen (2. Könige 6,21). Vater (אב ab) wird auch für einen Anführer benutzt (1. Mose 45,8).

Viele nehmen auch an, dass der Titel Gott (Eloha, Elohim) nur auf den Allmächtigen selbst anwendbar ist. Während die Befürworter der ausschließlichen Benennung „Elohim“ nicht beachten, dass dieser Titel im Alten Bund auch auf „fremde Götter“ bzw. Götzen angewendet wird, versuchen Trinitarier mit dem Begriff „Gott“ zu „beweisen“, dass der Sohn des Allmächtigen ein gleichrangiger Gott wie der Vater ist, weil er eben auch „Gott“ genannt wird.

Völlig übersehen wird dabei jedoch, dass auch Gott bzw. Elohim in der Bibel nicht nur für den Allmächtigen Vater steht, sondern auch für Seinen Sohn. Auch gläubige Menschen werden in der Bibel in bestimmten Situationen, z.B. wenn sie als Richter oder als leitender Kopf über einer Gemeinde/einem Volk dienen, als „Gott“ bezeichnet (2. Mose 4,16; 7,1; 21,6; Psalm 82,1.6; 95,3; 97,7; Johannes 10,34; vgl. dazu auch Apostelgeschichte 17,28). Auch die Himmelsbewohner werden als Elohim (Gott) bezeichnet (Psalm 8,6, im Hebräischen steht hier anstelle „Engel“ Elohim; Psalm 97,7; 138,1; Hiob 1,6; 2,1; 38,7). Selbst Satan ist ein „Gott“ (2. Korinther 4,4) und auch all die falschen, heidnischen Götter und Götzen werden in der Bibel grundsätzlich als „Elohim“ bezeichnet (2. Mose 20,23; 23,13; 5. Mose 11,28; Jeremia 16,20; usw.).

Elohim ist einfach nur ein Titel. In Phönizien war „El“ der Name für den Gott Kronos und Baal. „El“ galt als der höchste Gott im antiken Phönizien.254 Als „El“ galt zeitweise auch der höchste Gott der Ugariter, der erstmals um 1400 vor der christlichen Zeitrechnung in Keilschrifttexten auftaucht. El wurde im Plural meist als Gattungsbegriff verwendet und im Singular überwiegend als Eigenname des jeweiligen Gottes. Ca. 400 Jahre später löste der Gott Ba’alsamen (phönizisch) bzw. Be’elsamen (aramäisch) El in Ugarit endgültig ab.255

infoIn der Bibel wird zudem der Begriff „Engel“ ebenso unterschiedlich angewendet, wie der Begriff „Elohim“. Er wird mal auf buchstäbliche „Engel“ bzw. geschaffene himmlische Wesen, mal auf den Menschen, als auch auf den Messias angewandt. In Offenbarung 8,1-4 muss dieser dort erwähnte „Engel“ der Messias sein, denn KEIN geschaffenes himmlisches Wesen kann Gebete zum Himmlischen Vater JaHuWaH vermitteln. Aber der buchstäbliche Sohn JaHuWaHs ist als unser Mittler tätig. „Engel“ bedeutet nichts anderes als „Bote“ oder auch „Gesandter“ oder „Überbringer“. Dies kann ein geschaffenes himmlisches Wesen sein, es kann auch der Sohn JaHuWaHs sein, aber auch ein Mensch. Auch hier muss der Textzusammenhang zeigen, wer gemeint ist.

Mose wird als ein „Gott“ eingesetzt, weil Er vom allmächtigen Himmlischen Vater den Auftrag erhalten hat, über den Pharao zu bestimmen und auch als Haupt für das ganze Volk Israel zu sprechen.

„Und … [JaHuWaH] sprach zu Mose: Siehe, Ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.“ (2. Mose 2,7)

Und so ist auch der Messias ein „Gott“ für uns – er ist unser Leiter. Er selbst aber hat einen „Gott“ über sich – den Himmlischen Vater JaHuWaH, von dem Er abhängig ist (Johannes 20,17). Sein Sohn ist irgendwann noch VOR Erschaffung der Erde vom Allmächtigen Vater „hervorgegangen“, „gezeugt“, „geboren“ oder „von Ihm ausgegangen“. Der Sohn ist von sich aus nicht allmächtig wie Sein Vater. Der Sohn hat soviel Macht, wie Ihm Sein Vater gibt (Psalm 8,7).

Jahuschuah führt grundsätzlich alles im Namen und im Auftrag Seines Vaters aus (Markus 11,9; Johannes 5,43; Johannes 10,25). Er macht NICHTS in Seinem eigenen Namen. Umgekehrt ist das nicht der Fall. In der gesamten Bibel finden wir keinen Hinweis, dass der Vater etwas im Auftrag Seines Sohnes macht. Wird das nicht erkannt, kommen wir in den Strudel der heidnischen Göttertrias bzw. Dreieinigkeit/Trinität. „Gott“ (Eloah bzw. Elohim) ist nur ein Titel, der für beliebig viele Personen anwendbar ist, je nach ihrer Rang- oder Aufgabenstellung (vgl. 1. Korinther 15,23-27). Folgende Aussage zeigt die Unterordnung des Sohnes unter den Vater sehr deutlich:

„Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.“ (1. Korinther 15,27)

Und in diesem Sinne wird der Sohn als „Gott“ bezeichnet, denn er wurde uns zum „Gott“ gesetzt. Aber genau diese Bezeichnung sorgt bei vielen für Verwirrung, weil sie denken, nur der Allmächtigen dürfe mit „Gott“ bezeichnet werden.

Es ist völlig egal, ob wir Gott oder Elhohim sagen, denn es sind beides einfach nur Titel, die vielfältig verwendet werden können. Im Arabischen wird Elohim bzw. Eloha (Singular) als „Allah“ bezeichnet. Das ist ebenfalls nichts anderes als ein Titel, welcher „der Gott“ bedeutet. Aus diesem Gesichtspunkt wäre es tatsächlich egal, ob nun ein Christ Allah anstelle von Gott oder Elohim sagt.

Genau dieser allgemeine Titel in den verschiedenen Sprachen als Gott, Eloha/Elohim, Aluahjim, Allah usw. ist der Grund, weshalb wir unseren Gott mit Seinem wahrhaftigen Namen anrufen und verkündigen sollen, den Er uns ausdrücklich mitgeteilt hat. Der allmächtige Schöpfer heißt nicht einfach „Gott“. Er hat einen einzigartigen Namen, der Ihn von allen anderen Göttern bzw. Götzen unterscheidet. Denn Götter, Elohim oder Allahs gibt es viele. Unser Gott ist nicht irgendein Gott, sondern der allmächtige Erlösergott JaHuWaH. Die Worte in Apostelgeschichte 2,21, wo der Prophet Joel 3,5 zitiert wird, sind bedeutend:

„Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen … [JaHuWaH] anruft, wird errettet werden.“

Es ist der Name des Vaters. Aber eben auch in gewisser Weise des Sohnes, weil dieser im Namen des Vaters auf die Erde kam und Erlösung erwirkte. JaHuWschuaH heißt ja nichts anderes als „JaHuWaH rettet“.  Es ist der Name, der alles entscheidet, der aber leider im Titel Gott, Herr, Adonaj oder Elohim untergegangen ist. Den Namen mit Titeln zu ersetzen ist eine heidnische babylonische Tradition, wie nachfolgend gezeigt wird.

 

 

HERR, Baal, Adonaj und Kyrios


Der Titel „HERR“ als Name für den Allmächtigen Schöpfer ist höchst fragwürdig. Denn es ist nur ein Titel, der den tatsächlichen Namen verdrängt hat. Dieser Titel anstelle des Namens hat eine lange Tradition, die bis zum babylonischen Götzendienst zurückgeht.

Das Wort Herr kommt in den Schriften des Alten Testaments als אדון (adon) tatsächlich auch als solches vor: als Titel. So wird Mose von Josua und Aaron respektvoll mit „Herr“ angesprochen (4. Mose 11,28; 12,11) und Sarah nennt Abraham „mein Herr“ (adoni) und Josepf nennt Potiphar „adoni“ (1. Mose 18,12; 34,36; 1. Mose 39,2, etc.). In diesem Sinne gebraucht, bedeutet dieser Titel soviel wie Herrscher, Gebieter bzw. Oberhaupt über ein Volk, über Sklaven oder Untertane.  Im deutschen Sprachraum ist „Herr“ eine höfliche Anredeform für Männer. Auch werden in der Bibel „Herren“ (Plural) genannt, über die JaHuWaH herrscht und von denen Er sich schon alleine durch Seinen Namen abhebt:

„Denn … [JaHuWaH], euer Gott, Er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott der keine Person ansieht und kein Geschenk annimmt …“ (5. Mose 10,17)

Eindrucksvoll und mit Nachdruck wird JaHuWaH, der Allmächtige Schöpfergott, MIT SEINEM NAMEN vorgestellt und damit von den „Göttern“ und „Herren“ unterschieden. Der „furchtbare“ Gott ist eine Bezeichnung, die wir oft völlig falsch verstehen. Lesen wir jedoch den zweiten Halbsatz und die folgenden zwei Versen (18+19), wird die Bedeutung klar: Niemand als nur Er vermag es, für eine vollkommene Gerechtigkeit zu sorgen. Er ist nicht bestechlich und sieht die Person nicht an. Er wird denjenigen Recht geben, denen Unrecht und Leid widerfahren ist, unabhängig davon, welche Stellung dieser im Volk inne hat.  Und besonders „liebt“ Er auch den „Fremden“ (5. Mose 10,19), der häufig von den Einheimischen als Mensch „zweiter Klasse“ behandelt wird. Der Mensch soll diesem allmächtigen Gott JaHuWaH dienen und nicht auf all die anderen „Herren“ vertrauen, die das nicht vermögen. Der Prophet Jesaja beklagt und beweint bitterlich die Untreue des Volkes Israels:

„O … [JaHuWaH] unser Gott, andere Herren als Du herrschten über uns; aber künftig gedenken wir allein an Dich, an Deinen Namen!“ (Jesaja 26,13)

Hier haben wir wieder das „Gedenken“ an Seinen Namen! Erst durch Seinen Namen256 wird der wahre Schöpfer erkennbar und von den zahlreichen „Herren“ abgrenzbar. Einer dieser „Herren“ ist der babylonische Gott Baal. Die Bedeutung von Baal ist wiederum „Herr“. Ursprünglich hatte dieser oberste Gott Babylons den Namen Marduk. Anfänglich legte man den verschiedenen Göttern diesen Ehrentitel Baal zusätzlich zum Namen bei. Die Phönizier z.B. beteten den Priapus, den mystischen Gott der Lust und Fruchtbarkeit als Beelpheo oder Baalpeor an.257 Später ersetzte man die Namen der Götter mit dem Titel Baal.

Kyros ZylinderKyros Zylinder: Verkündigung des altpersischen Königs Kyros von 538 v.u.Z mit seiner Sicht der Gründe des Sturzes des letzten neubabylonischen Königs Nabonid.
@ Mike Peel/CC BY-SA 4.0
Wie Martin Rösler in seinem Buch „Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird“ aufzeigt, wurden bereits in Babylon die Namen der Götter von Titeln (einer „Triadenkonstruktion“)  abgelöst. Als Marduk zum Landesgott aufstieg,  wurde der Titel Baal bzw. Belus, den zuvor vierschiedene Götter als Beinamen hatten, zum Eigennamen Marduks. Dieser Gott wurde jetzt nur noch als Baal bezeichnet. Weiter wurden für Marduk die Titel „Herr der Ober- und Unterwelt“, „Herr von Babylon“, „Herr der Schöpfung“ oder „Herr der Weisheit“  benutzt. Der schrittweise Übergang von Baal oder Bel als Beiname zur vollen Ersetzung des Namens, zeigen die sich darauf beziehenden Textfunde der Nabonid-Chronik und des Kyros-Zylinders sowie die Babel-Stele Nabonits (TUAT III, 407) auf. Während auf der Älteren Babel Stele noch „Fürst Marduk“ steht, steht auf dem Kyros-Zylinder „bel und Nebo“ als Götternamen und in der späteren Nabonid-Chronik wird nur noch der Titel „Bel“ verwendet.258 In Jeremia 50,2 und 51,44 wird Marduk mit dem Titel Bel bezeichnet, der zum Eigenname wurde. Die Übersetzer der Septuaginta haben hier diesen Titel nicht mit „Kyrios“ übersetzt.

Für die Tyrer259 war das höchste Göttertrias Baalsamim, Baalmelkarth (Herakles) und Astarte.  Der Beiname (Epitheton) Baal Baalsamim zeichnet Baal als Gott der „höchsten Potenz“ aus. Eine solcher Hauptgott waren auch Zeus, Jupiter und Kronos bzw. Saturn. Die Hauptdreiergottheit im nördlichen Phönizien nannte sich El, Baaltis und Adonis“. Punische260 Votivinschriften aus älterer und jüngerer Zeit haben dem Namen Baal Shamman immer noch das Epitheton Adon beigestellt. So heißt es in einer Inschrift: „unserem Baal, dem Adon, dem Baalshamman“.261

Später tritt zum El- und Baalskult in Phönizien der Kult des Adonis und der Aphrodite immer stärker in den Vordergrund. Adon ist eine phönizische bzw. kanaanitische Entsprechung des babylonischen Baal und steht ebenfalls für „Herr“.262  Auch hier wurden die Eigennamen der Lokalgottheiten mit dem Titel Adon ersetzt.263 Im aramäischen Sprachbereich werden den Baal-Gottheiten der Titel Adon vorangestellt. In Byblos hat Adon den Eigennamen verdrängt. Dort wurde er als „mein Adon“ (mein Herr) angerufen und nicht als „mein Baal“.264

infoAuch der islamische Name Isa hat die Bedeutung von „Herr“. Der Name Isa kommt aus der hinduistischen Sprachraum und ist ein anderer Name für Shiva, eine indische Entsprechung von Baal (Herr), wie Josef F. Alioli  in seinem Handbuch der biblischen Altertumskunde beschreibt. „Beider Symbol ist der Phallus. Mit beiden sind Sonne und Mond, Saturn und Feuer in engster Beziehung. Beide sind sowohl Götter der Zeugung als auch der Zerstörung. Der Kult von beiden ist von Menschenopfern und Unzucht begleitet.“265

Wie wir im Kapitel weiter oben bereits gelernt haben, ersetzten die Juden noch in der Zeit des Alten Bundes den Name JaHuWaH in der Bibel mit Adonaj (אדני). Man hängte das Suffix –j an Adon an, was so viel bedeutet wie „mein Herr“. Wobei „mein Herr“ im Sinne eines Ehrentitels für Menschen im Hebräischen mit Adoni geschrieben wird. Die Lesart Adoinaj kommt durch die masoretische Punktuation zustande. Martin Rösel wertet die Schreibweise Adonaj  als einen „sekundären Versuch, zwischen der Aussprache adonῑ für Menschen und adonᾱj für Gott zu differenzieren“. Auch sei dabei davon auszugehen „dass es im unpunktuierten Text keine Differenzierung zwischen den beiden Formen gegeben hat.“266

In Griechenland wurde dieser Gott als Adonis bezeichnet und in Ägypten war es der Gott Aton. Aton wird häufig mit einer Sonnenscheibe und Strahlen dargestellt. In Arabien wurde die Sonne als Adone bezeichnet und Adoneus ist die, „durch Verpflanzung der ägyptischen, indischen und griechischen Mythologie auf fremden Boten entstandene Verbindung von Adonis und Bakchus.“267

infoIn der griechischen Mythologie ist Adonis der Geliebte der Aphrodite/Venus. Der Mythos wird in verschiedenen Fassungen erzählt. Nach einer Fassung ist Adonis der Sohn der Myrrha und deren eigenem Vater, dem König von Assyrien. Als der Vater sich dieser Inzucht bewusst wurde, verwandelte er Myrrha in einen Myrrenbaum. Nach 10 Monaten spaltete sich der Baum und Adonis kam „in göttlicher Schönheit hervor.“ Danach mussten sich die Göttinnen Aphrodite und Proserpina Adonis teilen. Mars wurde eifersüchtig auf Adonis und sandte ein Wildschwein, das Adonis bei der Jagd tötete. Nach einer andere Sage, wurde Adonis nur verwundet. Worauf hin man jährlich das Fest der Adonien feiert. „Auf diese Weise wäre Adonis der Osiris der Ägypter.“268 Dieses Fest für Adonis wurde im Dezember zur Wintersonnwende begangen und wird heute noch als „Weihnachten“ gefeiert. Das Weihnachtsfest setzte sich erst seit dem 4. Jahrhundert langsam durch.269 Wir haben immer wieder dieselben Mythen in einer etwas unterschiedlichen Variation eines Gottessohnes mit Namen Tammuz, Adonis, Bacchus, Dionysus, Esus, etc.

In Byblos herrschte ein ähnlicher Götterkult wie in Ägypten. Dort wurde ebenfalls Adon oder Adonis dem Osiris gleichgestellt. Die weibliche Göttin Aphrodite wurde ebenfalls dort verehrt, welche niemand andere als die babylonische Isis ist.270 Aphrodite war auch mit dem Namen Baal-tis bekannt. Baal-tis bedeutet „meine Herrin“. Die Göttin Hera wurde in Babylon als Beltis bezeichnet. Sie ist dieselbe wie die kanaanitische Aschera insofern, als ihr Dienst mit Prostitution verbunden war. Der Kult der Baaltis und des Adonis ist derselbe wie in Ägypten Osiris und Isis.263 Bei der „Herrin von Byblos“ findet sich in Inschriften (ca. 900 v.u.Z.) häufig das Epitheton תאד (Adat) als die weibliche Form von Adon.272

„Der Name Adonis, welcher mit dem hebräischen Namen Adonai und der griechischen Benennung, Kyrios, der Herr, die man diesem Prinzen ebenfalls beilegte, einerlei Bedeutung hat, bezeichnete die Sonne, die gleichsam als der Herr des Firmaments anzusehen ist. […] Diese Verehrung der himmlischen Körper ist aus dem höchsten Altertum, und breitete sich vorzüglich von Babylonien aus. Unter den orientalischen Gottheiten war keine so berühmt als der Baal, ein Name, der bei den Morgenländern eben dasjenige bedeutete, was Jupiter bei den Abendländern war, nämlich die allgemeine Benennung der Götter. Die Chaldäer nannten diese Gottheit, ihrer Mundart zufolge Bel, ein Wort, das mit der Phönizier Baal, der Bedeutung nach, vollkommen einerlei war.“273

Wie in Kapitel „Die Geschichte einer völligen Verschleierung“ dargelegt, ersetzten die Juden in einer bereits vorchristlichen Epoche den Namen JaHuWaH mit Adonaj. Der hebräische Gottesname und der „verabsolutierte Herrentitel“ werden in Ägypten nebeneinander gebraucht, wie aus dem aramäischen Papyrus Amherst 63 hervorgeht.274 Dieses Papyrus stammt aus einer Epoche vierhundert Jahre vor der Zeitenwende. Auch vor dem Erdenleben Jahuschuahs wurde von den Juden im griechischen Exil bereits das Tetragramm mit dem Titel „Kyrios“ ersetzt. Gemäß Klaus Koch geschah diese Ersatzlesung auch in Anlehnung an einen für göttliche Wesen „schon länger bestehenden ägyptisch-syrischen Sprachgebrauchs“.275 Auch Martin Rösel kommt zu dem Schluss, dass „die Ersetzung des JHWH-Namens durch die Herrentitel Adonai oder Kyrios nicht als isoliertes Phänomen“ verstanden werden kann, „sondern ist in diese Entwicklung einzuzeichnen“.276 Das heißt, dass der von den Juden sowie von den ersten „Christen“ verwendete Titel Adonai und Kyrios für Gott (sowohl Vater als auch Sohn) ihre Wurzel im heidnischen Götzendienst haben.

„Diese bereits ägyptische Tradition der Verbindung eines Gottesnamens mit dem Herrentitel setzt sich auch in hellenistischer Zeit fort“.277

Tempel DuraTempel des Baal in Dura Europos
@ Heretiq/Wikipedia
Zeus mit dem Titel Kyrios wird hier zum ersten Mal in Dura, einer im dritten Jahrhundert (312-280) vor der Zeitenwende von König Seleukos I. gegründeten griechischen Stadt278 gefunden. In Dura gab es u.a. einen Adonis-Tempel und ein Tempel des Zeus Kyrios-Baalshamin. Dieser Tempel wurde wahrscheinlich Anfang des 1. Jahrhundert nach der Zeitenwende errichtet. 1934 wurde er von einer amerikanisch-französischen Expedition ausgegraben. Gemäß der Inschrift auf der Stele mit dem sitzenden Gott Zeus wird das Jahr 31 u.Z. angegeben. Als Gott wird Baal-Schamen genannt. In einer Beischrift wird der Gott auf der Stele als Zeus bezeichnet. In einer längeren Inschrift wird der Titel des Zeus als Kyrios genannt.279

Etwas später, datiert auf 210 u.Z., wurde nahe des Eingangs der Ostmauer von Dura in großen Buchstaben eine lateinische Inschrift angebracht, von der nur noch Fragmente erhalten sind. Sie lautete etwa: „O Zeus, Kyrios, erhalte die Abteilung der Atnoninen280.“281

Der Titel Kyrios ist von Syrien und Ägypten in die hellenistisch-römischeReligion eingedrungen. Die alexandrinischen Judentum hat sich mit der griechische Übersetzung des Alten Testaments anstelle des Namens JaHuWaH zu diesem Kyrios entschlossen, dem sie allein Verehrung zollten.282

„Habt sorgfältig acht auf alles, was ich euch befohlen habe! Und die Namen der fremden Götter sollt ihr nicht erwähnen; sie sollen gar nicht über eure Lippen kommen!“ (2. Mose 23,13)

 

Nicht Baal, nicht HERR – Lasst uns den Schöpfer JaHuWaH anrufen!

Der Name JaHuWaH wurde von Anbeginn der Zeit angerufen. Set, der Sohn Adams rief den Namen an (1. Mose 4,26), Abram rief den Namen JaHuWaH an (1. Mose 13,4), „Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die Seinen Namen anriefen, sie riefen JaHuWaH an, und Er erhörte sie.“ (Psalm 99,6). David stellte sich dem mächtigen Goliat „im Namen JaHuWaHs der Heerscharen“ entgegen (1. Samuel 17,45). Der Prophet Amos verkündigte:

 „Er ist es, der Seine Stufen im Himmel gebaut und sein Gewölbe über der Erde gegründet hat, der den Meereswassern ruft und sie ausgießt über den Erdboden – JaHuWaH ist Sein Name.“ (Amos 9,6)

 Aaron segnete das Volk in diesem Namen:

„Und JaHuWaH redete zu Mose und sprach: Rede zu Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Kinder Israels segnen; sprecht zu ihnen:
JaHuWaH segne dich und behüte dich!
JaHuWaH lasse Sein Angesicht leuchten über dir uns sei dir gnädig!
JaHuWaH erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
Und so sollen sie Meinen Namen auf die Kinder Israels legen, und Ich will sie segnen.“
(4. Mose 6,22-27) 

Der Prophet Elia demonstrierte welche Macht die Anrufung Seines heiligen Namens hat. Bereits mit Seinem Namen war der Prophet ein Zeugnis für JaHuWaH. Elia lautet im Hebräischen Elijahu mit der Bedeutung: „Elohim ist JaHuWaH!“ Elijahu ist gegen 450 Propheten des Baal und gegen 400 Propheten der Aschera angetreten (1. Könige 18,19). Er war nur ein einziger Prophet JaHuWaHs gegen so viele Propheten des ha Baal-gad (des „Herrgotts“). Es war ein riesiges Schauspiel; ganz Israel war am Berg Karmel versammelt. Er sprach zu ihnen:

„Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn …[JaHuWaH] der wahre Gott ist, dann folgt Ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm nach! Aber das Volk antwortete ihm kein Wort.“ (1. Könige 18,21)

Die Bibel teilt uns mit, dass die heidnischen Propheten den Namen Baal (Herr) von früh bis spät anriefen. Sie wurden immer lauter, sie riefen „Baal, antworte uns! Aber da war kein Laut, keine Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte.“ (Vers 26) Am Abend gab es immer noch keine Antwort von Baal. Da rief Elijahu den Allmächtigen an:

… [JaHuWaH], Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute soll man erkennen, dass Du Elohim (Gott) in Israel bist und ich Dein Knecht und dass ich nach Deinem Wort das alles getan habe. Antworte mir, JaHuWaH, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass Du, … [JaHuWaH], der wahre Gott bist und dass Du selbst ihr Herz wieder zurückgewandt hast!“ (Verse 36,37)

Elijah ist nicht um den Altar getanzt und gehüpft, wie die Baalspriester. Er betete einfach. Sofort kam das Feuer von JaHuWaH herab und verzehrte das Brandopfer. Es muss ein gewaltiger Anblick gewesen sein! Als die Leute das sahen, da fielen sie nieder und riefen:

„JaHuWaH, Er ist Gott! JaHuWaH, Er ist Gott!“ (Vers 39)

Das Volk Israel erfuhr hier vom Allmächtigen Schöpfer selbst, dass Sein Name nicht Baal (Herr), sondern JaHuWaH ist. Wo andere Götter/Götzen283  schwiegen, da antwortete JaHuWaH – machtvoll und beeindruckend. Die Israeliten wollten sich den umliegenden heidnischen Nationen anpassen und nahmen den heidnischen Namen Baal (Herr) an. Darüber vergaßen sie den Namen des Schöpfers.

„Beabsichtigen sie etwa, Meinen Namen bei Meinem Volk in Vergessenheit zu bringen durch ihre Träume, die sie einer dem anderen erzählen, so wie ihre Väter Meinen Namen über dem Baal [Herr] vergaßen?“ (Jeremia 23,27).

Bis heute ist Sein Name in Vergessenheit geraten. Man bedenke nur, wie traurig die Ersetzung des heiligen Namens des Allmächtigen durch das Wort HERR (Baal) in der gesamten Bibel ist. Folgender Vers, wie er heute in fast allen Bibelübersetzungen wiedergegeben wird, zeigt dies deutlich:

„Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR [Baal], da rufst du: Mein Mann! Und du rufst Mich nicht mehr: Mein Baal [HERR]!“ (Hosea 2,18) „Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – HERR [Baal] der Heerscharen ist sein Name –, und der Heilige Israels ist dein Erlöser: Er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden.“ (Jesaja 54,5)

Was für ein Unsinn. Wie traurig. Welch ein Frevel! Dieselben Verse müssten lauten:

„Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht JaHuWaH, da rufst du: Mein Mann! Und du rufst Mich nicht mehr: Mein Baal [Herr]!“ (Hosea 2,18) „Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – JaHuWaH der Heerscharen ist Sein Name –, und der Heilige Israels ist dein Erlöser: Er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden.“ (Jesaja 54,5)

Wie sehr würden wir unseren Himmlischen Vater ehren, der Seinen Sohn in Seinem Namen auf die Erde sandte, um uns in genau diesem Namen zu erretten. Sollten wir Ihn nicht wieder bei Seinem Namen anrufen, den Er Seinem Volk mitgeteilt hat? 

 „Rühmt euch Seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die JaHuWaH suchen!“ (1. Chronik 16,10)

„Auf Dich vertrauen, die Deinen Namen kennen; denn Du hast nicht verlassen, die Dich suchen, JaHuWaH.“ (Psalm 9,11)

„Aber eben deshalb habe Ich dich bestehen lassen, um dir Meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde Meinen Namen verkündigt.“ (2. Mose 9,16)

„So spricht JaHuWaH, der es tut, JaHuWaH, der es bildet, um es festzusetzen, JaHuWaH ist Sein Name: Rufe Mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfaßbares mitteilen, das du nicht kennst.“ (Jeremia 33,2-3)

„Da rief ich den Namen JaHuWaH an: „Ach JaHuWaH, errette meine Seele!“ (Psalm 116,4)

 „Dankt …[JaHuWaH], ruft Seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt! Singt Ihm lobsingt Ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmt euch Seines heiligen Namens!“ (Psalm105,1-3; 1. Chr. 16,8-10)

Für die letzte Zeit, die letzte Generation ließ unser Schöpfer Seine Propheten anweisen, Seinen Namen wieder anzurufen. Seine Kinder sollen sich wieder Seines Namens erinnern, was  große Verheißungen mit sich bringen wird:

„Und werdet sagen zu jener Zeit: Dankt … [JaHuWaH], ruft Seinen Namen an, verkündigt unter den Völkern seine Taten, erinnert daran, daß sein Name hoch erhaben ist!“ (Jesaja 10,11)

„Er ist es, der seine Stufen im Himmel gebaut und sein Gewölbe über der Erde gegründet hat, der den Meereswassern ruft und sie ausgießt über den Erdboden – … [JaHuWaH] ist sein Name.“ (Amos 9,6)

 „Und sie werden Sein Angesicht sehen, und Sein Name wird auf ihren Stirnen sein.“ (Offenbarung 22,4)

Auf der Anrufung des Namens des allmächtigen Schöpfergottes JaHuWaH liegt ein großer Segen. Wenn Du einmal erkannt hast, dass der Titel „HERR“ eine leere Worthülse ist, und Du rufst trotzdem weiterhin diese Titel an, wirst Du nicht den vollen Segen bekommen, der in 4. Mose 6,24-26 beschrieben ist; denn Du rufst den wertlosen Namen Baal (Herr) an. Das hat zur Zeit Elijahus (Elija) nicht geholfen und wird auch heute nicht helfen. Gerade die letzte Generation soll den Namen JaHuWaH anrufen:

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird gerettet werden; denn auf den Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie JaHuWaH verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die JaHuWaH beruft.“ (Joel 3,5)

„Und werdet sagen zu jener Zeit: Dankt JaHuWaH, ruft Seinen Namen an, verkündigt unter den Völkern Seine Taten, erinnert daran, daß Sein Name hoch erhaben ist!“ (Jesaja 12,4)

„Dann aber will Ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen … [JaHuWaH] anrufen und Ihm einträchtig dienen.“ (Zephania 3,9)

„Darum soll mein Volk Meinen Namen kennenlernen, ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, daß ich der bin, welcher spricht: Siehe HIER BIN ICH!“ (Jesaja 52,6)

 „Aber dieses letzte Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft. Es wird Meinen Namen anrufen, und Ich will ihm antworten: Ich will sagen: ‚Das ist Mein Volk!‘ und es wird sagen: JaHuWaH ist mein Gott!‘“ (Sacharja 13,9)

JaHuWaH wird die Glaubenstreuen als „Söhne und Töchter“ annehmen und Er wird ihnen einen Neuen Namen geben, „einen ewigen Namen“ (Jesaja 56,5). Er ruft Seinen Namen über Sein Volk aus, über die, welche Sein „Angesicht suchen“ und die von ihren Sünden umkehren (2. Chronik 7,14).

„Und ihr werdet von jedermann gehasst sein um Meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ (Matthäus 10,22)

„Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um Meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben.“ (Matthäus 19,29)

An die Gemeinde Pergamon:

„Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist, und dass du an Meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.“ (Offenbarung 2,13)

An die Gemeinde Philadelphia:

„Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und Meinen Namen nicht verleugnet.“ (Offenbarung 3,8)

„Wenn ihr nicht hört und wenn ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, Meinem Namen Ehre zu geben, spricht JaHuWaH der Heerscharen, dann sende Ich den Fluch unter euch und verfluche eure Segensgaben; ja, Ich habe sie schon verflucht, weil ihr es nicht zu Herzen nehmt.“ (Maleachi 2,2)

Es wird bald eine Zeit kommen mit einer großen Prüfung, eine Zeit der Trübsal und der Verfolgung. Wir werden den Namen des Allmächtigen für unsere Befreiung anrufen müssen. Wenn wir den falschen Namen haben, wird es keine Befreiung geben. Jetzt ist die Zeit, um Seinen heiligen Namen kennenzulernen und darauf zu vertrauen.

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuWaH berufen wird.“ (Joel 3,5)

 „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apostelgeschichte 4,12)

Römer, Griechen, Juden, Araber, Amerikaner, Afrikaner, Europäer, etc. – wir alle sind unter demselben Himmel und habe denselben Schöpfer. Weltweit soll und wird der Name bekannt gemacht werden unter „allen Völkern“ (Psalm 105,1; Jesaja 12,4). Deshalb sollten wir den Namen JaHuWaH in den Bibeln, Büchern, Artikeln, Gebeten und Liedern (vgl. Psalm 30,5; 66,2; 68,5; 96,2; 135,3) veröffentlichen, um „unter den Nationen“ zu verkündigen: „JaHuWaH regiert!“ (Psalm 96,10). Dies ist besonders ein Auftrag an die „Hirten“, das heißt die Ältesten, Prediger und Gemeindeleiter:

„Und nun, ihr Priester, dieses Gebot gilt euch! Wenn ihr nicht hören wollt und ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, Meinem Namen die Ehre zu geben, spricht … [JaHuWaH] der Heerscharen, so schleudere ich den Fluch gegen euch und verfluche eure Segenssprüche; und ich habe sie auch schon verflucht, denn ihr nehmt es nicht zu Herzen!“ (Maleachi  2,1-2)

Maleachis Prophezeiungen reichen bis in die Endzeit. Der Allmächtige Schöpfer JaHuWaH hat Seinen Namen mit den 10 Plagen Ägyptens verknüpft und den Pharao „bestehen hat lassen […] damit „Mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde“. Paulus greift diese Worte an die Römer wieder auf:

„Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich aufstehen lassen, dass ich an dir meine Macht erweise, und dass Mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde«.“ (Römer 9,17)

Dazu hat Er den Pharao „aufstehen“ lassen …. Gilt das nicht heute noch mehr für jeden, der einer Gemeinde vorsteht bzw. sie leitet? Sollte Sein Name in der heutigen Zeit nicht ebenso verkündigt werden? Denn die prophetischen Anweisungen gelten nicht nur für die Priester, Könige und dem Volk des alten Bundes. Es gilt besonders für uns heute, denn auch heute gilt: „vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll Sein Name groß werden unter den Heidenvölkern“ (Maleachi 1,11a), denn alle „sollen erkennen, dass Ich, … [JaHuWaH], der Heilige in Israel bin!“ (Hesekiel 39,7)

„Erhebt mit mir … [JaHuWaH], und lasst uns miteinander Seinen Namen erhöhen!“ (Psalm 34,3)

Sein Segen wird nicht auf sich warten lassen:

"So will Ich Mich groß und heilig erweisen und Mich zu erkennen geben vor den Augen vieler Völker; und sie sollen erkennen, dass Ich … [JaHuWaH] bin!“ (Hesekiel 38, 23)

„Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144000, die Seinen Namen und den Namen Seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.“ (Offenbarung 14,1)

„So spricht … [JaHuWaH] der es tut, … [JaHuWaH], der es ersinnt, um es auszuführen, … [JaHuWaH] ist Sein Name: Rufe Mich an, so will Ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.“ (Jeremia 33,2-3)

 „Dann aber will Ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen … [JaHuWaHs] anrufen und Ihm einträchtig dienen. […] Und Ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übrig lassen; das wird auf den Namen … [JaHuWaH] vertrauen.“ (Zephania 3,9.12)

Wenn wir heute möchten, dass unser Erlöser Jahuschuah wiederkommt und Sein Reich aufrichtet, tun wir gut daran, die menschengemachte, satanische Tradition abzuschaffen; wir müssen den Namen unseres Schöpfers, JaHuWaH, aussprechen und den korrekten hebräischen Namen Seines Sohnes JAHUschuaH. Denn es gibt Rettung in keinem anderen Namen (Apg. 4,12)!

 

„O … [JaHuWaH], unser Gott,
andere Herren als Du herrschten über uns;
aber künftig gedenken wir allein an Dich,
an Deinen Namen!“
(Jesaja 26,13)

 




1 Jochen Teuffel, Namensgedächtnis statt Gottdenken - Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff, in: Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss), 4/2011, S. 338 Up

2 Jochen Teuffel, Namensgedächtnis statt Gottdenken - Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff, in: Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss), 4/2011, S. 343-344; Hervorhebung hinzugefügt Up

3 M. Buber zitiert in: Klaus-Dieter Baumann/Hartwig Kalverkämper (Hrsg.), Theorie und Praxis des Dolmetschens und Übersetzens in fachlichen Kontexten, Frank & Timme Berlin, S. 500 Up

4 Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments nach der deutschen Uebersetzung und mit den Vorreden Doctor Martin Luthers, Tübingen 1748, Im Erklärungsregister unter „Name“ Up

5 James Orr, The International Standard Bible Encyclopedia, Delmarva Publications USA, 2014, unter „Name”, Kommentar zu Jeremia 23,27; eigene Übersetzung ins Deutsche Up

6 John L. Mckenzie, The Dictionary of the Bible, Macmillan Publishing Company, 1995, S. 316, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

7 Giovanni Pico della Mirandola, Disputianum Adversus Astrologos (1496), Liber V, VI, aus:  Gerard Gertoux, The Name of God Y.eH.oW.aH Which is pronounced as it is Written I_Eh_oU_Ah, University Press of America, Simplyfied Edition 2015, S.  56 Up

8 Joachim Jeremias in „Abba“, S. 63f, in: Georg Schelbert, ABBA Vater: Der literarische Befund vom Altaramäischen bis zu den späten Midrasch- und Haggada-Werken in Auseinandersetzung mit den Thesen, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2011, S. 20 Up

9 Günter Schwarz, Das älteste Evangelium, Script von 2005, S. 15 Up

10 In diesem Artikel werden die Abkürzungen u.Z. für 'unsere Zeitrechnung' (n.Chr.) und v.u.Z für 'vor unserer Zeitrechnung' (n.Chr.) benutzt. Up

11 Justin der Märtyrer, Erste Apologie, Nr. 63 und Nr. 61, in deutscher Übersetzung und digitalisierter Form nachzulesen auf der Webseite der Universität Freiburg: www.unifr.ch/bkv/bild112-132.htm; Hervorhebung hinzugefügt Up

12 Jewish Encyclopedia, 1906, Online-Ausgabe S. 160, http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PG9G16GV.jpg Up

13 Herbert Chanan Brichto, The Names of God: Poetic Readings in Biblical Beginnings, Oxford University Press New York, 1998, S. 33, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

14 Encyclopaedia Judaica, Zweite Ausgabe, Band 7, Keter Publishing House, 2007, S. 676 Up

15 E.S. Hartland, The ‚High Gods‘ of Australia, Folk-Lore IX 1898, S. 295, in: Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 251 Up

16 Ernst G. Hoffmann/Heinrich v. Siebenthal, Griechische Grammatik zum Neuen Testament, §296b,   Immanuel-Verlag, Riehen/Schweiz, 1985, S. 593 Up

17 Walter Bühlmann/Karl Schere, Stilfiguren der Bibel, Herder Verlag, Freiburg, 1973, S. 85 Up

18 Die Mischna ist der größere Teil der niedergeschriebenen mündlichen Torah. Die mündliche Torah ist die Auslegung der schriftlichen Torah (die fünf Bücher Mose.) Up

19 Julius Boehmer, Die neutestamentliche Gottesscheu und die ersten drei Bitten des Vaterunsers, R. Mühlmann Verlagsbuchhandlung, Halle/Saale, 1917, S. 2-3+65 Up

20 Vgl. Julius Boehmer, Die neutestamentliche Gottesscheu und die ersten drei Bitten des Vaterunsers, R. Mühlmanns Verlagsbuchhandlung, Halle/Saale, 1917, S. 8-23 Up

21 Julius Boehmer, Die neutestamentliche Gottesscheu und die ersten drei Bitten des Vaterunsers, R. Mühlmann Verlagsbuchhandlung, Halle/Saale, 1917, S. 26 Up

22 Jewish Encyclopedia, 1906, S. 162-163, Online-Ausgabe: http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PJ9J163S.jpg Up

23 Philo von Alexandrien, Über das Leben Mosis (De vita Mosis), Buch II, § 206, Leopold Cohn (Hrsg.), ins Deutsche übersetzt von Benno Badt,  Breslau 1909, S. 356 Up

24 H. Bietenhard in: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Lothar Coenen / Klaus Haacker (Hrsg.), Ausgabe mit aktualisierten Literaturangaben, SCM R. Brockhaus, 2. Sonderauflage 2010, S. 1382 Up

25 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 1 Up

26 Encyclopaedia Judaica, Zweite Ausgabe, Band 7, Keter Publishing House, 2007, S. 676 Up

27 Dazu mehr im nachfolgenden Kapitel. Up

28 Encyclopaedia Judaica, Zweite Ausgabe, Band 7, Keter Publishing House, 2007, S. 675; eigene Übersetzung ins Deutsche Up

29 Der Talmud besteht aus zwei Teilen, der älteren Mischna und der jüngeren Gemara. Es gibt ihn in zwei Ausgaben, den Babylonischer Talmud und den Jerusalemer Talmud, auch  Palästinischer Talmud genannt. Er ist für die Juden von großer Bedeutung. Er gibt vor, wie die Aussagen des Alten Testaments gemäß der Rabbiner zu verstehen sind und gibt zahlreiche zusätzliche Regeln, wie ein Jude sein religiöses Leben gestalten soll. Up

30 Wie auch im Talmud, greift Paulus häufig Argumente von anderen auf, um sie anschließend zu widerlegen oder zu relativieren. Leider reißen viele Leser gerne bestimmte Aussagen aus dem Zusammenhang und deuten sie dann als ein „Gebot Paulus“. So ist es auch zuweilen mit dem Talmud. Man greift einen Satz aus dem Zusammenhang heraus, und legt ihm einen völlig falschen und verzerrten Sinn bei. Ganz abgesehen davon, dass angebliche Aussagen aus dem Talmud zitiert werden, die darin gar nicht enthalten sind. Im Internet gelegentlich zu findende Aussagen wie „Nichtjuden sind keine Menschen, sondern Vieh“, sind entweder im Talmud überhaupt nicht enthalten oder bestimmte Aussagen werden zum Zwecke antijüdischer Stimmung seit Jahrhunderten verdreht und missbraucht. Liest man solche Aussagen aber im Zusammenhang, zeigt es sich, dass der Schreiber der Passage hier jemanden zitiert, um die Aussage anschließend zu erklären, zu widerlegen oder zu relativieren. Diese obige Aussage wird mit dem Beleg „Talmud Baba mezia 114b“ angegeben. Um zu zeigen, wie Aussagen missbraucht werden, hier diese Aussage aus dem Babylonischen Tamud, Mit Einschluss der vollständigen Misna,  herausgegeben nach der ersten zensurfreien Bombergschen Ausgabe (Venedig 1520-23), Bd. 7, von Lazarus Goldschmidt, 1906. Es heißt dort: ‚Es wird gelehrt: R. Schimon b. Johaj sagte: Die Gräber der Nichtjuden sind nicht (levitisch) verunreinigend, denn es heißt (Ezech. 34,31.): Ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr; ihr heißt Menschen, nicht aber heißen die weltlichen Völker Menschen, (sondern Vieh) 444.‘ Dieser Text endet mit einer Klammer „(sondern Vieh)“ und der Fußnote 444. In der Fußnote heißt es nun: „Die eingeklammerten Worte sind eine Glosse, die in den Parallelstellen (Jab. 61.a u.Ker.6 b ) fehlen, in Handschriften auch an dieser Stelle. Der Hass R.S. gegen die römische Regierung ist erklärlich durch die Verfolgung, die er zu erdulden hatte, cf. Sab. Fol. 33b.‘ Es zeigt sich nun ein völlig anderes Bild. Nimmt man zudem andere Stellen des Talmuds bzw. sieht man den Gesamtzusammenhang der Aussagen des Talmuds, ist diese obige Aussage ganz einfach eine Verzerrung der tatsächlichen Aussage. Und so wird es leider auch mit anderen Autoren oder den Schreibern der Bibel gemacht. Up

31 Jewish Encyclopedia, 1906, S. 163, Online-Ausgabe: http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PJ9J163S.jpg, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

32 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 183-184 Up

33 Georg Rosen, Juden und Phönizier – Das antike Judentum als Missionsreligion und die Entstehung der jüdischen Diaspora, Neubearbeitung von Friedrich Rosen und D. Georg Bertram, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1929, S. 51 Up

34 Henning Graf Reventlow, Epochen der Bibelauslegung, Band I, Vom Alten Testament bis Origines, C.H. Beck’sche Verlagsbuchandlung, München, 1990, S. 31 Up

35 Georg Rosen, Juden und Phönizier – Das antike Judentum als Missionsreligion und die Entstehung der jüdischen Diaspora, Neubearbeitung von Friedrich Rosen und D. Georg Bertram, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1929, S. 54 Up

36 Von dieser Veränderung der Lehre schreibt der griechische Philosoph Hermippos (* 289/277 v.u.Z.; † 208/204 v.u.Z.) aus Smyrna um 200; siehe Georg Rosen, Juden und Phönizier – Das antike Judentum als Missionsreligion und die Entstehung der jüdischen Diaspora, Neubearbeitung von Friedrich Rosen und D. Georg Bertram, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1929, S. 56 Up

37 Ktesias von Knidos lebte ziwschen dem späten 5. und frühen 4. Jahrhundert vor der christlichen Ära. Up

38 Albert Pike, Morals and Dogma of the Ancient and Accepted Scottish Rite of Freemasonry, Prepared for the Supreme Councel of the Thirty-Third Degree for the Southern Jurisdiction of the United States and published by its Authority, Washington/Charleston, 1905, S. 78 Up

39 Christian Schäfer, Benutzerhandbuch zur Göttinger Septuaginta: Band 1: Die Edition des Pentateuch von John William Wevers, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 2012, S. 93 Up

40 Crawford Howell Toy u. Richard Gottheil, Bible Translations, in: Jewish Encyclopedia, 1909, S. 186-187, online-Ausgabe: http://jewishencyclopedia.com/articles/3269-bible-translations Up

41 Morgens Müller, The First Bible of the Church, A&B Black, 1996, S. 118 Up

42 Eugen J. Pentuic, The Old Testament in Eastern Orthodox Tradition, Oxford University Press, 2014, S. 77 Up

43 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 76-78 Up

44 Henning Graf Reventlow, Epochen der Bibelauslegung, Band I, Vom Alten Testament bis Origines, C.H. Beck’sche Verlagsbuchandlung, München 1990, S. 26 Up

45 Martin Hengel/Anna Maria Schwemer, Hrsg., Die Septuaginta zwischen Judentum und Christentum, Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 72, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen, 1994, S. 203 Up

46 Eine ausführliche Untersuchung hierüber erfolgt in Kapitel ‚Wer ist Jesus Christus‘. Up

47 siehe Robert A. Kraft, Files and Information on Early Jewish and Early Christian Copies of Greek Jewish Scriptures, Papyrological Congress in Wien 2001, aufzurufen auf der Webseite der Universität von Pennsylvania: http://ccat.sas.upenn.edu/rak/jewishpap.html; vgl. auch Henning Graf Reventlow, Epochen der Bibelauslegung, Band I, Vom Alten Testament bis Origines, C.H. Beck’sche Verlagsbuchandlung, München 1990, S. 26 Up

48 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 84 Up

49 Georg Rosen, Juden und Phönizier – Das antike Judentum als Missionsreligion und die Entstehung der jüdischen Diaspora, Neubearbeitung von Friedrich Rosen und D. Georg Bertram, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1929, S. 53 Up

50 Zum heidnischen Hintergrund der Herrentitel, wie Kyrios oder Adonaj, siehe Kapitel ‚HERR, Baal, Adonaj und Kyrios‘. Up

51 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (1981), S. 133-161, hier: S.141 Up

52 Martin Karrer, Jesus Christus im Neuen Testament, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, S. 344 Up

53 Z. Frankel, Historisch-kritische Studien zu der Septuaginta, Chr. Wilh. Vogel Leipzig, 1841, S. 62-65 Up

54 Henning Graf Reventlow, Epochen der Bibelauslegung, Band I, Vom Alten Testament bis Origines, C.H. Beck’sche Verlagsbuchandlung, München 1990, S. 32 Up

55 Robert A. Kraft, Files and Information on Early Jewish and Early Christian Copies of Greek Jewish Scriptures, Papyrological Congress in Wien 2001, aufzurufen auf der Webseite der Universität von Pennsylvania: http://ccat.sas.upenn.edu/rak/jewishpap.html, aufgerufen am 21.07.2017, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

56 Christian Schäfer, Benutzerhandbuch zur Göttinger Septuaginta: Band 1: Die Edition des Pentateuch von John William Wevers, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 2012, S. 94; Crawford Howell Toy u. Richard Gottheil, Bible Translations, in: Jewish Encyclopedia, 1909, S. 186-187, online-Ausgabe: http://jewishencyclopedia.com/articles/3269-bible-translations Up

57 Sidney Jellicoe, The Septuagint and Modern Study, Indiana 1993, S. 272 Up

58 siehe Wikipedia (englisch) zu Tetragrammaton, https://en.wikipedia.org/wiki/Tetragrammaton, abgerufen am 21.07.2017 Up

59 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (1981), S. 133-161, hier: S.141.158-161 Up

60 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 152 Up

61 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 123 Up

62 Flavius Josephus, Jüdische Altertümer, Vollständige Ausgabe, Buch 20, § 263, Übersetzt und mit einer Einleitung versehen von Dr. Heinrich Clementz, Mit Paragraphenzählung nach Flavii Josephi Opera recognovit Benedictus Niese (Editio minor), Berlin 1888-1895, korrigierte und überarbeitete 3. Ausgabe, Marixverlag, 2011, S. 999 Up

63 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 94 Up

64 Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch: Studiengrammatik. 7. überarbeitete Auflage, LIT Verlag Berlin, 2017, S. 15-16 Up

65 Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch: Studiengrammatik. 7. überarbeitete Auflage, LIT Verlag Berlin, 2017, S. 17 Up

66 Encyclopaedia Judaica, Zweite Ausgabe, Band 7, Keter Publishing House, 2007, S. 676 Up

67 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (1981), S. 133-161, hier: S. 141 Up

68 Modern Judaica Encyclopedia, Bd. 7, S. 679 Up

69 The Encyclopaedia Britannica, A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, 11. Ausgabe, Band 15, Cambridge, England,1911, S. 312 Up

70 The New Catholic Encyclopedia, Bd. 14, S. 1065 Up

71 Redaktion von Zenit.org, 21. August 2008; https://de.zenit.org/articles/der-hebraische-gottesname-jahwe-soll-in-katholischen-liedern-und-gottesdiensten-nicht-mehr/; abgerufen am 24.05.2017 Up

72 Der Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie Fünfte Instruktion ‚zur ordnungsgemäßen Ausführung der Konstitution 
des Zweiten Vatikanischen Konzils über die heilige Liturgie‘, Rom 2001; abzurufen auf: www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20010507_liturgiam-authenticam_ge.html Up

73 George Campbell, The four Gospels, Translated from the Greek with Preliminary Dissertations, and Notes Critical and Explanatory, Bd. 1, London 1834, S. 166 Up

74 Wikipedia unter ‚JHWH‘,https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH, abgerufen am 31.05.2017 Up

75 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 36+54 Up

76 Dazu ausführlich in Kapitel „HERR, Baal, Adonaj und Kyrios“ Up

77 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 2-4 Up

78 Jeff A. Benner, The Ancient Hebrew Language and Alphabet – Understanding the Ancient Hebrew language of the Bible based on Ancient Hebrew Culture and Thought, Virtualbookworm.com 2004, S. 31 Up

79 Jeff Benner, The Ancient Hebrew Language and Alphabet, Virtualbookworm.com, 2004, S. 80 Up

80 Jeff A. Benner, An Introduction of Ancient Hebrew, S. 29; Jeff A. Benner, Ancient Hebrew Lexicon of the Bible Hebrew Letters, Words and Roots Defined within their Ancient Cultural Context, 2005 Up

81 Piktogramme und ihre Beschreibung aus: Jeff A. Benner, The Ancient Hebrew Language and Alphabet – Understanding the Ancient Hebrew language of the Bible based on Ancient Hebrew Culture and Thought, Virtualbookworm.com 2004, S. 53, 57, 73, 74 und 78; Jeff A. Benner, Ancient Hebrew Lexicon of the Bible Hebrew Letters, Words and Roots Defined within their Ancient Cultural Context, 2005, S. 24 Up

82 Quadratschrift deshalb, weil sich die meisten modernen hebräischen Buchstaben in ein Quadrat einpassen lassen. Up

83 J. Naveh, Early History of the Alphabet, 1997, S. 78,112,120ff., in: Saskia Dönitz, Das Alphabet des Rabbi Aqiva und sein Literarisches Umfeld, in: Jewish Studies Between the Disciplines / Judaistik zwischen den Disziplinen, herausgegeben von Peter Schèafer,Klaus Herrmann,Margarete Schlèuter,Giuseppe Veltri, 2003, S. 149 Up

84 R. Laird Harris/Gleason L. Archer Jr./Bruce K. Waltke, Theological Word Book of the Old Testament, Moody Press, Illinois, 1980, S. 210; so auch in The Encyclopaedia Britannica, A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, 11. Ausgabe, Band 15, Cambridge England, 1911 Up

85 Encyclopaedia Judaica, Zweite Ausgabe, Band 7, Keter Publishing House, 2007, S. 676 Up

86 James Strong, The New Strong’s Expanded Exhaustive Concordance of the Bible, Thomas Nelson Publishers, 2010 Up

87 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 37 Up

88 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 40 Up

89 Max Reisel, The Mysterious Name of Y.H.W.H. - the Tetragrammaton in connection with the names Ehyeh aser Ehyeh, Huha and Sam Hammephôras, Niederlande 1957, S. 74 Up

90 Herbert Chanan Brichto, The Names of God: Poetic Readings in Biblical Beginnings, Oxford University Press New York, 1998, S. 24 Up

91 James Strong, The New Strong’s Expanded Exhaustive Concordance of the Bible, Thomas Nelson Publishers, 2010, Nr. H1961/11, S. 68 Up

92 siehe Jewish Encyclopedia, 1909, S. 119,online auf jewishencyclopedia.com, http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/D12E119X.jpg Up

93 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 10-13 Up

94 Seit 1886 gibt es durch die 'Association Phonétique Internationale' (API) die Möglichkeit, die Laute einer Sprache so zu transkribieren, dass international die Einheitlichkeit der Aussprache garantiert ist. Nach der API wäre der korrekte Buchstabe das  / j /  und ergibt somit JaHuWaH, vgl. auch Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 27 Up

95 Edward Horowitz, How the Hebrew Language grew, 1904, Neue Auflage 1988, KTV Bublishing House, S. 5; eigene Übersetzung ins Deutsche Up

96 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 37 Up

97 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 40 Up

98 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 43 Up

99 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 10; Edward Horowitz, How the Hebrew Language grew, 1904, Neue Auflage 1988, KTV Bublishing House, S. 9 Up

100 Ethelyn Simon/Linda Motzkin/Josef Anderson, A Simple Approach to Old Testament Hebrew, S. 9 Up

101 Rüdiger Bartelmus, Einführung in das biblische Hebräisch: ausgehend von der grammatischen und (text-)syntaktischen Interpretation des althebräischen Konsonantentextes des Alten Testaments durch die tiberische Masoreten-Schule des Ben Ascher, Theologischer Verlag Zürich, 1994, S. 31 Up

102 Einführung in das Biblische Hebräisch: Studiengrammatik,  LIT Verlag, 7. Auflage 2017, S. 24 Up

103 https://de.wikibooks.org/wiki/Hebr%C3%A4isch/_Das_hebr%C3%A4ische_Alphabeth; https://en.wikipedia.org/wiki/Waw_(letter) Up

104 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 34 Up

105 www.ancient-hebrew.org/alphabet_letters_vav.html; https://en.wikipedia.org/wiki/Waw_%28letter%29 Up

106 In dieser Studie und auf der gesamten Webseite Bibel-Offenbarung wird der Name jedoch immer als JaHuWaH geschrieben. Nicht weil es so sein müsste, sondern einfach damit darin die vier hebräischen Buchstaben des Tetragramms deutlich werden: JaHuWaH. Das W ist jedoch ein stummes W bzw. Platzhalter für das „u“ und wird damit nicht mitgesprochen. Up

107 Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 27 Up

108 Sigmund Mowinckel, The Name of the God of Moses, in: Hebrew Union College Annual, Bd. 32  (S. 121-133 ), 1961, S. 133 Up

109 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 59 Up

110 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 419 Up

111 Paul D. Wegner, A Student's Guide to Textual Criticism of the Bible: Its History, Methods & Results, Inter Varsity Press USA, S. 2006, S. 146 Up

112 Gabriel Barkay, Marilyn J. Lundberg, Andrew G. Vaughn and Bruce Zuckerman, The Amulets from Ketef Hinnom: A New Edition and Evaluation, in: Bulletin of the American Schools of Oriental Research, Nr. 334, 2004, S. 41-71 Up

113 Reinhard Gregor Kratz, Historisches und biblisches Israel: drei Überblicke zum Alten Testament, Morh Siebeck Tübingen, 2013, S. 43 Up

114 James Hastings, Dictionary of the Bible, Charles Scribener’s Sons, New York, 1909, S. 839-840 und 901; siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Elephantine Up

115 Benedikt Pohlreich, Juda und Samaria: Zum Verhältnis zweier nach-exilischer Jahwismen, Mohr Siebeck Tübingen, 2016, S. 167.169 Up

116 Cowley, Aramaic Papyri Nr. 30 Z. 15; TGI 68, in: Othmar Keel, Die Geschichte Jerusalems und die Entstehung des Monotheismus, Teil 2, 2007, S. 785 Up

117 Herbert Niehr, Baʻals̆amem: Studien zu Herkunft, Geschichte und Rezeptionsgeschichte  eines phönizischen Gottes, Studia Phoenicia XVII, Paris 2003, S. 193-195 Up

118 Benedikt Pohlreich, Juda und Samaria: Zum Verhältnis zweier nach-exilischer Jahwismen, Mohr Siebeck Tübingen, 2016, S. 211-212 Up

119 siehe Rainer Kessler, Staat und Gesellschaft im vorexilischen Juda: Vom. 8. Jahrhundert bis zum Exil, E.J. Brill, Leiden/Niederlande, S. 180-186 Up

120 Benedikt Pohlreich, Juda und Samaria: Zum Verhältnis zweier nach-exilischer Jahwismen, Mohr Siebeck Tübingen, 2016, S. 127 Up

121 M.D. Coogan, Patterns in Jewish Personal Names in the Babylonian Diaspora, in: Journal for the Study of Judaism, Bd. 4/2, 1973, S. 188 Up

122 http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/819490, abgerufen am 05.03.2018 Up

123 https://de.wikipedia.org/wiki/Schasu, abgerufen am 04.08.2017 Up

124 Donald B. Redford, Egypt, Canaan and Israel In Ancient Times, Princeton University Press, 1992, in: https://fr.wikipedia.org/wiki/Shasou, abgerufen am 04.08.2017 Up

125 S.Y. Ahituv, Canaanite Toponyms in Ancient Egyptian Documents, Magnes Press, 1989, in: https://fr.wikipedia.org/wiki/Shasou, abgerufen am 04.08.2017 Up

126 Flavius Josephus, Jüdischer Krieg, Buch V, § 235, aus dem Griechischen übersetzt von Philipp Kohout, Quirin Haslingers Verlag Linz, 1901 S. 386 Up

127 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 86 Up

128 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 419, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

129 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 415, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

130 August Knobel, Kurzgefasstes exegetisches Handbuch zum altem Testament, Die Bücher Exodus und Leviticus, Leipzig 1857, S. 29-30 Up

131 S. Mowinckel, The Name of the God of Moses, Hebrew Union College Annual 32, 1961, S. 121-33, in George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 414 Up

132 Max Reisel, The Mysterious Name of Y.H.W.H. - the Tetragrammaton in connection with the names Ehyeh aser Ehyeh, Huha and Sam Hammephôras, Niederlande 1957, S. 74 Up

133 Herbert Chanan Brichto, The Names of God: Poetic Readings in Biblical Beginnings, Oxford University Press New York, 1998, S. 31 Up

134 James Montgomery, The Hebrew Divine Name and the Personal Pronoun Hu, in:  Journal of Biblical Literature, Bd.63, 1944, S. 162 Up

135 A.H. Sayce, Higher Criticism and the Verdict of the Monuments, New York, 1894, S. 87 Up

136 Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments nach der deutschen Uebersetzung und mit den Vorreden Doctor Martin Luthers, Tübingen 1748, Im Erklärungsregister unter „Name“ Up

137 Die Bedeutungen der hebräischen Namen aus: Abraham Meister, Biblisches Namenslexikon, Verlag Mitternachtsruf, Schweiz, 1991; Das Alte Testament des Joseph Athias (Buchdrucker) von 1686, in: Biblia Pentapla - Die Bücher der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Bundes nach fünffacher deutscher Verdolmetschung, Hermann Heinrich Holle, 1711; Edwin D. Lawson, Some Jewish Personal Names: An Annotated Bibliography, Department of Psychology State University of New York; siehe auch www.behindthename.com/names/usage/biblical-hebrew Up

138 Sigmund Mowinckel, The Name of the God of Moses, in: Hebrew Union College Annual, Bd. 32 (S. 121-133 ), 1961, S. 130+133, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

139 Die Loccumer Richtlinien (ÖVBE) wurden in Zusammenarbeit von der Deutschen Bischofskonferenz, dem Rat der Evangelischen Kirchen in Deutschland und der Deutschen Bibelgesellschaft (ehemals Evangelisches Bibelwerk) ins Leben gerufen. Mit diesen Richtlinien wollte man die unterschiedlichen Schreibweisen der biblischen Namen vereinheitlichen. 1971 erschien die umfangreiche Erstveröffentlichung des Ökumenischen Verzeichnisses der biblischen Eigennamen nach diesen Richtlinien. Kirchen, Verlage, Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen orientieren sich daran. Up

140 Verzeichnis der biblischen Eigennamen nach den Loccumer Richtlinien, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 2. Auflage 1981, S. 15 Up

141 Das Vorbild war Melchisedek, der König von Salem zur Zeit Abrahams. Er war ein „Priester JAHUWAHs, des Allerhöchsten“, der noch vor den 12 Stämmen, einschließlich der Leviten, wirkte. Melech-Tzaddic bedeutet: der Gerechte König (Melech=König, Tzaddic= Gerecht). Er wurde aber auch König von Salem (König des Friedens), siehe 1. Mose 14,18; Psalm 110,4; Hebräer 6,19-20 und Hebräer 7. Up

142 Geschrieben (transliteriert) wird es natürlich in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich, damit bleibt der Klang in allen Sprachen gleich. Up

143 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 416 Up

144 www.abarim-publications.com/Meaning/Ephah.html; abgerufen am 01.02.2018 Up

145 James Strong, The New Strong’s Expanded Exhaustive Concordance of the Bible, Thomas Nelson Publishers, 2010, Nr. H1961; S. 68, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

146 The International Standard Bible Encyclopedia, Bd. II, S. 1254 Up

147 Mit der „Frau“ ist hier natürlich Eva gemeint. Eva steht hier aber im weiteren Sinne für Seine Gemeinde, Sein Volk, Seine Nachfolger. Sein Volk/Gemeinde wird in der Bibel metaphorisch als „reine Frau“ bzw. „Jungfrau“ dargestellt, während die abgefallene und sich mit Satan verbündende Gemeinde symbolisch als „Hure“ beschrieben wird. Up

148 Unter den Nachkommen Kains befand sich auch der gewalttätige Lamech, der als erster Mann zwei Frauen nahm. In Kapitel 6,2-4 werden beide Linien, die Linie Seth und die Linie Kain, zusammengeführt. Die Nachkommenschaft Sets verbindet sich (über die schönen Frauen) mit der Bosheit (1. Mose 6,5; Judas 11,1) und Brutalität (1. Mose 4,23) der Nachkommen Kains. Up

149 Auch die mittleren Buchstaben scheinen verdreht als „ra“. Während die erste Silbe „Is“ eher an „Isis“ erinnern könnte, lassen „ra“ eine Assoziation mit „böse“  (רַע/ra = böse/Unheil) zu. Up

150 In der Studienhilfe zur Schlachter 2000 heißt es dazu: „Eine lautere, aufrichtige, ganz auf Eines (nämlich den Herrn) ausgerichtete Herzenshaltung“. Up

151 Die heilige Schrift des alten und neuen Testaments nebst einer vollständigen Erklärung derselben, deutsche Übersetzung mit Anmerkungen von D. Romanus Teller, 2. Bd. Leipzig, 1750, S. 958 Up

152 James Strong, The New Strong’s Expanded Exhaustive Concordance of the Bible, Thomas Nelson Publishers, 2010, unter Nr. 3060, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

153 Fußnote dazu in der Schlachter 2000: „Gott, das heißt, der allein wahre Gott.“ Up

154 Diese Manuskripte sind keine Originalschriften von den ursprünglichen Autoren des Neuen Testaments. Es sind nur Abschriften und Abschriften von Abschriften erhalten. Up

155 Strong’s Konkordanz unter der Nummer H3091:„יְהוֹשׁוּעַ Yehôwshûwa` oder  Yehôwshû‘a , von der Wortwurzel יְהֹוָה (H3068) und יָשַׁע (H3467) (yasha = retten, befreien, erlösen)“. Up

156 John Barton, The Hebrew Bible and the Old Testament, in: The Hebrew Bible: A Critical Companion, John Barton (Hrsg.), Princeton University Press, 2016, S. 9-10 Up

157 Romain Butin, Progressive Lessons in Hebrew: With Exercises and Vocabulary, Wipf and Stock Publishers, 2009 (ursprünglich veröffentlicht von Catholic Education Press 1915), S. 5. Vollständige Buchstabierung des Namens Josua auf Seite 50: יְהוֹשׁוּעַ Up

158 Strong’s Konkordanz unter H3443: ‚יֵשׁוּעַ Yêshûwa`: (chaldäisch), korrespondiert mit 3442 – Yeshua.‘ Die Strong’s Nummer Nr. H3442 (יֵשׁוּעַ Yêshûwa) verweist jedoch wiederum auf die Wortwurzel Nr. 3091 יְהוֹשׁוּעַ Yehowshûwa`: Er wird retten. Up

159 Die ursprünglichen Vokale im Hebräischen, wie auch in den übrigen semitischen Sprachen, sind a, i und u. Die Buchstaben e und o hingegen sind als eine ‚Trübung‘ oder ‚Kontraktion‘ aus diesen ‚drei reinen Lauten‘ entstanden, siehe: Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leipzig 1909, S. 37. Auch die biblisch-hebräische Unterrichtsgrammatik lehrt: ‚Als ursprünglich (ursemitisch) gelten nur die drei Grundvokale a, i und u.‘, Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 40 Up

160 vgl. Fabre d’Olivet, The Hebraic Tongue Restored, The International Press New York, 1921, S. 462 Up

161 Strong’s Konkordanz Nummer H 3063 Up

162 Der Messias hat oft die von Menschen gemachten religiösen Gebote gebrochen, um die Sadduzäer und Pharisäer herauszufordern. Er befolgte jedoch das Gesetz Seines Vaters. Er befolgte auch grundsätzlich die zivilen römischen Gesetze (Matthäus 22,21) Up

163 Diese scharfe Zurechtweisung Jahuschuahs in Matthäus 23 gilt keinesfalls nur den damaligen jüdischen Gelehrten, sondern vielmehr den „gelehrten Christen“, die ebenfalls vorgeben, Sein Wort zu kennen aber bereits ab ca. dem 2. Jahrhundert anfingen, Seine Worte zu verdrehen, zu verdunkeln und neue Gebote aufzustellen; und vor allem wurde ein anderer Erlöser mit Namen ‚Jesus Christus‘ ins Leben gerufen: der zweite Gott des dreieinigen Gottes (Trinität). Up

164 Synh. Mischna V., Kap. 7, in: A. Kohut, Zeus in Mishna, Talmud and Midrash, in: The Jewish Quarterly Review, Bd. 3, Nr. 3, April 1891, University of Pennsylvania Press, S. 552; siehe auch Jewish Encyclopedia, 1906, S. 163, Online-Ausgabe: http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PJ9J163S.jpg Up

165 Talmud, Synh. 56a, in: A. Kohut, Zeus in Mishna, Talmud and Midrash, in: The Jewish Quarterly Review, Bd. 3, Nr. 3, April 1891, University of Pennsylvania Press, S. 552 Up

166 In: Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 76 Up

167 Boris A. Paschke, "Nomen est omen"- Warum der gekreuzigte Jesus wohl auch unter Anspielung auf seinen Namen verspottet wurde, in: Novum Testamentum, Bd. 49, Fasc. 4, 2007, S. 324 Up

168 Boris A. Paschke, "Nomen est omen"- Warum der gekreuzigte Jesus wohl auch unter Anspielung auf seinen Namen verspottet wurde, in: Novum Testamentum, Bd. 49, Fasc. 4, 2007, S. 326 Up

169 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (1981), S. 133-161, hier: S. 141 Up

170 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leibzig 1909, S. 37 Up

171 The Encyclopaedia Britannica, A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, 11. Ausgabe, Band 15, Cambridge, England,1911, S. 311 Up

172 Jewish Encyclopedia, 1906, Online-Ausgabe S. 162, http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PI9I162T.jpg Up

173 Wikipedia unter JHWH, https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH, abgerufen am 18.12.2018 Up

174 Vorwort der Printausgabe der Revidierten Elberfelder Bibel 1987 Up

175 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1/4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 419 Up

176 Max Reisel, The Mysterious Name of Y.H.W.H. - the Tetragrammaton in connection with the names Ehyeh aser Ehyeh, Huha and Sam Hammephôras, Niederlande 1957, S. 74 Up

177 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (1981), S. 133-161, hier: S. 139 Up

178 Jewish Encyclopedia, 1906, S. 161, Online-Ausgabe: http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PH9H161U.jpg Up

179 Charles G. Herbermann, The Catholic Encyclopedia, Band 8, 1913, S. 330, eigene Übersetzung Up

180 Theodoret, Question 15 on Exodus 7, in: Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 127 Up

181 The Encyclopaedia Britannica, A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, 11. Ausgabe, Band 15, Cambridge, England,1911, S. 312 Up

182 Wolfram Kinzig, in: Gottesname „Jahwe“ auf dem Prüfstand, 09.04.2008, www.focus.de/wissen/mensch/religion-gottesname-jahwe-auf-dem-pruefstand_aid_269076.html, abgerufen am 25.04.2018 Up

183 A.B. Davidson, The Theology of the old Testament, Edinburgh, 1904, S. 53 Up

184 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 416, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

185 Yohanan Shalom Jacobson, Thoughts of A Karaite, Newsletter, February 12th, 2004, Vol.  III - Nu.13, http://shomron0.tripod.com/2004/feb12.html, abgerufen am 06.06.2017, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

186 Flavius Josephus, Jüdischer Krieg, Buch V, § 235, aus dem Griechischen übersetzt von Philipp Kohout, Quirin Haslingers Verlag Linz, 1901 S. 386 Up

187 Gerard Gertoux, Paradox of the Anonymous Name - The Name of God, University Press of America, 2002, http://digilander.libero.it/domingo7/Gertoux.htm, eigene Übersetzung ins Deutsche Up

188 George Campbell, The four Gospels, Translated from the Greek with Preliminary Dissertations, and Notes Critical and Explanatory, Bd. 1, London 1834, S. 166 Up

189 Wilhelm Gesenius‘ Hebräische Grammatik, überarbeitet von E. Kautzsch, 28. Auflage, Leipzig 1909, S. 37. Auch die biblisch-hebräische Unterrichtsgrammatik lehrt: ‚Als ursprünglich (ursemitisch) gelten nur die drei Grundvokale a, i und u.‘, Martin Krause, Hebräisch: Biblisch-Hebräische Unterrichtsgrammatik,  herausgegeben von Michael Pietsch und Martin Rösel, 4. Auflage, deGryter, 2016, S. 40 Up

190 George Wesley Buchanan, Some Unfinished Business with the Dead Sea Scrolls, in: Revue de Qumrân, Bd. 13, Nr. 1.4 (49/52), Mémorial Jean Carmignac, Oktober 1988, S. 418+419, sowie in: Zeitschrift für Alhebraistik, Band 5, W. Kohlhammer, 1992, S. 97 Up

191 A.B. Davidson, The Theology of the old Testament, Edinburgh, 1904, S. 53 Up

192 Max Küchler/Klaus Bieberstein, Jerusalem, Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen, 2014, S. 125 Up

193 Die Griechen setzten Baal mit Zeus gleich, denn in der hellenistischen Philosophie glaubte man an die Gleichsetzung der Götter verschiedener Kulte und Völker als eine letzte Einheit alles Göttlichen. Up

194 siehe Pavlos D. Vasileiadis, Aspects of rendering the sacred Tetragrammaton in Greek, De Gruyter, Open Theology, Bd. 1,56-88, 2014,  S. 82, www.degruyter.com/downloadpdf/j/opth.2014.1.issue-1/opth-2014-0006/opth-2014-0006.pdf Up

195 Eduard Röth, Geschichte unserer abendländischen Philosophie, Band 1, Verlag Friedrich Bassermann, 1846, S. 273 Up

196 Reinhard Gregor Kratz, Historisches und biblisches Israel: drei Überblicke zum Alten Testament, Mohr Siebeck Tübingen, 2013, S. 236 Up

197 Jan Christian Gertz (Hrsg.), Grundinformation Altes Testament: Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2016, S. 190 Up

198 Flav. Jos. Ant. XIII, 257f, in: Jan Christian Gertz (Hrsg.), Grundinformation Altes Testament: Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2016, S. 187 Up

199 Jan Christian Gertz (Hrsg.), Grundinformation Altes Testament: Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2016, S. 192; aufschlussreich ist diesbezüglich auch ein Artikel auf der Webseite der Jüdischen Gemeinde zu Berlin: Ayala Goldmann, Waren die Makkabäer Fundamentalisten? - Oder: Was bedeutet der Aufstand vor mehr als 2000 Jahren für das heutige Judentum?, 1. Dezember 2008, auf der Webseite der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, www.jg-berlin.org/beitraege/details/waren-die-makkabaeer-fundamentalisten-i57d-2008-12-01.html Up

200 G. Adolf Deissmann, Bible Studies – Contributions chiefly from Papyri and Inscriptions to the History of the Language, the Literature, and the Religion of Hellenistic Judaism and Primitive Christianity, T.&T. Clark Edinburgh, 1909, S. 330 Up

201 The Encyclopaedia Britannica, A Dictionary of Arts, Sciences, Literature and General Information, 11. Ausgabe, Band 15, Cambridge, England,1911, S. 312 Up

202 Gerard Gertoux, The Name of God Y.eH.oW.aH which is Pronounced as it is Written I_Eh_oU_Ah: Its Story, University Press of America, vereinfachte Ausgabe 2015, S. 33 Up

203 Reinhard Müller gibt in seinem Buch „Jahwe als Wettergott: Studien zur althebräischen Kultlyrik anhand ausgewählter Psalmen“, auf den Seiten 13ff. verschiedene Forscher und ihre Ergebnissen wieder. Up

204 Reinhard Müller, Jahwe als Wettergott: Studien zur althebräischen Kultlyrik anhand ausgewählter Psalmen, DeGruyter, 2008, S. 15 Up

205 Alexander Hislop, Von Babylon nach Rom - Der Ursprung der Römisch-Katholischen Religion, 1997, Übersetzung der englischen Originalausgabe ‚The Two Babylons‘ von 1858 durch CLV Bielefeld,S. 324 Up

206 So gelesen in: Laurence Gardner, Genesis of the Grail Kings – The Explosive Story of Genetic Cloning and the Ancient Bloodline of Jesus, Fair Winds Press, 2002, S. 140 Up

207 Synhedrin Mishna V., Kap. 7, in: A. Kohut, Zeus in Mishna, Talmud and Midrash, in: The Jewish Quarterly Review, Bd. 3, Nr. 3, April 1891, University of Pennsylvania Press, S. 552; Jewish Encyclopedia, 1906, S. 163, Online-Ausgabe: http://d2b4hhdj1xs9hu.cloudfront.net/PJ9J163S.jpg Up

208 Talmud, Synhedrin 56a, in: A. Kohut, Zeus in Mishna, Talmud and Midrash, in: The Jewish Quarterly Review, Bd. 3, Nr. 3, April 1891, University of Pennsylvania Press, S. 552 Up

209 Robert J. Wilkinson, Tetragrammaton: Western Christians and the Hebrew Name of God: From the Beginning to the Seventeenth Century, Leiden-Boston, 2015, S. 76 Up

210 siehe Pavlos D. Vasileiadis, Aspects of rendering the sacred Tetragrammaton in Greek, DeGruyter, Open Theology, Bd. 1,56-88, 2014, S. 61, www.degruyter.com/downloadpdf/j/opth.2014.1.issue-1/opth-2014-0006/opth-2014-0006.pdf Up

211 Hans Jörg Sellner, Das Heil Gottes: Studien zur Soteriologie des lukanischen Doppelwerks, deGryter, Berlin, 2007, S. 280 Up

212 Die sogenannten „72 Namen“ sind eine Vervielfachung des Namens JHWH durch kabbalistische Addition seiner Buchstabenzahlenwerte. Dabei nimmt man jeweils die Quersumme von JHWH, JHW, JH und J und addiert sie. Up

213 Origenes, c. Cels. I, 22.24 IV 33, in: Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 146-148.158 Up

214 H. Bietenhard in: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Hrsg. Lothar Coenen / Klaus Haacker, Ausgabe mit aktualisierten Literaturangaben, SCM R. Brockhaus, 2. Sonderauflage 2010, S. 1380 Up

215 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck  Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 189-190 Up

216 Francois Lenormant, Die Magie und Wahrsagekunst der Chaldäer, Reprint von 1878, Sarastro Verlag Paderborn, 2012, S. 102 Up

217 nähere Ausführungen dazu unter Kapitel ‚Der Gesalbte Christ und der ägyptische Totenkult KRST‘ (Artikel noch nicht im Internet, erfolgt in Kürze). Up

218 zitiert in: Hans-Joachim Klimkeit, Religionsbegegnung und Kulturaustausch in Asien – Studien zum Gedenken an Hans-Joachim Klimkeit, Hrsg: W. Gantke/K. Hoheisel/W. Klein, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2002, S. 154 Up

219 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 220.223 Up

220 Babylonischer Talmud, Lazarus Goldschmidt, 7. Band, Sanhedrin 95a, S. Calvary & Co., Berlin, 1903, S. 409-410 Up

221 Schwert des Moses, III.10-11, in: Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 145 Up

222 Johann Flemming und L. Radermacher, Das Buch Henoch, Hrsg.: Kirchenväter-Commission, der königlich preußischen Akademie der Wissenschaften, 1901; Kapitel 69,2,25 Up

223 Pseudepigraphische Schriften sind solche, die bewusst im Namen einer bekannten Persönlichkeit abgefasst oder fälschlicherweise einer solchen zugeschrieben werden. Up

224 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903,S. 177-180 Up

225 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 204.206.221 Up

226 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 130-131 Up

227 Wobei die „absolute Gottheit“ bei den Kabbalisten und auch Freimaurern keinen Namen hat. Sie wird einfach als reines bzw. unendliches Licht bezeichnet. Erst nachdem diese Gottheit das Konzept des ersten Menschen Adam erschaffen habe, dürfe er mit dem Tetragramm bezeichnet werden. Erst durch seine Ausstrahlung entstanden die verschiedenen Personen des höchsten Gottes, wie sie sich im kabbalistischen Lebensbaum (Schephirot) manifestieren. Er nahm durch die Schaffung selbst erst Gestalt an und erst damit manifestierte sich der Name JHWH. Davor sei er ohne Form und ohne Gegenüber bzw. Gefährten gewesen,  siehe Albert Pike, Morals and Dogma, of the Ancient and Accepted Scottish Rite of Freemasonry, Prepared for the Supreme Councel of the Thirty-Third Degree for the Southern Jurisdiction of the United States and published by its Authority, Washington/Charleston, 1905, S. 745-753 Up

228 Ernst Kurztahn, Der Tarot - die kabbalistische Methode der Zukunftserforschung als Schlüssel zum Okkultismus, Erster Teil, Zweite unveränderte Auflage 1925, S. 26-28 Up

229 Laura Willer, Schwindeschemata, in: Ägyptische Magie im Wandel der Zeit – Eine Ausstellung des Instituts für Papyrologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg, 2011, S. 58, www.uni-heidelberg.de/md/zaw/papy/forschung/broschu__re_a__gyptische_magie_final_bunt.pdf Up

230 Friedrich Niewöhner, Der Name und die Namen Gottes – Zur Theologie des Begriffs ‚Der Name‘ im jüdischen Denken, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 25, Nr. 2 (S. 133-161), 1981, S. 144 Up

231 Gemäß Talmud, Kiddusch 71a, durfte der Name nur dem mitgeteilt werden, welcher 'fromm ist, in der Hälfte seiner Tage steht, sich nicht berauscht, usw.' Auch im Schwert des Moses durfte der Gottesname nur gebraucht werden, wenn man sich ‚3 Tage lang von zufälliger Befleckung und von allem Unreinen‘ fernhält, man darf nur Abends essen und trinken und man muss seine Hände in Salz waschen. Up

232 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 158.181.213.226 Up

233 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 190 Up

234 Johann Maier, Die Kabbalah: Einführung, klassische Texte, Erläuterungen, C.H. Beck, München, 1995, S. 19 Up

235 Ernst Kurztahn, Der Tarot - die kabbalistische Methode der Zukunftserforschung als Schlüssel zum Okkultismus, Erster Teil, Zweite unveränderte Auflage 1925, S. 38 Up

236 Anton Szandor LaVey, The Satanic Bible, 1986, Kapitel ‘The Satanic Ritual’ A.4, C.11 Up

237 Moshe Piamenta, Islam in Everyday Arabic Speech, E. J. Brill, Leiden/Niederlande, 1979, S. 11+36 Up

238 Wikipedia unter ‚Zauberspruch‘, https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberspruch, abgerufen am 08.05.2018 Up

239 Invokation bedeutet „Hineinrufung“. Es ist eine Technik der Magie, um Geistwesen herbeirufen zu können. In den verschiedenen Religionen wird damit die Anrufung einer höheren Macht bezeichnet. Up

240 So Hans Jörg Sellner, der auf die magischen Namenspraktiken hinweist, die im hellenistischen Kulturraum zur Zeit des Messias weit verbreitet war. Siehe: Hans Jörg Sellner, Das Heil Gottes: Studien zur Soteriologie des lukanischen Doppelwerks, deGryter, Berlin, 2007, S. 279 Up

241 Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 60 Up

242 Origenes (c. Cels I. 25), Tertullian (Apolog. c. 32), Justin (Dial. 30,274c.), in: Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 229-231 Up

243 vgl. Wilhelm Heitmüller, ‚Im Namen Jesu‘ – Eine sprach- u. religionsgeschichtliche Untersuchung zum Neuen Testament, speziell zur altchristlichen Taufe, Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen, 1903, S. 6-7 Up

244 So Jens Schröter bezüglich der Apostelgeschichte: Jens Schröter, Zur Stellung der Apostelgeschichte im Kontext antiker Historiographie , S. 27-50, in: Die Apostelgeschichte im Kontext antiker und frühchristlicher Historiographie, herausgegeben von Jörg Frey/Clare K. Rothschild/Jens Schröter, deGryter, Berlin, 2009, S. 47 Up

245 Vgl. Plinius, Hist. Nat. VIII, 106; XVII, 89-91; XXVIII, 68-69; in: Jens Schröter, Zur Stellung der Apostelgeschichte im Kontext antiker Historiographie, S. 27-50, in: Die Apostelgeschichte im Kontext antiker und frühchristlicher Historiographie, herausgegeben von Jörg Frey/Clare K. Rothschild/Jens Schröter, deGryter, Berlin, 2009, S. 44 Up

246 Friedrich Schleiermacher, Friedrich Schleiermacher's sämmtliche Werke, Band 7, G. Reimer, Berlin, 1938, S. 59-60 Up

247 siehe Wikipedia englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Rylands_Library_Papyrus_P52, abgerufen am 21.07.2017 Up

248 Wikipedia zu Papyrus Bodmer II, https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Bodmer_II#cite_note-3, abgerufen am 08.05.2018 Up

249 So z.B. Wilhelm Soltau, Unsere Evangelien – Ihre Quellen und ihr Quellenwert vom Standpunkt des Historikers aus betrachtet, DOGMA in Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2012, S. 31; Gerd Theißen/Annette Merz, Der historische Jesus: Ein Lehrbuch, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2011, S. 62 Up

250 Theo K. Heckel, Vom Evangelium des Markus zum viergestaltigen Evangelium, Mohr Siebeck, Tübingen, 1999, S. 282 Up

251 Hans Jörg Sellner, Das Heil Gottes: Studien zur Soteriologie des lukanischen Doppelwerks, deGryter, Berlin, 2007, S. 293 Up

252 Tamara Mößner/Claudia Nauerth, Bildmagie und Fortwirken, in: Ägyptische Magie im Wandel der Zeit – Eine Ausstellung des Instituts für Papyrologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg, 2011, S. 29-35, www.uni-heidelberg.de/md/zaw/papy/forschung/broschu__re_a__gyptische_magie_final_bunt.pdf Up

253 Tamara Mößner/Claudia Nauerth, Das Zauberbuch des Cyprianus, in: Ägyptische Magie im Wandel der Zeit – Eine Ausstellung des Instituts für Papyrologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg, 2011, S. 48-49, www.uni-heidelberg.de/md/zaw/papy/forschung/broschu__re_a__gyptische_magie_final_bunt.pdf Up

254 J.S. Ersch / J.G. Gruber, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Band 3, F.A. Brockhaus, Leibzig, 1848, S. 387 Up

255 Wikipedia unter ‚El‘, https://de.wikipedia.org/wiki/El_(Gott), abgerufen am 19.12.2017 Up

256 Natürlich auch durch Seine Taten, die aber wiederum mit Seinem Namen in Verbindung stehen. Up

257 Litteratur und Völkerkunde, ein periodisches Werk, Band 3, Dessau 1783, S. 35 Up

258 Martin Rösel, Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird, Forschungen zum Alten Testament, 29, Mohr Siebeck, Tübingen, 2000; S. 51-52 Up

259 Das antike Tyros im Libanon am Mittelmeer war eine der wichtigsten Städte der Phönizier. Up

260 Punisch ist ein semitischer Dialekt, der im Libanon beheimatet ist. Up

261 J.S. Ersch / J.G. Gruber, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Band 3, F.A. Brockhaus, Leibzig, 1848, S. 384-385.387 Up

262 In der aramäischen Sprache des vorderen Orients ist die Entsprechung von „Herr“, neben Baal und Adonis das aramäische Mārā (siehe 1. Korinther 16,22). Auf jiddisch wird Herr als Oden mit Betonung auf der ersten Silbe gesprochen; dieser Titel wiederum kommt klingt dem Namen des germanischen Gottes Odin ähnlich. Up

263 J.S. Ersch / J.G. Gruber, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Band 3, F.A. Brockhaus, Leibzig, 1848, S. 388 Up

264 Klaus Koch, Der Gott Israels und die Götter des Orients: religionsgeschichtliche Studien II – Zum 80. Geburtstag von Klaus Koch, Friedhelm Hartenstein/Martin Rösel (Hrsg.), Vandenhoeck  Ruprecht, 2007, S. 87 Up

265 Josef Franz Alioli, Handbuch der biblischen Altertumskunde, Band I, Vogel’sche Verlagsbuchhandlung, Landshut, 1844, S. 19 Up

266 Martin Rösel, Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird, Forschungen zum Alten Testament, 29, Mohr Siebeck, Tübingen, 2000, S. 31 Up

267 W. Vollmer, Vollständiges Wörterbuch der Mythologie aller Nationen, Band 1, Hoffman’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1836, S. 34 Up

268 W. Vollmer, Vollständiges Wörterbuch der Mythologie aller Nationen, Band 1, Hoffman’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1836, S. 35-36 Up

269 Alexander Demandt, Geschichte der Spätantike: das Römische Reich von Diocletian bis Justinian, C.H. Beck, 2008, S. 443 Up

270 Wilhelm Martin Leberecht De Wette, Über die Religion, ihr Wesen, ihre Erscheinungsformen und ihren Einfluß auf das Leben, Berlin, 1827, S. 265 Up

271 J.S. Ersch / J.G. Gruber, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Band 3, F.A. Brockhaus, Leibzig, 1848, S. 388 Up

272 Martin Rösel, Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird, Forschungen zum Alten Testament, 29, Mohr Siebeck, Tübingen, 2000, S. 38 Up

273 Litteratur und Völkerkunde, ein periodisches Werk, Band 3, Dessau 1783, S. 34 Up

274 Klaus Koch, Der Gott Israels und die Götter des Orients: religionsgeschichtliche Studien II – Zum 80. Geburtstag von Klaus Koch, Hrsg.: Friedhelm Hartenstein/Martin Rösel, Vandenhoeck  Ruprecht, 2007, S. S. 88 Up

275 Klaus Koch, Der Gott Israels und die Götter des Orients: religionsgeschichtliche Studien II – Zum 80. Geburtstag von Klaus Koch, Friedhelm Hartenstein/Martin Rösel (Hrsg.), Vandenhoeck  Ruprecht, 2007, S. S. 90 Up

276 Martin Rösel, Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird, Forschungen zum Alten Testament, 29, Mohr Siebeck, Tübingen, 2000, S. 55 Up

277 Martin Rösel, Adonaj – warum Gott ‚Herr‘ genannt wird, Forschungen zum Alten Testament, 29, Mohr Siebeck, Tübingen, 2000, S. 54 Up

278 Dura Europos lag im heutigen Syrien am Euphrat. Up

279 Lisa R. Brody/Gail L. Hoffman (Hrsg.), Dura Europos – Crossrads of Antiquity, Lisa R. Brody/Gail L. Hoffman, McMullen Museum of Art, Boston, 2011, S. 27,204-205,349 Up

280 Als Antoninen werden die vier römischen Kaiser bezeichnet, die zwischen 138 und 192 regierten (Antoninus Pius, Marcus Aurelius, Lucius Verus und Commodus). Es handelte sich um ein Adoptivkaisertum, weil diese Herrscher keine Söhne ihrer Vorgänger waren. Up

281 The Excavations at Dura-Europos, Preliminary Report of Fifth Season of Work, Oktober 1931 – März 1932, durchgeführt von der Yale Universität und der Französischen Akademie für Inschriften und Buchstaben, Yale University Press, 1934, S. S. 161-162 Up

282 D. Wilhelm Bousset, Kyrios Christus – Geschichte des Christusglaubens von den Anfängen des Christentums bis Irenaeus, Vendenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1913, S. 118 Up

283 All diese ‚Götter‘ sind tatsächlich nur nichtige Götzen. Denn es ist Satan samt seinen Dämonen, die den Menschen etwas vorgaukeln, wenn Wunder in einem solchen Götzennamen geschehen. Wo jedoch aufrichtig der Schöpfer JaHuWaH um Hilfe gerufen wird, müssen diese schweigen. Up


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