„Ich verkündige euch große Freude, [...] euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (Lukas 2,10-11). Jeder von uns kennt diese frohmachende Botschaft aus dem Lukasevangelium. Vor allem in der sogenannten Weihnachtszeit werden diese Verse oft und gerne zitiert. Es gibt jedoch eine weitere Version dieses Evangeliums:
„Ich verkündige euch große Freude: Wir haben einen Papst! Den herausragendsten und hochwürdigsten Herrn, Herrn Robert Francis Prevost, Kardinal der Heiligen Römischen Kirche, der sich den Namen Leo XIV. gegeben hat.“1
So ertönte es am 8. Mai 2025 aus dem Vatikan, als der neu gewählte Papst den Balkon betrat. Die Papstkirche sieht die Einleitung „Ich verkünde euch eine große Freude“ tatsächlich als eine Anspielung auf die Botschaft des Engels im Lukasevangelium, „der den Hirten die Geburt des Retters Jesus Christus ankündigt (Lukas 2,10); als dessen Stellvertreter versteht sich der amtierende Papst“.2 Diese Aneignung des stellvertretenden „Retters“ zeigt zudem das doppelte „Herr“: „Den herausragendsten und hochwürdigsten Herrn, Herrn ...“.
Das Konklave brachte somit einen weiteren „Retter“ hervor, der Frieden bringen möchte. Im Mai 2025 traf sich der neugewählte Pontifex mit über 300 Vertreter von Vereinigungen und Bewegungen, die 2024 an der „Arena des Friedens“ 2024 in der italienischen Stadt Verona teilgenommen haben. Der Papst machte ihnen deutlich, wie wichtig der Einsatz für den Frieden ist: „Wenn ihr Frieden wollt, dann baut Institutionen des Friedens auf“, so der Pontifex. „nicht nur politische, sondern auch erzieherische, wirtschaftliche und soziale Institutionen.“3
Im Moment ist Krieg angesagt. Bekanntlich lassen sich im Kriegszustand viele Institutionen ummodeln. Das gewollte Chaos soll schließlich zum Frieden führen. Ist der Krieg vorbei, kann aufgebaut werden. "Politische, erzieherische, wirtschaftliche und soziale Institutionen“ können nach dem Schrecken und Grauen des Krieges leichter im Sinne des Vatikans ihre Arbeit aufnehmen und dessen Vorgaben umsetzen.
Während die Bibel lediglich von einem Scheinfrieden am Ende der Tage spricht (1. Thessalonicher 5,3), versuchen die Weltkirche und die mächtigen Globalisten (Finanzverwalter, Technokraten, Philantropen etc.) eine neue Weltordnung mit gleichgeschalteten Regierungen aufzustellen. Man arbeitet an einer weltweiten Digitalwährung, um Menschen uneingeschränkt überwachen zu können. Ja, Friede kann so möglich sein, wenn auch für die Bürger erzwungen. Um einen dauerhaften Frieden einzuführen, fehlt es der gefallenen Menschheit an Moral und göttlicher Führung. Die geistliche Leitung der Papstmacht wird die Welt in den Abgrund führen.
Als Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus am Ostermontag, 21. April 2025 88-jährig starb, ließ der Vatikan verlauten, er sei „in das Haus des Vaters zurückgekehrt“. Auch diese Aussage wieder exakt nach derjenigen, die Jahschua benutzte, als Er seinen Jüngern mitteilte, Er würde zum Vater „zurückkehren“, von dem Er „ausgegangen“ ist (Matthäus 16,28). Hat denn der Papst vor seinem Erdenleben schon gelebt, und das beim himmlischen Vater? Ist das nicht etwas anmaßend?
Warum ähneln Aussagen der Päpste über sich selbst so sehr den Worten des Messias, der vor über 2000 Jahren auf dieser Erde lebte und den Menschen Erlösung von der gefallenen Welt verhieß? Jedenfalls sieht sich der Papst als einen weiteren „heiligen Vater“, der für die Menschen auf dem Weg zur Erlösung notwendig ist. Während Jahschua darauf hinwies, dass man auf der Erde niemanden „Vater“ nennen soll, weil nur „Einer ... [unser] Vater ist, der in den Himmeln“ (Matthäus 23,9), verkündigt die Römisch-Katholische Kirche selbstbewusst:
„Der Papst ist dasselbe wie der Vater aller Väter. Deshalb darf nur der Papst diesen Namen tragen.“4
Gibt es womöglich doch mehr als einen Erretter der Menschen, wie es beispielsweise der Koran hinsichtlich seiner Propheten verkündet? Neben Abraham, Mose, Isa (Jesus) ist Mohamed der letzte Prophet. Ohne diese Propheten wäre wohl kaum Erlösung bzw. ein Allah-wohlgefälliges Leben möglich. Aber im Christentum? War Jahschua, der Sohn Gottes des Allmächtigen, nicht ausreichend?
Warum ist der Papst so wichtig? Warum wird das katholische Kirchenoberhaupt in unserer aufgeklärten, fortschrittlich-technischen Welt immer noch und immer mehr verehrt? Ist es tatsächlich die Person des Papstes, die solchen Einfluss hat? Ist es das Papsttum allgemein? Ist es der Vatikan? Oder steht hinter den Führungspersonen und dem System eine andere allgewaltige Macht?
Das ist alles unsinnig – zumindest nach den Hinweisen, die uns in der Bibel gegeben werden. Wenn wir uns Christen nennen, sollten wir die Bibel sehr genau kennen, um nicht falsche Schlüsse zu ziehen. Der Teufel ist nicht so einfach gestrickt. Die Werke eines Hitlers oder eines Stalins sind ganz offensichtlich böse. Jeder wird dem ohne Zögern zustimmen. Bei Putin, Trump, Thiel, Musk, Schwab und Konsorten ist das für viele schon etwas schwieriger. Einige sehen in dem ein oder anderen gar einen Heilsbringer. Aber man bedenke, auch Hitler wurde zu seiner Zeit von vielen als Befreier von dem links-rot „verseuchten Kommunistenpack“ bejubelt, bevor er (mit Hilfe amerikanischer Firmen und Finanzverwaltern) eine Diktatur mit tödlichem Ausgang für Millionen Menschen errichtete.
Dieses AI-Foto von sich selbst veröffentlichte Donald Trump
ein paar Tage vor der Wahl
Papst Leo XIV. im Mai 2025. Wie definiert das Buch der Bücher den Antichristen? In der Bibel wird derjenige als Antichrist beschrieben, der sich die Eigenschaften des wahrhaften Messias und Erlösers selbst zuschreibt. Das hat Hitler und Stalin nicht getan, Gates und Thiel auch nicht. Wobei alle diese egozentrischen Figuren schon zu einer gottähnlichen Eigeneinschätzung neigen. Aber keiner von ihnen behauptet, dass er Christ ist und den Messias als Retter angenommen hat. Zugegeben, Donald Trump könnte oberflächlich betrachtet ein wenig in diese Richtung tendieren. Er würde gerne Papst sein, wie er spaßeshalber verlauten ließ, und möchte nicht nur Amerika, sondern zudem den Katholizismus wieder „groß machen“. So will es zumindest das weltweit älteste überlebende (seit 1928) britische Wochenmagazin The Spectator. Das Politmagazin beschreibt begeistert die Trump-Regierung, dessen Mitglieder „Amerikanische Exzeptionalisten“5 sind, die „Amerika wieder groß machen und dabei auch den Katholizismus wieder groß machen.“6
Trump ist demnach dazu auserkoren, die „Religion zurück ins Land zu holen“. Die katholische Kirche habe „eine institutionelle Stärke, die Trump und seine Anhänger respektieren“, so das Magazin. Nachdem Papst Franziskus am Ostersonntag 2025 gestorben war, erinnerte sich der neben seiner Tochter Melania und einem lebensgroßen Osterhasen stehende Präsident der Vereinigten Staaten an Franziskus als einen „guten Mann“ und erklärte: „Die Religion ist zurück in Amerika“.7 Die gleiche Aussage über die Rückkehr der Religion wiederholte Trump während der traditionellen Weihnachtsbaum-Beleuchtungszeremonie im Dezember 2025:
„Wir lieben die Christen. Wir lieben alle Religionen. Und übrigens, die Religion kehrt in die USA zurück, das sieht man sehr deutlich.“8
Wenn „die Religion zurückkommt“, bedeutet das nicht ein Wiederbeleben der persönlichen Beziehung der Gläubigen zu ihrem Schöpfer. Vielmehr kommt die Religion als eine Regierungsmacht zurück, die im Namen Gottes die Menschen wieder unterdrückt. Diese religiöse Macht wird die Römisch-Katholische Kirche mit dem Papst an der Spitze stellen, der den Regierungen den Weg weisen wird. Zu Recht kann man entgegen, dass der religiöse Islam, und vor allem der Zionismus eine unterdrückende Macht ist oder werden könnte. Die Papstmacht hat durch ihre irdische Armee, den Jesuiten, beide in der Tasche. Uns ist heute nicht mehr bewusst, wie einflussreich die Jesuiten sind, und wie geschickt sie andere religiöse Organisationen sowie Politik und Wirtschaft unterwandern (was ein eigenes Thema wert wäre).
In den USA hat die Zahl der Katholiken stark zugenommen. Während 2020 lediglich 70.000 zum Katolizismus konvertierten, werden es nach Schätzungen für das Jahr 2025 fast 160.000 Gläubige sein. "Wenn sich die Prognosen für 2025 bestätigen, könnte diese Veränderung einen bedeutenden Wendepunkt für den amerikanischen Katholizismus darstellen."9 „Wie der Katholizismus Cool wurde“ (How Catholicism Got cool), so schreibt ein Nachrichtenportal in den USA und erklärt, dass der „katholische Boom“ aufgrund der Wahl des amerikanischen Papstes ausgelöst worden sei. „Die Welt strömt jetzt in Scharen zur katholischen Kirche.“ Amerika sei dabei nicht das einzige Land, dass einen hohen Zuwachs an Taufen in die Weltkirche verzeichnet. Frankreichs Konvertiten betrugen um 45 Prozent alleine in den ersten vier Monaten 2025. Und in England sind die Katholiken das erste Mal seit der Geburtsstunde der Kirche Englands dabei, die Anglikaner in der Zahl zu überholen.10
Wenn Trump von dem „wunderschönen immergrünen Baum“ schwärmt, der ihn an die Worte des Johannesevangeliums erinnere: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“8 so scheint das eher eine Anspielung auf den von Gott verbotenen „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ zu sein, als auf den „Baum des Lebens“ (1. Mose 2,9.16-17), der symbolisch für den Erlöser und Sohn Gottes steht.
Hier kommen wir dem „Antichristen“ schon näher. Es ist nicht die Person Donald Trump, und es ist nicht die Person Papst Leo XIV. Es ist ein System, keine einzelne Person. Die Person ist es nur insoweit, als dass sie sich vom Antichristen steuern lässt. Aber in erster Linie geht es um ein antichristliches System. Dieses System wird in Offenbarung 17 als „Hure Babylons“ und als „Mutter aller Huren“ (Vers 5) beschrieben. Die in Offenbarung 17 aufgezählten Merkmale lassen erkennen, dass diese Hurenfrau ausschließlich ein religiöses System verkörpern muss. Alle Hinweise zusammengenommen, passen einzig auf die römisch-katholische Papstkirche (ausführlich dazu: „Die Frau auf dem scharlachroten Tier“).
Hinter diesem antichristlichen System steckt der Antichrist par excellence: Satan. Es war der ehemalige Engelsfürst Luzifer, der sich höher stellen wollte, als er war. Er wurde zum Fallstrick der ersten Menschen.
„Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! 13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; 14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen! 15 Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube! 16 Die dich sehen, schauen dich verwundert an, sie betrachten dich und sagen: Ist das der Mann, der die Erde erzittern ließ, der Königreiche erschütterte; 17 der den Erdkreis zur Wüste machte und seine Städte niederriss; der seine Gefangenen nicht nach Hause entließ?“ (Jesaja 14,12-17; vgl. Hesekiel 28,12-19; vgl. Offenbarung 17 und 18)
Das ist der Antichrist. Wie der heilige Geist Gottes den aufrichtigen Nachfolger Jahschuas leitet, so ist es mit dem unheiligen Geist Luzifers. Er leitet denjenigen, der sich von ihm führen lässt, und der – aus Gründen, wie Stolz, Ehrgeiz, Geltungssucht – den Erlöser zurückweist. Die „Hure Babylon“ ist das folgsame Kind des Antichristen. Vergleicht man die Papstkirche mit den in Jesaja 14 angegebenen Streben nach Macht, Gott gleich sein zu wollen, so drängt sich die Ähnlichkeit regelrecht auf. Man kann einwenden, dass die heidnischen Könige und Kaiser dieses Gott-gleich-sein-wollen ebenfalls an den Tag legten. Das trifft durchaus zu, denn auch dahinter steckt der Erz-Antichrist. Zu beachten gilt es jedoch, dass es sich bei der Papstmacht um ein ungeheuerliches Täuschungsmanöver Satans handelt. Er gibt vor, dass die Päpste die Stellvertreter Christi sind. Damit, und mit weiteren geschickten Schachzügen zieht er die alleinige Mittlertätigkeit und Erlösung vom Sohn Gottes ab und beansprucht sie selbst. Nur führt er damit die Menschen nicht in den Himmel, sondern in den Abgrund.
Die Päpste sprechen viel von Jesus Christus. „Wir sind nicht perfekt, aber wir sind Freunde Christi“: Das sagte Papst Leo XIV. im Juni 2025 bei einem Treffen mit Priestern in Rom.12 Tatsächlich aber hat die römisch-katholische Papstmacht das einfache Evangelium bereits in den ersten Jahrhunderten verfälscht, verfinstert und durch Zeremonien und Eigenleistungen ersetzt. Im 4. Jahrhundert wurde die Trinitätslehre entwickelt und festgeschrieben. Weiter wurde im selben und darauffolgenden Jahrhundert die heidnische Heiligenverehrung (im Jahr 375; vgl. 1. Korinther 15,29; Römer 1,25), der Reliquienkult (im Jahr 397; vgl. Matthäus 22,32; Lukas 24,5) und der Papst als Nachfolger Petrus eingeführt. Im 5. Jahrhundert wird Maria zur „Gottgebärerin“ und zur „Gottesmutter“ (im Jahr 431), und die „letzte Ölung“ (im Jahr 550) als verbindliches Sakrament befohlen, da sonst das Fegefeuer drohte (im Jahr 592), mit dem man jahrhundertelang die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Im 8. Jahrhundert (im Jahr 715) trieb man die Heiligenverehrung soweit, dass man die Heiligen im Gebet anrufen kann, und machte ihnen Bildnisse (im Jahr 787; 2. Mose 20,4). Im 11. Jahrhundert wurde das Zölibat verbindlich (im Jahr 1074; 1. Tomtheus 4,1-5; 1. Korinther 9,5). Ein Jahrhundert später wurden Seelenmessen für Verstorbene angeboten (im Jahr 1100) und im Jahr 1115 begann der Ablasshandel.
Angst wurde zum Mittel der Wahl, um den mittelalterlichen Gläubigen unterwürfig zu erziehen. Die Päpste und Priester drohten, dass die verstorbenen Verwandten sehr lange im Fegefeuer unter großen Qualen brennen, wenn die Angehörigen nicht Geld an die Kirche zahlen. Die verängstigten Kirchgänger griffen gerne tief in die Geldtasche, wenn sie es denn hatten. Im 13. Jahrhundert wurde der Rosenkranz eingeführt, mit der Maria gebetsmühlenartig angerufen wird (im Jahr 1208). Im 15. Jahrhundert entschied der Pontifex, dass das gemeine Volk zum Abendmahl keinen Wein mehr bekommt, sondern nur noch das „Brot“ in Form einer heidnischen Hostie. (Matthäus 26,27).13
Im 16. Jahrhundert wurde auf dem Tridentinischen Konzil beschlossen, dass derjenige aus der Kirche ausgeschlossen wird und keine Erlösung erhält, der behauptet, nur durch den Glauben an den Sohn von den Sünden frei zu werden. Von dieser Strafe ist auch derjenige betroffen, der verkündigt, dass die guten Werke die Früchte der erlangten Rechtfertigung durch Glauben sind. Im 19. Jahrhundert folgte das Dogma der der Unfehlbarkeit des Papstes und der Unbefleckten Empfängnis Marias.14 Zudem wurde die „Unfehlbarkeit“ der Päpste im Jahr 1870 verkündet. Und erst 1950 wurde Mariä Himmelfahrt bekannt gegeben. Maria wurde – wie im heidnischen Rom – zur Himmelskönigin. Sie wurde zur Mittelsfrau der Sünder vor Gott. Eine deutlich antichristliche Lehre, da der Mittler Jahschua nicht genügt. Dieses Dogma steht im deutlichen Widerspruch zur Bibel. Dort wird Jahschua, der Sohn Gottes, als einziger Mittler zwischen den Menschen und Gott beschrieben (1. Timotheus 2,5; Römer 8,34).
Über Maria sagt die Bibel nicht viel. Es war eine demütige Frau, die sich selbst als „Magd des Herrn“ bezeichnete (Lukas 1,38), die Gott vertraute (Lukas 1,38.46-48). Sie war die Mutter des irdischen Jahschua (Matthäus 1,18–25). Sie war Jungfrau bis zur Geburt ihres Erstgeborenen, das vom Heiligen Geist Gottes gezeugt wurde (Lukas 1,27; Matthäus 1,20). Nach der Geburt Jahschuas bekam sie mit ihrem Ehemann Joseph weitere Kinder (siehe Lukas 8,19-21; Johannes 2,12; 7,3-6; 20,17 Apostelgeschichte 1,14; 1. Korinther 9,5; Galater 1,19) Sie wusste, dass sie einen persönlichen Retter brauchte (Lukas 1,47).
Es gibt keine Anhaltspunkte in der Bibel ihrer angeblichen Sündlosigkeit. Sie wird auch nirgendwo als „Mittlerin“ bezeichnet. Wer sie als „Gottesmutter“, „Himmelskönigin“ oder „Miterlöserin“ bezeichnet, missachtet die deutlich biblischen Worte, und macht aus dem Sohn Gottes und Erlösers der Menschen eine Randfigur. Dieses Dogma entfernt den Kern des Evangeliums.
Die Päpste haben sich im Laufe der Jahrhunderte zu Göttern auf der Erde gemacht, sie haben die Menschen unterdrückt, in Angst gehalten und haben sich und das Kirchensystem bereichert. Noch vor ca. 150 Jahren sah sich der Papst als unumschränkter Herrscher des Himmels und der Erde:
„Aufgrund seiner Autorität als Papst ist er wie Gott auf Erden, der einzige Fürst der Gläubigen Christi, der größte König aller Könige, der die Fülle der Macht innehat und dem der allmächtige Gott die Herrschaft über das irdische und das himmlische Reich anvertraut hat.“15
Was für anmaßende Worte. Ein mal mehr zeigt sich, dass sich der Papst die Wortwahl angeeignet hat, die in der Bibel entweder für den allmächtigen Gott oder Seinen Sohn steht. In obigen Aussagen bezieht sich die Wortwahl auf den allmächtigen Gott, dem Vater:
„Erfülle deinen Auftrag tadellos und sauber, bis unser Herr Jesus Christus sichtbar wiederkommt. Wann das geschehen wird, bestimmt der in sich vollkommene und alleinige Herrscher, der König aller Könige und Herr aller Herren [siehe auch 5.Mose 10,17, der als Einziger Unsterblichkeit besitzt und ein unzugängliches Licht bewohnt, den kein Mensch je gesehen hat und kein Mensch jemals sehen kann. Ihm gebührt Ehre und ewige Macht! Amen.“ (1. Timotheus 6,14-16; Neue Evangelische Übersetzung)
Wie kann sich ein sterblicher, sündiger Mensch diese Titel aneignen? Titel, die vom Allmächtigen benutzt werden. Er ist der Schöpfer und Erhalter des Himmels und der Erde, des Universums, der himmlischen Regionen und aller Welten, die wir Menschen gar nicht kennen. Es ist der, der „als einziger Unsterblichkeit besitzt und ein unzugängliches Licht bewohnt“ (1. Timotheus 6,16). Aus diesem Grund hat Jahschua bereits im Alten Bund im Auftrag des Vaters gewirkt. Das Beste was der Himmlische Vater hat – Jahschua, den Er uns als Sohn vorstellt – hat nur deshalb Unsterblichkeit, weil sie Ihm der Vater gab (Johannes 5,26). Vor allem aber, weil Er den mühsamen irdischen Weg der Erlösung für die Menschen auf sich nahm. Deshalb ist es ein Wahnwitz, wenn sich sterbliche Menschen solche Titel aneignen.
Ganzkörperreliquie des Heiligen Hyacinthus in der ehemalige Zisterzienser-Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt im Kloster Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck.
© Richard Huber CC BY-SA 3.0 (Wiki Commons)Die Päpste aber sagen, sie haben diese Titel von Gott übertragen bekommen. Und sie seien ebenfalls für die Erlösung zuständig. Sie sind für ihre Mitglieder zwar nicht in den Tod gegangen, aber sie sind es schließlich, welche die Sündenbeichten abnehmen, weil ihre Schäfchen sonst verloren gehen. Sie alleine sind es, denen der Geist Gottes sagt, was die Mitglieder zu tun haben. Sie sind es, die eine zusätzliche Mittlerfigur zwischen ihnen selbst und Christus einfügen. Sie sind es, die in der heiligen Eucharistie in wundersamer Weise Christus herabbeschwören, damit sie ihn wieder und wieder auf dem Altar kreuzigen können16 – auf einem Altar mit Leichenteilen von verstorbenen Heiligen im Inneren17; der Hokuspokus18 würde ohne diese nur schlecht funktionieren. Sie sind es, ohne die kein Heil möglich ist. Die Papstkirche versteht sich als das „von Gott eingesetzte universale Sakrament des Heils“.19 Diese für nicht-Katholiken nur schwer erträgliche Anmaßung wurde aus dem Mittelalter übernommen. In der berühmtesten päpstlichen Bulle20 des Mittelalters Unam sanctum21 aus dem Jahr 1302 heißt es, dass wir „auf Drängen des Glaubens gezwungen“ seien, an die „EINE heilige katholische Kirche“ zu glauben und festzuhalten, „außerhalb derer weder Heil noch Vergebung der Sünden ist“. 22 Weiter heißt es dort:
„Wir erklären, sagen und definieren nun aber, daß es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.“23
Diese Haltung ist folgerichtig, denn die Kirche ist „unzerstörbar heilig“. Jesus Christus selbst hat diese Kirche „geheiligt“. „Durch ihn, und in ihm wirkt sie auch heiligend“.24 Wenn dem so ist, wie kann man da noch argumentieren, dass die Kirche sich mit vielen Worten Jahschuas widerspricht? Gott scheint sich zwischenzeitlich anders besonnen, und es dann seinem Vertreter auf Erden mitgeteilt?
Die ein oder andere abtrünnige protestantische Gemeinde mag trotzdem entgegnen, dass es nur Christus alleine ist, der „heiligt“ (Hebräer 2,11). Der himmlische Vater hat in Christus „alles mit sich versöhnt [...] durch Ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist.“ (1. Korinther 1,19-20; siehe zudem Kolosser 1,20; Römer 11,6;). Hier wird ausdrücklich gleichermaßen „die Erde“ genannt. „So gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für Ihn; und einen Herrn, Jesus Christus [Jahschua, der Messias], durch den alle Dinge sind, und wir durch Ihn.“ (1. Korinther 8,6).
Die Mutterkirche sagt: Das stimmt, aber nur durch die katholische Kirche kann dieser Christus erreicht werden. „Die Kirche ist nämlich der Schafstall, dessen einzige und notwendige Tür Christus ist“.25 Da haben wir es ja!, werden Verteidiger der Papstkirche sagen, Christus ist die Tür! Bei unbedachtem Lesen mag das so erscheinen. Aber aus der Aussage Jahschuas „Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich hineingeht, wird er gerettet werden“ (Johannes 10,9), wird: Christus ist die Tür, aber diese Tür führt in die katholische Kirche, und erst durch diese wird der Mensch errettet. Schon ziemlich paradox, diese Kirche. Stellen wir beispielhaft obige katholische Aussage der Aussage Jahschuas gegenüber:
„Wahrlich wahrlich, Ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern woanders hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.“ (Johannes 10,1)
„Die Kirche ist nämlich der Schafstall, dessen einzige und notwendige Tür Christus ist.“ (Kathechismus der Katholischen Kirche)
Die Kirche bezeichnet sich als ist der Schafstall. Und das ist in der Tat sehr zutreffend. liest man nun den Textzusammenhang in Johannes 10 zeigt sich: 1. Dass die Kirche nicht durch die Tür in den Hof gestiegen ist, um die Schafe zu hüten, sondern woanders in den Stall eingebrochen ist; 2. Dass Jahschua sagt, Er sei der Hirte, die Kirche aber sagt, die Päpste seien die Hirten; 3. Dass die Kirche die Schafe im Schafstall festhält, während Jahschua sie dort herausführt. Hier der Textzusammenhang:
1 Wahrlich wahrlich, Ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern woanders hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. 3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. 4 Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. 5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht. 6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus [Jahschua]. Sie verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete. 7 Da sprach Jesus [Jahschua] wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. 8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. 9 Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. 11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. 12 Der Mietling aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. 13 Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, 15 gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.“ (Johannes 1,3-15)
Hier beschreibt Jahschua einen falschen Hirten, der auf die Päpste und Priester der Katholischen Kirche zutrifft. Er betont, dass Er der Hirte ist. Wenn sich ein anderer dafür ausgibt, ist er ein Dieb und Betrüger! Dieser Betrüger ist ein unberechtigter „Mietling“. Wenn der Wolf (Satan) kommt, flieht zu allererst der „Mietling“ und die Schafe sind verloren. Während Jahschua die Schafe, „die Seine Stimme hören“ herausführt, damit sie nicht vom Wolf gefressen werden, sperren die Päpste die Schafe in den Stall (katholische Kirche) ein! „Die Kirche ist nämlich der Schafstall.“ (Katholischer Katechismus).
Deshalb, jeder der sich darin einsperren hat lassen, sollte sich an den einzig wahrhaftigen Hirten wenden, damit dieser ihn herausbringen kann, bevor der Wolf kommt! Der feige „Mietling“, der sich als Hirte ausgibt, wird dir nicht helfen können, denn er flieht. Es ist eine gewaltige Täuschung und satanische Verdrehung der Worte des Messias.
Unser Erlöser Jahschua führt seine Schafe aus dem Schafstall heraus, weil es dort gefährlich ist und die Schafe gerissen werden. Die Papstkirche steigt wie ein Einbrecher in den Stall ein und hält sie dort fest!
Ich wiederhole mich. Aber es ist ein ungeheuerlicher Betrug. Es geht um Leben und Tod. Deshalb liebe Katholiken, liebe Protestanten26, die ihr noch in diesem Stall gefangen seid, wendet euch an den wahrhaftigen Hirten, greift Seine angebotene Hand und lasst euch herausführen. Er wird immer mit uns sein und uns nicht verlassen. Die Angst ist damit Vergangenheit. Denn Er führt jeden einzelnen von uns vom Himmel her mit Seinem Geist. Warum sich auf die Führung eines sündigen Menschen verlassen, wenn wir direkt den göttlichen Beistand und Tröster bei uns haben können? Nicht umsonst hat der Engel Maria mitgeteilt, dass ihr Sohn „Emanuel“ heißen soll. „Gott mit uns“ (Matthäus 1,23; Jesaja 7,14).
Durch Jahschua ist der allmächtige Gott bei uns. Er allein ist die Mittlerperson. Jeder von uns darf Ihn direkt an seiner Seite haben, darf Ihn bitten, darf Ihm danken. „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Römer 8,31) Deshalb, lasst uns zu Ihm kommen, „zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei dem allmächtigen Gott aber auserwählt und kostbar ist“, und lassen wir uns „nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum [bestehend aus allen Gläubigen ohne hirarchische Strukturen], um geistliche Opfer [keine irdischen Zeremonien und buchstäbliche „Opfer“ (vgl. Römer 12,1; Hebräer 13,5)] darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus [Jahschua, der Messias]“ (1. Petrus 2,4-5) Nachfolgend einen Ausschnitt aus dem Propheten Jesaja, das dieser dem alttestamentlichen Volk und den Fürsten sagte:
„Hört, ihr Himmel, und horche auf, o Erde; denn der HERR [JaHuWaH] hat gesprochen: Ich habe Kinder großgezogen und emporgebracht, sie aber sind von mir abgefallen. Ein Ochse kennt seinen Besitzer, und ein Esel die Krippe seines Herrn, aber Israel hat keine Erkenntnis; mein Volk hat keine Einsicht. Wehe der sündigen Nation, dem schuldbeladenen Volk! Same der Übeltäter, verderbte Kinder! Sie haben den HERRN [JaHuWaH] verlassen, haben den Heiligen Israels gelästert , haben sich abgewandt.
[Erklärung: Der „Heilige Israels“ ist niemand anderer als der Bote JaHuWaHs, Sein Mittler Jahschua. Die Israeliten haben Ihn nicht erkannt. Sie haben nicht gesehen, dass die Errettung nur über Ihn möglich ist, wie sie im ersten Buch der Bibel in 1. Mose 3,15 vorhergesagt wird. Sie haben die Sabbatruhe, die nur Er geben kann, nicht verstanden. Sie haben weiter an den Bräuchen der Ägypten festgehalten: An die buchstäblichen Sabbate und Zeremonien, an die Tieropfer.
Weil sie es nicht verstanden, kam ihnen JaHuWaH in ihrer kulturell-heidnischen Verstrickung entgegen, und lenkte diese Bräuche hin auf den zukünftigen Messias. Er benutzte sie, um zu zeigen, wie schrecklich der gefallene Zustand der Menschheit ist. Mittels der „Stiftshütte“ mit ihren (heidnischen) Zeremonien, welche die Israeliten aus Ägypten kannten, zeigte Er, wie Erlösung durch den kommenden Retter geschehen wird. Das heißt, wie dieser Zustand aufgehoben und der Mensch wieder in den ursprünglichen sündenfreien und ungefallen Zustand versetzt werden kann. Er lies sie die Sabbate halten, und zwar so streng, dass jeder getötet werden soll, wer ihn auch nur mit ein wenig Holzsammeln an diesem Tag übertritt.
JaHuWaH hielt ihnen damit einen Spiegel vor, um zu zeigen, dass sie sich selbst niemals – selbst durch noch so viele Zeremonien und Gesetze – retten könnten. Und sie konnten es auch nicht. Es ist nicht möglich. Das vierte Gebot – das Sabbatgebot – steht als Siegel mitten unter den Zehn Geboten. Es sollte zeigen, dass der Mensch, der die Sabbatruhe (Jahschua bzw. den Heiligen Israels) ablehnt, für immer verloren ist. Deshalb der Tod bei der geringsten Übertretung des vierten Gebotes. (siehe hierzu "Der Weg zurück zur Sabbatruhe"). Der Mensch ist hoffnungslos im Bösen (gefallenen Zustand) verstrickt. Er kann sich selbst nicht retten, wie es in Ägypten oder heute in esoterischen Kreisen und auch in christlich gesetzlichen Kreisen gelehrt wird. Man verkennt den „lebendigen Geist“, der den Gläubigen individuel führen möchte.
Die Israeliten hatten den „Heiligen Israels“ trotzdem nicht erkannt. Und sie waren es doch, die den Heiden die wunderbare frohmachende Botschaft verkündigen sollten. Und nun geht es weiter im Bibeltext:]
Wohin soll man euch noch schlagen, da ihr doch den Abfall nur noch weiter treibt? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist kraftlos. Von der Fußsohle bis zum Scheitel ist nichts Unversehrtes an ihm, sondern klaffende Wunden und Striemen und frische Verletzungen, die nicht ausgedrückt, noch verbunden, noch mit Öl gelindert sind. Euer Land ist verwüstet, eure Städte sind mit Feuer verbrannt; Fremde fressen euer Land vor euren Augen, und es ist verwüstet, wie von Fremden verheert. Und die Tochter Zion ist übrig geblieben wie eine Hütte im Weinberg, wie ein Wachthäuschen im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. Hätte uns der HERR [JaHuWaH] der Heerscharen nicht einen geringen Überrest übrig gelassen, so wären wir wie Sodom, gleich wie Gomorra geworden!
Hört das Wort des HERRN [JaHuWaHs], ihr Fürsten von Sodom! Nimm zu Ohren das Gesetz unseres Gottes, du Volk von Gomorra! Was soll mir die Menge eurer Schlachtopfer?, spricht der HERR [JaHuWaH]. Ich bin der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber überdrüssig, und am Blut der Jungstiere, Lämmer und Böcke habe ich kein Gefallen!
Wenn ihr kommt, um vor Meinem Angesicht zu erscheinen — wer verlangt dies von euch, dass ihr Meine Vorhöfe zertretet? Bringt nicht mehr vergebliches Speisopfer! Räucherwerk ist mir ein Gräuel! Neumond und Sabbat, Versammlungen halten: Frevel verbunden mit Festgedränge ertrage Ich nicht! Eure Neumonde und Festzeiten hasst Meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich Meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre Ich doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut!
Wascht, reinigt euch! Tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg; hört auf, Böses zu tun! Lernt Gutes tun, trachtet nach dem Recht, helft dem Bedrückten, schafft der Waise Recht, führt den Rechtsstreit für die Witwe!“ (Jesaja 1,2-17)
Viele der alttestamentlichen Zereomonien – angelehnt an ägyptischen Bräuche – finden wir heute in der Katholischen Kirche. Jahschua ist nicht in der Mitte dieser Lehre. Wer den heutigen Katechismus liest oder den Papst sprechen hört, wird zwar erst einmal feststellen, dass ständig von Christus die Rede ist und viele Bibelstellen zitiert werden. Wer in der katholischen Kirche aufgewachsen, aber ernsthaft Christus nachfolgen möchte, weil er darin den Geist Gottes wähnt, dem wird es gar nicht so einfach gemacht, den fatalen Betrug zu erkennen. Das Mitglied wird um das Heil betrogen. Wäre es denn verkehrt, wenn jeder aufrichtig gläubige Katholik einmal innehält, und diesen Glauben überprüft? Warum sollte einige Jahrhunderte nach Christus plötzlich eine zusätzliche Institution ins Leben gerufen werden, die behauptet, sie wäre jetzt zuständig für die Erlösung? Warum wohl wurden nach der Erfindung des Buchdrucks und der plötzlichen Verbreitung der Bibel unter Laien, das Lesen derselben verboten?
Papst Leo XII. veröffentlichte im Jahr 1824 ein Rundschreiben, in dem er die von der Bibelgesellschaft herausgegebene protestantische Bibel „Evangelium des Teufels“ nennt.27 Die Feindschaft der katholischen Kirche richtete sich nicht nur gegen protestantische Übersetzungen der Bibel, sondern allgemein, Bibeln zu besitzen und zu lesen. Papst Gregor XVI. bestätigt die Verdammung der Bibel für das gemeine Volk in einem Rundschreiben mit den Worten:
„Überdem bestätigen und erneuern wir die angeführten in früheren Zeiten unter apostolischer Autorität erlassenen Beschlüsse gegen die Veröffentlichung, Verteilung, das Lesen und den Besitz von Exemplaren der heiligen Schrift in der Muttersprache.“28
In einer Unterweisung für Priester wurde gedroht:
„Wenn Eltern ihre Kinder in eine sogenannte Bibelschule schicken, machen sie sich einer Todsünde schuldig.“29
Heute ist das freilich anders, ein Verbot ist nicht denkbar, nicht durchführbar und würde misstrauisch machen. Erst recht würde man wissen wollen, was darin steht. Die Papstkirche gibt sich heute so offen und erklärt alle ihre Dogmen geschickt mit Bibelworten und mit Jesus Christus. Der Gläubige schlägt die Bibel auf, und siehe da: Diese Worte sind dort zu finden. Wenige merken, wie sehr sie aus dem Zusammenhang gerissen und wie erfinderisch sie in selbst erdachte katholische Dogmen verpackt sind.
Der Papst gibt sich heute als eine liebende moralische Instanz in einer immer roher werdenden Welt aus. Seit dem Zweiten Vatikanum verdammen alle Päpste Krieg und Gewalt, rufen zum Frieden auf und predigen die Liebe. Aber wissen wir, was im Hintergrund geschieht? Der Vatikan ist ein - seit 1929 wiedererlangter – souveräner Staat, der seither mit allen Staaten der Erde diplomatische Beziehungen führt. Der Heilige Stuhl unterhält 180 Botschaften, deren Diplomaten ihre jeweiligen Länder im Vatikan vertreten. Die Papstmacht gestaltet nicht nur die Agenda bei den Vereinten Nationen (UNO) mit, seit 2021 hat sie zudem den Beobachterstatus bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Als der verstorbene Papst Franziskus am 9. Januar 2025 die jährliche Neujahrsansprache an die Botschafter der Nationen hielt, forderte er alle auf, gemeinsam zu handeln, damit die Probleme und Konflikte des 21. Jahrhunderts überwunden werden können. Er dankte ihnen für die gute Zusammenarbeit:
„Ihnen allen danke ich für die Zuneigung und Wertschätzung, die Ihre Völker und Regierungen, die Sie kompetent vertreten, dem Apostolischen Stuhl entgegenbringen. Davon zeugen die Besuche von mehr als dreißig Staats- und Regierungschefs, die ich im Jahr 2024 im Vatikan empfangen durfte.“30
Es ist die Römisch-Katholische Kirche, welche heute weltweit von den Regierungsoberhäuptern anerkannt wird, selbst wenn diese nicht katholisch sind. Man hört auf die moralische Instanz, die Gewalt ächtet und zum Frieden auffordert. So war es nicht immer. Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil konnte man die alte Mutterkirche des Mittelalters noch erkennen. Aber bis heute, hat diese Kirche nie eine von ihren früheren Päpsten verfasste Bulle zurückgenommen, selbst wenn sie einen noch so anrüchigen Inhalt preisgibt.
So haben beispielsweise die Päpste deren negative Rolle im Sklavenhandel nie aufgehoben. Die päpstlichen Bullen Dum diversas aus dem Jahr 1453 sowie Romanus Pontifex von Papst Nikolaus V. von 1455 gaben den portugiesischen Königen das Recht, Ungläubige zu überfallen, ihr Eigentum zu konfiszieren und sie zu Sklaven zu machen. Alle Länder südlich von Kap Bojador in Afrika durften eingenommen werden. In den eroberten Gebieten sollten im Gegenzug Kirchen und Klöster errichtet werden.31 In Dum diversas übertrug Papst Nikolaus V. dem König von Portugal folgende Rechte:
„[...] die Sarazenen, Heiden und andere Ungläubige, und allen Feinden Christi, wo immer sie auch sein mögen, ihre Königreiche, Herzogtümer, Grafschaften, Fürstentümer und andere Herrschaften, Länder, Orte, Dörfer, Burgen und alle anderen Besitztümer, bewegliche und unbewegliche Güter, [...] zu überfallen, zu erobern, zu belagern und zu unterwerfen, ihre Personen in ewige Knechtschaft zu bringen, auch ihre Königreiche, Herzogtümer, Grafschaften, Fürstentümer und andere Herrschaften, Besitztümer und Güter dieser Art dir und deinen Nachfolgern, den Königen von Portugal, auf ewig zu übertragen, und anzueignen, und in deinen und der Nutzung und dem Nutzen deiner Nachfolger umzuwandeln [...].”32
Auf der Webseite Papal Encyclicals Online, welche die päpstlichen Schreiben gesammelt und übersetzt darstellt, ist einleitend zur Bulle Romanus Pontifex zu lesen:
„Die Bulle Romanus Pontifex ist ein wichtiges Beispiel für den Anspruch des Papsttums auf geistige Herrschaft über die ganze Welt.“33
Karikatur zum Kulturkampf im Kladderadatsch (satirische Zeitschrift) vom 18. März 1878: Papst Leo XIII. und Reichskanzler Bismarck fordern sich gegenseitig zum Fußkuss als Zeichen der Unterwerfung auf. Durch den Vorhang beobachtet Ludwig Windthorst die Szene. Windhorst war Politiker der katholischen Deutschen Zentrumspartei.Dieser, wie selbstverständliche Anspruch, wurde immer dann gefährdet, wenn es ein Staatsoberhaupt gab, das sich gegen die Papstmacht und deren Allmachtsansprüche stellte. Der preußische Ministerpräsident und deutsche Reichskanzler Otto von Bismark war so ein hartnäckiger Gegner des Papstes, der sich nicht dem Vatikan unterordnen wollte. Dass Bismarck die Trennung von Kirche und Staat vorantrieb, war Papst Pius IX. ein Dorn im Auge. Er bezeichnete ihn deshalb als „Schlange im Paradiese der Menschheit“. Durch sie würde „das deutsche Volk verführt, mehr sein zu wollen, als Gott selbst, und dieser Selbstüberhöhung wird eine Erniedrigung folgen, wie noch kein Volk sie hat kosten müssen“. Er prophezeite dem deutschen Volk, dass „in einigen Jahren“ das Reich Bismarcks „in Trümmer verwandelt“ werden würde, „dieses Reich, das wie der Turmbau zu Babel Gott zum Trotz errichtet wurde und zur Verherrlichung Gottes zergehen wird“.34 Die Verwünschung Papst Pius scheint sich in unserer Zeit zu erfüllen. Heute dadurch, dass in einer globalen, technokratischen Welt der souveräne Staat sich selbst aufgibt.
Es gibt zwar Stellungnahmen von verschiedenen Päpsten, die angeblich die Praxis der Sklavenhaltung verurteilten.35 1892 bezog sich Papst Leo XIII. auf die Stellungnahmen seiner Vorgänger und unternahm mit seinem Rundschreiben Quarto abeunte saeculo vom 16. Juli 1892 den Versuch, einen „diplomatisch eleganten ‚Schlussstrich‘ zu ziehen“.36 Er sah die Angelegenheit damit als beendet. Johannes Paul II. vergleicht den Sklavenhandel mit dem Holocaust und bat den Himmel um Vergebung für diese Sünde. Auch er hat jedoch diese Bullen nicht zurückgenommen.
Der Kirchenhistoriker und Direktor des Instituts für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog Mariano Delgado ist überzeugt, dass solche päpstlichen Stellungnahmen lediglich ein Bemühen sind, „die Mitverantwortung des Papsttums an den Schattenseiten der europäischen Expansion zu verharmlosen oder zu entschuldigen“.37 Er kann aufgrund historischer Quellen nachweisen, dass diese päpstlichen Stellungnahmen nicht als generelle Verurteilung der Sklaverei allgemein zu verstehen sind, sondern einzig auf Versklavung Schwarzer oder Indianer, die sich taufen ließen.38 Zu dem zeigt er auf, dass es eine Tatsache sei, dass Nikolaus V. mit der Bulle Romanus Pontifex (1455) „den Portugiesen das Recht auf Versklavung der Ungläubigen und Sarazenen in den bereits eroberten und noch zu erobernden (nicht christlichen) Inseln, Städten und Ländern Afrikas und Asiens übertragen hat und dies von Rom nie ausdrücklich widerrufen wurde. Und das, obwohl schon im 16. Jahrhundert eine kolonialethische Diskussion auf hohem Niveau geführt wurde.39
„Das ist doch die Kirche des Mittelalters, das kann man heute nicht mehr ernst nehmen“, mögen einige beschwichtigen. Wenn das mal nicht täuscht. Keine 150 Jahre zurück, gestand die katholische Kirche den Menschen nach wie vor keine Gewissensfreiheit zu. So schreibt die berühmte amtliche Kirchen-Zeitschrift, die unter Papst Pius IX. von den Jesuiten gegründet wurde, La Civiltà Cattolica40, dass der Grund, die Gewissensfreiheit zu verwerfen, „nicht der Friede und die Einheit der Nation“ seien, „sondern die Verpflichtung, die einzige wahre Religion zu bekennen und so für die Erreichung des letzten Zieles der Menschen zu sorgen“. Sowohl der Einzelne als auch der Staat habe „die Pflicht, die wahre Religion anzunehmen; und nachdem er sie angenommen, hat er nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, seinen Untertanen den ruhigen Besitz und die Erhaltung derselben dadurch zu sichern, dass er den falschen Religionen den Zutritt verwehrt.“41
Erinnert uns diese Art der Ausgrenzung nicht ein wenig an die bizarre Zeit vor etwa fünf Jahren? Wer nicht willig war, sich eine Geninjektion geben zu lassen, dem war der Zutritt in viele öffentliche Einrichtungen versagt. Das könnte ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein, was in naher Zukunft noch möglich ist, vor allem im Bereich der Religion.
Man mag jetzt einwenden, „die heutige Kirche habe sich gewandelt und bemühe sich um Einheit mit allen anderen christlichen Kirchen“. Ja, sie bemüht sich um Einheit, aber eine Einheit, nach den Vorgaben der „Mutterkirche“ in Rom, die ihre Töchter wieder unter ihre Autorität bringen möchte. Ich kann dem Papstkritiker Johann F. Neigebaur zustimmen, der vor ca. 180 Jahren schrieb, dass die katholische Kirche „keine ihrer Ansprüche aufgegeben“ hat. Denn „wenn sie es täte, würde sie ihr Wesen ändern.“42
Eine irländische Zeitschrift machte im 19. Jahrhundert darauf aufmerksam, dass Jahrhunderte nach der oben bereits erwähnten Bulle Unam Sanctum aus dem Jahr 1302 die Macht des Papsttums immer weiter zunahm. Im Dublin-Review vom Januar 1871 war zu lesen:
„Man studiere sorgfältig die großartige Lehre, welche in der Bulle Unam sanctam in unfehlbarer Weise vorgetragen wird, und man wird sehen, dass Gott dem heiligen Stuhle eine viel größere Gewalt übertragen hat, als selbst Innozenz III. und Bonifaz VIII. geltend zu machen vermochten. [...] In einem Punkte sind die Päpste im 19. Jahrhundert mächtiger als im 13.: Seit der 4. Sitzung des vatikanischen Konzils ist es Glaubenssatz, dass der Papst eine unmittelbare bischöfliche Gewalt über alle Christen in der ganzen Welt habe; diese Gewalt anzuerkennen, sind sicher lokale Kirchen im 13. Jahrhundert viel weniger geneigt gewesen, als im 19.“43
1870 wurde die Unfehlbarkeit des Papst im Ersten Ökumenischen Konzil festgeschrieben und im Zweiten Vatikanum ca. 100 Jahre später in der Dogmatischen Konstitution Lumen Gentium über die Kirche44 aufgenommen. Im Katechismus findet sich das Dogma mit folgenden Worten:
„Um die Kirche in der Reinheit des von den Aposteln überlieferten Glaubens zu erhalten, wollte Christus, der ja die Wahrheit ist, seine Kirche an seiner eigenen Unfehlbarkeit teilhaben lassen. [...] Der pastorale Auftrag des Lehramtes ist es, zu wachen, dass das Gottesvolk in der befreienden Wahrheit bleibt. Zur Erfüllung dieses Dienstes hat Chrsitus den Hirten das Charisma der Unfehlbarkeit in Fragen des Glauben und der Sitten verliehen.“45
Das Erste Vatikanische Konzil, das 1869 während des Pontifikats
von Pius IX. im Petersdom abgehalten wurde.
Künstler Karl BenzingerWas hier steht, ist himmelschreiend. Erstens wird nach fast 2000 Jahren gesagt, Christus habe das so gewollt - und das nach all den vergangenen Jahrhunderte der Irrungen und Gewaltakten der Kirche. Zweitens wird schlangenzüngig nach „Christus“ folgendes eingefügt: „der ja die Wahrheit ist“. Weil Christus die Wahrheit ist, hat er die Kirche teilhaben lassen? Was ist das für ein logischer Schluss? Drittens soll damit über das Volk „gewacht“ werden, dass es in dieser „Wahrheit“ bleibt. Da drängt sich doch die Frage auf: Die Wahrheit in Christus oder die Wahrheit in dem Papst? Wie man es dreht und wendet, es ist verlogen und hat mit dem Christus, der uns in der Bibel vorgestellt wird, rein gar nichts zu tun. Das haben viele der damals im 19. Jahrhundert teilnehmenden Kardinäle und Bischöfe auf dem Konzil auch erkannt. Sie wollten bei der Abstimmung über dieses Dogma nicht zustimmen.
„Der Druck der Mehrheit und des Papstes waren aber so stark, dass die zur Minderheit gehörenden Bischöfe meist abreisten. [...] Bei der Schlussabstimmung am 18. Juli [1870] standen nur noch 2 gegen 533. [...] die widerstrebenden Bischöfe haben sich einer nach dem anderen unterworfen.“46
Der evangelische Theologe Hermann Mulert (1879-1950), von dem das obige Zitat stammt, erkennt die Brisanz dieses Dogmas für die Zukunft, wenn er schreibt:
„Dass die Unfehlbarkeit der Kirche jetzt in der des Papstes zentralisiert, verkörpert ist, das ist ein Vorteil für den Katholizismus; diese Zentralisierung ist Mobilisierung, Verlebendigung. Jederzeit kann jetzt eine unfehlbare Entscheidung erfolgen; die Kirche der Tradition hat im Vatikanum eine entschiedene Wendung nach der Gegenwart (und damit auch nach der Zukunft) hin gemacht.“47
Und Johann Friedrich von Schulte (1829-1914), einer der bedeutendste Lehrer des katholischen Kirchenrechts im Deutschland des 19. Jahrhunderts gab zu bedenken:
„Wohl hat heute der Papst nicht die Macht, seine Lehren zur praktischen Geltung zu bringen. Aber wenn er sie erst zum festen Glauben seiner Anhänger gemacht hat, ist die Verwirklichung nur eine Zeitfrage. Was im 11. Jahrhundert faktisch gewesen ist, kann auch im 19. oder 20. wiederkehren. [....] da der Papst, wenn er einen dogmatischen Satz ausspricht, unfehlbar und seine Aussprüche unabänderlich sind: so folgt, dass die Päpste noch heute und in Zukunft ganz dieselbe Gewalt haben, welche sie jemals hatten und zu handhaben sich für berechtigt hielten.“48
Aber spätestens mit Papst Franziskus, so nehmen viele an, habe die Papstkirche ihr Wesen verändert. Das ist sicher nicht der Fall. „Rom wird sich nicht verändern, so lange es Narren in der Welt gibt, welche glauben, dass es sich ändern könne.“49 Der Jesuit Jorge Mario Bergoglio scheint eine Rolle auf der religiös-politischen Weltbühne eingenommen zu haben, um die neue Weltordnung schneller voranzutreiben. Warum trat Papst Benedikt XVI. zurück? Wurde er nicht für fähig befunden, die Welt für die Agenda der neuen Weltordnung vorzubereiten? War er womöglich der Letzte der sieben Päpste, bevor das Tier aus dem Abgrund (Offenbarung 17) heraufbeschworen werden konnte? Könnte es der Jesuit Franziskus gewesen sein, der mit den „Zehn Königen der Erde“ gemeinsame Sache gemacht hat, die bald offenkundig zusammen mit der Papstmacht eine Weltregierung stellen werden? Siehe hierzu die gewagte Auslegung aus dem Jahr 2013 über Offenbarung 17 (überarbeitet 2025).
Die Päpste sind nach wie vor für die Rettung der Menschen zuständig. Ohne katholische Kirche kein Heil. Wenn das nicht ein – auf den ersten Blick kaum erkennbares, weil mit dem christlichen Anstrich versehenes – perfides antichristliches System ist, was denn dann?
In der Bibel wird uns nur ein einziger Retter präsentiert: Jahschua, der für uns auf diese Welt kam, uns unsere Schuld abnahm, für uns Mensch wurde und einen grausamen Tod starb, um uns das einst zugedachte vollkommene Leben zurückzugeben. Er hat den Gläubigen mitgeteilt, dass jeder persönlich über Ihn direkt Zugang zu Seinem Vater im Himmel hat. Es braucht keine Priester die vermitteln – so wie es im Alten Bund bei den Israeliten zeitweise der Fall war.
In Seiner unendlichen Liebe hat der allmächtige Gott JaHuWaH einen Ausweg gefunden, ohne den Rebellierenden sofort zu beseitigen. Wäre dem so, hätten wir einen Angstglauben, wie wir ihn auf vielfältige Weise auf Erden finden. Menschen mit mehr Macht machen Menschen mit weniger Macht Angst, damit sie das tun, was die Machtmenschen wollen. Durch Jahschua, der dem Allmächtigen in den himmlischen Regionen am Nächsten steht und der uns als Sein Sohn vorgestellt wird (und damit an Macht Luzifer weit überlegen war und ist), hat Er der Welt Seine Liebe offenbart. In 1. Mose 3,15 wird uns zum ersten Mal das Evangelium verkündet. Es zeigt, dass es zu einer Kluft zwischen dem, später so bezeichneten „Christus“ und dem „Antichristen“ gekommen ist.
Der Sohn Gottes würde das wieder heil machen, was der gefallene Erzfeind den Menschen angetan hat: Den Menschen aus dem Abgrund einer gefallenen Welt befreien. Der, von den ersten Menschen aus noch zukünftige Messias, würde in die Welt als Mensch eintreten, um den Menschen den Charakter des allmächtigen Vaters zu offenbaren und Seine Liebe zu bekunden, die jeden einzelnen Menschen retten möchte. Die einzige Tür zur Rettung geht durch den von JaHuWaH gesandten Sohn. Der Mensch muss weiter nichts tun, als die ihm gereichte göttliche Hand annehmen. Der Geist Jahschuas wird den Menschen den Unterschied zwischen all den menschlich erdachten Göttern und Götzen und der Liebe des wahrhaftigen, allmächtigen Gottes zeigen. Denn Gott ist Liebe. Das heißt, Liebe ist keine Eigenschaft, die Gott besitzt. JaHuWaHs ganzes Wesen „ist Liebe“ (1. Johannes 4,8.16).
Paulus beschreibt diese Liebe mit „Agape“-Liebe Es ist die Liebe des Messias, die sogar alle Erkenntnis übersteigt. (Epheser 3,19) Er prägte damit ein Wort, dass man zuvor nicht gebrauchte. Damit konnten die Menschen verstehen, dass Gottes Liebe einen völlig anderen Charakter hat, als wir auf dieser Erde untereinander je erfahren könnten, aber durch Seinen Geist untereinander leben können. Agape ist die Liebe, die kein Eigeninteresse kennt, die sogar ihre Feinde liebt (Matthäus 5,33). Denn Gott liebte die Menschen, als sie „noch seine Feinde waren“ (Römer 5,10).
Wenn wir diese Gottesliebe einmal begreifen, werden wir aufhören, böse Eigenschaften Gott zuzuschreiben. Rache, Strafe oder Neid wurde von Beginn an den Heidengöttern beigelegt. Die Bibelschreiber wendet diese Sprache im Alten Bund zuweilen auch auf den Schöpfer an. Wie aber können wir diese Aussagen, und die von unserer Kultur her geprägten Wörter richtig im Sinne Gottes verstehen? Warum hat Jahschua die Mühsal eines menschlichen Lebens angenommen? Wollte er nicht genau das den Menschen vorleben, was die Israeliten bis zu seinem Tod und darüber hinaus nicht verstanden haben? Die Liebe des allmächtigen Schöpfergottes. Gott, der Allmächtige selbst konnte nicht zu den Menschen kommen – Er lebt in einem unzugänglichen Licht und hält das Universum zusammen.
„Niemand hat Gott jemals gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und Seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.“ (1. Johannes 4,12)
„Gott aber beweist Seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8)
Jahschua, Sein Sohn (Hebräer 1,5), Sein Knecht (Matthäus 12,18; Jesaja 52,13), Seine rechte Hand bei der Schöpfung (Römer 11,36; Kolosser 1,16-17) und Neuschöpfung (2. Korinther 5,17; Offenbarung 21,5), Seine Weisheit (Sprüche 8,22-31), Seine Liebe (Johannes 17,24), Sein Wort (Johannes 1,14), Sein Stellvertreter auf Erden (nicht erst im Neuen Bund! Vgl. 2. Mose 23,20; 13,21; 5. Mose 1,30), Er wird ihn vertreten, um Seine Liebe den Menschen zu offenbaren.
Und Er hat es getan. Er hat sich für ein Leben der Schande und des Schmerzes entschieden. Es war ein Leben der Dunkelheit, wenn man ein Leben in einem ewigen Licht gewohnt war. Er hat es für Seine „Brüder und Schwestern“ (Matthäus 12,50) getan, die er einst im Reich „Seines Vaters“ und „Seines Gottes“ (Johannes 20,17) in den himmlischen Regionen willkommen heißen wird. Durch dieses offenbarte Licht der Liebe muss das Alte Testament ausgelegt werden. Es kann nicht umgekehrt sein. Die Evangelien, allen voran das Johannesevangelium, zeigt das unmissverständlich auf. Es knüpft den Faden auf, der Jahrhunderte zuvor verschlungen und verknotet war. Die Menschen haben die Liebe Gottes nicht erkannt.
Wohin tendieren Juden und Christen heute wieder? Zum Krieg. Man behauptet, Krieg diene dem Frieden, und staatliche Sicherheitsmaßnahmen führe in die Freiheit. Aber genau das ist Satans Werk: Er vermischt Gutes mit Bösem. Würde er ausschließlich sein böses Wesen den Menschen offenbaren, wäre der Teufel entblößt und als solcher erkannt. Aber wenn er das Böse als gut erscheinen lässt und Richtiges und Gutes in sein böswilliges System einstreut, dann werden ihm die Menschen zu allen Zeiten nachlaufen, geradewegs ins Verderben.
Und so kommen wir wieder zum Antichristen. Satan nutzt ein System, das sich einen christlichen Anstrich gibt, aber in Wahrheit voller heidnischer Bräuche ist und als „Gräuel der Erde“ (Offenbarung 17,5) beschrieben wird. Offiziell ist es christlich, aber im Verborgenen ist es antichristlich. Wie erkennen wir nun ein antichristliches System? Man erkennt es daran, dass es vorgibt, christlich/biblisch zu sein, aber den Sohn Gottes als einzigen Mittler zum Allmächtigen Gott und Schöpfer des Universums verdrängt. Zudem muss dieses System mächtig genug sein, um auf andere Kirchen sowie auf die Weltpolitik einwirken zu können. Es ist damit eine "Hure Babylons". Das heißt, sie "hurt" mit dem babylonischen Religionssystem und macht gemeinsame Sache mit der Weltpolitik. In Offenbarung 17 wird sie reitend auf dem Tier aus dem Abgrund beschrieben - dem Erzantichristen, der ihr geitlicher Vater ist.
Auf nur ein System ist das zutreffend: auf die Kirche Roms. Es ist die Formation der Kirche, vor der Paulus warnte (2. Thessalonicher 2,2-19), und die sich in den ersten Jahrhunderten zu einer staatlich-religiösen Macht entwickelte. Diese Macht wurde zwar mit der Reformation und später durch die Französische Revolution gebrochen, aber gelangte unerwartet schnell wieder zu einer Größe, die vordergründig noch nicht im negativen Sinne spürbar ist. Im Hintergrund jedoch werden die Fäden der Weltpolitik auf’s neue gesponnen.
Jaschua als einzigen Weg zum himmlischen Vater (Johannes 14,6) kann auch bei anderen christlichen Glaubensrichtungen und Gruppen subtil bei Seite gedrängt sein. Da reichen schon die Gemeinden aus, die viele Werke zur Erlösung hinzufügen. Das heißt, die Annahme des Messias als unsere Rettung ist nicht genug. Es müssen Regeln eingehalten, verschiedene Zeremonien durchgeführt und Sabbate gehalten werden, um Gott gefällig zu sein bzw. um erlöst zu werden.
Aber auch ein Glaube, bei der die Präexistenz des Sohnes leugnet, sowie das Dogma eines dreieinigen Gottes gehen in diese Richtung. In beiden Fällen wird unser Erlöser an den Rand gedrängt. Bei Ersterem kam der Sohn nicht wirklich von Seinem himmlischen Vater (dagegen Johannes 3,31; 6.36-38; 1. Korinther 15,47), was zur Folge hat, dass wir uns im Grund selbst erlösen können, wir müssen nur so werden wie Jahschua. Im zweiten Fall ist Jahschua ein Halbgott auf der Erde, der gar nicht sterben konnte. Gemäß Bibel wurde der Sohn Gottes aber ganz Mensch, um als Mensch zu sterben, wie wir alle. Aber weil er von oben kommt, war überhaupt erst die Voraussetzung dafür geschaffen (vgl. 1. Korinther 8,6; 15,27-28; Kolosser 1,16-17; 1. Timothäus 6,14-16; Johannes 6,25-27).
Der Abfall von einem Leben einzig und alleine in Abhängigkeit von unserem Schöpfer begann in Eden, erreichte seine Blütezeit in Babylon und wurde in Rom vollendet. Durch die Oberherrschaft der römischen Bischöfe als Stellvertreter Christi wurde der Abfall auf die Spitze getrieben. Die verbotene „Frucht“ aus dem Paradies gelangte zur vollkommenen Reife auf den sieben Hügeln Roms. In Luzifers Versprechen „Ihr werdet sein wie Gott“ (vgl. 1. Mose 3,5), sahen die Bischöfe in Rom die Erfüllung. Wie die babylonischen Könige vergötterten sie sich selbst und widersetzten sich über alles „was Gott heißt oder verehrungswürdig ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst darstellt, dass er Gott sei“. (2. Thessalonicher 2,4)
Eine solch gigantische Anmaßung hat die Welt bis zum Aufkommen der christlichen römischen Bischöfe nicht gesehen. Denn die Gott-Kaiser und Könige gaben nicht vor, dadurch das Evangelium Jahschuas zu verbreiten. Die Papstmacht aber vermittelt dem gemeinen Volk seine göttliche Erhabenheit unter dem Deckmantel christlicher Erlösung. Das ist das „Geheimnis der Bosheit“ von der Paulus sprach.
Warum werden in unserer heutigen aufgeklärten Welt Päpste weltweit verehrt, nicht nur von Katholiken, sondern von Menschen und Religionsführern verschiedenster Glaubensrichtungen? Auf der Beerdigung von Papst Franziskus im Mai 2025 fanden sich Delegationen aus 130 Länder ein. Es kamen einflussreiche Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und der Finanzwelt. Darunter 50 Staatsoberhäupter und 10 Monarchen.50
Warum zieht ein religiöser Führer eine solch enorme weltweite Aufmerksamkeit auf sich? Wäre eine solche Reaktion möglich, wenn ein religiöses Oberhaupt der Muslime, oder der oberste Rabbiner der Juden stirbt? Die protestantische Welt muss in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt werden, weil die „verlorenen Schafe“ bereits unter dem ökumenischen Schirm des Papsttums versammelt sind. Was war das Außergewöhnliche an dem Pontifikat Franziskus? Welche Rolle wird der neu gewählte Papst Leo XIV. spielen?
In weiteren Beiträgen werden wir sehen, wie sehr Jorge Morio Bergoglio als Papst Franziskus die Weltpolitik beeinflusst, mitgestaltet und sogar vorgegeben hat. Wir werden sehen, wie die Religion weltweit an politischer Macht gewinnt. Vor allem die Weltmacht USA treibt sichtbare religiöse Blüten aus. Ein amerikanischer Papst ist dafür die Krönung und fügt sich in die zunehmende Vereinigung von Kirche und Staat harmonisch ein.
Lassen wir zum Abschluss noch einmal den Juristen und Schriftsteller Johann F. Neigebauer (1783-1866) sprechen:
"Sollten alle Regierungen von dem Grundsatze ausgehen, dass die Rückkehr zu jener guten alten Zeit zum Heil der Welt notwendig sei, so würden ihre Bemühungen, selbst gegen ihren Willen, mit denen des Papstes Hand in Hand gehen, und er würde bald wieder unumschränkter Herr der Welt werden. [...] Die Hierarchie ist klug; sie erkennt ihre Zeit, und sie weiß sehr wohl, daß sie jetzt wieder mit Ansprüchen auftreten kann, die man längst vergessen glaubte. Sie weiß es sehr wohl, daß ihr jetzt viele in die Hände arbeiten. Die anderen wissen nur, was sie nicht wollen, aber die Hierarchie und die Aristokratie wissen, was sie wollen.“[J. F. Neigebaur, Der Papst und sein Reich, oder die weltliche und geistliche Macht des heiligen Stuhls, Leipzig 1847, S. 410]
Die letzten drei Sätze sind heute aktueller den je zuvor. Der erste Satz wird wohl bald Wirklichkeit werden. Und freilich wird es "die gute alte Zeit" nur in dem Sinne sein, dass die Bürger der Erde im Namen Gottes unterdrückt werden. In der neuen Zeit werden diese diktatorischen Machtansprüche noch viel besser durchgesetzt werden können: mit Hilfe von Künstlicher Inteligenz und bargeldlosem Zahlungsverkehr in einer transhumanistischen Welt.
„Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.“ (Offenbarung 13,2-3)
„Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Reich empfangen haben; aber sie erlangen Macht wie Könige für eine Stunde zusammen mit dem Tier. Diese haben einen einmütigsen Sinn, und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier.“(Offenbarung 17,12-13)
Um diese Aussagen aus dem 13. und 17. Offenbarungskapitel besser zu verstehen, lies „Die letzte Papstmacht und die kommende Weltregierung - Offenbarung 17“.
1 Die Ankündigung eines neu gewählten Papstes wird in lateinischer Sprache verkündet und lautete: ‚Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Robertum Franciscum Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Prevost qui sibi nomen imposuit LEONEM XIV.

2 Domradio, Berühmte lateinische Formel, 06. Mai 2025, www.domradio.de/artikel/was-es-mit-dem-ruf-habemus-papam-auf-sich-hat

3 Vatikan News, Christopher Wells, Pope Leo XIV: If you want peace, prepare institutions of peace, 30. Mai 2025, www.vaticannews.va/en/pope/news/2025-05/pope-leo-xiv-if-you-want-peace-prepare-institutions-of-peace.html, Hervorhebung hinzugefügt

4 F. Lucii Ferraris, Prompta Bibliotheca, 5. Band, Stichwort ‚Papa‘, 1858, S. 1823, vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt mit DeepL (kostenlose Version). Aussage im Original: Papa idem est ac Pater patrum. Et hoc nomine uti potest solus Summus Pontifex.

5 Der amerikanische Exzeptionalismus ist eine nationalistische Ideologie, die auf der Behauptung basiert, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika aus historischen Gründen von allen anderen Nationen unterscheiden.

6 Margaret Mitchell, Donald Trump’s papal style, 17. Mai 2025, https://thespectator.com/topic/donald-trump-pope

7 Trump remembers Pope Francis as ‘a good man,’ declares religion is ‘back in America‘, 21. April 2025, https://apnews.com/video/trump-remembers-pope-francis-as-a-good-man-declares-religion-is-back-in-america-7b0903a223344514aa041e81c01402c1

8 Rachel Bowman, MAGA pastor claims Barron Trump, 19, is ‚very close‘ to embracing Christianity after late night call, 06. Dezember 2025, www.newsbreak.com/daily-mail-560402/4382968718525-maga-pastor-claims-barron-trump-19-is-very-close-to-embracing-christianity-after-late-night-call

9 United States: Conversions to Catholicism at Highest Level in 20 Years, 20. August 2025, https://fsspx.news/en/news/united-states-conversions-catholicism-highest-level-20-years-54011

10 4. Juni 2025, www.thefp.com/p/meet-americas-newest-catholics

11 Rachel Bowman, MAGA pastor claims Barron Trump, 19, is ‚very close‘ to embracing Christianity after late night call, 06. Dezember 2025, www.newsbreak.com/daily-mail-560402/4382968718525-maga-pastor-claims-barron-trump-19-is-very-close-to-embracing-christianity-after-late-night-call

12 Vatican News, „Wir sind nicht perfekt, aber wir sind Freunde Christi“, 26. Juni 2025, www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-06/papst-leo-xiv-priester-freundschaft-jesus-heiliges-jahr-glaube.html

13 Bei der Gemeinschaft der Zeugen Jehova herrscht ein ähnliches System: Dem einfachen Volk wird das Brot und der Wein vorenthalten. Beim Abendmahl nehmen davon nur diejenigen, die sich den 144.000 zugehörig fühlen. Die anderen lassen den Kelch vorübergehen. Ein weiteres Beispiel einer kirchlichen Hierarchie, bei dem der Geist Gottes direkt nur ausgewählten Gläubigen zugestanden wird.

14 Das Dogma der unbefleckten Empfängnis Marias besagt, dass Maria von Geburt an sündlos war, und nur deshalb den Messias auf die Welt bringen konnte. Denn wäre sie sündhaft wie jeder Mensch, wäre auch Jesus mit Sünde behaftet (Römer 3,10)

15 F. Lucii Ferraris, Prompta Bibliotheca, 5. Band, Stichwort ‚Papa‘, 1858, S. 1823, vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt mit DeepL. Aussage im Original: Deveniendo ad Papae auctoritatem, Papa est quasi Deus in terra unicaus Christifidelium princeps, regum omnium rex maximus, plenitudinem potestatis continens, cui terreni simul, ac coelestis imperii gubernacula ab omnipotenti Deo credita sunt.

16 'Sooft das Kreuzofper, in dem Christus, unser Osterlamm, geopfert wurde, auf dem Altar gefeiert wird, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung. (...) Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden. (...) In der Eucharistie wird das Opfer Christi auch zum Opfer der Glieder seines Leibes‘.(Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 1364, 1367, 1368

17 ‚Heute befindet sich in fast jeder Kirche eine Reliquie im Altar. ... Zunächst wurden die Altäre direkt über die Gräber der Märytrer gebaut; erst die Karolinger (8. bis 11. Jahrhundert) begannen damit, Translationen - also die feierliche Überführung von Reliquien an einen anderen Ort - durchzuführen. Bis heute steht im Kirchenrecht, die alte Tradition beizubehalten, unter einem feststehenden Altar Reliquien von Märtyrern oder Heiligen beizusetzen. (https://katholisch.de/artikel/4835-heilige-ueberreste)

18 ‚Im heiligsten Sakrament der Eucharistie ist wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten.‘(Ebenda, Nr. 1374)

19 Zweites Vaticanum, Lumen gentium, 21. November 1964, Nr 48; Katholischer Katechismus, 1997, Nr. 780, 815, 824

20 Bullen, sind spezielle Papsturkunden, die mit einer ‚Bulle‘ anstatt, wie üblich, mit einem Wachssiegel beglaubigt wurden. Bei der Bullierung werden zwei Metallplättchen (Blei, manchmal auch Gold oder Silber) über der Siegelschnur, die bereits durch Löcher im verstärktem Ran des Pergaments gezogen wurde, mit Hilfe eines Siegelstempels durch mechanischen Druck miteinander verbunden und dabei geprägt. Die Siegelschnur lässt sich dann nicht herausziehen. Die meisten Bullen tragen auf einer Seite den Namen des regierenden Papstes. Auf der Rückseite sind die Köpfe der Apostel Petrus und Paulus abgebildet. 1878 wurde es durch einen Stempel ersetzt. Bei besonders bedeutenden Urkunden wird weiterhin eine Bleibulle verwendet, so zuletzt bei der Ausschreibung des Heiligen Jahres 2000 durch Johannes Paul II. (Info: Wikipedia). Päpstliche Bullen beanspruchen die höchste Autorität. Wobei es heißt, dass seit dem II. Vatikanum Inhalt und Zusammenhang des Dokuments, und nicht nur seine Art, den Grad an Autorität bestimmen.

21 Der lateinische Ausdruck ‚Unam sanctum‘ heißt ‚die Eine Heilige‘. Gemeint ist damit die katholische Kirche. Anlass der Bulle ‚Unam sanctam‘ vom 18. November 1302 war die Auseinandersetzung zwischen dem Papst Bonifatius VIII. und König Philipp IV. von Frankreich über die Frage, welche Rechte dem König gegenüber den zeitlichen Gütern des Klerus zustünden. Der Papst wollte die weltliche Macht unter die geistliche Macht der Kirche bringen.

22 Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Peter Hünermann (Hrsg.), Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 2017, 359

23 Ebenda, S. 360

24 Katholischer Katechismus, 1997, Nr. 823,824

25 Katholischer Katechismus, 1997, Nr. 754

26 Im Rahmen der Ökumene sind die meisten protestantischen Kirchen mit der Papstkirche verbunden. Ein großer Erfolg der Mutterkirche. Viele Bräuche und Zeremonien stammen daher. Schon sehr früh haben die Protestanten aufgehört zu protestieren und haben sich schrittweise wieder auf die Katholische Kirche zubewegt. Die Taufe wurde zwischenzeitlich gegenseitig anerkannt. Der Mutterkirche ist es nicht so wichtig, dass alle in ihre Kirche strömen. Wichtig ist es, dass die Dreieinigkeit gelehrt wird, womit auch eine evangelikal-protestantische Kirche in der, von der Papstkirche ins Leben gerufenen Ökumene aufgenommen werden kann. Diese Kirchen sind seit langem jesuitisch unterwandert, sonst wäre es wohl kaum möglich gewesen, dass sie sich auf die Katholische Kirche einlässt - nachdem die Reformatoren sehr deutlich aufzeigten, dass die Prophetie aus Daniel 7, Offenbarung 13 und 17 diese Kirche prophezeit. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo die Papstkirche den Protestanten ganz selbstverständlich befehlen wird, was sie zu tun und was sie zu lassen haben. Schließlich haben sich die Töchterkirchen freiwillig der Mutterkirche angeschlossen.

27 J.A. Wylie, Geschichte, Lehren, Geist und Aussichten des Papsttums, Verlag Wilh. Haffel. Elberfeld 1853, S. 165

28 Ebenda, S. 166

29 Ebenda

30 Audience with the Diplomatic Corps accredited to the Holy See for the exchange of New Year greetings, 09.01.2025, https://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2025/01/09/250109d.html, übersetzt mit DeepL (kostenlose Version)

31 Frances Gardiner Davenport (Hrsg.), European Treaties bearing on the History of the United States and its Dependencies to 1648, Carnegie Institution of Washington (Publication Nr. 254), 1917, englische Übersetzung der Bulle Romanus Pontifex S. 20-26

32 Frances Gardiner Davenport (Hrsg.), European Treaties bearing on the History of the United States and its Dependencies to 1648, Carnegie Institution of Washington (Publication Nr. 254), 1917, S. 17 (FN 37), aus dem Lateinischen mit DeepL übersetzt ins Deutsche

33 Christopher Wendt, Romanus Pontifex (Die Portugiesen ein ewiges Monopol im Handel mit Afrika beigetreten), 8. Januar 1455, www.papalencyclicals.net/nichol05/romanus-pontifex.htm, abgerufen am 17. September 2025

34 Aus der Ansprache Papst Pius IX. am 18.01.1874 vor einer internationalen Pilgerversammlung in Rom, zitiert in: Helmut Waldmann, Pro-Athanasius – Vom Werden und Wachsen des geplanten Buches, Wissenschaftliche Reihe, Bd. 9, Verlag der Tübinger Gesellschaft, Tübingen 2002, S. 98

35 Es existieren Stellungnahmen von Pius II. (1462), Paul III. (1537), Urban VIII. (1639), Benedikt XIV. (1741) sowie Gregor XVI. (1839).

36 Mariano Delgado, Katholische Kirche und Kolonialismus – einige Aufgaben, in: Jahrbuch für christliche Sozialwissenschaften, Nr. 61, 2020, S. 64

37 Ebenda, S. 67

38 ebenda, S. 68

39 ebenda, S. 68.70

40 Die italienische Zeitschrift La Civiltà Cattolica wurde 1850 in Neapel ins Leben gerufen. Sie fand schnell weltweite Verbreitung. Ab 1880 erschienen darin antisemitische Texte, die sich bis zum Zweiten Weltkrieg verschärften. Erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1965 kam es diesbezüglich zu einem Kurswechsel (Anneliese Pongratz, 22. Februar 2024, La Civiltá Cattolica – Antisemitismus in der Jesuitenzeitschrift, https://humanisten.at/la-civilta-cattolica/) Die Zeitschrift wird heute in neun verschiedenen Sprachen herausgegeben. Zudem hat sie einen eigenen Youtube-Kanal.

41 Civilitá cattolica, Serie VII, Band IV, 7. November 1868, S. 268, zitiert in: Friedrich, Ritter von Schulte, Die Macht der römischen Päpste über Fürsten, Länder, Völker, Individuen, nach ihren Lehren und Handlungen zur Würdigung ihrer Unfehlbarkeit, 3. Auflage, Prag 1896. S. 93, Hervorhebung hinzugefügt

42 J. F. Neigebaur, Der Papst und sein Reich, oder die weltliche und geistliche Macht des heiligen Stuhls, Leipzig 1847, Vorwort, S. III

43 Zitiert in: Joh. Friedrich, Ritter von Schulte, Die Macht der römischen Päpste über Fürsten, Länder, Völker, Individuen,nach ihren Lehren und Handlungen zur Würdigung ihrer Unfehlbarkeit, 3. Auflage, Prag 1896, S. 104-105, Hervorhebung hinzugefügt

44 www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html

45 Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 889,890

46 Hermann Mulert, Konfessionskunde – die christlichen Kirchen und Sekten heute, Ausgabe: deGruyter, 2020, S. 243

47 Hermann Mulert, Konfessionskunde – die christlichen Kirchen und Sekten heute, Ausgabe: deGruyter, 2020, S. 245

48 Joh. Friedrich, Ritter von Schulte, Die Macht der römischen Päpste über Fürsten, Länder, Völker, Individuen, nach ihren Lehren und Handlungen zur Würdigung ihrer Unfehlbarkeit, 3. Auflage, Prag 1896, S. 112, Hervorhebung hinzugefügt

49 J.A. Wylie, Geschichte, Lehren, Geist und Aussichten des Papsthums, Verlag Wilh. Haffel. Elberfeld 1853, S. 140

50 Aus Deutschland reisten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesratspräsidentin Anke Rehlinger sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an (www.domradio.de/artikel/vatikan-bestaetigt-130-laenderdelegationen-bei-papst-requiem ).







