Ist Johannes 10,30 ein Hinweis darauf, dass der Vater und der Sohn gleich allmächtig sind? Oder sind sie ein und dieselbe Person?

Erstellt: Donnerstag, 24. Oktober 2013 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 10. April 2019

 


Fragezeichen"Ich und der Vater sind eins" (Johannes 10,30). Hier steht nicht "Einer"! Als Neutrum bezeichnet "eins" die Harmonie einer Gemeinschaft und nicht etwa, dass es eine einzige Person ist oder zwei Personen, die völlig identisch sind, ohne den kleinsten Unterschied. Später verwendet Jahuschuah selbst diese Worte und widerlegt damit die Vorstellung der Trinitarier: Er betet darum, dass seine Nachfolger "eins seien", so wie Er und sein Vater "eins sind":

Und Ich habe die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie Wir eins sind“. (Johannes 17:22)

Wenn es heißt, dass auch wir „eins sein sollen“ bedeutet es dann, dass wir als eigenständige Person nicht mehr existieren? Oder bedeutet es, dass wir zwar eine eigenständige Person bleiben, aber völlig identisch mit dem Allmächtigen sind? Sicherlich nicht. Der Messias und Sein Vater sind insofern "eins", als der Sohn in vollkommener Übereinstimmung mit Seinem Vater ist. Sie sind eines Geistes, teilen die gleichen Ziele und Werte, so wie es auch bei Menschen der Fall sein kann.

„Wandeln wohl zwei miteinander, es sei denn, dass sie übereingekommen sind?“ (Amos 3,3)

Das Eins-Sein oder Einig-Sein zwischen dem Vater und dem Sohn ist unbedingt erforderlich, sonst könnte Jahuschuah niemals Seinen Vater JaHuWaH so perfekt repräsentieren. Und so bestätigte unser Erlöser:

„Wer Mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“ (Johannes 14,9)

Am Rande bemerkt: Hier wird auch wieder, wie an allen anderen Bibelstellen deutlich, dass Jahuschuah hier nicht sagt: „Wer Mich gesehen hat, der hat den Vater und den heiligen Geist gesehen“. Müsste Er dies aber nicht sagen, wenn es drei gleich allmächtige Götterpersonen in der Trinität „Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist“ geben würde?

„Und Ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und Ich komme zu Dir. heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, die Du Mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie Wir! […] auf dass sie alle eins seien, gleichwie Du, Vater, in Mir und Ich in Dir; auf dass auch sie in Uns eins seien, damit die Welt glaube, dass Du Mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie Wir eins sind, Ich in ihnen und Du in Mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass Du Mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie Du Mich liebst.“ (Johannes 17,11.21-23)

Der Vater und der Sohn sind zwei getrennte Wesen, JaHuWaH der Allmächtige und Sein göttlicher Sohn Jahuschuah, der aus dem Vater hervorgegangen ist. Diese zwei treten durch die gesamte Bibel hindurch auf, niemals aber der „dritte Gott heiliger Geist“. Der heilige Geist ist der Geist des Vaters. Denselben Geist hat auch der Sohn, denn sie sind eins im Geist. Dieser heiligen Geist sollte auch in uns Gestalt annehmen:

„Wer aber dem [Messias] anhängt, ist ein Geist mit Ihm.“ (1. Korinther 6,17)

„Denn durch Ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist.“ (Epheser 2,18)

„Ich bin mit … [dem Messias] gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern … [der Messias] lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn … [JaHuWaHs], der mich geliebt und Sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Galater 2,20)

„… damit ihr einmütig, mit einem Mund den Gott und Vater unseres … [Erlösers Jahuschuah, den Messias] lobt.“ (Römer 15,6)

 

Siehe hierzu auch:

Das Wort war Gott“ Johannes 1,1 – eine Beweis für die Trinität?

Ist der Messias Jahuschuah gleicher Gott, wie der Vater?"

War der Messias bereits der Sohn des Allmächtigen JaHuWaH bevor Er auf die Erde kam?

 

 

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