Die meisten protestantischen Kirchen gründen ihre Dreieinigkeit entweder unbewusst oder ganz bewusst auf den Lehren der Katholischen Kirche. Ein katholischer Priester drückt sein Erstaunen über die Protestanten aus, die die unbiblische Trinitätslehre von den Katholiken übernommen haben und sie zu rechtfertigen versuchen:

„Unsere Gegner äußern manchmal, dass keine Glaubenslehre dogmatisch gehalten werden sollte, welche in der Heiligen Schrift nicht deutlich gelehrt wird … Die protestantischen Kirchen haben aber dennoch selbst solche Lehren angenommen, wie die Trinität, für die es keine genaue Autorität in den Evangelien gibt.“

TaizéDas unbiblische Trinitätsdogma wurde im 4. Jahrhundert Staatsgesetz und ist von der Katholischen Kirche für alle Christen verpflichtend und zum heilsnotwendigen Glaubensdogma festgelegt worden. Für alle Protestanten, die an die Trinität glauben, ist nicht nur das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum) und das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis bindend, sondern ebenfalls das Athanasianische Glaubensbekenntnis. Für alle Mitglieder des Ökumenischen Rates der Kirchen oder auf lokaler Ebene, der Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen, ist die Annahme dieses Bekenntnisses Voraussetzung. Auf der Webseite der „Selbständig Evangelisch-Reformierten Kirche“ wird dieses katholische Bekenntnis, an das diese Kirche glaubt, vollständig widergegeben:

Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten. Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verloren gehen.
Dies aber ist der
katholische Glaube: Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermischung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit.
Denn eine andere ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes; eine andere die des Heiligen Geistes. Aber der Vater und der Sohn und der Heilige Geist haben nur eine Gottheit, die gleiche Herrlichkeit, gleichewige Majestät. Wie der Vater ist, so ist der Sohn und so der Heilige Geist: Ungeschaffen der Vater, ungeschaffen der Sohn, ungeschaffen der Heilige Geist. Unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist. Ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger, wie es auch nicht drei Ungeschaffene oder drei Unermessliche sind, sondern ein Ungeschaffener und ein Unermesslicher. Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger. So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern ein Gott. So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und doch sind es nicht drei Herren, sondern ein Herr. Denn wie uns die christliche Wahrheit zwingt, jede Person einzeln für sich als Gott und als Herrn zu bekennen, so verbietet uns der katholische Glaube, von drei Göttern oder Herren zu sprechen. Der Vater ist von niemandem gemacht noch geschaffen noch gezeugt. Der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht noch geschaffen, aber gezeugt. Der Heilige Geist ist vom Vater und vom Sohn, nicht gemacht noch geschaffen noch gezeugt, sondern hervorgehend. Es ist also ein Vater, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister. Und in dieser Dreifaltigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind einander gleichewig und gleichrangig, so dass in allem, wie bereits oben gesagt worden ist, die Dreifaltigkeit in der Einheit und die Einheit in der Dreifaltigkeit zu verehren ist.
Wer also selig werden will, soll diese Auffassung von der Dreifaltigkeit haben.
Aber zum ewigen Heil ist es ferner nötig, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus aufrichtig zu glauben. Der richtige Glaube ist nun dieser: Wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, zugleich Gott und Mensch ist. Gott ist er aus der Wesenheit des Vaters, vor den Zeiten gezeugt, und Mensch ist er aus der Wesenheit der Mutter, in der Zeit geboren. Vollkommener Gott, vollkommener Mensch, bestehend aus einer vernünftigen Seele und menschlichem Fleisch. Dem Vater gleich der Gottheit nach, geringer als der Vater der Menschheit nach. Doch obwohl er Gott und Mensch ist, sind es nicht zwei, sondern ein Christus. Einer aber nicht dadurch, dass die Gottheit in Fleisch verwandelt worden wäre, sondern dadurch dass Gott die Menschheit angenommen hat. Er ist ganz und gar einer nicht durch eine Vermischung der Wesenheit, sondern durch die Einheit der Person. Denn wie vernünftige Seele und Fleisch einen Menschen ergeben, so ergeben Gott und Mensch einen Christus, der gelitten hat um unseres Heils willen, herabgestiegen ist zur Unterwelt, auferstanden ist von den Toten, aufgestiegen ist zum Himmel, sich gesetzt hat zur Rechten des Vaters, von wo er kommen wird, um Lebende und Tote zu richten. Bei seiner Ankunft werden alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen und über ihre Taten Rechenschaft ablegen. Und die Gutes getan haben, werden ins ewige Leben eingehen, die Böses getan haben, in das ewige Feuer.
Dies ist der katholische Glaube. Jeder, der ihn nicht aufrichtig und fest glaubt, kann nicht selig werden.“

Heute muss sich die Katholische Kirche gar nicht mehr groß anstrengen, ihre Töchter-Kirchen wieder in den Schoss der „heiligen“ katholischen Mutterkirche zu bekommen. Die Werbung für sie machen die bereits zurückgekehrten Töchter-Kirchen. Viele evangelische Kirchen schreiben anstelle „katholischer Glaube“ lieber „allgemeiner Glaube“, weil katholikos ‚allgemein‘, ‚weltumspannend‘ oder ‚universal‘ bedeutet. Die Katholische Kirche erhebt auch tatsächlich einen Absolutheitsanspruch, weshalb einige protestantische Kirchen und Gemeinden dieses Bekenntnis mit Skepsis betrachten. Offiziell jedoch gehört dieses Bekenntnis zum evangelischen Glauben dazu:

„Die drei so genannten ökumenischen Symbole Glaubensbekenntnisse, die als Bestandteil der lutherischen Bekenntnisschriften gelten, sind das Apostolischen Glaubensbekenntnis (Apostolicum), das Nicäno-Konstantinopolitanum (bezeichnet als Nicaenum) und das Athanasianische Glaubenbekenntnis (Athanasianum).“

Auf der Webseite Evangelischer Kirchenkreis Siegen ist zu lesen:

„Das Athanasianum ist ein in der Öffentlichkeit eher unbekanntes Bekenntnis, dennoch gehört es neben dem Apostolischen und Nicänischen Glaubensbekenntnis zu den drei großen altkirchlichen Symbolen (Glaubensbekenntnissen) mit konfessionsübergreifender, ökumenischer Bedeutung. In der Kirchenordnung unserer Landeskirche hat es daher neben den beiden anderen Bekenntnissen seinen festen Platz.

Dieses Bekenntnis findet sich in den Kirchenordnungen/Bekenntnissen zahlreicher evangelikaler und lutherischer Kirchen. Man fragt sich: warum? Denn nicht nur protestantische Theologen, sondern auch katholische Gelehrte weisen immer wieder darauf hin, dass die Lehre von einer Dreieinigkeit nicht in der Bibel zu finden ist. Die New Catholic Encyclopedia schreibt:

„Exegeten und Bibeltheologen, darunter auch immer mehr Katholiken, erkennen an, dass man von einer Trinitätslehre im Neuen Testament nicht ohne wesentliche Einschränkungen sprechen sollte.“

“Die Formulierung, ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd.“

In der New Encyclopedia Britannica ist zu lesen:

„Weder das Wort Trinität noch die Lehre als solche ist im Neuen Testament zu finden.“


Das Symbol der TrinitätIm
Kleinen Evangelischen Erwachsenenkatechismus von 2007 heißt es auf S. 18 zur Trinität:

„Das Neue Testament enthält keine ausgeführte Trinitätslehre. Diese ist vielmehr das Resultat eines langen Reflexionsprozesses, in dem sich die Christen der ersten Jahrhunderte darüber klar zu werden versuchten, was ihr Bekenntnis zu Jesus Christus eigentlich für ihren Glauben an Gott bedeutete. Natürlich verwendeten sie dazu die philosophischen Begriffe und Weltanschauungen ihrer Zeit.


Und selbst die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) trägt diesem Umstand auf ihrer Webseite im „Glaubens-ABC“ unter „Trinität“ Rechnung, dass diese Lehre wenig mit dem Neuen Testament zu tun hat und dass sie auch kaum zu verstehen ist:

„Dreieinigkeit (lat.: Trinität) bezeichnet die Offenbarung Gottes und den Glauben an einen Gott in drei Gestalten als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Kaum ein Thema des christlichen Glaubens ist jedoch so rätselhaft (geworden), wie das Bekenntnis der Christen zum dreieinigen Gott. Die beiden im Gottesdienst gesprochenen Glaubensbekenntnisse - das "Nicänum" und das "Apostolikum" - sind trinitarisch ausgerichtet: Sie entfalten den Glauben an den einen Gott, der die Welt durch Schöpfung ins Leben gerufen hat, sich in Jesus Christus geschichtlich offenbart hat und sich vergegenwärtigt durch den Heiligen Geist. Sich zu Gott Vater, zu seinem Sohn und zum Heiligen Geist zu bekennen - was heißt das aber konkret? Zu Gott kann man beten, aber zu Jesus oder zum Heiligen Geist? Wie kann Jesus Gott und zugleich Sohn Gottes sein? Und was hat es mit dem Heiligen Geist auf sich? Drei gleich eins, eins gleich drei - eine Rechnung, die paradoxer nicht sein könnte. In der Bibel findet sich keine Trinitätslehre, sondern es gibt nur triadische, dreigliedrige Formeln, die von Vater, Sohn und Geist sprechen, neben-, hinter-, aber auch ineinander (Matthäus 28,18; 1. Korinther 12,4ff.;2. Korinther 13,13). Die Lehre von der Trinität ist erst später entwickelt worden, weil um ca. 200 die Meinung aufkam, Jesus sei von Gott adoptiert worden und demzufolge nur ein Mensch. Der Adoptianismus besagt, dass Gott Jesus durch die Taufe als Sohn adoptiert hat [was natürlich falsch und unbiblisch ist].“

Und trotzdem feiern Katholiken und Protestanten am selben Tag das Dreifaltigkeitsfest (Trinitatis) zu „Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit“:

„Trinitatis (auch Goldener Sonntag oder Frommtag) ist das Dreifaltigkeitsfest am ersten Sonntag nach Pfingsten. An diesem Sonntag begehen die evangelische und katholische Christenheit den Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Dreifaltigkeitssonntag, Trinitatis). Trinitatisfest gibt es erst seit dem 10. Jahrhundert, wobei es noch über eine längere Zeit Differenzen gab, ob es überhaupt gefeiert werden solle. Das Fest wurde 1334 durch Papst Johannes XXII. in den Römischen Kalender eingeführt und ist der Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet. Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit oder Trinität bezeichnet in der christlichen Theologie die Einheit der drei Personen des göttlichen Wesens: Gott „Vater“, Gott „Sohn“ (Jesus Christus) und Gott „heiliger Geist“. Die Dreieinigkeitslehre wird heute von fast allen christlichen Glaubensgemeinschaften vertreten.“

Die Trinitätslehre ist eine katholische Tradition. Sie gründet sich nicht auf die Bibel. Protestanten sind stolz auf ihr „Sola Scriptura“, alleine die Schrift. Erlaubt dieses Sola Scriptura ein Dogma wie die „heilige Trinität“, von der Katholiken selbst zugeben, dass sie die Apostel nicht gelehrt haben? Oder kann jeder Protestant dieses Trinitätsdogma anhand der Bibel durch eigenes Studium nachvollziehen und erkennen?

Martin LutherOder nimmt man an, dass diese Lehre richtig sein muss, weil sie Martin Luther nicht aufgab? Es ist zu bedenken, dass Luther als einer der ersten Reformatoren gegen die „einzig wahre katholische Kirche“ ankämpfte. Es herrschte noch tiefstes Mittelalter, als er unbiblische und unmenschliche Lehren des Papsttums anprangerte. Muss ein Mensch alle Wahrheit auf einmal erkennen, um als von Gottes Geist geführt anerkannt zu werden? Ein Martin Luther hatte noch viele Irrtümer, die noch von der Papstmacht herrührten. Das, was er aber als falsch erkannte, dagegen protestierte er heftig. Warum hat schon die nächste und übernächste Generation der Protestanten aufgehört zu protestieren?

„Bei Reformatoren (bes. bei Martin Luther, des sich selbst einen ‚Ockhamisten‘ bezeichnete) wurde die Trinität nicht mehr in ihrer Seins- und Wirklichkeitsbedeutung analysiert, sondern nur noch als liturgische Formel beibehalten und im bloßen Glaubensgehorsam – wie ein Erbstück, mit dem man nichts mehr anzufangen weiß – überliefert. Das dabei aufgestaute Unbehagen entlud sich im sog. Sozianismus, einer extremen, rationalistisch argumentierenden reformatorischen Gruppierung, die sich, in der Mitte des 16. Jhts. in Oberitalien entstanden, die Kritik des ‚unvernünftigen‘ Trinitätsdogmas zum Ziel gesetzt hat.“

Doch selbst Martin Luther war zumindest der Ausdruck der Trinität bereits sehr suspekt. In einer Predigt zu Matthäus 3,16f vom 16. Juni 1538 sagte er:

„Dreifaltigkeit ist ein recht schlechtes Deutsch. In der Gottheit ist höchste Einigkeit. Etliche nennen es Dreiheit, das klingt allzu spöttisch. Augustinus klagt auch, dass er kein geeignetes Wort habe […] Ich kann ihm keinen Namen geben.“

Nicht nur die Lehre der Dreieinigkeit, sondern auch seine symbolische Darstellung als Dreieck oder Triquetra kommt aus dem Heidentum. Die Katholische Kirche hat besonders in den ersten Jahrhunderten viele religiöse Anschauungen von den Heiden übernommen, und heute kehren die Protestanten reihenweise zur Mutterkirche zurück. Heute, in unserer aufgeklärten Zeit, in der im Gegensatz zu Luthers Zeit, viel mehr globales Wissen und Informationsquellen in Hülle und Fülle vorhanden sind, protestieren Protestanten nicht mehr – sie sind Eingeschlafen und scheinen auch nicht mehr aufzuwachen.


„Seine Wächter sind blind; sie wissen alle nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können; sie liegen träumend da, schlafen gern.“ (Jesaja 56,10)

 

 Weitere Fragen und Antworten zur Trinität/Antitrinität

 

 

„Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die theologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte vor Augen halten. Manches davon erscheint heute so selbstverständlich, dass viele nicht ahnen, dass Adventisten früher einmal anders dachten und glaubten.“

Diese Worte stammen von Rolf J. Pöhler, Professor der adventistischen Hochschule Friedensau. Auch der bekannte und anerkannte adventistische Historiker und emeritierte Professor G.R. Knight an der Andrews Universität in den USA, der zwar einerseits die Trinitätslehre in der STA-Kirche förderte, andererseits doch sehr ehrlich Auskunft über die Hintergründe gibt, schreibt:

„Viele Adventisten sind wahrscheinlich noch nie auf den Gedanken gekommen, dass sich die Glaubenslehren der Gemeinschaft im Laufe der Zeit verändert haben. Die meisten gehen wohl davon aus, dass die Gründer der Adventbewegung dasselbe glaubten wie die Adventisten des 21. Jahrhunderts.“

Weiter schreibt Knight:

Die meisten Pioniere der Adventbewegung könnten heute nicht Mitglied einer Adventgemeinde werden, jedenfalls nicht, wenn sie zuvor allen 28 Glaubensüberzeugungen der Gemeinschaft zustimmen müssten. Sie würden beispielsweise den Punkt 2. „Die Dreieinigkeit“, ablehnen … Unsere Glaubensväter und –mütter hätten auch Schwierigkeiten mit der Glaubensüberzeugung Nummer 4. „Der Sohn“.. Dort heißt es nämlich, dass Jesus Christus auch „ewig wahrer Gott“ war … Auch glaubten die meisten leitenden Brüder nicht, dass der heilige Geist eine Person ist. (Punkt 5)“

William G. Johnsson, Redakteur des Adventist Review, erklärt:

„Der adventistische Glaube hat sich über die Jahre hin verändert unter der Wucht der ‚gegenwärtigen Wahrheit‘. Am erschreckendsten ist die Lehre bezüglich Jesu Christi, unseres Herrn und Heilandes. Ebenso hatten auch die frühen Adventisten im Allgemeinen nicht das trinitarische Verständnis Gottes, welches nun heute ein Teil unserer Glaubenspunkte ist. Selbst heute stimmen einige dem nicht zu.“

Auch Lexika aus dem 19. Jahrhundert lassen erkennen, dass die Lehre der Dreieinigkeit damals nicht Bestandteil der STA gewesen ist. Im Meyers Konversations-Lexikon von 1898 ist unter dem Begriff „Adventisten“ zu lesen:

„ … Die Seventh Day Adventists <deutsch: Siebenten-Tags-Adventisten> (Sabbatarier, Sabbatisten), welche den jüdischen Sabbat feiern, die Dreieinigkeit leugnen und streng mäßig leben, treiben durch Wanderlehrer auch in Europa, besonders in der Schweiz, starke Propaganda. (Organ: „Herold der Wahrheit“). Vgl. Dresbach, Protestantische Sekten der Gegenwart (Barmen 1888).“


Brockhaus Konversationslexikon von 1892:

„Adventisten: … Seventh Day Advenstists (A. des siebenten Tages) oder Sabbatarier (Sabbatisten) nennen sich diejenigen, die den jüdischen Sabbat feiern, die Dreieinigkeit leugnen und sich strenger Mäßigkeit befleißigen. Sie traten zuerst 1844 in Washington auf und haben seit 1875 ein Predigerseminar. Man zählt ihrer 30 000. Ihre Wanderlehrer treiben auch in Europa, besonders in der Schweiz eine lebhafte Propaganda, die durch Verbreitung von Traktaten, Büchern und durch ihre Zeitschrift ‚Herold der Wahrheit‘ unterstützt wird.“


James and Ellen WhiteJames White, Mitbegründer der STA, schrieb 1868:

„Jesus betete, dass seine Jünger eins sein mögen, wie er eins mit dem Vater war. Er betete nicht um einen Jünger mit zwölf Köpfen, sondern dass zwölf Jünger eins sind in ihrem Ziel und in ihren Bemühungen um die Sache ihres Meisters. Ebenso sind auch nicht der Vater und der Sohn Teile des ‚drei – einen Gottes‘, sie sind zwei verschiedene Wesen, aber einig (eins) in der Absicht und der Ausführung der Erlösung.“

Die damaligen Siebenten-Tags-Adventisten, haben alles – soweit sie Erkenntnis erlangten – was nicht biblisch ist, abgelehnt. Sie standen sogar den sog. „Glaubenspunkten“ im Sinne einer autoritären Lehre, an die sich die Gemeindeglieder zu halten haben, skeptisch gegenüber. Sie formulierten lediglich eine Zusammenfassung ihres Glaubens für Außenstehende, damit diese sich über die STA ein Bild machen konnten. In der Zeitschrift „Signs of the Times" von 1872 ist dokumentiert, was die Siebenten-Tags Adventisten zu jener Zeit glaubten, und wie sie diese schriftliche Zusammenfassung verstanden:

„Indem wir der Öffentlichkeit diese Synopse unseres Glaubens zugänglich machen, möchten wir ausdrücklich so verstanden werden, dass wir außer der Bibel keine Gemeindedisziplin, kein Glaubensbekenntnis und keine Glaubensartikel anerkennen. Wir behaupten nicht, dass dies unter unserem Volk irgendeine Autorität hat, oder zur Bewahrung der Einheit und zur Errichtung eines Glaubenssystems unter uns gedacht ist. Es ist vielmehr eine kurze Zusammenfassung dessen, was in großer Übereinstimmung von uns geglaubt wird. Wir stehen oft vor der Tatsache, dass wir Anfragen beantworten oder falsche Ansichten, die über uns im Umlauf sind, korrigieren müssen. Auch wollen wir die falschen Eindrücke derer beseitigen, die nicht die Möglichkeit hatten, sich mit unserem Glauben und unserer Praxis vertraut zu machen. Es ist unsere einzige Absicht, die Ansprüche solcher Situationen zu befriedigen.
Wir als Siebenten- Tags-Adventisten wünschen uns ganz einfach, dass unsere Haltung verstanden wird. … [wir möchten] die Aufmerksamkeit des Lesers auf die folgenden Stellungnahmen lenken, welche eine bündige Aussage der wichtigeren Eigenschaften unseres Glaubens bilden.
Die Gottheit
I. Es ist ein Gott
, ein persönliches geistiges Wesen, der Schöpfer aller Dinge, allmächtig, allwissend und ewig, unendlich in Weisheit, Heiligkeit, Gerechtigkeit, Güte, Wahrheit und Gnade; unveränderlich und überall gegenwärtig durch seinen Stellvertreter, den heiligen Geist (Psalm 139,7).
II. Es ist ein Herr, Jesus Christus und Sohn des ewigen Vaters – durch den Gott alles erschaffen hat und durch den alles besteht; er hat sich genommen die Natur der Nachkommenschaft Abraham, für die Erlösung unserer gefallenen Rasse; er lebte unter den Menschen, voller Gnade und Wahrheit, lebte uns zum Vorbild, starb für unsere Sünden, wurde von den Toten auferweckt zu unserer Rechtfertigung und fuhr gen Himmel, um unser alleiniger Vermittler im himmlischen Heiligtum zu sein, wo er mit seinem Blut Versöhnung bewirkt für unsere Sünden; die Versöhnung, die seit seinem Tod am Kreuz – welcher nur die Opferung darstellt – der letzte Teil seines priesterlichen Dienstes ist, entsprechend dem Beispiel der levitischen Priesterschaft, welcher nur ein Schatten des Dienstes unseres Herrn im Himmel war. (siehe 3. Mose 16; Hebräer 8,4.5;9,6.7ff.)
III. Die heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments …

Aus diesen Punkten wollte man keine Gemeindedisziplin machen oder Glaubenspunkte aufstellen. Diese Punkte wurden aus dem Grund zusammengeschrieben, um die Anfragen Andersgläubiger zu beantworten oder falsche Ansichten über die STA zu berichtigen. Bei Gründung der STA 1861 gab es kein dogmatisches Glaubensbekenntnis. John N. Loughborough, Mitbegründer der STA, sprach sich mit folgenden Worten gegen ein Glaubensbekenntnis aus:

„Der erste Schritt auf dem Weg des Abfalls besteht darin, ein Credo zu entwerfen, das uns vorschreibt, was wir glauben sollen. Der zweite Schritt besteht darin, dieses Credo zu einem Prüfstein der Glaubensüberzeugung zu machen. Der dritte Schritt, der bald darauf folgt, besteht darin, Gemeindeglieder an diesem Credo zu messen, der vierte, jene als Häretiker zu verurteilen, die nicht daran glauben und der fünfte besteht schließlich darin, dass man mit der Verfolgung der Häretiker beginnt. Ich plädiere dafür, dass wir uns nicht den Kirchen um uns herum in unverbürgter Weise angleichen.“

John N. Loughborough sprach sich ebenfalls entschieden gegen die Trinität aus. Seine Worte lauten:

„Es gibt viele Einwände, doch wir möchten uns nur auf die drei wichtigsten beschränken:
1. Sie [die Dreieinigkeit] ist mit dem gewöhnlichen Verstand unvereinbar.
2. Sie ist mit der Schrift unvereinbar. Das Wort Trinität erscheint nirgends in der Schrift. Hauptsächlich wird der Text 1. Johannes 5,7 angeführt, welcher ein Einschub ist. Clarke sagt: ‚Von einhundertdreizehn Manuskripten fehlt der Text in einhundertzwölf. Er erscheint in keinem Manuskript vor dem zehnten Jahrhundert. Und das erste Mal, wo der Text im Griechischen erscheint, ist es nur eine griechische Übersetzung der Beschlüsse des Konzils von Lateran, das 1215 stattfand.
3. Ihr Ursprung ist heidnisch und erdichtet. Anstatt uns auf die Schrift hinzuweisen, um die Trinität zu beweisen, werden wir auf den Dreizack der Perser hingewiesen. […] Die Trinitätslehre wurde ungefähr zur gleichen Zeit in die Kirche hineingebracht wie die Bilderanbetung und das Halten des Tages der Sonne, sie ist aber nur eine Neuformulierung der persischen Lehre. Nach ihrer Einführung vergingen ungefähr dreihundert Jahre, bis die Lehre zu dem gemacht wurde, was sie heute ist. Sie wurde um 325 eingeführt …In Spanien wurde sie 589 angenommen, in England 596 und in Afrika 534.“

Zum Vergleich nun eine Gegenüberstellung der Glaubensüberzeugungen hinsichtlich der Punkte über den Gott der Siebenten-Tags-Adventisten von 1872 und aus den 28 Glaubenspunkten der STA Stand 2013 (Auszug; vollständige Glaubensprinzipien abgedruckt in: „A Declaration of the Fundamental Prinziples Taught and Practiced by the Seventh-Day Adventists” , Battle Creek Michigang, 1872):

Glaubenspunkte der Siebenten-Tags Adventisten von 1872 u. 2013

 

Die Glaubensgrundsätze von 1872 galten bis 1931, dann wurden sie verändert und trinitarisch angepasst. 1980 hat man in Dallas auf der Generalkonferenz-Versammlung vor allem die Punkte 2, 4 und 5 neu formuliert. In den heutigen Glaubenspunkten werden viele Bibelstellen zur Untermauerung der Trinität angegeben. Liest man diese Stellen jedoch im Zusammenhang in der Bibel nach, löst sich ein „dreieiniger Gott“ in Luft auf. Es ist blanker Unsinn was in diesen Glaubenspunkten 2-5 geschrieben wurde und hat mit der heiligen Schrift nichts zu tun. Im Adventecho vom April 1998 schreibt Dr. Daniel Heinz:

„Das Jahr 1930 stellt einen weiteren Meilenstein in der adventistischen Bekenntnisbildung dar. Da Missionare in Neulandgebieten Afrikas von Regierungsstellen immer wieder um eine "offizielle" Darstellung ihres Glaubens gebeten wurden, forderte die afrikanische Divisionsleitung eine Neuauflage der "Grundprinzipien" im "Jahrbuch" der Gemeinschaft. Unter Umgehung des Vollausschusses der Generalkonferenz – eine interessante Parallele zum Vorgehen von Uriah Smith! – gelangte daraufhin ein Entwurf von 22 "Glaubensgrundsätzen" (Fundamental Beliefs), der vom damaligen Schriftleiter Francis M. Wilcox gemeinsam mit drei anderen Theologen, darunter auch der Generalkonferenzpräsident Charles H. Watson, erarbeitet wurde, in das "Jahrbuch" von 1931. Nach Aussage des adventistischen Historikers LeRoy E. Froom wollte man mit dieser "Überraschungsaktion" den Widerstand traditionalistischer Kreise innerhalb der Gemeinschaftsleitung umgehen. Die Neufassung, die sich implizit wiederum nicht als fest formuliertes Credo verstand, enthält zum ersten Mal ein klares Bekenntnis zur Trinität und zeichnet sich durch eine größere Christozentrik aus. Der jahrzehntelange Einfluß von Uriah Smith und seiner Gefolgschaft war damit überwunden. 1932 folgte die Aufnahme der "Glaubensgrundsätze" in das neugeschaffene "Gemeindehandbuch". Sie erlangten so noch größeres Gewicht, weil sie darin als Maßstab zur Taufunterweisung aufscheinen.“

FroschAuf diese hinterlistige Weise wurde die Trinität dem STA-Gemeindevolk langsam und schrittweise untergejubelt. Seit diesem Zeitpunkt sind mehr und mehr trinitarische Aussagen in den adventistischen Büchern und den vierteljährlichen Sabbatschullektionen erschienen. Wie mit der Metapher des Frosches im kochenden Wasser, glauben die heutigen STA-Gemeindeglieder blind dieser satanischen Lehre, weil sie langsam daran gewöhnt wurden. Würde man einen Frosch in kochendes Wasser werfen, würde er sofort herausspringen. Wenn man ihn jedoch in kaltes Wasser setzt und das Wasser langsam erwärmt, bleibt er sitzen bis das Wasser kocht und er stirbt. Bei Fröschen ist diese Verhaltensweise jedoch wissenschaftlich widerlegt, sie lassen sich nicht so leicht täuschen. Menschen hingegen scheinen eine schleichende negative Veränderung der Situation hinzunehmen. Sie bekommen diese Veränderung schlichtweg nicht mit und bleiben so lange untätig, bis es zu spät ist. Im Falle falscher Lehren, die gegen die Bibel sprechen, könnte man auch sagen: sie werden „verblendet“, das heißt, sie sind irgendwann fest davon überzeugt, dass eine falsche Lehre biblisch ist und versuchen sie auch damit zu verteidigen. JaHuWaH wird es zulassen, dass der Widersacher ihnen einen „kräftigen Irrtum“ sendet, „so dass sie der Lüge glauben“ (2. Thessalonicher 2,11).

Auch in einer Studie von Dr. Daniel Heinz zur diesbezüglichen Lehrentwicklung der STA wird deutlich die Veränderung der Lehren hinsichtlich der Gottheit besonders unter dem Einfluss der Ökumene aufgezeigt:

„Noch im Jahr 1886 wurde im Liederbuch ‚Hymns and Tunes‘ offensichtlich mit Einverständnis der breiten adventistischen Öffentlichekeit der Titel des bekannten protestantischen Kirchenliedes ‚Blessed Trinity‘ (gepriesene Trinität) in ‚God Overall‘ (Gott über allem) umgeändert. … Erst nachdem diese Frühe Generation adventistischer Theologen ausgestorben war, konnte sich die trinitarische Sicht unter dem Einfluss jüngerer adventistischer Theologen wie W.W. Prescott … uneingeschränkt durchsetzen und wurde 1931 erstmals als Offizieller Glaubensstandpunkt der Kirche in den ‚Fundamental Beliefs‘ ausgewiesen. … Ökumenische Kontakte in den 50er Jahren führten schließlich zur Veröffentlichung des Buches. ‚Seventh-Day-Adventists Answer Questions on Doctrine’ (1957), in dem die orthodoxe Trinitätslehre von den adventistischen Theologen L. R. Froom, W.E. Read und R.A. Anderson erstmals systematisch dargelegt wurde … [So] wurden die frühen antitrinitarischen Ansichten korrigiert und die Trinitätslehre zu einem grundlegenden Glaubensbekenntnis der Adventgemeinde erhoben. Seitdem hat sie sich als einigendes Band im interkonfessionellen Dialog, den Adventisten mit anderen Kirchen führten bewährt, Eine Öffnung der STA für das trinitarische Glaubensbekenntnis wird auch durch die Tatsache verdeutlicht, dass bereits 1892 vom adventistischen Verlagshaus ‚Pacific Press‘ ein Büchlein über die Trinität von einem nichtadventistischen Autor namens Samuel T. Spear veröffentlicht wurde.“

Ohne entsprechende Vorstandsbeschlüsse und ohne die Gemeindemitglieder zu informieren, wurde die katholische Grund-Irrlehre von einer Drei-Personen-Gottheit nach heidnischem Muster in das adventistische Lehrsystem eingeschleust. Seither wird es immer deutlicher dem STA-Volk indoktriniert, sodass heutige Gläubige, die diese Irrlehre ablehnen und das Trinitäts-Dogma nicht annehmen, von der Freikirche der Siebenten-Tag Adventisten ausgeschlossen werden oder freiwillig austreten.

Da die adventistischen Bücher der frühen Adventisten und E.G. Whites ganz deutlich antitrinitarisch ausgerichtet sind, geben adventistische Theologen heute auch zu, dass die Gemeinde ursprünglich nicht trinitarisch gewesen ist. Sie behaupten jetzt jedoch, E.G. White hätte später Licht von Gott empfangen, dass die Trinität biblisch sei. Dies käme in ihrem Buch „Das Leben Jesu“ (Desire of Ages) von 1898 zum Ausdruck. Um zu beweisen, dass bereits E.G. White an die Trinität glaubte, als sie das Buch „Das Leben Jesu“ schrieb, wird folgende Aussage angeführt, die in diesem Buch auf S. 670 zu lesen ist:

„… Nur durch die machtvolle Kraft der dritten Person der Gottheitkonnte der Sünde widerstanden und sie überwunden werden. Der heilige Geist sollte nicht in beschränktem Maße, sondern in der Fülle göttlicher Kraft über ihnen ausgegossen werden.“


Wäre dieser Satz tatsächlich aus der Feder Whites entsprungen, so gäbe es einen eklatanten Widerspruch zu S. 424, wo es heißt:

In der Person Jesu Christi hat der Vater die Möglichkeit gegeben, jede sündhafte Neigung zu überwinden und jeder Versuchung,, wie stark sie auch sein mag, zu überwinden.“

Beachte: Auf S. 670 ist es die „dritte Person der Gottheit“, durch die Sünde überwunden werden kann und auf S. 424 ist es die Person des Messias, dem der Vater, die Möglichkeit dazu gegeben hat. Liest man den Abschnitt im „Leben Jesu“ auf S. 670 weiter, sieht man deutlich, dass E.G. White nicht von einer „dritten Person der Gottheit“ gesprochen haben kann. Es heißt weiter:


„… sondern in der Fülle göttlicher Kraft über ihnen ausgegossen werden. Er macht lebendig, was der Heiland der Welt erwirkt hat. Er reinigt das Herz, und durch ihn wird der Gläubige Teilhaber der göttlichen Natur. Christus hat SEINEN Geist als eine göttliche Kraft gegeben, um alle ererbten und anerzogenen Neigungen zum Bösen zu überwinden und seiner Gemeinde sein Wesen aufzuprägen.“


Bis zum Jahre 1897 werden in der englischsprachigen Literatur von E.G. White keine Aussagen gefunden, die im Sinne der Trinitätslehre zu deuten wären. Bis dahin wird der Geist JaHuWaHs als das in Ihm befindliche Leben und Seine allmächtige Kraft verkündet. Erst in den darauf folgenden Jahren finden sich in wenigen Büchern Stellen, die eine Persönlichkeit des Geistes Gottes zum Ausdruck bringen. Wie kam es dazu?

In den Jahren 1870 bis 1884 erschienen die vier Bände von E.G. White „The Spirit of Prophecy“: 1870 Band 1 (414 Seiten), 1877 Band 2 (396 Seiten), 1878 Band 3 (442 Seiten), 1884 Band 4 (492 Seiten). Dort steht nichts von einer „dritten Person der Gottheit“.

Im Jahre 1889 erschien die erste Ausgabe des Buches „Das Leben Jesu Christi“ in Basel. Die Bände 2 (1877) und 3 (1878) von „The Spirit of Prophecy“ dienten als Übersetzungsvorlage für dieses deutsche Werk. Auch in dieser Ausgabe findet man nicht die geringste Andeutung von einer Persönlichkeit des heiligen Geistes. Hier wird sogar in unmissverständlicher Weise deutlich gemacht, dass JaHuWaHs Geist das von Ihm ausgehende Leben und Seine ewige Kraft ist.

Im Jahre 1898 erschien in den USA ein neues Buch unter dem Titel „The Desire of Ages“. In diesem Buch wurde das „Leben Jesu“ in erweitertem Umfang dargestellt. In diesem Buch befindet sich zum ersten Mal der Satz von der Persönlichkeit des heiligen Geistes (S. 671).

Im Jahr 1916 gab das Verlagshaus „The Stanborough Press LTD", Watfort/Herts in England während des ersten Weltkrieges auch eine gekürzte Ausgabe von „Desire of Ages“ heraus. Der englische Herausgeber hat sich aber wohl wieder an die Ausgaben der Bände 2 und 3 von „The Spirit of Prophecy“ orientiert, denn gerade dieser Absatz, der von der Personenhaftigkeit des heiligen Geistes spricht, sowie der nächstfolgende ist in der Ausgabe von 1916 nicht zu finden.

Es ist nicht so, dass E.G. White „The Desires of Ages“ (Das Leben Jesu) direkt schrieb. Es waren Mitarbeiter von ihr, die das Buch auf Grundlage ihrer vier Bände „The Spirit of Prophecy“ und ihrer Manuskripte zusammenstellten. Das geschah besonders durch Marian Davis, die später die Hilfe für die Zusammenstellung des Buches von Herbert Lacey und W. W. Prescott, die trinitarisch ausgerichtet waren, in Anspruch nahm. E.G. White befand sich zu dieser Zeit nicht in den USA, sondern in Australien. Es scheint, dass Davis zu dieser Zeit von Lacey und Prescott angeleitet wurde, bestimmte Änderungen vorzunehmen.

Auch auf S. 667 desselben Buches „Das Leben Jesu“ wurden die Aussagen trinitarisch gemacht. Vergleicht man das Manuskript White‘s von 1895, auf dem diese Aussagen beruhen, so zeigt sich, dass sie etwas verdreht wurden und der entscheidende Satz „Der heilige Geist ist er [der Messias] selbst, befreit von der Personalität der Menschlichkeit…“ wurde komplett ausgelassen.

Es wurde vielmehr ein anderer Satz eingefügt: „Der heilige Geist vertritt Christus, wenn auch bar allen menschlichen Wesens und völlig unabhängig davon“. Dieser Satz steht in ihrem Skript nicht. Es würde bedeuten, E.G. White hätte angenommen, dass der heilige Geist ein eigenständiges Wesen, unabhängig vom Vater und vom Sohn wäre. In dem Skript zeigt sich deutlich, dass E.G. White davon ausging, dass der heilige Geist, der Geist des Vaters war, den Er dem Sohn gegeben hat. Der Sohn wiederum gibt „seinen Geist als eine göttliche Kraft“, so die Worte E.G. Whites. Nachfolgend der entscheidende Abschnitt in ihrem Manuskript von 1895 und anschließend im „The Desire of Ages“ (Das Leben Jesu) von 1898:

„Mit Menschlichkeit belastet, konnte Christus nicht an jedem Ort persönlich anwesend sein; deshalb war es für alle von Nutzen, dass er sie verlassen sollte, um zu seinem Vater zu gehen und den heiligen Geist, als seinen Stellvertreter auf Erden zu senden. Der heilige Geist ist er selbst, entkleidet von der Personalität der Menschlichkeit und deshalb unabhängig davon. Er ist überall anwesend durch seinen heiligen Geist.“ (E. White, Manuscript Release, Bd. 14, S. 23)

Der heilige Geist vertritt Christus, wenn auch bar allen menschlichen Wesens und völlig unabhängig davon. [steht nicht im Skript] Der Heiland konnte durch seine menschliche Natur auf Erden nicht überall gegenwärtig sein. Es war darum ausschließlich zum Besten seiner Nachfolger, daß er wieder zum Vater ging und den heiligen Geist als seinen Stellvertreter sandte. [Hier fehlt der obige Satz] Niemand konnte dann wegen seines Aufenthaltsortes oder wegen seiner persönlichen Verbindung mit Christus irgendeinen Vorteil haben. Durch den heiligen Geist würde Jesus allen Menschen erreichbar sein. In diesem Sinne konnte er ihnen näher sein, als wenn er nicht zum Himmel aufgefahren wäre.(Das Leben Jesu S. 667)

Auf S. 832 in demselben Buch wird ebenfalls sehr deutlich beschrieben, was der heilige Geist ist:

„Alle, die Leib, Seele und Geist dem Herrn weihen, erhalten ständig neue geistige und körperliche Kraft. Die unerschöpflichen Reichtümer des Himmels stehen ihnen zur Verfügung. Christus gibt ihnen den Odem Seines Geistes und Leben von Seinem Leben. Mit äußerster Kraftentfaltung wirkt der heilige Geist an Herz und Sinn.“ (E. G. White, Das Leben Jesu, S. 832)

Das Schema der DreieinigkeitDie geschichtlichen Tatsachen zeigen eindeutig auf, dass die trinitarischen Sätze ursprünglich nicht aus der Feder von E.G. White stammen. Sie lehrte und glaubte nie an die Dreieinigkeit. Hätte sie dieser Lehre geglaubt, dann würde sie sich auch in ihren Schriften wiederspiegeln, was aber nicht der Fall ist. Auch hat sie kein einziges Mal den Begriff „Trinität“ benutzt. Ihre zahlreichen Aussagen widersprechen der Trinitätslehre. Jeder Trinitarier würde diese Aussagen als Irrtum und ketzerisch ansehen. Es gibt auch kein Manuskript oder irgendeinen privaten Brief von E.G. White, der auch nur den kleinsten Hinweis geben würde, dass sie ihre Gesinnung oder ihre Einstellung dazu später geändert hätte.

Aber gerade wegen dieser paar trinitarischer Sätze, die nicht aus ihrer Feder stammen, nehmen viele an, erst durch das Buch „Das Leben Jesu“ hätten die STA die Trinität angenommen. Liest man aber dieses Buch, dann ist es außer diesen beiden Sätzen absolut antitrinitarisch ausgelegt. Auch nach 1898 schrieb sie nicht anders:

„Wie elend und verachtet Menschen auch sein mögen, sie sind nie zu gering, um von Gott beachtet und geliebt zu werden. Christus will die Mühseligen, Niedergeschlagenen und Sorgenbeladenen bei sich haben; er will ihnen jenes Licht, jene Freude, jenen Frieden schenken, den sie anderswo nicht erlangen können. Selbst den schlimmsten Sündern gilt seine aufrichtige, barmherzige Liebe, und er [der Messias] sendet SEINEN heiligen Geist, der ihnen in Liebe nachgehen und sie zu sich ziehen soll.“(Christ’s Object Lessons, 1900, S. 255; Christi Gleichnisse, S. 157)

"Wir sind unserem himmlischen Vater sehr dankbar", erklärte Frau White während der Konferenzsitzung von 1905, wo dieser Fonds vervollständigt wurde, "weil er durch SEINEN heiligen Geist die Herzen seiner Kinder beeinflußt hat, so reichlich für die Gründung seines Werkes hier in Washington beizusteuern. ... Er wird die Versuche segnen, die gemacht werden, um sein Werk in der von ihm vorgeschriebenen Weise voranzubringen. " ("Review and Herald" vom 1. Juni 1905, S. 13; abgedruckt in Life Sketches of Ellen G. White, S. 398, 1915).  

„Am Pfingsttage offenbarte sich der Unendliche machtvoll in seiner Gemeinde. Durch SEINEN heiligen Geist fuhr er vom hohen Himmel hernieder gleich einem rauschenden, machtvollen Wind, der den Raum erfüllte, wo die Jünger versammelt waren.“ . (Testemonies for the Church, Bd. 7, S. 31, 1902; Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 7, S. 35)

„Christus fuhr gen Himmel und sandte SEINEN heiligen Geist, um dem Wirken seiner Jünger Kraft zu geben.“ . (Testemonies for the Church, Bd. 8, S. 26, 1904; Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 8, S. 25)

„Der Herr gibt allen Mut, die ihn vom ganzen Herzen suchen. Er gibt ihnen SEINEN heiligen Geist, die Offenbarung seiner Gegenwart und Gunst. Wer aber Gott verläßt, um sein Leben zu retten, wird von ihm auch verlassen werden. Wer die Wahrheit aufgibt, um sein Leben zu retten, wird das ewige Leben verlieren.“ (Testemonies for the Church, Bd. 9, S. 230, 1904; Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 9, S. 270)

„Der heilige Geist ist kein Diener, sondern eine beherrschende Kraft…“ (Gospelworkers, 1915, S. 155, Diener des Evangeliums, S. 137)

„Das Werk des heiligen Geistes ist unermesslich groß. Von dieser Quelle kommen Kraft und Fähigkeiten zu den Arbeitern Gottes. Der heilige Geist ist der Tröster der Seele, die persönliche Gegenwart Christi. Derjenige, der auf Christus mit einfachem kindlichen Glauben schaut, wird durch das Wirken des heiligen Geistes zu einem Teilhaber an der göttlichen Natur gemacht. Wenn der Christ vom Geist Gottes geleitet wird, kann er  wissen, dass er vollkommen ist in dem, der das Haupt aller Dinge ist.“ (E.G. White, Review and Herald, 9. November 1892)


Im Übrigen ist bereits mit dem folgendem Zitat von E.G. White jegliche Behauptung von Trinitäts-Adventisten widerlegt, dass E.G. White auch die Trinität gelehrt hätte.


"Christus, das Wort, der eingeborene Sohn Gottes war eins mit dem ewigen Vater – eins in Natur, eins in Seinem Wesen und eins in Seinem Vorhaben – das einzige Wesen im ganzen Weltall, damit den Ratschlüssen und Absichten Gottes vertraut war. […] Der Herr des Weltalls stand bei Seinem Liebeswerk nicht allein. Er hatte einen [nicht zwei] Mitarbeiter, der Seine Absichten und Seine Freude am Glück Seiner Geschöpfe teilen konnte … Christus, der Eingeborene Gottes, war eins mit dem Vater im Wesen und in den Absichten. Er war der einzige, der alle Ratschläge und Vorhaben Gottes begreifen konnte.“

Dieses Zitat ist in wunderbarer Übereinstimmung mit der heiligen Schrift, denn der Sohn war tatsächlich bei der Schöpfung der „Werkmeister“ Seines Vaters (Sprüche 8,22-30). Siehe hierzu: Wer hat die Welt erschaffen?

Ellen G. White warnte besonders in ihren späteren Jahren vor satanischen Lehren, die die STA annehmen wird:

Pastor predigtSollte eine Gemeinde, die sich großen Lichtes und großer Beweise erfreute, den Sohn der Täuschung [Satan] und des falschen Zeugnisses gastlich aufnehmen, so wird jene Gemeinde die Botschaft, die der Herr gesandt hat, beiseite schieben und die unvernünftigsten Behauptungen und falschesten Vermutungen und Theorien annehmen. Satan lacht über ihre Torheit, denn er weiß, was Wahrheit ist. Viele werden an unseren Rednerpulten stehen mit der Fackel falscher Prophezeiungen in ihren Händen, entzündet an der höllischen Fackel Satans.

Tausende haben eine falsche Vorstellung von Gott und seiner Wesensart. Sie dienen ebenso einem falschen Gott wie die Baalsdiener.“

In der adventistischen Zeitschrift Adventecho vom 15. Februar 1974 gibt die Führung der STA offen zu, dass der Ausdruck „dritte Person der Gottheit“ erst ab dem Jahr 1931 erstmals so bezeichnet wurde:

„Als im Jahre 1931 die Glaubenslehren der Adventisten neu formuliert wurden, brachte man die Wesensgleichheit Christi und des heiligen Geistes mit dem Vater klar zum Ausdruck. Seither wird der heilige Geist in unserer Literatur als die ‚dritte Person der Gottheit‘ bezeichnet.

In dieser Zeit wurden in weitere Bücher von ihr und auch von anderen adventistischen Autoren trinitarische Sätze eingefügt und stark antitrinitarische Aussagen gelöscht. Der Autorin E.G. White war jedoch schon zu ihren Lebzeiten bewusst, dass ihre Aussagen verfälscht werden würden. Sie schrieb bereits 1883:

„Was auch immer an Fälschungen meiner Zeugnisse vorkommen mag, es geschieht durch Menschen, die sich für gerecht halten, Gott aber nicht kennen.“

Aus E.G. Whites Manuskripte und Briefe ist ersichtlich, dass es schon zu ihrer Zeit auch immense Probleme hinsichtlich einer falschen Anwendung ihrer Aussagen gab. Es wurden bereits damals Zitate willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen und zusammengestellt oder in eigenen Artikeln und Büchern verwendet. So schreibt sie zur Veröffentlichung von Zusammenstellungen (Kompilationen) ihrer Aussagen in Briefen und Zeugnissen an Einzelpersonen und an die Gemeinde Folgendes:

„Viele Glaubensgeschwister schreiben mir und drängen mich, ihnen zu gestatten, meine Schriften zu benutzen. Auf diese Weise wollen sie bestimmten Ansichten, die sie der Gemeinde mit Nachdruck vermitteln wollen, Autorität verleihen. Es ist schon richtig, dass es Gründe gibt, manche dieser Texte zu veröffentlichen. Aber ich würde es dennoch nicht wagen, meine Zustimmung dazu zu geben, dass die Zeugnisse auf diese Weise verwendet werden. Auch kann ich es nicht gutheißen, Aussagen, die an sich gut und richtig sind, auf diese Art und Weise unter die Leute zu bringen.

Soviel ich weiß, mögen die Personen, von denen diese Vorschläge kommen, sogar in der Lage sein, das Vorhaben, von dem sie schreiben, in vernünftiger Weise auszuführen. Dennoch wage ich es nicht, auch nur einem einzigen von ihnen zu erlauben, meine Schriften in der vorgeschlagenen Weise zu verwenden. Wird so etwas in Betracht gezogen, gilt es vieles zu bedenken. Wenn die Zeugnisse dazu verwendet werden, einen Gedanken zu untermauern, der dem Schreiber besonders wichtig ist, kann es nämlich durchaus geschehen, daß einzelne Auszüge für sich genommen einen völlig anderen Eindruck vermitteln, als wenn sie im ursprünglichen Zusammenhang gelesen werden. 

Nach ihrem Tod wurde ihr Wunsch dann völlig missachtet. Ein Beispiel, wie antitrinitarische Bücher verändert und dementsprechende Aussagen gelöscht werden, ist auch das Buch von Uriah Smith „Gedanken über das Buch Daniel und Offenbarung“. Dieses Buch enthielt ursprünglich 18 antitrinitarische Aussagen. 1942 (der Autor lebte nicht mehr) wurde beschlossen, diese Aussagen in der nächsten Ausgabe zu entfernen, was dann auch geschah. Der adventistische Theologieprofessor George Knight gibt in seinem Buch „Es war nicht immer so“ auch darüber ganz offen und ehrlich Auskunft:

“Im März 1942 trafen sich leitende Brüder der Generalkonferenz und Mitarbeiter des Nord-amerikanischen Verlagshauses und beschlossen, den größten Teil des Buches zwar unverändert zu lassen, die antitrinitarischen und semiarianischen Äußerungen aber zu entfernen. … Der Ausschuss ist überzeugt, dass diese Anschauungen weder biblisch noch durch Aussagen des Geistes der Weissagung begründet werden können. Aus Rücksicht auf Andersdenkende in den eigenen Reihen wurde später beschlossen, ‚alle Bezugnahmen auf dieses Thema kommentarlos zu streichen, damit sich jeder ganz unvoreingenommen selbst eine Meinung bilden kann.‘ (Report of the Committee on Revision of Daniel and the Revelation; Min, Mai 1945, 4)”

Ein weiteres Beispiel ist das Buch „Bibellesungen für den Familienkreis“. In der deutschen Ausgabe von 1914 ist noch überhaupt keine Andeutung einer „dritten Person der Gottheit“ zu finden. In der nachfolgenden Ausgabe von 1923 wird dieser Ausdruck jedoch mehrmals genannt. Im Vorwort zur Neuauflage ist zu lesen:

„Dieses Werk ist kürzlich von einem Komitee fähiger Kritiker und Bibelforscher gründlich verbessert und umgeschrieben, bedeutend vergrößert worden … Die Verbesserung ist so ausgedehnt gewesen, und so viel und so wertvolles Material ist hinzugefügt worden, dass das vorliegende Werk tatsächlich ein neues Buch ist, obgleich es denselben Namen des früheren Werkes beibehält.“

Im Laufe der Jahrzehnte wurden viele Bücher umgeschrieben und verfälscht, sobald die ursprünglichen Autoren nicht mehr lebten. E.G. Whites Schriften machen da keine Ausnahme. Bereits zu ihren Lebzeiten warnte sie vor weiteren Fälschungen:

„Satan hat an menschlichen Gemütern gearbeitet, und er wird weiterhin versuchen, den Glauben durch Fälschungen zu ruinieren.“

 Die Prophezeiung Paulus vor falschen Predigern und Lehrern in den eigenen Reihen gilt besonders auch für unsere heutige Zeit:

 

Aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger auf ihre Seite zu ziehen.“ (Apostelgeschichte 20,30)

infoDie STA-Reformationsbewegung ist diesbezüglich auch nicht besser. Ursprünglich glaubte diese Gemeinschaft, die sich 1919 aufgrund der Kriegsfrage von der STA-Kirche abspaltete, nicht an die Lehre der Dreieinigkeit. Auf Wikipedia heißt es sogar heute noch, dass die STA-Reformationsbewegung eine antitrinitarische Gemeinschaft sei. Dies scheint aber mit der Realität nichts mehr zu tun zu haben. Denn in ihren Glaubenspunkten wurde die Trinität längst eingearbeitet. So heißt es auf der deutschen Webseite der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung zum heiligen Geist:

„Der heilige Geist ist Christi Stellvertreter auf Erden, und ist eines Sinnes mit dem Vater und dem Sohn. Er ist der Erneuerer im Werk der Erlösung. Diese drei Persönlichkeiten - Gott, der Vater, Jesus Christus, der Sohn, und der heilige Geist sind die Gottheit.“

Die englische Ausgabe der Glaubenspunkte der STA-Reformbewegung ist noch etwas deutlicher. In den Fundamental Christian Beliefs of the SDA-Reform Movement heißt es unter dem Punkt II "Die Gottheit":

“The term one God refers to the Godhead which is composed of three individual, personal divine beings—the Father, the Son, and the Holy Spirit—working together as one. [… ] The Holy Spirit, the Representative of Christ, is the third person of the Godhead.”

Deutsche Übersetzung:

“Der Ausdruck ein Gott bezieht sich auf die Gottheit, die aus drei individuellen, persönlichen, göttlichen Wesen besteht – dem Vater, dem Sohn und dem heilige Geist - die zusammen als einer wirken. […] Der heilige Geist, der Stellvertreter Christi, ist die dritte Person der Gottheit.“

Und auch in den verschiedenen Schriften der STA-Reformbewegung herrscht ein ziemlicher Wirrwar über den Gott der Bibel. In der Missionsschrift „Unsere Erde – ein Schauspiel für das Universum!“ heißt es auf Seite 7: „Jesus Christus ist Gott!“. Was damit genau gemeint ist, steht auf der vorletzten Seite: „…dass Jesus der wahre und einzige Gott und Schöpfer ist.“ Wo ist bei den Reform-Adventisten der Allmächtige Himmlische Vater geblieben, der in der Bibel als der einzig wahre Gott beschrieben wird?

Als die Trinitätslehre in den 30er und 40er Jahre langsam aber stetig in die STA-Gemeinden eingeführt wurde, warnte ein pensionierter STA-Prediger, J. S. Washborn, eindringlich vor dieser Lehre. Der adventistische Theologieprofessor für Kirchengeschichte George Knight zitiert in seinem Buch „Es war nicht immer so“ einige Sätze aus dem Brief von Washborn:

„Die Trinitätslehre ist eine entsetzliche heidnische Absurdität, die Jesus von seiner wahren Stellung als göttlicher Erlöser und Mittler beseitigt. Die Bibel ist in Bezug auf das Thema der Persönlichkeit Gottes sehr einfach und klar. Der Uralte, der Vater, ist von Ewigkeit her (Dan. 7,9.13). Jesus wurde vom Vater geboren … (In Spr. 8,22.24 wird von Jesus unter dem Sinnbild der Weisheit gesprochen – siehe auch 1. Kor. 1,24): „Der HERR (Jahwe) hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren.“ Der Sohn sagt, dass er von seinem Vater geboren, hervorgebracht, gezeugt wurde. Satan formte zuerst im Heidentum ein dreiköpfiges Monstrum mit der Absicht, die Gottheit in Misskredit zu bringen (Zeberus, ein dreiköpfiger Hund bewacht die Unterwelt; Trimurti, eine indische Hindu-Göttertriade, bestehend aus Brahman = Schöpfer, Wischnu =Erhalter, Schiwa=Zerstörer; schließlich die „christliche“ Dreieinigkeit, drei Götter in einem; dann vermischte er es mit dem römischen Katholizismus und stellte dieses Monstrum als unseren glorreichen Gott dar – eine schreckliche und absurde Erfindung. Diese ungeheuerliche Lehre wurde aus dem Heidentum in die römisch-päpstliche Kirche verpflanzt. Gegenwärtig ist diese abscheuliche Lehre auf dem Wege, sich heimlich in die Lehren der drei Engelsbotschaften einzuschleichen. Sie ist der Bibel und den Aussagen des Geistes der Weissagung vollkommen fremd. Nichts dergleichen ist von Gott offenbart worden. Für diese abscheuliche heidnische Erfindung ist im ganzen freien Universum unseres heiligen Vaters im Himmel uns seines Sohnes kein Platz.“

Karl-Heinz Ohlig Diese Aussage Washborns wird von Karl-Heinz Ohlig, Professor für katholische Theologie, bestätigt. Er schreibt in seinem Buch „Ein Gott in drei Personen?“, dass der indische Zweig des Christentums stark an der Entwicklung der Trinitätslehre beteiligt war, weil im Hinduismus Indiens die Lehre von einer „Trimurti“ eine fundamentale Glaubensvorstellung sei, der „zufolge Gott eine Einheit der drei Götter Brahman, Vishnu und Shiva“ ist. Er schreibt weiter:

„Im indischen Christentum werden gerade trinitarische Aussagen über Gott intensiv aufgegriffen. In ihnen erblickt man die stärkste Übereinstimmung zwischen der christlichen Lehre und der eigenen Tradition.“

Das Trinitätsdogma wurde frühzeitig angenommen, denn man führte bereits sehr bald intensive Gespräche mit Vertretern der Ökumene. Wenn eine Kirche Mitglied oder auch Gastmitglied in der weltweiten Ökumene werden möchte, so ist einzige Voraussetzung, dass sie die Trinität als Dogma in ihren Glaubenspunkten aufgenommen hat. Die Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen in Deutschland (ACK) formulierte es in einer Erklärung zur 1600-Jahrfeier des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel 1981 folgendermaßen:

„Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur ACK ist die Anerkennung ihrer Satzung. Die in der ACK zusammengeschlossenen Kirchen bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes (§1 der Satzung). … Dieses Bekenntnis zu dreieinigen Gott ist das einzige ökumenische Glaubensbekenntnis, das die östliche und die westliche, die römisch-katholische und die reformatorische Christenheit durch alle Trennungen hindurch verbindet. Es ist der Gemeinde heute vor allem aus dem Gottesdienst vertraut. Von alten und neuen Meistern ist es immer wieder für die musikalische Darbietung in der Messe vertont worden. Diese gemeinsam bezeugte Wahrheit des Evangeliums zeigt, dass die Trennung unserer Kirche nicht bis in die Wurzel gegangen ist. Die Gemeinsamkeit im Bekenntnis zum dreieinigen Gott ist unaufgebbare Bedingung für die Einheit der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

Auch hier zeigt sich der katholische Charakter der Ökumene und dass die Lehre des dreieinigen Gottes katholischen Ursprungs ist. Durch die Annahme der unbiblischen Trinitätslehre veränderte sich die kleine, von anderen als „Sekte“ bezeichnete Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten zu einer anerkannten Freikirche. Adventisten heute brüsten sich gerne damit, dass sie nicht mehr als Sekte bezeichnet werden. Paulus schämte sich nicht, dass die damalige kleine apostolische Gemeinde eine „Sekte“ genannt wurde:

„Das bekenne ich dir aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter auf diese Weise diene, dass ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht.“ (Apostelgeschichte 24,14)

„Lasst euch nicht irreführen, etliche werden von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel [1. Timotheus 4,1]. Wir haben vor uns das Alpha dieser Gefahr. Das Omega wird von viel erschreckenderer Art sein.“

Diese Zeilen schrieb E. White nachdem der Adventist und Arzt Dr. J. H. Kellogg (bekannt durch sein „Kellogg Müsli“) ein Werk veröffentlichte, indem er eine falsche Gottesvorstellung lehrte, den Pantheismus. Damit richtete er in der Adventgemeinde damals großen Schaden an. Der Pantheismus ist eine esoterische Lehre wonach Gott in allen Dingen der Welt existiert, bzw. Gott und das Weltall identisch sind. Kellogg vertrat auch die Ansicht, dass der heilige Geist eine Person ist. Dies geht auch aus einem Brief vom 28. Oktober 1903 von Kellog an G. I. Butler, sowie aus einem Brief vom 29. Oktober 1903 von A.G. Daniels (damaliger GK-Präsident) an W.C. White hervor: Daniels schrieb:

„… er [Kellog] glaube nun an die Trinität […]. Er sagte mir, dass er jetzt an Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den heiligen Geist glaubt. Und dass seine Sichtweise die sei, dass es Gott der heilige Geist sei und nicht Gott der Vater, der das ganze Weltall und jedes Lebewesen erfüllt. […] Ich zeigte ihm die Widersprüche auf, die ich in seiner Lehre fand und versuchte ihm zu zeigen, dass seine Lehre dem Evangelium total widersprach…“

Am 5. April 1904 antwortete auch G.I. Butler auf den Brief von J.H. Kellog, dass der heilige Geist keinesfalls eine Person sei, wie Kellog glaubte, sondern der Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht:

„Gott verweilt in uns durch seinen heiligen Geist als ein Tröster, als einer, der tadelt oder warnt, in besonderer Weise der vorhergenannte. Wenn wir zu ihm kommen, haben wir teil, sind wir in diesem Sinne teilhaftig von ihm, denn der Geist kommt aus ihm. Dieser kommt vom Vater und vom Sohn hervor. Er ist nicht eine Person, die zu Fuß hier herumspaziert oder fliegt, wie ein buchstäbliches Wesen, wie es in dieser Weise Christus und der Vater sind.“


E.G. White stimmte mit Butler überein. Am 18. Mai 1904 entgegnete sie den Lehren Kellogs in seinem Buch
The Living Temple mit den Worten:

„Es tut mir so leid, dass ‘The Living Temple’ herausgegeben und in den Umlauf gebracht wurde, und das schlimmste – und das hat mich ins Herz getroffen - ist die Behauptung die bezüglich dieses Buches gemacht wurde: ‘Es enthält die selben Ansichten, die Schwester White lehrt.‘ Als ich das hörte, betrübte es mich das so sehr, dass ich mich kaum getraute irgendetwas zu sagen. Müsste ich etwas dazu sagen, so würde ich mich gezwungen sehen, die Wahrheit auszuseprechen: ‚Living Temple enthält das Alpha dieser Theorien. Das Omega würde kurze Zeit später folgen. Ich zittere um unser Volk. Diese wunderschönen Darstellungen [in Kellogs Buch] sind ähnlich den Verführungen, die der Feind Adam und Eva in Eden präsentierte.


Man ging soweit, zu behaupten E.G. White wäre derselben Ansicht wie Kellog. Kellog glaubte an die „Person“ des heiligen Geistes und einer pantheistischen Gottesvorstellung. Sie musste dem immer wieder entgegenwirken:

„Ich bin gezwungen, mich gegen die Behauptung zu wehren, daß die Lehren im Living Temple durch Angaben aus meiner Literatur unterstützt werden könnten. Es mag in diesem Buch Erklärungen und Ansichten geben, die mit meinen Arbeiten übereinstimmen. In meinen Werken mag es auch manche Formulierungen geben, die, nimmt man sie aus dem Zusammenhang heraus und legt sie entsprechend der Meinung des Autors von Living Temple aus, den Anschein erwecken können, daß hier eine Übereinstimmung mit den Lehren dieses Buches besteht. Dies mag dazu beitragen, daß behauptet wird, die Ansichten im Living Temple entsprächen dem Gedankengut meiner Literatur. Möge Gott verhüten, daß sich diese Auffassung durchsetzt.“


infoAuch heute werden E.G. Whites Schriften für viele Irrlehren missbraucht. Sie wird dafür nicht nur von den Leitern und Theologen der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zitiert, sondern auch von vielen außerkirchlichen adventistischen Organisationen und Gruppen.
 

Von dieser falschen Gotteslehre Kellogs sprach Ellen White auch als das „Alpha der tödlichen Irrlehre“. Das Omega würde folgen; sie schrieb: „Das Omega wird von überraschender und erschreckender Art sein.“ Das Omega ist der letzte Buchstabe im griechischen Alphabets. Sie erwartete also zum Ende hin ein noch viel schlimmeres Ausmaß und Entstellung der biblischen Lehre über den wahren einzigen allmächtigen Gott JaHuWaH und Seinen Sohn, als es damals durch die Lehre Kellogs geschah.

Leider wurde diese erschreckende Vorhersage wahr: Im Jahr 1928 wurde erstmalig von einem amerikanischen Siebenten-Tags-Adventisten ein Buch über die „dritte Person der Dreieinigkeit“ veröffentlich, wie George Knight in seinem Buch „Es war nicht immer so“ schreibt:

„… weitere Neuerscheinungen der 20er Jahre verdienen besondere Erwähnung. Die eine ist Frooms ‚The Coming of the Comforter“, 1928, das erste von einem Adventisten geschriebene Buch, das den heiligen Geist als Person darstellt.“

Wie geschickt diese falsche Lehre bis heute in die Köpfe der Gläubigen indoktriniert wurde, zeigt folgendes Beispiel: In der Weltfeldausgabe 2/2006 der Bibel-Lektion der STA-Kirche stand folgender Satz:

„Als Christen glauben wir, dass die Gottheit drei Personen umfasst, aber sie sind eins in ihrem Ziel, ihrer Gesinnung, ihrem Charakter, aber nicht in ihrer Person.“


Als Quelle wird das Buch „In den Fußspuren des großen Arztes“, S. 347 von E. White, angegeben. Das Originalzitat lautet jedoch anders:

„Die Einigkeit, welche zwischen Christus und seinen Jüngern besteht, zerstört nicht die Persönlichkeit irgendeines derselben. Sie sind eins in ihren Absichten, in ihrem Geist und Charakter, aber nicht in Person. Ebenso sind Gott und Christus eins.“


Während in Whites Aussage überhaupt nichts von einer „Gottheit in drei Personen“ schreibt, sondern lediglich erklärt, dass die Nachfolger des Messias denselben Geist mit Ihm haben müssen, wie der Vater und der Sohn „eins“ sind, so macht die Leitung der STA daraus eine Erklärung, dass Gott aus drei Personen besteht! So dreist werden die Menschen in die Irre geführt, die nicht eigenständig alles prüfen, sondern sich auf die sog. Kirchenleiter und Pastoren verlassen. Auf S. 57 und 91 des Buches „Was Adventisten Glauben – 27 biblische Grundlehren umfassen erklärt“, eine Art adventistischer Katechismus, heißt es:

„Gott der ewige Sohn wurde Mensch in Jesus Christus. … Ewig wahrer Gott, wurde er auch wahrer Mensch: Jesus Christs … ‚Gott der heilige Geist‘ – Gott der ewige Geist wirkte zusammen mit dem Vater und dem Sohn bei der Schöpfung.“


Jahuschuah selbst lehrt jedoch:

„Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, … [Jahuschuah, den Messias] erkennen.“ (Johannes 17,3

Wem wollen wir nun glauben, Jahuschuah, der sagt, dass der Vater allein wahrer Gott ist, oder den adventistischen Kirchenleitern, die sagen, Jesus ist ewig wahrer Gott und der heilige Geist ist ewig wahrer Gott?

Von adventistischer Seite wird die Erlösung des Menschen durch den Vater und den Sohn nur noch auf ein „Rollenspiel“ reduziert. Ein führender Adventist (Gordon Jensen) beschrieb im „Adventist Review“ vom 31.10.1996 dieses angeblich im Himmel stattgefundene Rollenspiel:

Die Dreieinige Gottheit„Ein Erlösungsplan wurde durch den Bund der drei Personen der Gottheit beschlossen, welche die göttlichen Eigenschaften gleichermaßen besitzen. Um Sünde und Rebellion aus dem Universum auslöschen und Frieden und Harmonie wiederherstellen zu können, nahm eines der göttlichen Wesen die Rolle des Vaters, ein anderes die Rolle des Sohnes an. Das dritte Wesen, der heilige Geist, nahm ebenso am Gelingen des Erlösungsplanes teil. Das alles geschah, bevor Sünde und Rebellion im Himmel aufkamen. In der Annahme der Rollen, die der Erlösungsplan mit sich brachte, verlor keines der göttlichen Wesen seine göttlichen Kräfte. Im Hinblick auf ihre ewige Existenz und ihre anderen Eigenschaften waren sie einig und gleichgestellt.“

Auch andere STA-Theologen sprechen in ähnlich frevelhafter Weise. So. z.B. Heinz Scheidinger, der eine Antwort auf eine Hörerfrage während eines Vortrages zur Rechtfertigung Gottes gibt:

„Wir müssen einfach verstehen, dass die Bibel in menschlichen Ausdrücken von unbegreiflichen Dingen redet. Die Bibel selber gibt über die Herkunft Jesu ein ganz anderes Zeugnis. Sie spricht von einem Beschluss in Psalm 2,7-12. Ein Beschluss, der im Rat Gottes getroffen wurde, und dieser Beschluss lautet ‚Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt‘. Das heißt so viel wie: ‚Ab heute wollen wir uns der Schöpfung so darstellen, als ob wir Vater und Sohn wären‘. Es ist ein Anthropomorphismus [Zusprechen menschlicher Eigenschaften auf Tiere, Götter, Naturgewalten, etc.]. Jesus ist nicht der Sohn Gottes. Jesus ist die zweite Person der Gottheit. Wenn wir mit Gott-Vater anfangen und Gott-Sohn und Gott-heiliger Geist weitermachen. Dieses 1-2-3 hat keine wertende oder rangmäßige Bedeutung, sondern nur eine für uns Menschen begreifliche ordnungsmäßige Bedeutung“.

Der Messias ist nicht der wirkliche Sohn des Allmächtigen, man hat vielmehr Rollen verteilt, um den Menschen etwas vorzumachen, was in Wirklichkeit gar nicht so ist. Gemäß Scheidinger haben sich die dreieinigen Götterpersonen gegenseitig gesagt: „Ab heute wollen wir die Schöpfung so darstellen, als ob wir Vater und Sohn wären.“

Welche Worte wird unser Allmächtige Schöpfer wohl einmal zu einer solchen Aussage finden? Eine Aussage, die IHN als Lügner dastehen lässt? Eine Aussage, die den in der Bibel dargelegten Erlösungsplan für die Menschen lächerlich macht? Leider ist das überhaupt kein Einzelfall. Auch adventistische Leiter von Organisationen außerhalb der STA-Kirche haben eine total wirre Vorstellung von unserem Schöpfer und Seinem Sohn. Folgende Aussage macht ein anderer adventistischer Schreiber:

„… In alttestamentlicher Offenbarung, als Jahwe Christus der Vater war. Im NT nahm der, welcher zuvor Vater genannt wurde, eine andere Rolle an, in der er der ‚Sohn‘ genannt wird. Nach biblischem Zeugnis ist derselbe Jesus beides, Vater und Sohn, jedoch zu verschiedenen Zeiten … Vater und Sohn existieren nicht als zwei voneinander getrennte Wesen, sie koexistieren als ein Gott …“

Man kann hier auch erkennen, wie wirr durcheinander die Dreieinigkeit von den Theologen erklärt wird und folglich das „einfachen Volk“ auch eine wirre Vorstellung über den Schöpfer des Universums haben muss. In der obigen Aussage gibt es nur eine einzige Gottperson, die einmal als „Vater“ einmal als „Sohn“ auftritt (Modalismus/Sabellianismus). Ein weiteres Beispiel für einen unglaublichen Trinitäts-Irrsinn ist eine Predigt vom 10.08.2013 mit dem Titel "Gott der heilige Geist" in der STA-Kirche Marienberg, wo der Sprecher mit vielen Worten über die "Person des heiligen Geistes" philosophiert (wer reinhören möchte: http://dl.0x47.de/mb/rec/2013/130810-Dengel.mp3).

Mit dem Glauben an einen Dreieinigen Gott, kann man da überhaupt noch verstehen, was es bedeutet „Babylon ist gefallen“ (Offenbarung 14,8)? Wie kann man mit dem Trinitätsdogma, das die zentrale Lehre der Katholischen Kirche ist, noch die dritte Engelsbotschaft verkündigen?

Es gibt zahlreiche Belege, dass die Adventpioniere sowie E.G. White nicht an die im 4. Jahrhundert auf Kirchen-Konzilien beschlossene Lehre von drei gleichen Götterpersonen glaubten. Heute werden diejenigen aus der STA-Kirche ausgeschlossen, die sich dieser katholischen Irrlehre nicht anschließen wollen.

„Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch Mich kennen.“ (Johannes 16,1-3)

Gebildete Adventisten sind heute der Meinung, dass die Adventpioniere als einfache Handwerker, Bauern, Seeleute oder Hausfrauen nicht in der Lage waren, ohne Theologiestudium die Bibel richtig zu verstehen. Aber schon das einfache Volk von vor 2000 Jahren verstand die Botschaft Jahuschuahs besser, als die gebildeten Pharisäer im 21. Jahrhundert.

Warum lassen sich die heutigen Siebenten-Tags Adventisten die heidnisch-katholische Trinitätslehre von einer Drei-Personen-Gottheit aufzwingen? E.G. White gib eine gute Begründung dafür:

„Die große Gefahr von unseren Geschwistern war immer, sich auf Menschen zu stützen, und Fleisch zu ihrem Arm zu machen (Jeremia 17,5). Solche, die nicht die Gewohnheit hatten, die Bibel für sich selbst zu durchforschen oder den Beweis zu prüfen, haben Vertrauen in die leitenden Männer und nehmen die Entscheidung an, welche sie treffen. Viele werden die wirkliche Botschaft von Gott, welche er seinem Volk sendet, verwerfen, weil die leitenden Brüder die Botschaft nicht annehmen.“ (Gospel Worker, 1893, S. 126)

Unser Erlöser selbst prophezeit, dass die Menschen nicht hören und nicht sehen wollen und was die Folge davon sein wird:

„und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet: »Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen! Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.«“ (Matthäus 13,14-15; Jesaja 6,9-10)

„Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will Ich auch dich verwerfen, dass du nicht mehr Mein Priester seist; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch Ich deine Kinder vergessen!“ (Hosea 4,6)

Als Ellen G. White im hohen Alter ihr irdisches Lebensende nahen sah, gab sie unter anderem noch folgende Botschaft an die ernsthaften Siebenten-Tags-Adventisten:

„Ich schreibe dies, da mein Leben jeden Moment enden kann. […] Ich gebe nun eine Botschaft, die Gott mir gegeben hat, um sie denen weiter zu sagen, die behaupten, die Wahrheit zu glauben: ‚Geht von ihnen aus und trennt euch von ihnen, sonst wird ihre Sünde, das Rechtfertigen der Irrlehren und das Planen von Verführungen, den Ruin weiterer Seelen zur Folge haben. Wir können es uns nicht leisten, auf der falschen Seite zu stehen.“ (E.G.White, Spezial Testimonies for the Church, 1906, S. 63.64)

„Es ist ebenso leicht, sich einen Götzen aus falschen Lehren und Theorien zu errichten, wie ein Götzenbild aus Holz oder Stein zu formen. Durch Satans lügenhafte Darstellung der Eigenschaften Gottes machen sich die Menschen einen falschen Begriff vom Wesen ihres Schöpfers. Von vielen wird ein philosophischer Götze an Stelle Gottes, des Allerhöchsten, auf den Thron erhoben, und der lebendige Gott, wie er in seinem Wort, in Christus und in seinen Schöpfungswerken offenbart ist, wird nur von wenigen verehrt.“ (E.G. White, Der Große Kampf, S. 584)

„Oftmals werden Menschen, die wirklich den Fußtapfen der Reformatoren folgen, gezwungen, sich von den Kirchen, an denen sie sehr hängen, zu trennen, um die klare Lehre des Wortes Gottes verkündigen zu können. Und häufig werden nach Licht suchende Menschen durch dieselbe Lehre genötigt, die Kirche ihrer Väter aus Gehorsam gegenüber Gott zu verlassen.“(E.G. White, Das Leben Jesu, S. 216)

Uhr: Fünf vor ZwölfJaHuWaH, der Allmächtige selbst, ruft jeden ernsthaft gläubigen Wahrheitsliebenden dringlichst auf:

„Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht JaHuWaH, und rührt nichts Unreines an! Und Ich will euch aufnehmen, und Ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt Mir Söhne und Töchter sein, spricht der JaHuWaH, der Allmächtige.“ (2. Korinther 6,17-18)

„Geht hinaus aus ihr, Mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ (Offenbarung 18,4)

 

 

 

 

Dreifaltigkeit (Dreieinigkeit)Wenn Gemeindeglieder oder Außenstehende zu bedenken geben, dass die katholische Trinitätslehre nicht biblisch sei, werden sie von STA-Theologen und Pastoren oft belehrt, dass Siebenten-Tags-Adventisten keinesfalls dieselbe Trinität lehren würden, wie die Katholiken. Ist das wahr?

Nein. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten vertreten dasselbe Trinitätsdogma wie die Katholische Kirche. Die Leitung der STA gibt dies auch unumwunden zu. In dem Buch „77 Fragen an die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten“ wird auf Seite 71 diese Frage beantwortet:

„Frage: In welchen Lehrpunkten stimmen die Adventisten mit den meisten Christen überein, und welche christlichen Ansichten teilen sie nicht mit ihnen…? „Mit den Katholiken und den orthodoxen Kirchen des Ostens glauben Adventisten an den dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiligen Geist…“

Noch deutlicher zeigt es sich in der Erklärung des gemeinsamen Dialogs des Weltkirchenrates und der Siebenten-Tags-Adventisten nach dem Treffens 1970 und 1971. Dort heißt es in dem zusammenfassenden Teil A, unter II.:

„Die Mitgliedskirchen des Weltkirchenrates und die Siebenten-Tags Adventisten stimmen in den grundlegenden Artikel des christlichen Glaubens, wie er in den drei altkirchlichen Bekenntnissen (Apostolicum, Nicaeno-Constantinopolitanum, Athanasianum)dargelegt ist, überein. Diese Übereinstimmung findet ihren Ausdruck in einer uneingeschränkten Annahme des Trinitätsdogmas und der Zwei Naturen.“

infoDie "Zwei-Naturen-Lehre" besagt, dass der Messias, als Er auf die Erde kam, Seine Göttlichkeit nicht aufgab - Er wurde nicht ganz Mensch. Das heißt, als Er den Tod erlitt, starb nur Seine menschliche Natur, aber nicht Seine Göttliche. Das ist nicht biblisch und hat eine fatale Folge für die Erlösung der Menschheit, wenn der Sohn JaHuWaHs nicht tatsächlich starb. Wenn Er sagt: "Ich war tot" (Offenbarung 1,18), dann ist das gem. der Zwei-Naturen-Lehre eine Lüge, weil demnach war Er nicht wirklich tot, den als allmächtiger Gott der Dreieinigkeit kann Er gar nicht wirklich sterben.

Jahuschuah trat in diese Erde als SOHN JaHuWaHs ein (Hebräer 10,5), d.h., Er blieb auch auf Erden der Sohn des Allmächtigen, aber Er legte Seine Göttlichkeit ab und wurde ganz Mensch, Er kam in derselben Gestalt der sündigen Menschen (Römer 8,3). Er hatte aber keine angeborene Sünde in Sich, denn vielmehr kam Er als der zweite oder "letzte Adam" (1. Korinther 15,45; 15,22), der vor seinem Fall, ebenso keine Sünde aufgrund Vereerbung in sich trug, wie es jedoch alle Menschen nach dem Sündenfall bis heute in sich tragen (Römer 5,14; 2. Mose 34,7). Der Sohn JaHuWaHs wurde gleichweise versucht wie die Menschen, blieb jedoch ohne Sünde (Hebräer 4,15). Er starb an unserer statt, die wir die Sünde in uns haben. Durch Sein vergossenes, reines Blut, können wir wieder in den sündlosen, reinen Zustand vor dem Sündenfall kommen. Dafür musste Er sterben. Wer an die Trinität und an die katholische "Zwei-Naturen-Lehre" glaubt, kann keine Erlösung finden, denn für denjenigen, starb der Messias nicht wirklich.

Das Athanasianische Glaubensbekenntnis beginnt mit den Worten:

Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten. Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verloren gehen.
Dies aber ist der katholische Glaube: Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit [ein anderer Ausdruck für Dreieinigkeit] und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermischung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit. …“

Liebe Siebenten-Tags-Adventisten, die ihr an die Trinitätslehre glaubt, findet ihr „eure“ Dreieinigkeit darin nicht wieder? Auch die nachfolgenden Definition der Trinität aus dem Katholischen Katechismus dürfte wohlbekannt klingen:

Dreieinige Gottheit„Die Trinität ist eine. Wir bekennen nicht drei Götter, sondern einen einzigen Gott in drei Personen: die „wesensgleiche Dreifaltigkeit“. Die göttlichen Personen teilen die einzige Gottheit nicht untereinander, sondern jede von ihnen ist voll und ganz Gott: „Der Vater ist dasselbe wie der Sohn, der Sohn dasselbe wie der Vater, der Vater und der Sohn dasselbe wie der Heilige Geist, nämlich von Natur ein Gott“. „Jede der drei Personen ist jene Wirklichkeit, das heißt göttlicher Substanz, Wesenheit oder Natur.“ […]
Die drei göttlichen Personen sind real voneinander verschieden. Der eine Gott ist nicht ‚gleichsam für sich allein‘. ‚Vater‘, ‚Sohn, ‚Heiliger Geist‘ sind nicht einfach Namen, welche Seinsweisen des göttlichen Wesens bezeichnen, denn sie sind real voneinander verschieden…“ […]
Der katholische Glaube … besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit in der Einheit verehren, indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen: Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die Person des Sohnes, eine andere die Person des Heiligen Geistes; aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit.“

Zum Vergleich nachfolgend die Glaubenspunkte zur Trinität der STA. In den 28 Glaubenspunkten heißt es unter Nr. 2,4 u. 5:

„2. Die Dreieinigkeit: Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist – drei in Einheit verbunden…“

In den englischen 28 Glaubenspunkten wird dieser Punkt noch etwas deutlicher Formuliert:

„2. The Trinity: Es gibt einen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist, eine Einheit von drei Co-ewigen Personen ...“

„4. Gott, der ewige Sohn, wurde Mensch in Jesus Christus….Ewig wahrer Gott, wurde er auch wahrer Mensch: Jesus Christus.“

„5. Gott, der ewige Geist, wirkte zusammen mit dem Vater und dem Sohn bei der Schöpfung, bei der Menschwerdung und bei der Erlösung.“

Näher erklärt wird die Trinität in „Was Adventisten glauben“, dort heißt es unter „Der Heilige Geist“:

„Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist – Drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. In alle Ewigkeit gebührt ihm (drei Personen) Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung.“ […] Die Bibel offenbart, daß der Heilige Geist eine Person istund nicht eine unpersönliche Kraft. [….] Die Schrift sieht den Heiligen Geist an als Gott. […]Von Ewigkeit her ist Gott, der Heilige Geist, die dritte Person der Gottheit. Vater, Sohn und Geist haben gleicherweise das Leben aus sich selbst. Obwohl sie einander gleich sind, besteht innerhalb der Dreieinigkeit eine gewisse Aufgabenteilung.“

infoIn den Glaubenspunkten Nr. 2 (die Dreieinigkeit) heißt es auch, dass dieser Trinitäts-Gott unsterblich ist, alle drei Personen sind gleich allmächtig und unsterblich. Dieses Konzept der Trinität verdrängt zum einen den ewigen, allein wahren Gott (Johannes 17,3), den Allmächtigen Vater, aus seiner wahren Stellung. Zum anderen macht es den Erlösungsplan zu null und nichtig, denn es besagt, dass der Messias, der Sohn JaHuWaHs, als „unsterblicher Gott“ gar nicht sterben konnte. Er hat damit unsere Sünden nicht gesühnt. Gemäß der Bibel musste Er aber sterben, weil der „Sünde Lohn der Tod ist“ (Römer 6,23). Jeder Sünder muss sterben. Der Sohn des Allmächtigen starb jedoch einen buchstäblichen Tod an unserer statt, damit wir ewiges Leben haben können. Er selbst sagt: „Ich war tot!“ (Offenbarung 1,18). Hat Er uns nur etwas vorgemacht? Hat der „unsterbliche, allmächtige dritte Person der Gottheit“ nur die Rolle des Sohnes gespielt?

Und jetzt zum Vergleich noch mal eine katholische Definition:

„Die gepriesene Trinität (Dreieinigkeit): Der ein und derselbe Gott in drei göttlichen Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Es ist ein Gott, der sich aus drei getrennten Personen zusammensetzt. Jede dieser Personen ist göttlich, weil jede einzelne Person Gott ist. Sie alle haben die ein und dieselbe göttliche Natur. Der Vater ist Gott und die erste Person der gepriesenen Trinität. Der Sohn ist Gott und die zweite Person der gepriesenen Trinität. Der Heilige Geist ist Gott und die dritte Person der gepriesenen Trinität.“

Woher dieses „Dreieinigkeits-Dogma“ kommt und seit wann es diese Lehre gibt, zeigt die Katholische Kirche klar und deutlich auf. In der Enzyklopädie New Catholic Enzyclopedia heißt es:

„Die Formulierung ‚ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des vierten Jahrhunderts wirklich durch und war bis dahin noch nicht ganz im christlichen Leben und Glaubensbekenntnis angenommen worden. Aber erst die Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung ‚Dreieinigkeits-Dogma‘ erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd.

„Die trinitarische Lehre: Der katholische Glaube ist dieser: Wir beten Einen in der Dreifaltigkeit an, aber es gibt eine Person des Vaters, eine andere des Sohnes und eine weitere des Heiligen Geistes – von gleicher Herrlichkeit; von gleich ewiger Majestät. Die Lehre ist in ihrer voll entwickelten Form nicht in der Schrift zu finden. Die moderne Theologie versucht sie auch nicht im Alten Testament zu finden. In der Zeit der Reformation hat die protestantische Kirche die Lehre von der Dreieinigkeit ohne ernsthafte Überprüfung übernommen.

infoEs gibt zwei extreme Richtungen oder Ansichten bezüglich der Gottheit. Die eine Seite ist der Modalismus. Dieser lehrt, dass es nur einen Gott gibt, also nur eine Person, die sich in drei verschiedenen Arten oder Seinsweisen darstellt oder offenbart. Diese Gottperson wirkt einmal als der Vater, ein andermal ist er Sohn oder heiliger Geist. Sibelius ist einer derjenigen, der in der frühen Christenzeit diese Lehre aufbrachte. Heute glauben dieser Art der Trinität einige protestantische Gruppen. Die Siebenten-Tags Adventisten und die Katholische Kirche vertreten diese Lehre nicht.

Die andere Gottesvorstellung ist der Tritheismus oder Trinität. Diese Lehre besagt, dass es drei voneinander getrennte oder unabhängige Personengötter gibt: Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist. Da es jedoch gemäß der Bibel nur einen Gott gibt, verteidigen Trinitarier diese Sichtweise damit, dass es zwar drei Personen sind, aber in allem, was sie denken, eins sind. Die katholische Kirche vertritt diese Trinität ebenso, wie auch die Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten. (siehe hierzu auch: Was ist der Unterschied zwischen dem Modalismus und der Trinität/dem Tritheismus?

Zum Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche bezüglich der Gottheit bestehen kaum noch Unterschiede. Deshalb werden Adventisten nun nicht mehr als „Sektierer“ oder „Häretiker“ bezeichnet wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Von katholischer Seite wird die STA-Kirche heute besonders für das „Festhalten an der Dreieinigkeitslehre“ gelobt. Hier ein Auszug aus der gemeinsamen Erklärung zwischen STA und der Römisch-Katholischen Kirche in Polen 21.02.2000:

„Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten kann weder als neue religiöse Bewegung noch als Sekte betrachtet werden“, bestätigt eine gemeinsame Erklärung, die in Polen von der römisch-katholischen Kirche und der adventistischen Freikirche unterzeichnet wurde … Professor Zackariasz Lyko, der die Abteilung für öffentliche Beziehungen der polnischen Adventisten viele Jahre gleitet hatte, sagte: … Die katholische Seite anerkennt in dem Dokument den auf Christus bezogenen Charakter unseres Glaubens und besonders unser Festhalten an der Trinitätslehre …“

Die Siebenten-Tags-Adventisten nähern sich sichtbar mehr und mehr der Mutterkirche Roms an. Die zentrale Lehre über „Gott“ wurde frühzeitig in den 30er Jahren angenommen und so wurde es wenige Jahrzehnte später auch kein Problem mehr, der weltweiten Ökumene in verschiedenen Formen und verschiedenen Organisationen national und international beizutreten. 1858 schrieb der Adventist M. E. Cornell in „Facts for The Times“ auf S. 76:

“Die Protestanten und Katholiken sind so nahe in den Ansichten verbunden, dass man es sich leicht vorstellen kann, wie die Protestanten dem Tier ein Bild machen können. Die meisten der Protestanten glauben mit den Katholiken an die Trinität, die Unsterblichkeit der Seele, das Bewusstsein der Toten, den Lohn und die Bestrafung beim Tode, die endlosen Qualen der Bösen, die Seligkeit der frommen Toten im Himmel, das Besprengen der Taufe sowie den heidniTöchtern‘ eine auffallende Familienähnlichkeit.“


Auch die Siebenten-Tags Adventisten sind mit den andere Protestanten dabei, dem „Tier ein Bild“ zu machen, denn auch sie glauben an die Trinität der Katholiken. Dabei geht es um Anbetung. Es wird nicht der Allmächtige Himmlische Vater der Bibel angebetet, sondern die katholische Dreipersonen-Gottheit.

„und dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen. Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —, so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für Ihn; und einen Herrn, … [Jahuschuah, den Messias], durch den alle Dinge sind, und wir durch Ihn.“ 1. Korinther 8,4b-6)

Eine letzte WarnungFür jeden aufrichtigen Wahrheitssucher und Nachfolger Jahuschuahs bleibt nur noch eine Warnung:

„Weicht! Weicht! Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte … [JaHuWaHs] tragt!“ (Jesaja 52,11)

„Auf, Zion, entfliehe, die du bei der Tochter Babels wohnst!“ (Sacharja 2,11)

 

 

Weitere Fragen und Antworten zur Trinität/Antitrinitä

 

FragezeichenZeugen Jehova glauben nicht an die Trinität. Leider aber glauben sie auch nicht an den buchstäblichen Sohn JaHuWaHs. Die Wachtturmgesellschaft lehrt, dass der Messias ein geschaffenes Wesen ist, wie auch die Engel, allerdings das höchste Geschöpf. Dies ist nicht in Einklang mit der Bibel. Zum Beweis wird unter anderem oft Kolosser 1,15 angeführt. Zitiert wird jedoch aus der „Neue-Welt-Übersetzung“ der Wachtturmgesellschaft. Dort wurde aber jeweils ein Wort eingefügt, womit es eine etwas andere Bedeutung ergibt:

„Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; denn durch Ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch Ihn und für Ihn erschaffen worden.  Auch ist Er vor allen [anderen] Dingen, und durch Ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden …“ (Kolosser 1,15-17; Neue Weltübersetzung)

Das Wort „anderen“ steht nicht im Urtext und auch nicht in anderen Bibelübersetzungen. Dieses Wort suggeriert, als wäre der Messias ebenso ein Geschöpf, wie die Engel oder der Mensch. Wenn es heißt „der Erstgeborene aller Schöpfung“, bedeutet dies nicht, dass Er ebenfalls geschaffen wurde, sondern vielmehr über den Geschöpfen steht, was der Textzusammenhang und andere Bibelstellen zeigen. „Durch Ihn sind ALLE Dinge“ geschaffen. „ALLE Dinge sind durch Ihn und für Ihn erschaffen worden“. Wenn alles durch und für Ihn erschaffen wurde, ist Er selbst als Geschöpf ausgeschlossen. Die Schlachterbibel 2000 gibt den Vers 15 auf diese Weise wieder: „der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist“.

„Der Erstgeborene“ wird in Vers 18 wieder aufgegriffen, wo es heißt: „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, Er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit Er in allem der Erste sei.“ Der Ausdruck „Erstgeboren“ bezieht sich hier nicht auf das „Hervorgehen“ oder „Geburt“ vom Vater vor aller Zeit (Sprüche 8,22-25), sondern vielmehr darauf, dass Er durch Seine Mensch-Werdung, Seinen Tod und Seine Auferstehung, der Erste ist, der „wieder“ geboren ist. Nur durch Seinen Tod und Auferstehung kann auch der Mensch wieder vom Tod auferstehen und mit Ihm ewig leben. Dies ist nur möglich, weil Er eben kein Geschöpf ist, sondern der buchstäbliche Sohn JaHuWaHs, das heißt, Er ist nicht geschaffen, sondern ging von Ihm hervor, wurde von Ihm gezeugt. Durch den göttlichen Sohn und Seinen Stellvertretertot kann der Mensch wieder mit dem Himmlischen Vater versöhnt werden. Denn die Sünde bringt unweigerlich den Tod mit sich (Römer 6,23). In die himmlische Regierung JaHuWaHs kann nichts Unreines eintreten (Offenbarung 21,27). Jahuschuah starb für uns, damit wir leben können (1. Johannes 4,9).

„Denn so sehr hat … [JaHuWaH] die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Johannes 3,16)

 

Bitte lies hierzu:

Ist der Sohn des Allmächtigen Vaters „geboren/gezeugt“ oder ist Er nur ein geschaffenes Wesen?

War der Messias bereits vor Seinem Erdenleben der Sohn des Allmächtigen JaHuWaH? Oder wurde Er es erst bei Seiner Geburt durch Maria?

 

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