FragezeichenVom ersten Buch des Alten Testaments bis zum letzten Buch des Neuen Testaments macht die Bibel keinen Unterschied zwischen „Geist Gottes“ und „heiliger Geist“. Wenn in der Bibel vom heiligen Geist die Rede ist, dann ist dieser nicht die „dritte Person der Gottheit“, sondern es ist der Geist JaHuWaHs, des Vaters. Denselben Geist hat ebenso Sein Sohn Jahuschuah. In einigen Bibelstellen wird uns mitgeteilt, dass der heilige Geist „redet, tröstet, lehrt, überführt“, usw. Der Geist, der da redet, tröstet oder lehrt, ist der Geist des Vaters durch Seinen Sohn. Denn außer Seinen geliebten Sohn, durch den wir zum Vater kommen können, braucht der Vater niemanden, der für Ihn redet, tröstet, lehrt oder überführt. Wenn es z.B. in Markus 13,11 heißt:

„Wenn sie euch aber wegführen und ausliefern werden, so sorgt nicht im Voraus, was ihr reden sollt, und überlegt es nicht vorher, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der heilige Geist.“

Ist dieser „heilige Geist“ die dritte Gottperson der Trinität? Nein, es ist der Geist des Himmlischen Vaters. Dies wird sehr klar in Matthäus 10,20 wo Sein Sohn die gleichen Worte benutzt wie in Markus 13,11 jedoch mit einer zusätzlichen Erklärung:

„Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Geist eures Vaters ist‘s, der durch euch redet.“ (Matthäus 10,19-20)

Damit ist bewiesen, dass der heilige Geist aus Markus 13,11 der Geist JaHuWaHs, des Vaters, ist. Jahuschuah, der Sohn, bezeichnet nicht nur den Geist Seines Vaters als heiligen Geist, sondern auch Seinen eigenen Geist, den Er auch als Seinen Atem bezeichnet:

„Und nachdem Er dies gesagt hatte, hauchte Er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt heiligen Geist!“ (Johannes 20,22)

Petrus schreibt vom heiligen Geist:

„Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ (2. Petrus 1,21)

Dieser heilige Geist, ist der Geist des Messias, wie Petrus weiter bestätigt:

„Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des … [Messias] in ihnen hindeutete, der die für … [den Messias] bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte.“ (1. Petrus 1,11)

Der heilige Geist ist der Geist des Messias. Wessen Geist ist es der uns mit „unaussprechlichen Seufzen vertritt“ (Römer 8,26)? Auch dieser ist der Geist Jahuschuahs, des Messias, der uns vor JaHuWaH, dem Vater, mit unaussprechlichem Seufzen vertritt. In Römer 8,34 wird uns dies ganz klar aufgezeigt:

„Wer will verdammen? … [Der Messias], der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten … [JaHuWaHs] ist, der uns auch vertritt?“ (Schlachter 1951)

Im Alten Testament, in Joel 3,1, verheißt der Vater JaHuWaH Seinen Geist, der auf die Gläubigen ausgegossen werden wird. In Apostelgeschichte 2,16-17 wird diese Verheißung wahr:

„…sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:»Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht … [JaHuWaH], da werde Ich ausgießen von Meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben…“ (Apostelgeschichte 2,16-17)

JaHuWaH verspricht: „Da werde ICH ausgießen von MEINEM GEIST auf alles Fleisch“. Wessen Geist ist es? Die dritte Person der Gottheit? Nein, es ist der Geist des Vaters JaHuWaH!

„Uns aber hat es … [JaHuWaH] geoffenbart durch Seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen … [JaHuWaHs]. Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die Gedanken … [JaHuWaHs] als nur der Geist … [JaHuWaHs].“ (1. Korinther 2,10-11)

Eine weitere Bibelstelle, in der der heilige Geist die Aposteln daran hinderte, das Wort zu verkündigen:

„Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist daran gehindert worden waren, das Wort in Asien zu reden.“ (Apostelgeschichte 16,6)

Die dritte Person der Trinität-Gottheit? Nein! Ein Vers weiter wird uns mitgeteilt, dass es der Geist des Messias ist:

„als sie aber gegen Mysien hin kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist … [Jahuschuah] erlaubte es ihnen nicht“. (Vers 7; Schlachter 1951, Elberfelder, Luther, Zürcher, Menge, Interlinear-Übersetzung; in der Schlachter 2000 wurde es leider verändert, dort steht nur: „der Geist“ und nicht „der Geist Jesu (Jahuschuah).

Hinsichtlich des heiligen Geistes besteht auch kein Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Bitte lies hierzu „Ist der heilige Geist eine Person? Ist er die dritte Person der Gottheit?“. Nachfolgend beispielhaft noch ein paar Bibelverse aus dem Alten Testament, die für sich selbst sprechen.

„Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir.“ (Psalm 51,13)

"Sie aber waren widerspenstig und betrübten Seinen heiligen Geist; da wurde er ihnen zum Feind und kämpfte selbst gegen sie.“ (Jesaja 63,10)

„Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Können wir einen Mann finden wie diesen, in dem der Geist Gottes ist?“ (1.Mose 41,38)

„und hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit“. (2.Mose 35,31)

„Und Bileam hob seine Augen auf und sah Israel, wie es nach seinen Stämmen lagerte. Und der Geist Gottes kam auf ihn.“ (4. Mose 24,2)

„Da kam der Geist … [JaHuWaHs] über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Flachsfäden, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln von seinen Händen fielen.“ (Richter 15,14)

„Denn als sie dort an den Hügel kamen, siehe, da begegnete ihm eine Schar Propheten, und der Geist Gottes kam über ihn, sodass er in ihrer Mitte weissagte.“ (1.Samuel 10,10)

“Da kam der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr.“ (1.Samuel 11,6)

“…da kam auf die Boten Sauls der Geist Gottes, sodass auch sie weissagten.“ (1. Samuel 19,20b)

“Da kam der Geist Gottes [JaHuWaH] über Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters, sodass er gegen das Volk auftrat und zu ihnen sprach: So spricht … [JaHuWaH]: Warum übertretet ihr die Gebote … [JaHuWaHs]? Darum wird es euch nicht gelingen; denn weil ihr … [JaHuWaH] verlassen habt, wird Er euch auch verlassen!“ (2.Chronik 24,20)

Wenn JaHuWaH den Menschen „verlässt“, dann heißt dies, dass Er Seinen Geist zurückzieht. Der Erzrebell Luzifer kann dann das Feld übernehmen. Siehe hierzu auch: Wer ist der "dritte Gott heilige Geist"? Wer wollte Sein wie Gott?

 

 

 

Fragezeichen„Und ich will den Vater bitten, und Er wird euch einen anderen Beistand [andere Übersetzung: „Tröster“] geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit;“ (Johannes 14,16)

Trinitarier verweisen besonders gerne  auf diesen Vers, um zu zeigen, dass „der Beistand“ eine weitere Person sein muss, die „dritte Person der Gottheit“, der „Gott Heiliger Geist“. Das griechische Wort, das mit „Beistand“ oder „Tröster“ übersetzt wurde, ist parakletos. (In der Elberfelder-Bibel wurde dieses Wort durchgehend mit „Sachwalter“ übersetzt). Dasselbe griechische Wort parakletos wird an anderen Stellen auch mit „Fürsprecher“ widergegeben. In nachfolgendem Vers wird uns sehr deutlich mitgeteilt, wer der Tröster/Beistand/Sachwalter/Fürsprecher ist:

„Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher [parakletos] bei dem Vater, … [den Messias Jahuschuah], den Gerechten;“ (1. Johannes 2,1)

Der Beistand ist der Heilige Geist des Vaters, den Er Seinem Sohn gegeben hat, damit der Sohn ihn auf die Jünger ausgießen konnte:

Nachdem Er [der Sohn Jahuschuah] nun durch die Rechte … [JaHuWaHs] erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat Er dies ausgegossen, was ihr seht und hört.“ (Apostelgeschichte 2,33)

Wenn Jahuschuah sagt, dass Er den Tröster senden wird, dann bedeutet dies, dass Er es ist, d.h. Sein Heiliger Geist, den Er vom Vater empfangen hat. Dies erklärt Er selbst ein paar Verse weiter, in Johannes 14,18: „Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; Ich komme zu euch.“

„Weil ihr nun Söhne seid, hat … [JaHuWaH] den Geist Seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater!“ (Galater 4,6)

„Denn ich weiß, dass mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des Geistes … [Jahuschuah, des Messias]“. (Philipper 1,19)

Gibt es denn mehrere Fürsprecher der Menschen, die für uns gelitten und gestorben sind? Oder beauftragte dieser eine Fürsprecher Jahuschuah eine „dritte Person der Gottheit“, um den Gläubigen beizustehen und zu trösten? Das ist absurd. Weitere Bibelverse, die aufzeigen, dass der Beistand/Tröster Jahuschuahs Geist ist - und damit Er selbst und keine „dritte Gottperson Heiliger Geist“:

“…und lehrt sie alles halten, was Ich euch befohlen habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20)

“… [Jahuschuah] antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand Mich liebt, so wird er Mein Wort befolgen, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Johannes 14,23)

“Ihr habt gehört, dass Ich euch sagte: Ich gehe hin, und Ich komme zu euch! Wenn ihr Mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, dass Ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn Mein Vater ist größer als Ich.“ (Johannes 14,28)

„was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit Seinem Sohn … [Jahuschuah, dem Messias].“ (1.Johannes 1,3)

Sowohl der Tröster/Beistand, als auch der „Fürsprecher“ ist Jahuschuah selbst. Warum aber heißt es „ein anderer“ Tröster/Beistand? In folgendem Vers kommt dieses Wort ebenfalls vor:

„Da wird der Geist … [JaHuWaHs] über dich kommen, sodass du mit ihnen weissagst, und du wirst in einen ANDEREN Mann verwandelt werden. … Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte … [JaHuWaH] sein Herz, und alle diese Zeichen trafen an jenem Tag ein.“ (1. Samuel 10,6,9)

Saul blieb derselbe Mensch und doch wurde er ein „anderer“. Er wurde durch dieses Geschehen zu einem anderen Menschen. Lesen wir den Vers in Johannes 14,16 nun nochmal und zusätzlich die darauffolgenden zwei Verse:

„Und ich will den Vater bitten, und Er wird euch einen anderen Beistand [parakletos] geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit; den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet Ihn nicht und erkennt Ihn nicht; ihr aber erkennt Ihn, denn Er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich lasse euch nicht als Waisen zurück; Ich komme zu euch.“ (Johannes 14,16-18)

In Vers 18 zeigt Jahuschuah unmissverständlich auf, dass Er es ist, der kommen wird und den die Welt nicht kennt. Es ist Sein Geist. Es ist nun ein „anderer“ Beistand, weil Er nach Seiner Himmelfahrt auf andere Weise zu Seinen Nachfolgern kommt. Solange Jahuschuah unter den Jüngern verweilte, war Er für sie in gewisser Weise auch der Tröster. Aber da Er örtlich begrenzt war, konnte Er nicht überall auf der Erde gegenwärtig sein. Nach Seiner Auffahrt zum Vater, konnte Er den Tröster/Beistand in einer anderen Form senden.

Dieser Geist Jahuschuahs ist der Geist Seines Vaters JaHuWaHs, den Er den Jüngern versprach. Denn JaHuWaH und Jahuschuah sind eines Geistes: „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30). Sie sind eins im Geist. „Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in Mir ist.“ (Johannes 14,11). Im nächsten Johanneskapitel erklärt unser Erlöser nochmals eindeutig, was oder wer dieser Beistand ist:

„Wenn aber der Beistand kommen wird, den Ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben.“ (Johannes 15,26)

„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung …“ (Epheser 4,4)

Einerseits zeigt dieser Vers, dass Leib und Geist zusammengehören und andererseits, dass es nur einen Geist gibt. Und dieser Geist ist der Geist Jahuschuahs, den Er von Seinem Vater JaHuWaH bekommen hat, was damit auch der Geist JaHuWaHs ist, der durch Seinen Sohn einen jeden, der Sein Erlösungsangebot annimmt, gegeben wird.

„Und die Salbung, die ihr von Ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge; und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in Ihm bleiben.“ (1. Johannes 2,27)

Die Salbung ist der Tröster oder Beistand und sie ist der Geist der Wahrheit.

„Und Ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und Ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, die Du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie Wir! […] Und Ich habe die Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie Wir eins sind, Ich in ihnen und Du in Mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass Du Mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie Du Mich liebst.“ (Johannes 17,11.22-23)

Jeder Nachfolger Jahuschuahs ist im Geist mit Ihm verbunden. Während Jahuschuah, der mit Seines Vaters Geist erfüllt war, auf Erden wandelte, konnte Er mit Seinem Geist direkt und persönlich mit den Jüngern sein. Bevor Er jedoch den Opfertod gestorben und gen Himmel aufgefahren war, ermutigte Er Seine Jünger, dass die Verbindung dann zu Ihm nicht abbrechen werde, da Er Ihnen mit Seinem Geist immer nahe sein würde. Paulus erklärte den Römern, wessen Geist es ist, der nicht nur in Jahuschuah wohnt, sondern auch in Seinen Nachfolgern:

„Wenn aber der Geist dessen, der ... [Jahuschuah] aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der den Messias aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch Seinen Geist, der in euch wohnt.“ (Römer 8,11)

Es ist der Geist dessen, der Jahuschuah aus den Toten auferweckt hat. Es ist also der Geist des Vaters. "Der Geist dessen ..." ist nicht der "Geist des Heiligen Geistes". Jahuschuah, der Messias, ist uns durch Seinen, vom Vater empfangenen Heiligen Geist, immer und überall nahe und wird uns lehren:

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn Er [der Sohn mit Seinem Geist] wird nicht aus sich selbst reden, sondern was Er hören wird [vom Vater], das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er euch verkündigen [durch Seinen Geist, den Geist der Wahrheit].“ (Johannes 16,3)

 

Weitere Fragen und Antworten zur Trinität/Antitrinität

 

 „Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.“ (Matthäus 12,31)

„Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.“ (Matthäus 12,32; siehe auch Lukas 12,10)

„Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.“ (Markus 3,28-29)

In diesen Versen zeigt der Messias deutlich, dass es eine Sünde gibt, die nicht vergeben wird. Es ist die Lästerung des heiligen Geistes. Was ist nun die Lästerung des heiligen Geistes? Um dies zu klären, ist vor allem wichtig, den Textzusammenhang dieser Verse zu betrachten. Ein paar Verse vor dem ersten oben genannten Vers heißt es:

„Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!“ (Matthäus 12,24)

PharisaerDie Pharisäer haben viele Zeichen und Wunder von Jahuschuah gesehen und auch, dass Er mit dem Wort Seines Vaters übereinstimmt. Und doch glaubten sie Ihm nicht, sondern behaupteten, Er hätte den „unreinen Geist“, Er treibe die Dämonen mit dem Teufel aus. Das ist eine bewusste Lästerung gegen den Geist JaHuWaHs, und damit eine Lästerung gegen den allmächtigen, großen ICH BIN selbst, der diesen heiligen Geist besitzt und damit durch Seinen Sohn an den Menschen wirkt.

Wir dürfen uns nicht gegen das Wirken des Geistes JaHuWaHs verschließen. Denn es ist des Vaters Geist, der uns das Verständnis ins Herz legt, dass wir den Erlöser Jahuschuah brauchen und er lässt uns die Sünde erkennen.

„Es steht geschrieben in den Propheten: »Und sie werden alle von Gott [JaHuWaH] gelehrt sein« [Jesaja 54,13]. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.“ (Johannes 6,45)

Wer sich also dem Einfluss des Vaters wehrt, kann nicht zum Sohn kommen. Die Lästerung des Geistes ist die Sünde der beständigen Weigerung, an den Messias Jahuschuah, durch den der Vater wirkt, als persönlichen Erlöser zu glauben. Kämpft man beständig gegen die Geisteswirkung des Vaters, die den Menschen zum Sohn führt, damit wir Seine Erlösung durch Annahmen, Reue und Umkehr annehmen können, dann lieben wir die Finsternis mehr als das Licht. Irgendwann wird JaHuWaH den Einzelnen seiner selbstgewählten Entscheidung überlassen und Er zieht Seinen Geist zurück.

Es gibt auch Leute, die meinen, dem Geisteswirken JaHuWaHs widerstehen zu können und eines fernen Tages dann – wenn es besser passt – zu Jahuschuah zu kommen, seine Sünden zu bereuen und einen anderen Weg einzuschlagen. Dann könnte es jedoch zu spät sein, weil dann der Geist JaHuWaHs nicht mehr wirkt. Solange wir das Licht besitzen müssen wir darin wandeln. Jeder der aufrichtig den Willen des Allmächtigen tun will, wird nicht im Dunkeln gelassen. Denn Sein göttlicher Sohn selbst verließ die himmlischen Regionen, kam als Mensch auf die Erde und starb eines schmachvollen Todes, damit jeder das ewige Leben erhält, der es möchte.

Wenn jemand gegen den Messias lästert, weil er Seinen göttlichen Charakter nicht erkennt, kann er Vergebung erhalten, denn der heilige Geist kann ihn immer noch dazu bringen, seinen Irrtum zu erkennen und zu bereuen. Diese Schuld wird durch das Blut Jahuschuahs reingewaschen (Apostelgeschichte 3,19; Epheser 1,7), ebenso wie z.B. Mord oder Ehebruch. Fängt man jedoch an, das beständige Wirken des heiligen Geistes JaHuWaHs abzuweisen und dem Wirken Satans zuzuschreiben, schneidet man sich selbst von dieser Geistesquelle ab. Dieses Zurückweisen des Geisteswirkens geschieht meist schleichend und beinah unmerklich. Wenn es dann heißt: „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben…“ (2. Thessalonicher 2,11), so bedeutet dies, dass JaHuWaH Seinen Geist zurückzieht. Satans Geist kann dann ungehindert auf den Menschen einwirken. Es ist nicht JaHuWaH, der die Menschen mit Blindheit schlägt; Der Mensch ist es vielmehr selbst, indem er Seinen Geist abweist. Satans Geist wird so dann Zutritt gewährt.

Licht vom HimmelWenn das vom Himmel scheinende Licht unbeachtet bleibt, wird jede weitere Offenbarung JaHuWaHs weniger deutlich erkannt, bis man soweit geht, es dem Wirken Satans zuzuschreiben. Ein Beipiel: Ich habe durch JaHuWaHs Geisteswirken tatsächlich erkannt, dass ich an einem bestimmten Punkt umkehren und meine bisherige Annahme über ein bestimmtes Thema berichtigen muss. Später treten jedoch Schwierigkeiten auf, Stolz oder Selbstverwirklichung ergreifen von mir Besitz. Dann kann es passieren, dass ich das zuvor als göttliches Wirken Erkannte zurückweise und es im Nachhinein für Satans Geist halte.

Die jüdischen Leiter, die den Geist JaHuWaHs durch Seinen Sohn verleugneten, widerstrebten der Wahrheit und schrieben das Geisteswirken dem Satan zu. Sie entschieden sich damit wissentlich und vorsätzlich für die Dunkelheit, lieferten sich Satans Geisteswirken aus und wurden so von seiner Macht beherrscht. Indem sie sagten, dass der Geist, der in ihnen wirkte, von Satan stamme, schnitten sie sich von der Kenntnis, die von JaHuWaH kommt, ab.

Verschließen sich deine Augen dem Licht, lebst du in Dunkelheit. Wenn aber das Licht in deinem Innern erloschen ist, wie tief ist dann die Finsternis!“ (Matthäus 6,23; Hoffnung für Alle)

Die Sünde gegen den heiligen Geist oder die Lästerung des Geistes besteht also darin, dass man wider besseren Wissens das Wirken des Geistes JaHuWaHs dem Erzbetrüger Satan zuschreibt. JaHuWaHs gnädige Einladung lautet beständig:

„Wendet euch zu Mir, so werdet ihr gerettet.“
(Jesaja 45,22)

 

 

 Weitere Fragen und Antworten über die Trinität/Antitrinität

 

Fragezeichen„Die Gnade des Herrn Jesus Christus [Erlösers Jahuschuah, des Messias] und die Liebe Gottes [JaHuWaH] und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.“ (2. Korinther 13,13)

In diesen abschließenden Versen des Korintherbriefes fügte Paulus einen Gruß verbunden mit einem Lobpreis hinzu. Für gewöhnlich schließt er seine Briefe auf diese Weise ab, jedoch nur im Brief an die Korinther fügte er noch zusätzlich „die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes“ hinzu. Römer, Galater, Philipper, und beide Briefe an die Thessalonicher schließen nur mit den Worten „Die Gnade des Herrn Jesus Christus [Erlösers Jahuschuah, des Messias]“. Zu Beginn der Briefe Paulus heißt es in den beiden Korintherbriefen, im Brief an die Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, beide Briefe an die Thessalonicher, beide Briefe an Timotheus, Titus und Philemon immer:

„Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem … [Erlöser Jahuschuah, dem Messias]!“

Paulus erwähnt immer nur den Vater JaHuWaH und Seinen Sohn. Der Epheserbrief endet mit den Worten:

„Friede werde den Brüdern zuteil und Liebe samt Glauben von Gott, dem Vater, und dem … [Erlöser Jahuschuah, dem Messias]. Die Gnade sei mit allen, die unseren … [Erlöser Jahuschuah, den Messias] lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.“ (Epheser 6,23-24)

Würde der heilige Geist eine Personen der Gottheit sein, gleicher Gott wie der Vater und der Sohn (Dreieinigkeit), warum wird er nicht immer auch in dieser Grußformel genannt?

Ausschließlich in 2. Korinther 13,13 erwähnt Paulus nun zusätzlich noch die „Gemeinschaft des heiligen Geistes“. Das bedeutet aber keineswegs, dass „die Gemeinschaft des heiligen Geistes“ die dritte Person der Gottheit ist. Es ist nicht die „Person des heiligen Geistes“, sondern „die Gemeinschaft des heiligen Geistes“. Es gibt in diesen Versen überhaupt keine Andeutung einer Trinität von drei Götterpersonen oder drei „Seinszuständen“ vereint in einem Gott. Nur weil hier drei Begriffe genannt werden, macht es das nicht zu „einem“ oder zu „dreien in einem“.

Die „Gemeinschaft des Geistes“ ist ein Ausdruck, der beispielsweise auch in Philipper 2,1 gebraucht wird:

„Gibt es nun bei euch Ermahnung in … [dem Messias], gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen…“

Die Gläubigen haben Gemeinschaft im Geist, das heißt, in demselben Geist JaHuWaHs und Seines Sohnes. Durch deren Geist können wir nicht nur untereinander Gemeinschaft im Geist haben, sondern auch mit dem Vater und dem Sohn:

„Gott [JaHuWaH] ist treu, durch Den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit Seinem Sohn … [Jahuschuah, dem Messias] unserem Herrn.“ (1.Korinther 1,9)

Hierzu heißt es in der Fußnote in der Schlachter 2000 zu „Gemeinschaft“: „»Gemeinschaft« bedeutet hier auch: Die Gläubigen haben Anteil an Christus und an dem, was Christus gehört, an seiner Fülle.“ Durch den heiligen Geist JaHuWaHs, welcher ebenfalls der Geist Seines Sohnes ist, haben wir Anteil und Gemeinschaft mit unserem Erlöser Jahuschuah. Dieser „Geist Gottes“ muss in uns wohnen, damit wir „im Geist“ und durch den Geist Gemeinschaft mit Ihm haben können:

„Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Messias nicht hat, der ist nicht Sein.“ (Römer 8,9)

„Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der im Geist Gottes redet, … [Jahuschuah] verflucht nennt; es kann aber auch niemand … [Jahuschuah] Herrn nennen als nur im heiligen Geist.“ (1. Korinther 12,3)

Nur durch den heiligen Geist JaHuWaHs können wir den Messias unseren Erlöser oder „Herrn“ erkennen und anerkennen. Durch den Geist des Vaters und des Sohnes können wir Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn bereits hier auf Erden haben:

„was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit Seinem Sohn [Jahuschuah, dem Messias].“ (1. Petrus 1,3)

Wie können wir Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn hier auf Erden haben? Durch den heiligen Geist des Vaters und des Sohnes.

Ein wunderbarbares Beispiel für die Tatsache, dass es nur den Vater JaHuWaH und Seinen Sohn als zwei getrennte Personen gibt, ist Stephanus‘ Aussage kurz bevor er gesteinigt wurde:

„Er aber, voll heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit … [JaHuWaHs], und … [Jahuschuah] zur Rechten … [JaHuWaHs] stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten … [JaHuWaHs] stehen!“ (Apostelgeschichte 7,55-56)

Stephanus durfte in die himmlischen Regionen blicken und sieht zwei Personen stehen: Den Vater und den Sohn. Dies war ihm nur möglich durch den heiligen Geistes des Vaters und des Sohnes.

 

Siehe hierzu auch:

Johannes 14,16: Wer ist der „andere Tröster“ /„Beistand“?

Ist der heilige Geist eine Person? Ist er die dritte Person der Gottheit?

Wer ist der „dritte Gott heiliger Geist"? Wer wollte sein wie Gott?

 

 

 

 

Nein, diese Lehre gibt es nicht seit der Zeit der Apostel, sondern kristalisierte sich vielmehr erst zwischen dem 4. und 5. Jahrhundert u.Z. heraus. In dem Buch „Kirchengeschichte“ von Dr. Konrad Algermissen, einem katholischen Theologieprofessor, ist zu lesen:

Das Christentum gibt dem Heidentum die Hand„Wann wurde das Christentum zur Staatsreligion im römischen Reich? Durch welches Dekret hat Kaiser Theodosius das katholische Christentum zur Staatsreligion erhoben? Kaiser Theodosius der Große (379-395) hat zum letzten Male das Gesamtreich, Ost und West, in einer Hand vereinigt. Durch ihn wurde, wie erwähnt, nicht nur das Heidentum in seiner Kraft endgültig gebrochen, sondern auch die arianische Irrlehre, die seit den Tagen Konstantins die Kirche umdrohte, zugunsten der katholischen Wahrheit erledigt. … Das kaiserliche Dekret, wodurch Theodosius das katholische Christentum als einzig anerkannte Religion im römischen Reich erklärte, lautete: „Es ist unser Wille, dass alle Völker, welche wir in Gnade regieren, jene Religion erhalten, die der heilige Apostel Petrus die Römer gelehrt, die sich ohne Unterbrechung bis auf unsere Zeit erhalten hat; die der Papst Damasus (366-384) übte und der Bischof Petrus von Alexandrien († 381), ein Mann von großer Heiligkeit.
So glauben wir, gemäß der Lehre der Apostel und des Evangeliums, an die alleinige Göttlichkeit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes unter Annahme gleicher Hoheit und liebevoller Dreieinigkeit. Alle, die diesem Glauben anhängen, sollen nach unserem Befehle den Namen ‚Katholische Christen‘ tragen.
Die Übrigen, wahnwitzig und geistesgestört, wie sie sind, sollen die Schmach ihres häretischen Glaubens tragen. Ihre Versammlungsorte sollen nicht Kirchen heißen. Sie sollen vor allem die göttliche Strafe, dann aber auch die Strafe unserer Ungnade erleiden, die wir nach Gottes Willen ihnen erweisen wollen.“

Jeder also, der an die Dreieinigkeit glaubt, soll nach dem Befehl der Bischöfe und Päpste "Katholischer Christ" heißen. Das ist eindeutig.

Zwei bedeutende Konzilien wurden diesbezüglich einberufen: das erste ökumenische Konzil zu Nicäa (325 u.Z.) und das zweite ökumenische Konzil zu Konstantinopel (381 u.Z.). Zur Zeit des Konzils zu Nicäa war noch kaum die Rede von einer Trinität oder dem Heiligen Geist als die dritte Person der Gottheit. Auf diesem Konzil, das Kaiser Konstantin I. einberief, ging es bezüglich der Gottheit ausschließlich um die Wesensart oder Natur des Gottessohnes. War er gleicher Gott wie der Vater? Ist Er von gleichem Wesen wie der Vater? Hatte Er einen Anfang oder war Er ohne Anfang wie der Vater?

Erst im Konzil von Konstantinopel wurde dann die Trinität festgeschrieben, so wie die Katholische Kirche und auch die meisten protestantischen Kirchen sie heute kennen und bekennen. Man einigte sich auf dem Konzil zu Nicäa schließlich auf folgendes Glaubensbekenntnis, welches der Heiligen Schrift noch relativ nahe kommt, bis auf den fettgedruckten Teil und möglicherweise dem Ausdruck „eines Wesens mit dem Vater“, je nachdem wie man damals den Begriff „homoousion“ (wesensgleich) verstand (siehe hierzu nähere Ausführung in: Sind Antitrinitarier grundsätzlich Arianer?)

„Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist, das heißt: aus dem Wesen des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater (homoousion to patri); durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist; der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen und Fleisch geworden ist, Mensch geworden ist, gelitten hat und am dritten Tage auferstanden ist, aufgestiegen ist zum Himmel, kommen wird um die Lebenden und die Toten zu richten; Und an den Heiligen Geist.“

Es befanden sich verschiedene Parteien auf dem Konzil, welches durch Kaiser Konstantin I. einberufen wurde. Unter ihnen befand sich auch Eusebius von Cäsarea, der auf diesem Konzil vermittelnd eingriff. Auf diesem Konzil zu Nicäa wurde lediglich festgesetzt, dass der Messias gleicher Gott wie der Vater ist, d.h. Er ist dem Vater nicht untergeordnet. Das ist der Punkt den Arius nicht unterschreiben wollte und mit dem auch Eusebius von Cäsarea, u.a. ebenfalls nicht einverstanden war. (Siehe hierzu: Sind Antitrinitarier grundsätzlich Arianer?)

info
Zu diesem Zeitpunkt wurde also noch kein trinitarischer, bzw. tritheistischer Gott gelehrt, sondern eher ein bitheistischer Gott. Erst im Laufe der darauffolgenden Jahre wollte man auch den Heiligen Geist in dieses Gottesbild passend einfügen. Da Kaiser Konstantin es sehr gut verstand, das Heidentum mit dem Christentum zu verbinden und zu vereinigen, kam ihm ein dritter Gott im Bunde sehr gelegen. Denn römische Neuchristen, die innerlich noch heidnisch gesinnt waren, konnten so diese neue „christliche“ Religion besser annehmen, da sie die Verehrung eines Götter-Trias im Grunde nicht aufgeben mussten. Denn die Hauptgottheit des römischen Reiches bestand ebenfalls aus einer Dreiheit.

Nach dem Konzil von Nicäa wurde die Frage gestellt, in welchem Verhältnis nun der Heilige Geist zum Vater und zum Sohn steht. Der katholische Theologieprofessor Karl-Heinz Ohlig, der der Trinität skeptisch gegenüber steht, schreibt hierzu:

„Nachdem der Logos [„Das Wort“ in Johannes 1,1] als gleichen Wesens mit dem Vater definiert war, musste dies auch Auswirkungen auf den bisher nicht genauer reflektierten Geist haben.“


Im Glaubensbekenntnis des Ersten Konzils von Konstantinopel im Jahre 381 wurden dann Passagen zum Geist eingefügt, die seine Göttlichkeit bekräftigen:

„Und an den Heiligen Geist (glauben wir), den Herrn und Lebensspender, der vom Vater ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohn zusammen verehrt und zusammen verherrlicht wird, der durch die Propheten geredet hat.“


Jetzt war „durch die Verknüpfung dieses Symbols mit einem Konzil, das seit Chalzedon 451 u.Z. als ökumenisch galt, die göttliche Würde des Geistes und damit eine trinitarische Konzeption erstmals großkirchlich festgeschrieben.
Die katholischen Theologen Josef Neuner und Heinrich Roos beschreiben in ihrem bekannten Werk „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“ sehr eindrucksvoll und vor allem auch ehrlich und offen, wo und durch wen die heutige Trinitätslehre tatsächlich entstand, die später im Athanasianische Glaubensbekenntnis zusammengefasst wurde:

Papst DamasiusDie wichtigsten Lehrentscheidungen, die den Glauben an die Gottheit des Heiligen Geistes bekennen, sind die Sätze des Papstes Damasius [Papst vom 1. Oktober 366 bis 11. Dezember 384] und das Glaubensbekenntnis der allgemeinen Kirchenversammlung zu Konstantinopel.“

„An den Heiligen Geist glauben heißt also bekennen, daß der Heilige Geist eine der Personen der heiligsten Dreifaltigkeit ist, eines Wesens mit dem Vater und dem Sohn, und daß er 'mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird' (Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel)“.

"Er ist die dritte Person der heiligsten Dreifaltigkeit. Er ist ein und derselbe Gott mit dem Vater und dem Sohn.“

Das so genannte „Athanasianische Glaubensbekenntnis“, welches die Lehre der Trinität in prägnanter Form ausdrückt, ist noch heute in der römisch-katholischen und in anderen Kirchen gültig.

„Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten; wer diesen nicht in seinem ganzen Umfange und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verloren gehen. Dies ist aber der katholische Glaube: Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermengung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit. Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere die des Heiligen Geistes. Aber Vater und Sohn und Heiliger Geist haben nur Eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Majestät. Wie der Vater, so der Sohn, so der Heilige Geist. [… ] Ewig ist der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott […] So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr… Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind gleich ewig und gleich groß […] Dies ist der katholische Glaube. Wer ihn nicht treu und fest umfasst, kann nicht selig werden.“

Neben dem Apostolischen und dem Nicäanischen Glaubensbekenntnis gehört das Athanasianische Glaubensbekenntnis zu den Grundsäulen der Katholischen Kirche. Nach Neuner/Roos müssen alle diesen Lehren folgen, denn

„niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter – des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt.“

Das heutige Glaubensbekenntnis über einen dreieinigen Gott stammt also nicht aus der Bibel und wurde von den Aposteln nicht geglaubt. Es wurde vielmehr durch Kaiser Konstantin – der den Weg dafür ebnete und ein erstes Bekenntnis mit einer bereits falschen Gottesvorstellung (zwei gleichrangige Götter) festsetzte – durch das zweite Konzil zu Konstantinopel und die Sätze des Papstes Demasius erfunden. Als sich der katholische Einfluss im frühen Mittelalter über ganz Europa und darüber hinaus ausbreitete, wurden die Menschen gezwungen das Trinitätsdogma anzuerkennen, und das oft unter Folter. Es ist besonders die Philosophie des Origines welches zu diesem Dreieinigkeitsdogma führte und das sich bis heute erhalten hat. Origenes, der selbst der Philosophie Platons nahe stand, versuchte, die griechische Philosophie mit der christlichen Religion zu verbinden. Er führte ein extrem unausgewogenes Leben und gemäß dem Eusbius von Cäsarea kastrierte er sich selbst, um der Versuchung zu wiederstehen.

infoOrigenes, um 185 in Alexandrien geboren, gehört zu den Logostheologen. Sein wichtigster Beitrag zur Entwicklung des trinitarischen Dogmas war seine Hypostasenlehre, das heißt die antimodalistische Verwendung des Begriffes »hypostasis« zur Betonung der eigenständigen Wirklichkeit von Vater, Sohn und Geist. Daraus wurde später die Vorstellung dreier göttlicher und gleichrangiger Personen von Ewigkeit her. Origenes sprach von der ewigen Zeugung des Sohnes: »Denn (diese) Zeugung ist ebenso ewig und immerwährend (aeterna ac sempiterna generatio) wie die Zeugung des Glanzes durch das Licht.« (De princ. I 2,4). Der Sohn war daher »niemals nicht« (De princ. IV 4,1) […] Der Sohn ist nach Origenes »der zweite Gott (ho deuteros theos)« (C. Cels. V,39); er ist »der Zahl nach vom Vater verschieden«

Durch den Einfluss der griechischen Philosophie wurde so ein heidnisches Mysterium zum festen Bestandteil der christlichen Glaubenslehre. Auch wenn sich diese unbiblische Lehre rasant ausbreitete, so gab es doch drei europäische Reiche, die nicht daran festhielten. Sie glaubten nicht an einen dreieinigen Gott und auch nicht an das Gottesverständnis des Athanasius. Man nennt sie heute Arianier oder Semi-Arianer, die an der ursprünglichen Lehre festhielten, dass der Sohn des Allmächtigen vom Vater hervorging (semi-arianisch) bzw. geschaffen (arianisch) und dass der Heilige Geist der Geist des Vaters ist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht. Es waren die Gebiete der Heruler (ostgermanischer Stamm), der Vandalen (nordafrikanische Stamm) und der Ostgoten (Italien). Genau diese drei Gebiete der 10 europäischen Reiche standen dem Papst jedoch im Aufstreben nach Herrschaft über Könige und Kaiser im Weg. Und so kam die Vorhersage des Propheten Daniel zu ihrer Erfüllung:

„Während ich achtgab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.“ (Daniel 7,8)

Hörner stehen in der Bibelprophetie immer für Reiche oder Mächte. Das päpstliche Rom als „kleines Horn“ wuchs aus dem heidnischen Rom hervor (siehe hierzu: „Wer ist das Tier im Buch der Offenbarung?“). Bischöfe/Päpste machten gemeinsame Sache mit den heidnischen Kaisern, bis es soweit ging, dass Kaiser Justinian in seinem berühmten Dekret den Bischof von Rom zum „Haupt aller heiligen Kirchen und aller heiligen Priester Gottes“ machte. Dies geschah im Jahr 538 u.Z. nachdem auch das Reich der Ostgoten besiegt war. Zuvor, im Jahr 498 wurden die Heruler und 534 die Vandalen besiegt. Der Weg für die absolute Souveränität der Papstmacht war damit frei. Die drei letzten Gebiete, welche die Papstmacht mit ihrem trinitarischen Glaubensverständnis nicht akzeptierten, wurde einfach aus dem Weg geräumt: „drei der vorherigen [zehn] Hörner wurde ausgerissen“. Diese drei Reiche sind aus der Geschichte vollständig verschwunden.

Es gab jedoch während der gesamten düsteren Jahre des Mittelalters immer wieder kleine Gruppen oder einzelne Menschen, die nicht an dieses unbiblische Dogma glaubten. Dazu gehörten beispielsweise die Waldenser, sie hielten nicht nur am apostolischen Gottesbild fest, sondern hielten auch weiterhin nicht die heidnischen Feiertage wie Weihnachten, Ostern, etc., sondern die ursprünglichen biblischen Feste.

Isaak NewtonAuch bekannte gelehrte Wissenschaftler, wie z.B. Sir Isaak Newton (1643-1727), Giordano Bruno (1548-1600) oder der Arzt, Gelehrter und Theologe Michael Servetus (1511-1553) verwarfen die Dreieinigkeitslehre. Servetus landete aus diesem Grund auf dem Scheiterhaufen. Seine letzten Worte bestätigten seinen biblischen, antitrinitarischen Glauben: „Jesus, Du Sohn des ewigen Gottes, habe Gnade mit mir!“

Isaak Newton war nicht nur genialer Astronom, Physiker und Mathematiker, er war auch sehr kundig in der Bibelauslegung. Er lehnte die Trinitätslehre ab, was für seine Lehrtätigkeit als Professor in Cambridge nicht ungefährlich war. Sein Nachfolger William Whiston wurde 1710 unter derselben Beschuldigung entlassen. „Newton beschuldigte Athanasius, mit seinem Trinitätsdogma die christliche Lehre verdorben zu haben („Athanasius’ corruption of doctrine“), worauf bald danach die allgemeine Korruption des Christentums gefolgt sei. („A universal corruption of Christianity had followed the central corruption of doctrine“). Seine diesbezüglichen Schriften (darunter Observations Upon the Prophecies of Daniel and the Apocalypse of St. John) konnten nur postum veröffentlicht werden.“

Heute ist dieses trinitarische Dogma so sehr in den Köpfen der Christen aller Denominationen verwurzelt, dass kaum noch jemand sie kritisch an der Heiligen Schrift prüft. Es muss jedem Katholiken bewusst sein, dass es eine Lehre ist, die sich nicht auf der Bibel gründet und jedem Protestanten muss bewusst sein, dass diese Lehre die „zentrale Lehre der Katholischen Kirche“ ist:

„Das Geheimnis der Trinität ist die zentrale Lehre des katholischen Glaubens. Auf ihr basieren alle anderen Lehren der Kirche. ... Die Kirche hat dieses Geheimnis mit größter Sorgfalt studiert und nach vier Jahrhunderten der Klärung entschieden, die Lehre folgendermaßen auszudrücken: In der Einheit der Gottheit sind drei Personen – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist...“

Die Heilige Schrift sagt:

“Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den allein wahren Gott, und Den Du gesandt hast, … [Jahuschuah, den Messias], erkennen.“ (Johannes 17,3)

„Vergeblich aber verehren sie Mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.“ (Matthäus 15,9)

 

Siehe auch:

Was ist die Lehre der Dreieinigkeit / Trinität? Was ist ein dreieiniger Gott?

Ist Gott ein Mysterium?

Was ist der Unterschied zwischen Modalismus und Trinität/Trithesimus?

Sind Antitrinitarier grundsätzlich Arianer?

 

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