9. Leben in der Wahrheit – Ein dringender Appell

Erstellt: Sonntag, 25. Oktober 2020 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 26. November 2020

 

Die gegenwärtige Zeit lässt einen schnell um sich greifenden Verfall menschlicher Werte erkennen. Sie zeigt eine zunehmende Gleichgültigkeit der Menschen, während gleichzeitig eine unheimliche Angst vor Krankheit und Tod um sich greift. Die derzeitige weltweite Situation offenbart eine erschreckende und unreflektierte Obrigkeitshörigkeit, die kaum noch Mitgefühl und Respekt vor den Mitmenschen zuzulassen scheint.

Wir steuern auf eine Welt zu, die sich immer weiter vom Schöpfer und Seinem lebenserhaltenden Geist entfernt. Wann wird Er Seinen Geist vollends zurückziehen? Erkennen wir, wie rasant schnell die Erdgeschichte dem Ende zusteuert? Wäre es nicht sinnvoll, nach der „Wahrheit“ zu suchen? Was bedeutet ein Leben „in Wahrheit“? Sehnen wir uns nach einem wahrhaftigen Leben, oder sind wir noch in der Knechtschaft der „gelebten Lüge“ gebunden?

 

Diese Ausarbeitung ist Teil der Artikelserie „Der Weg der Erlösung zurück zur Sabbatruhe.

 

 

Inhalt dieses Artikels               (Auf dieser Seite 9. Kapitel)

  1. Was ist Wahrheit? - Biblisch-hebräisches Denken
  2. Von der hebräischen zur griechischen Bibel
  3. Die Denkwelt der antiken Hebräer und Griechen
  4. Wahrheit tun, Wahrheit geschieht
  5. Treu, barmherzig, zuverlässig, beständig = Gerechtigkeit
  6. Herzenswahrheit – ein Beziehungsgeschehen
  7. Wahrheitserfüllung einer Verheißung
  8. Wahrheit als sich entfaltender Plan in der Zeitgeschichte
  9. Leben in der Wahrheit – Ein dringender Appell

 

Schild Wahrheit Luege

© Gerd Altmann / pixabay.com - Schrift im Schild hinzugefügt

„Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. [...] Denn es ist nichts verborgen, außer damit es offenbar gemacht werde, noch wurde etwas geheim, außer damit es ans Licht komme.“ (Johannes 8,31b-32; Markus 4,22)

Was bedeutet „in Seinem Wort bleiben“? Ein Jünger ist jeder, der von jemandem lernt. Aber ein „wahrhaftiger“ Jünger ist einer, der „in dem Glauben gegründet und fest bleibt und nicht abbewegt wird von der Hoffnung des Evangeliums“ (Kolosser 1,23). Im Römerbrief spricht Paulus von Menschen, die „vertauschen die Wahrheit Gottes mit der Lüge“ (Röm 1,25).

Nehmen wir das Gegenteil von der biblischen Wahrheit: die gelebte Lüge. Der ehemalige tschechische Menschenrechtler Václav Havel (1936-2011) hat das Leben „in der Wahrheit“ bzw. „in der Lüge“ erstaunlich nah dem biblischen Konzept entsprechend beschrieben, auch wenn er lediglich die Ideologie der Macht in seinem Buch „Der Versuch in Wahrheit zu leben“ erklärt:

„Die Ideologie ist ein Schleier, mit dem der Mensch seinen ‚Existenzverfall‘, seine Verflachung und seine Anpassung an die gegebene Lage verschleiern kann.“

Diese Definition lässt sich auf die Lüge der Unfreiheit eines Lebens ohne den Geist der Lebensquelle JaHuWaH übertragen. Die Ideologie der Macht und die Umsetzung durch die Regierenden raubt den einzelnen Bürgern die persönliche Freiheit und den Frieden. Die Lüge Satans beraubt den Einzelnen der Freiheit in JaHuWschuaH. Die Lüge kann den „Existenzverfall“ bzw. den „Sündenfall“ verschleiern.

Wenn wir aber „in Seinem Wort bleiben“ sind wir „wahrhaftig Seine Jünger“. Wir werden so die „Wahrheit erkennen“ und die Wahrheit wird uns „frei machen“ (Johannes 8,31-32). Der Apostel Paulus spricht deshalb von der „Wahrheit des Evangeliums“ (Galater 2,5; 2,14), wenn er die Galater ermahnt, an dieser Wahrheit festzuhalten und ihr zu folgen. Denn viele „falsche Brüder“ haben sich eingeschlichen, die diese Freiheit in JaHuWschuaH erneut rauben, indem sie den Gläubigen wieder ein Joch auflegen wollen (Galater 2,4.11-14).

Diese Galater hatten eine falsche Vorstellung von Wahrheit. Für sie war es nicht nachvollziehbar, dass das Gesetz Mose in JaHuWschuaH Wirklichkeit wurde. Sie erkannten nicht, dass der Messias selbst „der Weg, die Wahrheit und das Leben ist“ (Johannes 14,6). Durch die personifizierte Wahrheit in JaHuWschuaH wurde Satan als Lügner entlarvt. Der Geist unseres Schöpfers in uns ermöglicht uns ein Leben und ein Handeln „in Wahrheit“.

Aus aktuellem Anlass gebe ich nachfolgend einen Auszug aus dem Buch „Ein Versuch die Wahrheit zu leben“ von Václav Havel wieder. Er bringt mit einem Gleichnis dem Leser eine „gelebte Wahrheit“ nahe:

„Ein Leiter eines Prager Gemüseladens placierte im Schaufenster zwischen Zwiebeln und Möhren das Spruchband „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ Das Spruchband wurde unserem Gemüsehändler zusammen mit Zwiebeln und Möhren vom Betrieb angeliefert, und er hängte es einfach deshalb in das Schaufenster, weil er das schon seit Jahren so tut, weil das alle tun, weil es so sein muss. Wenn er es nicht getan hätte, könnte er Schwierigkeiten bekommen; irgendjemand könnte ihn sogar der Illoyalität bezichtigen.

Die Losung des Spruchbandes hat aber auch die Funktion eines Zeichens. Als solches enthält sie zwar eine versteckte, aber ganz bestimmte Mitteilung. Man könnte sie so formulieren: „Ich, der Gemüsehändler XY, bin hier und weiß, was ich zu tun habe; ich benehme mich so, wie man es von mir erwartet; auf mich ist Verlass, und man kann mir nichts vorwerfen; ich bin gehorsam und habe deshalb das Recht auf ein ruhiges Leben.

Diese Mitteilung hat selbstverständlich auch ihren Adressaten: Sie ist „nach oben“ gerichtet, zu den Vorgesetzten des Gemüsehändlers, und ist zugleich ein Schild, hinter dem sich der Gemüsehändler vor eventuellen Denunzianten versteckt.

Stellen wir uns jetzt vor, dass sich der Gemüsehändler eines Tages auflehnt und aufhört, Spruchbänder auszustellen, die er, nur um sich Liebkind zu machen, ausstellte; aufhört, zu Wahlen zu gehen, von denen er weiß, dass es keine sind; anfängt, bei den Versammlungen das zu sagen, was er wirklich denkt, und genug Kraft findet, sich mit denen zu solidarisieren, mit denen sich zu solidarisieren ihm sein Gewissen befiehlt.

Durch eine solche Rebellion wird der Gemüsehändler aus dem „Leben in Lüge“ austreten, das Ritual ablehnen und die „Spielregeln“ verletzen. Er wird seine unterdrückte Identität und Würde finden, seine Freiheit verwirklichen. Seine Rebellion wird ein Versuch für das Leben in Wahrheit sein.

Die Rechnung wird ihm schnell zugestellt werden: Er wird seinen Posten verlieren und zum Beifahrer eines Lieferwagens degradiert werden. Sein Gehalt wird herabgesetzt. Seine Hoffnung, eine Urlaubsreise nach Bulgarien zu machen, wird er aufgeben müssen. Die weitere Ausbildung seiner Kinder wird bedroht. Die Vorgesetzten werden ihn schikanieren, seine Mitarbeiter werden sich über ihn wundern.

Tatsächlich beging der Gemüsehändler nämlich nicht nur irgendein individuelles, in seiner Einmaligkeit abgeschlossenes Vergehen, sondern er hat etwas unvergleichbar Gewichtigeres getan: Dadurch, dass er die „Spielregeln“ verletzte, hat er das Spiel als solches abgeschafft. Er hat die Machtstruktur dadurch verletzt, dass er ihre Bindungen durchlöchert hat; er zeigte, dass das „Leben in Lüge“ ein Leben in Lüge ist.

Da nun aber alle wirklichen Probleme und Krisenerscheinungen unter einer dicken Schicht der Lüge versteckt sind, ist es nie ganz klar, wann der sprichwörtliche letzte Tropfen fällt, der das Fass zum Überlaufen bringt, und was für ein Tropfen es sein wird. Deshalb verfolgt die Macht präventiv und fast automatisch jeden Versuch für ein „Leben in Wahrheit“.

Der Totenschleier des „Lebens in Lüge“ ist aus einem sonderlichen Stoff gemacht -- solange er die ganze Gesellschaft luftdicht bedeckt, scheint er aus Stein zu sein. In dem Moment aber, wo ihn jemand an einer einzigen Stelle durchlöchert, wenn ein einziger Mensch „Der Kaiser ist nackt!“ ruft, wenn ein einziger Spieler die Spielregeln verletzt und es somit als Spiel entlarvt, kommt plötzlich alles in ein anderes Licht, und der ganze Schleier wirkt, als ob er aus Papier wäre -- als ob er anfängt, unaufhaltsam in kleine Fetzen zu zerfallen.“

Havels Ausführung über das „Leben in Lüge“ versus ein „Leben in Wahrheit“ lässt sich erst einmal auf unser gegenwärtiges Jahr 2020 übertragen. Was ist heute das „Spruchband“ vor den Schaufenstern? Was steht dieser Tage auf den Schildern? Welches Zeichen müssen die Menschen tragen, um der derzeitigen „Losung“ Kraft zu verleihen? Bekommen nicht auch wir Schwierigkeiten, wenn wir nicht dementsprechend handeln? Vielen von uns ist bewusst, dass etwas gewaltig schief läuft. Aber benehmen wir uns nicht den Umständen konform, weil es von uns erwartet wird; weil es die Obrigkeit befiehlt? Auch wir wollen nicht denunziert werden, nicht wahr?

Und doch gibt es heute ebenfalls viele solcher „Gemüsenhändler“, die dagegen protestieren, weil sie nicht mehr „in Lüge leben“ wollen. Das heißt, die Handlungen laufen ihrem Gewissen zuwider. Sie müssen Dinge tun, die sie niemals tun würden, würde es ihnen nicht unter Androhung von Strafen befohlen. Sie hören auf, „Spruchbänder“ aufzustellen und „Zeichen“ zu tragen. Sie „hören auf, zu Wahlen zu gehen, von denen sie wissen, dass es keine sind“. Sie fangen an, öffentlich das zu sagen, was sie denken. Wie Havels Gemüsehändler versuchen sie, die Freiheit zurückzugewinnen und „in der Wahrheit zu leben“, so wie sie es erkannt haben.

Wenn einer anfängt und „die Spielregeln verletzt“ und somit das Ganze nach Vaclav Havel „als Spiel entlarvt“, werden weitere folgen und ein „gelebtes Lügensystem“ kommt ins Wanken. Es erscheint „plötzlich alles in einem anderen Licht“. Die hässliche Fratze der Selbstsucht, der Lieblosigkeit, Willkür, Denunziation, der Einsamkeit, der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit kommen ans Licht. Dem Menschen ist es wieder möglich, in Frieden und Freiheit zu leben.

Das ist die irdische Seite des „Lebens in Wahrheit“. Sie ist wichtig, weil das zu einem Leben im Geist unseres Erlösers gehört: Den Mitmenschen kein Leid zufügen, helfen und Mitgefühl zeigen. Den Nächsten so zu lieben, wie du und ich selbst geliebt und behandelt werden möchten (Zehntes Gebot im Alten Bund und die Worte JaHuWschuaHs im Neuen Bund).

infoWenn JaHuWschuaH heute auf dieser Erde leben würde, was würde er derzeit fragen?
Professor, Wissenschaftler, wo bleibt deine wahrhaftige, gewissenhafte Expertise?
Richter, urteilst du immer noch gerecht oder bereits politisch?
Arzt, wo ist dein Eid auf das Wohlergehen deiner Patienten geblieben?
Pfleger, warum lässt du Angehörige nicht zu den Kranken? Warum lässt du alte Menschen einsam vor sich hinvegetieren?
Krankenhaus- u. Hospizleitung, warum lässt du Sterbende einsam sterben?
Lehrer, Erzieher, warum schützt du die Kinder nicht vor gesundheitsgefährdenden Maßnahmen?
Weißt du nicht, unter welch enormen psychischen Belastung Kinder und vor allem körperlich und geistig Behinderte leiden?
Vater, Mutter, weißt du, welchen physischen und psychischen Schaden diese niedliche Blümchenmaskierung deinen Kindern zufügt?
Journalist, warum scheust du dich, als „vierte Macht im Staat“ über „andere Wahrheiten“ und Meinungen wahrhaftig zu berichten?
Polizist, warst du nicht einmal auf der Seite des Volkes und hast den Menschen bei Unrecht geholfen?
Behörenmitarbeiter, siehst du nicht, dass Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren?
Pfarrer, Kirchenleiter, warum lässt du zu, dass deine Versammlungen aufgelöst werden und Beerdigungen ohne Angehörige, Freunde und Bekannte stattfinden?
Mensch, warum denunzierst du deinen Mitmenschen?


Jetzt stell dir aber ein weiteres Szenario vor: Der „Umsturz“ des alten Systems wird von fried- und freiheitsliebenden Menschen herbeigeführt. Sie haben die besten Motive und es ist ihr Anliegen, dass alle Erdbewohner in Frieden und ohne unnötiges Leid, das von anderen Menschen ausgeht, leben können. Nachdem das Elend auf dieser Welt (Ungerechtigkeit, Willkür, Gewalt, Kriege, Katastrophen) enorme Ausmaße angenommen hat, schließen sich jetzt auch Regierende und die Kirchen der Friedensbewegung an. Es ist ein weltweiter Zusammenschluss, deren Durchführbarkeit die vorherige diktatorische Macht bewiesen hat.

Da erkannt wird, dass nicht nur die das Aufbegehren der Erdbewohner, sondern auch die Naturgewalten nicht durch menschliche Anstrengungen im Zaum gehalten werden können, gewinnen der Glaube und die Religion eine immer größere Bedeutung. Es kommt so weit, dass sich Kirche und Staat nach mittelalterlicher Manier vereinen. Denn nur mit geeinter Kraft lässt sich der Friede aufrechterhalten.

Marienstatue© dreamstime.comDas Böse ist damit jedoch nicht aus der Welt. Gier, Hass, Neid, Selbstsucht sind nicht wie durch Zauberhand im Menschen ausgelöscht. Der Teufel vermag sich anzupassen und „verkleidet sich als Engel des Lichts“ (2. Korinther 11,14; Offenbarung 13,13). Er wirkt hier und dort ein Wunder und belebt mit seinem Geist durch seine Helfer die esoterische Gemeinde genauso wie die Charismatiker und die Katholische Kirche, unter deren Schirm sich all die protestantischen Kirchen wohlfühlen. Es könnnte geschehen, dass er sichtbar als „Jesus Christus“ erscheint und die Menschen auffordert, den „wahren Gott“ anzubeten. Dann werden womöglich die letzten Skeptiker überzeugt werden von der „friedlichen“ Weltmacht unter seiner oder seiner Helfers Führung.

Jetzt könnte man wieder Vaclav Havels „gelebte Lüge“ heranziehen. Was sagt das „Spruchband“ jetzt? „Vereinigt euch! Wer gegen diese Weltvereinigung ist, ist gegen den Frieden! Wer nicht für diesen Gott ist, ist gegen Gott!“? Welches Zeichen der Macht wird nun getragen? Wird es für den „Gemüsehändler“ nicht viel schwieriger, in Wahrheit zu leben, als es heute der Fall ist? Wie sehr werden Menschen, die diese vermeintlich göttliche und gute Macht nicht anbeten, dann denunziert und ausgegrenzt werden?

Es wird deshalb so schwierig, weil im Gegensatz zu offensichtlich diktatorischen Systemen das Böse nicht vordergründig als böse erscheint und erkannt wird. Wer im System bleibt, wird Liebe und Mitgefühl erfahren. Aber niemand möge sich täuschen lassen. Wie hat schon Thomas Mann (1875-1955) geschrieben: „Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“ Die Schriftstellerin Marie Ebner von Eschenbach (1830-1916) hat erkannt:

„Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.“

Das Böse ist noch in der Welt und fordert seinen Tribut. Es ist egal, in welche Richtung sich die Weltgeschichte bewegt und welches System in ein paar Jahren weltweit vorherrschen wird, es wird den Teufel und damit das Böse nie aus der Welt schaffen können. Die politische und gesellschaftliche Entwicklung, die derzeit weltweit zu beobachten ist, erinnert an zwei Experimente, die vor ca. 70 Jahren durchgeführt wurden: das Milgram-Experiment und das Stanford-Gefängnis-Experiment.

Beim 1971 durchgeführten Stanford-Gefängnis-Experiment unter Leitung des Psychologen Philip Zimbardo wurden Versuchspersonen nach dem Zufallsprinzip in Gefangene und Gefängniswärter eingeteilt. Sie mussten unter realen Bedingungen ihrer Rolle gerecht werden. Die Gefängnisaufseher konnten die Gefängnisregeln eigenmächtig aufstellen, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Gefangenen mussten deren Anweisungen befolgen. Einige Wärter zeigten sehr bald sadistische Züge, vor allem nachts, wenn sie sich der Kameras nicht mehr bewusst waren. Einige Gefangene zeigten sich aus Angst unterwürfig und versuchten jeden Befehl der Wärter genau zu befolgen. Die Versuchsleiter mussten teilweise einschreiten, um Misshandlungen zu verhindern. Das Experiment geriet schnell außer Kontrolle und musste vorzeitig abgebrochen werden, weil das Schlimmste im Menschen zutage kam. Grausamkeit, unmenschliche Behandlung und völlige Missachtung der Menschenwürde.

Das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelte Milgram-Experiment wurde erstmals 1961 in New Haven und 1971 in München von David Mantell durchgeführt. Man wollte die Bereitschaft durchschnittlicher Menschen testen, wie weit und wie lange sie autoritäre Anweisungen Folge leisten, wenn sie im direkten Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Den Versuchspersonen wurde befohlen, anderen Versuchsteilnehmern bei fehlerhaften Antworten Stromstöße zwischen 15 und 450 Volt zu verpassen. Für David Mantell beweisen die Ergebnisse, „dass in einer hierarchischen Struktur die banalste und oberflächlichste Begründung ausreicht, um destruktives Verhalten hervorzubringen“. Milgram kam zu dem erschreckenden Schluss, dass „Arendts Konzept von der ,Banalität des Bösen‘ der Wahrheit näherkommt, als man sich vorzustellen wagen würde“.

Hannah Arendt (1906-1975) war eine jüdische deutsch-US-amerikanische Publizistin, die vor dem Hitler-Regime nach kurzer Inhaftierung durch die Gestapo nach Frankreich und später in die USA auswanderte. Sie erkannte 1931, dass die Nationalsozialisten an die Macht kommen würden, und vertrat 1933 die Auffassung, dass dieses Regime aktiv zu bekämpfen sei. Sie verabscheute das Verhalten vieler gebildeter Deutschen und teilweise solcher mit jüdischem Hintergrund, die sich mit dem NS-Regime arrangieren wollten und diese zunächst unterschätzten. Im Gaus-Interview drückte sie ihre tiefe Verachtung für die damals noch freiwillige „Gleichschaltung“ der meisten Intellektuellen aus. Sie brach mit vielen „opportunistischen“ Gelehrten, Schriftstellern und Künstlern, weil sie sich dem Nationalsozialismus zuwandten. Sie machte die Erfahrung einer tiefen Entfremdung von Freunden. Sie war überzeugt, dass jeder Einzelne für seine Willensentscheidung verantwortlich war.

Warum erwähne ich das? Weil ich befürchte, wir befinden uns heute wieder in einer ähnlichen Situation wie zur Zeit der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Nur dieses Mal betrifft es alle Staaten der Erde. Blinder Gehorsam kann das Böse im Menschen hervorbringen. Der Milgram-Versuch fing unschädlich mit nur 15 Volt an und niemand denkt dabei etwas Böses, weil es harmlos erscheint. Im weiteren Verlauf bei schrittweise höheren Stromschlägen meldet sich das Gewissen. Die Versuchsteilnehmer äußern zwar Bedenken beim Versuchsleiter, aber weil sie denken, etwas Wichtiges zu tun, gehorchen sie selbst dann noch, als sie die Probanden vor Schmerz schreien hören.

Kaum jemand will grundlos andere Menschen verletzen. Aber diese einfache Versuchsanordnung zeigt, dass ein Großteil der Menschen, wenn sie schrittweise an eine Situation gewöhnt werden, schließlich zum Äußersten bereit sind. Mit uns Menschen kann etwas passieren, womit wir selbst nicht gerechnet haben. Man denkt nichts Böses, macht immer weiter und plötzlich erwacht man als Mörder oder findet sich in einem totalitären System wieder. Jeder Einzelne ist persönlich verantwortlich für das, was er tut. Er kann später nicht den Vorgesetzten oder die Regierenden dafür verantwortlich machen. Wir müssen unserem Gewissen folgen und so handeln, dass das Wohl unserer Mitmenschen nicht gefährdet wird.

Folgendes Experiment in einer Arztpraxis zeigt, wie manipulierbar der Mensch ist. Es zeigt, wie leicht er sich durch Gruppendynamik steuern lässt. Die Menschen handeln gleichgesteuert, ohne zu wissen, warum sie so handeln, wie sie handeln.

 


Dieses Experiment ist harmlos. Aber es macht deutlich, wie der Mensch „tickt“. Stellt man es nur geschickt an, kann man selbst den harmlosesten Bürger zum Mörder machen. Um Menschen gefügig zu machen, ist ein unschlagbarer Berater die Angst. Mit Angst scheint beinah alles möglich. Und der Mensch hat vor vielem Angst. Vor allem vor „tödlichen“ Krankheiten. Vor einer solchen „Angstmanipulation“ warnte das ZDF im Jahre 1979:

 

Angst ist also ein schlechter Ratgeber. Angst ist nur möglich, weil es das Böse gibt. Das Böse sitzt in einem jeden von uns, da kann sich keiner ausnehmen. Das Böse ist so böse und sitzt so tief, dass es unmöglich scheint, davon frei zu werden. Durch esoterische Slogans wie „Finde deinen inneren Frieden“ oder „Finde zu dir selbst“ oder gar: „Der Teufel lebt nur in deinem Unterbewusstsein. Integriere das Böse und du bist frei“, wird niemand vom Bösen befreit.

Im Gegenteil: Das Böse triumphiert weiter. Satan bekommt weiter seine Beachtung, Anerkennung und Anbetung. Er wird das Schlachtfeld nie freiwillig verlassen. Es wird am Ende der Weltzeit seine volle Pracht erst noch entfalten. Je mehr die Menschen mit ihren verschiedenen Religionen versuchen, das Böse zu bekämpfen, desto mehr wird es sie gefangen nehmen. Je mehr der Mensch versucht, seine eigene Gerechtigkeit zu bewerkstelligen, desto mehr wird er im Morast der Selbstlüge versinken.

Wir können uns nicht vom Bösen befreien! Wir können uns viel Mühe geben. Wir können uns sogar durch Meditation oder durch Einhalten von vermeintlich göttlichen Gesetzen soweit disziplinieren, dass wir für andere Menschen tiefstes Mitgefühl empfinden. Es befähigt uns, unseren Mitmenschen Gutes zu tun, selbst wenn wir Nachteile und arge Verluste davon tragen. Aber täuschen wir uns nicht. Was, wenn wir selbst einmal unter massivem Beschuss stehen, wenn wir verleumdet werden, wenn man uns die Freiheit entzieht, wenn wir erkranken und keine Hilfe bekommen: Wie werden wir dann reagieren? Werden wir das Böse in uns dann immer noch im Zaum halten können?

Und damit kommen wir wieder zu demjenigen zurück, der die Wahrheit in Person ist: Der wahrhaftige Sohn JaHuWaHs, wie er sich in der Bibel offenbart. Er ist das „Licht“, das „in die Welt gekommen ist“. Für viele ist dieses Licht unbehaglich, da es den eigenen erbärmlichen und bösen Zustand aufdeckt, weil das eigene Ego zu groß ist. Die Menschen möchten selbst ein Friedensreich aufrichten. Sie möchten es selbst schaffen, das Böse auszurotten, und wenn auch nur bei sich selbst.

Warum ist es so schwer, einfach nur zu glauben wie ein Kind und das Herz für den Geist JaHuWschuaHs zu öffnen, der dem Teufel den Todesstoß versetzte und damit den Menschen aus dem ewigen Gefängnis des Todes befreien kann? (Vgl. Johannes 3,14-21) Unser Erlöser ist der Einzige, der dies vermag, weil in Ihm das Böse nie vorhanden war. Und weil Er sich selbst unschuldig soweit erniedrigte, dass Er Seine göttliche und vollkommene Stellung bei Seinem Himmlischen Vater aufgab, um uns aus dem Morast des Bösen und des Todes zu befreien (Philipper 2,5-8). Er wird Sein Reich ohne Tod und Leid aufrichten, nachdem diese Weltzeit abgelaufen ist (Jesaja 65,17; 2. Petrus 3,13; Offenbarung 21,1)! Als letzter Akt der Menschheitsgeschichte wird das Böse in Form des gefallenen Engels Luzifer (Jesaja 14,12-17; Hesekial 28,17; 2. Thessalonicher 2,4;  sowie seine dämonischen und irdischen Helfer ausgelöscht werden (1. Korinther 15,26).

Durch den Heiligen Geist JaHuWaHs kann die „Wahrheit“ erkannt werden und sie bleibt im Gläubigen (Johannes 16,12-15). Es ist der Geist JaHuWschuaHs und somit auch der „Geist der Wahrheit“ (Johannes 14,16-17; 15,26). Diese Wahrheit ist jedoch nur für diejenigen zu verstehen, die Seine Stimme hören (Johannes 18,37). Durch den Geist der Wahrheit wird der Geist der Lüge ausgeschlossen. Der Geist des Messias im Gläubigen ermöglicht es in solchen Zeiten der weltweiten Täuschung, den richtigen Weg zu gehen.

Im Geist der Wahrheit zu leben bedeutet nicht, dass nun jede „Seins-Wahrheit“ erkannt werden kann. Es geht dabei nicht um dieses oder jenes geschriebene Gesetz, das in der Bibel steht. Es geht einzig darum, ob der Geist JaHuWschuaHs dich oder mich tatsächlich leitet oder nicht. Damit wird es unmöglich, einen falschen Messias zu folgen. Es geht nicht darum, dass Er es möglich macht, ein Gebot, das Mose vor ca. 4000 Jahren bekommen hat, auf Leben und Tod einzuhalten. Das irdische Einhalten des Sabbats an einem ganz bestimmten Tag in der Woche oder weitere irdische Gesetze ist im Neuen Bund nicht das Erkennungszeichen der Kinder JaHuWaHs und wird es auch nie sein.

Das Erkennungszeichen der Kinder JaHuWaHs ist einzig und alleine der Geist JaHuWschuaHs – der Geist der Wahrheit – im Gläubigen. Der Gläubige „lebt“ damit „in der Wahrheit“. Der wahrhaftige Messias, der Sohn JaHuWaHs, wie Er sich in der Bibel offenbart, wird keinen falschen Messias zulassen. Der Gläubige kann dann gar nicht einen falschen Gott anbeten, weil er erkennt, dass es ein falscher Geist ist, der beinah die ganze Welt täuscht. Wir benötigen dazu die Wahrheit in der Person JaHuWschuaHs. Aber wie sagte schon der Mathematiker und Physiker Blaise Pascal (1623-1662):

„Die Wahrheit ist in dieser Zeit so sehr verdunkelt und die Lüge so allgemein verbreitet, dass man die Wahrheit nicht erkennen kann, wenn man sie nicht liebt.“

Die Bibel erzeugt und enthält keinen Irrtum und keine Lüge. Den Irrtum verursachen wir selbst durch unsere eigenmächtige Auslegung und unseren Hang zu urteilen – sogar da wo wir durch unseren begrenzten Verstand gar nicht in der Lage sind, die biblischen Dinge zu beurteilen. Deshalb benötigen wir den „Geist der Wahrheit“. Nur dieser kann uns das rechte Verständnis geben.

Das scheint aber für uns so schwer zu verstehen. Immer wieder wollen wir beweisen, dass die Bibel recht hat. Recht im wissenschaftlichen Sinne. Es wird diskutiert und gestritten. Wie stark ist mein Glaube, wenn ich alles bewiesen haben will oder es anderen beweisen muss? Bleiben wir gelassen. Wir müssen niemandem etwas beweisen. Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch. Es enthält viele Metapher, Symbole und Gleichnisse. Diese erzählen den wahrhaftigen Weg der Erlösung, und zwar zeitlos. Das heißt, diese Wahrheit ist für den Gläubigen vor ein paar Tausend Jahren genauso zu verstehen wie für uns. Der Glaube muss sich nicht begründen. Der Glaube ist gelebte Wahrheit durch den Geist JaHuWaHs.

Die biblische Wahrheit kann nicht bewiesen werden, denn sie ist nicht im platonisch-griechischen Sinne zu verstehen. Wahrheit bedeutet nicht, dass genau das wiedergegeben wird, was in der Vergangenheit geschehen ist. Und Wahrheit ist vordergründig nicht das gesprochene Wort, das mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Wahrheit ist auch nicht das Wissen über Sachverhalte. Wahrheit im biblischen Sinne wird für uns durch den Glauben an die Person JaHuWschuaHs zugänglich. Er offenbart das Verborgene und erfüllt das Verheißene. Wahrheit ist die Gewissheit über den Weg der Erlösung, welcher vor Grundlegung unserer Erde gelegt und durch den Sohn JaHuWaHs auf Golgatha geebnet wurde.

„Er [Gott JaHuWaH] hat alles vortrefflich gemacht zu Seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat Er ihnen ins Herz gelegt — nur dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann. [...] Was da ist, das ist schon vor Zeiten gewesen, und auch was sein wird, ist schon vor Zeiten gewesen; und Gott sucht das Vergangene wieder hervor. [...] da sah ich an dem ganzen Werk Gottes, dass der Mensch das Werk nicht ergründen kann, das geschieht unter der Sonne; obwohl der Mensch sich Mühe gibt, es zu erforschen, so kann er es nicht ergründen; und wenn auch der Weise behauptet, er verstehe es, so kann er es dennoch nicht ergründen.“ (Prediger 3,11.15; 8,17)

Unser Schöpfer hat von Anfang an das Ende im Auge. Der Erlösungsplan in der Zeitgeschichte betrifft nicht nur die Menschen, sondern auch die Himmelsbewohner, aus deren Mitte sich das Böse ursprünglich herauskristallisierte. Der daraufhin gefasste Plan der Erlösung des Himmlischen Vaters im Ratschluss mit Seinem Sohn ist so unbeschreiblich grundgütig. Er ist in Seiner Gerechtigkeit erbarmungsreich und barmherzig. Seine Liebe zu den Menschen ist so unergründlich groß, dass man nur fassungslos staunen kann und von tiefer Dankbarkeit erfüllt wird.

Sanduhr© Andy / pixabay.comWir leben im letzten Abschnitt dieser Weltzeit; alles läuft auf das Endziel der Wiederherstellung aller Dinge hin. Genau das ist der Sinn und Zweck des Planes: die unmittelbare Gemeinschaft mit allen Geschöpfen und vor allem mit unserem großen Gott JaHuWaH und unserem Mitschöpfer und Erlöser JaHuWschuaH. Durch den Sohn JaHuWaHs wird unsere Existenz neu begründet. Das „Wort, das am Anfang war“ wird den Glaubenden ein neues vollkommenes Leben geben, das dem Menschen ursprünglich zugedacht war.

In der gegenwärtigen Zeit leben wir zwischen dem „nicht mehr“ und dem „noch nicht“. JaHuWaH, als Herr der Zeit, hält jedoch das Vergangene und das Zukünftige in einer Einheit zusammen – für uns. Denn JaHuWaH ist Liebe (Johannes 4,8.16). Er ist „für uns“ (Römer 8,31). Und wenn wir noch so tief im Sündensumpf stecken, reicht Er uns Seine Hand. Es ist eine Liebe, mit der der Vater Seinen Sohn „vor Grundlegung der Welt geliebt“ hat (Johannes 17,24). Das „Endziel des Gebotes“ ist „Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben“ (1. Timotheus 1,5).

Das „Gebot“ ist das „Bleiben in der Lehre JaHuWschuaHs“ (2. Johannes 1,9-10). Es ist der Glaube „im Geist und in der Wahrheit“ JaHuWschuaHs (Johannes 4,23; 8,44; 1. Timotheus 2,7). Das „Gebot“ ist das „Leben in dem Messias“, das es ermöglicht, unseren Schöpfer „zu lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“. Dieses Leben in Ihm bedeutet: Sein Geist und damit „Seine Wahrheit IN uns“. Es bewirkt ferner, dass wir unseren Nächsten so lieben, wie wir selbst geliebt werden möchten. Und wir unseren Mitmenschen so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen (Matthäus 7,12; 3. Mose 19,18; Galater 5,14; Jakobus 2,8). Das sind „die Gebote Gottes“.

„Denn das ist die Liebe, wenn wir Seine Gebote halten und Seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5,3). Sie sind nicht schwer, weil der Geist und die Wahrheit – der Messias in uns – es bewirkt. Er versichert: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11,30). Es ist ein „lebendiger“ Glaube und kein toter Werkeglaube, der dem Buchstaben des Gesetzes folgt.

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in ... [dem Messias JaHuWschuaH], unserem Herrn.“ (Römer 6,23)

Unser Erlöser und Sohn des Höchsten ist in unser Leben getreten, in Ihm dürfen wir ruhen.

„Nehmt auf euch Mein Joch und lernt von Mir, denn Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!“ (Matthäus 11,29)

Das ist Wahrheit nach hebräisch-biblischem Verständnis. Es ist das Leben im Geist unseres Erretters. Unsere Handlungen bzw. unsere „Früchte“ zeugen von diesem Leben. Es ist kein Joch, das wir uns selbst auflegen. Es ist nicht das Befolgen jedes einzelnen geschrieben und übersetzten Wortes in der Bibel. Wahrheit ist nicht das Nachweisen der Richtigkeit der biblischen Worte. Wahrheit ist auch nicht ein Beweisen, dass es Gott gibt. Wahrheit ist das „Brot des Lebens“ bzw. das „lebendige Wort“ vom Himmel in unseren Herzen – ein wahrhaftiges Leben in Ihm.

 

Nächstes Kapitel der Artikelserie "Die Sabbatruhe der (Neu)-Schöpfung": Das lebendige Wort der Wahrheit (folgt in Kürze)

 

 

Verwendete Literatur (Artikel 1-9):


Bibel: Elberfelder, CSV Hückeswagen, 3. Auflage 2009; Schlachter, Version 2000.

Anmerkung zu den zitierten Bibelstellen: Anstelle des Titels „HERR“ für den Allmächtigen wurde der Name „JaHuWaH“ in eckigen Klammern eingesetzt und anstelle des Namens „Jesus“ der hebräische Name „JaHuWschuaH“ sowie anstelle des Titels „Christus“ der Titel „Messias“.

Boman, Torleif: Das hebräische Denken im Vergleich mit dem griechischen, 7. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 7. Auflage, 1983.

Bonhoeffer, Dietrich: Ethik – Zusammengestellt und herausgegeben von Eberhard Bethge, Christian Kaiser Verlag München, 1949.

Brunner, Emil: Das Ewige als Zukunft und Gegenwart, Zwingli-Verlag Zürich, 1953.

Brunner, Emil: Wahrheit als Begegnung. Liegt mir nur in der englischen Übersetzung vor: Truth as Encounter, The Westminster Press, Philadelphia, 1943.

Gesenius, Wilhelm: Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, bearbeitet von Frants Buhl, Berlin/Göttingen/Heidelberg, 1915.

Götze, Andreas: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? - oder: Was verstehen wir unter Wahrheit?, in: Compass Online-Extra Nr. 127, 2010.

Havel, Václav: Versuch, in der Wahrheit zu leben – Von der Macht der Ohnmächtigen, Reinbek/Hamburg, 1980, S. 15.

Hinz, Andreas: Zeit als Bildungsaufgabe in theologischer Perspektive, LitVerlag Münster, 2003.

Kistner, Peter: Glaubenspluralität - Glaubenswahrheit: zur Frage eines theologischen Wahrheitskriteriums, Lit Verlag Berlin, 2006.

Michel, Diethelm: `Ämät: Untersuchung über ‚Wahrheit‘ im Hebräischen, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 12, Felix Meiner Verlag GmbH, 1968, S. 30-57.

Rad von, Gerhard: Theologie des Alten Testaments, Band II: Die Theologie der prophetischen Überlieferungen Israels, Verlag Christian Kaiser, München, 1960.

Schmitz, Barbara: Eine Spurensuche von ἀλήθεια [aletheia] in der LXX am Beispiel der urim und tummim, der Tobit-und der Pagenerzählung, in: Im Angesicht der Anderen – Gespräche zwischen christlicher Theologie und jüdischem Denken, René u. Florian Bruckmann (Hrsg.), Verlag Ferdinand Schöningh, 2013.

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Soden Freiherr von, Hans: „Was ist Wahrheit?“ Vom geschichtlichen Begriff der Wahrheit, Rede bei Antritt des Rektorats der Universität Marburg, Marburger Akademische Reden Nr. 46, N.G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, 1927.

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