Gesetz und Charakter JAHUWAHs: Groß und Herrlich - durch Satan verschleiert und entstellt

Erstellt: Sonntag, 30. September 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Mai 2016

 

Das vollkommene und heilige Gesetz JAHUWAHsZwischen der Aufgabe des Messias, den Charakter JAHUWAHs zu offenbaren, und Seiner Aufgabe, das Gesetz (Torah) groß und herrlich zu machen, besteht eine direkte, untrennbare Verbindung. Das Werk des Messias JAHUSCHUAHs wird uns in folgenden Texten gezeigt:

„Es gefiel JAHUWAH um Seiner Gerechtigkeit willen, das Gesetz groß und herrlich zu machen.“ (Jesaja 42,21)

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“ (Matthäus 5,17)

„Wer Mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“ (Johannes 14,9)

Es wäre ein ernsthafter Fehler, zu denken, diese Aufgabe und die Offenbarung des Charakters JAHUWAHs seien verschieden und getrennt voneinander. JAHUWAHs Charakter wird in Seinem Gesetz ausgedrückt. Das eine zu betrachten bedeutet, das andere zu sehen. Dies heißt, dass der Vater, der Sohn und das Gesetz gleich sind. Zwischen ihnen besteht kein Unterschied, mag dies auch schwer zu verstehen sein.

Allgemein besteht die Neigung, zu denken, der Allmächtige sei ein Wesen mit lebendiger Kraft und mit unendlich vielen Möglichkeiten, seinen Willen auszuüben. Demgegenüber sieht man das Gesetz als etwas geringeres, nur als den gesprochenen Willen des überragenden Gottes an, nicht aber als den Ausdruck Seiner selbst. Das Gesetz JAHUWAHs ist so hoch, groß, unendlich und erhaben wie Er selbst.

So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“ (Römer 7,12)

Es ist ein ernsthafter Irrtum, wenn man JAHUWAHs unendliche Größe zwar anerkennt, Sein Gesetz aber auf eine niedrigere Stufe verweist. Das eine ist so heilig, groß und unendlich wie das andere. Versteht man, dass JAHUSCHUAH kam, um den Vater zu offenbaren, dann muss einem ebenso klar sein, dass der Messias kam, um das Gesetz groß und herrlich zu machen. Das waren nicht zwei verschiedene Aufgaben, die Er nacheinander oder nebeneinander erfüllte. Es war ein und dasselbe Werk. Die Offenbarung des Charakters JAHUWAHs war das Groß- und Herrlichmachen des Gesetzes.

Die tiefsten, geistlichen Bedeutungen und Zusammenhänge des Gesetzes werden ergründet, dargestellt und bekämpft werden. Weil das Gesetz der genaue Ausdruck der Gerechtigkeit und des Charakters JAHUWAHs ist, wird auch die Frage auftreten, wie JAHUWAHs Sein Gesetz hält. Tötet, zerstört, straft, vernichtet und verurteilt Er? Vor der Wiederkunft des Messias muss und wird die große Frage über das Gesetz und den Charakter JAHUWAHs ein für allemal geklärt werden.

„‘Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne JAHUWAHs erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!‘ Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“ (Jesaja 14,13-14)

KircheWarum wird es eigentlich eine Auseinandersetzung über das Gesetz JAHUWAHs geben? Die Erklärungen in der Heiligen Schrift sind doch deutlich genug. Man muss doch nur zeigen, dass die Zehn Gebote meinen, was sie sagen. Obwohl die Erklärungen des Gesetzes deutlich und klar sind und die Kirchen z.B. den siebten Tag als den Sabbat JAHWUAHs anerkennen, beobachten sie dennoch einen falschen Ruhetag im Gegensatz zum wahren Sabbat, und sie fühlen sich von der Schrift dazu berechtigt. In anderen Worten: Sie geben zu, dass das Gesetz den siebenten Tag als den Sabbat erklärt, behaupten aber, dass die Worte etwas anderes meinen, als sie sagen. Hier sind die Worte, und dort ist ihr Groß- und Herrlichmachen dieser Worte, ihr eigener Verhaltensmaßstab.

Wie die Menschen für sich selbst das Sabbatgebot in entstellter Weise groß und herrlich gemacht haben, so tun sie es auch mit den anderen Geboten. So erstaunlich es klingen mag, aber die einfachen Gebote „Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst kein falsches Zeugnis reden“, „Du sollst nicht töten“ haben in der Bibel eine Bedeutung und in der Philosophie des Menschen eine andere. Diese irrige Anschauung hat ihren Ursprung in Satan: Systematisch prägt er diese Idee dem menschlichen Geist ein, mit der Absicht, den Glauben an das Gesetz zu untergraben und so den Ungehorsam zu fördern. Um dieses entstellte Verständnis über JAHUWAHs Gesetz zu berichtigen, kam JAHUSCHUAH und machte dieses Gesetz groß und herrlich. „Groß und Herrlichmachen“ bedeutet, dass Einzelheiten, die vorher verborgen und schwer verständlich waren, nun mit unmissverständlicher Klarheit so gesehen werden können, wie sie wirklich sind. Versteckte Einzelheiten werden ans Licht gebracht, so dass keine falsche Auffassung darüber bestehen bleibt.

Beobachte einen Tropfen Wasser mit dem bloßen Auge: Man sieht nur wenig. Betrachtet man ihn jedoch unter einem starken Mikroskop, werden Wunder offenbart, von denen man vorher nichts geahnt hätte. Die Frage, was in diesem Wassertropfen alles enthalten ist, wird mit Hilfe des Vergrößerungsinstrumentes beantwortet.

So finden wir im Alten Testament das direkte Wort JAHUWAHs, welches sagt: „Du sollst nicht töten“, „Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst kein falsches Zeugnis reden“. Von diesen Worten gibt es zwei verschiedene und entgegengesetzte Vergrößerungen. Eine kommt von Satan und wird im allgemeinen von den Menschen angenommen. Diese Vergrößerung ist verzerrt wie eine Vergrößerung mit einer nicht symmetrischen Linse. Niemand kann die Wahrheit über das Gesetz und den Charakter JAHUWAHs damit erfahren. Dann gibt es noch eine andere Vergrößerung. Sie kommt von JAHUSCHUAH, dem Messias, und ist so gewaltig, dass jede Einzelheit ans Licht kommt und keine Frage unbeantwortet bleibt.

Es ist nicht genug, die Zehn Gebote zu lesen und zu vermuten, ihre Bedeutung verstanden zu haben. Während der Wortlaut der Gebote zwar verständlich genug ist, bleibt doch die Frage offen, was der Allmächtige meinte, als Er diese Worte gebrauchte. Unter Satans Führung haben sich die Menschen ihre eigene Auffassung darüber gebildet. Um dem entgegenzuwirken, gab JAHUWAH Seine Auslegung im Leben Seines Sohnes. Nun bleibt es jedem einzelnen überlassen, zu entscheiden, welche dieser beiden Auslegungen er als das Wort JAHUWAHs annehmen will. Traurig ist, dass Satans Auslegung im allgemeinen nicht einmal in Frage gestellt wird. Vielen scheint es die logische und einzige Art zu sein, wie man das Gesetz auslegen muss.

Lasst uns aufmerksam die beiden Arten des Groß- und Herrlichmachens von dem Gesetz vergleichen: Die eine Art existiert in der Vorstellung und den Gewohnheiten der Menschen und die andere im Leben des Messias, der das Wort JAHUWAHs ist.

Tatsächlich legt der Mensch ein anderes Wort in die Heilige Schrift hinein. Er sagt, in Wirklichkeit meine das Gesetz: Du sollst nicht ungesetzmäßig lügen, stehlen oder morden. Er drückt es vielleicht mit folgenden Worten aus: Du sollst keinen Mord begehen. – Dabei unterscheidet er die Bedeutungen der Wörter „töten“ und „morden“. Im Großen Duden, Band 10, steht unter „morden“ folgendes: „in verbrecherischer Weise töten“. In der menschlichen Vorstellung wird ein Unterschied zwischen gesetzmäßigem und ungesetzmäßigem Töten gemacht.

Es gibt mindestens drei Situationen, in denen es die Menschen als gesetzmäßig betrachten, ein anderes menschliches Wesen zu töten. Menschliche Gesetze werden einen Menschen freisprechen, wenn er tötete, um sich selbst oder andere zu verteidigen. Vor Gericht muss er nur beweisen, dass die einzige Möglichkeit, sein eigenes Leben oder das Leben anderer Menschen zu bewahren, darin bestand, den Gegner zu töten.

JustiziaIm Jahr 1976 griff in Südqueensland, Australien, ein Mann eine kleine Menschengruppe an und begann, einen nach dem anderen zu töten. Nachdem er zwei oder drei Menschen getötet hatte, ergriff eine junge Frau ein Gewehr und tötete den Mörder. Auf diese Weise rettete sie ihr Leben und das Leben der anderen. Als der Fall vor den Richter kam, lobte er die Frau für ihren Mut und ihr Pflichtbewusstsein. Laut Gerichtsurteil tötete sie gesetzmäßig, und niemand erhob Einspruch gegen das Urteil.

Das ist kein Einzelfall. Wann immer jemand beweisen kann, dass er gezwungen wurde, seinen Gegner zu töten, um sein eigenes Leben zu retten, so ist sein Töten innerhalb der Grenzen des Gesetzes, und er wird freigesprochen.

Die zweite Situation, in der Töten als gesetzmäßig erachtet wird, ist gegeben, wenn eine Person gerichtlich überführt wurde, einen anderen Menschen ermordet zu haben, und dafür verurteilt wurde. Der Staat beansprucht das Recht, das Leben dieser Person zu nehmen. Dies, so sagt man, sei gesetzmäßiges oder gesetzliches Töten.

Die dritte Situation tritt dann ein, wenn eine fremde Armee die Landesgrenzen überschreitet. Die Menschen finden es notwendig und angebracht, ja, sie erachten es als ihre gesetzliche Pflicht, so viele Feinde zu töten, wie notwendig ist, um eine Invasion aufzuhalten.

Während ihrer ganzen Geschichte haben die Menschen aller Nationen nach diesen Grundsätzen gehandelt. In der Vorstellungder Menschen sind diese Grundsätze nicht nur richtig, sondern sie bilden die einzige Lösung für die Probleme der betreffenden Situationen. Sie glauben fest, nach diesen Grundsätzen handeln zu können und dabei doch Gesetzeshalter zu sein. Tatsächlich werden denen, die im Krieg am meisten umbringen, hohe Ehren verliehen.

Damit die Menschen diese Gesinnung ja nie verlieren, richtet sich das ganze, nach Satans Anweisungen aufgebaute Erziehungssystem dahin, diese Ideen systematisch und beständig einzuschärfen. In keinem Zeitalter war Satan besser ausgerüstet als in diesem. Früher waren seine Möglichkeiten auf das Medium des Geschichtenerzählens beschränkt, heute jedoch stehen ihm eine riesige Anzahl billiger Romane, das Radio, das Kino und – als erfolgreichster Lehrer – das Fernsehen zur Verfügung.

In der Meinung, sich harmlos unterhalten zu lassen, setzen sich die Leute diesen Medien aus. In Wirklichkeit werden sie dabei gründlich in Satans Lehren erzogen. Jedes anerkennende Betrachten der üblichen Fernsehgeschichten bringt den Betrachter mehr und mehr von der richtigen Vorstellung über JAHUWAHs Charakter ab.

FehrnsehenDies wird offensichtlich, sobald man die Morallehre eines Fernsehstückes genau untersucht. Greifen wir einmal eine Geschichte heraus, wie sie für Wildwest-, Kriminal-, Militär-, Spionage- oder sonstige Filme typisch ist. Sie besagt immer, dass das Gesetz gebrochen werden muss, damit es aufrechterhaltenbleibt.

Der Film führt eine bestimmte Gesellschaftsgruppe vor: In den Wildwestfilmen ist es häufig eine Bauernfamilie oder ein Städtchen, in Kriegsfilmen eine Stadt oder ein Gutshof. Diese Gesellschaftsgruppe wird so ehrlich, rechtschaffen und gesetzestreu wie möglich dargestellt. Diese Menschen lieben und vertrauen einander, und zwischen ihnen herrscht eine wunderbare Zusammenarbeit. Manchmal kommen kleine Reibereien vor, aber damit wird nur angedeutet, dass sie keine Übermenschen sind, sondern normale Leute wie die Zuschauer auch. Die Zuschauer haben keine Schwierigkeiten, sich mit den Leuten im Film zu identifizieren. So wird eine Art Gemeinschaft oder Brüderlichkeit erzeugt.

Dann wird der Gesetzesbrecher vorgestellt. In Wildwestfilmen erscheint er oft als ein finsterer Mann, schwarz gekleidet, auf einem schwarzen Pferd reitend und mit schwarzen Gewehren bewaffnet. Umgeben ist er von einer Bande Männer, die aussehen wie er. Ihre Gesichtszüge sind hart. Ihr Benehmen ist rau und brutal, vor menschlichem Leben haben sie keine Achtung. Jeder, der ihnen im Weg steht, ob groß oder klein, wird einfach niedergeschossen. Sie erreichen ihre Ziele mit Lügen, Stehlen und Töten.

Da die Angriffe der Bande auf die vorher geschilderte glückliche Gesellschaft gerichtet sind, ist der Zuschauer bestürzt und empört. Die Opfer können sich gegen solche Eindringlinge überhaupt nicht wehren, und der Zuschauer sehnt sich nach einer Bestrafung der Gesetzlosen.

Bis zu diesem Punkt wird das Grundproblem der Menschen wahrheitsgetreu und genau widergegeben. Oberflächlich gesehen sind die meisten Menschen dieser Welt Gesetzeshalter. Sie pflegen gute Nachbarschaft, helfen einander und führen ein anständiges Leben. Im Film sind sie durch die Bauernfamilie, das Städtchen oder etwas Ähnliches dargestellt.

So wie der Verbrecher und seine Bande die anständigen Leute bedrohen, so behandeln Satan und seine Nachfolger heute die Menschenauf dieser Welt. Der Mensch ist völlig unfähig, sich vor der Macht des Teufels und seiner Engel zu beschützen.

Familie vor dem FernseherSomit hat Satan das Problem der menschlichen Familie wirklich genau dargestellt. Da ein Problem eine Lösung erfordert, wird sie in jedem Film angeboten. Im Wildwestfilm erscheint ein einsamer Held auf einemwunderschönen, weißen Pferd. Im Gegensatz zum Verbrecher ist er weißgekleidet, hat ein edles, ehrliches Gesicht, ist bewaffnet mit weißen Gewehren. Er ist zutiefst erschüttert, als ihm das Schicksal der Unterdrückten mitgeteilt wird. Allein und ohne fremde Hilfe nimmt er jedes Opfer auf sich und verpflichtet sich, diese Erde für immer von der Bedrohung der Banditen zu befreien. Für seine Dienste erwartet er weder Ruhm noch Belohnung. Er betrachtet dies als eine Mission, und sein einziger Beweggrund ist Dienen.

Bis dahin wird eine der Wahrheit sehr ähnliche Geschichte geschildert. Wie in der Filmgeschichte ein Held mit einem selbstaufopfernden Geist und Charakter erscheint, der die Lösung für das Problem bringt, so ist JAHUSCHUAH Messias in die Welt gekommen, um die Menschheit zu erlösen. Auch der Messias war über das Schicksal der Menschen entrüstet und entschloss sich, sie zu erretten. Er wollte weder bezahlt noch belohnt werden und auch die Kosten nicht scheuen, die dabei entstanden. Liebe und Gnade waren seine einzigen Beweggründe.

Will ein Händler etwas verkaufen, so muss er zunächst Übereinstimmung mit dem Käufer erlangen. So will auch Satan, dass die Zuschauer mit ihm einig sind und spricht deshalb am Anfang die Wahrheit. Wenn alle einer Meinung sind, führt er geschickt seine falschen Lehren ein. Er frohlockt, wenn er sieht, dass Millionen von Menschen seine Philosophie annehmen.

Nun beginnt der große, weiße Held mit den perlenverzierten Gewehren sein Werk. Seine Aufgabe besteht darin, den Lügnern, den Dieben und Mördern Einhalt zu gebieten. Doch lasst uns einmal untersuchen, wie er dabei vorgeht. Um die Lügner auszuschalten, lügt er, und um die Diebe zu fangen, stiehlt er. Braucht er schnell ein Pferd oder einen Sattel, so bedient er sich einfach irgendwo. Zum Schluss tötet er den großen Verbrecher.

Wenn seine Mission beendet ist, hört das Gesetzebrechen auf. Das Gesetz ist erhalten geblieben. Die Botschaft, die durch den Film übermittelt wurde, ist folgende: Das Gesetz musste gebrochen werden, um es zu erhalten. Nur durch Lügen, Stehlen und Töten konnte dem Lügen, Stehlen und Morden ein Ende bereitet werden. Das ist Satans Botschaft. Er sagt nicht, das Gesetz sei völlig schlecht und müsse ganz abgeschafft werden. Er gibt zu, dass es unter gewissen Umständen gut sei und gehalten werden sollte. Da es aber nicht vollkommen sei, gäbe es Situationen, in denen es übertreten werden müsse, damit gewisse Probleme gelöst werden könnten.

Sowohl die gottlosen Menschen wie auch ihr Meister, der Teufel, wollen ein Gesetz. Sie wollen es so verfasst haben, dass sie vor anderen Menschen geschützt sind, nicht aber andere Menschen vor ihnen. Es ist unmöglich, solch ein Gesetz für jeden Menschen zu haben. Doch ist es möglich, solch ein Gesetz für eine bestimmte Klasse zu verfassen – allerdings geht das auf Kosten der Allgemeinheit. Betrachten wir einen tyrannischen König aus früheren Zeiten. Begehrte er Ländereien, Häuser, Frauen, Sklaven, Pferde oder sogar das Leben seiner Untertanen, dann nahm er es ihnen einfach weg. Fischte aber ein Untertan einen Fisch im Teich des Königs oder nahm er eine Melone vom Feld des Königs, dann konnte er mit dem Tod bestraft werden. Das Gesetz schützte also den König vor den Untertanen, nicht aber die Untertanen vor dem König. So wollen es der Teufel und die Menschen haben. Herrscht solch ein Gesetz, so ist es unmöglich, dass allen Menschen gleiches Recht und Glückzuteil wird.

KinoSo sieht also die Botschaft aus, die in Satans Erziehungsprogramm enthalten ist. In seinem Klassenzimmer gibt es keinen Andersdenkenden. Man studiere einmal – wenn sich die Gelegenheit dazu bietet – die Gesichter und die Gefühlsäußerungen der Zuschauer, wenn sie vor dem flimmernden Bildschirm sitzen. Wenn der Verbrecher lügt, stiehlt und mordet, sind sie entrüstet und verlangen danach, ihn bestraft zu sehen. Lügt, stiehlt und mordet jedoch der Held, dann applaudieren sie. Sie ehren ihn für seine Taten und halten ihn für sehr klug, weil er solche Mittel in seinem Kampf einsetzt.

Würden wir den Zuschauern nach dem Film vorschlagen, den Helden für sein Lügen, Stehlen und Töten genauso zu bestrafen wie den Verbrecher, der ja die gleichen Taten begangen hat, dann würden sie uns für verrückt halten und mit Spott, ja, vielleicht mit Feindseligkeit reagieren. Ihrer Meinung nach log, stahl und tötete der Verbrecher ungesetzmäßig, der Held aber, obwohl er dieselben Taten ausführte, handelte gesetzmäßig. Darum ist der Verbrecher ein Krimineller, der Held aber ist es nicht.

Warum haben die Menschen eine solche Einstellung? Dafür gibt es einen tieferen Grund. Wie bereits erwähnt, sehnt sich der Mensch bewusst oder unbewusst danach, vom Gesetz beschützt zu werden, selbst aber ist er nicht bereit, es zu halten. Er identifiziert sich nun mit den Opfern und dem Helden der Filmgeschichte. Mit Genugtuung empfindet er die Situation nach, in der das Gesetz nicht verbietet, zu lügen, zu stehlen und zu töten. Er freut sich, dass das Gesetz den Verbrecher nicht vor ihm schützt.

Dieses Gefühl wird bei dem Durchschnittsmenschen durch das Empfinden der Machtlosigkeit gegen eine massive Regierungsmaschinerie bestärkt, die ihn so hart bestrafen kann, wie sie will, gegen die er aber machtlos ist. Die Menschen spüren, dass das Gesetz die Regierung vor ihnen schützt, nicht aber sie vor der Regierung. In der Traumwelt des Films werden sie in eine Situation versetzt, in der die Verhältnisse umgekehrt sind, was sie natürlich genießen. Zudem verleiht es ihnen ein Gefühl der Sicherheit, denn sie sind nun gewiss, was sie tun würden, wenn sie in Wirklichkeit einmal einer solchen Situation gegenüberstehen würden.

Solcherart ist Satans und des Menschen Vergrößerung von dem Gesetz, das besagt: „Du sollst nicht töten“, „Du sollst nicht lügen“, „Du sollst nicht stehlen“. Wir wissen, dass sie vom Teufel ist, weil er durch die obengenannten Medien spricht, und weil solch eine Philosophie im Leben und in den Lehren JAHUSCHUAH Messias keinen Platz findet. Wir wissen, dass JAHUWAH mit dem Filmgeschäft nichts zu tun hat. Es ist nur Satans Werkzeug, und er wird sein System nicht dazu gebrauchen, um die Menschen in den Wegen JAHUWAHs zu erziehen oder um die Wahrheit über JAHUWAHs wunderbaren Charakter darzustellen. Das ist das Letzte, was Satan jemals tun würde.

Bis jetzt haben wir des Teufels Groß- und Herrlichmachen von dem Gesetz untersucht, und nun wenden wir uns der Vergrößerung des Gesetzes zu, die vom Messias gegeben wird. Ohne Zweifel wissen wir, dass dies die Wahrheit ist – ganz gleich wie sie aussieht, denn der Erlöser ist die Quelle der Wahrheit.

JAHUSCHUAH zeigte, dass es keine Unterscheidung zwischen gesetzmäßigem und ungesetzmäßigem Lügen, Stehlen oder Töten gibt. Sein ganzes Erdenleben war eine Bemühung, dem Lügen, Stehlen und Töten ein Ende zu bereiten. Um das zu erreichen, log, stahl und tötete er selbst aber nicht ein einziges Mal, nein, niemals!

Bedenkenlos können wir jeden auffordern, das Leben des Heilandes durch und durch zu erforschen, um ein Beispiel zu suchen, bei dem JAHUSCHUAH log, stahl oder tötete. Es wird unmöglich sein, auch nur eine einzige Begebenheit dieser Art in Seinem Leben zu finden. Unter allen Umständen, unter Druck, Drohung oder Gefahr: Immer sagte JAHUSCHUAH die Wahrheit, stets achtete er das Eigentum aller und nahm keinem Menschen das Leben.

Indem er so handelte, gab Er ein immer gültiges Beispiel, wie wir das Gesetz halten sollen und wie auch Sein Vater und Er das Gesetz halten. Er zeigte, dass JAHUWAH seinen wenigen, einfachen Worten „Du sollst nicht lügen“, „Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst nicht töten“ keine Vorbehalte oder Ausnahmen hinzufügte. Es spielt keine Rolle, welche Umstände, Drohungen, Gefahren, Misshandlungen, Bedürfnisse oder Gründe das Übertreten dieser Gebote zu rechtfertigen scheinen, JAHUWAHs Worte lauten immer noch: „Du sollst nicht ...“ Bei JAHUWAH gibt es absolut keinen Unterschied zwischen gesetzmäßigem und ungesetzmäßigem Töten. Bei JAHUWAH ist Töten immer ungesetzmäßig. JAHUWAH sagte:

„Das Gesetz JAHUWAHs ist vollkommen ...“ (Psalm 19,7)

Dies kann gar nicht anders sein, denn das Gesetz ist eine Abschrift des Charakters des Ewigen. Er ist vollkommen im absoluten Sinn. Darum ist Sein Gesetz genauso vollkommen. Das meint nicht, dass es nur in gewissen Situationen vollkommen ist, in anderen aber abgeändert oder sogar abgeschafft werden muss. Ganz im Gegenteil: Es spielt keine Rolle, welche Umstände, Situationen oder Bedrohungen auch auftreten mögen, immer ist das Gesetz der alleinige Maßstab für vollkommenes Verhalten.

Behauptet jemand, es sei gesetzmäßig, zu töten, obwohl die Gebote ausdrücklich sagen: „Du sollst nicht töten“, dann beschuldigt er das Gesetz und den Urheber des Gesetzes der Unvollkommenheit. In Wirklichkeit sagt er damit, JAHUWAH sei nicht unendlich, also eigentlich gar kein Gott. Auch bedeutet dies, das ganze Zeugnis des Dienstes des Messias zu leugnen. Diese Behauptung stellt die Wahrheit JAHUWAHs als eine Lüge hin.

Satan möchte beweisen, dass das Gesetz gebrochen werden muß, damit es erhalten werden kann. Das Leben und die Lehren des Heilandes beweisen aber das Gegenteil. Auch die Botschaft JAHUWAHs im Alten Testament beweist das Gegenteil. Hier wird die Geschichte zweier Menschen geschildert, die meinten, das Gesetz brechen zu müssen, um es ganz sicher zu erhalten. Damit niemand die Einstellung JAHUWAHs gegenüber solchen Handlungsweisen missverstehen kann, wird auch berichtet, wie JAHUWAH sich in jenem Fall verhielt.

Es handelt sich um die Geschichte von Jakob und seiner Mutter, die sich sehr bemühten, das verheißene Erstgeburtsrecht zu erlangen. Vor der Geburt der zwei Knaben erklärte JAHUWAH, der genau den Charakter eines jeden voraussehen konnte, dass nicht der ältere Sohn Esau, sondern Jakob das Erstgeburtsrecht erlangen sollte.

„Und JAHUWAH sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leib, und zwei Stämme werden sich aus deinem Schoß scheiden; und ein Volk wird dem anderen überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ (1. Mose 25,23)

Ganz deutlich und richtig verstand Rebekka, dass dies eine Verheißung für Jakob war. Nicht Esau, sondern Jakob sollte das Erstgeburtsrecht haben.Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht Gottes Wahl, Jakob das Erstgeburtsrecht erben zu lassen, war nicht willkürlich. Er gab diese Anweisung, weil er voraussah, dass Esau sich selbst für das Vorrecht dieses Besitzes unfähig machen würde. Ohne zu fragen, hätte Isaak diese Anweisung annehmen müssen; dies um so mehr, da Esaus Verhalten die Richtigkeit der Entscheidung JAHUWAHs bestätigte. Das Gesetz besagte, dass ein junger Mann, der eine heidnische Frau heiratete, damit alle Rechte der Erstgeburt verlor. Indem Esau gleich mehrere heidnische Frauen nahm, machte er die Sache noch schlimmer.

„Als aber Esau 40 Jahre alt war, nahm er Judith zur Frau, die Tochter Beris, des Hetiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hetiters; die bereiteten Isaak und Rebekka viel Herzenskummer.“ (1. Mose 26,34f)

Nachdem Esau so gehandelt hatte, hätte Isaak streng das Gesetz befolgen sollen und seine Bevorzugung des Älteren aufgeben müssen. Anstatt Esau das Erstgeburtsrecht zu vererben, hätte er sich darauf vorbereiten sollen, den Segen auf Jakob auszusprechen. Aber er erlaubte seinen Gefühlen, sein Gewissen zu beherrschen, so dass er seinen eigenen Weg dem klaren Willen JAHUWAHs vorzog.

Nach besten Kräften versuchte Rebekka ihren Einfluss auf Isaak auszuüben, um ihn von seiner festen Absicht, Esau zu segnen, abzubringen. Sie wies auf Esaus Interessenlosigkeit und auf seine Achtlosigkeit gegenüber der geistlichen Verantwortung hin, die in dem Erstgeburtsrecht eingeschlossen war. Sie erinnerte ihn an die Prophezeiung, die gegeben wurde, ehe die beiden Knaben geboren waren, und an die Ehe Esaus mit den heidnischen Frauen. Sie machte Isaak auf den grundverschiedenen Geist, auf die völlig andere Gesinnung und auf das geweihte Leben Jakobs aufmerksam. Alles Argumentieren und Bitten nützte aber nichts.

Alles, was sie erreichte, war ein Aufschub des Tages, an dem der Segen ausgesprochen werden sollte. Als sich aber die Altersschwächen bei Isaak bemerkbar machten, erkannte er, dass er den Segen bald aussprechen musste, da es sonst zu spät sein würde. Er beschloss, dies heimlich zu tun, und nicht, wie es üblich war, ein freudiges Familienfest zu veranstalten. Er rief Esau und wies ihn an, seine Waffen zu ergreifen und seine Lieblingsbeute zu jagen. Sie würden ein kleines Fest zusammen feiern, und nachher würde der Sohn den kostbaren Segen erhalten. Man muss beachten, dass Esau Interesse an dem materiellen Teil des Segens hatte, am geistlichen Segen aber lag ihm nichts. Rebekka hörte die angeblich geheimen Anweisungen, und es schauderte ihr bei dem Gedanken an die Folgen dieser Tat, die ihr Mann gerade verübte.

Sehr deutlich erkannte Rebekka, dass Isaak im Begriff war, direkt gegen das Gesetz zu handeln, und damit JAHUWAHs Missfallen erregte. Sie sah, dass diese Handlung Jakob des Segens berauben würde, der ihm rechtmäßig zustand. So meinte sie, Isaak an diesem Gesetzesbruch hindern zu müssen– zu seinem und zu Jakobs Bestem.

Jahrelang hatte sie sich sehr bemüht, diese Tat zu vereiteln, und an Isaaks Vernunft appelliert. Da dies aber erfolglos gewesen war, musste sie sich andere Methoden ausdenken.

Welch eine Methode wählte sie? Damit sie Isaak davon abbringen konnte, ein Gesetzesbrecher zu werden, wurde sie selbst zu einer Gesetzesbrecherin. Das hatte wiederum zur Folge, dass auch Jakob ein Gesetzesbrecher wurde. Sie verließen die Wege JAHUWAHs und wandten sich menschlichen Wegen zu. Sie handelten nach denselben Grundsätzen, beziehungsweise aus Mangel an Grundsätzen, wie die Helden auf dem Bildschirm, in den Romanen und in allen anderen Erzählungen. Dies war eine böse Saat, die ihnen nur eine bittere Ernte bringen konnte. Sie erreichten ihre Absicht bis zu einem gewissen Grade: Während Jakob den geistlichen Segen empfing, fiel der Wohlstand und die Macht in Esaus Hände.

Die Zehn GeboteRebekka und Jakob brachen das Gesetz, um zu verhindern, dass es gebrochen wurde. So zu handeln, ist völlig falsch. Das beweisen die traurigen Folgen, die sie für ihren Fehler tragen mussten. Die letzte Auseinandersetzung über die Frage, was das Gesetz wirklich bedeutet, steht uns bevor, deshalb wollen wir Rebekkas und Jakobs Fehler und die daraus folgenden Schwierigkeiten sehr sorgfältig beachten. Mit klarer Deutlichkeit wollen wir erkennen, dass das Gesetz nicht erhalten werden kann, indem man es bricht.

Jene Worte: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden“, „Du sollst nichtstehlen“, „Du sollst nicht töten“ geben uns bekannt, wie wir uns in allen Situationen, Bedrohungen, Misshandlungen, Herausforderungen, Notwendigkeiten, erhofften Vorteilen und unter allen anderen Umständen verhalten sollen. Im Reich JAHUWAHs und in seinen Grundsätzen kann niemals der Zweck die Mittel heiligen. In jeder Situation muss deshalb das Gesetz und nicht die Zweckmäßigkeit beachtet und befolgt werden. Wenn JAHUWAH ein Volk hat, das zu diesen Grundsätzen steht und sich von ihnen leiten lässt, dann hat Er ein Volk, dem Er die Beendigung des Werkes anvertrauen kann, und dann wird es auch beendet werden.

„Siehe, du wirst ein Volk berufen, das du nicht kennst,
und ein Volk, das dich nicht kannte, wird dir zulaufen wegen JAHUWAH, deines Elohims,
und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht JAHUWAH, solange Er zu finden ist; ruft Ihn an, während Er nahe ist!
Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken;
und er kehre um zu JAHUWAH, so wird Er sich über ihn erbarmen,
und zu unserem Elohim, denn bei Ihm ist viel Vergebung.
Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht Meine Wege,
spricht JAHUWAH.“
(Jesaja 55,5-8)

Auzug aus dem Buch „Siehe das ist unser Gott“ von Frederic T. Wright, Kapitel 16, „Das Gesetz groß und herrlich machen“, leicht gekürzt, einige Bibelverse hinzugefügt.

Alle heidnischen Namen und Titel des Vaters und des Sohnes wurden mit den ursprünglichen Namen und Titeln ersetzt. Bilder hinzugefügt.

 

 

 

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