Erstellt: Dienstag, 19. Juni 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 06. August 2016

Offenbarung 1,3

 

Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.

 
Das griechische Wort, das hier mit „glückselig“ übersetzt ist, ist dasselbe Wort, welches der Messias am Berg der Seligpreisung benutzte (Matthäus 5,3-12). In der Offenbarung taucht dieses Wort genau 7 Mal auf. Die Zahl 7 steht für Vollkommenheit. Diejenigen, die das Evangelium – die Frohe Botschaft – annehmen, werden zur vollkommenen „Glückseligkeit“ gelangen. „Wer sie liest, hört und bewahrt“. Die Worte der Weissagungen sollen nicht nur gelesen werden, sondern auch gehört; d.h., damit sie die Menschen hören können, müssen sie auch verkündigt werden. Die Worte der Weissagung sollten überall von den Kanzeln gepredigt werden. Aber wo ist das denn heute noch der Fall?

Krone SchwertJAHUWAHs Wort erweist sich heute nur noch sehr selten als ein „zweischneidiges Schwert“ (Hebräer 4,12). Heute wird vielmehr den Menschen ein „Wohlfühl-Evangelium“ gepredigt. Das Aufzeigen der Sünde, die Aufforderung zur Umkehr vom bisherigen Leben, das Gericht und die baldige Wiederkunft des Messias sind Themen, die man lieber ausklammert. Im Zeitalter der Toleranz und des Einheitsstrebens, hat man Angst die Menschen vor den Kopf zu stoßen; man könnte sich unbeliebt machen. JAHUSCHUAH, der Messias, sagt jedoch:

„Wenn jemand zu mir kommt und nicht seinen Vater und seine Mutter, sein Weib und seine Kinder, seine Brüder und seine Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben hasst [bedeutet kein bösartiges Gefühl, sondern ein Zurückstellen oder Aufgeben um des Messias willen], so kann er nicht Mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht Mein Jünger sein.“ (Lukas 14,26-27; Menge)


Warum gebraucht JAHUSCHUAH solche Worte? Weil Er nicht dulden kann, dass Sein Volk „zwei Herren“ (Lukas 16,13) dient. Dies gilt nicht nur für die Beziehungen zu Verwandten und Freunden, sondern vor allem auch für die Kirchengemeinde. Er legt damit nahe, dass wo Irrtum in einer Kirche oder Gemeinde gepredigt wird, man austreten soll. Man sollte an solchen Gottesdiensten nicht teilnehmen, denn das Volk wird damit schleichend ein anderes Evangelium gebracht, so lange, bis auch das letzte Gemeindeglied es glaubt. „Geht hinaus aus ihr mein Volk! damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ (Offenbarung 18,4)

„Denn unter Meinem Volk finden sich Gottlose; sie liegen auf der Lauer, ducken sich wie Vogelsteller; sie stellen Fallen, um Menschen zu fangen. Wie ein Käfig voller Vögel geworden ist, so haben sich ihre Häuser mit Betrug gefüllt; auf diese Weise sind sie groß und reich geworden.“ (Jeremia 5,26-27)


Wenn es um das Wort Seines Vaters ging, hat der Messias nie versucht sich um des Friedenswillens den Menschen anzupassen oder unter einer falschen Toleranz Sympathien zu wecken. Er hat ganz deutlich das Wort JAHUWAHs gepredigt, auch wenn es für Ihn letztendlich den Tod bedeutete. Heutige Pastoren und Prediger sollten sich das wieder mehr vor Augen führen und wieder einen deutlicheren Ton anstimmen auch wenn es den Ausschluss aus der Gemeinschaft zur Folge haben kann und höchstwarscheinlich auch sein wird.

„Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schopharhorn und verkündige Meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde!“ (Jesaja 58,1)


Das Gesetz, das Wort JAHUWAHs, das Zeugnis JAHUSCHUAHs, die Weissagung der Propheten müssen von den Kanzeln gepredigt werden, wie es damals in der Urgemeinde noch zu finden war:

„Sie [PauluIn der Synagoges und seine Gefährten] aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich. Und nach der Vorlesung des Gesetzes und der Propheten ließen die Obersten der Synagoge ihnen sagen: Ihr Männer und Brüder, wenn ihr ein Wort der Ermahnung an das Volk habt, so redet! Da stand Paulus auf und gab ein Zeichen mit der Hand und sprach: Ihr israelitischen Männer, und die ihr Gott fürchtet, hört zu!“ (Apostelgeschichte 13,15-16)


Wenn das Wort der Weissagung gelesen und gehört wird, muss es auch bewahrt werden, d.h., es muss ausgelebt werden. Alles lesen und hören nützt nichts, wenn keine Taten folgen. Glückselig ist der, der diese Worte von Herzen liest, hört und bewahrt.

„Nicht jeder, der zu Mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen Meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt und in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in Deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde Ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von Mir, ihr Gesetzlosen! Ein jeder nun, der diese Meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.“ (Matthäus 7,21-22)


 

Die Worte der Weissagung

Hier haben wir wieder zum einen das Wort – griechisch logos, und zum anderen die Weissagung – griechisch propheteia. Es handelt sich hier um das prophetische Wort, die Prophetie. Prophetie ist die Weissagung durch den Heiligen Geist JAHUWAHs, auch „Geist der Weissagung“ genannt, was wiederum das Zeugnis JAHUSCHUAHs ist (Offenbarung 19,10).

Wie Paulus diejenigen, die die Gabe der Prophetie empfangen, als Propheten bezeichnet (1. Korinther 12,28; Epheser 4,11), werden in der Offenbarung auch die Propheten genannt, die den Geist der Weissagung haben. Dies wird aus der Parallele von Offenbarung 19,10 und 22,9 deutlich:

„Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis ... [JAHUSCHUAH] haben. Bete ... [JAHUWAH] an! Denn das Zeugnis ... [JAHUSCHUAH] ist der Geist der Weissagung.“ (Offenbarung 19,10)

„Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete ... [JAHUWAH] an.“ (Offenbarung 22,9)

Mit Brüder sind also hier nicht allgemein die Gläubigen gemeint, sondern die Propheten. Wenn sie das Zeugnis JAHUSCHUAH haben, dann haben sie den Geist der Weissagung. Sie sind Propheten und stehen Seite an Seite mit Johannes und mit dem Boten vom Himmel, den JAHUSCHUAH gesandt hat.

LichtstrahlenIn Offenbarung 1,3 ist vor allem die Prophetie der Offenbarung durch Johannes gemeint. Die Worte der Weissagung begrenzen sich jedoch nicht nur darauf, sondern weisen auf die gesamte Prophetie der Heiligen Schrift, auf welche die Visionen des Johannes aufbauen.

Die Worte der Weissagung haben aber noch eine weitere Anwendung. Prophetie ist nicht auf die 4000 Jahre des Alten und Neuen Testaments beschränkt. Es gibt keinen einzigen Hinweis in der Bibel, dass diese Gabe jemals der Gemeinde JAHUWAHs entzogen worden wäre. So nennt die Heilige Schrift z.B. in 1. Korinther 12,28-31 acht geistliche Gaben, die als fortdauernde Gabe vom Himmel gegeben werden. In Vers 31 ist von „besten Gaben“ (Schlachter 1951) die Rede. Worum handelt es sich dabei? Paulus zählt sie nicht auf, aber in Kapitel 14,1 sondert er die Gabe der Weissagung als die wünschenswerteste aus: „bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt!“

infoEs gab auch in biblischer Zeit einige Propheten, denen kein eigenes Buch in der Bibel gewidmet ist, und auch Propheten, deren Prophezeiungen auch nicht in anderen Büchern auftauchen, sondern nur der Hinweis, dass sie Propheten waren. So ist z.B. kein Buch der Bibel nach Elisa oder nach Elia benannt, aber beide waren Propheten von JAHUWAH beauftragt. Oder Johannes der Täufer, es existiert kein biblisches Buch. Und doch sagte JAHUSCHUAH von ihm: „Wollt ihr einen Propheten sehen? Ja, Ich sage euch: er ist mehr als ein Prophet … Unter allen … ist keiner aufgestanden, der grösser sei als Johannes der Täufer.“ (Matthäus 11,9-11).

Wenn alle Propheten Bücher geschrieben hätten, oder erhalten wären, dann müsste es beispielsweise die Prophezeiungen Ahias, des Propheten geben (2. Chronik 9,29); das Buch Gads, des Propheten (1. Chronik 29,29); das Geschichtsbuch Iddos, des Propheten (2. Chronik 13,22); das Buch Nathans, des Propheten (2. Chronik 9,29); die Geschichten Schemajas, des Propheten (2. Chronik 12,15).

Es gab auch viele Prophetinnen, sie waren als solche voll anerkannt, deren Botschaften sind aber nicht oder nur zum Teil in der Bibel aufgeführt. Vier solcher Frauen werden im Alten Testament erwähnt: Mirjam (2. Mose 15,20), Debora (Richter 4,4), Hulda (2. Könige 22,14) und die Frau Jesajas (Jesaja 8,3). Fünf Frauen stehen im Neuen Testament: die vier Töchter des Philippus (Apostelgeschichte 21,9) und Hanna (Lukas 2,36).

Es gibt keine Unterschiede zwischen Gottes Propheten. Alle erhielten von JAHUWAH auf übernatürliche Weise ihre Botschaften und dienten als Sein Sprachrohr. Ob sie nun im biblischen Kanon aufgenommen wurden oder nicht. Die Bibel entstand über einen langen Zeitraum. Sie schwebte nicht komplett gebunden vom Himmel herab.

In Epheser 4,11-30 erklärt Paulus, dass die Gabe der Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer zum Aufbau der Gemeinde gegeben werden, „bis wir alle hinankommen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis…“ (Epheser 4,13). Dieses Ziel ist noch nicht erreicht. Wird aber kurz vor JAHUSCHUAs Wiederkunft erreicht werden. Deshalb ist das Prophetenamt nach wie vor notwendig.

Der Prophet Joel erklärt, dass, bevor der große und schreckliche Tag JAHUWAHs kommt, sich die Gabe der Weissagung im Volk Gottes bekunden würde, und diese schlösse übernatürliche Träume und Visionen ein (siehe Joel 3,1-4). Auf diese Prophezeiung bezog sich Petrus zu Pfingsten. Er sah letzteres Ereignis als Vorgeschmack dessen an, was sich in den letzten Tagen abspielen würde (Apostelgeschichte 2,17-20). Dieses Geschehen durch die Gabe der Weissagung würde mit Wunderzeichen am Himmel einhergehen: „Die Sonne soll sich verkehren in Finstern und der Mond in Blut, ehe denn der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt.“ (Apostelgeschichte 2,20).

Maleachi prophezeit: „Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag …[JAHUWAHs] kommt.“ (Maleachi 3,23) JAHUSCHUAH erkannte im Wirken Johannes des Täufers eine erste Erfüllung dieser Elia-Weissagung. Er sagte: „Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis zur Zeit des Johannes; und so ihr’s wollt nehmen: er ist der Elia, der da kommen soll.“ (Matthias 11,13-14). Natürlich war Johannes nicht Elia (Johannes 1,21). Aber weil er – als Vorläufer des Messias – den Weg zur ersten Ankunft JAHUSCHUAHs vorbereitete, bezeichnete der Erlöser seine Verkündigung als eine Erfüllung der Elia-Prophezeiung.

Vor dem zweiten Advent muss es jedoch eine Wiederholung dieser Vorbereitungsbotschaft geben. Das können wir aus Maleachi 3,23 entnehmen: „…ehe der große und schreckliche Tag …[JAHUWAHs] kommt.“ Diese Elia-Botschaft der letzten Zeit bereitet den Weg für das zweite Kommen des Messias ebenso vor, wie es damals geschah.

Bibel Sanduhr ErdeDie Prophezeiung in Offenbarung 12 umfasst die Geschichte der Gemeinde in beiden Testamenten. Sie zeigt auf, wie JAHUSCHUAHs erste Ankunft erwartet wurde (Vers 2) und wie Satan über JAHUSCHUAHs Geburt in Wut geriet (Vers 5). Auch eine Verfolgungszeit von 1260 Jahr-Tagen wird erwähnt (Vers 6 und 14). Danach sollten die „Übrigen“ auftreten in der Endzeit. Sie würden daran erkannt, dass sie JAHUWAHs Gebote hielten und das Zeugnis JAHUSCHUAHs hätten (Vers 17). Wie wir gesehen haben, wird „das Zeugnis JAHUSCHUAHs“ in Offenbarung 1,1-2 als prophetische Offenbarung definiert, die von Gott kommt; in Kapitel 19,10 wird sie als „Geist der Weissagung“ bezeichnet.

 

„Wo keine Weissagung ist, wird das Volk zügellos, aber wohl ihm, wenn es das Gesetz bewahrt!“ (Sprüche 29,18; Schlachter 1951)

 

Das Volk, das keine Propheten hat, wird zügellos. Die Aufgaben eines Propheten sind weitläufiger, als „nur“ zukünftige Ereignisse vorherzusagen. Sie sind im Einzelnen:

  • Die Verkündigung des Evangeliums. Ein Prophet führt das Volk zu einem richtigen Verständnis des Erlösungsplanes und dem Lebens mit JAHUSCHUAH. Die Prophetie zeigt den richtigen Weg, auf den jeder einzelne gehen soll (siehe Apostelgeschichte 13,1-3)

    „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)
  • Prophetie dient zur Ermahnung, zum Trost und zur Erbauung. Prophetie und somit die Propheten führen uns zur Heiligen Schrift hin (1. Korinther 14,3)

    "Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.“ (Johannes 16,8-11)
  • Wahre Prophetie belebt das Volk JAHUWAHs, alte, verschüttete Wahrheiten werden ans Licht gebracht, eine Reformation findet statt. (Apostelgeschichte 2,16-18)
  • Propheten sagen zukünftige Ereignisse voraus (Daniel 2,28.45, Offenbarung 1,1 usw.), die sie in Träumen, Gesichten oder Visionen erlebt oder gesehen haben.

    "Hört doch meine Worte: Wenn jemand unter euch ein Prophet JAHUWAHs ist, dem will ich mich in einem Gesicht offenbaren oder ich will in einem Traum zu ihm reden.“ (4. Mose 12,6)

Diese Aufgaben und Eigenschaften eines Propheten zeigen zugleich, ob es sich tatsächlich um einen echten, von JAHUWAH beauftragten Propheten handelt. Denn leider gibt es auch falsche Propheten und diese gilt es von den wahren Propheten zu unterscheiden. Besonders im letzten Zeitabschnitt unserer Erdgeschichte treten diese vermehrt auf, wie unser Heiland uns mitteilt:

 „Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24,11-14)

„Denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie es keine gegeben hat von Anfang der Schöpfung, die Gott erschuf, bis jetzt, und wie es auch keine mehr geben wird. Und wenn JAHUWAH die Tage nicht verkürzt hätte, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er erwählt hat, hat Er die Tage verkürzt. Und wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Siehe, dort!, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Ihr aber, habt acht! Siehe, Ich habe euch alles vorhergesagt. Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne des Himmels werden herabfallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden.“ (Markus 13,19-25; Matthäus 24,21-27)

 

Wie können wir aber wissen, ob ein Prophet als echt anzusehen ist? Die ersten in der Bibel erwähnten Propheten zeigen es uns auf. Folgende Prüfsteine für einen von JAHUWAH gesandten Propheten werden in der Heiligen Schrift offenbart:

 

1. Kein Widerspruch zum Gesetz und zum Zeugnis

Prophetischer Schreiber„Siehe, ich und die Kinder, die mir der …[JAHUWAH] gegeben hat, wir sind Zeichen und Wunder für Israel von dem …[JAHUWAH] der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt. Wenn sie euch aber sagen werden; Befragt die Totenbeschwörer und Wahrsager, die flüstern und murmeln! – so antwortet ihnen: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen, oder soll man die Toten für die Lebendigen befragen? ‚Zum Gesetz und zum Zeugnis!‘ – wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot.“ (Jesaja 8,18-20)

Ein Prophet darf sich also nie der Bibel und der vorherigen von JAHUWAH gesandten Propheten widersprechen. Deshalb müssen wir jeden vorgeblichen Propheten an der Heiligen Schrift prüfen. Hält er diesen Test nicht stand, dürfen wir ihn getrost ablehnen. 

 

2. Verherrlicht der Prophet den Messias JAHUSCHUAH als unseren Erlöser?

 

„Er wird Mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“ (Johannes 16,14)

„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass ... [der Messias JAHUSCHUAH] im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass ... [der Messias JAHUSCHUAH] im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.“ (1. Johannes 4,1-3)

 

Johannes warnt hier vor bestimmten Irrlehrern, die leugnen, dass der Sohn JAHUWAHs tatsächlich Mensch geworden war, „das Wort wurde Fleisch" (Johannes 1,14) wird missachtet. Und damit konnte Er auch nicht wirklich sterben, weil Er ein allmächtiger Gott unter Dreien ist (Trinitätslehre). Es geht hier um alle Aspekte des Messias, die unsere Erlösung betrifft. Dazu zählen Sein sündloses Leben, Sein Versöhnungstod und Seine Wiederkunft. Wird nur eines davon abgelehnt, ist es ein falscher Prophet.

 

3. Wie sind die Früchte - die Charaktereigenschaften und Lebensweise des Propheten?

 

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. (Matthew 7,16-18.20)

Welcher Prophet zeigt schlechte Früchte?

„Sie sind von der Welt, darum reden sie von der Welt, und die Welt hört sie.“ (1. Johannes 4,5)

Die „Welt“ bedeutet hier "weltlich" oder "fleischlich" gesinnt sein. Wenn wir die Propheten in alter Zeit betrachten, so kann man sehen, dass die falschen Propheten meistens schmeichelten, dass sie gerne sagten: „Friede und Sicherheit!“, während die wahren Propheten furchtlos die Sünde straften und die Gefahr verkündigten. (siehe Hesekiel 13,10.16 u. Jeremia 23,16-17; 14,13-15).

Wolf im Schafspelz„Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Bau kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.“ (Matthäus 7,15-20)

 

4. Ist die Prophetie stimmig oder zusammenhangslos und wirr?

 

„Und so soll auch ihnen das Wort JAHUWAHs werden: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« — damit sie hingehen und rückwärts hinstürzen, zerbrochen und verstrickt und gefangen werden.“ (Jesaja 28,13)

infoJesaja prophezeihte diese Worte dem Volk, weil es die ihnen auferlegten Gebote als lästiges Gerede empfand und sie spotteten: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« (Vers 10). Auf Hebräisch heißt dies: zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw.; Zaw und kaw klingen wie Buchstabennamen, die die Schüler beim Erlernen des ABC heruntersagen mussten und die hier Jesaja spöttisch vorgehalten werden.

Wahre Prophetie folgt dem Prinzip „Vorschrift auf Vorschrift und Satzung auf Satzung“.

 

5. Geht die Weissagung in Erfüllung?


„Wenn du aber in deinem Herzen sprichst: ‚Woran können wir das Wort erkennen, das …[JAHUWAH] nicht geredet hat?‘, dann sollst du wissen: Wenn der Prophet im Namen …[JAHUWAHs] redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das …[JAHUWAH] nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten.“ (5. Mose 18,21-22)

„Der Prophet aber, der Frieden weissagt, der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt als ein Prophet, den JAHUWAH in Wahrheit gesandt hat!“ (Jeremia 29,9)

 

6. Erfüllung tritt ein, aber falscher Lebenswandel und Anbetung anderer Götter?

 

„Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen und Wunder, und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat und spricht: Laß uns anderen Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, so sollst du nicht gehorchen den Worten solches Propheten oder Träumers; denn …[JAHUWAH], euer Gott, versucht euch, dass er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt.“ (5. Mose 13-1-3).

Turm zu BabelNicht alle Prophezeiungen sind vom Himmel. Es können auch Prophezeiungen von „falschen Propheten“ in Erfüllung gehen; diese werden sogar „große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ (Matthäus 24,24). Oft sind solche Prophezeiungen von charismatischen „Propheten“, die die Menschen zur sog. Glossolalie anspornen. Dieses moderne Zungenreden ist nicht mit derjenigen, zur Zeit der Apostel zu vergleichen, wo diese in fremden Sprachen redeten, so dass das Evangelium von allen gehört werden konnte. Die Glossolalie ist vielmehr ein Kauderwelsch, welche keine systematische Ähnlichkeit mit irgendeiner echten Sprache hat. Den Gemeindegliedern einer solchen pfingstlerischen Gemeinde, wird häufig geraten, dabei völlig den Verstand auszuschalten, sonst würde es nicht funktionieren. JAHUSCHUAH hingegen betont:

„du sollst JAHUWAH, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!“ (Markus 12,30)

Diese pfingstlerische Praxis ist eines der grundlegenden Kennzeichen von heidnischen Mysterienreligionen. Hier werden andere Götter zu Hilfe gerufen. Ein solch inspirierter Prophet ist unbedingt als nicht von JAHUWAH beauftragt abzulehnen!

Wir müssen also Überprüfen, ob ein Prophet vom Himmel gesandt ist oder nicht. Wenn wir jedoch erkennen, dass es ein echter Prophet ist, dann sind wir ihm auch verpflichtet. Denn die Botschaft kommt dann vom Allmächtigen selbst.

„Weissagungen verachtet nicht. Prüfet aber alles, und das Gute behaltet.“ (1. Thessalonicher 5,20.21)

1. Wir dürfen Weissagungen nicht verachten.
2. Wir müssen alles an der Schrift prüfen.
3. Wenn übereinstimmend, dann sind wir dem Propheten gegenüber auch verpflichtet.

„Glaubet an …[JAHUWAH], euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es euch gelingen.“ (2. Chronik 20,20)

 


Die Zeit ist nahe

Im Neuen Testament werden zwei griechische Begriffe für „Zeit“ benutzt. Einmal ist es chronos. Dieses Wort drückt besonders einen bestimmten Zeitabschnitt aus. In Offenbarung 1,3 wird jedoch das Wort kairos verwendet. Kairos bedeutet eine von JAHUWAH festgesetzte, besondere, entscheidende Zeit. Als der Messias Seine Mission auf Erden begann, verkündigte Er:

“Die Zeit ist erfüllt, und das Reich JAHUWAHs ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15)

Diese, von JAHUWAH gegebene Zeit war damals erfüllt; die Zeit war nahe, denn mit dem Opfertod JAHUSCHUAHs wurde das Reich JAHUWAHs für die Menschen erreichbar. Dies prophezeite Jesaja und Paulus wiederholte:

„Hätte der Herr der Heerscharen uns nicht einen Samen übrig bleiben lassen, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleichgemacht!“ (Römer 9,29; Jesaja 1,9).

Zeit des GerichtsVor dem zweiten Kommen des Messias erfüllt sich eine weitere gegebene Zeit „und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24,12-14). Auch diese Weissagung wird sich sehr bald vollständig erfüllen.

Je näher wir dem Ende dieser Erdgeschichte kommen, desto wichtiger werden die Prophezeiungen, die damit im Zusammenhang stehen. Besonders Daniel im Alten Testament und die Offenbarung sind voller Wahrheit und Prophetie für diesen letzten Zeitabschnitt, den wir Menschen verstehen sollten. Es sei deshalb jeder aufgerufen, es zu studieren!

Leider spiegelt sich der damalige Unglaube des jüdischen Volkes bei der Ankunft des Messias in unserer Zeit wider. Die Zeit ist nahe. Sie ist näher als je zuvor. Diese vom Himmlischen Vater festgesetzte Zeit ist auch eine Zeit der Entscheidung. Wir müssen heute eine Entscheidung treffen. Denn JAHUWAH hat "einen Tag gesetzt, an welchem Er richten will den Erdkreis" (Apostelgeschichte 17,31).

„Erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt.“ (Josua 24,15)

Den Götzen? Dem Mammon (Reichtum, Ansehen, Besitz; Matth. 6,24)? Dem Papst? Den sündigen Menschen? Dem heidnischen System dieser Welt? Oder doch lieber dem Allmächtigen Schöpfer des Weltalls?

Wem willst du dienen? Wen willst du anbeten?

 

 

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