Wurde „Gott“ Mensch?

Erstellt: Samstag, 19. Oktober 2013 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 30. März 2016

 

Hin und wieder ist in theologischen Schriften zu lesen oder bei Predigten zu hören: „Gott wurde Mensch“. Eine solche Aussage ist absurd. Sie steht so nirgendwo in der Bibel. Die meisten Trinitarier gehen bei dieser Aussage wohl davon aus, dass die „zweite Person der Gottheit“ der Dreieinigkeit Mensch wurde. Es gibt jedoch auch eine Form der Trinität, die besagt, dass es nur eine Gottesperson gibt, welche sich mal als Vater, mal als Sohn und mal als heiliger Geist präsentiert (siehe Modalismus).

Aus dieser Sicht ist es dann tatsächlich so, dass „Gott“ selbst den Himmel verlassen hat und Mensch wurde. Es stellt sich dann die Frage, wer regierte in dieser Zeit das Weltall? Gott, der Allmächtige, wurde zu keiner Zeit und niemals Mensch! Es ist Sein buchstäblicher, einzig geborener Sohn, der den Himmel verließ und Mensch wurde, nicht der Vater selbst! Diesen Allmächtigen und „allein wahren Gott“ (Johannes 17,3) hat kein Mensch je gesehen (Johannes 1,18). Jahuschuah wird als „Sohn des Höchsten“ (Lukas 1,32) und „Sohn dieses Gottes“ (Lukas 1,35) bezeichnet. Es ist also nicht Gott, der Mensch wurde, sondern „Gottes Sohn“.

Zum Teil heißt es auch „Gott Sohn“. Dieser Ausdruck soll aussagen, dass der Messias neben „Gott Vater“ und „Gott heiliger Geist“ einer der drei Götterpersonen, bzw. eine ewige Existenzform der drei in Einheit ist. „Gott-Sohn“ ist etwas anderes als „Gottes Sohn“. Wessen Sohn ist denn „Gott-Sohn“? Durch diese Wortverdrehung kann nicht mehr eindeutig erklärt werden, wer denn nun Gottes Sohn ist, obwohl dies so deutlich in der heiligen Schrift zum Ausdruck kommt. Auch dadurch kommen solche absurden Aussagen wie „Gott wurde Mensch“ zustande.

Der biblische Begriff „Sohn Gottes“ zeigt eine deutliche Trennung zwischen dem Sohn und dem Vater JaHuWaH. Es zeigt, dass der Messias der Sohn des allmächtigen Gottes ist und nicht Gott selbst. Dieser höchste Gott JaHuWaH hat einen Sohn und dieser Sohn ist nicht Er selbst!

Gemäß Hebräer 1,2 hat JaHuWaH Seinen Sohn zum Erben aller Dinge eingesetzt. Der Sohn ist der Nachkomme des Vaters und somit kann Er etwas von Seinem Vater erben, Er bekommt etwas von Ihm, was Er vorher nicht hatte – auch vor Seinem Erdenleben hatte Er es nicht. Durch die Einsetzung als Erbe (vgl. auch Ps 2,8; Dan 7,13.14) wird erst richtig verständlich, dass auch diejenigen, die durch den Sohn JaHuWaHs errettet werden, zu Miterben des Messias (Römer 8,17) werden. Wir erben nicht von dem Sohn Jahuschuah, sondern wie auch Er, vom Vater JaHuWaH. Was der Sohn des Allmächtigen bereits erlangt hat, werden auch wir bekommen (Offb. 5,10).

Dasselbe ist mit der völlig verdrehten und falschen Aussage: „Gott ist am Kreuz gestorben“. Es ist nicht Gott am Kreuz gestorben, sondern Sein Sohn! Wenn „Gott“ und „Jesus“ ein und dieselbe Person ist, wie konnte dann der Vater den Sohn senden? (Johannes 5,30). Soll dies nur eine poetische Ausdrucksweise sein? Wie konnte der Sohn den Willen des Vaters tun, wenn es ein und dieselbe Wesen ist? Würde Er dann nicht Seinen eigenen Willen vollbringen?

Wie kann Jahuschuah unser Mittler zwischen Ihm und dem Vater sein, wenn Er selbst der Allmächtige ist?

Gäbe es nur ein und dieselbe Person, wäre der Messias nicht wirklich gestorben und die Menschen hätten keinen Erlöser! Paulus schrieb „der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Römer 6,23). Jahuschuah hat damit buchstäblich und vollständig sterben müssen, damit die Strafe für die Sünde an unserer statt bezahlt werden konnte. Wäre der Messias nicht tatsächlich gestorben und auferstanden, wäre unser „Glaube nichtig“, wir wären noch in unseren Sünden und „dann sind auch die in ... [dem Messias] Entschlafenen verloren.“ (1. Korinther 15,17-18).

„Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ (1. Johannes 2,22)

 

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