Der verborgene Schatz

Erstellt: Montag, 21. Mai 2012 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 22. April 2014

 "Das Himmelreich gleicht einem Schatz,
verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg;
und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles
was er hatte, und kaufte den Acker."
(Matthäus 13,44)

 

SchatztruheIn alter Zeit war es üblich, dass die Menschen ihre Schätze im Boden vergruben. Räuber und Diebe gab es viele und wenn ein Machtwechsel stattfand, wurden die Begüterten schwer besteuert. Außerdem stand das Land ständig in der Gefahr, von plündernden Armeen überfallen zu werden. Das alles führte dazu, dass die Reichen darum bemüht waren, sich ihre Schätze zu erhalten, indem sie sie verbargen und der Erdboden galt als sicheres Versteck. Aber häufig vergaß man die Stelle, wo man den Schatz vergraben hatte, vielleicht ist der Eigentümer verstorben, er geriet in Gefangenschaft oder musste auswandern und wurde so von seinem Schatz getrennt. Den Reichtum, um dessen Erhalt er so viel Mühe auf sich genommen hatte, musste er einem glücklichen Finder überlassen. Zur Zeit JAHUSCHUAHs war es nicht ungewöhnlich, auf brachliegendem Land alte Münzen und Schmuck aus Gold und Silber zu entdecken.

Jemand hat Land gepachtet, um es zu bewirtschaften, und beim Pflügen kam ein vergrabener Schatz zum Vorschein. Der Mann sieht sofort, dass hier ein Vermögen zu erlangen ist. Er vergräbt das Gold am alten Platz, geht nach Hause und verkauft alles, was er hat, um mit dem Erlös den Acker zu erwerben, in dem der Schatz verborgen ist. Seine Familie und seine Nachbarn halten ihn für verrückt. Wenn sie sich diesen Acker anschauen, können sie in der lange vernachlässigten Erde nichts besonders Wertvolles sehen. Aber der Mann weiß, was er tut, und wenn ihm das Grundstück gehört, sucht er alles ab, um den Schatz, den er damit gesichert hat, wiederzufinden. 

Dieses Gleichnis stellt den Wert himmlischer Schätze dar und welche Bemühungen man auf sich nehmen sollte, um sie zu erlangen. Der Mann, der den Schatz im Acker fand, war bereit, alles was er besaß aufzugeben und unermüdlich zu arbeiten, um die verborgenen Schätze zu erwerben. So wird ein Mensch, der die Schätze des Himmels entdeckt, keine Mühe und kein Opfer scheuen, um die Reichtümer der Wahrheit für sich zu gewinnen.

Der Acker, in dem der Schatz im Gleichnis entdeckt wurde, stellt die Heilige Schrift dar. Der Schatz ist das Evangelium. Die ganze Erde ist längst nicht von so vielen Goldadern durchzogen und mit Kostbarkeiten gefüllt wie das Wort JAHUWAHs.  

 

Wie ist der Schatz verborgen?

Von den Schätzen des Evangeliums wird gesagt, dass sie verborgen seien. Menschen, die sich selbst für klug und die Lehren eitler Philosophie für Weisheit halten, können die Schönheit, die Kraft und das Geheimnis des Erlösungsplanes nicht verstehen. Viele haben Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und hören nicht; sie sind intelligent und verstehen den verborgenen Schatz trotzdem nicht.

Juden vor der KlagemauerEin Mensch kann über einen Ort gehen, an dem ein Schatz vergraben ist. Vielleicht muss er sich sogar ein wenig niedersetzen und ausruhen am Fuße eines Baumes, und er weiß nichts von den Schätzen, die an den Wurzeln vergraben sind. So erging es den Juden. Wie ein wertvoller Goldschatz wurde dem hebräischen Volk die Wahrheit anvertraut. Das jüdische System war von himmlischen Grundsätzen geprägt und vom Messias JAHUSCHUAH selbst eingerichtet. An Vorbildern und Symbolen wurden die großen Erlösungswahrheiten, gleichsam verschleiert, dargestellt. Dennoch, als der Messias kam, erkannten die Juden in Ihm nicht den, auf den alle diese Sinnbilder hinwiesen. Sie hielten das Wort JAHUWAHs in ihren Händen, aber die Traditionen, die sie von Generation zu Generation weitervermittelten, und die menschliche Auslegung der Schrift verbarg vor ihnen die Wahrheit, wie sie in JAHUSCHUAH ist. Die geistliche Bedeutung der heiligen Schriften war verlorengegangen. Die Schatzkammer der Erkenntnis stand ihnen offen, aber sie wussten es nicht.

JAHUWAH verbirgt seine Wahrheit nicht vor den Menschen; aber sie selbst verdunkeln sie durch ihr eigenes Verhalten. Der JAHUSCHUAH gab dem jüdischen Volk reichlich Beweise dafür, dass Er der Messias ist, aber Seine Lehren verlangten von ihnen eine entschiedene Änderung ihres Lebenswandels. Sie erkannten, dass sie, wenn sie den Messias annehmen würden, ihre sorgfältig gehüteten Grundsätze und Traditionen, ihre selbstsüchtigen und gottlosen Handlungsweisen aufgeben müssten. Die unveränderte, ewige Wahrheit anzunehmen, erforderte Opfer von ihnen; deshalb verwarfen sie selbst die schlüssigsten Beweise, mit denen JAHUWAH ihren Glauben an den Messias wecken wollte.

Sie gaben vor, an das Schrifttum des Alten Testaments zu glauben, aber sie weigerten sich, das darin enthaltene Zeugnis über JAHUSCHUAHs Leben und Wesen anzunehmen. Sie fürchteten, sie könnten womöglich überzeugt werden, dann wären sie gezwungen, sich zu bekehren und ihre vorgefasste Meinung zu ändern. Der Schatz des Evangeliums, der Weg, die Wahrheit und das Leben, war mitten unter ihnen, aber sie lehnten die wertvollste Gabe, die der Himmel ihnen anbot, ab. Wir lesen:

"Doch auch von den Oberen glaubten viele an Ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden" (Johannes 12,42).

Sie waren überzeugt davon, daß der Messias der Sohn JAHUWAHs sei. Sie glaubten daran, aber es passte nicht zu ihren ehrgeizigen Plänen, sich zu Ihm zu bekennen. Ihnen fehlte der Glaube, der ihnen den himmlischen Schatz gesichert hätte. Ihr Interesse galt weltlichen Schätzen.

Auch heute sind die Menschen eifrig dabei, nach weltlichen Schätzen zu suchen. Ihre Gedanken sind ausgefüllt mit selbstsüchtigen, ehrgeizigen Wünschen. Um weltlichen Reichtum, Macht und Ehre zu erlangen, stellen sie weltliche Grundsätze und Traditionen über die Forderungen JAHUWAHs. Ihnen bleiben die Schätze Seines Wortes verborgen.  

"Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich beurteilt werden". (1.Korinther 2,14)

"Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist es denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, das sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums des Messias, welcher ist das Ebenbild JAHUWAHs". (2.Korinther 4,3.4)

 

Der Wert des Schatzes

Der Heiland sah, dass die Menschen vom Gewinnstreben ausgefüllt waren und die ewigen Realitäten aus den Augen verloren. Diesem Übel wollte Er abhelfen. Er bemühte sich, den Zauber zu brechen, der die Seelen lähmte. Laut rief Er aus:

"Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?" (Matthäus 16,26).

Er zeigte der gefallenen Menschheit eine bessere Welt, die sie aus den Augen verloren hatte, damit den Menschen die Realität der Ewigkeit bewusst würde. Er führt die Menschen zur Schwelle des Ewigen, die von der unsagbaren Herrlichkeit JAHUWAHs umstrahlt ist, und zeigt ihnen den Schatz, der dort liegt und der wertvoller ist als Gold und Silber, und neben dem aller Reichtum der Erde nichts bedeutet.

"Die Tiefe spricht: ‚In mir ist sie nicht‘; und das Meer spricht: ‚Bei mir ist sie auch nicht‘. Man kann nicht Gold für sie geben noch Silber darwägen, sie zu bezahlen. Ihr gleicht nicht Gold von Ophir oder kostbarer Onyx und Saphir. Gold und edles Glas kann man ihr nicht gleichachten noch sie eintauschen um güldenes Kleinod. Korallen und Kristall achtet man gegen sie nicht; wer Weisheit erwirbt, hat mehr als Perlen!" (Hiob 28,14-18).

Augeschlagene BibelDas ist der Schatz, den man in der Schrift findet. Die Bibel ist JAHUWAHs großes Lehrbuch, Sein größter Erzieher. Die Grundlage aller echten Wissenschaft ist in der Bibel zu finden. Wenn man danach forscht, kann man jeden Wissenszweig im Wort JAHUWAHs finden. Und vor allem enthält sie die größte aller Wissenschaften: die Erkenntnis der Erlösung. Die Bibel ist die Goldmine des unergründlichen Reichtums des Heilandes.

Wahre höhere Bildung erlangt man, wenn man das Wort JAHUWAHs studiert und befolgt. Legt man es aber fort und greift zu Büchern, die nicht zu Ihm und Seinem Reich führen, dann erlangt man eine Bildung, die eigentlich keine ist.

Die Natur birgt wunderbare Wahrheiten. Die Erde, das Meer und der Himmel ist damit angefüllt. Sie unterrichtet uns in himmlischer Weisheit und ewiger Wahrheit. Aber der gefallene Mensch versteht sie nicht. Die Sünde verdunkelt seine Sinne, und er kann die Vorgänge in der Natur nicht einordnen, ohne sie über den Schöpfer zu stellen. Richtige Lehren können Menschen, die das Wort JAHUWAHs ablehnen, nicht beeindrucken. Ihre Lehrmeinung über die Vorgänge in der Natur ist dermaßen verdreht, dass sie ihre Gedanken vom Schöpfer weglenkt.

Viele bewerten menschliches Wissen höher als die Weisheit JAHUWAHs, und Sein Lehrbuch gilt als überholt, langweilig und uninteressant. Aber bei Menschen, die vom Heiligen Geist angeregt wurden, ist das anders. Sie erkennen den unbezahlbaren Schatz und würden alles darangeben, um den Acker kaufen zu können, in dem er liegt. Statt zu Büchern mit Theorien berühmter Autoren greifen sie zum Worte dessen, der der bedeutendste Autor und Lehrer ist, den die Welt je gesehen hat, und der sein Leben für uns gab, auf dass wir durch Ihn ewiges Leben finden könnten.  

 

Die Folgen der Vernachlässigung des Schatzes

Satan bemüht sich, die Menschen dahingehend zu beeinflussen, dass sie glauben, man könne ferne vom Schöpfer wunderbares Wissen erwerben. Durch seine betrügerische Argumentation verführte er Adam und Eva dazu, JAHUWAHs Wort in Frage zu stellen und durch eine Theorie zu ersetzen, die zum Ungehorsam führte. Seine Spitzfindigkeiten bewirken heute noch dasselbe wie damals in Eden. Lehrer, die ihren Unterricht mit den Argumenten ungläubiger Autoren durchsetzen, führen junge Menschen zu einer Denkweise, die zu mangelndem Vertrauen in ihren Schöpfer und zur Übertretung Seiner Gebote verleitet. Sie ahnen gar nicht, was sie damit anrichten, und welche schlimmen Folgen ihre Arbeit haben wird. 

Ein junger Mensch mag alle Stufen der Schulbildung und des Studiums durchlaufen. Er mag seine Kraft für den Erwerb von Bildung einsetzen, aber nur wenn er Erkenntnis von Gott erwirbt und den Geboten gehorcht, die sein Leben beherrschen, wird er sich nicht selbst zerstören. Wenn er sich von falschen Gewohnheiten leiten lässt, verliert er die Selbstachtung und die Selbstbeherrschung. Über Dinge, die ihn am tiefsten persönlich betreffen, kann er nicht mehr klar urteilen. Er geht mit seinem Verstand und seinem Körper gedankenlos und unverantwortlich um. Er ruiniert sich selbst durch verkehrte Gewohnheiten. Wirklich glücklich kann er dabeAlter Mann blickt auf sein vergangenes Lebeni nicht werden, denn die Vernachlässigung reiner gesunder Lebensgrundsätze führt dazu, dass er von seinen Angewohnheiten beherrscht wird und sie ihm den Frieden nehmen. Seine Jahre angestrengten Studiums waren umsonst, weil er sich selbst zerstörte. Er hat mit seiner körperlichen und geistigen Kraft Missbrauch getrieben, und der Körper als Tempel JAHUWAHs ist zerstört. Er ist für dieses Leben nicht mehr zu gebrauchen und für das ewige Leben verloren. Er meinte, durch irdisches Wissen den Schatz zu erwerben, aber weil er die Bibel zur Seite gelegt hat, gab er den Schatz auf, der mehr wert ist als alles andere.  

 

Die Suche nach dem Schatz

Wir müssen JAHUWAHs Wort studieren. Auch unsere Kinder müssen wir in der Wahrheit unterrichten, die im Wort zu finden ist. Es ist ein unausschöpflicher Schatz, aber viele können ihn nicht finden, weil sie nicht suchen, bis er ihnen gehört. Viele begnügen sich mit Vermutungen über die Wahrheit. Es genügt ihnen eine oberflächliche Betrachtungsweise, und sie sind davon überzeugt, dass sie alles haben, was notwendig ist. Sie halten die Aussagen anderer Menschen für Wahrheit und sind zu träge, selbst ernsthaft und ausdauernd zu arbeiten. Dies bedeutet laut Bibel ein Graben nach dem verborgenen Schatz. Aber die menschlichen Erdichtungen sind unzuverlässig, ja sogar gefährlich, denn sie rücken den Menschen an die Stelle des Allmächtigen. Menschliche Aussagen werden dem "So spricht der JAHUWAH" vorgezogen.

Der Messias ist die Wahrheit. Seine Worte sind Wahrheit und sie sind von weitaus größerer Bedeutung, als es vordergründig den Anschein hat. Alle Aussagen JAHUSCHUAHs haben einen Wert, der weit über ihr unscheinbares Äußere hinausgeht, und Menschen, deren Geist durch den Heiligen Geist geleitet ist, können den wahren Wert dieser Aussagen erkennen. Sie erkennen die kostbaren Edelsteine der Wahrheit, auch wenn sie danach graben müssen.

Menschliche Theorien und Spekulationen werden niemals zu einem Verständnis des Wortes JAHUWAHs führen. Wer glaubt, die Philosophie zu verstehen, der hält seine Erläuterungen für notwendig, um die Schätze der Erkenntnis zu erschließen und zu verhindern, dass Ketzereien in die Gemeinde kommen. Aber gerade diese Erklärungen haben falsche Theorien und Irrlehren hereingebracht. Man hat oft viel Mühe daran verwandt, Schriftstellen zu erläutern, die dunkel und verwickelt schienen. Aber allzu häufig haben diese Bemühungen das, was sie klären sollten, nur noch mehr verdunkelt.

JAHUSCHUAH und die Priester und PharisäerDie Priester und Pharisäer meinten, Großes zu leisten, indem sie als Lehrer ihre eigene Auslegung des Wortes Gottes entwickelten, aber der Messias sagte von ihnen: "Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes." (Markus 12,24). Er beschuldigte sie: "Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote" (Markus 7,7). Obwohl sie Lehrer des Wortes JAHUWAHs waren und obwohl man von ihnen erwarten durfte, dass sie es verstanden, waren sie keine "Täter des Wortes". Satan hatte ihnen den Blick verdunkelt, damit sie nicht erkennen konnten, worauf es wirklich ankommt. 

So geht man heute vielfach mit dem Wort JAHUWAHs um. Viele Kirchen versündigen sich in dieser Hinsicht. Es besteht allergrößte Gefahr, dass sich an denen, die heute für weise gelten, einmal die Erfahrung der alten jüdischen Lehrer wiederholt. Sie legen JAHUWAHs Offenbarungen falsch aus und bringen die Menschen durch ihr verkehrtes Verständnis göttlicher Wahrheit durcheinander und in geistliche Dunkelheit.

Die Heilige Schrift darf nicht im schwachen Licht von Tradition oder Spekulation gelesen werden. Genausogut könnte man versuchen, die Sonne mit einer Fackel zu erleuchten, wie die Schrift anhand von Tradition und menschlicher Vorstellung auszulegen. JAHUWAHs heiliges Wort braucht keinen irdischen Fackelschein, damit Seine Herrlichkeit sichtbar wird. Es ist selbst Licht, das die Herrlichkeit JAHUWAHs offenbart, und jedes andere Licht ist daneben nur schwach.

Aber ohne ernsthaftes Studium und Nachforschen geht es nicht. Ein scharfes, klares Verständnis der Wahrheit kann niemals das Ergebnis von Trägheit sein. Kein irdischer Segen wird ohne ernsthafte, geduldige und ausdauernde Bemühungen erworben. Wer im Geschäftsleben erfolgreich sein möchte, muss sich anstrengen und auf Erfolg hoffen. Und wir können nicht erwarten, dass wir geistliche Erkenntnis empfangen können, ohne dass wir uns ernsthaft darum bemühen. Wer die Schätze der Wahrheit finden will, muss nach ihnen graben, wie der Bergmann nach dem Reichtum schürft, den die Erde birgt. Ein halbherziger, gleichgültiger Einsatz reicht da nicht aus. Für Alt und Jung ist es notwendig, das Wort JAHUWAHs nicht nur zu lesen, sondern es unter Gebet mit tiefernstem Interesse zu studieren und nach der Wahrheit zu suchen, wie nach einem verborgenen Schatz. Wer sich so verhält, wird dafür belohnt, denn der Messias wird das Verständnis beleben.

Unsere Erlösung ist abhängig von der Erkenntnis der Wahrheit, wie sie in der Heiligen Schrift enthalten ist. JAHUWAH möchte, dass wir sie besitzen. Forscht doch in der wertvollen Bibel mit hungrigem Herzen! Sucht in JAHUWAHs Wort wie ein Bergmann in der Mine nach einer Goldader! Gebt niemals auf, bevor euer Verhältnis zu Gott gefestigt ist und ihr seinen Willen für euch erfahren habt! JAHUSCHUAH verspricht:

"Und was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Was ihr Mich bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun". (Johannes 14,13.14)

Studierender junger MannBegabte, fromme Menschen erkennen manchmal gewisse Gesichtspunkte ewiger Wahrheit, aber sie begreifen nicht, weil ihnen Gegenwärtiges den Blick für die Herrlichkeit des Ewigen verdunkelt. Wer erfolgreich nach dem verborgenen Schatz suchen will, muss nach höheren Zielen streben als nach den Dingen dieser Welt: alle seine Neigungen und Fähigkeiten muss er diesem Forschen widmen.

Vielfach verhindert Ungehorsam die Erkenntnis, die man aus dem Worte JAHUWAHs erlangen könnte. Verständnis bedeutet Gehorsam gegen JAHUWAHs Gebote. Die Heilige Schrift darf nicht den Vorurteilen und Eifersüchteleien der Menschen angepasst werden. Verstehen kann sie nur, wer demütig nach der Erkenntnis der Wahrheit sucht, um ihr zu gehorchen.

Fragst du: "Was muss ich tun, um selig zu werden?" Du musst deine vorgefassten Meinungen, deine ererbten und erworbenen Ideen ablegen und zu forschen beginnen. Wenn du in der Schrift suchst, um deine eigene Meinung bestätigt zu bekommen, wirst du die Wahrheit nie erfahren. Forsche, damit du erfährst, was JAHUWAH sagt. Wenn du dabei überzeugt wirst, aber erkennen musst, dass die Wahrheit nicht mit den dir liebgewordenen Meinungen übereinstimmt, dann versuche nicht, die Wahrheit so zu deuten, dass sie zu deinem eigenen Glauben passt, sondern nimm das Licht an, das du erhalten hast. Öffne Sinn und Herz, dann wirst du im Wort JAHUWAHs wunderbare Dinge erblicken.

Der Glaube an den Messias JAHUSCHUAH als den Erlöser der Welt setzt einen erleuchteten Geist voraus, der von einem Herzen, das den himmlischen Schatz erkennt und annimmt, beherrscht wird. Dieser Glaube ist undenkbar ohne Buße und Charakterumbildung. Zu glauben heißt, den Schatz des Evangeliums zu entdecken und ihn mit allen daraus erwachsenden Konsequenzen anzunehmen. 

"Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich JAHUWAHs nicht sehen". (Johannes 3,3)

Er mag sich allerlei vorstellen und vermuten, doch ohne das Auge des Glaubens kann er den Schatz nicht entdecken. Der Messias gab Sein Leben, um uns jenen unermesslichen Reichtum zu sichern; doch ohne durch den Glauben an Sein Blut wiedergeboren zu sein, gibt es keine Sündenvergebung und keinen Schatz für die todgeweihte Seele.

Wir bedürfen der Erleuchtung durch den Heiligen Geist, um die Wahrheit im Worte JAHUWAHs zu erkennen. Die Schönheiten der Natur kann man erst erkennen, wenn die Sonne alles in ihr helles Licht taucht und die Dunkelheit vertreibt. Ebenso werden die Schätze im Wort JAHUWAHs erst gewürdigt, wenn sie offenbart werden, ausgeleuchtet von der "Sonne der Gerechtigkeit". Der heilige Geist JAHUWAHs, den das Erbarmen der ewigen Liebe vom Himmel sandte, schenkt jeder Seele, die fest an den Messias glaubt, das Verständnis für göttliche Dinge. Durch Seine Kraft wird den Menschen die lebenspendende Wahrheit, auf der die Erlösung beruht, eingedrückt in ihren Geist und ihre Seelen, und der Weg zum ewigen Leben wird so klar vorgezeichnet, dass ihn niemand verfehlen kann. Wenn wir die Schrift studieren, sollten wir um die Leitung des heiligen Geistes bitten, damit er uns das Wort erhelle und wir den Schatz sehen und würdigen können.  

 

Der Lohn ernsthaften Suchens

Niemand sollte meinen, es gäbe für ihn keine neuen Erkenntnisse mehr. Menschlichen Intellekt kann man messen; die Werke menschlicher Autoren kann man bewältigen, aber unsere Vorstellungskraft kann noch so groß sein, sie wird niemals ausreichen, um JAHUWAH zu begreifen. Es gibt eine Unendlichkeit, die sich unserem Verständnis entzieht. Wir haben nur einen Schimmer gesehen von der Herrlichkeit JAHUWAHs, von der Unendlichkeit Seiner Erkenntnis und Weisheit. Wir haben sozusagen an der Oberfläche der Zeche gearbeitet, während weiter unten reiche Goldadern liegen, die den Schürfenden belohnen wollen. Wir müssen den Schacht immer tiefer hinabtreiben, dann werden wir schließlich auf den Schatz stoßen. Der rechte Glaube lässt göttliche Erkenntnis zu menschlicher Erkenntnis werden.

Bibel_lesender_MannNiemand wird im Geiste des Messias die Heilige Schrift erforschen, ohne dafür belohnt zu werden. Wenn ein Mensch willig ist, sich leiten zu lassen wie ein Kind, wenn er sich ganz und gar dem Schöpfer unterordnet, wird er die Wahrheit in Seinem Wort erkennen. Wären die Menschen gehorsam, würden sie den Plan der Herrschaft JAHUWAHs verstehen. Die himmlische Welt würde sich ihnen mit ihren Schatzkammern der Gnade und Herrlichkeit zum Erforschen öffnen. Die Menschen hätten ein total anderes Wesen als das jetzt der Fall ist, denn die Suche nach der Wahrheit würde ihren Charakter veredeln. Von dem Geheimnis der Erlösung, der Menschwerdung JAHUSCHUAHs, Seinem Versöhnungsopfer, hätten wir nicht nur eine vage Vorstellung. Sie würden diese Dinge nicht nur besser verstehen, sondern auch höher schätzen.

In seinem hohenpriesterlichen Gebet sagte der Heiland der Welt bedeutsame Worte, die eingeprägt werden sollten in Seele und Geist:

"Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den Du gesandt hast, den Messias JAHUSCHUAH, erkennen". (Johannes 17,3)

Das ist wahre Erziehung. Sie vermittelt Lebenskraft. Die auf Erfahrung beruhende Erkenntnis JAHUWAHs und JAHUSCHUAH, den Messias, den Er gesandt hat, verwandelt den Menschen in das Ebenbild JAHUWAHs. Er lernt dadurch, sich selbst zu beherrschen und alle niedrigen Beweggründe und Leidenschaften seinem geistlich ausgerichteten Verstand unterzuordnen. Wer diese Bildung besitzt, wird dadurch zu JAHUWAHs Kind und zum Erben Seines Reiches. Es bringt ihn in Gemeinschaft mit dem Geist des Ewigen und öffnet ihm die reichen Schätze des Universums.

Diese Erkenntnis erwirbt man, indem man im Worte JAHUWAHs forscht. Und jede Seele, die bereit ist, alles dafür hinzugeben, kann diesen Schatz für sich erlangen.

"Ja, wenn du nach Vernunft rufst
und deine Stimme nach Einsicht erhebst,
wenn du sie suchst wie Silber
und nach ihr forschest wie nach Schätzen:
dann wirst du die Furcht JAHUWAHs verstehen
und die Erkenntnis Elohims finden."
(Sprüche 2,3-5) 

 

 

Aus dem Buch "Christi Gleichnisse", E.G. White, Kapitel 8, S.65-75. 

Hinweis: Alle heidnischen Namen und Titel des Vaters und des Sohnes wurden mit den ursprünglichen Namen und Titeln ersetzt. Bilder hinzugefügt.

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