Der Schmuck des Christen

Erstellt: Dienstag, 13. November 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 27. Februar 2016

JAHUWAH liebt die Schönheit. Er hat das Universum damit ausgestattet! Vom Glitzern frisch gefallener Schneeflocken bis zur Brillanz des Federkleides eines Pfaus; von der zarten und bunten Färbung der kleinsten Blume bis zum Funkeln eines Edelsteins, wird die Schönheit, die dem Geist des Schöpfers entsprang, in wunderbarer Weise veranschaulicht. Sogar das Neue Jerusalem, das zur Hauptstadt der neu erschaffenen Erde werden wird, ist von unbeschreiblicher Pracht. Gold pflastert die Straßen; ihre Mauern sind aus Jaspis, ihre Tore sind Perlen. Die Grundsteine sind mit kostbaren Edelsteinen jeder Art verziert: Diamanten, Saphire, Smaragde, Amethyste, usw.

Natur

Für den Menschen, der ursprünglich nach dem Bilde seines Schöpfers gestaltet wurde, ist es daher nur natürlich, die Schönheit zu genießen und auch zu begehren. Eines der Bereiche, in dem die meisten Menschen ihren Wunsch nach Schönheit zum Ausdruck bringen, ist das Schmücken des eigenen Körpers. Ob die neueste Mode, ein buntes Make-up oder funkelnder Schmuck: Der Wunsch, sich selbst zu schmücken, ist überall auf der Welt und in jeder Zeitepoche in gleicher Weise verbreitet. Das Tragen von Gold, Silber und Edelsteinen ist an sich nicht grundsätzlich sündhaft. JAHUWAH selbst entwarf diese Materialien und schmückte Luzifer, den ursprünglich höchsten, schützenden Cherub, mit wertvollen Edelsteinen aus. Indem JAHUWAH den König von Tyrus als Symbol benutzte, sagte Er über Luzifer:

O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit! In Eden, im Garten Elohims warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. (Siehe Hesekiel 28,12-14)

StolzLuzifer war das höchst geschaffene Wesen. Er war der Engel, der am nächsten zum Thron des Ewigen Vaters stand. Sein Gewand bestand aus allen Arten von wertvollen, in goldgefassten Edelsteinen. Das unaufhörliche Licht, das vom Allmächtigen ausgeht, wurde von den Steinen reflektiert und tauchte sie in eine funkelnde Farbenpracht. Das war die Bekleidung, die JAHUWAH für den ranghöchsten Engel entworfen hatte. Aber schon der nächste Vers ist ein herzzerreißender Bericht, welche Auswirkung ein solcher Schmuck für gefallene menschliche Herzen hat:

„Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.“ (Hesekiel 28,15)

Ungerechtigkeit, Sünde, Stolz: Luzifer fiel aufgrund seines Stolzes. Das edelmütige Geschenk seines Schöpfers erfüllte Luzifers Herz nicht mit Dankbarkeit, welche Liebe hervorgebracht hätte; er erwählte sich vielmehr, die Selbstsucht und den Stolz zu nähren. Das ist all zu oft die Folge, die das Schmücken des eigenen Körpers auf die gefallene menschliche Natur hat. Der Mensch, der nach dem Bilde JAHUWAHs erschaffen wurde, nahm beim Sündenfall die Natur des Erzrebellen Satan an. Dabei ist es egal, ob die Wahl und der Mittelpunkt des Schmückens die neueste Mode, funkelnder Schmuck oder Make-up ist; wenn du es benutzt, um Aufmerksamkeit zu erregen und auf dich zu lenken, damit dich andere bewundern, dann ist es falsch und hat seinen Ursprung im Stolz!

So wie in allen Bereichen des Gesetzes JAHUWAHs ist es wichtig, die Prinzipien, die dem Gesetz unterliegen, zu verstehen, denn diese sind es, die das Herz erreichen. Eine bloße äußere Wandlung ist nicht das, was JAHUWAH wünscht. JAHUWAH sieht vielmehr ins Herz hinein: Die Geisteshaltung und der Glaube sind es, die den ganzen Menschen ausmachen. Die Worte, die JAHUWAH an Samuel richtete, als er einen König salbte, sollte von allen befolgt werden, die ihr Leben mit Ihm in Einklang bringen möchten:

„Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn JAHUWAH sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, JAHUWAH aber sieht das Herz an!“ (Siehe 1. Samuel 16,7)

Viele, die nie daran denken würden, Schmuck zu tragen, versuchen Aufmerksamkeit zu erregen durch ihre Kleidung oder ihr Make-up. Ebenso wie das Tragen von Schmuck selbst nicht bereits sündhaft ist, so ist es mit Make-up. Wenn es angewandt wird, um ein Geburtsmal, eine Narbe oder sonstigen Makel zu verdecken oder um eine Person natürlicher aussehen zu lassen, so ist das nicht verkehrt. Aber, wie beim Tragen von Schmuck, problematisch wird es dann, wenn man Make-up oder auffallende, allzu stylische und teure Kleidung trägt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und um Bewunderung und Neid bei anderen hervorzurufen.

Jede Selbsterhöhung oder Schmuck, der Bewunderung oder Neid auf den eigenen Körper oder des eigenen Vermögens bei anderen hervorruft, ist falsch. Dies würde bedeuten, dass man nach außen den Stolz zeigt, der innerlich im Herzen vorherrscht. Gegen diese Sünde der stolzen Zurschaustellung hat sich Paulus mit folgenden Worten geäußert:

„Ebenso auch, dass die Frauen sich in bescheidenem Äußeren mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, sondern – was Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen – durch gute Werke.“ (1. Timotheus 2,9-10)

Aufgrund dieses Textes haben einige angenommen, dass niemand geflochtene Zöpfe tragen soll. Paulus bezieht sich hierbei jedoch auf die Ausschweifung der römischen Frauen und anderer reicher Frauen, die versuchten, diese nachzuahmen.

Römische HaartrachtRömische Frauen trugen ursprünglich ihre Haare sehr einfach …. Die einfache Frisur für verheiratete Frauen veränderte sich jedoch während der Regierung des Kaisers Augustus, als eine Reihe verschiedener und aufwendiger Frisuren zur Mode wurden. Die Kleidermode der römischen Frauen blieb relativ einfach und unverändert. Während die Frauen (im Gegensatz zu den Männern) keine besonderen Kleider trugen, die ihren gesellschaftlichen Status erkennen ließen, trugen reiche Frauen luxuriöse Kleider, sehr aufwendige Frisuren, Make-up und teuren Schmuck. (http://www.roman-colosseum.info/roman-clothing/roman-hairstyles.htm)

Römische Frauen benutzten Haarfärbemittel, Perücken, Lockenstäbe und künstliche Zöpfe, um aufwendige und komplexe Frisuren zu schaffen, die viele Stunden in Anspruch nahmen. Dünne Golddrähte, die oft mit Perlen oder Edelsteinen besetzt waren, wurden miteinander verflochten, um komplexe Haarnetze zu formen. Obwohl unbestreitbar schön, so diente diese Praxis zum Zweck der Selbsterhöhung und um Bewunderung (und Neid) bei anderen hervorzurufen. Diese Praxis war es, gegen die sich Paulus aussprach und nicht gegen einen einfachen Zopf.

Diese Prinzipien gelten für alle Bereiche der Bekleidung und des Schmucks für Frauen und Männer gleichermaßen. Modetrends betonen oft ein unnatürliches Aussehen. So sind blau, rot oder grün gefärbte Haare sowie auffällige Frisuren eine unbescheidene Art der Zurschaustellung des Körpers, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schau auf meinen Körper. Schau mich an!

TätowierungTätowierungen, Piercings und Skarifikationsmale, die unter Jugendlichen heute überhandnehmen, sind gemäß der Heiligen Schrift ausdrücklich verboten.

„Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine abgeschiedene Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen! Ich bin JAHUWAH“ (Siehe 3. Mose 19,28).

Diese Praktiken haben ihren Ursprung bei den Heiden als Andenken an die Toten und niemand der einen reinen und heiligen Elohim (Gott) durch ein rechtschaffenes Leben ehren möchte, wird solche Praktiken ausüben.

Tatsächlich berichtet die Bibel auch über das Tragen von Schmuck bei den Israeliten. Abrahams Diener, der ausgesandt wurde, um eine Frau für Isaak zu finden, gab Rebekka „einen goldenen Ring, einen halben Schekel schwer, und zwei Armbänder für ihre Hände, zehn Schekel Gold schwer“ (1. Mose 24,22). König Ahasveros gab Mordechai seinen Siegelring.

„Mordechai aber verließ den König in königlichen Gewändern, in blauem Purpur und weißem Leinen und mit einer großen goldenen Krone und einem Mantel aus weißem Leinen und rotem Purpur.“ (Siehe Esther 8,10 und 15).

Schmuck und aufwendige Bekleidung wurden jedoch nie während Zeiten ernster Herzensforschung, Reue und Umkehr getragen. Jede Art von Körperschmuck wurde dann abgelegt und die Menschen kleideten sich sehr einfach. Selbst Duftöle wurden nicht verwendet. Als Daniel fastete und betete, um das Verständnis für eine Vision zu bekommen, berichtete er:

„In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang. Ich aß keine leckere Speise, und Fleisch und Wein kamen nicht über meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen um waren.“ (Daniel 10,2-3)

Als JAHUWAH Jakob erwählte nach Bethel zu reisen, um Ihn dort anzubeten, forderte Jakob seine Familie zur Reue auf und brachte das Tragen von Ohrringen mit der Anbetung falscher Götzen in Verbindung:

„Da sprach Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Tut die fremden Götter von euch weg, die in eurer Mitte sind, und reinigt euch und wechselt eure Kleider! So wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dass ich dort einen Altar errichte für den Gott, der mir geantwortet hat zur Zeit meiner Not und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gezogen bin! Da lieferten sie Jakob alle fremden Götter aus, die in ihren Händen waren, samt den Ringen, die sie an ihren Ohren trugen, und Jakob verbarg sie unter der Terebinthe, die bei Sichem steht.“ (1. Mose 35,2-4)

Jedes Jahr am Versöhnungstag wurde jeglicher Körperschmuck und aufwendige Kleidung abgelegt, da JAHUWAHs Volk Sein Angesicht suchte, um Vergebung für seine Sünden, sowohl die bewussten als auch die unbewussten, zu erlangen.

Im Himmel wird JAHUSCHUAH jedem Überwinder eine Krone auf den Kopf setzen. Diese Kronen werden viel prächtiger sein, als jede Krone, die je die Stirn der mächtigsten irdischen Monarchen schmückte. Bis zu jener Zeit leben die Kinder JAHUWAHs jedoch in einer Welt der Sünde. Eine gefallene Natur sehnt sich nach Bewunderung. Alle, die danach trachten, die Herrlichkeit JAHUWAHs zu reflektieren, werden nicht danach verlangen, Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken.

Stolz und SchmuckDie ererbte und gepflegte Sündhaftigkeit der Menschheit ist der Grund, warum JAHUWAHs einziger Sohn sterben musste. Aufmerksamkeit auf den eigenen, sündhaften Körper zu lenken, bedeutet dem STOLZ zum Opfer zu fallen – dieselbe Sünde, die Luzifer zu Fall brachte. JAHUWAHs Wort warnt:

„Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall. Besser bescheiden sein mit den Demütigen, als Beute teilen mit den Stolzen.“ (Sprüche 16,18.19)

Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes legte Petrus den rechten Maßstab an, nach dem sich jeder richten sollte:

„Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor JAHUWAH sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf JAHUWAH setzten und sich ihren Männern unterordneten. (Siehe 1. Petrus 3,3-5)

Jeder, der in diesen abschließenden Szenen der Weltgeschichte lebt, sollte nach Heiligkeit des Charakters streben und alles beiseite tun, was von der Reinheit des Himmels ablenkt oder falsch darstellt. Wir leben in den allerletzten Zügen der festgesetzten Erdenzeit, dem antitypischen Versöhnungstag. Jedes Kind JAHUWAHs möge sich selbst und seinen Lebensstil überprüfen, um zu erkennen, ob Veränderungen durchgeführt werden müssen, damit unser tägliches Leben ein reines, JAHUWAH übergebenes Herz reflektiert.

LaterneDas Gleichnis von den Zehn Jungfrauen (siehe Matthäus 25,1-13) findet eine deutliche Anwendung gerade auf die gegenwärtige Zeit. Die zehn Frauen, alle im Glauben, schliefen ein. Als sie durch den Ruf „der Bräutigam kommt!“ geweckt wurden, stellten alle fest, dass ihr Öl ausgegangen war. Nur fünf, die Hälfte, hatte Ersatz-Öl bei sich. Dieses Öl repräsentiert den Heiligen Geist. Es wurde nur zum „Schmücken“ der Lampen gebraucht, um für den Bräutigam bereit zu sein. Das Wort „schmücken“ bedeutete in der ursprünglichen Sprache, kleine kosmetische Veränderungen vorzunehmen. Wenige, oberflächliche Änderungen mussten durch das Wirken des Heiligen Geistes vorgenommen werden.

Befiel JAHUWAH Deinen Weg, vertraue auf Ihn, so wird Er dir jede notwendige Änderung (schmücken) zeigen, die für deine Lampe notwendig ist, um sie strahlend in dieser dunklen Welt am Brennen zu halten. Dann kannst du JAHUSCHUAH bei Seinem Kommen freudig begrüßen.

 

Aus dem Englischen, Originaltitel: “Adornment and the Christian” von WorldsLastChance.com

 

 

 

 

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