Müssen wir aufgrund Römer 7,6 die Gebote und Anweisungen JAHUWAHs, die Er den Israeliten gab, nicht mehr halten?

Erstellt: Montag, 23. Dezember 2013 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 05. Juli 2018

Müssen wir aufgrund Römer 7,6 die Gebote und Anweisungen JaHuWaHs, die Er den Israeliten gab, nicht mehr halten?

 

Römer 7, 1-6:


„Oder wißt ihr nicht, Brüder - denn ich rede zu denen, die das Gesetz kennen -, daß das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens."

 
Wir sollten dazu ein paar weiter Auszüge aus den Briefen Paulus an die Römer untersuchen:

„- es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes [Torah] gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes [Torah] werden gerechtfertigt werden.“ (Römer 2,13)

Heben wir denn das Gesetz [Torah] auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz [Torah].“ (Römer 3,31)

So ist also das Gesetz [Torah] heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut.“ (Römer 7,12)

„Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter [der Strafe des] Gesetz, sondern unter Gnade.“ (Römer 6,14)

Würde sich Paulus nicht selbst widersprechen, wenn er gesagt hätte, dass das Gesetz in Römer 7 abgeschafft ist? Wenn wir die obigen Verse betrachten, können wir unmöglich glauben, dass das Gesetz aufgehoben ist. Was ist es dann, was Paulus in Kapitel 7 aussagen will? Paulus spricht hier die Torah-Gelehrten an, die sich sehr gut in den alten Schriften auskannten.

„Hier haben wir jedoch eine Gruppe von Versen, die für gewöhnlich missbraucht werden (um gegen die Thora zu predigen), aufgrund eines Mangels an Wissen über die pharisäische Mentalität und rabbinische Methode Paulus‘. Wie oben erwähnt, war diese Lehre an diejenigen gerichtet, die „das Gesetz kennen“ was ein tiefes Verständnis der Thora auf Seiten der Empfänger voraussetzt – ein Verständnis, dass auf Seiten der christlichen Mentalität der modernen Zeit nicht vorherrscht.“ (Book of Romans Study).

Indem Paulus das Beispiel der Witwe und Wiederheirat nimmt, beruft er sich auf Gesetzesprinzipien aus der Thora. Er nimmt die Aussage in Kapitel 6,14 auf, wo es heißt ‚nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade‘, um zu erklären wie diejenigen, die auf den Messias vertrauen, frei von der Verdammnis des Gesetzes sind. Es heißt NICHT ‚frei vom Gesetz' oder 'frei von der Befolgung des Gesetzes Gottes‘. Alles, was Paulus vorher in diesem Brief erwähnte, besonders die Verse 2,13; 3,19-26; 3,31; 5,20; 6,2-11, müssen genauso beachtet werden, die aufzeigen welche Beziehung Gesetz und Gnade haben. Dann wird klar, wie die Verse im 7. Kapitel, 5-6 und Kapitel 8 ausgelegt werden müssen. 

 

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