Haben die Juden nie den "Sabbat" aus den Augen verloren? Die Juden halten den Samstag. Ist der Samstag deshalb der Sabbat?

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Erstellt: Dienstag, 03. April 2012 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 30. März 2016

Haben die Juden nie den "Sabbat" aus den Augen verloren? Die Juden halten den Samstag. Ist der Samstag deshalb der Sabbat?

 

FragezeichenDie Juden selber geben zu, dass sie zwar den ursprünglichen Schöpfungssabbat nie aus den Augen verloren haben, jedoch veränderten sie wissentlich ihren Kalender, wonach der Sabbat ursprünglich bestimmt wurde. Hier einige von zahlreichen Aussagen von jüdischen Gelehrten und Historikern:

„Der Neumond ist noch und der Sabbat war ursprünglich abhängig vom Mondzyklus … Der Neumondtag wurde in der gleichen Weise gehalten, wie der Sabbat; er wurde immer unwichtiger, während der Sabbat mehr und mehr ein Tag der Religion und der Menschlichkeit, der religiösen Meditation und Unterweisung, des Friedens und Freude der Seele wurde.“ (Universal Jewish Encyclopedia, "Holidays", S. 410).

„Da der Sabbat als ein Tag der Heiligung und der Betonung auf der bedeutenden Nummer Sieben an Wichtigkeit gewann, wurde die Woche immer mehr von ihrer Mondbindung getrennt.“ (Universal Jewish Encyclopedia, Vol. X, "Week", S. 482)

„Unter der Herrschaft Konstantins (337-362) erreichte die Verfolgung der Juden ein solches Ausmaß, dass … die Berechnung des Kalenders unter Androhung schwerer Strafe verboten wurde.“ (Auszug aus The Jewish Encyclopedia, "Calendar")

Die Woche von sieben Tagen war mit dem Lunar-Monat verbunden, welche ungefähr ein Viertel davon ist. Die Vierteilung des Monats war zweifellos unter den Juden und anderen Völkern des Altertums in Gebrauch; jedoch ist nicht klar, ob es den Ursprung bei den Erstgenannten hat. Es ist aber unnötig anzunehmen, dass es von den Babyloniern stammt, da es genauso möglich ist, dass Beobachtungen der vier Phasen des Mondes die Hebräischen Nomaden spontan und unabhängig dazu führten, das System der Einteilung der Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Neumonden in vier Gruppen von jeweils sieben Tagen auszuarbeiten. Andererseits gibt es Grund zu der Annahme, dass unter beiden, den Babyloniern und den Hebräern der erste Tag der Woche des Monats immer als mit dem ersten Tag des Monats übereinstimmend gesehen wurde.“ (www.jewishencyclopedia.com, "Week")

Diese vertraute Verbindung zwischen der Woche und dem Monat wurde bald aufgehoben. Es ist sicher, dass die Woche bald einer eigenen Entwicklung folgte und es wurde zur Gewohnheit – ohne irgendwelche Beachtung der Tage des Monats (des Mond-Monats) zu schenken … so dass der Neumond nicht mehr länger mit dem ersten Tag des Monats übereinstimmte.“ Weiter ist zu lesen „Die Einführung … des Brauches, den Sabbat jeden 7. Tag zu feiern, ungeachtet der Beziehung der Tage zu den Mondphasen, führte zu einer kompletten Trennung von der damaligen Sicht des Sabbats…“ (The MacMillan Company, 1899. S. 5290)

Der Glaube, dass die Woche seit der Schöpfung einem ununterbrochenen Zyklus unterworfen ist, wird von den modernen Jüdischen Gelehrten, die ihre Geschichte kennen, nicht geteilt:

Ein kontinuierlicher sieben-Tage-Zyklus, der sich während der gesamten Geschichte hindurch zieht, schenkt dem Mond und seinen Phasen überhaupt keine Beachtung und ist eine eindeutig Jüdische Erfindung. Zudem ist die Loslösung der sieben-Tage Woche von der Natur einer der bedeutendsten Beiträge des Judentums an die Zivilisation. Wie die Erfindung der mechanischen Uhr ca. 1500 Jahre später, förderte es die Schaffung einer, als was es Lewis Mumford identifizierte, „mechanische Periodizität“, was zur Folge hatte, dass sich der Abstand zwischen Mensch und Natur in hohem Maße vergrößerte. Scheinbare [lunar] Wochen und [kontinuierliche] Wochen präsentieren tatsächlich zwei fundamentale verschiedene Zustände der Zeitorganisation des menschlichen Lebens; der Erstgenannte umfasst eine teilweise Anpassung an die Natur und der Letztere beansprucht die völlige Befreiung davon. Die Erfindung der kontinuierlichen Woche war damit eine der bedeutendsten Durchbrüche bei der Bemühung des Menschen sich aus dem Gefängnis der Natur zu befreien [und davon, unter Gottes Gesetz zu stehen] und sich eine eigene soziale Welt zu schaffen. (Eviator Zerubavel, The Seven Day Circle: the History and Meaning of the Week, The Free Press, New York, 1985, S. 11)

Ein “Beweis”, der den Glauben an einen Samstag-Sabbat unterstützt, sei die Tatsache, dass das Wort für den siebenten Tag der Woche in vielen Sprachen das Wort „Sabbat“ ist oder diesem Wort ähnelt. Auch das wird von Zerubavel erklärt:

Die Jüdische und die astrologische Woche entwickelten sich ganz unabhängig von einander. Jedoch angesichts des Zufalls ihrer identischen Länge, war es nur eine Frage der Zeit bis eine dauerhafte Übereinstimmung zwischen einzelnen Jüdischen Tagen und einzelnen planetarischen Tagen herbeigeführt werden würde.Eine dauerhafte Übereinstimmung zwischen dem Sabbat und dem „Tag des Saturns“ wurde so erreicht. ... [einige Zeit] später gingen die Juden sogar soweit, den Planeten Saturn Shabtai zu nennen, nach dem ursprünglichen jüdischen Wort Sabbat, Shabbat. Zudem, als sie in engeren Kontakt mit dem Hellenismus kamen, wurde ihre Vorstellung von ihrem heiligen Tag offensichtlich von der astrologischen Vorstellung des Saturns beeinflusst; dieser war als ein Planet bekannt, der einen überwältigenden negativen Einfluss hatte (eine Vorstellung, die übrigens immer noch vorherrscht; selbst das englische Wort „saturnine“ wird mit einer düsteren Stimmung verbunden). Es gibt einen traditionellen Jüdischen Aberglauben von Dämonen und bösen Geistern, die über den Sabbat herrschen und eine alte Jüdische Legende, die selbst die Wahl des „Tages des Saturns“ als den offiziellen Jüdischen Sabbattag mit dem Aberglauben verbindet, dass es ein unheilvoller Tag sein würde, überhaupt irgendeine Arbeit zu tun! (Ibid., S. 17)

Zerubavel versteht ganz klar den Ursprung des ehemaligen Jüdischen Kalenders, wie auch die Verbindung zum Schöpfer:

Die Trennung der Woche vom natürlichen Zyklus, wie das Zunehmen und Abnehmen des Mondes, kann als Teil einer generellen Entwicklung hin zur Einführung eines übernatürlichen Gottes gesehen werden. Da er keine personifizierte bestimmte natürliche Macht war, wurde der Jüdische Gott in jeder Hinsicht als unberührt von der Natur gesehen. Dementsprechend wurde der Tag, der diesem Gott gewidmet war, als Teil eines heiligen geistlichen Modells gesehen, welcher sogar über die Natur selbst hinausgeht. Das brachte offensichtlich die Trennung der Woche von der Natur und ihrem Rhythmus mit sich. Nur dadurch, dass der Sabbat auf einem vollständigen widernatürlichen mathematischen Rhythmus basierte, konnte die Sabbatbeobachtung völlig unabhängig vom Mond- und jedem anderen natürlichen Zyklus werden. (Eviator Zerubavel, The Seven Day Circle: the History and Meaning of the Week, The Free Press, New York, 1985, S. 11)

 

Weitere Infos hierzu:

Die Juden und der Sabbat
Die moderne Sieben-Tage Woche - die Geschichte einer Lüge
Der Ursprung des Siebten Tages: Samstag

Der Schöpferkalender

Videos zum Schöpferkalender

Zum Download oder Ausdruck des Mond-Sonnenkalenders 2014 und Informationen über astronomische Daten: hier klicken.