Die kommende Einheitsreligion in einer Neuen Weltordnung

Erstellt: Samstag, 28. April 2012 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 17. Februar 2022

 

 Weltreligionen„Alle Religionen der alten Welt mit ihrer patriarchalischen Ordnung und widerstreitenden starren Dogmen sind verboten und durch ein Weltethos für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ersetzt, dessen Universalismus und Spiritualismus die Menschen zur Vollkommenheit der Bewusstseinserweiterung führen wird. Die Anbetung des Lichts und der Sonntag als Ruhetag sind allgemeine Pflicht. Soweit die Verordnungen. Nach anfänglich starken Geburtswehen strahlt nun die neue Welt! Es lebe das neue Zeitalter der Vernunft und des Lichts! Es lebe die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit!“ (Auszug einer Vision einer möglichen Rede zur Amtseinführung des kommenden Weltführers, aus „Die neue Weltordnung“ von A. Rohleder).

In einer Neuen Weltordnung wird es nicht nur eine einheitliche Wirtschafts- und Finanzpolitik, eine Weltpolizei und einen Weltgerichtshof geben, sondern auch eine Einheitsreligion. Welche wird diese sein? Eine Christliche? Eine Muslimische? Eine Jüdische? Oder gar eine Buddhistische, Hinduistische oder anderweitig Esoterische? Oder vielleicht ein Mix aus allem? Es werden wohl Bestandteile aus allen Religionen enthalten sein, jedoch werden sich alle Religionsgemeinschaften und die einzelnen Menschen – welche Anschauung sie auch immer vertreten – einem religiösen Führer unterstellen müssen: dem Oberhaupt der einen alleine selig-machenden universellen Mutterkirche, der Römisch-Katholischen Kirche.

Jetzt wird man sich fragen: "Es kann einem doch niemand die Glaubensüberzeugung aufzwingen! Woran ich glaube, ist doch meine private Sache. Es werden doch niemals Anhänger weltweiter Religionen, wie die Muslime oder die Juden oder die Anhänger des 'New Age' an die katholischen Lehren glauben." An die katholischen Lehren wird niemand glauben müssen. Wichtig ist der gemeinsame Glaube an einen Weltenerlöser (dieser ist nicht der biblische Messias!).  Es wird eine weltumspannendes religiöses Glaubenssystem, mit einem verfälschten Evangelium samt einem falschen Christus aufgerichtet, das für alle Weltreligionen annehmbar ist, mit Ausnahme derjenigen Gläubigen, die im Geist des biblischen Messias leben und sich durch Seinen Geist führen lassen.

Wie aber sollte ein solches Glaubenssystem in unserer aufgeklärten modernen Welt durchgesetzt werden, wo man doch selbst als sog. 'Christ' nicht mehr an die Bibel glaubt, und auch nicht mehr daran, dass der Messias der Sohn des Allmächtigen Schöpfergottes JaHuWaH ist und für unsere Sünden starb? Ja, wo man selbst das Wort 'Sünde' nicht mehr erwähnen sollte?

Ökumene-Emblem

Der Weltkirchenrat ist eines der Mittel zum Zweck, eine Einheitsreligion in der Neuen Weltordnung herbeizuführen. Der Weltkirchenrat wurde am 23. August 1948 in Amsterdam zur Förderung eines religiösen Ökumenismus gegründet und arbeitet eng mit der UNO zusammen.1 Ökumene in diesem Sinne bedeutet eine politisch-sozialistische Welteinheitsreligion, die nichts mehr mit dem Christentum zu tun hat:

„Der umfassendste Versuch, das Evangelium mit nichtchristlichen Religionen und modernen Ideologien zu verkoppeln, wird gegenwärtig im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) unternommen. Die Ökumenische Bewegung war ursprünglich aufgebrochen, um die getrennten Kirchen zu gemeinsamer Mission, zur Anbetung und zum Dienst zusammenzuführen. Seit der IV. Weltkirchenkonferenz in Uppsala 1968 aber hat der ÖRK seine Zielsetzung geändert: Im Mittelpunkt seines Denkens und Handelns steht jetzt der Bau der ‚neuen Weltgemeinschaft‘, die sich aus allen Nationen, Kulturen, Religionen und Ideologien zusammensetzen soll. Alle Studien- und Arbeitsprogramme des ÖRK dienen dieser Zielsetzung, insbesondere das 1970 begonnene Programm des Dialogs mit anderen Religionen und Ideologien. Sämtliche neuen Theologien, denen der ÖRK in den letzten 15 Jahren sein besonderes Interesse zugewandt hat, sind im Grunde nur notdürftig in christliche Sprache gekleidete Ideologien, meist neo-marxistischer Ausrichtung.“ (Ideologien – Herausforderung an den Glauben, S. 187)

Bisher konnte eine Einheitsreligion noch nicht in aller Konsequenz durchgesetzt werden. Da helfen Krisen. In Krisenzeiten werden die Menschen wieder gläubig. Eine Krise, welche schon in Daniel 12,1 vorhergesagt ist, ist noch nicht da. Man stelle sich aber vor, was passiert, wenn das Chaos ausbricht. Wenn das Finanzsystem weltweit zusammenbricht, wenn es zu einer Naturkatastrophe (natürlichen Ursprungs oder durch die Elite ausgelöst) kommt, welche Auswirkungen das auf alle Erdbewohner hat. Man stelle sich ein Volk vor, das innerlich zerrissen und von Verbrechen und Kriminalität überschwemmt wird. Alle paar Tage töten Jugendliche andere Menschen ohne ersichtlichen Grund. Die Menschen haben Angst, weil es keine Maßstäbe für Gut und Böse mehr zu geben scheint. Kinder metzeln andere Kinder in der Schule nieder. Gewalt, Obszönität und Missbrauch ufern aus. Es sieht aus, als könne die Gesellschaft den Krieg gegen Drogen, Terrorismus und viele andere Bedrohungen nicht gewinnen. Man wird sagen: Unser Land muss wieder christlich (oder orthodox oder islamisch oder hinduistisch …) werden! Das Motiv ist gut, aber der Weg ist falsch. Christliche, moralische Werte lassen sich nicht mit Druck, Gesetze und Gewalt durchsetzen. Was ist mit Gewissensfreiheit?

In den USA wurde die „Religiöse Freiheit“ bereits neu definiert. So schrieb William H. Rehnquist, ehemals Richter des Obersten Gerichtshofes der USA 1985 im Fall Wallace gegen Jaffree: „Das Bild von der ‚Trennungsmauer zwischen Kirche und Staat‘ beruht auf einem historischen Irrtum. … Wir sollten es ein für alle Mal aufgeben“. In der St. Louis Post-Dispatch am 29.10.1991 war zu lesen: „Nach zwei Jahrhunderten amerikanischer Verfassung definiert das höchste US-Gericht für das dritte Jahrhundert die religiöse Freiheit neu. Allgemein gesagt, stärkt die neue Sichtweise des Gerichts die traditionellen Glaubensrichtungen und schwächt die unkonventionellen Religionen.“ Der Leitartikel regt an, der Gerichtshof solle noch klären, was religiös akzeptabel sei. Und wer in die Kategorie „Traditionelle Glaubensrichtung“ fällt, bekommt dann die offizielle Genehmigung.

Papst spricht vor den Vereingten Nationen

Für die Definition einer „Traditionellen Glaubensrichtung“ scheint wohl nur der Papst der richtige Mann zu sein. In seiner Ansprache vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 18.04.2008 zeigte Benedikt XVI, dass die Katholische Kirche die Tätigkeit der Vereinten Nationen begrüßt. Das Streben der Vereinten Nationen nach "einem höheren Grad internationaler Organisation", die vom "Subsidiaritätsprinzip inspiriert" ist, müsse "durch effiziente internationale Regeln und durch die Bereitstellung von Strukturen"  Antworten für die "Bedürfnisse der Menschheitsfamilie" haben. Man dürfe sich nicht hinter einem "pragmatischen Ansatz [...] verschanzen, der sich darauf beschränkt [nur] 'gemeinsame Grundlagen" aufzustellen, deren Wirkung minimal und deren Wirkungen schwach sind." Der Pontifex verlangt etwas mehr. Er wünscht, "daß die Organisation immer mehr als Zeichen der Einheit zwischen den Staaten und als Instrument des Dienstes an der gesamten Menschheitsfamilie dienen möge". Die katholische Kirche werde dabei ihren Beitrag leisten, und durch die internationale Tätigkeit des Heiligen Stuhls an der Verwirklichung der gemeinsamen Ziele arbeiten. Wie Papst Benedikt XVI. bestätigt, "hat hat der Heilige Stuhl immer einen Platz in der Versammlung der Nationen gehabt und damit seinen spezifischen Charakter als Subjekt im internationalen Bereich bekundet." Der Heilige Stuhl leiste "dabei seinen Beitrag gemäß den Vorgaben des internationalen Rechts, hilft dieses Recht zu bestimmen und bezieht sich darauf."2

Fast alle christlichen Kirchen haben längst eine gemeinsame Glaubensrichtung, welche im Einklang mit der Katholischen Kirche ist. Dies zeigt z.B. auch der kaum vorhandene Protest der Protestanten, dass der Vatikan den Protestanten das Recht abgesprochen hat, ihre Glaubensgemeinschaft als Kirche zu bezeichnen.3 Sie haben sich mittlerweile unter die Fittiche der Mutterkirche begeben. So ist es kein Problem für den Papst, wenn protestantische Kirchen wachsen, solange sie sich dem Papst unterordnen. In den USA gibt es mittlerweile über 800 Mega- und Gigakirchen (Hartford-Institut für Religionsforschung). In diesen Kirchen herrscht eine gefährliche Mixtur aus Wahrheit und Irrtum. Es wird, wie auch bei der Katholischen Kirche, die Bibel als Gottes Wort hervorgehoben, aber es wird kaum noch etwas daraus gepredigt. Esoterik und Spiritismus – wovor die Bibel warnt – haben in diesen Kirchen Einzug gehalten.

2006 fand in den USA der größte ökumenische Zusammenschluss führender Kirchen – erstmalig einschließlich Katholiken – statt, der sich als „Christian Churches Together“ (CCT) konstituierte. Gemeinsam wollen sie eine starke prophetische Stimme in Amerika sein. Die Mitglieder verpflichten sich vor allem zu einer "gemeinsamen Konfession des Glaubens in den Dreieinigen Gott".4 Der Glaube an die katholische Trinitätslehre ist der Kitt, der alle Religionen in der Weltweiten Ökumene vereint. Siehe hierzu: Worauf gründen protestantische Kirchen die Lehre der Dreieinigkeit? Sowie: Was hat das Trinitätsdogma mit der Ökumene zu tun?

Papst Benedikt XVIAuch in Europa wird an einer politischen Durchsetzung der Ziele des Vatikans gearbeitet, wobei nicht nur Christen beteiligt sind. Im Mai 2007 sind Führende Vertreter von Christentum, Judentum und Islam in Brüssel mit den Spitzen der Europäischen Union zusammengekommen. Für die Katholische Kirche hatten Kardinal Walter Kasper vom Päpstlichen Einheitsrat und ComECE-Präsident Adrianus van Luyn teilgenommen.5 (In der ComECE, „Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes“ in Brüssel, sind Vertreter der katholischen Bischofskonferenzen aller 27 EU-Staaten vertreten). Am 17.11.2008 hat die ComECE den Erhalt des Sonntags als "Europas bevorzugten Ruhetag" gefordert.6

Wobei es zu beachten gilt, dass auch der Samstag für andere Religionsgruppen in der kommenden Einheitsweltreligion ein geeigneter Ruhetag ist. Wie der ehemalige Katholische Priester und Jesuit Alberto Rivera (1935-1997) in einem Interview darlegt Er er verneint dort auf die Frage des adventistischen Interviewers nach einer kommende Verfolgung von Samstag-Sabbathaltern, wie es Siebenten-Tags-Adventisten lehren. Rivera erwiderte, dass der Samstag, wie sie ihn die Juden oder die Siebenten-Tags-Adventisten halten, in der Zukunft kein Problem für den Papst oder die Jesuiten sein werde. Der Samstag werde auch in Zukunft genauso bedeutend sein, wie der Sonntag, und könne diesen, so Rivera, sogar ersetzen.7 Es gibt sehr viele „Samstaghalter“: Die Juden, die Messianischen Juden, viele Gruppen und Gemeinden, die den Lehren der Messianischen Juden nahe stehen, die Weltweite Kirche Gottes, die Vereinigte Kirche Gottes, usw. Sie werden alle mit der ökumenischen Religion keine Probleme bekommen - vorausgesetzt, sie nehmen den zukünftigen Weltenherrscher und Erlöser an.

Es wird kein irdischer Tag sein, der entscheident sein wird, sondern ein gefälschtes Evangelium und ein falscher Messias. Das vierte Gebot, die Sabbatruhe (2. Mose 20,6-11), das das alttestamentliche Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten streng befolgen musste, hat JaHuWschuaH nicht aufgehoben, sondern erfüllt. Das vierte Gebot ist im neutestamentlichen Sinne das Siegel JaHuWaHs im Unterschied zum Malzeichen des Tieres. Es ist der Geist JaHuWschuaHs im Unterschied zum Geist Satans. Es ist JaHuWschuaH selbst, in dessen Ruhe wir eingehen und der es uns ermöglicht, Seine Gebote zu halten. Genau das ist es jedoch, was die Katholische Kirche in den ersten Jahrhunderten verschleierte. Es wurde wieder das strikte Befolgen des Gesetzes eingefordert. Die Rettung durch den Sohn JaHuWaHs wurde ersetzt mit verstorbenen "Heiligen" und vor allem der heidnischen "Himmelskönigin", der man die biblische Mutter des Messias "überstulpte". Maria wurde zur Mutter Gottes und Mittler zum Sohn. Das einst reine Evangelium wurde völlig verfinstert und entstellt.

Die Zehn Gebote KommissionHeute werden die Zehn Gebote des Mosaischen Gesetzes wieder von vielen Religionen und Religionsgemeinschaften als verbindlich betrachtet. Beachtenswert ist, dass die „Zehn-Gebote-Kommission“8 2005 von einem aus Israel stammenden Juden, Ron Wexler, ins Leben gerufen wurde. Diese starke Bewegung zählt zu ihren Mitstreitern viele bekannte Persönlichkeiten und vor allem auch den Verbund „Religious Broadcaster“ mit immerhin etwa 1.400 Mitgliedsorganisationen im Rundfunk- und Fernsehbereich. Jedes Jahr wird ein Erinnerungstag an die 10 Gebote gefeiert. Diese Bewegung ruft das Volk auf, sich für die Einhaltung der Zehn Gebote politisch einzusetzen, indem sie eine Petition an den Kongress unterzeichnen und auch eine goldene Anstecknadel mit den 10 Geboten tragen, um möglichst viele Menschen zu überzeugen.

Der israelische Oberrabbiner Jona Metzger sagte in einem Spiegel-Online-Interview: „Mein Traum ist es, eine ‚Uno der Religionen‘ zu gründen – so wie es die Vereinten Nationen in New York gibt. Den Diplomaten ist es nicht gelungen, der Welt Frieden zu bringen. Sie brauchen Hilfe. Und diese kann von der Sprache der Religion kommen … Diese ‚Uno der Religionen‘ würde auch Hindus und Buddhisten einschließen. Wir Frommen sprechen dieselbe Sprache.“9

Wie weit sich die Evangelikalen bereits der Katholischen Kirche angenähert haben beschreibt Gernot Facius ehemaliger stellvertretender Chefredakteur von „Die Welt“, wie auf kath.net vom 27.12.2012 zu lesen ist:

 „Bei theologischen Fragen stimmten die evangelischen Landeskirchen und die katholische Kirche weithin überein, schreibt Facius unter Berufung auf den Ökumene-Beauftragten der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Ludwig Müller (Regensburg). Danach betrachteten Katholiken den Reformator Martin Luther (1483-1546) nicht mehr als Ketzer und Zerstörer der Kircheneinheit, sondern als „Lehrer für alle Christen“ und „Vater im Glauben“. Umgekehrt hätten Protestanten das Wort vom Papst als „Antichrist" ebenso wie die Verurteilung der Heiligen Messe als „vermaledeite Abgötterei" in die Rumpelkammer theologischer Irrtümer verbannt. Dadurch sei das ökumenische Gespräch grundlegend verändert worden, wie der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kurienkardinal Kurt Koch (Rom), kürzlich feststellt habe. Während früher das Losungswort geheißen habe: „Glaube trennt - Handeln vereint", sei es heute umgekehrt.“10

Da ist es keinesfalls verwunderlich, dass Papst Benedikt XVI die Katholische Kirche als „Weltkirche“ bezeichnet, wie z.B. bei der Einsetzung der 22 neu ernannten Kardinäle am 19.02.2012. So betonte der Papst, dass eine Berufung ins Kardinalskollegium für die neuen Purpurträger eine höhere Verantwortung, eine noch größere Verfügbarkeit für Christus und die Weltkirche bedeute. Zugleich verwies Benedikt XVI. auf die Bedeutung des Papstamtes für diese Kirche. Es bedeute einen "Primat in der Liebe im eucharistischen Sinn", einen fürsorglichen Einsatz für die weltweite Gemeinschaft der Kirche in Christus. Der Stuhl des heiligen Petrus sei "der Thron der Wahrheit, der seinen Ursprung aus dem Auftrag Christi" beziehe.11

Papst Benedikt XVI und Fidel CastroAuch die Präsidenten des kommunistisch geprägten Landes Kuba tanzen gerne nach der Pfeife des Papstes. Wie taz.de am 02.04.2012 berichtete, kündigte Präsident Raùl Castro - wenige Tage nachdem Benedikt der XVI. die Insel wieder verlassen hatte - in der Parteizeitung Granma am Wochenende an, dass der Karfreitag in diesem Jahr auch auf Kuba ein Feiertag sei, „zu ehren ihrer Heiligkeit“. Auch Fidel Castro hatte schon einmal auf einen Papst reagiert, damals hieß er Johannes Paul II. Der wiederum hatte vorgeschlagen, man könne doch Weihnachten zum Feiertag erklären. Castro tat es. Seitdem zählt das christliche Fest zu Kubas gesetzlichen Feiertagen.

 Selbst Muslime haben sich bereits sehr stark an den Vatikan angenähert und erkennen den Papst mehr oder weniger als ihren obersten Religionsführer an. Dass der Papst den Koran höher einschätzt als die Bibel, zeigt seine Erwiderung auf die Ideen des liberalen Islam-Theologen Fazlur Rahman (1919-1988), der die Meinung vertrat, dass, wenn die Muslime den Koran sorgfältig reinterpretieren würden, der Islam sich modernisieren könnte. Er drängte auf die Konzentration auf die Prinzipien hinter den koranischen Gesetzen, so des Jihad, dem Abschlagen der Hände von Dieben oder der Erlaubnis der Vielweiberei, um diese Bräuche so zu modernisieren, dass sie zu den heutigen Bedürfnissen passen. Wenn die Muslime das tun, schloss er, können sie gedeihen und in Harmonie mit Nichtmuslimen leben. Papst Benedikt XVI entgegnete ihm, dass es ein fundamentales Problem in dieser Analyse gebe; denn in der islamischen Tradition habe Gott Mohammed seine Worte gegeben und es handele sich um ewige Worte. Es seien nicht Mohammeds Worte. Sie seien für die Ewigkeit so, wie sie sind. Es gebe keine Möglichkeit sie anzupassen oder sie zu interpretieren. Dies sei der grundsätzliche Unterschied zum Christen- u. Judentum. Denn dort habe Gott durch seine Geschöpfe gehandelt. Und daher seien es nicht nur die Worte Gottes, sondern es seien beispielsweise die Worte Jesajas oder die Worte von Markus.12

Der Papst küsst den KoranDass der Papst den Koran sehr hoch achtet, zeigt auch das Foto vom 14. Mai 1999: Der Papst küsst den Koran im Vatikan am Ende einer mit einer Delegation des Schiitischen Imams der Khadum Moschee und dem Sunniten Präsidenten der Irakischen Islamischen Bank.13 

Warum erachtet der Papst den Koran höher als die Bibel? Es gibt Kritiker (so z.B. auch Albert Rivera), welche behaupten, der Koran sei ein Werk des Vatikans. So sei seitens der Katholischen Kirche eine Gegenreformation in Form des Islam dort entstanden, wo sich die ersten Christen ansiedelten und ausbreiteten, sich aber nicht dem Papstsystem beugten. Auch würde man ab dem 32° der Freimaurer nur noch auf den Koran schwören, Papst Benedikt XVI sei im 33°.   Der Katholizismus hat auch eine mystisch-spiritistische Seite. Damit erreicht er zudem Buddhisten, Hinduisten und die esoterische „New Age“- Szene. So waren beispielsweise bei dem Gebetstreffen für den Frieden in der Welt, welches Papst Johannes Paul II 1986 in Assisi einberief, nicht nur Vertreter christlicher, muslimischer und jüdischer Religionen anwesend, sondern auch Buddhisten, Sikhs, Hinduisten, Konfuzianer, Zoroaster, Vertreter afrikanischer Stammesreligionen und japanischer Kulte. In vielen Klöstern werden heutzutage Esoterik-Seminare abgehalten. Papst Benedikt XVI (wie auch schon sein Vorgänger) ist auch ein großer Anhänger von Fatima und Marien-Erscheinungen.

Vom 10. bis 12. Oktober 2003 trafen sich Christen, Muslime, Hindus und Buddhisten in Fatima, Portugal, zu einem interreligiösen Kongress, auf dem der Rektor des Fatima-Heiligtums erklärte: „Die Zukunft von Fatima oder die Verehrung Gottes und seiner Mutter (völlig unbiblisch) an diesem Heiligtum muss umgewandelt werden in ein Heiligtum, wo sich die verschiedenen Religionen vermischen können …“.14 Die Vision P. Jacques Dupuis, Dozent an der Gregoriana, Rom, geht über die Zukunft Fatimas hinaus. Er sagte auf dem Kongress wörtlich: „Die Religion der Zukunft wird ein allgemeines Zusammenlaufen aller Religionen in den universalen Christus sein, der jedermann zufriedenstellen wird.“ Dieser „universale“ Christus ist nicht der biblische Messias! Am 5. Mai 2004 zogen 60 Hindus in die Erscheinungs-Kapelle von Fatima, bemächtigten sich des Altares und brachten auf ihm ein heidnisches Opfer zu Ehren der Naturgöttin Devi dar. Dieses antichristliche ‚Heiligtum‘ soll ein Zentrum sein, in dem alle Religionen der Welt gleichwertig unter einem Dach vereint werden sollen. (aus: Kurier der christlichen Mitte, August 2004, Nr. 8)

Der Papst betet mit dem Dalai Lama für den Interessant ist zudem, dass alle Religionsgemeinschaften auf einen Welterlöser in nächster Zeit warten: Die Christen warten auf das zweite Kommen Christi, die Juden erwarten die Ankunft Christus zum ersten Mal, die Esoteriker/New-Age Bewegung wartet auf einen Weltenmeister auch Maitreya-Christus genannt, welche die Geschicke der Menschen zum positiven wenden soll, und die Muslime erwarten den sog. Mahdi. Laut des Nachrichtensenders „Al Arabiya“ forderte ein Sprecher von Ayatollah Ali Khamenei im August die arabische Welt auf, jetzt die Ankunft des Mahdi vorzubereiten.

Was ist aber mit den Menschen und Gemeinschaften, welche sich strikt an die Bibel halten und anstelle des von Kirche und Staat geforderten Sonntags nicht ehren und achten wollen? Was geschieht mit der christlichen Minderheit, die am biblischen Sabbat festhält und an die Endzeitprophetie der Bibel glaubt? Dazu ein Auszug aus dem Analysepapier des FBI vom Oktober 1999 im Auftrag des Weißen Hauses. Diese Analyse wurde „Projekt Megiddo“ genannt (Megiddo bezeichnet im Alten Testament das Tal am Berg Megiddo wo die heidnischen Könige zusammen gegen die Israeliten – Gottes Volk – kämpften. Zufall?).

 „Religiöse Motivation und die NWO-Verschwörungstheorie, sind die treibenden Kräfte hinter der potenziellen Gewaltbereitschaft. [...] Biblische Prophetie und politische Philosophie können sich zu Gewalthandlungen vermischen [...] Die flüchtige Mischung aus apokalyptische Religion und NWO-Verschwörungs-Theorien, mag Gewalt verursachen, die darauf gerichtet ist, das Ende der Welt zu beschleunigen, wie in der Bibel vorhergesagt. Wann und wie Christus’ Wiederkunft geschehen wird, ist der kritische Punkt in der Ideologie jener, die vom extremistischen religiösen Glauben motiviert sind. [...] demnach existiert in vielen rechtsorientierten religiösen Gruppen der einheitliche Glaube, dass die Apokalypse [Jesu Wiederkunft] sich nähert. Fast alle, der rechtsorientierten religiösen Extremisten glauben einhellig, dass die [US-] Regierung ein Arm Satans ist. [...] Religiöse Terroristen verwenden das neutestamentliche Buch der Offenbarung – die Prophetie der Endzeit – als Grundlage ihres Glaubens an die Apokalypse. Religiöse Extremisten interpretieren die Symbole aus der Offenbarung und fügen sie zusammen und behaupten, dass die Endzeit jetzt ist und die Apokalypse nah ist. [...] Eine Interpretation, welche die Essenz der Botschaft beschreibt, die man in der Offenbarung findet, ist, dass Gott die Feinde der Christen überwindet und dass die Verfolgten bestehen werden. Für rechtsgerichtete Gruppen, die glauben, dass sie von der satanischen Regierung der Vereinten Staaten verfolgt werden, passt die Offenbarung mit ihrer Botschaft perfekt in ihr Weltbild. [...] Dieses Weltbild, in Kombination mit einer buchstäblichen Auslegung der Offenbarung, reflektiert aus extremistischer Ideologie, Gewalttaten und Literatur.“15

Es sind also nicht nur Terroristen oder militante Gruppen, welche unter Beobachtung des FBI stehen. Sondern bibelgläubige Christen. Katholiken und der größte Teil der Protestanten fallen nicht in dieses Raster, denn sie nehmen die Bibel nicht mehr wörtlich und glauben deshalb nicht, dass sich die Prophetie erfüllen wird. Sie missachten selbst die bereits eingetroffenen Vorhersagen. Wie in den vorherigen Bibelprophetie-Artikeln bereits ausgeführt, hat der Papst seit Längerem enge diplomatische Beziehungen mit fast allen Ländern, besonders mit den USA aufgenommen.

Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, der Papst spielt im Hintergrund bereits eine zentrale Rolle in der Weltpolitik. Im April 1964 hat der Heilige Stuhl ein Büro als ständiger Beobachter bei den Vereinten Nationen eingerichtet. 40 Jahre danach hat das Wort des Papstvertreters besonderes Gewicht in der Welt-Organisation, und deren Generalsekretär ist, vor allem in internationalen Krisenzeiten, ein häufiger Gast im Vatikan.16 Im Deutschen Bundestag, wo er von unseren Volksvertretern am 24.09.2011 eingeladen wurde, macht er seine Rolle in der Völker- und Staatengemeinschaft deutlich:

Papst Benedikt XVI am 24.09.2011 im Deutschen Bundestag

„Die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie [Bundeskanzlerin Merkel und Co.] anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt.“17

Im Oktober 2011 forderte Vatikan angesichts der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise eine Reform der Finanzmärkte. Kurz vor dem Finanzgipfel im November 2011 gab der Vatikan ein 17-seitiges Dokument heraus, welches die Gründung einer globalen Finanzbehörde fordert, um die Finanzmärkte zu kontrollieren. Das Ziel soll eine Art „Weltzentralbank“, angesiedelt unter dem Dach der UNO sein. Das Dokument setzt sich für einen „Rechtsstaat auf supranationaler Ebene“, eine „enger zusammengeschlossene Weltgesellschaft“ ein. Die Gläubigen, und nicht nur sie, sollten auf dem Weg dahin „ihre Phantasie anstrengen“. Der „Geist des Turmbaus von Babel“ war gestern. Jetzt ist der „Geist von Pfingsten“ angesagt, der Geist der „einen Menschheitsfamilie“.18

Dass die Neue Weltregierung besonders durch den Vatikan gesteuert wird, zeigt auch ein Interview 1991 von Triumph Communication mit Dr. Martin Malachi, ehemaliger Professor an der päpstlichen Vatikan-Universität und Experte der römisch-katholischen Kirche. Er wurde unter anderem gefragt, wie der Papst (damals noch Johannes Paul II.) sich in einer Neuen Weltordnung sieht:

 "Er sieht sich selbst als das führende Licht der Moralität und der religiösen Wahrheit der Menschen, die mit einer Weltwirtschaftsordnung konfrontiert ist. Und dies wird eine Weltregierung sein, aber nicht nach nationalistischer Art. Es wird eine neue Form sein, deren Umrisse wir jetzt noch nicht kennen. Wir können die fortschreitende Umstrukturierung der Vereinten Nationen verfolgen […] Es ist etwas sehr schnell Voranschreitendes, so einfach unter unserer Nase, sodass niemand so ganz genau weiß, welche Schritte morgen unternommen werden. Der Papst würde in dem Ganzen ein Minister der Religion sein. Doch er beabsichtigt, mehr als das zu sein, er möchte ein Patriarch sein.“

 Auf die Frage: „Und glaubt der Papst, dass er dafür bestimmt ist?", antwortete er:

 „Ja, er glaubt, dass er der dazu bestimmte Papst ist, dieser Welt eine Weltwirtschaftsordnung und eine Weltregierung dieser neuen Art, eine geo-politische Regierung, zu bringen.“

Papst Johannes Paul II BeerdigungMan erhoffte sich damals, dass die Neue Weltordnung bis zum Jahr 2000 abgeschlossen sein würde. Es waren wohl zu viele Gegenkräfte am Werk. Letztendlich ist es der Allmächtige JaHuWaH, der die Welt noch in Seinen Händen hält. Durch Sein Wort wissen wir mehr. So war Johannes Paul II. noch nicht als der letzte Papst bestimmt. Jedoch sind seine Nachfolger Papst Benedikt XVI. und der Jesuit Papst Franziskus fest entschlossen, diesen Plan zu Ende zu führen. „Aber werden wir das alles ohne einen weiteren Krieg erreichen?“ Dr. Martin Malachi antwortete:

 "Ich glaube, ohne einen dritten Weltkrieg – einen Atomkrieg. Aber dass Blut fließen wird, dass Nationen ausgerottet werden müssen, glaube ich schon. An manchen Orten, wie es zum Beispiel im Golf der Fall ist, wird es Krieg geben […] Aber Johannes Paul II. glaubt fest daran, dass die Veränderungen in der Geschichte von Gott und der Mutter Gottes, Maria eingeleitet werden.“

„Glauben Sie, dass die Politiker den Papst ernst nehmen als einen Staatsmann mit Einfluss und Macht?“

„Ja, sie nehmen ihn ernst. [...] Er hat mit vielen gesprochen und diese Übereinkunft in wesentlichen moralischen Bereichen festgestellt. [...] Der größte Teil seiner Arbeit geschieht im Geheimen. [...] Er arbeitet daran, seinen großen Einfluss zu erweitern.“19

Die römische Papstmacht nimmt im Stillen mehr und mehr im Hintergrund an Macht zu, und lenkt durch jesuitische Unterwanderung nicht nur geschkickt und listig protestantische Kirchen, sondern auch die Weltpolitik. Wenn die Zeit gekommen ist und alle Organisationen, Institutionen und Staaten sich dem Diktat der Neuen Weltordnung untergeordnet haben, dann wird die jesuitische Papstmacht wieder genauso zum Schlag ausholen, wie sie es in der Gegenreformation im ausgehenden Mittelalter getan hat. Jeder, der sich gegen dieses politisch-religiöse System stellt, wird sich wieder der Verfolgung ausgesetzt sehen.

 

 „Um so fester besitzen wir das prophetische Wort,
und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe,
die an einem dunklen Ort leuchtet,
bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht.“
(2. Petrus 1,19)







1 www.radiovaticana.org/tedesco/tedarchi/2008/Maerz08/ted05.03.08.htm Up

2 Papst Benedikt XVI., Ansprache in der UN-Vollversammlung am 18. April 2008 in New York, www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080418_un-visit.html Up

3 Süddeutsche Zeitung, Papst: Protestanten sind keine Kirche, 19.05.2010, www.sueddeutsche.de/panorama/schreiben-aus-dem-vatikan-papst-protestanten-sind-keine-kirche-1.922295 Up

4 www.christianchurchestogether.org/commitmens Up

5 www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=134010 Up

6 www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=46514 Up

7 Alberto Rivera, Interview mit James Arrabito, www.youtube.com/watch?v=QWkjgy0uDuA, ab ca. Stunde1:27 Up

8 www.tencommandmentsday.com Up

9 www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,597578,00.html Up

10 kath.net, Journalist beobachtet große Übereinstimmung in ethischen Fragen, 27.12.2012, www.kath.net/news/35350 Up

11 www.domradio.de/aktuell/79975/papst-feiert-erste-messe-mit-neuen-kardinaelen.html Up

12 http://de.danielpipes.org/3294/der-papst-und-der-koran Up

13 www.traditioninaction.org/RevolutionPhotos/A055rcKoran.htm Up

14 www.streitpunkt-fatima.de/home/pages/100-05-Der_Neubau_in_Fatima/100-05_11.html Up

15 http://permanent.access.gpo.gov/lps3578/www.fbi.gov/library/megiddo/megiddo.pdf Up

16 www.kath.ch/index.php?na=11,0,0,0,d,27230 Up

17 Komplette Rede des Papstes im Deutschen Bundestag auf youtube: www.youtube.com/watch?v=xzv16WE-5kE Up

18 www.kathnews.de/vatikan-fordert-finanz-aufsichtsbehoerde Up

19 Original Interview (englisch) mit Bernard Janzen von Triumph Communication, Canada, 1991: 'The External War', Interview with Malachi Martin, www.equalparenting-bc.ca/audiovideo/Malachi%20Martin.mp3 Up


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