Biblischer Glaube

Ein Ruhetag der Gemeinschaft mit unserem Schöpfer

Erstellt: Freitag, 06. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Montag, 12. März 2018

Ein Ruhetag der Gemeinschaft mit unserem Schöpfer

 „Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden
und nicht der Mensch um des Sabbats willen“.
(JAHUSCHUAH Messias in Markus 2,27)

SonnenaufgangIndem der Schöpfer am siebten Tag ruhte, diesen Tag heiligte und segnete, machte Er diese Einrichtung zu einem dauerhaften Ruhetag. Oft wird auch von der „Ruhe Gottes“ gesprochen. Das vierte Gebot (Sabbatgebot) zeigt, dass die Ruhe Gott JAHUWAHs nicht zu Lasten der Menschen geht, sondern etwas zu deren Gunsten ist. Weil der allmächtige Schöpfer geruht hat, dürfen und sollen auch wir ruhen. Es ist ein Tag für den Menschen. Es ist ein Tag wo wir ausruhen können von der Hektik dieser Welt und unseren weltlichen Geschäften. Es ist ein Tag, an dem wir Gemeinschaft mit unserem Schöpfer haben können und es ist ein Tag, wo wir Gemeinschaft mit Gleichgesinnten pflegen. Mit Gleichgesinnten deshalb, weil „… Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit Seinem Sohn … [JAHUSCHUAH].“ (1. Johannes 1,3). Und es ist ein Tag, wo wir Bedürftigen und Kranken helfen können. JAHUSCHUAH rief den Juden zur damaligen Zeit diesen Sinn des Sabbats wieder ins Gedächtnis, indem Er darauf hinwies, dass der Sabbat um des Menschen willen geschaffen wurde, und nicht umgekehrt.

„… der siebente Tag aber ist ein feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung…“ (2. Mose 23,3)

„…und lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ (Hebräer 10,24-25)

Es gibt jedoch nur einen wahren biblischen Siebenten-Tag Sabbat. Es ist nicht der Sonntag, nicht der Samstag, nicht der Freitag und auch kein anderer Tag im heidnisch-katholischen Julianisch-Gregorianischen Sonnenkalender. Dieser Siebente Tag Sabbat kann ausschließlich im Mond-Sonnen-Kalender der Schöpfung gefunden werden. (Siehe hierzu: Der Kalender des Schöpfers)

Gemeinschaft mit unserem SchöpferJAHUWAH schenkt uns Zeit. Er schenkt uns einen Tag in der Woche, wo wir uns von der Arbeit erholen können. Der Schöpfer selbst ruhte am Siebten Tag (1. Mose 2,2). Er war sicherlich nicht müde nach Vollendung Seines Werkes, sondern Er tat es vielmehr als Vorbild für uns. Auch wir sollten ruhen. Es ist ein Geschenk, das Er uns macht. Aber ganz besonders möchte der Schöpfer an diesem Ruhetag Zeit mit uns verbringen. Er möchte sich mit uns an diesem besonderen Tag verabreden. Denn JAHUWAH erfreute sich an Seiner Schöpfung, Er freut sich über die Menschen, die Er erschaffen hat und möchte mit ihnen Zeit verbringen. Der Schöpfer erschuf den Menschen am 6. Tag und am 7. Tag ruhte Er mit dem erschaffenen Menschen. Das erste was also Adam bekam, war der Ruhetag, den Er mit Seinem Schöpfer verbringen durfte. Er ist also keine Belohnung für die Arbeit, sondern ein Geschenk des Allerhöchsten. Der Schöpfer schenkt uns Menschen Zeit, um mit Ihm Gemeinschaft zu haben. Es ist eine Liebesbeziehung zu JAHUWAH. Dadurch ist das Halten des Sabbats keine Last und kein Muss, sondern ein Verlangen, diesen Tag heilig zu halten und unserem Schöpfer zu begegnen.

In der Bibel wird der Sabbat auch als ein „Fest“ bezeichnet. „Fest“ wurde aus dem Hebräischen Wort „mo’ed“ übersetzt, was soviel heißt wie „Festversammlung“ oder „Verabredung“ oder „Treffen“ oder „Zeit der Anbetung“.

„dies sind Meine Feste [mo‘ed]: Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist ein Sabbat der Ruhe, eine heilige Versammlung; da sollt ihr kein Werk tun; denn es ist der Sabbat … [JAHUWAHs], in allen euren Wohnungen.“ (3. Mose 23,1-3)

Der siebte Tag einer jeden Woche ist des Schöpfers „mo’ed“, Seine festgesetzte Zeit für die Begegnung mit Ihm. Es ist Sein fester Termin! Dieser Termin kann ausschließlich in JAHUWAHs Mond-Sonnenkalender gefunden werden, denn Er hat am vierten Schöpfungstag bestimmt:

„Es sollen Lichter [Sonne und Mond] an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Festzeiten [mo‘ed] und der Tage und Jahre“. (1. Mose 1,14)

Unser heutige päpstlich, Gregorianische Kalender jedoch ist ein reiner Sonnenkalender, der Siebente-Tag Schöpfungssabbat kann darin nicht gefunden werden.

Gottes SchöpfungIn der Heiligung des Sabbats wird der wahre Grund, warum Gott JAHUWAH allein Anbetung gebührt, vor Augen gehalten: die Tatsache, dass wir Seine Geschöpfe sind, dass Er der Erhalter unseres Lebens ist und dass wir in allen unseren Bedürfnissen von Seiner mildtätigen Hand abhängig sind. Dies kann nie veralten und darf nie vergessen werden. Der Sabbat bildet daher den eigentlichen Grundton allen Gottesdienstes. Soviel der Mensch die Autorität des Erschaffers würdigt, soviel wird er Ehrfurcht vor dem Gebot der Sabbatheiligung empfinden.

Der Sabbat schützt die Verbindung mit unserem Schöpfer und setzt die erforderliche Zeit  für die Entwicklung dieser Beziehung frei. JAHUWAH möchte, dass Sein Volk den Sabbat nicht nur auf dieser Erde als Zeichen einer innigen Verbindung zu Ihm heiligen soll, sondern er wird auch auf der Neuen Erde noch ein Ruhetag sein, siehe Jesaja 66,22.23.

Es hat schwerwiegende Folgen, wenn der Sabbat und seine Heiligung vergessen werden: Es kommt zur Verzerrung und schließlich zur Zerstörung der Beziehung des Menschen zu Seinem Schöpfergott JAHUWAH.

Durch die Ruhe einmal in der Woche, am Siebten-Tag Sabbat, kann sich der Mensch auch von seiner täglichen Arbeit und Alltagsstress erholen. Denn auch dafür ist der Sabbat gemacht; um des Menschen willen. Der Sabbat bewahrt uns davor, gerade in unserer heutigen Leistungsgesellschaft, krank zu werden. Wir werden von dem Gedanken befreit, dass unser Leben nur dann einen Sinn macht, wenn wir Leistung bringen und Erfolg haben müssen. Bei Gott JAHUWAH müssen wir uns nichts erarbeiten. Die Erlösung ist ein Geschenk, denn wir

„werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus [JAHUSCHUAH] ist.“ (Römer 3,24)

Schon Martin Luther wusste um die Wichtigkeit der Sabbatruhe. Er wies seinen Mitstreiter Philipp Melanchthon 1530 in einen Brief eindringlich auf das Sabbatgebot hin, weil Melanchthon unter der Last der Arbeit und Verantwortung wegen der Sache der Reformation im Reichstag zusammenzubrechen drohte:

Martin Luther„Aber du höre, was ich vor allen Dingen will: Denke daran, dass du dir, meinem Beispiel nach, deinen Kopf zugrunde richtest. Deshalb will ich dir und allen Freunden befehlen, dass sie dich unter Exkommunikationsandrohung unter Regeln zwingen, die deinen Leib erhalten, damit du nicht ein Selbstmörder wirst und danach vorgibst, dass dies aus Gehorsam gegen Gott geschehen sei. Denn man dient Gott auch durch Nichtstun, ja durch keine Sache mehr als durch Nichtstun. Deshalb nämlich hat er gewollt, dass vor anderen Dingen der Sabbat so streng gehalten werde. Siehe zu, dass du dies nicht verachtest. Es ist Gottes Wort, was ich schreibe.“ (Luther Deutsch. Die Werke Luthers in Auswahl, Kurt Aland, Hrsg., Bd. 10: Die Briefe, 1983, S. 201)

„So ist also noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken, gleichwie Gott von den Seinen.“ (Hebräer 4,9-10)

Der Sabbattag war ein Tag der Ruhe von alltäglichen Arbeiten (2. Mose 20,10). Es war ein Tag der Ruhe von alltäglichen Besorgungen, Reisen (2. Mose 16,29), ein Tag der Ruhe von Handel (Nehemia 10,32; Amos 8,5) und Lastentragen (Jeremia 17,21-22). Der Sabbat sollte eine „Wonne“ sein und Freude am Schöpfer vermitteln (Jesaja 58,13). Man kam zur Anbetung und zum Lobgesang zusammen (3. Mose 23,3; 2. Könige 4,23; Psalm 92). Der Sabbat war ein wöchentlicher Freuden- und Gemeinschaftstag für alle Menschen. Der Messias JAHUSCHUAH prägte den berühmten Satz: „Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen.“ (Markus 2,27).

Der Siebente-Tag Sabbat ist so heilig, dass Christus den Jüngern – als Er ihnen die Zerstörung Jerusalems / Ende der Zeit prophezeite – einschärfte: „Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht.“ (Matthäus 24,20). Und auch hier geht es wieder um das Wohl des Menschen, für den der Sabbat eingesetzt wurde.

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