Die Gefahr spekulativer Weisheit

Erstellt: Mittwoch, 11. Juli 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 08. September 2012

 

Die SchoepferkraftDie Neigung, den menschlichen Verstand über seinen wahren Wert und seine richtige Sphäre zu erheben, ist eins der größten Übel, welche das Verlangen nach Erkenntnis und die wissenschaftlichen Forschungen begleiten. Viele versuchen es, den Schöpfer und Seine Werke nach ihren eignen unvollkommenen, wissenschaftlichen Kenntnissen zu beurteilen. Sie bemühen sich, die Natur, die Eigenschaften und Vorzüge JAHUWAHs zu bestimmen und schwelgen in spekulativen Theorien betreffs des unendlichen Gottes. Alle, die sich mit solcherlei Studium abgeben, begeben sich auf verbotenen Grund. Ihre Forschungen werden keine wertvollen Erfolge zeitigen und ihnen nachzugehen gefährdet nur das eigene Seelenheil.  

Unsere ersten Eltern wurden zur Sünde verführt, da sie einem Verlangen nachgaben, etwas zu wissen, das JAHUWAH ihnen vorenthalten hatte. Indem sie nach solcher Erkenntnis suchten, verloren sie alles, was des Besitzes wert war. Wenn Adam und Eva niemals den verbotenen Baum berührt hätten, so würde JAHUWAH ihnen Erkenntnis mitgeteilt haben, aber nicht eine Erkenntnis, auf welcher der Fluch der Sünde ruhte, sondern eine Erkenntnis, welche ihnen dauernde Freude gebracht hätte. Alles, was sie gewannen, indem sie auf den Versucher hörten, war die Bekanntschaft mit der Sünde und ihren Folgen. Durch ihren Ungehorsam wurde die Menschheit JAHUWAH entfremdet und die Erde wurde vom Himmel getrennt.  

Dies sollte uns zur Lehre dienen. Das Gebiet, auf welches Satan unsere ersten Eltern führte, ist dasselbe, auf das er die Menschen heutzutage lockt. Er überflutet die Welt mit angenehmen Fabeln. Mit aller ihm zu Gebote stehenden List versucht er die Menschen dazu, in Bezug auf den Allmächtigen zu spekulieren. So sucht er sie davon abzuhalten, jene Erkenntnis JAHUWAHs zu erlangen, die Erlösung bedeutet.

 

Pantheistische Theorien

Heutzutage drängen sich spiritualistische Lehren überall in Schule und Kirche ein, welche den Glauben an den Schöpfer und an Sein Wort untergraben. Viele, die vorgeben, der Schrift zu glauben, huldigen der Theorie, dass Gott JAHUWAH eine der ganzen Natur innewohnende Kraft sei; aber diese Theorie ist eine gefährliche Täuschung, wie herrlich auch ihr äußeres Gewand sein mag. Sie stellt JAHUWAH falsch dar und verunehrt Seine Erhabenheit und Majestät. Sie führt aber nicht nur die Menschen irre, sondern erniedrigt sie auch. Finsternis ist ihr Element und Sinnlichkeit ihre Sphäre. Die Annahme derselben trennt von Gott und für die gefallene menschliche Natur bedeutet sie nur gänzliches Verderben.  

Durch die Sünde ist unser Zustand ein unnatürlicher, und die Macht, welche uns wieder herstellt, muss übernatürlich sein, sonst hat sie keinen Wert. Nur eine Macht kann die Bande lösen, welche das Böse um das menschliche Herz geschlungen hat, und zwar die Macht JAHUWAHs in JAHUSCHUAH, dem Messias. Nur durch das Blut des Gekreuzigten werden wir von unsren Sünden rein. Seine Gnade allein kann uns in den Stand setzen, den Neigungen unserer gefallenen Natur zu widerstehen und sie zu unterdrücken.  

RegenbogenDie spiritualistischen Theorien betreffs Gott machen Seine Gnade wirkungslos. Wenn Gott eine der ganzen Natur innewohnende Kraft ist, dann wohnt Er in allen Menschen; und der Mensch braucht nur die in ihm wohnende Kraft zu entwickeln, um Heiligkeit zu erlangen. Verfolgt man diese Theorien bis zu ihrem logischen Schluss, so zerstören sie den ganzen christlichen Haushalt. Sie entfernen die Notwendigkeit der Versöhnung und machen den Menschen zu seinem eignen Heiland. Diese Theorien mit Bezug auf Gott JAHUWAH machen Sein Wort wirkungslos und diejenigen, welche dieselben annehmen, stehen in großer Gefahr, schließlich dahin gebracht zu werden, die ganze Bibel als Dichtung zu betrachten. Sie mögen die Tugend für besser halten als das Laster; aber indem sie JAHUWAH von Seiner richtigen Herrscherstellung ausgeschlossen haben, sind sie von menschlicher Macht abhängig, welche ohne den Allmächtigen wertlos ist. Der nicht unterstützte menschliche Wille hat keine wirkliche Macht, dem Bösen zu widerstehen und es zu überwinden. Die Schutzwälle der Seele sind niedergerissen. Der Mensch hat keinen Schutz gegen die Sünde. Wir wissen nicht, zu welchen Tiefen jemand sinken kann, wenn erst die Schranken, welche das Wort JAHUWAHs und Sein Geist festlegen, verworfen sind.  

„Jedes Wort JAHUWAHs ist lautere Wahrheit; ein Schild ist er denen, die Zuflucht bei ihm suchen. Füge nichts zu Seinen Worten hinzu, damit Er dich nicht zur Rechenschaft zieht und du als Lügner dastehst!“ (Sprüche 30,5-6)

„Die eigenen Missetaten werden ihn, den Gesetzlosen, fangen, und in seiner Sünde Banden wird er festgehalten werden.“ (Sprüche 5,22; Elberfelder 1905)

 

Das Erforschen göttlicher Geheimnisse.

„Das Verborgene ist JAHUWAHs, unseres Elohims; aber das Geoffenbarte ist unser und unserer Kinder ewiglich, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.“ (5. Mose 29,28)

Die von JAHUWAH in Seinem Wort von Sich gegebene Offenbarung ist für unser Studium offen. Diese können wir zu verstehen suchen; aber darüber hinaus sollen wir nicht dringen. Der schärfste Verstand mag sich bis zur Erschöpfung in Vermutungen über die Natur JAHUWAHs ergehen, aber der Erfolg wird fruchtlos sein. Diese Aufgabe ist uns nicht zur Lösung gegeben. Kein menschlicher Geist kann den Allmächtigen erfassen. Niemand soll sich in Mutmaßungen betreffs seiner Natur ergehen. Hier ist Schweigen Beredsamkeit. Das Wesen des Allwissenden liegt außer dem Bereich menschlicher Besprechung.  

Selbst den Engeln war es nicht erlaubt, an den Beratungen zwischen Vater und Sohn teilzunehmen, als der Erlösungsplan gelegt wurde [„der Rat des Friedens“: Sacharja 6,13]. Und menschliche Wesen sollen nicht in die Geheimnisse des Allerhöchsten eindringen wollen. Wir wissen so wenig von JAHUWAH wie kleine Kinder; aber wir können ihn wie kleine Kinder lieben und ihn gehorchen. Anstatt über Seine Natur und Seine Vorzüge Spekulationen aufzustellen, lasst uns die Worte beachten, die Er geredet hat.  

„Kannst du die Tiefe Gottes ergründen oder zur Vollkommenheit des Allmächtigen gelangen? Sie ist himmelhoch — was willst du tun? tiefer als das Totenreich — was kannst du wissen? Ihre Ausdehnung ist größer als die Erde und breiter als das Meer.“ (Hiob 11,7-9)

"Aber die Weisheit, wo wird sie erlangt? Und welches ist die Stätte des Verstandes? Kein Mensch kennt ihren Wert, Und im Lande der Lebendigen wird sie nicht gefunden. Die Tiefe spricht: Sie ist nicht in mir; Und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir. Geläutertes Gold kann nicht für sie gegeben Und Silber nicht dargewogen werden als ihr Kaufpreis. Sie wird nicht aufgewogen mit Gold von Ophier, Mit kostbarem Onyx und Saphier. Gold und Glas kann man ihr nicht gleichstellen, Noch sie eintauschen gegen ein Gerät von gediegenem Golde. Korallen und Kristall kommen neben ihr nicht in Erwähnung; Und der Besitz der Weisheit ist mehr wert als Perlen. Nicht kann man ihr gleichstellen den Topas von Äthiopien; Mit seinem Golde wird sie nicht aufgewogen. Die Weisheit nun, woher kommt sie, Und welches ist die Stätte des Verstandes? ... Der Abgrund und der Tod sagen: Mit unsren Ohren haben wir ein Gerücht von ihr gehört. JAHUWAH versteht ihren Weg, und Er kennt ihre Stätte. Denn er schaut bis zu den Enden der Erde; Unter dem ganzen Himmel sieht Er. ... Als Er dem Regen ein Gesetz bestimmte Und eine Bahn dem Donnerstrahl; Da sah Er sie und tat sie kund, Er setzte sie ein und durchforschte sie auch. Und zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht JAHUWAHs ist Weisheit, Und vom Bösen weichen ist Verstand." (Hiob 28,12-28)

Weder beim Erforschen der Erdtiefen, noch in dem unnützen Bemühen, in die Geheimnisse des göttlichen Wesens einzudringen, wird Weisheit gefunden. Man findet sie vielmehr, wenn man demütig die Offenbarung annimmt, die Er nach seinem Wohlgefallen gegeben hat, und wenn man das Leben nach Seinem Willen gestaltet.  

 

Die Geheimnisse der Natur

BlumeMänner mit den größten Verstandeskräften können nicht die Geheimnisse JAHUWAHs verstehen, wie sie in der Natur offenbart sind. Die göttliche Inspiration stellt viele Fragen, welche der größte Gelehrte nicht beantworten kann. Diese Fragen sind auch nicht gestellt, damit wir sie beantworten sollen, sondern um unsere Aufmerksamkeit auf die tiefen Geheimnisse JAHUWAHs zu lenken. Sie sollen uns lehren, dass unsere Weisheit begrenzt ist und dass in der Umgebung unseres täglichen Lebens viele Dinge sind, die sich dem Fassungsvermögen sterblicher Wesen entziehen.  

Zweifler wollen nicht an JAHUWAH glauben, weil sie die unendliche Macht nicht verstehen können, durch welche Er sich offenbart. Aber JAHUWAH will ebenso anerkannt werden auf Grund dessen, was Er nicht von Sich offenbart hat als auf Grund dessen, was unserem beschränkten Fassungsvermögen verständlich ist. Sowohl in der göttlichen Offenbarung als auch in der Natur hat JAHUWAH Geheimnisse gegeben, die unsererseits Glauben erfordern. Dies muss so sein. Wir mögen immerfort suchen, immer weiter forschen, immer mehr lernen und doch ist noch Unendliches zu erreichen.  

"Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen? Wer hat den Geist JAHUWAHs ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen? Wen hat Er um Rat gefragt, dass der Ihn verständig machte und Ihm den Weg des Rechts wiese, dass er Ihn Erkenntnis lehrte und Ihm den Weg der Einsicht zeigte?

Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein Stäubchen in den Waagschalen sind sie geachtet; siehe, er hebt die Inseln auf wie ein Staubkörnchen! Der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild genügt nicht zum Brandopfer. Alle Völker sind wie nichts vor Ihm; sie gelten Ihm weniger als nichts, ja, als Nichtigkeit gelten sie ihm! Wem wollt ihr denn JAHUWAH vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr Ihm an die Seite stellen? Das Götzenbild? Das hat der Künstler gegossen, und der Goldschmied überzieht es mit Gold und lötet silberne Kettchen daran. Wer aber zu arm ist, wählt als Weihegeschenk ein Holz, das nicht fault, und sucht sich einen Schnitzer, der ein Götzenbild herstellen kann, das nicht wackelt. — 

Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündigt worden? Habt ihr nicht Einsicht erlangt in die Grundlegung der Erde? Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind; der den Himmel ausbreitet wie einen Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zunichtemacht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwandelt — kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm in der Erde Wurzeln getrieben, da haucht er sie an, und sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg. 

Mit wem wollt ihr Mich denn vergleichen, dem Ich gleich sein soll?, spricht der Heilige. Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der ihr Heer abgezählt herausführt, Er ruft sie alle mit Namen. So groß ist Seine Macht und so stark ist Er, dass nicht eines vermisst wird. Warum sprichst du denn, Jakob, und sagst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor JAHUWAH, und mein Recht entgeht meinem Gott? Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Elohim, JAHUWAH, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; Sein Verstand ist unerschöpflich!“ (Jesaja 40,12-28)

 

Die Erhabenheit unseres Gottes.

Laßt uns aus den Darstellungen, die der heilige Geist seinen Propheten gegeben hat, die Erhabenheit unseres Gottes lernen. Der Prophet Jesaja schreibt:  

Die Strahlen der Herrlichkeit JAHUWAHs"Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist JAHUWAH der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von Seiner Herrlichkeit! Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, JAHUWAH der Heerscharen, gesehen! Da flog einer der Seraphim zu mir, und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte; und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt; deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt!“ (Jesaja 6,1-7)  

"Doch dir, o JAHUWAH, ist niemand gleich! Groß bist Du, und groß ist Dein Name an Macht! Wer sollte Dich nicht fürchten, Du König der Völker? Denn Dir gebührt dies; unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist ja keiner wie Du!“ (Jeremia 10,6.7)  

„JAHUWAH, Du erforschst mich und kennst mich! Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es; Du verstehst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das Du, JAHUWAH, nicht völlig wüsstest. Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als dass ich sie fassen könnte!“ (Psalm 139,1-6)

"Groß ist unser JAHUWAH und reich an Macht; Sein Verstand ist unermesslich." (Psalm 147,5)  

"Denn die Wege eines jeden liegen klar vor den Augen JAHUWAHs, und Er achtet auf alle seine Pfade!“ (Sprüche 5,21)  

"Er offenbart, was tief und verborgen ist; Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei Ihm wohnt das Licht!“ (Daniel 2,22)  

"JAHUWAH sind alle Seine Werke von Ewigkeit her bekannt.“ (Apostelgeschichte 15,18)

„Denn wer hat den Sinn (= die Gedanken) JAHUWAHs erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen?« (Jes 40,13) Oder »wer hat ihm zuerst etwas gegeben, wofür ihm Vergeltung zuteil werden müßte?« (Hiob 41,2; Jer 23,18)Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm (oder: für Ihn) sind alle Dinge: Ihm gebührt die Ehre in Ewigkeit! Amen.“ (Römer 11,34-36; Menge)

"Dem ewigen Könige, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren", (1.Timotheus 1,17,) "Der allein Unsterblichkeit hat, Der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat, noch sehen kann, Dem sei Ehre und ewiges Reich!" (1.Timotheus 6,16)  

"Wird nicht Seine Majestät euch in Furcht versetzen und Schrecken vor Ihm euch überfallen?“ (Hiob 13,11)  

"Ist JAHUWAH nicht so hoch wie die Himmel? Siehe doch den Gipfel der Sterne, wie erhaben sie sind!" (Hiob 22,12)  

"Sind Seine Scharen zu zählen? Und über wem erhebt sich nicht Sein Licht?" (Hiob 25,3)  

Sturm braut sich zusammen„JAHUWAH donnert mit Seiner Stimme wunderbar; Er tut große Dinge, die wir nicht verstehen. Denn er gebietet dem Schnee: Falle auf die Erde! und lässt Regen fließen, heftige Regengüsse. Dann zwingt er die Hand jedes Menschen zur Untätigkeit, damit alle Leute sein Werk erkennen möchten. Da sucht das Wild seine Schlupfwinkel auf und bleibt in seinen Höhlen. Aus der Kammer des Südens kommt der Sturm und von den Nordwinden die Kälte. Durch den Hauch JAHUWAHs entsteht Eis, und die weiten Wasser frieren zu. Mit Wasserfülle belastet Er die Wolken; Er zerstreut sein helles Gewölk. Und dieses zieht ringsumher, wohin Er es lenkt, wendet sich überallhin, um alles auszurichten, was Er ihm befiehlt, auf dem ganzen Erdenrund — bald zur Rute für sein Land, bald zur Wohltat lässt Er es über sie kommen.

Nimm dies zu Ohren, Hiob; steh still und erwäge JAHUWAHs Wundertaten! Weißt du, wie JAHUWAHs ihnen Befehl gibt, wie er das Licht seiner Wolken leuchten lässt? Verstehst du das Schweben der Wolke, die Wunder dessen, der an Verstand vollkommen ist? Du, dem die Kleider zu warm werden, wenn es im Land schwül wird vom Südwind, breitest du mit Ihm das Firmament aus, dass es fest steht wie ein gegossener Spiegel?

Lehre uns, was wir ihm sagen sollen; wir können nichts vorbringen vor lauter Finsternis! Soll Ihm gemeldet werden, dass ich rede? Oder sollte der Mensch wünschen, vertilgt zu werden? Jetzt zwar sieht man das Licht nicht, das doch leuchtend hinter den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen. Von Norden her kommt Goldglanz; JAHUWAH ist von wunderbarer Pracht umgeben. Den Allmächtigen finden wir nicht; er ist von unbegreiflicher Kraft, voll Recht und Gerechtigkeit; er beugt sie nicht. Darum fürchten Ihn die Menschen; Er aber sieht keinen an, der sich selbst für weise hält!“ (Hiob 37,5-24)

"Wer ist wie JAHUWAH, unser Elohim, der hoch oben thront; Der sich herabneigt, um auf die Himmel und auf die Erde zu schauen?" (Psalm 113,5-6)

" JAHUWAHs Weg ist im Sturm und Ungewitter, Und Wolken sind der Staub Seiner Füße." (Nahum 1,3)  

"Groß ist JAHUWAH und hoch zu loben, ja, Seine Größe ist unerforschlich. Ein Geschlecht rühme dem andern Deine Werke und verkündige Deine mächtigen Taten! Von dem herrlichen Glanz Deiner Majestät will ich sprechen und von Deinen Wundertaten. Von der Macht deines furchterregenden Waltens soll man reden, und deine Größe will ich verkünden. Das Lob Deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und Deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen! Gnädig und barmherzig ist JAHUWAH, geduldig und von großer Güte. JAHUWAH ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen Seinen Werken. Alle deine Werke werden dich loben, o JAHUWAH, und Deine Getreuen Dich preisen. Von der Herrlichkeit Deines Reiches werden sie reden und von Deiner Macht sprechen, dass sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches. Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter. JAHUWAH stützt alle Strauchelnden, und richtet alle auf, die gebeugt sind.

Aller Augen warten auf Dich, und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust Deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. JAHUWAH ist gerecht in allen Seinen Wegen und gnädig in allen Seinen Werken. JAHUWAH ist nahe allen, die Ihn anrufen, allen, die Ihn in Wahrheit anrufen; Er erfüllt das Begehren derer, die Ihn fürchten; Er hört ihr Schreien und rettet sie. JAHUWAH behütet alle, die Ihn lieben, und Er wird alle Gottlosen vertilgen. Mein Mund soll den Ruhm JAHUWAHs verkünden, und alles Fleisch lobe Seinen heiligen Namen immer und ewiglich! (Psalm 145,3-21)

 

Warnungen vor Vermessenheit

Wenn wir mehr und mehr lernen, was JAHUWAH ist und was wir in Seinen Augen sind, werden wir uns fürchten und vor ihm zittern. Die Menschen heutzutage sollten sich das Schicksal derer zur Warnung dienen lassen, welche sich in alten Zeiten vermaßen nach Belieben mit dem umzugehen, was JAHUWAH für heilig erklärt hatte. Als die Israeliten es wagten, bei ihrer Rückkehr aus dem Lande der Philister die Arche zu öffnen, wurde ihr unehrerbietiges Wagnis sichtbar bestraft.  

Man beachte auch das Gericht, welches an Usa vollzogen wurde. Als unter der Regierung Davids die Bundeslade nach Jerusalem geführt wurde, streckte Usa seine Hand aus, um sie festzuhalten. Für diese Vermessenheit, das Symbol der Gegenwart JAHUWAHs anzurühren, traf ihn der Tod sofort.  

 

Heiligkeit der Gegenwart JAHUWAHs.

Als sich Moses bei dem brennenden Busch, die Gegenwart JAHUWAHs nicht erkennend, wandte, um das wunderbare Gesicht zu schauen, wurde ihm der Befehl erteilt:  

Mose und der brennender Busch"Tritt nicht näher heran! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land! …Da verbarg Mose sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Elohim anzuschauen.“ (2. Mose 3,4-6)

"Jakob aber zog von Beerscheba aus und wanderte nach Haran. Und er kam an einen Ort, wo er über Nacht blieb; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm von den Steinen jenes Orts und legte sie unter sein Haupt und legte sich an dem Ort schlafen. Und er hatte einen Traum; und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel. Und siehe, auf ihr stiegen die Engel JAHUWAHs auf und nieder.Und siehe, JAHUWAH stand über ihr und sprach: Ich bin JAHUWAH, der Elohim deines Vaters Abraham und der Elohim Isaaks; das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und nach Westen, Osten, Norden und Süden sollst du dich ausbreiten; und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! Und siehe, Ich bin mit dir, und Ich will dich behüten überall, wo du hinziehst, und dich wieder in dieses Land bringen. Denn Ich will dich nicht verlassen, bis Ich vollbracht habe, was Ich dir zugesagt habe! Als nun Jakob von seinem Schlaf erwachte, sprach er: Wahrlich, JAHUWAH ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht! Und Er fürchtete sich und sprach: Wie furchtgebietend ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als das Haus Elohims, und dies ist die Pforte des Himmels! (1.Mose 28,10-17)

In der Stiftshütte in der Wüste und in dem Tempel, welche die irdischen Symbole von JAHUWAHs Wohnplatz waren, war eine Abteilung der Gegenwart JAHUWAHs geheiligt. Der Vorhang zu dessen Eingang, in welchem Cherubim eingewebt waren, durfte nur von einer einzigen Hand gelüftet werden. Diesen Vorhang zu heben und unerlaubterweise in das heilige Geheimnis des Allerheiligsten einzudringen, bedeutete den Tod. Denn über dem Gnadenstuhl wohnte die Herrlichkeit des Heiligsten -- eine Herrlichkeit, welche kein Mensch schauen und dabei leben konnte. An dem einen Tag im Jahr, der zum Dienst in dem Allerheiligsten bestimmt war, trat der Hohepriester mit Zittern in die Gegenwart JAHUWAHs, während Wolken von Weihrauch die Herrlichkeit vor Seinem Angesicht verbargen. In den ganzen Tempelhöfen verstummte jeder Laut. Keine Priester dienten an den Altären. Die Menge der Anbeter, in ehrfurchtsvollem Schweigen gebeugt, flehten um die Barmherzigkeit JAHUWAHs.  

"Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist.“ (1.Korinther 10,11)

" Aber JAHUWAH ist in Seinem heiligen Tempel – sei still vor Ihm, du ganze Erde!“ (Habakuk 2,20)

„JAHUWAH regiert als König — die Völker erzittern; Er thront über den Cherubim — die Erde wankt! JAHUWAH ist groß in Zion und hoch erhaben über alle Völker. Loben sollen sie Deinen Namen, den großen und furchtgebietenden — heilig ist Er! (Psalm 99,1-3)  

"JAHUWAH ist in seinem heiligen Tempel. Der Thron JAHUWAH ist im Himmel; Seine Augen spähen, Seine Blicke prüfen die Menschenkinder.“(Psalm 11,4)

"Denn er hat herniedergeblickt von der Höhe seines Heiligtums, JAHUWAHs hat herabgeschaut vom Himmel auf die Erde, um zu hören das Seufzen des Gefangenen, um zu lösen die Kinder des Todes;" (Psalm 102,20,21)

„Von der Stätte Seiner Wohnung schaut Er auf alle Bewohner der Erde. Er, der ihnen allen das Herz gebildet hat, Er gibt auch acht auf alle ihre Werke.“ (Psalm 33,14-15)

„Die ganze Erde fürchte JAHUWAH, und vor Ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt!“ (Psalm 33,8)

Der Mensch kann nicht durch Forschen JAHUWAH ergründen. Niemand sollte mit vermessener Hand den Schleier zu lüften suchen, der Seine Herrlichkeit verbirgt. "Unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege!" (Römer 11,33). Es ist ein Beweis Seiner Barmherzigkeit, dass Seine Macht verborgen ist; denn das Lüften des Schleiers, der die göttliche Gegenwart verhüllt, bedeutet den Tod. Kein Verstand eines Sterblichen kann das Geheimnis durchdringen, in welchem der Allmächtige wohnt und wirkt. Nur das, was Er für gut hält, uns zu offenbaren, können wir von Ihm verstehen. Die Vernunft muss eine ihr überlegene Autorität anerkennen. Herz und Geist müssen sich beugen vor dem großen ICH BIN.  

 

 

Aus dem Buch "In den Fußspuren des großen Arztes" von E.G. White, S. 443-445.
Hinweis: Alle heidnischen Namen und Titel des Vaters und des Sohnes wurden mit den ursprünglichen Namen und Titeln ersetzt. Bilder hinzugefügt.

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