Erstellt: Sonntag, 04. März 2012 Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 22. Juni 2014

Abaddon

Abaddon ist Hebräisch und bedeutet Vernichtung, Abgrund, Untergang, Verderben. In Offenbarung 9,11 wurde dieser Ausdruck nicht ins Griechische übersetzt, sondern direkt aus dem Hebräischen  übernommen:

„Und sie haben als König über sich den Engel des Abgrunds; sein Name ist auf Hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon.“ (Offenbarung 9,11)

 Dasselbe Wort „Abaddon“ wird im Alten Testament zusammen mit „Hölle“, „Totenreich“ oder „Grab“ erwähnt:  

„Das Totenreich liegt enthüllt vor Ihm, und der Abgrund (Abaddon) hat keine Decke.“ (Hiob 26,6; Schlachter)

„Der Scheol ist nackt vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund (Abaddon).“ (Hiob 26,6; Elberfelder)

„Totenreich und Abgrund (Abaddon) sind … [JAHUWAH] bekannt, wie viel mehr die Herzen der Menschen!“ (Sprüche 15,11)

„Wird man im Grab deine Gnade verkündigen, deine Wahrheit im Abgrund (Abaddon)?“ (Psalm 88,12)

 Im Neuen Testament jedoch wird der „Engel des Abgrunds“ mit „Abaddon“ und Apollyon bezeichnet, was „Verderber“ bedeutet. Dieser schreckliche Engel des Abgrunds ist Herr über die dämonischen „Heuschrecken“ (Offenbarung 9,7-11)

Es ist der Ort, wo Satan und sein Engelheer ihr Reich haben. Hier in Offenbarung 9,11 ist es Satan selbst, der als Abaddon und Apollyon bezeichnet wird. Denn in Vers 1 desselben Kapitels heißt es:

„Und der fünfte Engel stieß in die Posaune; und ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds (Abaddon) gegeben.“ (Offenbarung 9,1)

Es wird hier ein „Stern“ beschrieben, der vom Himmel fiel. Diesem Stern wurde der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben. Dieser „gefallene Stern“ ist Luzifer:

Luzifers Fall„Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!‹ Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“ (Jesaja 14,12)

Mit der Bezeichnung Abaddon soll sicherlich Satans personifizierter Charakter betont werden. In Offenbarung 9 wird während der 5. Posaune dem Satan der Schlüssel zum Abgrund gegeben. Ihm wird damit von JAHUWHAH Macht gegeben, um die Erde und deren gottlose Bewohner, in einen Zustand der Verwirrung und der Finsternis zu stürzen. An späterer Stelle wird ein Engel vom Himmel beschrieben, der den Schlüssel zum Abgrund hat, und der nach der Befreiung der treuen Gläubigen, Satan in dieser Finsternis „bindet“ für Tausend Jahre:

„Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes (Abaddon) und eine große Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind.“ (Offenbarung 20,1-3)

Erst wird dem Teufel Macht gegeben, seinen „Abgrund zu öffnen“, damit seine Dämonen auf der Erde Schaden anrichten können. Dann wird ihm jedoch der Schlüssel wieder genommen, er wird „gebunden“. Denn ein Schlüssel ist in der Bibel das Symbol der Verfügungsgewalt. Eljakim z.B., trug den Schlüssel des Hauses Davids, der ihm von JHAHUWAH gegeben wurde:

„Ich will ihm auch den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, sodass, wenn er öffnet, niemand zuschließen kann, und wenn er zuschließt, niemand öffnen kann.“ (Jesaja 2,22)

Das zeigt, dass selbst, wenn dem Engel aus dem Abgrund der Schlüssel erst gegeben wird (Offenbarung 9,11), dieser ihm auch wieder genommen werden kann (Offenbarung 20,1-3). Denn nur JAHUWAH ist der Allmächtige.

Leider wird „Abaddon“ von manchen, z.B. der Wachtturmgesellschaft, völlig gegengesetzt ausgelegt. Für sie ist Abaddon der Messias. Und so werden die Heuschrecken aus dem Abgrund auch nicht als finstere Mächte Satans gesehen, sondern als Helfer Gottes auf Erden.

Doch schon alleine die Tatsache, dass dieser grauenhafte Engel aus dem Abgrund kommt, zeigt bereits, dass es niemals der Sohn JAHUWAHs sein kann! Aus dem Abgrund (Abyssos) kommt auch das schreckliche Tier von Offenbarung 17. Ja sogar den Dämonen selbst graut vor dem Abgrund:

„… [JAHUSCHUAH] aber fragte ihn und sprach: Wie heißt du? Er sprach: Legion! Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren. Und er bat ihn, er möge ihnen nicht befehlen, in den Abgrund zu fahren.“ (Lukas 8,30-31)

Es wird aber sehr bald eine Zeit kommen, wenn tatsächlich ein Messias aus dem Abgrund heraufsteigt. Dieser falsche Messias ist kein anderer, als Satan persönlich:

„Denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.“ (2. Korinther 11,14)

JAHUSCHUAH warnte eindringlich vor diesem falschen Messias und seine dämonischen Helfer, die die Menschheit kurz vor Seiner Wiederkunft verführen werden.

„Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen., ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht!“ (Matthäus 24,23-27)

Diese Ereignisse sind Zeichen der nahen Wiederkunft des Erlösers. Übernatürliche Erscheinungen, okkulte Betätigungen, vermeintliche Wunder Gottes nehmen mehr und mehr zu. Schon heute gibt es falsche Christusse, falsche Propheten und Wunderheiler, die große Zeichen und Wunder vollbringen, um die treuen Gläubigen zu verführen. Deshalb warnte der Heiland nicht nur seine Jünger damals:

„Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!“ (Lukas 13,37)

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