Erstellt: Montag, 09. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 13. Dezember 2016

Der Schlüssel zur Prophetie-Auslegung

„Forscht im Buch … [JAHUWAH] nach und lest!
Es fehlt nicht eins von diesen,
keins vermisst das andere.
Denn der Mund … [JAHUWAHs],
Er hat es befohlen; und Sein Geist,
Er hat sie zusammengebracht.“
(Jesaja 34,16)

Der Schlüssel zur ProphetieauslegungWarum sollen wir denn in diesem BuchDie Bibel besteht aus 66 Büchern; 39 im Alten und 27 im Neuen Testament, geschrieben von ca. 40 Autoren, in einer Zeitspanne von ca. 1600 Jahren – von ca. 1500 v. Chr. bis ca. 95 n. Chr. forschen, ist es das denn Wert? Ist es nicht doch eher Zeitverschwendung? Ein Buch, dessen Neues Testament bereits 2000 Jahre alt ist und dessen Altes TestamentEs wird teilweise geleugnet, dass Mose die ersten 5 Bücher der Bibel geschrieben hat, denn man bezweifelt,  dass man damals überhaupt schon schreiben konnte und ging davon aus, dass die Genesis (1. Buch Mose) nicht älter als 3000 Jahre ist.

Man weiß heute jedoch, dass man sich der Keilschrift bereits vor mindestens 5000 Jahre bediente. Der Schöpfungsbericht wurde somit nicht nur mündlich weitergegeben, sondern ist wohl schon bald schriftlich auf Keilschrifttafeln festgehalten und später von Mose zusammengefasst worden.

So kann es durchaus sein, dass z.B. Noah oder Abraham ihre Erlebnisse und Ereignisse ihrer Zeit auf solchen Tafeln geschrieben haben. Mose war des Schreibens mächtig und konnte sicher auch Keilschrifttafeln entziffern, denn er wurde am ägyptischen, königlichen Hof unterrichtet.
von Ereignissen erzählt, die bis zu 6000 Jahre zurückreichen? Was soll uns dieses Buch denn heute sagen? Ist es denn nicht einfach nur ein Buch für „die Frommen“, oder für Leute, die sonst sowieso nicht viel im Leben „auf die Reihe“ bekommen, für die Ängstlichen, die sich an „irgendetwas festklammern“ müssen? Was in diesem alten Buch steht, das kann man einem modernen, aufgeklärten Menschen doch wohl kaum noch zumuten.

Warum ist dieses Buch aber dann doch das meist übersetzte Buch aller Zeiten, das mittlerweile in den exotischsten Sprachen und DialektenEnde September 2011 lag die gesamte Bibel in 471 Sprachen vor; das Neue Testament in 1.223 Sprachen, einzelne Bibelteile in 1.002 Sprachen. Insgesamt wurde die Bibel oder Teile davon in 2.696 Sprachen übersetzt. Quelle: www.wycliffe.net auf dieser Erde vorliegt? Warum ist die Bibel das am meisten umkämpfteGläubige wurden wegen Bibelbesitzes nicht nur im Mittelalter hingerichtet, sondern auch heute werden Menschen in kommunistischen oder moslemischen Ländern deswegen verhaftet. Buch, für das Menschen sogar Ihr Leben dahingaben? Vielleicht erklärt dieses Phänomen die folgenden Bibelworte:

„Mit wem wollt ihr Mich denn vergleichen, dem Ich gleich sein soll?, spricht der Heilige. Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der ihr Heer abgezählt herausführt, er ruft sie alle mit Namen. So groß ist Seine Macht und so stark ist Er, dass nicht eines vermisst wird. Warum sprichst du denn, Jakob, und sagst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor … [JAHUWAH], und mein Recht entgeht meinem Gott? Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, … [JAHUWAH], der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; Sein Verstand ist unerschöpflich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. (Jesaja 40,25-29)

„Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr Ihm an die Seite stellen? Das Götzenbild? Das hat der Künstler gegossen, und der Goldschmied überzieht es mit Gold und lötet silberne Kettchen daran. Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündigt worden? Habt ihr nicht Einsicht erlangt in die Grundlegung der Erde?“ (Jesaja 40,18.19.21)

„Ich bin … [JAHUWAH], das ist Mein Name; und Ich will Meine Ehre keinem anderen geben, noch Meinen Ruhm den Götzen! Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören.“ (Jesaja, 42,8-9)

 Jesaja Rolle von Qumran„Ich habe nicht im Verborgenen geredet, in einem dunklen Winkel der Erde; Ich habe zu dem Samen Jakobs nicht gesagt: Sucht Mich vergeblich! Ich, … [JAHUWAH], rede, was recht ist, und verkündige, was richtig ist. Versammelt euch, kommt, tretet miteinander herzu, ihr Entkommenen unter den Heiden! Sie haben keine Erkenntnis, die das Holz ihres Götzen tragen und zu einem Gott beten, der nicht retten kann, bringt es vor; ja, sie mögen sich miteinander beraten! Wer hat dies vorzeiten verlauten lassen? Oder wer hat es von Anfang her angekündigt? War Ich es nicht, … [JAHUWAH]? Und sonst gibt es keinen anderen Gott, einen gerechten Gott und Erretter; außer Mir gibt es keinen! Wendet euch zu Mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn Ich bin Gott und keiner sonst!“ (Jesaja 45,19-22)

„Ich, … [JAHUWAH], verändere Mich nicht.“ (Maleachi 6,3)

Es ist die Bibel, das einzige BuchDer Koran (geschrieben ca. 600 n. Chr.) enthält viele Zitate bezüglich Schöpfung, die Quelle ist jedoch die biblische Schöpfungsgeschichte., das behauptet, dass es das Wort des Gottes ist, der Himmel und Erde erschaffen hat. Neben Seinem Geist, spricht JAHUWAH durch die inspirierten Worte der Bibel - durch Seine Propheten geschrieben - zu den Menschen. ES GIBT KEINEN ANDEREN GOTT. Alles andere sind nur Götzen, die sich die Menschen, von Satan inspiriert, selbst erschaffen und errichtet haben. Dieser ewige und unwandelbare Gott hat nicht nur die Welt erschaffen, sondern Er trägt das Weltall auch heute „durch das Wort Seiner Macht“ (Hebräer 1,3), indem durch Seine Kraft alle Dinge zusammengehalten werden. Sein Sohn JAHUSCHUAH, der den Charakter Seines Vaters hier auf Erden durch Sein Leben offenbart hat,

„ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in Ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch Ihn und für Ihn geschaffen; und Er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in Ihm.“ (Kolosser 1,15-17)

Hebräer 4,12Weiter heißt es in der Bibel, dass dieser einzige, allmächtige Schöpfergott JAHUWAH, Seinen göttlichen Sohn auf diese, bereits von Sünde und Degeneration verfinsterte Erde sandte, um uns aus der Sündenschuld zu erretten, damit wir ewiges Leben haben können. Das ist einzigartig. Eine solch einzigartige Liebestat für die Menschen wird von keinem Götzen, wie er auch immer heißen mag, angeboten. Und trotzdem hängen die Menschen an diesen Götzen. Sie verehren Heiligenschreine und bitten diese um Hilfe; sie versuchen über hinduistische und buddhistische Götzen und Wege durch zahlreiche Wiedergeburten irgendwie vielleicht letztendlich doch das Heil zu erlangen. Sie hängen sich Talismane um den Hals, beten Engel an, die sie beschützen sollen. Sie verehren den Papst, einen sündigen Mensch, und versuchen aus eigenen Werken gerecht zu werden. Sie beten einen dreieinigen Gott an, im Glauben, es handle sich um den Schöpfer. Und merken dabei nicht, dass dies alles Fälschungen Satans sind, der die Anbetung haben möchte, die nur dem Schöpfer zusteht (Jesaja 14,12-13„Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ‚Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg (Berg der Anbetung) im äußersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!‘Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“).

Dieser einzige und wahre Gott der Bibel teilt uns mit:

„Ich rufe von Osten her den Stoßvogel herbei, aus fernem Lande den Mann (= das Werkzeug) Meiner Wahl (oder: meines Ratschlusses); wie Ich es ausgesprochen habe, so lasse Ich es auch eintreten; wie Ich es Mir vorgenommen habe, so führe Ich es auch aus.“ (Jesaja 46,11; Menge)

„Nein, GOTT, … [JAHUWAH], tut nichts, ohne dass er Sein Geheimnis Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.“ (Amos 3,7)

Sein Sohn JAHUSCHUAH verspricht:

„Himmel und Erde werden vergehen; aber Meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35)

Weiter verweist der Messias JAHUSCHUAH auch auf die Bücher des Alte Testaments:

„Ihr erforscht die SchriftenHier sind die Bücher des Alten Testaments gemeint; das Neue Testament war zu dieser Zeit noch nicht geschrieben., weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von Mir Zeugnis geben.“ (Johannes 5,39)

„Und Er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der ... [Messias] dies erleiden und in Seine Herrlichkeit eingehen? Und Er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf Ihn bezieht.“ (Lukas 24, 25-27)

„Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lukas 16,31)

Licht vom HimmelJAHUSCHUAH bestätigte die Unzerstörbarkeit der Heiligen Schrift (Matthäus 5,18"Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist."), ihre Unfehlbarkeit (Johannes 10,35"Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging — und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden —..."), und ihre letzte Autorität (Matthäus 4,2-10"Und als Er [JAHUSCHUAH] 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war Er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu Ihm und sprach: Wenn Du ... [JAHUWAHs] Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden! Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund ... [JAHUWAHs] hervorgeht!« Darauf nimmt Ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt Ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu Ihm: Wenn Du ... [JAHUWAHs] Sohn bist, so stürze Dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird Seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt«. Da sprach ... [JAHUSCHUAH] zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst ... [JAHUWAH], deinen Gott, nicht versuchen!« Wiederum nimmt Ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt Ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu Ihm: Dieses alles will ich Dir geben, wenn Du niederfällst und mich anbetest! Da spricht ... [JAHUSCHUAH] zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst ... [JAHUWAH], deinen Gott, anbeten und Ihm allein dienen!«). Darüber hinaus, betont der Messias die Wichtigkeit jedes einzelnen Wortes der Bibel (Lukas 16,17"Es ist aber leichter, daß der Himmel und die Erde vergehen, als dass ein Strichlein des Gesetzes wegfalle."). Glauben wir dem Messias JAHUSCHUAH, denn durch Ihn werden alle Ratschlüsse JAHUWAHs erfüllt (2. Korinther 1,19; Menge"Denn Gottes Sohn … [JAHUSCHUAH, der Messias], der unter euch durch uns gepredigt worden ist, nämlich durch mich und Silvanus und Timotheus, ist auch nicht Ja und Nein (zugleich) gewesen, sondern in Ihm ist das »Ja« geschehen (oder: erschienen = verwirklicht worden); denn für alle Verheißungen ... [JAHUWAHs] liegt in Ihm das »Ja« (d.h. die Erfüllung); daher ist durch Ihn auch das »Amen« erfolgt, ... [JAHUWAH] zur Verherrlichung (oder: Ehre) durch uns.“). Er ist deshalb der Mittelpunkt der Prophetie. Die Weissagung ist das Zeugnis über Ihn und von Ihm (Offenbarung 19,10b"Bete Gott [JAHUWAH] an! Denn das Zeugnis ... [JAHUSCHUAH] ist der Geist der Weissagung".). Durch den Propheten Jesaja werden wir deshalb aufgefordert:

„Forscht nach im Buch … [JAHUWAHs] und lest es! Nicht eines von alledem wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen; denn mein Mund ist‘s, der es befohlen, und Sein Geist ist‘s, der sie gesammelt hat.“ (Jesaja 34,16)

Bisher ist tatsächlich alles eingetroffen und mittlerweile historisch überprüfbarVom 19. Jahrhundert an trug die Archäologie viel dazu bei, die Glaubwürdigkeit der Bibel zu untermauern. Bei Ausgrabungen in den biblischen Ländern (Israel, Palästina, Ägypten, Syrien, Mesopotamien) wurden Orte und Stätten entdeckt, von denen man bislang nur aus der Bibel wusste. Manches, was bis dahin als Fabel abgetan worden war, erschien nun in einem neuen Licht und bestätigt die historische Zuverlässigkeit der Bibel.

In den verschiedenen sog. „heiligen Schriften“ der anderen großen Weltreligionen, wie z.B. der Veden oder des Korans, finden sich keine oder nur sehr wenige Angaben, die historisch überprüfbar wären. Die Bibel hingegen enthält viele Berichte mit genauer Orts- und Zeitangabe. Sie enthält einerseits Fakten und gibt ihnen die theologische Bedeutung.

Fakten ohne Auslegung können bedeutungslos sein, und bloße Auslegung ohne Fakten, können als willkürlich oder unbegründet angesehen werden.
, wie es geweissagt wurde. Deshalb können wir getrost glauben, dass auch noch der Rest eintreffen wird, bis der HeilsplanEntgegen dem evolutionistischen Denken und anderen Religionen und Weltanschauungen, die sich auf die Vorstellung eines ewigen Kreislaufs stützen und deshalb auch keine Hoffnung vermitteln können, ist die Heilige Schrift zielgerichtet geprägt; sie spricht von einem Anfang (1. Mose 1,1) und von einem Ende des Universums (2. Petrus 3,10). Es ist erkennbar, dass der Schöpfergott ein festes Ziel anstrebt.JAHUWAHs abgeschlossen ist.

SchriftrolleObwohl sich die Entstehung der biblischen Bücher auf einen Zeitraum von 1600 Jahren erstreckt und auf viele verschiedene Verfasser40 Schreiber haben an der Entstehung der Bibel zusammengewirkt, von denen sich die meisten nicht untereinander kannten. Der berufliche Hintergrund der Schreiber ist sehr bunt. Es waren Hirten, Staatsmänner, Priester, Könige, Gelehrte, Ärzte, Fischer usw. zurückgeht, ist die Bibel von erstaunlicher Geschlossenheit und Genauigkeit. Auch hier ist der Grund erkennbar: JAHUWAH selbst ist die Quelle dieser Einheit. Besonders zeigt es sich in der Heilsgeschichte. JAHUSCHUAH, der Messias, ist das zentrale Thema und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Alte und Neue Testament. Das Alte Testament bereitet Sein Kommen vor und weissagt von Ihm in Vorbildern (TypusEin Typus ist ein Art Abdruck oder Muster des Originals. Richtig verstanden und beurteilt ist die Typologie ein starker Beweis der göttlichen Inspiration der Bibel. Es ist im Grunde das göttliche Erlösungsprogramm für alle Zeiten. So hat JAHUWAH durch das Heiligtum und dessen Dienst im Alten Testament eine vollständige Darstellung des Erlösungsplans dem Volk Israel am Sinai gegeben.

Das einzige Ziel des Heiligtums ist, den Messias JAHUSCHUAH zu offenbaren, nicht allein für das hebräische Volk alter Zeit, sondern für jede Generation, Sprache und Nation, bis zum Ende der Zeit. Das irdische Heiligtum sollte ein Abbild der originalen „himmlischen Dinge“ sein (Hebräer 9,23), ein Sinnbild „über die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist“ (Hebräer 9,9-11)
) und sonstiger Prophetie. Auch tritt Er dort immer wieder als der Ausführende auf, der JAHUWAHs Volk leitet und führt. Die Evangelien bezeugen Ihn als den Erlöser in Gestalt des menschgewordenen Sohn JAHUWAHs. Die Apostelgeschichte schildert Ihn als den, dessen Name verkündigt und dessen Evangelium in der Welt bekanntgemacht wird. Die Briefe entfalten und erklären Sein Erlösungswerk. Das Buch der Offenbarung zeigt Ihn als den Mittelpunkt und die Erfüllung aller Pläne und Absichten JAHUWAHs. Er ist der „Anfang und das Ende“, der „Erste und der Letzte“, das „Alpha und das Omega“ (Offenbarung 22,13). In den letzen drei Kapiteln der Offenbarung (letztes Buch der Bibel) klingen die ersten drei Kapitel Mose (erstes Buch der Bibel) wieder an.

Wenn wir einmal erkannt haben, dass es keinen anderen Gott gibt, außer diesen mächtigen Schöpfergott, dann können wir nicht mehr umhin, Sein Wort zu erforschen. Vieles in Seinem Wort ist sehr eindeutig und kann kaum missverstanden werden. Dann gibt es jedoch auch etwas schwierigere Passagen und Prophezeiungen, die nicht immer sofort verstanden werden können. Ein tieferes Studium ist nötig, die Schrift muss ausgelegt werden.

Es gibt viele Auslegungen. Viele menschliche Auslegungen. Aber es gibt nur eine Auslegung, die vom Autor einer Schrift beabsichtigt ist. Im Falle der Prophetie der Bibel beabsichtigt JAHUWAH eine bestimmte Auslegung für jede Seiner Offenbarungen. Es gibt nicht viele Wahrheiten, es gibt nur eine Wahrheit. Schon bei zwei verschiedenen Auslegungen, muss eine davon falsch sein und nur eine ist richtig. Diese eine Wahrheit muss herausgefunden werden.

Im Grunde kann etwas nicht stimmen, wenn jemand sagt: „Na ja, das ist DEINE Auslegung, ich bin zu einem anderen Schluss gekommen“. Gibt es wohl doch mehrere unterschiedliche Auslegungen? Nein, sicherlich nicht. Es gibt nur eine Wahrheit. Jeder einzelne Vers in der Heiligen Schrift hat nur eine beabsichtigte Bedeutung und lässt nur eine einzige Auslegung zu. Dabei sollte jeder Bibelstudent offen sein, sich auch wieder korrigieren zu lassen, wenn sich gewichtige biblische Argumente für oder gegen eine bestimmte Auslegungen ergeben.

 Prophetischer Schreiber„Die Summe Deines Wortes ist Wahrheit, und alle Verordnungen Deiner Gerechtigkeit bleiben ewig.“ (Psalm 119,160)

„Jedes Wort ... [JAHUWAHs] ist lautere Wahrheit“. (Sprüche 30,5; Menge)

„Jede Schrift ist von ... [JAHUWAHs] Geist eingegeben“. (2. Timotheus 3,16, Schlachter 1951)

Die Bibel ist JAHUWAHs Wahrheit und von Seinem Geist wurden die Schreiber inspiriert. Wir sollten deshalb sehr vorsichtig an die Auslegung herangehen.

„.. wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab; wir gehen nicht mit Hinterlist um und fälschen auch nicht das Wort ... [JAHUWAHs]; sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht ... [JAHUWAHs].“ (2. Korinther 4,2)

„Tu nichts zu Seinen Worten hinzu, damit Er dich nicht überführe und du als Lügner befunden werdest.“ (Sprüche 30,5)

„Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird ... [JAHUWAH] ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird ... [JAHUWAH] wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“ (Offenbarung 22,18-19)

„Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das Ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote … [JAHUWAHs], eures Gottes, haltet, die Ich euch gebiete.“ (5. Mose 4,2)

„Drängt euch nicht zum Lehrerberuf, meine Brüder! Bedenkt wohl, dass wir (Lehrer) ein um so strengeres Urteil (oder: Gericht) empfangen werden (= zu erwarten haben).“ (Jakobus 3,1; Menge)

In der SynagogePetrus warnt vor der leichtfertigen Auslegung schwerverständlicher Bibelverse, z.B. der Paulusbriefe:

„so wie auch in allen Briefen, wo er [Paulus] von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.“ (2. Petrus 3,16)

Damit wird klar, wie bedeutend jeder einzelne Vers in der Heiligen Schrift ist. Es muss aber auch verstanden werden, dass eine einzige Auslegung einer Aussage mehrere Anwendungen haben kann. So bezieht sich JAHUSCHUAH in Matthäus 24,20 sowohl auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr., als auch auf die Verfolgung, die Sein Volk kurz vor Seiner Wiederkunft ausgesetzt sein werden wird. Für jeden aufrichtigen Bibelstudenten und Nachfolger JAHUSCHUAH dem Messias, aber besonders auch für Bibellehrer gilt:

„Gib dir Mühe, dich ... [JAHUWAH] als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit richtig behandelt.“ (2. Timotheus 2,15)

Was bedeutet, sich „JAHUWAH als bewährt zu erweisen“?

„damit ihr so, wie es .. [JAHUWAH] würdig ist, zu Seinem völligen Wohlgefallen wandelt. Ja, möchtet ihr in jedem guten Werke Frucht bringen und in der Erkenntnis ... [JAHUWAHs] wachsen!“ (Kolosser 1,10)

Was heißt es, das „Wort der Wahrheit richtig zu behandeln“?

Es heißt, dass man diese Wahrheiten richtig erfasst, dass man sie richtig auslegt. Diese richtige Behandlung oder Auslegung der Worte der Wahrheit geht parallel einher mit einem wohlgefälligen Wandel vor  JAHUWAH, d.h. sich Ihm als „bewährt zu erweisen“.

Selbst wenn wir nicht alles im Wort JAHUWAHs verstehen – bis in Ewigkeit werden wir an Seinem Wort noch zu lernen haben – so können wir doch das leben, was wir sicher verstehen; denn viele Stellen in der Bibel sind sehr klar, und bedürfen kaum einer Auslegung. Eine Bibelauslegung macht auch nur dann Sinn und ist vom Geist JAHUWAHs getragen, wenn wir Glauben haben. Wer keinen lebendigen Glauben hat, und meint, die Bibelaussagen anhand von einigen starren Regeln interpretieren zu können, der wird in die Irre gehen. Deshalb ist es völlig egal ob du ein Theologie-Professor bist oder ein einfacher Gläubiger und Bibelinteressierter bist. Es ist die lebendige Verbindung zum allmächtigen Schöpfergott, der den Unterschied ausmacht, um die geistlichen Dinge richtig erfassen zu können. C. H. Spurgeon wusste dies, denn er wandte es in seinem täglichen Bibelstudium an:

 Gebet„Oft, wenn ich eine Stelle der Schrift lese, die ich nicht verstehen kann, pflege ich die Bibel aufgeschlagen vor mich hinzulegen, und wenn ich alle Kommentare durchgesehen und sie nicht übereinzustimmen scheinen, lege ich die Bibel auf den Stuhl, und knie nieder, deute mit dem Finger auf die Stelle, und bitte Gott um Belehrung. Wenn ich dann von meinen Knien aufstand, meinte ich sie besser zu verstehen als zuvor; ich glaube, dass das Gebet an sich schon in großem Maße die Antwort brachte; denn da der Verstand sowohl wie das Herz sich damit beschäftigte, so war der ganze Mensch in der besten Verfassung, sie wahrhaft zu verstehen.“

„Denn dies alles hat Meine Hand gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht … [JAHUWAH]. Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort.“ (Jesaja 66,2)

Wenn wir auf diese ehrfürchtige, demütige und lernende Art die Bibel studieren, dann werden wir zwischen menschlichen Annahmen und dem tatsächlichen Wort Gottes zu unterscheiden lernen. Denn all zu leicht lesen wir übernommene traditionelle AnsichtenBereits im vierten Jahrhundert kam es in der Kirche zu einer Überbewertung der Tradition. Die hohe Bewertung der Tradition neben der Bibel ist in der Orthodoxie und im Katholizismus begründet und zwar in der Auffassung, dass die göttliche Offenbarung nicht nur in der Bibel, sondern auch in „Überlieferungen“ ihren Ausdruck findet. So sind nach katholischer Lehre Heilige Schrift und Tradition gleichwertige Offenbarungsquellen. Auch im jüdischen Glauben spielt die Tradition eine sehr große Rolle. Jeder, der die Bibel als einzige Richtschnur sieht, sollte genau untersuchen und sorgfältig darüber wachen, dass sich keine Traditionen neben oder gar über Gott JAHUWAHs Wort stellen. in einzelne Bibeltexte hinein. Auf diese Weise verlagern wir die Autorität der Heiligen Schrift unbewusst auf unsere Traditionen und wiegen uns damit in Sicherheit. Aber noch schlimmer, durch unsere Gleichgültigkeit, frönen wir mehr und mehr dem Götzendienst, ohne dass es uns bewusst ist. Über Jahrzehnte oder Jahrhunderte weitergetragene Traditionen verteidigen wir felsenfest als „biblische“ Wahrheit. In einem solchen Zustand wird die Bibel unkritisch gelesen und es werden nur noch Bibelstellen gesucht, und zur Not auch „verbogen“, um unsere Ansicht zu stützen. Der Irrtum wird sich so nur vergrößern.

Unser Ziel der biblischen Interpretation sollte so nahe wie möglich an die beabsichtigte Bedeutung des Autors – des Schreibers und JAHUWAHs als Inspirationquelle des Schreibers – kommen. Neben einem lebendigen Glauben und der Verbindung mit unserem Schöpfer im Gebet, können folgende Regeln als Hilfe zu einer richtigen Bibelauslegung dienen:

 

1.   Behandle die Bibel als das inspirierte Wort JAHUWAHs

 

 Lichtstrahlen„Alle Schrift ist von JAHUWAH eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Paulus bestätigt:

„Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt; ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung … [JAHUSCHUAH dem Messias].“ (Galater 1,11-12)

Die Bibel ist sowohl göttlichen wie auch menschlichen Ursprungs. Sie wurde von Menschen geschrieben, die von JAHUWAHs Geist inspiriert waren. Außer den Zehn Geboten wurde nichts direkt mit dem Finger JAHUWAHs geschrieben. Er übermittelte Seine Botschaften an Menschen. Im Alten Testament werden knapp 400 Mal die Botschaften der Propheten mit den Worten „So spricht … [JAHUWAH]“ eingeleitet. Diese Verbindung zwischen dem Allmächtigen und dem Menschen bewirkt Sein Heiliger Geist. Auf diesem Weg vollzieht sich die Kommunikation zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Die Verfasser der biblischen Bücher schrieben dabei in eigener Verantwortlichkeit. Sie setzten alle von JAHUWAH gegebenen natürlichen Fähigkeiten ein, und sie erforschten sorgfältig und gewissenhaft die zugrunde liegenden Fakten. So schreibt Lukas z.B. ganz am Anfang seiner Schrift:

„Weil (oder: nachdem) bekanntlich schon viele es unternommen haben, einen Bericht über die Begebenheiten, die sich unter uns erfüllt (= vollzogen) haben, so abzufassen, wie die Männer sie uns überliefert haben, die von Anbeginn an Augenzeugen und (alsdann) Diener des Wortes gewesen sind, habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allen Tatsachen von den Anfängen an sorgfältig nachgegangen bin (= nachgeforscht habe), alles … in richtiger (oder: sachgemäßer) Reihenfolge aufzuzeichnen, damit du dich von der Zuverlässigkeit der Nachrichten (oder: Lehren), in denen du unterwiesen worden bist, überzeugen kannst.“ (Lukas 1,1-4; Menge)

JAHUWAH hat durch den Heiligen Geist auserwählte Männer und Frauen zum schreiben inspiriert; niemals hat Er sie jedoch zu willenlosen Werkzeugen gemacht, die gleichsam in Trance oder unbewusst etwas niederschreiben mussten. Denn wäre die Bibel in einer göttlichen, „übermenschlichen“ Sprache abgefasst worden, könnte sie kein Mensch verstehen. Menschen haben also in ihrer jeweiligen Eigenart geschrieben, die Inspiration durch den Heiligen Geist stellte dabei jedoch sicher, dass sie alles gewissenhaft aufzeichneten, was nach JAHUWAHs Willen dem Menschen mitgeteilt werden soll.

Die Bibel kann nicht behandelt werden wie jedes andere Buch, das rein menschlichen Gedanken entsprungen ist. Da dieses Buch nicht menschlich, sondern göttlich inspiriert ist, kann es nicht sein, alles rational erklären zu wollen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Bibel beiseite zu legen, nur weil wir über Verse stolpern, die wir uns mit unserem menschlichen Verstand momentan nicht erklären können. Es muss nicht jede Frage geklärt sein, ehe man der Bibel glaubt. Würde man dies annehmen, würde man die Wirklichkeit der Offenbarung JAHUWAHs abstreiten. Wir würden uns anmaßen den Verstand des Allmächtigen zu besitzen und uns als allweise betrachten.

Prophetischer SchreiberAndererseits aber gibt es viele prophetische Aussagen in der Bibel, die die Zukunft betreffen, die sich alle zur gegebenen Zeit und beschriebenen Weise erfüllt haben. Damit wird die Glaubwürdigkeit der Bibel bestätigt. Sie übermittelt beachtliche Informationen (historische Berichte, Zukunfts-Prophezeiungen, Weisheiten, Dichtungen, Anweisungen und praktische Hinweise zu einem christlichen Lebenswandel, Grundsätze für das Verhalten zum Mitmenschen usw.). Weit wichtiger sind jedoch die biblischen Berichte, die bezeugen, wie JAHUWAH in der Geschichte der Menschen geredet und gehandelt hat. Sie zeigen, dass Er zu allen Zeiten Verbindung zu den Menschen suchte. Der Höhepunkt wurde im Leben Seines Sohnes JAHUSCHUAHs unter den Menschen erreicht. Der Vater hat sich in Seinem Sohn gezeigt (Johannes 5,19; 14,9"Da antwortete ... [JAHUSCHUAH] und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von Sich selbst aus tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn." (Johannes 5,19)

"... [JAHUSCHUAH] spricht zu ihm: So lange Zeit bin Ich bei euch, und du hast Mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?" (Johannes 14,9)
). Auch heute versucht Er mit jedem eine Beziehung aufzubauen, der willig ist, sich darauf einzulassen. JAHUWAHs Geist liegt in der Heiligen Schrift, und wirkt unabhängig von Zeitgeschehen, theologischen Kenntnissen oder frommen Gefühlen. JAHUSCHUAH macht dies mit folgenden Worten deutlich:

„Wenn jemand Seinen [des Vaters] Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von ... [JAHUWAH] ist.“ (Johannes 7,17)

Ein lebendiger Glaube ist unbedingt notwendig, um den Willen JAHUWAHs tun zu können.

"Wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr gewiss keinen Bestand haben!" (Jesaja 7,9)

Die Bibel als das inspirierte Wort JAHUWAHs sollte nicht nur als Information dienen, sondern vor allem als Offenbarung des allmächtigen Schöpfergottes zu einer lebendigen Beziehung mit Ihm.

Leider gibt es auch Menschen, die schlechte Erfahrungen mit Christen oder der Kirche gemacht haben, und sehen nun alles, was sie in der Bibel lesen, aus diesem Blickwinkel. Solche Leute mögen bedenken, dass solche Christen oft selbst noch nicht die tiefere Gotteserkenntnis haben und oft auch aus eigenen Werken ihre Gerechtigkeit finden wollen; an einem lebendigen Glaubensleben in dem Messias JAHUSCHUAH fehlt es dann häufig. Zudem, wer sich mit der Heiligen Schrift beschäftigt und sich ernsthaft zu JAHUSCHUAH bekennen möchte, wird den Anfechtungen Satans im täglichen Leben mehr ausgesetzt sein, als jemand der davon nichts wissen will. Deshalb: Unser Vorbild sollte immer nur unser Heiland JAHUSCHUAH sein, und kein Mensch; denn Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Wir müssen zwischen Menschen, die Christus nachfolgen und dem göttlich inspirierten Wort JAHUWAHs unterscheiden. Der Mensch kann fehl gehen, JAHUWAHs Wort jedoch nicht.


2.  Lass die Bibel sich selbst auslegen

 

Bibel-lesender Mann„Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen ... [JAHUWAHs] geredet.“ (2. Petrus 1,20)

Was ist eine eigenmächtige Auslegung im Gegensatz zu einer Schrift-basierten Auslegung? Eine eigenmächtige Auslegung ist das, was vom Verständnis des Menschen, von seiner Vermutung über die Bedeutung einer biblischen Aussage kommt. Er schlussfolgert gemäß den Vorstellungen, die sich bereits in seinem Gehirn gebildet haben. Wenn er ein Wort gelesen hat, greift er auf das "Wörterbuch" im Kopf zurück. Wenn es ein gänzlich neues Wort ist, wird ein Wörterbuch oder Duden benutzt, in der Überzeugung, das Wort in der Heiligen Schrift habe dieselbe Bedeutung. Aber ist diese Methode auch zielführend, was die Bibelauslegung betrifft?

Wenn ein Mensch zum Beispiel in der Bibel liest, dass JAHUWAH eine Sintflut auf diese Erde sandte oder dass Er Sodom und Gomorra durch einen Feuerregen vernichtete, dann wird er ohne nachzudenken die Schlüsselworte „senden“, „vernichten“ und „Feuerregen“ nach ihrer bereits bestehenden Vorstellung auffassen. Durch eine solche Begriffsbestimmung kann nur angenommen werden, dass der Allmächtige Seine Macht persönlich und direkt dazu gebraucht, um Seine Feinde zu töten. Man kommt so zu dem Schluss, dass JAHUWAH ein düsterer Scharfrichter ist.

Eine derartige Begriffsbestimmung aus menschlicher Sicht, ist jedoch unzulänglich und widersprüchlich, wenn der Gesamtheit der Bibel Rechnung getragen wird. Andere Schriftstellen und Grundsätze, die den Charakter JAHUWAHs zugrunde liegen, können dann nicht erklärt werden oder werden nicht beachtet. Du magst dich fragen: „Warum soll ich denn kein Wörterbuch benutzen? Wo soll ich mich denn dann hinwenden, um Bedeutungen herauszufinden?

Ein Wörterbuch ist was Nützliches und Wunderbares. Es muss uns aber bewusst sein, dass ein Wörterbuch nur das menschliche Verhalten beschreibt und menschlichen Gedanken entspringt. Es wurde von Menschen zusammengestellt, die weder geistliche Dinge geistlich sehen, noch kümmert sie das oft überhaupt. Göttliches und menschliches Verhalten und Denken ist nicht identisch. JAHUWAH sagt:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind Meine Wege als eure Wege und Meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jesaja 55,8-9)

Dies sollte jeder Bibelstudent beachten, der JAHUWAHs Wege und auch Seinen Charakter begreifen möchte. Wenn es nun in der Bibel heißt „JAHUWAH vernichtet“, dann müssen wir hinterfragen, geschieht dies auf dieselbe Weise, wie ein Mensch vernichtet? Da JAHUWAHs Gedanken und Wege viel höher sind, als die der Menschen, kann es da nicht sein, dass der Allmächtige eine ganz andere Art und Weise hat, wenn Er „vernichtet“? Das dem so ist, können wir aber sicherlich dann schlussfolgern, wenn wir die Bibel als Gesamtheit betrachten und alle anderen Aussagen über den Charakter JAHUWAHs – den uns Sein Sohn JAHUSCHUAH auf Erden enthüllt und ausgelebt hat (Johannes 5,19; 14,9) – mit einbeziehen. Dann wird sehr deutlich, dass JAHUWAH einen völlig anderen Weg hat, wenn Er von „Vernichtung“ spricht, als wir Menschen.

Während also ein gewöhnliches Wörterbuch benutzt werden muss, um Worte zu verstehen, die menschliches Verhalten beschreiben, kann es nicht ohne weiteres herangezogen werden, um Erkenntnis der Handlungen des allmächtigen Schöpfergottes JAHUWAH zu erlangen. Deshalb: Die Heilige Schrift selbst muss als ihr eigener Ausleger dienen. Die gesamte Bibel, sowohl das Alte als auch das Neue Testament muss in sich stimmig sein und darf sich nicht widersprechen.

JAHUSCHUAH heilt ein KindEin weiteres Beispiel, wie falsche Vorstellungen in den menschlichen Köpfen der Menschen Wurzeln schlagen können und zu Fehlschlüssen führen, ist die Erfahrung der Jünger JAHUSCHUAHs. Sie wurden in die jüdische Welt hineingeboren, wo man die Erwartung des kommenden Messias in der Weise hatte, dass er als König dieser Welt kommen und als buchstäblicher Anführer des jüdischen Volkes ihr irdisches Geschick wenden würde. Diese falsche Vorstellung wurde überall erzählt und in den Synagogen gelehrt. Die Folge war, dass sie das Werk und den Dienst des Messias dann überhaupt nicht verstanden. Als Er kam, war es für Ihn nur schwer möglich, ihre falsche Vorstellung zu korrigieren. Leider hat die Mehrheit der damaligen Juden bis zuletzt an dieser irrigen Vorstellung festgehalten und den Heiland mit Hilfe der Römer deshalb sogar gekreuzigt. Und bis heute wartet das orthodoxe jüdische Volk noch auf diesen König, der das jüdische Volk wieder anführen werde. Aber auch uns geht es heute mit vielen Dingen genauso. Wir haben oft eine falsche Vorstellung von den Handlungen JAHUWAHs, was dazu führt, dass wir falsche Dinge tun.

Mit Geduld, Sorgfalt und Ausdauer können verschiedene Aussagen der Bibel in vollkommener Harmonie gesehen werden. Denn die Bibel wurde zur Belehrung des Menschen gegeben und ist demnach dem verstandesmäßigen Erfassungsvermögen des Menschen zugänglich. Der Mensch muss also keine Stellen der Bibel als nicht verstehbar erklären oder sie so umdeuten, dass sie andere Bibelstellen zunichte machen, nur weil sie nicht in seine gegenwärtige Vorstellungen passen.

Es gibt dazu ein sehr gutes Beispiel von JAHUSCHUAH. Als der Messias in der Wüste 40 Tage lang gefastet hatte und Satan Ihn versuchte, da zitierte Satan Psalm 91,11-12: „und spricht zu ihm: Wenn du ... [JAHUWAHs] Sohn bist, so stürze Dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird Seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt«.“ (Matthäus 4,6). JAHUSCHUAH antwortete ihm, indem Er die Heilige Schrift sich selbst auslegen ließ, Er zitierte 5. Mose 6,16: „Ihr sollt … [JAHUWAH], euren Gott, nicht versuchen!“ (Matthäus 4,7).

Er hat uns damit gezeigt, dass wir immer die Bibel selbst sprechen lassen müssen, um eine andere Bibelstelle zu verstehen oder genauer zu erklären. Wenn dies nicht beachtet wird, kommt man sehr schnell zu falschen Schlüssen. Gründe deshalb eine Auslegung nie auf nur einer einzigen Bibelstelle, sondern betrachte die Heilige Schrift immer als ein Ganzes. Denn wenn du das vernachlässigst, dann müssen weitere Bibelstellen zu diesem oder ähnlichem Thema passend gemacht werden, um dieser Auslegung, die du für die eine und erste Bibelstelle gefunden hast, gerecht zu werden.

„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,32)'


3.  Betrachte jedes einzelne Wort als wichtig

 


Jedes Wort, auch wenn es noch so unbedeutend erscheinen mag, ist wichtig für ein in der Bibel dargelegten Thema.

„Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ (Matthäus 5,18)


4.  Eine Bibelstelle darf einer anderen Bibelstelle nicht widersprechen

Aufgeschlagene BibelEine korrekte Auslegung ist immer in Übereinstimmung mit der gesamten Heiligen Schrift, sowohl des Alten als auch des Neuen Testaments. Es ist deshalb von höchster Wichtigkeit, dass eine Aussage immer in dem Licht der gesamten Bibel betrachtet wird. Wie wird dieses Thema an anderer Stelle behandelt? Wenn eine Bibelstelle sehr schwer zu verstehen (vgl. 2. Petrus 3,16„so wie auch in allen Briefen, wo er [Paulus] von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.“) und etwas verwirrend erscheint, dann ist es klug, erst andere Bibelstellen zu lesen, die damit in Verbindung stehen und einfacher dargestellt werden, als unmittelbar diesen einen, schwerer verständlichen Text auszulegen.

Um einen Lehrpunkt oder eine Prophezeiung zu verstehen, trage alle Schriftstellen zu diesem Thema zusammen. Dann lass jedes einzelne Wort wirken. Und wenn du eine Theorie formulieren kannst, ohne einen Widerspruch zu finden, dann kannst du nicht falsch liegen.

„Und Er [JAHUSCHUAH] begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. … Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht. Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden“ (Lukas 24,27;44-45)

„Und so soll auch ihnen das Wort JAHUWAHs werden: »Vorschrift auf VorschriftJesaja prophezeihte diese Worte dem Volk, weil es die ihnen auferlegten Gebote als lästiges Gerede empfand und sie spotteten: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« (Vers 10). Auf Hebräisch heißt dies: zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw.; Zaw und kaw klingen wie Buchstabennamen, die die Schüler beim Erlernen des ABC heruntersagen mussten und die hier Jesaja spöttisch vorgehalten werden., Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« — damit sie hingehen und rückwärts hinstürzen, zerbrochen und verstrickt und gefangen werden.“ (Jesaja 28,13)


 

5.  Beachte den Textzusammenhang


Jedes Wort in der Bibel ist ein Teil eines Verses. Jeder Vers ist Teil eines Kapitels. Jedes Kapitel ist Teil eines der 66 Bücher. Jedes Buch ist Teil der gesamten Heiligen Schrift. Jedes Wort, dass ausgelegt wird, muss im Licht der Wörter und Verse, die vor und danach stehen, verstanden werden. Leider nehmen viele Christen einfach wahllos einen Vers völlig losgelöst vom Textzusammenhang, um ihre Ansicht zu einem bestimmten Thema zu stützen. Ein Beispiel soll folgende Aussage des Messias zeigen, die sehr oft missbraucht wird:

„Ihr sollt nicht meinen, dass Ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“ (Matthäus 5,17)

Das vollkommene GesetzDiese Stelle wird sehr häufig angeführt, um zu zeigen, dass JAHUSCHUAH zwar das Gesetz nicht aufgelöst hat, aber Er hat es erfüllt. Und dies bedeute, dass wir es nicht mehr halten müssen. Sollte man tatsächlich zu diesem Schluss aus diesem Vers kommen (sagt er das tatsächlich aus?), so zeigen aber die beiden darauffolgende Verse, ganz eindeutig, dass es so in keinem Fall gemeint sein kann:

„Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.“ (Verse 18 und 19)

Ein weiteres Beispiel:

„Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in  … [dem Messias JAHUSCHUAH] hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“ (Römer 8,2)

Dieser Vers wird immer wieder zitiert, um zu beweisen, dass wir durch den Messias vom Halten des Gesetzes frei geworden sind. Bevor nun überhaupt der Vers davor und die Verse danach gelesen werden, zeigt es sich, dass bereits dieser Vers sehr oberflächlich betrachtet wird. Denn zum einen heißt es

 „das GESETZ DES GEISTES DES LEBENS IN CHRISTUS hat mich …“

Zum anderen:

 „…frei gemacht von dem GESETZ DER SÜNDE UND DES TODES.“ Was heißt das?

Es steht hier nicht „Christus hat uns frei vom Gesetz gemacht.“ Oh nein, sondern vom "Gesetz der Sünde". Ist das "Gesetz der Sünde" dasselbe wie "Das Gesetz JAHUWAHs"?

Prophetischer SchreiberPaulus verdeutlicht hier, dass wir durch das Halten des Gesetzes - das nur möglich ist, wenn wir geistlich gesinnt sind, und das Leben des Messias auch leben und damit IN dem Messias sind - „vom Gesetz der Sünde und des Todes“ frei sind. Dass heißt, trotz unserer Gesetzesübertretungen sind wir durch Ihn erlöst. Das heißt aber nicht dass wir fröhlich weiter sündigen können, denn dann führten wir ja nicht ein Leben IN Christus; diese Voraussetzung fehlt dann, um vom Tod befreit zu werden. Aber lass uns den Vers vorher und ein paar Verse danach lesen, dann wird es klar:

„So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in … [JAHUSCHUAH, dem Messias] sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ (Vers 1)

Hier zeigt Paulus auf, dass durch JAHUSCHUAH nur diejenigen nicht verdammt sind, die gemäß dem Geist leben. Diejenigen, die gemäß dem Fleisch leben sind nach wie vor verdammt, obwohl der Messias am Kreuz gestorben ist. In den Versen 5-7 erklärt Paulus dann, was es mit „gemäß dem Fleisch“, im Gegensatz zu „gemäß dem Geist“ wandeln, auf sich hat:

„Denn diejenigen, die gemäß (der Wesensart) des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß (der Wesensart) des Geistes sind, (trachten) nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen ... [JAHUWAH] ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz ... [JAHUWAHs] nicht, und kann es auch nicht“.

Hier werden zwei Regeln deutlich: der Textzusammenhang und die Bibel als eigener Ausleger. Hier hat Paulus selbst seine Aussage in den ersten Versen, in den darauffolgenden Versen für uns ausgelegt. Nochmal: bitte beachte immer den Textzusammenhang.


6.  Lege alles buchstäblich aus, außer es gibt gute Gründe, es bildlich auszulegen

Mystische StimmungEs gibt leider Viele, die denken, dass die Bibel eine versteckte, geheime und mystische Bedeutung hinter jeder der offensichtlichen Worte und Bedeutung eines Textes hat. Die meisten Stellen und Aussagen dürfen keineswegs versinnbildlicht werden, denn das hätte überhaupt keine biblische Grundlage. Wenn eine bestimmte dargelegte Bedeutung eines Wortes oder Verses nicht in der Bibel aufgezeigt werden kann, dann verliert eine solche Auslegung ihre biblische Autorität. Diese sinnbildliche Methode der Schriftauslegung war gängige Praxis im Mittelalter und auch heute noch in katholischen Kreisen. Reformatoren wie John Wycliffe, William Tyndale, Jon Knox und Martin Luther haben die Gefahren und Probleme einer solchen Auslegung gesehen und haben sich für eine buchstäbliche Auslegung der Schrift eingesetzt. Martin Luther bemerkte hierzu:

„Als ich Mönch war, war ich ein Experte der Allegorie (bildliche Darstellung). Ich sah alles sinnbildlich. Aber nachdem ich Vorträge über die Römerbriefe hielt, gewann ich einiges an Wissen über Christus. Gerade darin erkannte ich, dass Christus keine Allegorie ist und ich lernte Christus kennen, wie Er war. … Allegorien sind leere Spekulationen“. (Wood, A. Skevington. Captive to the Word: Martin Luther: Doctor of Sacred Scripture, S.165)

JAHUSCHUAH selbst betrachtete das inspirierte Wort JAHUWAHs buchstäblich, z.B., den Schöpfungsbericht über Adam und Eva (Matthäus 13,25;25,35; Markus 10,6), Noahs Arche und die Sintflut (Matthäus 34,38-39; Lukas 17,26-27), Jona und der Wal (Matthäus 12,39-41), Sodom und Gomorrah (Matthäus 10,15), Lot und seine Frau (Lukas 17,28-29). Der Messias und die Schreiber des Neuen Testaments betrachteten diese Geschichten als buchstäbliche historische Ereignisse. Wir sollten dies genauso tun. Es gibt diesbezüglich keine esoterischen, mystischen oder geistliche Auslegungen. Dies heißt jedoch nicht, dass es nicht Gleichnisse, MetapherDie Metapher (wörtlich „Übertragung“) ist eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten, eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht. oder eine symbolische SpracheEin (bildhaftes) Zeichen oder ein Gegenstand, der für etwas steht, also etwas symbolisiert. zum Beispiel verbinden wir eine weißen Taube mit Frieden oder ein Herz mit Liebe und ein Kreuz kann Tod symbolisieren. Die Bedeutung eines Symbols kann von Kulturkreis zu Kulturkreis unterschiedlich sein. Biblische Symbole können nur mit der Bibel entschlüsselt werden. gibt. Z. B. in 1. Petrus 5,8 „er [Teufel], geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“, wird der Teufel mit einem Löwen verglichen. Und wenn JAHUSCHUAH von den „Trauben“ und den „Reben“ spricht, dann ist das selbstverständlich sinnbildlich.

Wenn der Textzusammenhang Symbole erkennen lässt, dann müssen diese Verse gedeutet werden. In Offenbarung 13 z.B. wird hauptsächlich mit symbolischer Sprache umgegangen. Diese Ausdrücke sind auszulegen. Daniel 12 hingegen enthält keine prophetische Symbolik, und wird damit buchstäblich ausgelegt.

Nur bei den Prophezeiungen, die Symbole oder in bildliche Sprache gekleidet sind, müssen diese entschlüsselt und ausgelegt werden. Ansonsten können die Aussagen der Bibel nur buchstäblich verstanden werden.


7.  Symbole haben immer eine übertragene Bedeutung

Tiere sind Symbole für WeltmächteSymbole werden in der Prophetie viel benutzt, um zukünftige Dinge, Zeiten und Ereignisse darzustellen. Hierbei handelt es sich z.B. um Berge, die Regierungen bedeuten, Tiere, die Königreiche bedeuten (Daniel 2+7), Wasser steht für Völker (Offenbarung 17,15), Lampen für JAHUWAHs Wort (Psalm 119,105), Tage für Jahre (Hesekiel 4,6).

Um die wahre Bedeutung von Symbolen zu erfahren, suche dieses symbolische Wort in der Bibel an anderen Stellen, und wo du es erklärt findest, wende es auf das Symbol an. Wenn es einen vernünftigen Sinn ergibt, brauchst Du nicht weiter suchen. Wenn nicht, such weiter.

Erst wenn dieses Symbol entschlüsselt ist, kann eine Anwendung gefunden werden. Prophezeiungen, die keine symbolhafte Sprache enthalten, müssen nicht entschlüsselt werden, sondern werden nur auf die korrekten Umstände angewandt. Der Schlüssel zu einem Symbol kann nur in der Heiligen Schrift selbst gefunden werden, nicht außerhalb davon.

„Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.“ (2. Petrus 1,20)

Bei der Entschlüsselung von Symbolen darf niemals die eigene Meinung oder Mutmaßung eingebracht werden. Die Bedeutung der Symbole muss durch ein Studium der Parallelstellen in der Bibel abgeleitet werden, bei dem andere Teile der Heiligen Schrift herangezogen werden.


8.  Denke logisch und setze den Verstand ein


Frage dich immer, ergibt diese Auslegung überhaupt einen Sinn? Die Heilige Schrift wurde uns in unserer menschlichen Sprache gegeben und spricht damit den menschlichen Verstand an.

"Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; Er setzt Könige ab und setzt Könige ein; Er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand." (Daniel 2,21)

Der Verstand fehlt dann, wenn z.B. falsche Schlüsse gezogen werden (ein Beispiel eines falschen Umkehrschlusses: Alle Lutheraner glauben an den Schöpfer. Herr Braun ist kein Lutheraner. Also glaubt Herr Braun nicht an den Schöpfer).

 

9.  Beachte den historischen Hintergrund

Gemeinsames AbendmahlDer Bibelstudent muss sich immer bewusst sein, dass das gesellschaftliche Leben zur Zeit der Schreiber der biblischen Bücher sich doch von unserer Zeit deutlich unterscheidet. Selbst die Lebensgewohnheiten der Schreiber des Alten Testaments waren nicht die gleichen, wie in den Tagen JAHUSCHUAHs und der Apostel. Die Prinzipien der Bibel sind zeitlos, aber sie können besser verstanden werden, wenn man die historischen Hintergründe kennt.

Es ist hilfreich ein wenig über den Glauben und den Praktiken der damaligen Hebräer und Juden – die sich doch schon teilweise und zeitweise sehr von der Heiligen Schrift entfernten – zu wissen. So musste der Messias die Juden immer wieder wegen ihrer menschlichen Gesetze und Regeln tadeln, die sie selbst aufgestellt hatten, und die oft stark dem Alten Testament widersprachen. So wird z.B. verständlich, weshalb JAHUSCHUAH im Neuen Testament nicht ausdrücklich wortwörtlich befahl, den Sabbat zu halten. Das war nicht nötig, denn das taten die Juden zu der Zeit. JAHUSHUAH musste aber ihre Art und Weise des Sabbathaltens tadeln, denn die Juden hatten eigene strenge und starre Regeln dafür aufgestellt. Sie haben den Mensch Lasten auferlegt. Es mangelte an einem lebendigen Glauben. Der Sabbat verkam zu einer bloßen Formsache. So gingen sie sogar soweit, das Helfen eines bedürftigen, kranken Menschen zu verbieten. Genau das, wofür gerade der Sabbat geeignet ist, denn er wurde für den Menschen gemacht und nicht umgekehrt: der Mensch um des Sabbatwillen (Markus 2,27).

Auch zwischen den jüdischen Gemeinden und denen in Kleinasien oder Griechenland gab es beträchtlich Unterschiede hinsichtlich Kultur und Lebensweise. Um z.B. einen Brief Paulus‘ an die Galater zu verstehen, müssen wir versuchen uns in die Galater des ersten Jahrhunderts hineinzudenken. Wer waren die Galater, waren sie Juden? Waren sie Griechen? Waren sie Heiden? Waren sie zum Christentum bekehrte Heiden? Welche religiöse Praktiken wandten sie vor ihrer Bekehrung an? Wenn die Umstände und historischen Hintergründe beachtet werden, wird man z.B. die z.T. doch etwas schwierigen Aussagen Paulus‘ in Kolosser 2 oder Galater 4 (siehe hierzu: Was wurde ans Kreuz geheftet?) nicht missverstehen.

Auch sollte jedem bewusst sein, dass die Bibel in einer anderen Sprache geschrieben wurde, als wir sie vorliegen haben. Das Neue Testament wurde in griechischer Sprache geschrieben, es war aber nicht das heutige griechisch, sondern „Koine“-Griechisch. Das Alte Testament wurde in hebräischer Sprache verfasst (ein recht kleiner Teil in aramäisch). Eine Sprache kann Charakteristiken enthalten, die eine andere Sprache nicht hat. Diese können bei der Übersetzung verloren gehen und manchmal den Sinn oder die Bedeutung etwas verzerren.


10.  Und nicht zu vergessen: Alle Auslegung ist abhängig vom Heiligen Geist JAHUWAHs


Taube „Uns aber hat es ... [JAHUWAH] geoffenbart durch Seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen ... [JAHUWAH]s. Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die Gedanken ... [JAHUWAHs] als nur der Geist ... [JAHUWAHs]. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus ... [JAHUWAH] ist, sodass wir wissen können, was uns von ... [JAHUWAH] geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist ... [JAHUWAHs] ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss. Der geistliche Mensch dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt; denn »wer hat den Sinn ... [JAHUWAHs] erkannt, dass er ihn belehre?« Wir aber haben den Sinn des ... [Messias].“ 1. Korinther 2,9-13

Ein richtiges Verständnis für das Wort JAHUWAHs ist unmöglich ohne den heiligen Geist JAHUWAHs, da Er, der die inspirierten Worte gab, auch ihr höchster Ausleger ist. Sein erleuchtender Geist ist beim Studium unbedingt notwendig, weil der Geist des Menschen durch die Sünde verdunkelt wurde (Römer 1,21). Getrennt von der göttlichen Kraft kann der Mensch Sein Wort nicht verstehen (Epheser 4,18).

Das bedeutet aber nicht, dass die Gabe des Heiligen Geistes den gesunden Menschenverstand ersetzt, denn der Heilige Geist, ist der „Geist der Wahrheit“ (Johannes 15,26). Er lehrt uns nichts, was nicht den Test der Wahrheit besteht. Das heißt, dass der Geist JAHUWAHs uns nicht in Auslegungen führt, die sich gegenseitig widersprechen oder die nicht logisch und in sich stimmig sind.

Auch muss uns bewusst sein, dass die Funktion des Heiligen Geist JAHUWAHs nicht der ist, etwas zu lehren, was nicht bereits in der Heiligen Schrift selbst enthalten ist. Er wird nicht neue Wahrheit geben, sondern die alte Wahrheit, die in der Schrift enthalten ist zu enthüllen, zu erleuchten, und auch wieder auszugraben, was lange verschüttet war.

Nichts von dem, was in der Heiligen Schrift offenbart worden ist, kann oder wird denen vorenthalten werden, die im Glauben darum bitten. Der Messias verheißt:

„Denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das man nicht erfahren wird. Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern!“ (Matthäus 10,26-27)

„Und alles, was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde Ich es tun.“ (Johannes 14,13-14)

„Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von ... [JAHUWAH], der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird.“ (Jakobus 1,5-6)

 

Licht erleuchtet die FinsternisUnd so halten wir nun fest
an dem völlig gewissen prophetischen Wort,
und ihr tut gut daran,
darauf zu achten als auf ein Licht,
das an einem dunklen Ort scheint,
bis der Tag anbricht
und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
(2. Petrus 1,19)

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