Erstellt: Donnerstag, 17. Mai 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 14. Juni 2014

Daniel 1,9

„Und Elohim gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.

 

Hier zeigt sich, dass JAHUWAH volle Kontrolle über die Begebenheiten in Daniels Leben hatte. Er gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit.Obwohl JAHUWAH das Königreich Judah als Ganzes aufgegeben hatte und sie den Händen der Babylonier überließ, so war Er doch an Daniels Seite. Die Nation Judah war immer wieder - trotz der Warnungen der Propheten - in Götzendienst gefallen und hat das Heil bei heidnischen Götzen gesucht. Und obwohl Daniel ein Bürger dieser eroberten Nation war, stand JAHUWAH ihm bei und schützte ihn und war ihm nah. Warum?

 

„Weil er fest an Mir hängt, so will Ich ihn retten,
will ihn schützen, denn er kennt Meinen Namen.
Ruft er Mich an, so will Ich ihn erhören;
ich steh’ ihm bei in der Not,
will frei ihn machen und geehrt.
Mit langem Leben will ich ihn sättigen
und lasse ihn schauen mein Heil.“
(Psalm 91,14-16, Menge)

Die Ehre gebührt unserem SchöpferDaniel kannte den Namen seines Schöpfers. Er kannte JAHUWAH. Seinen Namen kennen bedeutet auch, Seinen Charakter und Sein Wesen zu kennen. Daniel wusste, wer Sein Gott war. Er hatte ein absolutes Vertrauen in Seine Fürsorge, in Seine Gnade, in Seine Güte, in Seine Barmherzigkeit, in Seine Geduld, in Seine Liebe.

JAHUWAH sah mit Wohlgefallen auf die Festigkeit und Selbstverleugnung der jungen Hebräer sowie auf die Reinheit ihrer Beweggründe. Die Verheißung: "Wer Mich ehrt, den will Ich auch ehren" (1.Samuel 2,30), erfüllte sich. Die Jugendlichen spiegelten diesen Charakter ihres Schöpfergottes wider. Es war das gute Betragen, die Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit, Höflichkeit und Aufrichtigkeit, die den König dazu bewog, ihnen all das zu geben, was sie erbaten. Sie selbst jedoch schrieben diesen Erfolg ihrem Schöpfergott JAHUWAH zu, der Ihnen diese Segnungen gab. Daniel wurde nicht müde, immer wieder auf Seinen Gott JAHUWAH hinzuweisen, der da „gibt“ (dreimal bereits im ersten Kapitel).

infoDas Wort „Gnade“ kommt auch in der Geschichte von Joseph vor. Auch hier war JAHUWAH „mit Joseph und verschaffte ihm Gunst und schenkte ihm Gnade vor den Augen des Kerkermeisters.“ (1. Mose 39,21) Auch Esra bekam Gnade von JAHUWAH „vor dem König und seinen Räten“ (Esra 7,28). Oder auch Nehemia als er Jerusalem wieder aufbaute; ihm wurde vom königlichen Forstmeister Holz für die Tore des Tempels, für die Stadtmauer und für sein eigenes Haus gegeben, weil „die gute Hand meines Gottes über mir war“ (Nehemia 2,8).  

Leider haben sehr viele heute eine völlig falsche Vorstellung von JAHUWAH. Sie sehen Leid und Katastrophen als Zornesausbrüche eines tyrannischen Gottes, der unbarmherzig straft, wenn sie nicht das tun was Er von ihnen verlangt. So wie Daniel und seine Freunde können auch wir ein richtiges Bild von Seinem Charakter bekommen. Der Allmächtige hat Seinen eingeborenen Sohn auf diese Welt gesandt, durch den wir Ihn kennenlernen können. Denn JAHUSCHUAH sagt „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30) und weiter teilt uns unser Erlöser mit.

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was Er sieht den Vater tun; denn was Dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. … Wer Mich sieht, der sieht den Vater.“ (Johannes 5,19-20)

Dieser mächtige Schöpfergott, der seinen Sohn "gab", um die Menschheit aus der Sünde zu erretten, bietet der gesamten Menschheit Seine Gnade an.

„Denn die Gnade Elohims ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen.“ (Titus 2,11)

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Mensch gerettet sein wird. Eine solche Schlussfolgerung würde zahlreichen andern Bibelstellen widersprechen. Es bedeutet aber, dass JAHUWAHs Gnade für alle erhältlich ist, die den himmlischen Erlösungsplan anerkennen und die JAHUSCHUAHs unendlich großes Opfer für unsere Sündenschuld annehmen. Im Buch Titus 2, 12-14 heißt es weiter:

Die Heilige Schrift studieren„Sie [die Gnade] nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters JAHUSCHUAH, der Sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für Sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.“


Die vier Jugendlichen hatten verstanden was diese Gnade JAHUWAHs bedeutet. Und sie verstanden die prophetischen Worte, auf die JAHUSCHUAH im Neuen Testament hinwies:

„Es steht geschrieben in den Propheten: Und sie werden alle von JAHUWAH gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu Mir.“ (Johannes 6,45; Jesaja 54,13)

Gnade kann nicht verdient werden, denn die Menschheit verdient keine Erlösung. Niemand kann sich Vergebung durch Werke „verdienen“. Wäre das der Fall, könnten wir uns unserer Erlösung rühmen, das ist jedoch unmöglich (Epheser 2,8-9). Selbst wenn jemand alles, was JAHUWAH gebietet, erfüllt, so muss er sich immer noch als einen „unnützen Knecht“ betrachten (Lukas 17,10).

Daniel und seine Freunde verstanden dieses Konzept vollständig, was es ihnen möglich machte, den allmächtigen Schöpfergott JAHUWAH aus tiefstem Herzen und innigster Gegenliebe zu dienen. Dieser selbstlose Dienst und bedingungslose Glaube wurde vom Schöpfer mit Gnade, Barmherzigkeit, Mut und Weisheit erwidert. Ohne Zweifel ist es das mangelnde Wissen über JAHUWAHs Charakter und damit der mangelnde Glaube an Seine Gnade und Barmherzigkeit, welche viele Nachfolger JAHUSCHUAHs geistlich träge macht.

Wie der Bericht Daniels zeigt, wird Gnade zuerst durch Gehorsam gegenüber JAHUWAHs heiligem Gesetz erlangt. „Gnade“ und „Gehorsam“ sind kein Gegensatz. Paulus bestätigt uns, dass Gnade durch den Glauben kommt:

„Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn ... [JAHUSCHUAH, dem Messias], durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit ... [JAHUWAHs].“ (Römer 5,1-2)


Und dass Glaube wiederum zu Taten anspornt:

Abrahmas Glaube„Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: »Abraham aber glaubte … [JAHUWAH], und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ein Freund … [JAHUWAHs] genannt. So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.“ (Jakobus 2,21-24)


In dieser Gnade sollten wir beständig bleiben, denn es ist auch möglich, aus Seiner Gnade zu fallen. Die Gnade die unser Schöpfer uns erweist, soll nicht vergeblich sein.

„Aber durch ... [JAHUWAHs] Gnade bin ich, was ich bin; und Seine Gnade, die Er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade …[JAHUWAHs] , die mit mir ist.“


Paulus ermahnte seine Glaubensgeschwister, „bei der Gnade zu bleiben“ (Apostelgeschichte 13,43), weil sie ansonsten „losgetrennt vom Messias sind“, die sie „durchs Gesetz gerecht werden wollten“; diese sind es, die „aus der Gnade fallen!“. (Galater 5,4)

Wie Abraham wurde auch Daniel durch Glauben gerechtfertigt, der „durch die Werke vollkommen wurde“ (Jakobus 2,22). Und da er JAHUWAH glaubte, was ihm als Gerechtigkeit angerechnet wurde, wurde auch er „Freund … [JAHUWAHs] genannt“ (Jakobus 2,23).

Durch eine innige Herzensbeziehung mit seinem Schöpfer, verherrlichte Daniel am babylonischen Hof die Gnade und Barmherzigkeit JAHUWAHs, die sich im Gehorsam und einem geheiligten Lebenswandel zeigte. Obwohl er Gefangener war und einem heidnischen König unterstand, hatte er immer standhaft und mutig JAHUWAHs Gesetz verkündigt und ausgelebt.

Daniels Bericht ist uns als Vorbild gegeben, für unser tägliches Leben in einer weltlichen und heidnischen Umgebung und besonders auch für die kommenden Ereignisse und Prüfungen, die kurz vor Abschluss dieser Erdgeschichte auf jeden ernsthaften Nachfolger JAHUSCHUAHs zukommen werden. Wenn wir immer in der Gnade JAHUWAHs bleiben und in den Fußspuren JAHUSCHUAHs wandeln, wird auch uns reichlich Gnade und Barmherzigkeit erwiesen werden:

„An jenem Tag wird es geschehen, spricht JAHUWAH,
dass du Mich »Mein Mann« und nicht mehr »mein Baal« nennen wirst;
und Ich werde die Namen der Baale aus ihrem Mund entfernen,
dass an ihre Namen nicht mehr gedacht werden soll.
An jenem Tag will Ich auch zu ihren Gunsten einen Bund schließen
mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit allem, was auf Erden kriecht;
und Ich will Bogen, Schwert und alles Kriegsgerät im Land zerbrechen und sie sicher wohnen lassen.
Und Ich will dich Mir verloben auf ewig,
Ich will dich Mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen;
ja, Ich will dich Mir verloben in Treue, und du wirst JAHUWAH erkennen!
Und es soll geschehen an jenem Tag, spricht JAHUWAH, da will Ich antworten;
Ich will dem Himmel antworten, und er soll der Erde antworten;
und die Erde wird antworten mit Korn, Most und Öl, und diese werden Jesreel antworten.
Und Ich will sie Mir im Land ansäen und Mich über die ‚Unbegnadigte‘ erbarmen
und zu ‚Nicht-Mein-Volk‘ sagen:
‚Du bist Mein Volk!‘, und es wird sagen: ‚Du bist mein Elohim!‘“
(Hosea 2,18-25)

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