Erstellt: Sonntag, 28. Februar 2016 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 30. März 2016

Muss die Anweisung der Zählung bis Pfingsten in 3. Mose 23,15-16 nicht so verstanden werden, dass zu den „Sieben vollen Wochen“ bzw. „Sieben Sabbaten“ noch 50 zusätzliche Tage hinzuzurechnen sind?

 

FragezeichenSeit einigen Jahren hat sich diese Art der Berechnung besonders im englischen Sprachraum unter Sabbathaltern verbreitet. Es wird argumentiert, dass ein Wort in 3. Mose 23,15-16 falsch übersetzt worden sei. Dazu wird eine einzige Bibelübersetzung zur Untermauerung dieser Ansicht vorgebracht. Es wird dabei auch missachtet, dass es sich bei der Zählung des „Festes der Wochen“ um die Zählung „von Wochen“ handelt und nicht der „Tage“.

Weiter wird der Beginn der Weizenernte, mit der dieses Fest verknüpft ist, zu weit in den Sommer verschoben. Manche Ausleger missbrauchen hierfür auch die Aussagen der alten Geschichtsschreiber Philo von Alexandrien und Josephus, welche zur oder kurz nach der Zeit des Messias gelebt und geschrieben haben. Deren Worte werden für die eigene Auslegung ein wenig verdreht, wie wir weiter unten noch sehen werden.

Warum man diese Auslegung gewählt hat, scheint an zwei Faktoren zu liegen:

  • der Vorwurf an diejenigen, die den Sabbat nach dem Mondsonnenkalender halten, dass ein paar Tage bei der Zählung unterschlagen würden. Denn es werden ja nur die biblischen „Wochen“ gezählt, während die Neumond- und Translationstage, die nicht zur Woche gehören, nicht mitgezählt werden.
  • das von einigen festgesetzte Datum des 15. des Dritten Monats, welches man für die Ankunft am Berg Sinai annimmt und woran man festhält. Damit wäre die Zeit bis zur Gesetzesverkündigung am Berg Sinai, welches allgemein für das Fest der Wochen gehalten wird, zu knapp.


Nachfolgend soll aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und geklärt werden, warum eine Zählung von „Sieben vollen Wochen plus 50 Tage“ falsch ist.

 

INHALT

 

 

 

Die Bibelübersetzung nach Ferrar Fenton


Es gibt eine einzige englische Bibelübersetzung, welche den Text in 3. Mose 23,15-16 ein wenig anders wiedergibt: die Übersetzung des britischen Geschäftsmanns Ferrar Fenton (1832–1920). Auf diese Übersetzung berufen sich die Befürworter der Berechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tage“ bis zum Fest der Wochen. In allen anderen Bibelübersetzungen werden diese beiden Verse sinngemäß wie folgt wiedergegeben:

„Danach sollt ihr euch vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzählen, bis zu dem Tag, der auf den siebten Sabbat folgt, nämlich 50 Tage sollt ihr zählen, und dann dem HERRN ein neues Speiseopfer darbringen.“ (Schlachter 2000; siehe auch Elberfelder, Luther, Menge, usw.)

Es handelt sich bei 3. Mose 23,15-16 um das hebräische Wort עד(ad) in Verbindung mit dem nachfolgenden Wort מִֽמָּחֳרַ֤ת (mim-machorat), das alle Bibelübersetzer, außer Ferrar Fenton, mit „bis“ übersetzen. Fenton übersetzt jedoch dieses Wort mit „nach“. Nachfolgend die Übersetzung von Fenton (dabei ist zu beachten, dass auch Fenton den masoretischen Grundtext benutzt, wie auch die Schlachter, Elberfelder, Luther, etc.):

„You shall also count for yourselves from the day after the Sabbath that you bring the Wave-Sheaf, seven Sabbaths. They must be complete. Then after the seventh Sabbath you shall count fifty days, when you shall present a new offering to the Ever-Living.“ (Fenton-Bibel, 1901)

Deutsch:

“Auch sollt ihr für euch sieben Sabbate abzählen, von dem Tag nach dem Sabbat, an dem ihr die Webegarbe darbringt. Sie müssen komplett sein. Dann nach dem siebenten Sabbat sollst du fünfzig Tage zählen, wenn ihr ein neues Opfer dem Ewig-Lebenden (Ever-Living) darbringt.“

Dieser obig übersetzte Text stimmt nicht mit dem hebräischen Grundtext überein! Selbst all die etwas jüngeren und „exotischeren“ jüdischen Übersetzungen von Gelehrten der althebräischen und semitischen Sprachen, wie z.B. die Naftali Herz Tur-Sinai Übersetzung oder die Buber-Rosenzweig Bibel, übersetzen es nicht so! Auch nicht die alt-griechische Übersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta, die zwischen 250 v.u. und 100 u.Z. abgeschlossen war. Auf dieser Webseite können sämtliche Übersetzungen nachgeschlagen werden: www.obohu.cz/bible.

Warum sollte ausgerechnet der Brite Ferrar Fenton die richtige Übersetzung dieser Verse besitzen, wenn alle anderen, zahlreichen(!) Bibelübersetzer zu einem anderen Schluss kommen? Diese Fenton-Bibelübersetzung ist eine der ersten Übersetzungen in einem „modernen Englisch“. Dabei ist zu beachten, dass eine Übersetzung immer auch geprägt ist von den eigenen Glaubensüberzeugungen des Übersetzers. Ferrar Fenton zählte sich selbst zu den Britisch-Israeliten, das heißt, er war überzeugt, dass die West- und Nordeuropäer und besonders die Briten zu den direkten Nachkommen der verlorenen Stämmen Israels gehören. Man glaubt auch, dass die Britische Königsfamilie direkte Nachkommen von König David sind.

Aus einem Brief von Ferrar Fenton, der in “The Command of the Ever-Living” zitiert wird, geht hervor, dass er glaubt, die walisische Sprache habe  sich aus der hebräischen Sprache entwickelt und die Briten seien Nachkommen von Sem. Die heutige moderne Bewegung des Anglo-Israelismus hält sich deshalb auch eng an die Fenton-Übersetzung, um ihre Theorien zu untermauern.1

Aber Ferrar Fenton war sich selbst bewusst, dass seine Übersetzung nicht ganz fehlerfrei sein würde. Er war so aufrichtig, dass er in der Einleitung zu seiner Bibelübersetzung folgende Worte schrieb:

“But In so entirely a new plan of Translation and Criticism as I have adopted many errors will no doubt be found, and if my readers will point out to me any parts where errors or omission of words may be discovered, I shall be grateful, and record them in my interleaved copy for a future edition.”2

Deutsch:

“In einer so gänzlich neuen Methode der Übersetzung und Kritik, wie ich sie adaptierte, werden ohne Zweifel viele Fehler gefunden werden. Und wenn meine Leser mich auf irgendeinen Teil, indem Fehler oder Wortauslassungen gefunden werden, darauf hinweisen, werde ich sie dankbar in meinem Skript aufnehmen, um sie in einer zukünftigen Ausgabe zu berücksichtigen.“

Im Gegensatz zum Neuen Testament (und vielleicht auch der anderen Teile des Alten Testaments), scheint es nie eine Nachfolgerversion dieser Übersetzung der fünf Bücher Mose gegeben zu haben. Es wird immer noch diese „fehlerhafte“ Übersetzung von 1901 benutzt.

Da Fenton selbst darauf hinweist, dass Übersetzungsfehler enthalten sein könnten, tun wir gut daran, all den anderen Bibelübersetzern zu glauben, die das hebräische Wort עד(ad) in 3. Mose 23,15-16 einstimmig mit „bis zu“ übersetzten. Eine Hilfestellung bietet ebenfalls die Strong’s Konkordanz. Leider wird die dort enthaltene Erklärung zum Wort עד(ad) völlig falsch interpretiert, um die Übersetzung von Fenton zu rechtfertigen. Folgende Kurzerklärung wird im Internet3 zur Strong’s Nummer H5704 עד(ad) gegeben, welche leider falsch angewendet wird. Da es sich dabei um eine Präposition handelt, werden nur die Möglichkeiten zur Präposition herauskopiert:

Strong's WorterklärungDeutsche Übersetzung:

A.  räumlich
       i.  so weit wie, bis, selbst bis
B.  als Kombination
      i.  bis von, sowohl als auch (mit ‘min – von)
C.  zeitlich
       i.  selbst bis, bis, während, Ende
D.  das Ausmaß betreffend
       i.  bis zu, in dem Maße, selbst wie

Die Befürworter einer Zählung von 7 Wochen plus 50 Tagen behaupten, dass hier B. Anwendung findet.4 Es soll sich also um eine Kombination der Worte „as far as“ (bis von) oder „both … and“ (sowohl als auch) handeln. Diese Wahl trifft man deshalb, weil hier in Klammern steht, dass, wenn der Wortteil „min“ dabeisteht, dann komme dem Wort עד(ad) die Bedeutung von „von“ zu. Das ist nun alles andere als eine richtige Interpretation einer Konkordanz.

Es handelt sich bei der Aussage in 3. Mose 16 um KEINE Kombination dieser Worte „as far as ("bis von" oder "so weit wie") oder „both … and“ (sowohl als auch). „As far as“ hat keine zeitliche Bedeutung im Sinne von 3. Mose 23,16, sondern hat z.B. die Bedeutung von: „He came as far as Berlin“ (er kam bis von Berlin hierher). Und auch die Wortverbindung „sowohl als auch“ hat nichts mit einem Zeitabschnitt zu tun.

NUR wenn es sich um eine solche Wortkombination handelt UND das Wort „min“ (von) steht dabei, dann ist es die erste Wortverbindung „as far as“ (bis von/so weit wie) – das macht ja auch Sinn. Nr. B ist hier überhaupt nicht anzuwenden! Und damit auch nicht die Zusatzerklärung in Klammern.

Es handelt sich bei 3. Mose 23,15-16 um eine „zeitliche“ Angabe, womit einzig und alleine Nr. C Anwendung findet. Das hebräische Wort עד(ad) muss also mit „bis“ übersetzt werden und nicht mit „vom“. Unter C (zeitlich) steht auch nicht in Klammern, dass es in Verbindung mit „min“ die Bedeutung „von“ bekommt. Und selbst wenn man B gelten lässt, hat es auch die Bedeutung von „as far as“ = „soweit wie“ oder „bis von“, was auch wieder „bis“ ergibt und keinesfalls „von“ im Sinne eines zeitlichen Anfangspunktes.

Wir dürfen nicht so lange suchen, bis wir eine exotische Bibelübersetzung gefunden haben, die unserer eigenen Ansicht entgegenkommt. Zudem haben wir einen zweiten biblischen Zeugen im Alten Testament, der zeigt, dass wir nicht zusätzlich 50 Tage zählen sollen:

Sieben Wochen sollst du dir abzählen; wenn man anfängt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Dann sollst du JAHUWAH, deinem Elohim, das Fest der Wochen halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nachdem JAHUWAH, dein Elohim, dich gesegnet hat.“ (5. Mose 16,9-10)

 

Historische Zeitzeugen und biblische Bezeichnung des Festes


Aus den Schriften des Historikers Philo von Alexandrien († nach 40 u.Z.), der ein Zeitzeuge des Messias war, geht eindeutig hervor, dass das Fest der Wochen unmittelbar nach der Zählung von sieben Wochen/Sabbaten stattfand, ohne zusätzlich 50 Tage zu zählen. Philo zeigt auf, dass dieser „fünfzigste Tag durch Abzählen von sieben Wochen erreicht wird“ und „durch die Eins“ die „Heilige Zahl der Befreiung“ hervorgebracht wurde.

(176) „Mit so vielen Vorzügen ausgestattet, wie das Gesetz es darlegt, ist das Garbenfest [Gerste], richtig gesprochen, die Vorfeier eines anderen, höheren Festes. Denn man berechnet von ihm aus den fünfzigsten Tag (3. Mos. 23,15f. 5 Mos. 16,9f) durch Abzählen von sieben Wochen, denen das Siegel aufgedrückt und so die heilige Zahl der Befreiung (3 Mos. 25,10) hervorgebracht wurde durch die Eins, das unkörperliche Abbild Gottes, dem sie in ihrer Einheit gleicht. Darin besteht der erste Vorzug der Zahl 50.“ (179) „Bezeichnet wird das auf den fünfzigsten Tag fallende Fest als das der „Erstlingsfrüchte“ [Weizen].“5

Philo von AlexandriaPhilo von Alexandrien berichtet also von der Zählung von Sieben Woche, dem ein Tag hinzugefügt wird. Wenn es heißt „Denn man berechnet von ihm aus den fünfzigsten Tag“, so ist hier mit „ihm“ das Garbenfest gemeint, der Tag der Erstlingsgarbe am 16. Abib. Leider hat es den Anschein, dass man diese Aussagen auch gewaltig zu Gunsten einer Zählung „Sieben Wochen plus 50 Tage“ verdrehen kann, wie auf einer englischen Webseite mit Erstaunen zu lesen ist.6

Weiter schreibt Philo über drei „Festzeiten“. Die zweite Festzeit ist das Fest der Wochen, das er als das „Fest der Erstlinge“ bezeichnet und zeitlich in „die Mitte des Frühlings“ einordnet und NICHT in denn Sommer, wie es sein müsste, wenn man 50 Tage hinzurechnet. Wie man auch in der deutschen Übersetzung sieht, wird wortgetreu übersetzt. Denn der deutsche Übersetzer übersetzt nie „Pfingsten“, denn Philo benutzt immer die Ausdrücke „Fest der Wochen“, „Wochenfest“, „Fest der Ähren“ oder „Fest der Erstlinge“. Auch die heutigen Juden benutzen das Wort Pfingsten kaum, weil es eben nicht in der Thora steht.

(181) „In der ‚ersten Festzeit‘ aber – als solche bezeichnet Moses die Frühlingszeit und die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche – ordnete er ein Fest von sieben Tagen an, das sogenannte Fest der ungesäuerten Brote, und bedachte diese Tage gleichmäßig mit Opfern (4 Mos. 28,19-24);“ […]
(183) „In der Mitte des Frühlings beginnt die Erntezeit, in welcher Gott Dankopfer der Ackerflur dargebracht werden, dafür dass reicher Ertrag erzielt ist und die Frucht eingeheimst wird; da wird unter allgemeiner Beteiligung ein Fest gefeiert, das mit Recht dem Sachverhalt entsprechend das Fest der Erstlinge genannt wird, da alsdann die frühesten Bodenerzeugnisse, die Erstlingsfrüchte, geweiht werden.“ […]
(186) „Wenn aber die ‚dritte Festzeit‘ im siebenten Monat um die Zeit der Herbst-Tag-und –Nachtgleiche eintritt, wird am Monatsanfang das Fest der Monatsweihe, der sog. Tag der Posaunen, gefeiert …“7

Der Ausdruck „Pfingsten“ scheint überhaupt vor dem 2. Jahrhundert unter den Juden und ersten Christen kaum in Gebrauch gewesen zu sein, wie aus der folgenden Aussage aus dem „Handbuch der Mathematischen und Technischen Chronologie“ von F.K. Ginzel hervorgeht:

„Fest der Wochen" (chaq šabuot), wird aber auch „Tag der Erstlinge" (jôm habicurim) oder „Erntefest" (chaq hakasir) genannt, nach den Gaben des Weizens, welche vorzugsweise geopfert wurden; bei Philo heißt es „Fest der Wochen" (ορτ τν βδομάδων), bei dem Verfasser des Buches Tobias γα πτβδομδων (Fest der sieben Wochen), bei den Kirchenschriftstellern ορτ τς πεντηϰοστς oder πεντηϰοστ (das Fest des 50. Tages), woraus die jetzt noch üblichen Bezeichnungen Pentecoste und Pfingsten entstanden sind.8

Der Ausdruck „Pentecoste“ scheint tatsächlich erst später geprägt worden sein. Könnte es sein, dass man mit der Einführung des heidnischen Sonnenkalenders auch das Wort „fünfzigster“ (Pfingsten) besonders in dem Sinne geprägt hat, dass man 50 Tage zählt? Denn damit würde gewährleistet, dass Pfingsten nie mit dem ursprünglichen biblischen „Fest der Wochen“ zusammenfällt, was die damaligen Bischöfe in Rom in den ersten Jahrhunderten erreichen wollten.9 Es fällt nur dann zusammen, wenn man sowohl bei einer Zählung von sieben Wochen als auch bei einer Zählung von 50 Tagen den Sonnenkalender benutzt.

 

Eine Schriftrolle vom Toten Meer zeigt ebenfalls auf, dass man nicht 50 Tage zusätzlich zu den Sieben Wochen hinzuzählte. Es wird zwar vom Zählen von „Tagen“ gesprochen, aber das Fest selbst wird nicht Pfingstfest oder „Fest des Fünfzigsten“ genannt:

"...Du sollst sieben komplette Sabbate zählen, von dem Tag deiner Darbringung der Erstlingsgarbe. Du sollst bis zum Morgen des siebten Sabbats zählen. Du sollst Tage [fünfzig] zählen. Du sollt eine neue Getreidegarbe darbringen … es ist das Fest der Wochen und das Fest der Erstlingsfrucht, ein ewiges Gedenken."10

Hier ist zu beachten, dass die Übersetzer die “fünfzig” hinzugefügt haben, weshalb es in eckigen Klammern steht.  Aber auch hier benutzen Befürworter der Zählung „sieben Wochen plus 50 Tage“ genau dieses Zitat, um zu beweisen, dass man 50 Tage hinzugezählt hatte. Dabei wird einfach ein Wort in eckigen Klammern eingefügt, das nicht im Original steht:

"...Du sollst sieben komplette Sabbate zählen, von dem Tag deiner Darbringung der Erstlingsgarbe. Du sollst bis zum Morgen des siebten Sabbats zählen. Du sollst [dann] Tage [fünfzig] zählen. Du sollt ein neue Getreidegarbe darbringen … es ist das Fest der Wochen und das Fest der Erstlingsfrucht, ein ewiges Gedenken."11

 

Warum wird hier das Wort „dann“ eingefügt? Das würde natürlich die eigene Auslegung bestätigen. Das ist jedoch eine unzulässige Beweisführung und einfach falsch. Das Alte Testament bezeichnet dieses Fest immer als „Fest der Wochen“ und das Neue Testament als „Pfingsten“. Die gesamte Zählung vom 16. Abib bis zum eigentlichen Festtag müssen mit beiden Titeln einzeln für sich in Übereinstimmung sein. Sie dürfen nicht zusammengezählt werden, da sie beide durch das Zusammenzählen ihre Bedeutung verlieren.

 

"Pfingsten" bedeutet 5 oder 50, was eine Gesamtsumme von sieben vollen Wochen plus einen Werktag ergibt. Die bessere und wohl richtigere Bezeichnung ist aber „Fest der Wochen“, weil man Wochen bzw. komplette Sabbate abzählen und anschließend einen Tag hinzufügen soll. Nur so kommt man auf den Tag nach der „siebten Woche“ bzw. nach dem „siebten Sabbat“.

 

Sieben Wochen sollst du dir abzählen; wenn man anfängt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Dann sollst du JAHUWAH, deinem Elohim, das Fest der Wochen halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nachdem JAHUWAH, dein Elohim, dich gesegnet hat.“ (5. Mose 16,9-10)

„Auch am Tag der Erstlinge, wenn ihr JAHUWAH das neue Speiseopfer an eurem Wochenfest darbringt, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten …“ (4. Mose 28,26)


Beginn der Weizenernte im Sommer?


Dieses neue Verständnis der Berechnung bis zum Fest der Wochen von „Sieben Wochen plus 50 Tage“ führt dazu, dass man weiter annehmen muss, dass die Weizenernte erst im Sommer begann. Denn diese Berechnung führt dazu, dass es erst zwischen Mitte Juli und Mitte August stattfindet.

 

Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise, die zeigen, dass die Weizenernte nicht erst im Juli/August begann. Und das darf man auch nicht mit einem „Sommerweizen“ beweisen. Die Weizenernte begann grundsätzlich Ende Mai/Anfang Juni. Diese kann durchaus bis zum August gedauert haben. Aber es geht hier, wie bei der Gerstenernte um die „Erstlinge“ des Weizens:

 

„Und du sollst das Fest der Wochen halten mit den Erstlingen der Weizenernte [Fest der Wochen], und das Fest der Einsammlung an der Wende des Jahres [Laubhüttenfest].“ (4. Mose 34,22)

Nachfolgend Aussagen aus verschiedenen biblischen Geschichtsbüchern, Handbüchern und Enzyklopädien:

 

„Die Ernte beginnt im April mit dem Schnitt der Gerste und schließt im Juni mit der Weizenernte.12

„Bringt man die Zeiten in Anschlag, zu denen Gerste, Korn und Trauben in Palästina reif werden, kann man im ganzen annehmen, dass der Jahresanfang in der Regel am ersten, manchmal auch am zweiten Neumond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche gewesen sein wird; damit fiel Passah von der ersten Dekade des April bis zur ersten des Mai, das Wochenfest und das Ende der Getreideernte von der letzten Dekade des Mai bis zur letzten des Juni, das Fest der Herbstlese meist in den Oktober. Die Weinlese geschieht in den kälteren Orten Palästinas gegen Ende September.“13

“Die Erntezeiten haben sich seit dieser Zeit [biblischer] nicht verändert. Zwischen dem Reigen der Gerste im April und dem Weizen im Juni reifen die meisten Getreidesorten. Die Trauben beginnen im August zu reifen, die Einbringung der Ernte, um den Wein und die Molasse zu erzeugen sowie das Speichern der getrockneten Feigen und Rosinen findet Ende September statt.“14

“Die Erntezeit begann mit der Gerstenernte ca. Mitte April. […] Gerste wird im April im Süden und im Mai im Norden geerntet. Weizen und Dinkel kommt später, Ende Mai/Juni.15

„Der Anbau von Getreide war schon im Altertum sehr wichtig: Funde von Gersten- und Weizenkörnern in Jericho stammen aus dem 8. Jt. v. Chr. […] Gerste ist ein frühes Getreide: Es wurde im November gesät und im April geerntet, Weizen jeweils einen Monat später.16

„Die Erntezeit war im Nisan (April) für die Gerste, Siwan (Anfang Juni) für Weizen, Tishri (September) für die Früchte.“17

“Die Gerste reifte zuerst, von April bis Anfang Mai, Weizen einen Monat später.18

Archäologen fanden 1908 bei Ausgrabungen in Tel Gezer eine Steintafel aus dem 10. Jahrhundert v.u.Z., der Amtszeit Salomos. Gezer ist eine biblische Stadt ca. 50 km nordwestlich von Jerusalem. Es ist ein Kalender, der von den Israeliten für Ernte und Saat benutzt worden sein soll. Er enthält eine Auflistung in Paleo-Hebräisch der Monate der Ernte, die im Jahresverlauf in Israel durchgeführt wurde. Nachfolgend die Inschrift, wie sie in englischer Übersetzung von William F. Albright in seinem Artikel „The Gezer Calendar“ einschließlich der eckigen Klammern wiedergegeben ist:

Gezer Tontafel"His two months are (olive) harvest:              [Sept - Nov.]
his two months are grain planting:               [Nov. - Jan.]
his two months are late planting:                  [Jan. - March]
his month is hoeing up of flax:                      [March - Apr.]
his month is barley harvest:                          [April - May]
his month is (wheat) harvest and festivity:   [May - June]
his two months are vine-tending:                 [June - Aug.]
his month is summer-fruit:                    [Aug. - Sept.]"19

Deutsche Übersetzung:

“davon zwei Monate (Oliven) Ernte:                            [Sept - Nov.]
davon zwei Monate Getreideaussaat:                            [Nov. - Jan.]
davon zwei Monate Spätaussaat*:                                [Jan. - März]
davon (einen) Monat Flachsschnitt:                             [März - April]
davon (einen) Monat Gerstenernte:                             [April - Mai]
davon (einen) Monat (Weizen)Ernte und Festzeit:     [Mai - Juni]
davon zwei Monate Beschneiden von Wein               [Juni - Aug.]
davon (einen) Monat Sommerfruchternte*:                [Aug. - Sept.]“

*Die Spätaussaat beinhaltete vor allem Hirse, Sesam, Linsen, Kichererbsen, Melonen, Gurken, etc. Die Sommerfruchternte bestand hauptsächlich aus Trauben, Feigen und Granatäpfel. Bis November wurden noch Datteln geerntet.

Es ist hier zu beachten, dass diese Auflistung der Monate mit dem Herbst beginnt. Die Traubenernte geht bis in den September und bis Ende Oktober/Anfang November fand die Olivenernte statt. Auch heute wird in Israel noch zu ungefähr der gleichen Zeit gesät und geerntet. Dies ergibt sich z.B. aus folgendem Inhalt eines Briefes, den der Leiter der Abteilung für Feldanbau des Beratungsdienstes des Landwirtschaftsministeriums des Staates Israel, Herr N. Nar-Droma, aufgrund einer Anfrage zur Gerstenreife in Israel 1983 schrieb:

„Tatsächlich ist die Gerste in unserem Land in den letzten 10-15 Jahren stetig zurückgegangen und deckt heute nicht mehr als ca. 10% der gesamten Getreideproduktion ab. […] Die Hauptregion für den Gerstenanbau ist im Negev (Süden) zwischen Beer Sheban und dem Gazastreifen. Im Jordantal gibt es heute kaum noch Gerste. Unter den arabischen Landwirten in der Umgebung von Jericho kann man noch einige kleine Flecken Gerste finden. Dieses Jahr [1983] war aus klimatischer Sicht außergewöhnlich. Wir hatten einen extrem nassen und kalten Winter und deshalb verzögerte sich die Reife des Weizens und der Gerste stark. Beide werden in der Regel im November gesät und die Ernte beginnt gegen Ende April bis Anfang Mai. Wie gesagt, dieses Jahr wurde Weizen und Gerste nicht vor Mitte Mai im Jordantal geerntet. […] In antiker Zeit und selbst mit einfachen Methoden heute wurde Gerste und Weizen mit einer Sichel geerntet und auf dem Feld in Bündel zum weiteren Trocknen belassen. Aus diesem Grund konnte das Getreide ein paar Wochen früher geerntet werden, selbst wenn Gerste noch 20% Feuchtigkeitsgehalt gehabt hätte.“20

Nachfolgend eine Tabelle der der Aussaat und Erntesaison in Israel zu biblischer Zeit:

Erntezeiten Israel

Wir können sehen, dass beide Getreidesorten im November/Dezember ausgesät wurden (vgl. auch 2. Mose 9,32). Und während die Gerste bereits im April geerntet werden konnte, folgte der Weizen ab Mai. Eine weitere Tabelle mit den zusätzlichen Angaben des Gezer-Kalenders:21

Tabelle Erntezeiten Israel

Nachfolgend eine Tabelle der heutigen Erntesaison in Israel aus einem Handbuch über das Judentum (englisch):22

Erntezeiten in Israel


Wie wir sehen können, wird auch heute noch in Israel mit der Ernte der Gerste (Barley) im April begonnen und im Mai mit dem Weizen (Wheat). Wie man sieht, scheint es in der heutigen Zeit möglich, dass Weizen bereits einen Monat nach der Gerste reift. Auch wenn heute das Wachstum durch künstliche Mittel beschleunigt werden kann, so darf man doch annehmen, dass früher der in Israel angebaute Weizen nicht länger als zwei Monate nach der Gerste geerntet wurde. Zumindest ist sicher, dass auch heute mit der Weizenernte nicht erst im Juli/August begonnen wird. Und so war es auch nicht zu biblischer Zeit. Lies hierzu bitte auch „Der biblische Erntezyklus“.


Die ägyptische Hagelplage ein Beweis?


Gerne wird für eine Berechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tage“ auch vorgebracht, dass der Weizen durch die Plage des Hagels in der ersten Hälfte des ersten Monats Abib nicht vernichtet wurde. Dafür wird 2. Mose 9,22-23 angegeben. Dies deshalb, weil er zu der Zeit noch unreif war, er sei noch nicht einmal aufgegangen.

Ob der Weizen noch gar nicht aufgegangen ist, wissen wir nicht. Es wird aber durchaus so gewesen sein, dass es noch biegsame grüne Ähren waren, die der Hagel nicht zerschlagen konnte, im Gegensatz zur Gerste, die kurz vor der Ernte stand. Von diesem Zeitpunkt aus kann der Weizen sehr wohl sehr wohl innerhalb 8-9 Wochen reifen.

Zudem ist bekannt (siehe Saat- und Erntetabelle weiter oben) und auch einige Bibelverse lassen darauf schließen, dass beide Getreidesorten in Israel im Herbst gesät werden, nur der Weizen braucht etwas länger bis zur Ernte:

„Die Bauern sind enttäuscht, die Winzer jammern wegen des Weizens und der Gerste; denn die Ernte des Feldes ist verloren.“ (Joel 1,11)

„So hielt sie sich bei der Ährenlese zu den Mägden des Boas, bis die Gersten- und Weizenernte vollendet war. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.“ (Rut 2,23)

„Ist‘s nicht so: Wenn er ihn geebnet hat, so streut er Dill aus und sät Kümmel, wirft Weizen in Reihen und Gerste auf das abgesteckte Feld und Spelt an seinen Rand?“ (Jesaja 28,25)

Diese Verse zeigen, dass Weizen und Gerste gemeinsam gesät wurden, nur braucht der Weizen eben länger, bis er aufgeht. Die Erstlingsfrüchte der Gerste kennzeichneten den Anfang der Frühlingsernte und die Erstlingsfrüchte der Weizenernte den Anfang der Sommerernte.

Für eine Berechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tage" wird auch die Aussage des Messias in Johannes 4,35 vorgebracht, wo Er die Jünger darauf aufmerksam macht, dass die Felder schon reif zur Ernte sind.

Wir wissen nicht, wann der Messias diese Aussage machte. Es ist eine reine Annahme zu behaupten, dass es zu Passah war. Es wäre auch eigenartig, denn die Erntesaison beginnt ja gerade zum Fest der Ungesäuerten Brote.

„Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, Ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an; sie sind schon weiß zur Ernte. Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen.“ (Johannes 4,35-36)

Die Jünger sagten, es seien noch „vier Monate“ zur Ernte. Aber der Messias sagt, es ist schon jetzt reif zur Ernte. Welche Zeit also ist gemeint? Welche „Ernte" meinten die Jünger? Meinten sie den Beginn der Ernte überhaupt, also die allererste Ernte, die Gerstenernte? Oder meinten sie die komplette Ernte im Herbst. Warum sollten sie die Mitte der Ernte meinen? Und was wollte JAHUSCHUAH ihnen vermitteln, indem Er Ihnen sagte, es sei schon JETZT reif zur Ernte? Bitte lies hierzu auch: Tekufah – das Ende der Erntesaison (2. Mose 34,22).

 

Die Ankunft in Kanaan unter Josua ein Beweis?


Eine weitere sehr fragwürdige Beweisführung für die Berechnung „Sieben Wochen plus 50 Tage“ ist auch der Hinweis auf das erstmalige Fest der Wochen nach der Ankunft des Volkes Israels in Kanaan. Als Beweis wird jedoch die Bibelstelle in 2. Mose 23,16.19 angegeben, wo es heißt:

„Sodann das Fest der Ernte, wenn du die Erstlinge deiner Arbeit darbringst von dem, was du auf dem Feld gesät hast; und das Fest der Einbringung am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit vom Feld eingebracht hast.“ (2. Mose 23,16.19)

Man erklärt, die Israeliten hätten nicht ausreichend Zeit gehabt, um den Weizen anzubauen, als sie im Ersten Monat 40 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten in Kanaan ankamen. Die Zeit wäre zu kurz gewesen, um innerhalb von 2-3 Monate zu reifen. Das ist natürlich völlig richtig! Aber hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Denn man scheint hinzunehmen, dass die Israeliten in diesem ersten Jahr im Monat Abib im verheißenen Land noch nicht ihre eigene Gerste als Erstlingsgabe darbringen konnten, die Weizenerstlingsgabe hingegen schon. Sie konnten sich im ersten Jahr in Kanaan weder von der eigens angepflanzten Gerste noch vom eigenen Weizen ernähren.

2. Mose 23,14-19 steht nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit Josua 2-5. In 2. Mose 23,14-19 wird grundsätzlich über die drei großen Jahresfeste gesprochen, während das Thema in Josua die Ankunft im Verheißenen Land zum Thema hat. In Josua 5,10-11 heißt es:

„Während nun die Kinder Israels sich in Gilgal lagerten, hielten sie das Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho. Und am Tag nach dem Passah aßen sie von dem Getreide des Landes, nämlich ungesäuertes Brot und geröstetes Korn.“

Die Israeliten hielten das Passah/FUB kurz nach der Ankunft in Kanaan. Für das Brot nahmen sie aber nicht ihr eigens Angebautes Getreide, sondern „in jenem Jahr aßen sie von dem Getreide des Landes“ (Vers 12).

Bitte beachte: Sie aßen in „jenem Jahr“ vom Getreide des Landes. Die Israeliten konnten im ersten Jahr ihrer Ankunft noch nicht ihr selbst angebautes Getreide, weder Gerste noch Weizen,  JAHUWAH darbringen und sich davon ernähren. Dies konnten sie auch während ihrer gesamten Wüstenwanderung nicht.

 

Pfingsten, die Zeit der Traubenernte?


Es geht hier zwar vorrangig um den Jahresbeginn, aber es werden viele Zitate aus biblischen Wörterbüchern und Enzyklopädien angeführt, die alle zeigen, dass die Weizenernte grundsätzlich Ende Mai/Anfang Juni begann.  

Mancher rechtfertigt die Berechnung „Sieben Wochen plus 50 Tage“ auch mit der Traubenernte. Beweisen will man dies mit Apostelgeschichte 2, wo es heißt, dass die Gläubigen zu Pfingsten zusammenkamen. Weil die Apostel JAHUWAHs Wort wundervoll verkündigten, spotteten die Ungläubigen mit den Worten „Sie sind voll süßen Weins!“ (Vers 13). Man nimmt an, dass es sich dabei um „neuen Wein“ handelt. Also müsste Pfingsten im Sommer, während oder nach der Traubenernte stattgefunden haben.

Das griechische Wort „γλεκος (gleukos)“, das in diesem Vers verwendet wird, und korrekterweise mit „süßen Wein“ übersetzt wurde, ist jedoch ein anderes Wort, als das griechische Wort, das „neuer Wein“ bedeutet. Süßer Wein (gleukos) kommt nur an einer einzigen Stelle vor, und das ist eben Apostelgeschichte 2,13.

Neuer Wein“ = νέος (neos) οἶνος (oinos) kommt an zwei Stellen im Neuen Testament vor, wo es heißt, dass man nicht alten Wein in neue Schläuche füllen soll, sondern neuen Wein in neue Schläuche (Markus 2,22; Lukas 5,38).

TraubenernteMan darf also NICHT einfach schlussfolgern, dass es sich in Apostelgeschichte 2,13 um „neuen“ Wein handelte. Es gibt zwei Auslegungen: Die einen schreiben, dass gleukos reiner unfermentierter Traubensaft ist, andere gehen davon aus, dass es ein stark fermentierter Traubensaft sein müsste, sonst würde der Spott der Leute keinen Sinn machen. Wieder andere sagen jedoch, der Spott richtet sich darauf, dass sie wussten, dass die Apostel keinen Alkohol tranken und deshalb spöttisch ausdrücken wollten, dass sie ohne Alkohol betrunken wurden. Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich bei diesem Wort gleukos wohl eher um stark fermentierten Wein handeln musste, sonst würde Petrus' Antwort wenig Sinn ergeben: „... denn diese sind nicht berauscht, wie ihr meint“ (Vers 15).

Auf welche Weise man es aber immer sehen mag, nur weil die Leute die Apostel beschuldigten, dass sie wohl „betrunken“ (voll mit süßem Wein) waren, kann man keinesfalls daraus schließen, dass es die Zeit der Weinernte ist! Dieselbe Argumentation hat man auch immer wieder, wenn gesagt wird, der Messias habe bei der Hochzeit zu Kanaan alkoholischen Wein fabriziert, weil unfermentierter Traubensaft bis dahin nicht gehalten hätte. Das ist aber ein eben solcher Unsinn, denn man weiß sehr wohl, dass Traubensaft schon in der Antike auch ohne Alkohol haltbar gemacht wurde. Der jüdische Historiker Josephus berichtet im ersten Jahrhundert in seinem Werk „Jüdischer Krieg“ über den Zustand aufbewahrter Früchte, Wein und Hülsenfrüchte in Herodes‘ Festung in Israel/Masada:

"Es war nämlich eine Menge Getreide hier aufgestapelt, das für lange Zeit reichlichen Unterhalt bieten konnte, desgleichen auch große Vorräte an Wein und an Oel und außerdem alle Arten von Hülsenfrüchten und Datteln. Alles dies fand Eleazar, als er sich der Festung mit seinen Sicariern durch einen Handstreich bemächtigte, in einem noch ganz frischen Zustande vor, der sich in gar nichts von eben eingeheimsten Produkten unterschied, obwohl seit ihrer Einlagerung bis zur Eroberung von Masada durch die Römer ein Zeitraum von fast hundert Jahren verstrichen war. Auch die Römer konnten sich von der Unversehrtheit der noch vorfindlichen Feldfrüchte überzeugen."23

Zudem hat die Weinernte NICHTS zu tun mit dem Fest der Wochen! Das Fest der Wochen bzw. Fest der Erstlinge (im neuen Testament erstmals als Pfingsten bezeichnet) ist ein Wochenfest, das die Erstlingsfrüchte des Weizens feiert, nicht den Wein.

„Und du sollst das Fest der Wochen halten mit den Erstlingen der Weizenernte, UND das Fest der Einsammlung an der Wende des Jahres.“ (4. Mose 34,22)

Das letzte Fest „an der Wende des Jahres“, ist das Laubhüttenfest und wird hier als „Fest der Einsammlung“ genannt. Das deshalb, weil es das Erntefest ist. ALLE Feldfrüchte wie auch Baumfrüchte (z.B. Oliven und Weintrauben) sind dann „eingesammelt“. Das Laubhüttenfest findet im Herbst statt, nicht im Sommer.

Die Erstlingsfrüchte der Gerste, sowie die Erstlingsfrüchte des Weizens, genauso wie die Weinernte, haben eine besondere symbolische Bedeutung für das Wirken des Messias als auch für die Menschenernte am Ende der Zeit. Man kann nicht die Erstlinge des Weizens oberflächlich zusammen mit der Weinernte interpretieren. Passah/FUB, Fest der Wochen und das Laubhüttenfest am Ende des Erntezyklus sind auch Bilder für die Stadien des Erlösungsweges. Bitte lies hierzu auch: … ein Bild für die „Menschenernte“ am Ende der Zeit.

 

Ankunft am Berg Sinai am 15. Tag des Dritten Monats?

 

Ein Hauptargument für die Pfingstberechnung „Sieben Wochen plus 50 Tage“, so scheint es, ist das Datum der Ankunft am Berg Sinai drei Monate nach dem Auszug aus Ägypten. Denn die Befürworter dieser neuen Berechnungsmethode gehen allesamt davon aus, dass die Israeliten am 15. Tag des Dritten Monats am Berg Sinai ankamen.

Geht man von dieser Annahme aus und man nimmt gleichzeitig an, dass das Fest der Wochen mit der Gesetzesverkündigung am Berg Sinai zu tun hat, dann wäre natürlich die Zeit zu kurz bis zum Fest der Wochen im Dritten Monat. Die Ankunft am 15. Tag des Dritten Monats ist aber eine reine Annahme, die nicht in der Bibel zu finden ist. Ein einziger Vers (3. Mose 19,1) wird dafür vorgebracht.

Bitte lies hierzu: "Das Datum der Ankunft am Berg Sinai", wo diese Problematik ausführlich untersucht wird.

 

Welches Ereignis der Gesetzgebung für das Fest der Wochen/Pfingsten?

 

Es gibt zwei mögliche Ereignisse am Berg Sinai, um das Datum des Pfingsttages festzusetzen. Von den Befürwortern einer Berechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tage“ wird der Tag der Überreichung der Gesetzestafeln als Gedenktag und somit als Fest der Wochen angesehen. Dies würde aber nicht mit der Zählung der vollen Wochen aus 3. Mose 23,15-16 übereinstimmen und auch nicht mit dem 15. Tag des Dritten Monats als Ankunftstag am Berg Sinai. Zudem gibt es ein bedeutenderes Ereignis, das sich VOR der Übereichung der Steintafeln durch JAHUWAH an Mose zutrug.

Bevor die Gesetzestafeln als Erinnerung des Gesetzes überreicht wurden, war bereits etwas Gewaltiges geschehen. Das Gesetz wurde dem ganzen Volk – nicht nur Mose – vom Schöpfer mit lauter Stimme unter Donner, Rauch, Feuer, Erdbeben und Hörnerschall verkündigt, während Sein Vater neben Ihm stand. Für dieses Ereignis musste sich das ganze Volk vorher zwei Tage reinigen und heiligen.

Das zweite Ereignis war die „steinerne“ Erinnerung, weil das Volk kurz darauf diesen, auf beeindruckender Weise mitgeteilten Anweisungen wieder untreu wurde. Die Tafeln mit dem Gesetz wurden nur Mose überreicht, der sie an das Volk weitergeben sollte.

1. Das Ereignis der Verkündigung:

Die erste feierliche Verkündigung des Gesetzes durch JAHUSCHUAH und JAHUWAH persönlich an das gesamte Volk unter Donner, Blitze, Feuer, Rauch, Hörnerschall und Erdbeben. Für dieses Ereignis musste sich das ganze Volk vorher zwei Tage reinigen und heiligen. 

2. Die „steinerne“ Erinnerung:

Die Tafeln mit dem Gesetz wurden nur Mose überreicht, der sie an das Volk weitergeben sollte.  

Es ist doch viel beeindruckender, wenn das Gesetz persönlich vom Gesetzgeber verkündigt wird, als wenn es auf totem Stein überreicht wird. Das „Gesetz im Herzen“ brennt sich durch die persönliche Begegnung mit JAHUSCHUAH/JAHUWAH ein.

Schaubild


Sollte nicht das erste Ereignis, das Datum der feierlichen Begegnung mit dem Schöpfer JAHUWAH und die persönliche Verkündigung des Gesetzes durch den Gesetzgeber zu einem Fest- und Erinnerungstag werden? Das zweite Ereignis, die Überreichung der Gesetzestafeln, weist selbst auf die erste Verkündigung des Gesetzes hin – eine Erinnerung an das erste Ereignis.

 

 

Parallele Passah/Sabbat/Auferstehung zum Fest der Wochen

 

Die zeitliche Abfolge am Berg Sinai steht in einer engen Verbindung mit den Ereignissen des Todes und der Auferstehung des Messias „am Dritten Tag“. Diese Verbindung ist nicht mehr gegeben bei Annahme des zweiten Ereignisses, der Überreichung der Gesetzestafeln. Die nachfolgende Schautafel soll dies verdeutlichen:

Schautafel

Bitte lies hierzu auch: "Das Geschehen am Berg Sinai und dessen zeitliche Abfolge".


 

Die Parallelen zu Apostelgeschichte 2  


Auch Apostelgeschichte 2 zeigt eine enge und viel deutlichere Verbindung mit der ersten persönlichen Verkündigung an das ganze Volk auf, als zum zweiten Ereignis (der Überreichung der Steintafeln).

Pfingsten Tafel3


„Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“ (Apostelgeschichte 2,2-4)


Dieses Ereignis hat eine auffallende Ähnlichkeit mit der Gesetzgebung am Berg Sinai. Jedoch nicht so sehr mit der Überreichung der Gesetzestafeln, sondern mit der Verkündigung JAHUWAHs am Berg mit persönlicher und mächtiger Stimme an das ganze Volk.

Es gab ein Brausen, wie von einem gewaltigen Wind. Das griechische Wort, das hier für „Wind“ benutzt wird, ist nicht das Wort, das ansonsten im Neuen Testament dafür verwendet wird. Es ist das Wort pnoe und wird nur ein einziges weiteres Mal verwendet: „… da er doch selbst allen Leben und Odem [pnoe] und alles gibt“ (Apostelgeschichte 17,25). Hier bedeutet es „Odem“ oder „Atem“ und wird mit Leben in Verbindung gebracht. Es ist die Stimme und der lebensspendende Geist Elohims der hier auf die Gläubigen kam.

 Schautafel Apostelgeschichte 2

Auch die Parallele mit dem Pfingstereignis zeigt, dass das Datum des Festes der Wochen/Pfingsten an dem Tag stattfand, als die Verkündigung der Zehn Gebote am Berg Sinai durch den Allmächtigen persönlich verkündigt wurde.

 

Die chronologischen Ereignisse ab dem 15. Tag des Dritten Monats

 

Die Verfechter der Berechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tagen“ gehen, wie oben gesehen, von der Ankunft am 15. Tag des Monats aus. Versucht man jedoch die chronologischen Ereignisse ab dem 15. Tag des Dritten Monats nachzuvollziehen, so zeigt es sich, dass dabei einige Tage unterschlagen wurden.

Wenn man alle Angaben in 2. Mose Kapitel 19 und 24 (die Kapitel dazwischen enthalten alle Anweisungen JAHUWAHs, die Gebote, Gesetze und Satzungen) beachtet, wird deutlich, dass die Zeit vom Tag nach dem Siebten Sabbat bis zur ersten Überreichung der Gesetzestafeln zu kurz ist.

Die erste Hälfte der Zählung „Sieben Wochen plus 50 Tage“ zeigt das Datum des 9. Tages des Dritten Monats. Es ist der Tag nach dem „Siebten Sabbat“, nachdem man sieben Wochen/Sabbate von dem Tag der Webegarbe abgezählt hat (siehe hierzu: "Die Anweisung der Zählung bis zum Fest der Wochen"). Nach dieser neuen Berechnungsmethode werden nun vom 9. des Dritten Monats 50 Tage hinzugezählt.

Von 9. Tag bis zum 15. Tag des Dritten Monats, dem angeblichen Ankunftstag am Berg Sinai, sind bereits 7 Tage vergangen. Nachfolgend nun die Reihenfolge der Ereignisse einschließlich der Datumsangabe, die angenommen werden kann, wenn man die Zeitangaben und Geschehnisse in den einzelnen Versen beachtet. Dabei werden die Zeiten zugunsten dieser neuen Berechnungsmethode festgesetzt, das heißt, es wird kein Freiraum hinzugerechnet, der aber wohl auch zwischen den einzelnen Ereignissen vorhanden war.

Ankunft am Berg                      

15.03.


2. Mose 19,1-2

Man nimmt an bei Nacht, weil die Israeliten auch bei Nacht aus Ägypten gezogen sind. Es stellt sich hier die Frage, sind sie dann doch während der Sabbatstunden gereist oder nur ein paar Stunden während der Nacht, nachdem der Sabbat vorüber war? Denn es wird auch von den Befürwortern darauf hingewiesen, dass die Israeliten nicht am Sabbat reisten.

16.03.

Die Israeliten kamen wohl erst in der zweiten Nachthälfte an, nachdem sie die Nacht über gewandert waren. Das heißt, sie mussten nun das Lager errichten und sicher auch erst einmal schlafen.

17.03.


2. Mose 19,3-11

Mose geht auf den Berg und spricht mit JAHUWAH.

Er geht zurück zum Volk und berichtet ihnen, was er gehört hat.

Das Volk verspricht, alles zu tun, was JAHUWAH angewiesen hat.

JAHUWAH spricht nochmals zu Mose.

Mose überbringt es dem Volk.

18.03.


2. Mose 19,12-15

Mose steigt erneut auf den Berg.

JAHUWAH wies Mose an, das Volk „heute und morgen“ zu heiligen, damit es „bereit für den Dritten Tag“ ist, denn Seine Herrlichkeit wird am Dritten Tag auf dem Berg erschienen.

Mose stieg herab vom Berg, teilte es dem Volk mit und sie wuschen sich und ihre Kleider.

 19.03. Auch an diesem Tag machten es die Israeliten, wie ihnen befohlen wurde, sie reinigten und säuberten alles und heiligten sich.

20.03.

2. Mose 19,16-25
2. Mose 20+23
Das Erscheinen der Herrlichkeit JAHUWAHs am Berg und die Verkündigung der Zehn Gebote (Kapitel 20) und Rechtsbestimmungen/Satzungen (Kapitel 21-23).

20.03.

2. Mose 24,1-4

Wollen wir davon ausgehen, dass folgende Unterredung ebenfalls am selben Tag geschah: JAHUWAH wies Mose an, erneut zusammen mit Aaron, Nadab und Abihu und 70 von den Ältesten Israels auf den Berg zu steigen. Sie sollen „von Ferne anbeten“.

Aber ganz hinauf auf den Berg soll nur Mose gehen, die anderen sollen zurückbleiben.

Mose ging zurück zum Volk und verkündigte ihnen, was JAHUWAH ihm aufgetragen hatte.

Mose schrieb alle Worte JAHUWAHs nieder.

21.03.

2. Mose 24,4-12

Mose „stand früh am Morgen auf“ und „errichtete einen Altar und zwölf Gedenksteine für die 12 Stämme Israels.

Mose sandte nach jungen Männern damit sie Brandopfer und Jungstiere als Friedensopfer darbrachten

Er sprengte das Blut vor den Altar, nahm „das Buch des Bundes“ und las es dem Volk vor.

Das Volk bestätigte erneut, dass es alles tun würde.

Mose stieg mit Aaron, Nadab und Abihu und den 70 Ältesten auf den Berg.

Sie „schauten den Gott Israels“ und sie aßen und tranken.

JAHUWAH sprach zu Mose, dass er nur mit seinem Diener Josua weiter hinauf zum Berg gehen soll, weil Er ihm dort die Gebote-Tafeln überreichen wolle.

21.03.


2. Mose 24, 13-15

Nehmen wir an, dass Mose noch am selben Tag weiter aufgestiegen ist. Obwohl es doch schon sehr viele Ereignisse an einem Tag sind. Aber wollen für die Auslegung Pfingsten in „7 Wochen plus 50 Tage“ günstigste Variante wählen.

Mose stieg mit seinem Diener Josua auf den Berg, die anderen blieben dort bzw. gingen ins Lager zum Volk zurück.

Die Herrlichkeit JAHUWAHs „ruhte auf dem Berg“ und eine Wolke bedeckte den oberen Teil des Berges.

22.03.–27.03.

2. Mose 24,16
Mose und Josua blieben unterhalb des Berggipfels (Wolke, Herrlichkeit JAHUWAHs) sechs Tage lang.

28.03.


2. Mose 24,16-18
JAHUWAH rief Mose „am siebten Tag von der Wolke aus zu“ (nach den sechs Tagen des Wartens).

Die Herrlichkeit JAHUWAHs „war vor den Augen der Israeliten wie ein verzehrendes Feuer oben auf dem Gipfel des Berges“.

„Mose aber ging mitten in die Wolke hinein“.

28.03 – 09./10./11.04.

(je nachdem ob es im 3. und 4. Monat einen 30. Tag gab oder nicht)

 

 

2. Mose 24,18


2. Mose Kapitel 25-31

2. Mose 32,1-5

Mose bleibt 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg.

JAHUWAH gibt Mose detaillierte Anweisungen zum Bau der Stiftshütte und zur Durchführung des Priester- und Opferdienstes.

Zum Schluss übergab Er Mose die Gebote Tafeln, die JAHUWAH eigens auf Stein geschrieben hatte.

Nachdem die Israeliten am Berg Sinai so lange warten mussten, wunderten sie sich, wo „dieser Mann Mose“ geblieben war, der sie aus Ägypten gebracht hatte. Sie baten Aaron, er möge ihnen Götter machen. Aaron kam dieser Bitte nach und aus dem Schmuck der Frauen und goss daraus ein goldenes Kalb. Aaron baute einen Altar und ließ ausrufen „Morgen ist ein Fest für JAHUWAH“.

09.05./10.04./11.04

 

2. Mose 32,6

Das Volk Israel stand früh auf, brachten Brand- und Friedensopfer dar, „belustigte“ sich und tanzten um das Goldene Kalb.

JAHUWAH teilte Mose mit, dass das Volk widerspenstig ist und schlimme Dinge tat; Mose solle zum Volk zurückgehen.

Mose kam beim Volk mit den Gesetzestafeln in der Hand an. Als er sah, was die Israeliten für Gräuel veranstalteten, wurde er so zornig, dass er die Gebote-Tafeln am Rande des Berges zerschmetterte.

3000 Mann wurden erschlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Auflistung der Tage kann man erkennen, dass die Zeit für eine Berechnung bis Pfingsten von „Sieben vollen Wochen plus 50 Tage“ tatsächlich zu kurz ist. Denn vom 9. des Dritten Monats, von dem aus die 50 Tage gezählt werden, hätte das Fest der Wochen entweder am 6. Tag der Woche (dem 28. Tag des vierten Monats) oder am Sabbat (dem 29. Tag des vierten Monats) oder am Translationstag (dem 30. Tag des vierten Monats) stattfinden müssen. Es kommt darauf an, ob im vierten bzw. fünften Monat der Mondumlauf jeweils 29 oder 30 Tage hatte. Gemäß der Chronologie der Ereignisse jedoch kann die erste Überreichung der Gesetzestafeln an Mose erst zwischen dem 9. und 11. Tag des Fünften Monats stattgefunden haben. Es sind also 9-11 Tage mehr als die 50 Tage, die man vom 9. Tag des Dritten Monats hinzurechnen soll.

Als Gegenargument wird jedoch vorgebracht, dass die sechs Tage, die Mose mit Josua unterhalb des Berggipfels warten musste, bis ihn JAHUWAH „von der Wolke aus“ zurief, in den 40 Tagen und Nächten enthalten seien. Diese Auslegung scheint etwas eigenartig, denn es heißt:

„13 Und Mose machte sich auf mit Josua, seinem Diener, und Mose stieg auf den Berg Gottes.

14 Und er sprach zu den Ältesten: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurückkehren; und siehe, Aaron und Hur sind bei euch: wer irgendeine Sache hat, trete vor sie.

15 Und Mose stieg auf den Berg, und die Wolke bedeckte den Berg.

16 Und die Herrlichkeit … [JAHUWAHs] ruhte auf dem Berge Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tage rief Er Mose aus der Mitte der Wolke.

17 Und das Ansehen der Herrlichkeit … [JAHUWAHs] war wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Kinder Israel.

18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg; und Mose war auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.“

Es kann wohl kaum ein Zweifel bestehen, dass diese 40 Tage und Nächte auf die sechs Tage des Wartens folgten. Die sechs Tage des Wartens können nicht in den 40 Tagen enthalten sein. Wir haben hierfür auch eine Parallele bei Noah. Noah und seine Verwandten wurden sieben Tage vor der Sintflut mitgeteilt, dass sie nun mit den Tieren in die Arche gehen sollten. Nach den sieben Tagen kam der Regen 40 Tage lang (1. Mose 1-4.10).

Aber selbst wenn man annehmen würde, die sechs Tage des Wartens wären in den 40 Tagen enthalten gewesen, gäbe es immer noch eine Diskrepanz von mindestens drei Tagen. Und das auch nur dann, wenn zwischen all den angegebenen Ereignissen überhaupt keine Pause/Nacht dazwischen war, die nicht explizit angegeben ist.

 

Aarons "Fest für JAHUWAH" und der Tanz ums Goldene Kalb – das Wochenfest?

 

Zudem wird von den Befürwortern einer Pfingstberechnung von „Sieben Wochen plus 50 Tage“ angenommen, dass das Wochenfest an dem Tag stattgefunden habe, an dem Aaron „ein Fest“ ausriefen ließ. An demselben Tag das Volk auch um das Goldene Kalb tanzte und Mose die Gesetzestafeln zerschlug. Und das ist auch tatsächlich der Tag, an dem JAHUWAH Mose die Gesetzestafeln am Berg Sinai überreichte.

„Als Aaron das sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist ein Fest für … [JAHUWAH]! Da standen sie am Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen.“ (2. Mose 32,5-6)

Wenn man das gesamte Kapitel 32 in 2. Mose sorgfältig liest, kann man kaum zu dem Schluss kommen, dass es tatsächlich ein Fest war, das JAHUWAH angeordnet hat. Auch kann man niemals annehmen, dass dieser Tag ein heiliger Gedenktag sein soll.  

Oder sollen wir an den Tag gedenken, an dem Mose die Gesetzestafeln zerschlug? Daran, wie das ganze Volk um das Goldene Kalb getanzt ist? An den Tag, an dem 3000 Menschen hingerichtet wurden? Wichtig ist zu erkennen in welchem Zusammenhang Aaron das „Fest für JAHUWAH“ ausrufen lies.

Nachdem das Volk sah, dass Mose lange nicht vom Berg herunterkam, sprachen sie zu Aaron „mach uns Götter, die uns vorangehen sollen“. Da gebot ihnen Aaron, dass sie ihm alle goldenen Ohrringe bringen sollten. Damit wurde das Goldene Kalb gemacht. Es hat sicherlich einige Zeit in Anspruch genommen (das Gold musste geschmolzen werden, das Kalb musste gemeißelt werden). Als das ägyptische Götzenkalb fertiggestellt war, sprach das Volk: „Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben!“ 

ERST JETZT, „als Aaron das sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist ein Fest für … [JAHUWAH]!“.  

Als Aaron das Götzenbild sah und die jubelnde Menschenmenge, rief er dieses Fest aus! Es ist eindeutig, dass es kein Auftrag von JAHUWAH war! Scheint es nicht schon fast ein wenig frevelhaft zu behaupten, dieses Fest habe JAHUWAH befohlen? Bitte lies hierzu auch: „Das vergessene Gebot“.

Israels Verlust, den es infolge seines Tanzes um das Goldene Kalb erlitt, war viel größer als die dreitausend Männer, die es durch das Schwert Levis verlor. JAHUWAHs Heiliges Gesetz lag zerbrochen  am Fuße des Berges.

„Das Volk war nun in der Wüste ohne jede Gesetzesoffenbarung, die auf dem Berge zu seinem Aufbau geworden war. Ohne diese Offenbarung als die ewige Kraftquelle seines Lebens und seiner Hoffnung hatte aber auch Israel so wenig eine Zukunft, wie die anderen Völker sie hatten. Denn die einzelnen mögen in den Gerichten, die auch die Gemeinde Gottes durchlebt, immer wieder fallen und in der Wüste untergehen; diese selbst jedoch fällt nicht, solange das schöpferische Wort in ihrer Mitte lebt und sie dauernd neu beruft, sendet und ihr für ihre prophetische Mission die Vollmacht gibt.“24


Paulus Reise nach Troas


Einige Verfechter der Berechnung bis Pfingsten von „sieben Wochen plus 50 Tage“ möchten ihre Überzeugung auch mit der dritten Reise Paulus nach Troas beweisen. Man geht davon aus, dass Paulus zwischen 75 und 103 Tagen gereist sein musste, bis er zu Pfingsten in Jerusalem ankam. Aber man wird besonders hier das Gefühl nicht los, dass einmal mehr versucht wird, auch dieses Ereignis für die eigene Ansicht passend zu machen.

Jeder kann im Grunde die Zeit, die Paulus ungefähr gebraucht haben könnte, um nach Jerusalem zu kommen, selbst in der Bibel nachprüfen. Man muss nur wissen, wie viele Kilometer es von Ort zu Ort sind und wie lange man braucht, diese Distanzen mit dem Schiff zurückzulegen. Wichtig ist auch zu beachten, dass Paulus keine Zeit verlor, „denn er beeilte sich, um möglichst am Tag des Pfingsten in Jerusalem zu sein“ (Apostelgeschichte 20,16).

Wir werden nachfolgend die dritte Reise Paulus anhand der Angaben in Apostelgeschichte 20 von Troas bis Jerusalem verfolgen und versuchen nachzuvollziehen. Dabei kann die Landkarte unterstützend dienen, um die Entfernungen besser einschätzen zu können.

Paulus Reisen

 

  1. Paulus kam am 27.01. (des biblischen ersten Monats) in Troas an (5 Tage nach dem Fest der Ungesäuerten Brote; Apostelgeschichte 20,5-6). Erklärung: Das Fest ist am Abend des 21.01. zu Ende und anschließend folgt ein 7. Tag Sabbat ( = 22.01.). 5 Tage danach ist der 27.01. Dabei ist es unerheblich, wie lange er reiste. Normalerweise dauert eine Schifffahrt von Philippi nach Troas 2 Tage. Und so machte Paulus auch dieselbe Reise in zwei Tagen zu einer anderen Zeit (Apg. 16:11-12). Wir wissen nicht, was die Verzögerung verursachte. Aber wir wissen sicher, dass er 5 Tage nach dem Fest dort ankam, also am 27.01. Der MacDonalds-Kommentar gibt folgende Erklärung zu Apostelgeschichte 20,5-6:

    „Es hat den Anschein, dass die Sieben oben [Vers 4] erwähnten Brüder schon nach Troas reisten, während Paulus und Lukas »Philippi« besuchten (wir sind der Ansicht, dass Lukas den Apostel begleitete, weil hier wieder Personalpronomen der ersten Person Plural verwendet werden, »uns« in Vers 5 und »wir« in Vers 6 etc.). »Nach den Tagen der ungesäuerten Brote« bzw. dem Passah segelten Paulus und Lukas von Mazedonien nach »Troas«. Die Reise hätte normalerweise keine »fünf Tage« gedauert. Für die Verzögerung wird hier keine Erklärung gegeben.“

  2. In Troas blieb er 7 Tage (Apostelgeschichte 20,6) und brach am zweiten Tag der Woche auf für die Weitereise (Apostelgeschichte 20,7). 7 Tage ab dem 27.01. = entweder der 02.02. oder der 03.02. Das kommt darauf an, ob der Monat 29 oder 30 Tage hatte. Da es jedoch in Vers 7 heißt, dass er am „nächsten Tag“ nach dem „ersten Tag der Woche“ aufbrach, kann es nur der 03.02. sein. Es musste sich also um einen Monat mit 30 Tagen gehandelt haben. Denn der „zweite Tag der Woche“ ist der 3. des Monats. (Der erste Tag der Woche ist der 2. Tag des Monats, und der Neumondtag ist der 1. Tag des Monats).

  3. Paulus brach am Morgen des 03.02. von Troas auf und ging zu Fuß nach Assos (ca. 32-38 km; die Angaben in den verschiedenen Kommentaren variieren um bis zu 5 km), Apostelgeschichte 20,13-14. Diese Etappe ist an einem Tag zu schaffen. Er kommt damit am Abend des 03.02. in Assos an. Dort nahmen die anderen, die mit dem Schiff kamen, Paulus mit an Bort: immer noch der Abend des 03.02. Er wird auf dem Schiff geschlafen haben. Denn es wird uns nicht berichtet, dass er in Assos über Nacht blieb. Die Schiffsreisen waren in früherer Zeit nicht anders als heute: Man reiste auch nachts.

  4. Wohl am Abend des 03.02. ging die Reise weiter nach Mitylene (Apostelgeschichte 20,14-15). Auch hier wird uns nicht berichtet, dass sie sich dort lange aufhielten. Es ging jedoch von dort weiter und sie kamen am „nächsten Tag“ – es müsste der nächste Tag am Abend gewesen sein – in Chios an: am Abend des 04.03. Von Metylen bis Chios ist es nicht mehr als eine Tagesreise (höchstens 12 Stunden). Man kann entweder in der Nacht reisen und kommt am Morgen an, oder von morgens bis abends.

  5. Tags darauf“, also am 05.02. kamen sie nach einer weiteren Tages- oder Nachtreise nach Samos und Trogyllion (auch nicht mehr als höchstens 12 Stunden), Apostelgeschichte 20,15. In Trogyllion hielten sie sich kurz auf, um „am nächsten Tag“ weiterzureisen.

  6. Am „nächsten Tag“, das ist der 06.02., brachen sie auf nach Millet (Apostelgeschichte 20,15-16). An Ephesus reisten sie absichtlich vorbei, weil die Zeit knapp war, denn Paulus wollte unbedingt zum Fest der Wochen in Jerusalem sein. Ein deutlicher Hinweis, dass er keine 99 Tage Zeit hatte, wie es der Artikel suggeriert! Und wenn es nun heißt, dass er „nach Ephesus sandte“, um die Ältesten zu sich nach Millet zu bringen, dann muss das weniger Zeit in Anspruch genommen haben, als wenn Paulus ein oder zwei Tage mehr eingeplant hätte, um selbst auf dem Weg einen Abstecher nach Ephesus zu nehmen! (Vgl. Apostelgeschichte 20,17-38). Aber wir wollen jetzt trotzdem mal annehmen, dass Paulus dort in Millet drei volle Tage und Nächte verbrachte (mehr Tage waren es wohl kaum). Damit blieb er bis zum Morgen des 09.02. Denn am 08.02. war Sabbat, an dem sie sich mit den anderen Brüdern trafen. Von dort brachen sie auf nach Kos (Apostelgeschichte 21,1). Von Millet nach Kos ist es auch höchsten eine Tagesreise, nicht mehr als 12 Stunden).

  7. Am folgenden Tag“ ging es weiter „nach Rhodos (von Kos bis Rhodos ist es ebenfalls höchstens eine Tagesreise) und von dort nach Patara (Apostelgeschichte 21,1). Sie kamen damit am 11.02. in Patara an. In Patara könnten sie einen Tag geblieben sein (beachte: sie hatten es eilig!) bis zum 12.02.

  8. Von Patara reisten sie direkt nach Tyrus (Apostelgeschichte 21,2). Eine Reise von Patara nach Tyrus dauert höchstens 6 Tage und Nächte. Noch dazu handelte es sich um ein Frachtschiff und kein Passagierschiff („hier sollte das Schiff seine Fracht ausladen“). Beachte, dass Paulus bei einer früheren Reise die Strecke von Philippi nach Troas in zwei Tagen zu einer anderen Zeit schaffte (Apostelgeschichte 16,11-12). Von Philippi nach Troas sind es ca. 230 km. Von Patara nach Tyrus sind es ca. 650 km. Da das Schiff keinen Zwischenstopp machte, können wir davon ausgehen, dass es nicht mehr als 6 Tage brauchte, auch wenn der Wind nicht günstig war. Damit kamen sie am 17.02. in Tyrus an.

  9. In Tyrus blieben sie 7 Tage: bis zum 23.02 (Apostelgeschichte 21,4). An diesem Tag brachen sie nach Ptolemäis auf (keine ganze Tagesreise) dort blieben sie einen Tag (Apostelgeschichte 21,7): bis zum 24.02.

  10. Am 24.02. brachen sie nach Cäsarea auf, wo sie „mehrere Tage“ blieben (Apostelgeschichte 21,8-9). Alle deutschen Bibelübersetzungen schreiben „mehrere Tage“ und nicht „viele Tage“. Es wird das griechische Wort „pleion“ verwendet. An anderen Stellen in der Apostelgeschichte, wo das deutsche Wort „viele“ übersetzt wurde, ist es das griechische Wort „hikanos“. Es ist ein Unterschied, ob es heißt „mehrere Tage“ oder „viele Tage“. An dieser Stelle sind es nur „mehrere Tage“. Paulus verweilte dort nie mehr als 10 Tage, eher weniger. Gehen wir von 7 Tagen aus, dann reiste er am 1. oder 2.3. (je nachdem ob es sich um einen Monat mit 29 oder 30 Tage handelte) weiter nach Jerusalem (Apostelgeschichte 21,15).

  11. Mehr als 2 Tage brauchte er dorthin wohl kaum. Damit kommt er am 3. oder 4.3. an.

  12. Am nächsten Tag, den 4. oder 5.3. ging Paulus zu Jakobus (Apostelgeschichte 21,18).

  13. Am „darauffolgenden Tag, den 5. oder 6.3. ging Paulus in den Tempel „und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an“ (Apostelgeschichte 21,26). Bitte beachte: Paulus kündigt die „Erfüllung der Tage“ an. Die sieben Tage waren nahezu vorüber, als Paulus in den Tempel kam.

Wir sehen damit, dass das Pfingstfest wohl eher am 9. Tag des Dritten Monats ankam und nicht erst 50 Tage später. Diese Annahme ist mit Apostelgeschichte 20-21 keinesfalls zu beweisen.

Diese Ausführungen und die Anweisung der Berechnung zum Fest der Wochen in 3. Mose 23,15-16 zeigen, dass keine „Sieben volle Wochen plus 50 Tage“ gezählt wurden, sondern sieben volle Wochen bzw. sieben komplette Sabbate. Daran wurde ein Tag angefügt, und kam so zum „Tag nach dem Siebten Sabbat“, dem „Fünfzigsten“.

 

Weitere Informationen hierzu:

Das Fest der Wochen (Shavuot / Pfingsten)

Wann ist Pfingsten?




1 https://en.wikipedia.org/wiki/Ferrar_Fenton_Bible; abgerufen am 20.02.2016 Up

2 Ferrar Fenton, The Five Books of Moses, Bd. I, Bible in modern English, 1901, Einleitung; die Bibel kann hier aufgerufen werden: http://matrixfiles.com/JerryKirk/Ferrar-Fenton-Bible_bw.pd Up

3 https://www.blueletterbible.org/lang/lexicon/lexicon.cfm?t=kjv&strongs=h5704 Up

4 So z.B. auf der Webseite www.worldslastchance.com Up

5 Die Werke Philos von Alexandria, Über die Einzelgesetze, S. 157-158; von Leopold Cohn (Übersetzer ins Deutsche) Up

6 Es gibt im Englischen eine Webseite http://lunarsabbath.info/id15.html die behauptet, dass Philo genau mit dieser Aussage das Gegenteil ausgesagt haben soll. Up

7 Die Werke Philos von Alexandria, Über die Einzelgesetze, S. 158-159; von Leopold Cohn (Übersetzer ins Deutsche) Up

8 Karl Friedrich Ginzel, Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie – Das Zeitrechnungswesen der Völker, II. Band, 1911, S. 34 Up

9 So heißt es z.B. zum Passahtermin bei Eusebius, der über das Leben Kaiser Konstantins schreibt. Daraus ist ersichtlich, wie die ersten Bischöfe im ersten Jahrhundert abfällig über die Juden dachten: „Es erscheint unwürdig, dass wir bei der Feier dieses heiligsten Festes der Praxis der Juden folgen sollten, die sich auf so unehrbare Weise mit enormer Sünde die Hände schmutzig gemacht haben und es deshalb verdient haben, mit einer Blindheit ihrer Seele geschlagen zu sein. . . . Lasst uns deshalb nichts mit dem verabscheuungswürdigen jüdischen Haufen gemeinsam haben. Denn wir haben von unserem Erlöser einen anderen Weg empfangen. Zu unserer heiligsten Religion ist ein Weg offen, der ebenso rechtmäßig wie angebracht ist. Liebe Brüder, lasst uns einstimmig diesen Weg annehmen und uns zurückziehen von jeglicher Teilnahme an ihrer Niedrigkeit. Denn es ist gewiss abwegig, dass sie sich brüsten können, dass wir ohne ihre Anweisung unfähig wären, diese Feiertage zu halten“ (Eusebius, The Life of Constantine, Bd. 1, S. 524f) Up

10 Tempelrolle Nr. 11QT, XVIII-XXI. Übersetzung ins Englische von Geza Vermes, The Complete Dead Sea Scrolls in English, 2004, S. 223; deutsche Übersetzung aus dem Englischen von Bibel-Offenbarung Up

11 so gefunden auf der Webseite: www.hope-of-israel.org/countsab.docx; deutsche Übersetzung von Bibel-Offenbarung Up

12 Bernhard Stade, Geschichte des Volkes Israel, Erster Band, 1887, S. 24 Up

13 Giovanni Schiaparelli, Die Astronomie im Alten Testament, 1904, S. 66 Up

14 James Orr, International Standard Bible Encyclopedia, 1915, unter “Harvest”, www.bible-history.com/isbe Up

15 www.bible-archaeology.info/agriculture.htm; abgerufen am 21.02.2016 Up

16 www.bibelwerk.de/Materialpool.12795.html/Material+zu+biblischen+Themen.87483.html; abgerufen am 21.02.2016 Up

17 Jewish Enzyclopedia, 1906, unter „Agriculture“; www.jewishencyclopedia.com/articles/910-agriculture Up

18 Dr. Tim Bulkeley, Kommentar zu Amos; http://bible.gen.nz/amos/culture/agriculture.htm; abgerufen am 21.02.2016 Up

19 William F. Albright, "The Gezer Calendar", in: Bulletin of the American Schools of Oriental Research, Nr.92, Dezember 1943, S. 23; die dementsprechenden heutigen Monatsnamen in eckigen Klammern sind vom Autor in den Anmerkungen hinzugefügt worden. Up

20 Die Anfrage wurde brieflich von einem Interessierten aus Kanada gestellt. Der Antwortbrief des Leiters der Beratungsdienstes des Landwirtschaftsministeriums Tel-Aviv/Israel ist auf den 8. Juni 1983 datiert und trägt die Refferenz-Nummer 35/24. Der Brief ist auf der Webseite von Frank W. Nolte abgedruckt, der Originalbrief liege ihm, seinen Angaben zufolge, vor: www.franknelte.net/article.php?article_id=43&print=yes Up

21 aus: Corinna Körting, Der Schall des Schofar – Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft, Hrsg: Otto Kaiser, Bd. 285, 1999, S. 69 Up

22 Aaron Levine, The Oxford Handbook of Judaism and Economics, 2010, S. 186 Up

23 Flavius Josephus, Jüdischer Krieg, Buch VII, Kap. 8, §296 -297, aus dem Griechischen übersetzt von Dr. Philipp Kohout, 1901, S.513 Up

24 Jakob Kroeker, Israel – Ein Wunder der Geschichte – Das Königtum und die Theokratie in Israel, Das lebendige Wort, Bd. 3, 1989, S. 87 Up


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