Was wurde ans Kreuz geheftet?

Erstellt: Sonntag, 11. März 2012 Zuletzt aktualisiert: Montag, 12. März 2018

 

  „Er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht,
die durch Satzungen uns entgegenstand,

und hat sie aus dem Weg geschafft,
indem er sie ans Kreuz heftete.“
Kolosser 2,14

Was wurde ans Kreuz geheftet?Sonntag-haltende Christen weisen immer wieder auf folgende Bibelstellen, um zu beweisen, dass der Sabbat und die biblischen Feste abgeschafft wurden: Kolosser 2, Galater 4, Epheser 2 und Römer. Sabbat-haltende Christen, wie z.B. die Siebenten-Tags-Adventisten, betonen hingegen, dass zwar die Feste, Neumonde und Satzungen Moses ans Kreuz geheftet wurden, jedoch nicht der wöchentliche Sabbat.

Viele der Sonntag-haltenden Christen gehen davon aus, dass die gesamten 10 Gebote am Kreuz ihre Gültigkeit verloren haben, während andere betonen, dass selbstverständlich die zweite Hälfte der Gebote nach wie vor gültig sei, denn es dürfe für jeden klar sein, dass man nicht töten und stehlen darf. Wieder andere sind sicher, dass die Zehn Gebote ihre Gültigkeit nicht verloren haben, mit Ausnahme des vierten Gebotes, des Sabbatgebotes.

Für die Katholische Kirche hingegen sind alle 10 Gebote wichtig. Sie betont jedoch, dass sie aufgrund ihrer von Gott gegebenen Macht und Autorität berechtigt sei, diese 10 Gebote zu verändern. So weist sie immer wieder darauf hin, dass der Sonntag als „Tag des Herrn“ eine katholische Einrichtung sei, welcher die Protestanten bereitwillig folgen. (Siehe hierzu "Durch Rom verfälscht".)

Ebenso ist es mit den jährlichen Festen. Es werden heute – nicht nur von der Katholischen Kirche – sondern von fast allen protestantischen Kirchen, einschließlich der heutigen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, heidnische anstelle der biblischen Feste gehalten. Diese Feste, wie Ostern, Weihnachten, Allerheiligen etc., wurden in den ersten Jahrhunderten von den Heiden übernommen und in ein christliches Gewand gesteckt.

Was ist denn nun richtig? Was sagt uns die Bibel? Wurde das Gesetz JAHUWAHs durch Seinen Sohn, den Messias, abgeschafft? Wurden nur die Feste JAHUWAHs einschließliche/ausschließlich des Siebenten-Tag-Sabbats zu diesem Zeitpunkt beendet? Was ist es, das am Kreuz beendet wurde?

Das Gesetz JAHUWAHs kann es grundsätzlich nicht sein, denn Sein Sohn JAHUSCHUAH zeigt deutlich auf, dass sich am Gesetz Seines Vaters nichts geändert hat, nicht mal ein einziger Buchstabe daran darf aufgehoben werden:

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten“. (Johannes 14,16)
„So ihr Meine Gebote haltet, so bleibet ihr in Meiner Liebe, gleichwie ich Meines Vaters Gebote halte und bleibe in Seiner Liebe.“ (Johannes 15,10; Luther 1912)

Weiter verkündet Er:

Ihr sollt nicht meinen, dass Ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht EIN Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis das alles geschehen ist.“ (Matthäus 5,17-19)

Der Propet Jesaja weissagt:

"Nach dem Gesetz und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben." (Jesaja 8,20).

In der Offenbarung JAHUSCHUAH, des Messias, wo es um die Endzeitprophezeiungen geht, können wir lesen:

„Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis ... [JAHUSCHUAH] haben.“ (Offenbarung 12,17)

„Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote ... [JAHUWAHs] und den Glauben ... [JAHUSCHUAHs] bewahren.“ (Offenbarung 14,12)

Jetzt mag mancher einwenden, "das ist aber doch 'Werke-Gerechtigkeit', davor warnt uns Paulus doch in seinen Briefen!"

So ist es auch, Paulus warnt vor der Werke-Gerechtigkeit. Und wir sollten unter keinen Umständen dahin zurückkehren, nachdem strahlenden Licht, dass Luther und die Reformatoren zu seiner Zeit und auch noch Jahrhunderte später vom Himmel erhalten haben: Gerechtigkeit durch Glauben.

Aber widerspricht sich der Messias JAHUSCHUAH? Widerspricht sich Paulus? Was meint er, wenn er von Werkgerechtigkeit spricht? Bedeutet „Gerechtigkeit durch Glauben“, dass wir nun gesetzlos sind, so wie es Satan ist? Sind wir nun frei, „andere Götter“ anzubeten oder uns vor Götzenbildern niederzuknien? Oder dürfen wir nun den Namen unseres Schöpfers missbrauchen? Sind wir nun frei, „SEINEN Sabbattag“ und „SEINE Feste“ zu verändern und stattdessen an heidnischen Feiertagen heidnische Götzen verehren?

BibelEs ist wichtig, die Heilige Schrift sehr sorgfältig und unvoreingenommen zu studieren. Denn in Gottes Wort gibt es keine Widersprüche. Es gibt nur falsche Auslegungen durch fehlbare Menschen. Und wenn JAHUWAH dem Menschen etwas mitteilt, dann ist es wichtig und wir sollten nicht einfach darüber hinweg lesen.

  

Die Paulusbriefe nicht immer einfach zu verstehen


Zunächst ist zu beachten, dass die Paulusbriefe nicht immer einfach zu verstehen sind. Denn Paulus war ein Gelehrter der Torah, im Gegensatz z.B. zu Petrus, der nur ein einfacher Fischermann war. Petrus warnt uns deshalb vor einer falschen Auslegung der Paulusbriefe:

„Und seht in der Langmut ... [JAHUWAHs] die Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.“ (2. Petrus 3,15-16)

Man kann Petrus Besorgnis nachvollziehen. Manche Dinge, über die Paulus schreibt, sind tatsächlich schwer zu verstehen. Paulus kannte und verstand die hebräischen Schriften (Alte Testament) in- und auswendig. Viele von uns jedoch sind wie Petrus, der Fischermann, und die Bibel zu studieren ist für uns kein Vollzeitjob. Es gibt viele Dinge in der Bibel, in denen wir unwissend und auf wackligen Füssen stehen. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wie wir Paulus Briefe auslegen, damit wir sie nicht aus ihrem beabsichtigten Kontext herausreißen. Aber wie können wir sicher sein, dass wir Paulus' Darlegungen nicht missverstehen?

Um sicherzugehen, dass wir die Paulusbriefe richtig verstehen, müssen wir es den Beröern (Apostelgeschichte 17,10-11„Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte.“ (Apostelgeschichte 17,10-11)) gleichtun, indem wir die Schrift täglich durchforschen, um zu sehen, ob die Lehren Paulus auch richtig verstanden werden. Welche Schriften waren es, die die Beröer erforschten? Das Neue Testament war es nicht, denn es existierte zu der Zeit noch nicht. Sie durchforschten die hebräischen Schriften, das Alte Testament. Die Beröer waren edel, weil sie überprüften, ob Paulus Lehren in Harmonie mit dem Paulus schreibt BriefeAlten Testament waren. Wenn Seine Lehren nicht mit den Schriften des Alten Bundes übereingestimmt hätten, hätten sie diese Lehren nicht akzeptiert.

Wenn unsere Auslegung der Briefe Paulus (oder andere Schreiber des Neuen Testaments) nicht in Harmonie mit dem Alten Testament sind, dann können wir wissen, dass wir ihre Darlegungen nicht im richtigen Zusammenhang sehen. Bevor wir nun auf die einzelnen Schriftstellen Paulus‘ eingehen, lasst uns erst herausfinden, was uns die Schriften des Alten Bundes über das Gesetz sagen.

  

Das Gesetz JAHUWAHs


Im Folgenden werden Verse aus der Bibel (besonders aus dem Alten Testament) aufgezeigt, welche vom Gesetz <8451> sprechen. Nach jedem Wort „Gesetz“ erscheint die Strongs Konkordanz Nummer für das hebräische Wort Gesetz, die in diesen Versen benutzt werden, um zu zeigen, dass es immer dasselbe hebräische Wort Torah ist. (Siehe hierzu auch Artikel über die Torah).

„Und auf den Berg Sinai bist Du herabgestiegen und hast vom Himmel her mit ihnen geredet. Und Du hast ihnen klare Rechtsbestimmungen und zuverlässige Gesetze <8451>, gute Ordnungen und Gebote gegeben.“ (Nehemia 9,13)

Beachte: die Gesetze sind zuverlässig und die Ordnungen und Gebote sind gut.

„Das Gesetz <8451> … [JAHUWAHs] ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis … [JAHUWAHs] ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise.“ (Psalm 19,8)

Beachte: Das Gesetz ist vollkommen. Es ist das Gesetz JAHUWAHs.

„Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und Dein Gesetz <8451> ist tief in meinem Innern.“ (Psalm 40,9)

Beachte: Das Gesetz sollte tief in unserem Innern sein. Das ist Gottes Wille und wir sollten es lieben.

„Glücklich sind, die im Weg untadelig sind, die im Gesetz <8451> … [JAHUWAHs] wandeln.“ (Psalm 119,1)

Beachte: Diejenigen, die Sein Gesetz befolgen (wandeln), werden gesegnet. Es ist das Gesetz JAHUWAHs.

„Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus Deinem Gesetz <8451>.“ (Psalm 119,18)

Beachte: Es sind Wunder in diesem Gesetz enthalten und man sollte beten, um sie zu finden und zu verstehen.

„Halten will ich Dein Gesetz <8451> beständig, immer und ewig.“ (Psalm 119,44)

Beachte: Das Gesetz ist etwas, das immer und ewig gehalten werden soll.

„Die Übermütigen haben mich über die Maßen verspottet, aber von Deinem Gesetz <8451> bin ich nicht abgewichen.“ (Psalm 119,51)

Beachte: Das Gesetz wird befolgt, selbst wenn man dafür verspottet wird.

“Wasserbäche fließen herab aus meinen Augen, weil man Dein Gesetz <8451> nicht hält.“ (Psalm 119,136)

Beachte: Man sollte traurig sein, wenn dem Gesetz kein Gehorsam geschenkt wird.

„Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und Dein Gesetz <8451> ist Wahrheit.“ (Psalm 119,142)

Beachte: Das Gesetz ist die Wahrheit.

„Nahe sind gekommen, die mich arglistig verfolgen. Fern sind sie von Deinem Gesetz <8451>. Du bist nahe, … [JAHUWAH], und alle Deine Gebote sind Wahrheit. Längst habe ich aus Deinen Zeugnissen erkannt, daß Du sie gegründet hast auf ewig. Sieh mein Elend an und errette mich! Denn Dein Gesetz <8451>  habe ich nicht vergessen.“ (Psalm 119,150-53)

Beachte: Wenn man sich an das Gesetz erinnert, führt dies zur Errettung.

„Großen Frieden haben die, die Dein Gesetz <8451> lieben. Sie trifft kein Straucheln.“ (Psalm 119,165)

Beachte: Das Gesetz bringt denen großen Frieden, die es lieben.

„Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung <8451> ein Licht, und ein Weg zum Leben sind Ermahnungen der Zucht“ (Sprüche 6,23)

TorahBeachte: Das Gesetz ist Licht.

„Die Weisung <8451> des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen den Fallen des Todes.“ (Sprüche 13,14)

Beachte: Das Gesetz ist eine Quelle des Lebens und errettet vom Tod.

„Wer das Gesetz <8451> befolgt, ist ein verständiger Sohn; wer sich aber mit Schlemmern einläßt, macht seinem Vater Schande.“ (Sprüche 28,7)

Beachte: Das Gesetz macht verständig.

„Wer sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes <8451>, dessen Gebet sogar ist ein Greuel.“ (Sprüche 28,9)

Beachte: Die Gebete derjenigen, die das Gesetz nicht hören und halten wollen, sind ein Greuel.

„Wenn keine Offenbarung da ist, verwildert ein Volk; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz <8451> beachtet!“ (Sprüche 29,18)

Beachte: Demjenigen geschieht wohl, der das Gesetz hält.

„Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg … [JAHUWAHs], zum Haus des Gottes Jakobs, daß Er uns aufgrund Seiner Wege belehre und wir auf Seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung <8451> ausgehen und das Wort … [JAHUWAH] von Jerusalem.“ (Jesja 2,3)

Beachte: Das Gesetz ist das Wort JAHUWAHs.

„Höre es, Erde! Siehe, Ich bringe Unheil über dieses Volk, die Frucht ihrer Gedanken. Denn auf Meine Worte haben sie nicht geachtet, und MeinGesetz <8451>  - sie haben es verworfen“ (Jeremia 6,19)

Beachte: Unheil wird über diejenigen kommen, die das Gesetz verwerfen.

„Sondern das ist der Bund, den Ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht … [JAHUWAH]: Ich werde; Mein Gesetz <8451>  in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und Ich werde ihr Gott sein, und sie werden Mein Volk sein. (Jeremia 31,33)

Beachte: Das Gesetz, das in unsere Herzen geschrieben ist, bedeutet, dass wir Gottes Kinder sind.

„Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe Ich dich, daß du mir nicht mehr als Priester dienst. Du hast das Gesetz<8451> deines Gottes vergessen, so vergesse auch ich deine Kinder.“ (Hosea 4,6)

Beachte: Das Gesetz vergessen bedeutet, ein „Mangel an Erkenntnis“; Gott JAHUWAHs Volk wird deshalb verworfen.

„Schreibe ich ihm zehntausendfach Meine Gesetze <8451>  auf, wie Fremdes würden sie geachtet.“ (Hosea 8,12)

Beachte: Das Gesetz enthält große Dinge, aber die Menschen werden denken, dass es etwas Fremdes ist.

„Denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis bewahren, und Weisung <8451> sucht man aus seinem Mund; denn er ist ein Bote … [JAHUWAHs] der Heerscharen.“ (Maleachi 2,7)

Beachte: Das Gesetz ist Erkenntnis.

„Haltet im Gedächtnis das Gesetz <8451> Meines Knechtes Mose, dem Ich am Horeb für ganz Israel Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe. Siehe, Ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag … [JAHUWAHs] kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit Ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage.“ (Maleachi 3,23-24)

Beachte: Man muss sich an das Gesetz erinnern, gerade bevor der TAG JAHUWAHs kommt.

"Nach dem Gesetz <8451> und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben." (Jesaja 8,20).

   

Was genau ist denn nun das Gesetz <8451>?


Es ist die Thora! Das Wort, das ins deutsche mit „Gesetz“ (Konkordanz Nr. 8451) übersetzt wird, ist das Wort Torah.

„Das Wort ‚Torah', das oft als ‚Gesetz‘ falsch übersetzt wird, kommt von der hebräischen Wurzel yud, reish, hey [yarah] und bedeutet ‚Anweisung‘ oder ‚Lehre‘.“ (Interpreting Judaism, Steven Kepnes, S. 221)

„Zu oft wurde die ganze Geschichte hindurch das Wort [Torah] als „Gesetz“ übersetzt, wenn es eigentlich als ‚Anweisungen‘ übersetzt werden sollte. Die Torah ist Gottes Anweisung für die Welt.“ (Torah for Dummies, Arthur Kurzweil, S. 53)

Wenn man unter diesem Gesichtspunkt Jesaja noch mal liest, ergibt das einen viel weiteren Sinn:

"Nach der Torah <8451> und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben."

Warum sollte die Torah, oder Teile davon abgeschafft sein? Sollten all die oben genannten Verse über die Thora <8451> falsch sein? Oder sind vielleicht unsere Auslegungen über bestimmten neutestamentlichen Passagen falsch? Um Licht in diese Schriftstellen zu bringen, lasst uns zuvor noch kurz die „Feste JAHUWAHs“ im Alten Testament beleuchten.

  

Die Feste JAHUWAHs

Näheres zu diesen Festen siehe 3. Mose 23.

Die biblischen Feste JAHUWAHs„Und … [JAHUSCHUAH] redete zu Mose:  Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste … [JAHUWAHs], die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, Meine Feste sind diese: Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tag ist ein ganz feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung. Keinerlei Arbeit dürft ihr tun; es ist ein Sabbat für … [JAHUWAH] in all euren Wohnsitzen. Dies sind die Feste … [JAHUWAHs], heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden, ist Passah [für JAHUWAH]….“ (3. Mose 23,1-4)

Der Siebente-Tag-Sabbat gehört zu den Festtagen. Wenn Du die Festtage ans Kreuz nagelst, dann nagelst du den Siebenten-Tag- Sabbat mit ans Kreuz.

Es mögen nun welche denken: Die jährlichen Sabbate oder Feste waren dazu da, um die Tiere zu opfern … Vermische den wöchentlichen Sabbat nicht damit … Wir müssen keine Tiere mehr opfern und müssen deshalb auch die jährlichen Festsabbate nicht mehr halten …

Auch an den wöchentlichen Sabbattagen wurden Opfer dargebracht:

„Und am Sabbattag zwei einjährige Lämmer ohne Fehler und als Speisopfer zwei Zehntel Weizengrieß, gemengt mit Öl, und das dazugehörige Trankopfer. Es ist das Brandopfer des Sabbats an jedem Sabbat, zusätzlich zum regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Trankopfer.“ (4. Mose 28,9-10)

Somit ist das Argument falsch, die Festsabbate seien abgeschafft, weil an diesen Tagen geopfert wurde. Wie gezeigt, wurden auch am Siebenten-Tag-Sabbat ganz spezielle Opferungen durchgeführt. Deshalb ist es kein Grund die jährlichen Feste oder den Siebenten-Tag-Sabbat abzuschaffen.

Manche mögen denken: „Es macht nicht wirklich einen Unterschied, weil die jährlichen Feste nur für die Juden galten. Der wöchentliche Sabbat ist jedoch der „Tag des HERRN“, er ist für alle Menschen, nicht aber die jährlichen Festsabbate …

Weder der wöchentliche Sabbat, noch die jährlichen Feste, sind Feiertage, die nur den Juden vorbehalten sind. Wir können nicht vom „jüdischen Sabbat“ oder von den "jüdischen Festen" sprechen, denn es ist „JAHUWAHs Sabbat“ und es sind "JAHUWAHs Feste", die Feste des allmächtigen Schöpfergottes:

Die Feste … [JAHUWAHs] (3. Mose 23,2)
Dies sind Meine [JAHUWAHs] Feste (3. Mose 23,3)
Die Feste … [JAHUWAHs] (3. Mose 23,4)
… [JAHUWAHs] Passah (3. Mose 23,5)
Die Feste … [JAHUWAHs] (3. Mose 23,37)
Die Feste … [JAHUWAHs] (3. Mose 23,44)

Die Bibel besagt also eindeutig, dass es Feste für … [JAHUWAH] sind.

„Auch lügt Der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist Er, daß ihn etwas gereuen könnte.“ (2. Samuel 15,29)

„Nein, Ich, JAHUWAH, Ich habe mich nicht geändert“ (Maleachi 3,6)

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.“ (Jakobus 1,17)

Wenn die jährlichen Festsabbate JAHUWAHs Feste im Alten Testament sind, und Er sich nicht ändert, warum sollten dann der Siebente-Tag-Sabbat oder die jährlichen Feste heute nicht mehr Seine Feste sein?

Einige mögen denken „schön, sie sind auch Gottes Feste, aber wurden sie nicht an Israel am Berg Sinai gegeben? Es gibt keine Aufzeichnung, dass diese Feste vor der Zeit am Berg Sinai gehalten wurden. Sie müssen deshalb nur für die Juden gegolten haben. In den Artikeln über den "Siebente-Tag-Sabbat“ wurde bereits auf den Sabbat eingegangen, deshalb geht es im Folgenden nur um die jährlichen Feste:

 

Lange vor der Zeit am Berg Sinai:

„dafür, daß Abraham Meiner Stimme gehorcht und Meine Vorschriften gehalten hat, Meine Gebote, Meine Ordnungen und Meine Gesetze.“ 1. Mose 26,5)

Die Feste sind Teil von Gott JAHUWAHs Vorschriften. Auch Abraham hat diese Feste gehalten.

„Als er jedoch sehr in sie drang, kehrten sie bei ihm [Lot] ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, backte ungesäuertes Brot, und sie aßen.“ (1. Mose 19,3)

Auch Lot hielt das Fest der Ungesäuerten Brote.

Manche mögen denken: „Ich bin nicht wirklich sicher, was diese Verse betrifft, sie erscheinen nicht sehr überzeugend. Ich denke immer noch, dass die Feste am Berg Sinai gegeben wurden. Deshalb waren sie nur für die Juden und nicht für uns. Der Siebente-Tag-Sabbat auf der anderen Seite wurde bei der Schöpfung gegeben, damit gilt er für jeden, nicht nur für die Juden.“

Am vierten Tag der Schöpfung:

„Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten (Nr. 4150) und Tagen und Jahren; „ (1. Mose 1,14)

„Er hat den Mond gemacht zur Zeitbestimmung (Nr. 4150)." (Psalm 104,19, Schlachter 2000)

"Er hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten (Nr. 4150)." (Psalm 104,19, Elberfelder 1905)

MondphasenDas Wort „Zeiten“ oder „Zeitbestimmung“ (Strongs Konkordanz Nr. 4150) in diesen beiden Texten wurde vom hebräischen Wort „Mo’ed“ (4150) oder Mo’edim (plural) übersetzt. Das bedeutet „festgesetzte Zeit", "Festzeit", "Zusammenkunft", "Verabredung", "Versammlung", "Termin".

Manche mögen denken: „ich bin immer noch nicht überzeugt… Nur weil Gott den Mond für die Mo’edim oder „festgesetzten Zeiten“ bestimmt hat, was hat das mit den Festen zu tun? Sicherlich können diese Mo’edims oder festgesetzten Zeiten einfach nur Monate bedeuten. Gott hat den Mond gemacht, sodass wir sehen, wenn ein Monat rum ist, nicht war?“

„So sollst du denn diese Ordnung zu ihrer bestimmten Zeit<4150> von Jahr zu Jahr halten.“ (2. Mose 13,10)

„Die Söhne Israel sollen das Passah feiern zu seiner festgesetzten Zeit <4150>;“ (4. Mose 9,2)

„Dies sind die Feste … [JAHUWAHs], heilige Versammlungen <4150>, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit <4150>“ (3. Mose 23,4)

In diesen obigen Versen, sind die Wörter Feste <4150> und Zeiten <4150> beide von demselben Wort mo’edim <4150> übersetzt.

„Dies sind die mo’edim <4150>, … [JAHUWAHs], heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer mo‘edim <4150>“ (3. Mose23,4)

Noch einmal, das Wort Fest <4150> wird vom hebräischen Wort Mo’ed <4150> oder Mo’edim (plural) übersetzt, was „festgesetzte Zeiten“, "Festzeiten", "Versammlung", usw. bedeutet.

„Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Mo‘edim <4150 Festzeiten> und Tagen und Jahren; „ (1. Mose 1,14)

„Er hat den Mond gemacht zur mo‘edim <4150 Festzeiten> (Psalm 104,19)

Der Allmächtige hat den Mond geschaffen, damit wir wissen, wann wir Seine mo’edim <4150> halten sollen, Seine „festgesetzten Zeiten“ oder „Feste“.

Manche mögen denken: „das ist interessant … aber wenn das wirklich der Fall ist, hätten dann nicht JAHUSCHUAH und die Apostel diese Feste auch gehalten?“

Genau das taten sie!

„Geht ihr hinauf zu diesem Fest! Ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest; denn Meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Nachdem Er dies gesagt hatte, blieb Er selbst in Galiläa. Als aber Seine Brüder hinaufgegangen waren, da ging auch Er hinauf zum Fest, nicht öffentlich, sondern wie im Verborgenen. Die Juden nun suchten Ihn auf dem Fest und sprachen: Wo ist jener? Und viel Gemurmel war über ihn unter den Volksmengen; die einen sagten: Er ist gut; andere sagten: Nein, sondern Er verführt die Volksmenge. Niemand jedoch sprach öffentlich von Ihm aus Furcht vor den Juden. Als es aber schon um die Mitte des Festes war, ging … [JAHUSCHUAH] hinauf in den Tempel und lehrte.“ (Johannes 7,8-14)

„Und Seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem. Und als Er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes;“ (Lukas 2,41-42)

„Als Er aber zu Jerusalem war, am Passah, auf dem Fest, glaubten viele an Seinen Namen, als sie Seine Zeichen sahen, die Er tat.“ (Johannes 2, 23).


Beispiele für den Siebenten-Tag-Sabbat:
Markus 1,21; Markus 6,2; Lukas 4,16; Lukas 4,31; Lukas 13,10 usw.

Beispiele für jährliche Festsabbate: Laubüttenfest – Johannes 7,8-14; Johannes 7,37. Passah – Lukas 2,41-42; Johannes 2,23.

Jetzt werden einige einwenden, "das mag ja sein, dass JAHUSCHUAH diese Feste hielt; das war aber vor Seinem Tod. Danach war es nicht mehr nötig, diese Feste zu halten." Nachdem ihr geliebter Heiland zum Himmel auffuhr, war es jedoch den Aposteln sehr wichtig, diese Feste zu halten:

Apostel stechen in See„Und als wir von da abgesegelt waren, kamen wir am folgenden Tag Chios gegenüber an; am anderen Tag aber legten wir in Samos an und kamen am folgenden Tag nach Milet; denn Paulus hatte sich entschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, damit er nicht veranlaßt würde, in Asien Zeit zu versäumen; denn er eilte, um, wenn es ihm möglich wäre, am Pfingsttag in Jerusalem zu sein.“ (Apostelgeschichte 20,15-16)

„Sondern nahm Abschied von ihnen, indem er sprach: ich muss unter allen Umständen das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern; ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will! Und er segelte von Ephesus ab.“ (Apostelgeschichte, 18,21)

„wir aber segelten nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage verweilten.“ (Apostelgeschichte 20,6)

„Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum laßt uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit!“ (1. Korinther 5,7-8)

„Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben,“ (1. Korinther 16,89)

Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apostelgeschichte 2,1-4)

„Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war…“ (Apg. 2,1)

Das Ausgießen des Heiligen Geistes JAHUWAHs geschah während des Pfingstfestes, lange nachdem JAHUSCHUAH am Kreuz starb. Der Tag des Pfingstfestes hätte nicht voll erfüllt werden können, wenn es am Kreuz seine Gültigkeit verloren hätte. Die Apostel und frühen jüdischen und heidnischen Christen hielten die Feste, nachdem JAHUSCHUAH ans Kreuz genagelt wurde.

Siebenter-Tag-Sabbat: Apg. 13,42; Apg. 13,44; Apg. 17,2; Apg. 18,4; Hebräer 4,4; Hebräer 4,9-11.
Jährlichen Sabbate: Apg. 2,1-4; Apg. 20,6; Apg. 18,21; Apg. 20,16; 1. Kor. 5,7-8; 1. Kor. 16,8.

Paulus hielt die Feste und er schreibt:

„Ich bitte euch nun, seid meine Nachahmer!“ (Apg. 4,16).

Unser Erlöser hielt die Feste und Petrus schreibt:

„Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt“ (1. Petrus 2,21)

   

Was war es aber, das mit dem Kreuzestod JAHUSCHUAHs ein Ende fand?


„Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen, eine Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird Er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. “ (Daniel 9,27) 

Opferaltar vor der StiftshuetteEs ist das gesamte Opfersystem mit seinen Tieropfern und Gaben, die am Kreuz aufhören sollten. Denn dieser Priesterdienst mit den Tier- und Speiseopfern war ein Vorschatten auf den Tod des Messias an unserer statt. In dem Moment als JAHUSCHUAH starb - "zur neunten Stunde" (Markus 15,33; 15 Uhr Nachmittag) zerriss der Vorhang im Tempel "von oben bis unten entzwei" (Matthäus 27,21), der das Heilige mit dem Allerheiligsten verband. Denn der Weg zum himmlischen Heiligtum war "noch nicht offenbar gemacht, solange das vordere Zelt Bestand hatte" wo "Gaben und Opfer dargebracht werden", "die bis zu der Zeit auferlegt sind, da eine bessere Ordnung besteht". (siehe Hebräer 9,8-10). In Hebräer 9 und 10 wird ausführlich das "Ende der Speise und Tieropfer" erklärt:

"Als aber der Messias kam als ein Hohepriester der zukünftigen Heilsgüter, ist Er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht,

[im Gegensatz zur Stiftshütte und später dem Tempel, die nur ein Abbild des himmlischen Heiligtums waren]

das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böken und Kälbern, sondern mit Seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. Denn wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten reinigt zur Reinheit des Fleisches,

[Reinigung von Sünde, Reinigung von der Gesetzesübertretung]

wieviel mehr wird das Blut des Messias, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer ... [JAHUWAH] dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken,

[Opferungen, zeremonielle Handlungen, usw.]

damit ihr dem lebendigen Gott [JAHUWAH] dienen könnt.

[JAHUWAH dienen heißt, Sein Gesetz LEBEN]

Darum ist Er auch der Mittler eines Neuen Bundes, damit - da Sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen -

[Reinigung von der Übertretung des Gesetzes; das bedeutet nicht das Freiwerden vom Gesetz selbst!]

Die Stiftshüttedie Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat; denn ein Testament tritt auf den Todesfall hin in Kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament gemacht hat. Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht. Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk verkündet worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und besprengte sowohl das Buch selbst [die Thora, das Gesetz] als auch das ganze Volk, wobei er sprach. "Dies ist das Blut des Bundes, den ... [JAHUWAH] mit euch geschlossen hat!". Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut; und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.

[sowie im alten Bund der Mensch aufgrund seiner Übertretung des Gesetzes mit dem Blut der Kälber und Böcke gereinigt werden musste, so ist er nun im Neuen Bund durch das Blut JAHUSCHUAHs ein für alle mal für seine begangenen Gesetzesübertretungen gereinigt]

So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in eine Nachbildung des wahrhaftigen, ist der Messias eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gott [JAHUWAHs] zu erscheinen. ... Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heilsgüter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst,

[das Gesetz führt jetzt über JAHUSCHUAH dem Messias zu Seinem Vater und damit zum Ewigen Leben.]

so kann es [das Gesetz] auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen.

[es, das Gesetz selbst, kann nicht vollkommen machen; es wurde übertreten. Durch die Opferungen wurde der Mensch an die Gesetzesübertretungen (Sünden) erinnert, aber diese Opferungen können ihn nicht vollkommen machen, den die Vollkommenheit des Gesetzes wurde damit nicht wieder hergestellt.]

Der irdische Tempel mit dem Heiligtum und das himmlische HeiligtumHätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten? Stattdessen geschieht durch diese Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen! ... Denn nachdem zuvor gesagt worden ist: 'Das ist der Bund, den Ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht ... [JAHUWAH]: Ich will Meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben',

[durch die Gerechtigkeit JAHUSCHUAHs werden wir JAHUWAHs Gesetz von Herzen befolgen, es wird ein Teil von uns sein, es ist vollkommen in unseren Herzen, wenn wir gewillt sind, JAHUSCHUAH, unseren Erlöser nachzufolgen]

sagt Er auch: 'An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeit will Ich nicht mehr gedenken.'

[die Gesetzlosigkeit, die wir begangen haben. Aber JAHUSCHUAH sagt auch: "sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt" (Johannes 5,14). Sünde erkennen wir aber nur, durch das Gesetz (Römer 3,20); denn ohne das Gesetz gibt es keine Sünde. (Römer 7,8)]

Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für die Sünde." (Hebräer 9,11 bis 10,18)

Nachdem sich JAHUSCHUAH selbst für die Gesetzesübertretungen der Menschen geopfert hatte, wurden die Tier- und Speiseopfer sinnlos und fanden damit ein Ende. JAHUWAHs Gesetz, JAHUWAHs Sabbate und Seine Feste sind hier nicht mit eingeschlossen. Es gibt keine einzige Stelle in der Bibel, die besagt, dass JAHUWAHs Heilige Festtage am Kreuz abgeschafft wurden.

Manche mögen trotzdem denken „was ist mit all den Versen, die Paulus im Neuen Testament schrieb? Hat er nicht klar geschrieben, dass die Feste und Sabbate abgeschafft wurden?“

Nein! Lasst uns nun wie die Beröer an diese schwierigen paulinischen Textstellen herangehen. Wie sind die Stellen, die scheinbar das Gesetz samt den Festen JAHUWAHs ungültig machen, zu verstehen?

   

Das Gesetz in Kolosser 2,14-17:


„Er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem Er sie ans Kreuz heftete. Als Er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte Er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.

Die Aussage, dass sich „die gegen uns gerichtete Schuldschrift, die durch Satzungen uns entgegenstand“ auf das Gesetz Moses bezieht, lässt die meisten modernen Christen zu dem Schluss kommen, dass das Gesetz, in Teilen oder vollständig, abgetan und ans Kreuz genagelt wurde. Im Folgenden sind einige Beispiele dieser Schlussfolgerung aus verschiedenen Quellen:

„Jesus hat die Satzungen abgeschafft; somit müssen wir das Gesetz hinsichtlich Essen, heilige Tage oder Sabbate (Kolosser 2,16) nicht halten. Der Sabbat ist eines der Zehn Gebote. Da alle alttestamentlichen Gesetze abgeschafft wurden, schließt dies die Zehn Gebote ein, einschließlich des Sabbats.“ (Gospelway.com „Old Testament Laws“)

„Wie in Kolosser 2,14-16 mitgeteilt wurde, wurde das Sabbatgebot abgeschafft. Das bedeutet, dass unter dem Gesetz des Neuen Bundes 9 von 10 Gebote weiterhin Gültigkeit haben und eines wurde abgeschafft.“ (Bible.ca „Sabbath Keepers Refuted“)

Was sagen die Siebenten-Tag Adventisten?

„[der Ausdruck] Sabbattage können sich nicht auf den wöchentlichen Sabbat des vierten Gebotes beziehen, sondern müssen sich auf die zeremoniellen Ruhetage beziehen.“ (SDA Bible Commentary, Bd. 7, S. 205)

Was aber sagt die Bibel?

 

Die gegen uns gerichtete Schuldschrift

Schuldschein ans Kreuz geheftetDie Frage ist nun, was wurde ans Kreuz geheftet? Der gesamte theologische Streitpunkt liegt in dem Satz: „Er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem Er sie ans Kreuz heftete“ (Kolosser 2,14). Im Grunde ist es das eine Wort, welches für Verwirrung sorgt: „Schuldschrift“. Was ist mit der „Schuldschrift“ (andere Übersetzungen: Schuldschein oder Handschrift) gemeint? Können wir aus der Bibel beweisen, dass diese Schuldschrift das gesamte Gesetz und alle Verordnungen bedeutet?

Da Paulus ein Forscher der alttestamentlichen Schriften war (Paulus war ein Rabbiner, ein Schriftgelehrter, der die Schriften des Alten Bundes sehr gut kannte und beherrschte), sollten wir die Schrift benutzten, die Paulus und die griechisch sprechenden Juden verwendeten. Dies war die Septuaginta. Septuaginta ist der griechische Name für die Übersetzung der jüdischen Schriften: das Alten Testament.

„Die Schreiber des Neuen Testaments waren auch stark von der Septuaginta abhängig, da die Mehrheit der alttestamentlichen Zitate, die im Neuen Testament aufgeführt sind, direkt aus der Septuaginta zitiert wurden.“ (Septuagint.net „Influence on Christianity“).

So auch Paulus; er zitierte viele Stellen aus der Septuaginta. Wenn Paulus tatsächlich aussagen wollte, dass das Gesetz Mose mit all seinen Verordnungen abgeschafft sei, und er sich mit dem Wort „Schuldschrift“ darauf bezieht, dann sollte er mit diesen Gesetzen und Verordnungen auf  die Thora (den 5 Büchern Mose) verweisen, weil hier die Gesetze und Verordnungen definiert sind. Paulus hat nicht einfach nur zufällige Worte für das Gesetz benutzt. Wenn er über das Gesetz spricht, welches in der Thora beschrieben ist, dann hat er auch dieselben Ausdrücke benutzt.

Das hebräische Wort in den Schriften des Alten Bundes für Gesetz ist „Torah“. Das griechische Wort für Torah ist „Nomos“ (Strongs Konkordanz Nr. 3551). Genau dieses Wort erscheint auch 197 Mal in den Schriften des Neuen Bundes. Es taucht jedoch kein einziges Mal im Kolosserbrief auf. Woher hat also Paulus das Wort „Schuldschein“ und was bedeutet es? Es hat keine klare Verbindung zu irgendeinem Gesetz im Alten Testament. Gehen wir zurück zu Kolosser und lesen den fragwürdigen Text im Kontext, Kolosser 2,11-14:

„In Ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Messias, da ihr mit Ihm begraben seid in der Taufe. In Ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gott [JAHUWAHs], der Ihn aus den Toten auferweckt hat.

Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit Ihm lebendig gemacht, indem Er euch alle Übertretungen vergab;.

Er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem Er sie ans Kreuz heftete. Als Er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte Er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. “

Was bedeuten diese verschiedenen Metapher:

„Beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist“

→ gewillt sein, Gottes Willen zu tun

„Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünde“

→ Der Versuchung zu widerstehen und der Sünde zu entfliehen

„Mit Ihm begraben in der Taufe“

→ Taufe = von Sünde reinzuwaschen

Im Kontext bedeutet dies, dass alle Sünden vergeben sind und der Mensch neugeboren ist. Es bedeutet nicht, dass man nun weiter sündigen kann.

JAHUSCHUAH hat das Gesetz wieder aufgerichtetWas ist nun eine „Schuldschrift“? Zur Zeit des Messias war es Brauch, dass man einen Zettel über dem Gekreuzigten an das Kreuz schlug, auf dem stand, für welche Schuld dieser Mensch mit dem Tod bestraft wird. Wenn unser Erlöser nicht am Kreuz für unsere Sünden gestorben wäre, dann müssten wir am Kreuz hängen. Und was denkst du, was dann dort stehen würde? Unsere Sünden! Es wäre eine sehr lange Liste, die dort hängen würde.

Diese Schuldschrift ist nicht das Gesetz selbst, das ans Kreuz genagelt wurde, sondern unsere Sünden, die Übertretungen des Gesetzes!

Unser Erlöser hat die Schuldschrift gegen uns „gelöscht“. Die Schuldschrift, die durch die Satzungen uns entgegen stand, ist nicht das Gesetz selbst, sondern das Buch unserer Sünden. Es ist unser Verschulden dem Gesetz gegenüber. Das ist es, was gegen uns ist! Das ist es, was ans Kreuz genagelt wurde.

"Die Schuldschrift auslöschen“, ist ein juristischer Ausdruck, dessen Bedeutung und Anwendung vom griechisch-römischen Rechtssystem kommt. Paulus benutzt eine juristische Terminologie, um zu zeigen, wie JAHUWAH rechtlich mit unseren Sünden umgeht und nicht wie Er mit dem Gesetz umgeht. Die Schuldschrift wurde aus der „Mitte“ fortgeschafft. In manchen Bibeln steht anstelle „Mitte“ „Weg“. Das griechische Wort ist jedoch „Mesos“, was Mitte bedeutet. Warum ist das wichtig?

„Jüngste Studien haben Licht auf die Bedeutung von cheirographon [Schuldschrift] geworfen, das nur einmal in der Schrift (Kolosser 2,14) vorkommt. Sein Gebrauch in der apokalyptischen Literatur deutet darauf hin, dass cheiropraphon das Buch der Sünden oder ein Zertifikat der Sündenschuld bedeutet, aber nicht das Moral- oder Zeremonialgesetz. Diese Sicht wird auch von dem Satz ‚und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft‘, unterstützt. Die Mitte war die Position im Zentrum des Gerichts oder der Versammlung, wo der anklagende Zeuge stand. In Verbindung mit Kolosser ist der anklagende Zeuge das Buch der Sünde, das Gott in Christus ausgetilgt und aus dem Gericht entfernt hat. Wir schließen daraus, dass das Dokument, das ans Kreuz geschlagen wurde, nicht das Gesetz im Allgemeinen oder der Sabbat im Besonderen war, sondern vielmehr das Buch des Lebens, wo unsere Sünden aufgezeichnet sind. Jeder Versuch etwas in Verbindung mit dem Sabbat oder irgendeiner alttestamentlichen Verordnung hineinzulesen, ist eine ungerechtfertigte grundlose Phantasie.“ (aus dem Englischen übersetzt, Dr. Samuele Bacchiocchi, “The Sabbath in the New Testament”, S. 111)

Paulus spricht in diesen Versen in Kolosser 2 auch von Beschneidung, denn die Beschneidung steht für die neutestamentliche Taufe. Er zeigt dies auf, weil sie für die Reinigung der Sünden steht. Paulus erzählt den Kolossern (die Heiden waren und lernen mussten, ihre heidnischen Gewohnheiten abzulegen), dass sie nicht diese ganzen Regeln und Zeremonien durchführen müssen, um gerettet zu sein, denn JAHUSCHUAH hat ihnen vergeben. Das hat aber nichts mit dem Gesetz zu tun. Aber lass uns nun den nächsten Vers genauer anschauen:

„So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.“ (Vers 16)

Viele nehmen nun an, dass die Feste, Neumonde und Sabbate die falschen Lehren sind, gegen die Paulus kämpfte. Sie nehmen an, dass die heidnischen Kolosser diese Feste nicht hielten, sondern nur die Häretiker. Lasst uns nun weiterlesen, die Verse 20-22.

Bitte beachte, dass Paulus in diesen Versen von menschlichen Satzungen spricht:

„Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt: Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht!  - was doch alles zur Vernichtung durch den Gebrauch bestimmt ist - nach den Geboten und Lehren der Menschen?“ (Verse 20-22)

Hier – im Gegensatz zu Vers 16 – können also nicht die Feste, Neumonde und Sabbate des Alten Testaments gemeint sein, denn das waren nie „Lehren der Menschen“. Paulus war ein Jude der Juden, ein Pharisäer der Pharisäer, er hätte sich niemals auf die Thora als „Lehren der Menschen“ bezogen. Das ist undenkbar. Die Feste, Neumonde und Sabbate sind in der Thora eindeutig als Gesetze des Allmächtigen definiert. Nicht einmal ein ungelehrter Jude würde sich bei den Gesetzen der Thora auf Lehren der Menschen beziehen.

Was meinte er aber nun? Paulus sprach zu den Heiden, die sich bekehren ließen. Er warnte aber vor den falschen Lehrern, die Ihnen sagen wollten WIE sie diese Feste halten sollten.

„Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht!“ Diese falschen Lehrer wollten ihnen weismachen: „Wenn ihr wirklich gerettet sein wollt, dann müsst ihr auf eine bestimmte Weise essen und trinken; und beobachtet die Feste, Neumondtage und Sabbate auf ganz bestimmte Art und Weise.“ Es sind die Satzungen der Juden gewesen und sind es noch (Talmud), die solche Menschenlehren aufstellen und die Menschen unterjochen.

JAHUSCHUAH warnt die PharisäerIm Jüdischen Talmud befinden sich z.B. unzählige Regelungen, die den Sabbat betreffen. So ist es z.B. nicht erlaubt, am Sabbat weiter als genau 1 Kilometer zu gehen; es ist nicht erlaubt, eine Kerze oder ein Feuer anzünden, auch darf kein Lichtschalter oder Aufzugsknopf betätigt werden; es dürfen keine Gegenstände getragen werden, z.B. keine Tasche oder Kugelschreiber; das Schreiben von zwei Buchstaben ist verboten; die Frauen dürfen in der Synagoge nicht bei den Männern sitzen… und vieles, vieles mehr.

JAHUSCHUAH warnte die Pharisäer deshalb:

„Wehe auch euch Gesetzesgelehrten! Denn ihr ladet den Menschen unerträgliche Bürden auf." (Lukas 11,46)

Paulus verdammt die "Feste, Neumonde und Sabbate" nicht. Er geht vielmehr auf diese, von den Pharisäern den Menschen selbst auferlegten Bürden und Regeln ein. Was bedeutet aber nun, dass diese Feste, Neumonde und Sabbate "ein Schatten der künftigen Dinge" sind?

Die Schatten der künftigen Dinge


So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen,
Die Feste, Neumonde und Sabbate sind ein Schatten, der Dinge, die in der Zukunft noch kommen sollen. Bitte beachte, dass es heißt „der Dinge sind“, es heißt nicht „der Dinge, die waren“. Um das nun besser zu verstehen, lasst uns nochmals auf Hebräer 10,1-4 zurückkommen, wo derselbe Wortlaut benutzt wird:

"Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heilsgüter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen. Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten? Statt dessen geschieht durch diese Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen!"

Das Gesetz selbst ist kein Schatten. Das Gesetz enthält oder wirft einen Schatten, einen "Todesschatten". Warum? Weil das Gesetz uns unsere Sünden aufzeigt. Es zeigt, was Sünde ist. Wenn es kein Gesetz gibt, gibt es keine Sünde. Wo es kein Gesetz gibt, gibt es auch keine Gesetzesübertretung.  Wie in einem Spiegel wird die Sünde dadurch sichtbar.

Die Tieropfer des Alten Bundes und das vollkommene Opfer durch JAHUSCHUAHWas bedeutet aber Sünde? Was hat die Sünde zur Folge? Den Tod! (Römer 6,23) Jeder Mensch, der sündigt, muss sterben. Da es aber keinen sündenfreien Menschen gibt, muss jeder Mensch sterben (Römer 5,12). JAHUSCHUAH hat aber nun an unserer statt diesen Tod auf sich genommen, damit wir - trotz unserer begangenen Gesetzes-Übertretungen - das ewige Leben haben. Nur Er konnte dies vollbringen, weil Er der Sohn des allmächtigen Gott JAHUWAHs ist und niemals eine Sünde beging; Er hat nie das Gesetz der himmlischen Regierung übertreten, nicht im Himmel und auch nicht auf Erden. Die alttestamentlichen Tieropfer konnten das nicht bewerkstelligen, sie waren nur eine fortwährende Erinnerung der Sünden und der Gesetzesübertretungen. Jeder Mensch musste ein bestimmtes Tier opfern, wenn er eine Sünde begangen hatte. Je mehr Sünden begangen wurden, um so mehr Tiere mussten sterben. Es sollte den Menschen vor Augen führen, welches Leid die Sünde mit sich gebracht hat und welches Leid sie jedes Mal erzeugen, wenn sie sündigen, das heißt, wenn sie das Gesetz übertreten. Auch heute sollten wir uns immer wieder der Erlösertat JAHUSCHUAHs am Kreuz erinnern, damit wir mehr und mehr von der Sünde und der Gesetzesübertretung ablassen und uns in Seiner Gerechtigkeit heiligen lassen. Deshalb gedenken wir auch alljährlich zu Passah in Form des Abendmals an diese unendlich große Liebestat.  

 

Der Körper Christi


"die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat." (Kolosser 2,17; Schlachter)

„die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber (ist) Christi.“ (Kolosser 2,17; Elberfelder)

"welche sind ein Schatten der künftigen (Dinge), der Leib aber Christi." (Kolosser 2,17; Bengel)

Schlachter übersetzt den zweiten Halbsatz aus dem Griechischen ziemlich frei. Die Elberfelder-Bibel übersetzt in diesem Fall sehr genau. Das Wort „ist“ steht jedoch in Klammern, da es im Ursprungstext nicht enthalten ist. „die ein Schatten der künftigen Dinge sind; der Körper Christi aber selbst.“ Die meisten verbinden diese zwei Teile zu einem einzigen Satz. Dieser Satz machte einfach keinen Sinn, deshalb dachten die Übersetzer ein „ist“ hineinzusetzen oder ihn zu interpretieren, wie z.B. Schlachter, damit es mehr Sinn ergibt. Es macht aber schon Sinn, wenn man das ganze Kapitel im Zusammenhang liest. Lasst uns sehen, was Paulus ein Kapitel vorher über den "Leib Christi" schreibt:

„Und Er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde.“ (Kolosser 1,18)

„des Christus für Seinen Leib, das ist die Gemeinde.“ (Kolosser 1,24)

Der Körper der Gemeinde ist der Messias! Der letzte Teil des Verses 17 in Kolosser 2 bezieht sich auf Vers 16:

„So richte euch nun niemand [in dieser Angelegenheit] ... , aber der Körper Christi [welcher die Gemeinde ist]“

In anderen Worten, Paulus sagt den Kolossern, dass niemand sie in diesen Angelegenheiten, wie Essen, Trinken, Feste, Neumonde und Sabbate, richten soll, sondern nur die Gemeinde des Messias kann dies tun, d.h. Er selbst durch Seinen Heiligen Geist. Das heißt, es steht niemandem sonst zu, ihnen vorzuschreiben, WIE sie diese Feste halten sollen.

Paulus bezieht sich in Kolosser 2 überhaupt nicht auf das Gesetz, sondern auf JAHUWAHs Gnade und die Vollendung in JAHUSCHUAH, dem Messias. Das heilige Gesetz wurde nicht ans Kreuz genagelt. Was ans Kreuz genagelt wurde, sind unsere Sünden.

Unsere Sünden und Übertretungen wurden uns vergeben; deshalb, lasst euch von niemandem richten, sondern seid vielmehr der Gemeinde JAUSCHUAHs untertan, welche die wahre Gemeinde ist, nach dem Standard des Wortes JAHUWAHs.

StrafzettelWenn du einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens bekommst, und jemand bezahlt für dich die Rechnung, hebt dies dann die Geschwindigkeitsbegrenzung auf oder die Schuld für die Übertretung der Begrenzung? Es hebt NUR die Schuld für die Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf. Das Gesetz, das besagt, wie viele Kilometer pro Stunde du fahren darfst, hat selbstverständlich nach wie vor seine Gültigkeit. Unser Erlöser ist nicht gekommen, das Gesetz abzuschaffen, das heilig und gerecht ist, sondern um die Übertretungen dieses Gesetzes auszulöschen, unsere Sünden.

 

     

Feste, Neumonde und Sabbate


„So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats.“

Wie wir weiter oben gesehen haben, wenden die meisten Protestanten diesen Bibelverse falsch an, weil sie ihn nicht im Zusammenhang mit dem gesamten Kapitel Kolosser 2 verstehen. Sie nehmen fälschlicherweise an, dass der „Schuldschein“ das Gesetz bedeutet, welches ans Kreuz geheftet wurde und somit seien auch die „Feste, Neumonde und Sabbate“ ans Kreuz genagelt. Im Gegensatz zu den Siebenten-Tags-Adventisten gehen sie jedoch richtig in der Annahme, dass diese „Feste, Neumonde und Sabbate“ dieselben sind, wie sie in den Schriften des Alten Bundes angeführt werden.

Siebente-Tags-Adventisten haben jedoch immer behauptet, dass es sich bei dem hier angegebenen „Sabbat“ um einen jährlichen Sabbat handle. Lasst uns nun verschiedene Verse in den Schriften des Neuen Bundes untersuchen, wo „Sabbat“ erwähnt wird und anhand der Strong's Konkordanz feststellen, ob der wöchentliche Sabbat oder ein jährlicher Festsabbat gemeint ist. Hinter dem Wort „Sabbat“ wird immer die entsprechende Nummer der Strong’s Konkordanz hinzugefügt, um zu zeigen, dass das jeweilige Wort im griechischen Text immer dieselbe Bedeutung hat.

Matthäus 12,5:

„Oder habt ihr nicht in dem Gesetz gelesen, daß am Sabbat <4521> die Priester in dem Tempel den Sabbat <4521> entheiligen und doch schuldlos sind?“

Matthäus 12,19:

„Und siehe, da war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, am Sabbat <4521> zu heilen? damit sie ihn anklagen könnten.“

Matthäus 12,12:

„Wieviel wertvoller ist nun ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat <4521>  Gutes zu tun.“

Markus 3,4:

„Und Er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am  Sabbat <4521>   Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.“

Lukas 4,31:

„Und Er kam nach Kapernaum hinab, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie an den Sabbaten <4521>.“

Lukas 6,2:

„Einige der Pharisäer aber sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat <4521> nicht zu tun erlaubt ist?“.

Lukas 6,9:

„... [JAHUSCHUAH] sprach nun zu ihnen: Ich frage euch, ob es erlaubt ist, am Sabbat <4521>  Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben.“

Apostelgeschichte 17,2:

„Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten <4521>   mit ihnen aus den Schriften“.

 
„Sabbat“ =  Wöchentlicher Sabbat? 

In diesen acht Versen ist das Wort „Sabbat“ ohne Ausnahme das griechische Wort „Sabbaton“ (Strong’s Nr. 4521). In ALLEN Fällen ohne Ausnahme bezieht sich das Wort „Sabbat“ (Sabbaton) auf den wöchentlichen Sabbat.

Sabbaton (Srong’s Nr. 451) steht im Griechischen 68 Mal im Neuen Testament und bezieht sich in allen Fällen auf den wöchentlichen Siebenten-Tag-Sabbat. Das Wort „Sabbat“ in Kolosser 2,16 ist dasselbe griechische Wort „Sabbaton“ (4521), welche in den obigen acht Versen benutzt wird. Somit kann sich das griechische Wort Sabbaton in Kolosser 2,16 ebenfalls nur auf den wöchentlichen Sabbat beziehen. Zu diesem Schluss kommt jeder den Menschen bekannte Bibelkommentar; mit nur wenigen Ausnahmen, einschließlich des STA Bibelkommentars. 

Schauen wir uns nun die Konstellation „Feste, Neumonde und Sabbate“ in Kolosser 2,16 genauer an. Es gibt einige Texte in der Bibel, die genau diese Gruppierung aufweisen: Feste, Neumonde und Sabbate.

2. Chronik 23,31:

„und alle Brandopfer … [JAHUWAH] zu opfern an den Sabbaten, an den Neumonden und an den Festen, abgezählt nach der für sie geltenden Vorschrift, regelmäßig vor … [JAHUWAH].“

Alttestamentliche Schrift2. Chronik 2,3:

„Siehe, ich will dem Namen … [JAHUWAHs], meines Gottes, ein Haus bauen, um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Räucherwerk als Rauchopfer vor ihm darzubringen und um das ständige Schaubrot aufzulegen und morgens und abends Brandopfer zu opfern an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen … [JAHUWAHs], unseres Gottes. Das ist für ewig Israel auferlegt.“

 2. Chronik 8,13:

„und zwar nach der Bestimmung für jeden Tag, indem er opferte nach dem Gebot des Mose an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen dreimal im Jahr: Am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten.“

2. Chronik 31,3:

„Und ein Anteil des Königs von seinem Vermögen wurde für die Brandopfer gegeben, für die Morgen- und die Abendbrandopfer und für die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festzeiten, wie es im Gesetz … [JAHUWAHs] vorgeschrieben ist.“

Nehemia 10,33:

„für die Schaubrote und das regelmäßige Speisopfer und für das ständige Brandopfer und für die Opfer an den Sabbaten und  Neumonden, für die Festzeiten und für die heiligen Dinge und für die Sündopfer, um Sühnung zu erwirken für Israel und für alles Werk im Haus unseres Gottes.

Jesaja 1,13-14:

„Bringt nicht länger nichtige Speisopfer! Das Räucherwerk ist Mir ein Greuel. Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde und Festversammlung ertrage Ich nicht. Eure Neumonde und eure Feste haßt meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden, Ich bin es müde, sie zu ertragen.“

Hesekiel 45,17:

„Dem Fürsten aber obliegen die Brandopfer und das Speisopfer und das Trankopfer an den Festen und an den Neumonden und an den Sabbaten, zu allen Festzeiten des Hauses Israel. Er soll das Sündopfer und das Speisopfer und das Brandopfer und die Heilsopfer zubereiten, um dem Haus Israel Sühnung zu erwirken.“

 

In allen Versen werden drei Kategorien von Festen aufgezählt:

  • Jährlich              Feste oder Festzeiten
  • Monatlich          Neumonde
  • Wöchentlich      Sabbate

In den obigen Versen werden jährliche, monatliche und wöchentliche Festversammlungen immer zusammen in einem Satz genannt.

Kolosser 2,16:

„So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats“

Zur besseren Veranschaulichung eine übersichtliche Tabelle der Anordnungen der Feste, Sabbate und Neumonde in den verschieden Versen:

Tabelle

Es kann somit nur logisch und vernünftig gefolgert werden, dass sich die Gruppierung in Kolosser 2,16, wie in den anderen Versen, ebenfalls auf jährliche, monatliche und wöchentliche Sabbate beziehen. Es handelt sich bei Kolosser 2,16 also tatsächlich um die Feste, die bereits in den Schriften des Alten Bundes erwähnt werden. Der in Kolosser 2,16 erwähnte „Sabbat“ bezieht sich somit auf den Siebenten-Tag-Sabbat.

„Der STA-Bibelkommentar legt den Sabbaton (Sabbat) dahingehend aus, das er sich auf die jährlichen Festsabbate bezieht und nicht auf die wöchentlichen Sabbate. Es ist linguistisch unmöglich, den Sabbaton dahingehend auszulegen, dass er sich auf die anderen zeremoniellen Sabbate bezieht. Der zitierte Kommentar stützt seine Auslegung jedoch nicht auf einen grammatikalischen und linguistischen Gebrauch des Wortes Sabbaton, sondern vielmehr auf eine theologische Auslegung des Sabbats in Beziehung zu ‚Schatten‘ in Kolosser 2,17. Die theologische Auslegung des Bibelkommentars der Adventisten hinsichtlich des Sabbats ist kaum zu rechtfertigen.“ (Dr. Samuele Baccioncchi, “From Sabbath to Sunday”, S. 359)

“Die Bedeutung des Sabbats in Kolosser 2,16 ist der wöchentliche Sabbat. Wenn Paulus, indem er sich auf den Sabbat bezieht, hier die zeremoniellen Sabbate meint, hätte er sich unnötigerweise wiederholt.“ (Dr. Wlliam Richardson, Vorsitzender  des Fachbereiches Religion der Andrews Universität, Ministry, May 1997, S. 15).

Wiederholt sich Paulus unnötigerweise? Gemäß dem STA-Bibelkommentar würde sich Kolosser 2,16 dann so anhören:

„So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines jährlichen Festsabbats oder Neumondes oder jährlichen Festsabbats“.

„So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats“. Es gibt nur eine logische Schlussfolgerung: „Sabbat“ in diesem Vers bezieht sich auf den wöchentlichen Siebenten-Tag Sabbat.

Das Problem ist, dass Siebenten-Tag-Adventisten das Gesetz in zwei Teile teilen: das Moralgesetz und das Zeremonialgesetz. In vielen STA-Büchern und Veröffentlichungen wird es folgendermaßen dargestellt:

Zeremonialgesetz - Moralgesetz   

Diese Annahme wird gemacht, weil Mose das Mosaische Gesetz zusammen mit anderen Verordnungen, einschließlich der Feste auf Papier schrieb und es neben die Bundeslade legte. Siebenten-Tag-Adventisten argumentieren: Da das Moralgesetz nicht ans Kreuz genagelt worden sein kann, muss es das Zeremonialgesetz sein, dass ans Kreuz genagelt wurde. Somit wird der Siebente-Tag Sabbat (der ein Teil der Zehn Gebote ist) vor der Abschaffung geschützt. Es gibt aber ein Problem mit dieser Theorie:

  • Die Grammatik wird ignoriert
  • Die Linguistik wird ignoriert
  • Der Textzusammenhang wird ignoriert
  • Die griechische Bedeutung des Wortes wird ignoriert
  • Die Bibel selbst wird ignoriert
  • Alles zugunsten einer theologischen Annahme 

Was sind die Konsequenzen?

Solche theologischen Annahmen machen blind für die Realität der linguistischen und buchstäblichen Bedeutung des Textes. Man lehnt es ab, die klaren Aussagen der Schrift zu akzeptieren, welche Sonntagshalter dazu verleitet zu sagen: „Logik war nie eine Stärke bei den Siebenten-Tag Adventisten.“ (Bible.ca)

Woher haben aber die Siebenten-Tags Adventisten diese Einteilung des Zerimonialgesetzes und des Moralgesetzes? Das hat durchaus seine Berechtigung und macht grundsätzlich Sinn, wenn es richtig angewendet wird. Der Ausdruck „Zeremonialgesetz“ kann nirgends in der Bibel gefunden werden. In älteren protestantischen Schriften taucht dieses Wort auf. Auch E.G. White benutzte diesen Ausdruck in einem ganz bestimmten Zusammenhang:

Männer stellen das Keuz mit JAHUSCHUAH auf„Mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören." Im Jahre 31.n. Chr., dreieinhalb Jahre nach Seiner Taufe, wurde ... [JAHUSCHUAH] gekreuzigt. Mit diesem großen, auf Golgatha dargebrachten Opfer hörten die Opferordnungen auf, die vier Jahrtausende lang in die Zukunft, auf das Lamm Gottes, gewiesen hatten. Der Schatten war im Wesen aufgegangen, und alle Opfer und Gaben des Zeremonialgesetzes hatten ihre Erfüllung gefunden.  (GK, S. 330)

„… [JAHUWAH] gab Mose in bezug auf das Zeremonialgesetz klare Anweisungen; dieses Zeremonialgesetz sollte mit dem Tod Christi sein Ende finden. Das System der Opferungen schattete das Opfer Christi als ein Lamm ohne Makel voraus.“ (Geschichte der Erlösung, S. 141).

„Gottes Volk, das er seinen besonderen Schatz nennt, war mit einem zweifachen Gesetz bevorrechtigt -- dem Sittengesetz und dem Zeremonialgesetz. Das eine, das Sittengesetz (die zehn Gebote), weist zurück auf die Schöpfung, den lebendigen Gott in Erinnerung zu halten, der die Welt erschuf, dessen Ansprüche für alle Menschen aller Zeiten bindend sind und dessen Sittengesetz für alle Zeit und Ewigkeit existiert. Das andere Gesetz, das Zeremonialgesetz oder Opfergesetz, wurde gegeben, weil der Mensch das Sittengesetz (die zehn Gebote) übertreten hatte, und der Gehorsam zum Zeremonialgesetz bestand in Gaben und Opfern, die auf die zukünftige Erlösung hinwiesen. Jedes Gesetz ist deutlich vom andern unterschieden. Seit der Schöpfung war das Sittengesetz ein wesentlicher Bestandteil des Planes Gottes und ebenso unveränderlich wie Gott selbst. Das Zeremonialgesetz sollte in Christi Plan zur Erlösung der Menschheit einen bestimmten Zweck erfüllen. Das schattenbildliche System der Gaben und Opfer wurde errichtet, daß der Sünder das große Opfer … [JAHUSCHUAH] Christi durch diesen Dienst erkennen möge. Doch die Juden waren durch Hochmut und Sünde so verblendet, daß nur wenige von ihnen zur Versöhnung der Sünden weitersehen konnten als bis zum Tod der Opfertiere. Und als Christus kam, den diese Opfer vorausschatteten, konnten sie ihn nicht erkennen. Das Zeremonialgesetz war herrlich; es war die Vorkehrung, die … [JAHUSCHUAH] Christus im Rat mit Seinem Vater getroffen hatte und welche die Erlösung der Menschheit unterstützen sollte. Die gesamte Anordnung des Schattendienstes war auf Christus gegründet. Adam sah Christus vorausgeschattet im unschuldigen Opfertier, das die Strafe erlitt, weil er, Adam, das Gesetz … [JAHUWAHs] übertreten hatte (Review and Herald, 6. Mai 1875).

„Viele in der christlichen Welt haben ebenfalls einen Vorhang vor ihren Augen und ihrem Herzen. Sie sehen nicht "das Ende dessen, das aufhört". Sie sehen nicht, daß es nur das Zeremonialgesetz (das Opfergesetz) war, welches beim Tode Christi abgeschafft wurde.“ (Review an Herald, 22. April 1902).

„Viele versuchen, beide Ordnungen miteinander zu verschmelzen. Sie verwenden Schriftworte über das Zeremonialgesetz, um zu beweisen, daß das Sittengesetz abgeschafft sei. Aber das ist eine Verdrehung der Schrift. Der Unterschied zwischen beiden ist ganz deutlich. Das Zeremonialgesetz setzte sich aus Sinnbildern zusammen, die auf Christi Opfer und sein Priestertum hinwiesen. Dieses Ritualgesetz mit seinen Opfern und Bräuchen sollten die Hebräer halten, bis im Tode Christi, dem Lamm Gottes, das die Sünden der Welt wegnimmt, das Sinnbild dem Urbild entsprechen würde. Dann sollten alle Opferhandlungen aufhören. Dies ist das Gesetz, das Christus ‚aus der Mitte getan und an das Kreuz geheftet hat. Kolosser 2,14.“ (Patriarchen und Propheten, S 343)

„Als das Bild dem Abbild im Tode Christi begegnete, hörte das Tieropfer auf. Das Zeremonialgesetz wurde abgetan. Aber durch die Kreuzigung wurden die Zehn Gebote bestätigt. Das Evangelium hat das Gesetz nicht aufgehoben, noch es um einen Tüttel seiner Ansprüche geschmälert. Es beansprucht noch immer Heiligkeit in jedem Teil. Es ist das Echo von Gottes eigener Stimme, die jeder Seele die Einladung ausspricht: Komm höher herauf. Sei heilig, noch heiliger.“ The Review and Herald 26. Juni 1900.

„Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen, eine Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen.“ (Daniel 9,27)

Das Wort „Speiseopfer <4503> bedeutet Gaben gemäß der Srong‘s Konkordanz. Diese Gaben gingen mit dem Opfersystem einher (4. Mose28,5.8.9.12.20.26.28, etc.). Das Opfersystem mit seinen Tieropfern und Gaben sollte am Kreuz aufhören. JAHUWAHs Feste werden diesbezüglich jedoch nie genannt. Weder die Bibel noch E.G. White haben je gesagt, dass Gottes Heilige Tage am Kreuz abgeschafft wurden. Immer wieder definiert E.G. White das Zeremonialgesetz als das Opfer- und Priestersystem. Gott JAHUWAHs heilige Festtage tauchen nie in der Definition des Zeremonialgesetzes auf.

Lasst uns weiterforschen in Galater 4,8-10. Sagt Paulus möglicherweise in Galater aus, dass das Gesetz oder zumindest die Feste ans Kreuz genagelt wurden?

 

Galater 4,8-10


 „Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind jetzt aber habt ihr Gott erkannt - vielmehr ihr seid von Gott erkannt worden. Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre.“

In diesen Versen sagt Paulus den Galatern, dass sie sich nicht zurück zu den „schwachen und armseligen Elementen“ wenden sollten, welche sie beobachteten, bevor sie treue Nachfolger des Messias wurden. Diese schließt „Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre“ ein.

Manche werden argumentieren, dass Paulus sich mit dem Ausdruck „schwache und armselig Elemente“ auf Gesetze in der Thora bezieht und dass sich die „Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre“ auf die biblischen heiligen Tage oder Feste JAHUWAHs beziehen, wie in der Thora beschrieben.

Die Gläubigen in Galatien hatten hauptsächlich einen heidnischen Hintergrund, weswegen Paulus in Vers 8 erwähnt, dass sie „denen dienten, die von Natur nicht Götter sind“. Sie waren Heiden bevor sie sich bekehrten, was bedeutete, dass sie vorher NICHT die biblischen heiligen Tage feierten. Wie könnten sie „wieder zurückkehren“ etwas zu feiern, das sie nie zuvor gefeiert hatten? Deshalb ist es schwer zu verstehen, dass „Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre“, die Paulus erwähnt, sich auf biblische Feiertage bezieht.

Die „Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre“ von denen Paulus spricht, sind nicht die biblischen Feiertage, die in 3. Mose 23 (die Paulus selbst feierte) aufgezählt sind, sondern heidnische Traditionen und Feiertage. Deshalb beziehen sich die „schwachen und armseligen Elemente“ nicht auf die Thora, sondern auf heidnische Traditionen und Elemente der Anbetung. Die Galater fielen zurück in ihre heidnischen Traditionen und Formen der Gottesanbetung.

„Elemente“ = stoicheia <4747> (Strongs Konkordanz). Lassen wir verschiedene Kommentarschreiber zu Wort kommen:

Götzendienst - Kinder werden dem Moloch geopfert„Es hat den Anschein, dass zu Paulus‘ Zeit … stoicheia … sich auf die Sonne, Mond, Sterne und Planeten bezog – die alle  mit Göttern oder Göttinnen in Beziehung gebracht wurden und, weil sie die Entwicklung des Kalenders regulierten, auch in Zusammenhang gebracht wurden mit den großen heidnischen Festen, an denen die Götter verehrt wurden. In Paulus‘ Sicht waren diese Götter Dämonen. Folglich dachte er an eine dämonische Bindung, von der die Galater in der Tat vor der Verkündigung des Evangeliums gefangen gehalten wurden … In den folgenden Versen spricht Paulus von den drei entscheidenden Versen in kurzer Aufeinanderfolge: (1) ‚dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind‘, vermutlich falsche Götter oder Dämonen; (2) ‚zu den schwachen und armseligen Elementen‘, wieder stoicheia; und (3) ‚Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre.‘ (Verse 9,10). Es besteht kein Zweifel, dass Paulus an diese Dämonen, gänzlich anders als dem vorherigen Denken der Galater, gedacht hat … Deshalb ist dieses gesamte Thema von kosmischer und spiritueller Bedeutung. Der größte Kontrast des Friedens in Christus ist die Bindung an Satan und den bösen Geistern.“ (übersetzt aus dem Englischen: The Expositor’s Bible Commentary, S. 472).

„Die ‚Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre‘ des 10. Verses [Galater 4] beziehen sich nicht auf Gottes heilige Tage, sondern vielmehr auf heidnische Feiertage, welche die Galater hielten, bevor sie sich bekehrten, um denen zu dienen ‚die von Natur aus nicht Götter sind‘, wie Vers 8 sagt … Es wird sehr deutlich, dass ‚Elemente der Welt‘ und ‚unmündig‘ [in der englischen King James Bibel wird es mit ‚Unterjochung‘, ‚Sklaverei‘ übersetzt] in Galater 4,3 sich nicht auf das Gesetz Gottes bezieht, genauso wenig wie Vers 10. Es würde so nah an Gotteslästerung grenzen, wie man nur kommen kann, wenn eine Person – in diesem Fall Gottes Apostel – etwas, was Gott als gut und befreiend gegeben hat, als „schwach und armselig“ und „Sklaverei“ bezeichnen würde! Deshalb schrieb Paulus bezüglich ‚Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre‘ nicht über etwas, was in Beziehung zu Gottes Gesetz stand und selbst nicht zum Judentum. Stattdessen ist es etwas, was von beiden getrennt ist.“ (Übersetzt aus dem Englischen: John W. Ritenbaugh, The Covenants, Grace and Law, Part 24).

„Es ist offensichtlich, dass ‚Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre‘, auf die sich Paulus in Vers 10 bezieht, heidnische, götzendienerische Feste und Feiertage waren, welche die heidnischen Galater vor ihrer Bekehrung beobachtet hatten. Es konnten unmöglich Gottes heilige Tage sein, weil weder diese Heiden diese heiligen Tage vorher gehalten hatten, noch hätte Paulus sie je ‚schwach und armselig‘ genannt. Sie haben sich vielmehr wieder ihrer alten, heidnischen Lebensweise zugewandt, welche das Halten verschiedener abergläubischer Feiertage in Verbindung mit der Anbetung heidnischer Gottheiten beinhaltete. Weit davon entfernt, diese heiligen Tage Gottes abzuschaffen, zeigen diese Schriftstellen, dass wir nicht ‚Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre‘ beobachten sollen, welche ihre Wurzeln im Heidentum haben, wie Weihnachten, Ostern, Valentinstag, Halloween und alle anderen Tage, die von Anbetungssystem der heidnischen Götter herrühren.“ (Earl L. Henn, Does Paul Condemn Observing God’s Holy Days?)

Was sagt J.N. Andrews über Galater 4,8-11? John Nevins Andrews, ein bedeutender STA-Gelehrter, Theologe und früherer Präsident der Generalkonferenz, kommentierte diese Verse in Galater ebenso. (Die Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan, USA, wurde nach ihm benannt).

„Wenn aber die Verse in Galater 4,8-11 in Beziehung zueinander gebracht werden, kann man sehen, dass die Galater vor ihrer Bekehrung keine Juden waren, sondern Heiden; und dass diese Tage, Monate, Zeiten und Jahre nicht diejenigen des Levitischen Gesetzes waren, sondern solche, welche sie mit abergläubischen Verehrung hielten, während sie noch Heiden waren.“ (J.N. Andrews, History of the Sabbath, S. 210)

Galater 4 besagt somit auch nicht, dass der Sabbat oder die sonstigen Feste abgeschafft sind. Was ist aber mit Römer Kapitel 7,1-6. Könnte es sein, dass Paulus hier das Gesetz als am Kreuz abeschafft darlegt?



Römer 7, 1-6:


Das leere Grab „Oder wißt ihr nicht, Brüder - denn ich rede zu denen, die das Gesetz kennen -, daß das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens."

 
Lasst uns zuerst ein paar weiter Auszüge aus den Briefen Paulus an die Römer untersuchen:

„- es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.“ (Römer 2,13)

Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz.“ (Römer 3,31)

So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut.“ (Römer 7,12)

„Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter [der Strafe des] Gesetz, sondern unter Gnade.“ (Römer 6,14)

Würde sich Paulus nicht selbst widersprechen, wenn er gesagt hätte, dass das Gesetz in Römer 7 abgeschafft ist? Wenn wir die obigen Verse betrachten, können wir unmöglich glauben, dass das Gesetz aufgehoben ist. Was ist es dann, was Römer Kapitel 7 aussagt?

„Hier haben wir jedoch eine Gruppe von Versen, die für gewöhnlich missbraucht werden (um gegen die Thora zu predigen), aufgrund eines Mangels an Wissen über die pharisäische Mentalität und rabbinische Methode Paulus‘. Wie oben erwähnt, war diese Lehre an diejenigen gerichtet, die „das Gesetz kennen“ was ein tiefes Verständnis der Thora auf Seiten der Empfänger voraussetzt – ein Verständnis, dass auf Seiten der Christlichen Mentalität der modernen Zeit nicht vorherrscht.“ (Book of Romans Study).

Indem Paulus das Beispiel der Witwe und Wiederheirat nimmt, beruft er sich auf Gesetzesprinzipien aus der Thora. Er nimmt die Aussage in Kapitel 6,14 auf, wo es heißt ‚nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade‘, um zu erklären wie diejenigen, die auf den Messias vertrauen, frei von der Verdammnis des Gesetzes sind. Es heißt NICHT ‚frei vom Gesetz' oder 'frei von der Befolgung des Gesetzes Gottes‘. Alles, was Paulus vorher in diesem Brief erwähnte, besonders die Verse 2,13; 3,19-26; 3,31; 4,14; 5,20; 6,2-11, müssen genauso beachtet werden. Dann wird klar, wie die Verse im 7. Kapitel, 5-6 und Kapitel 8 ausgelegt werden müssen. Im folgenden nun weitere Beispiele von Bibel-Aussagen, die häufig falsch ausgelegt werden, weil das Wort JAHUWAHs in den Schriften des Alten Bundes, mit menschliche Lehren und jüdische Überlieferungen verwechselt wird. Es zeigt sich immer wieder, wie wichtig das Alte Testament beim Studium ist.

  

Petrus und Kornelius


Apostelgeschichte Kapitel 10 erzählt uns die Geschichte von Petrus und Kornelius (bitte lies sie, wenn du mit dieser Geschichte nicht vertraut bist). Die Hauptaussage dieser Geschichte taucht in Vers 28 auf
:

„Und er sprach zu ihnen: Ihr wißt, wie unerlaubt es für einen jüdischen Mann ist, sich einem Fremdling anzuschließen oder zu ihm zu kommen; und mir hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen.“ 

Was sagt Petrus hier?

Petrus sagte, dass es für einen Juden „unerlaubt“ sei, sich einem Nichtjuden anzuschließen. Woher hat er diese Ansicht? Hat er sie aus den alttestamentlichen Schriften oder hat er sie von den sog. jüdischen Gelehrten? Lasst uns sehen, was die Schriften des Alten Bundes hierzu sagt:

„Und du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert“ (3. Mose 17,8)

„Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel und sage zu ihnen: Jedermann vom Haus Israel und von den Fremden in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach all ihren Gelübden und nach all ihren freiwilligen Gaben, die … [JAHUWAH] als Brandopfer darbringen“ (3. Mose 22,18)

„Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren künftigen Generationen und er opfert … [JAHUWAH] ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut. In der Versammlung soll ein und dieselbe Ordnung gelten für euch und für den Fremden, der bei euch wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen: wie ihr, so soll der Fremde sein vor … [JAHUWAH].Ein und dasselbe Gesetz und ein und dasselbe Recht soll für euch gelten und für den Fremden, der bei euch wohnt.“ (4. Mose 15,14-16)

„Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.“ (2. Mose 22,20)

Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin … [JAHUWAH], euer Gott.“ (3. Mose 19,34)

Die Torah sagt ganz klar, dass den Fremden (Nichtisraeliten), nicht nur erlaubt war, mit ihnen zusammen zu sein, sondern es wurde ihnen sogar erlaubt Gaben für JAHUWAH zusammen mit den Israeliten darzubringen. Sie durften nicht unterdrückt werden. Es gibt kein Gesetz in der Torah, das den Juden verbot, Umgang mit Nichtjuden zu haben. Woher hatte dann Petrus diese Ansicht?

Von den jüdischen mündlichen Überlieferungen, auch als Traditionen und Menschengebote bekannt. Es ist das jüdische Mündliche Gesetz, welches JAHUWAHs Wort und Gesetz verdreht.

„Eine weitere Möglichkeit dafür, weshalb die Juden die Heiden als unrein betrachteten, war das Jüdische Mündliche Gesetz. Das im Alten Testament geschriebene Gesetz hat nie irgendeinen Menschen als unrein bezeichnet. Auch hat das Levitische Gesetz nie ausgesagt, dass zeremonielle Verunreinigungen durch eine Verbindung mit einem Nichtjuden hervorgerufen werden.Gott hat sogar die Nichtjuden willkommen geheißen, Ihn an der Stiftshütte anzubeten (4. Mose 15,14-16). Die Ansicht, dass Nichtjuden unrein waren, war deshalb eine Verdrehung des Gesetzes Gottes durch das Jüdische Mündliche Gesetz und Tradition. Was nun Petrus dem Kornelius sagt, ist, dass es gegen das Jüdische Mündliche Gesetz ist und nicht gegen das wahre Gesetz des Alten Testaments. Wenn Petrus die Jüdische Tradition mit Gottes Gesetz verwechselt hätte, hätte er gezögert, Kornelius überhaupt zu treffen.“ (aus dem Englischen übersetzt, Clint Morgan, Love Without Bounds, 15. Februar 2004).

 

JAHUSCHUAH und die Mündlichen Überlieferungen der Juden

 

Pharisaeer„Dann kommen Pharisäer und Schriftgelehrte von Jerusalem zu … [JAHUSCHUAH] und sagen: Warum übertreten Deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. Vorschriften, die über das Gesetz hinaus das Leben bis ins einzelne regelten und einengten und mit denen sich besonders die Schriftgelehrten beschäftigten; die Pharisäer bemühten sich, die Überlieferungen genau zu halten. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat gesagt: "Ehre den Vater und die Mutter!" und: "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.“ Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe sei das, was du von mir an Nutzen haben würdest,  der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren; und ihr habt so das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen. Heuchler! Treffend hat Jesaja über euch geweissagt, indem er spricht: "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.“ (Matthäus 15,1-9)

„Und es geschah am Sabbat, daß Er durch die Saaten ging und Seine Jünger die Ähren abpflückten und aßen, indem sie sie mit den Händen zerrieben. Einige der Pharisäer aber sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist?“ (Lukas 6,1-2)

Manche behaupten, dass in dem obigen Vers, JAHUSCHUAH für die Übertretung des Sabbats genauso beschuldigt wurde, wie für den Diebstahl von Weizen. Was übertrat er? Er übertrat das mündlich überlieferte Gesetz der Juden, welches in diesem Fall eine pharisäische Auslegung der Definition von „Arbeit“ und "Diebstahl" war. JAHUWAH befahl in den Schriften des Alten Bundes genau das Gegenteil:

„Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und keine Nachlese nach deiner Ernte halten. Auch sollst du nicht Nachlese halten in deinem Weinberg, noch die abgefallenen Beeren deines Weinberges auflesen, sondern du sollst es dem Armen und dem Fremdling lassen; denn ich, JAHUWAH, bin euer Gott.“ (3. Mose 19,9-10)

Die Juden hatten eindeutig Gebote und Verbote, die „Traditionen der Ältesten“ waren und die nicht in der Thora gefunden werden können. Diese Gebote waren Teil des jüdisch-mündlichen Gesetztes (Traditionen der Menschen) und nicht des geschriebenen Gesetzes JAHUWAHs  in der Thora. Mit dem Wissen, dass die Juden zu der Zeit (selbst einige der Apostel) noch an einigen der mündlichen Überlieferungen der Juden festhielten, lasst uns nun den vermeintlich widersprüchlichen Text in Epheser Kapitel 2 lesen.

 

Epheser 2,14-16


„Denn Er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in Seinem Fleisch abgebrochen. Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.“ (Epheser 2,14-16)

Die Menschen behaupten, Paulus teile uns hier mit, dass durch die Thora oder gewisse Teile der Thora Feindschaft verursacht wurde und deshalb habe sie JAHUSCHUAH abgeschafft. Lass uns sehen, ob das tatsächlich der Fall ist.

„Deshalb denkt daran, daß ihr, einst aus den Nationen dem Fleisch nach - "Unbeschnittene" genannt von der sogenannten "Beschneidung", die im Fleisch mit Händen geschieht,-  12zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheißung; und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.  13Jetzt aber, in Christus … [JAHUSCHUAH], seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.   14 Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen.   15 Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen   16 und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen  durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.   17 Und er kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.  18 Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater.    19 So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Epheser 2,11-19)

Petrus hatte recht! Paulus ist manchmal schwer zu verstehen. Was sagt Paulus hier aus? Er erzählt den Ephesern (Nichtjuden), dass, bevor sie Gläubige wurden, sie ohne den Heiland wahren, ohne Hoffnung, ohne Gott in der Welt, Fremde des Gemeinwesens Israels, Fremde des Bundes der Verheißung, usw. Aber jetzt, da sie treue Nachfolger JAHUSCHUAHs geworden sind, wurden sie angezogen durch das Blut des Messias, der „die Zwischenwand der Umzäunung“ niedergerissen hat, die die Juden und Nichtjuden trennte. JAHUSCHUAH kam, um die Juden und Nichtjuden miteinander in einer Gruppe von Menschen zu versöhnen. Aber um das zu tun, musste Er die Feindschaft (den Hass) zwischen den Juden und Nichtjuden beseitigen, der durch „das Gesetz der Gebote in Satzungen“ entstand.

 

Das Gesetz der Gebote in Satzungen


Was könnte dieses „Gesetz der Gebote in Satzungen“ sein? Die Thora oder Teile der Thora hatte kein Gesetz, das eine Trennung von Juden und Nichtjuden verursachen würde. Wie oben gesehen, ermutigte die Thora Fremden (Nichtisraeliten) an Opferungen teilzunehmen (4. Mose 15,14-16), wie auch die Anweisungen der Thora, z.B. das Sabbatgebot (2. Mose 20,10) zu befolgen. Gab es ein anderes „Gesetz“, an das die Juden festhielten und das Feindschaft oder Hass zwischen den Juden und Nichtjuden hervorgerufen haben könnte? 

Ja! Das mündliche Gesetz der Juden, auch als Traditionen und Menschengebote bekannt. Nun, lass uns untersuchen, ob dieses jüdisch-mündliche Gesetz dasjenige ist, von dem Paulus in Epheser gesprochen hat. Lassen wir den Geschichtsschreiber Flavius Josephus zu Wort kommen, der über das Tempelgebäude schrieb:

„Das Zentrum dieses Gebäudes war das Größte, mit einer Vorderwand aus Balken, die auf ineinandergreifende Säulen angeordnet waren. Stark glänzende Steine bildeten die Wand, so fein poliert, dass diejenigen, die das erste Mal hinsahen, in Erstaunen ausbrachen. Das war die Beschreibung des ersten Gebäudes. Innerhalb des Gebäudes und in der Nähe waren Stufen angebracht, die zum zweiten Gebäude führten; und war umgeben von einer Steinmauer, die als Grenze diente. Sie enthielt eine Eingravierung, welche besagte, dass Fremden unter Todesstrafe untersagt ist einzutreten.“ (übersetzt aus dem Englischen, Flavius Josephus, Antiquities of the Jews, Kapitel 15.417)
   

Eine Mauer, die die Juden von den Nicht-Juden trennte

 
Die Soreg Inschrift„Während Ausgrabungen in Jerusalem 1871 entdeckten zwei Archäologen, Clermont und Ganneau, etwas, was bekannt ist als die Soreg Inschrift. Geschrieben in Griechisch. Diese Inschrift warnte Nichtjuden, außerhalb des Tempels zu bleiben.“ (Bible Believers’s Archaelogy – Vol. 2 The Search for Truth by John Argubright, Kapitel 12). 


Tempel-InschriftDie Inschrift besagt:

„Kein Fremder darf die Grenze überschreiten, die das Heiligtum umgibt. Derjenige, der erwischt wird, wird sich selbst für seinen Tod, der folgen wird, die Schuld geben müssen.“ (The Stones Cry Out by Randall Price, S. 317)

 „Während Paulus die Briefe an die Epheser schrieb, stand diese Grenze im Tempel in Jerusalem immer noch; der Gefangene in Christus [Paulus] hatte jedoch keine Angst zu schreiben, dass Christus den Mittelteil der Mauer niedergerissen hat und so den Nichtjuden, die Fremde und getrennt waren von all den Vorrechten des Zutrittes zu Gott, welche in antiker Zeit nur den Israeliten allein gehörten; diese Trennung zwischen Juden und Heiden wurde für immer in Christus aufgehoben.“ (John Rutherfurd, The Middle Wall Of Partition).

Weiterer Kommentar zu Epheser 2,15:

„Die Grenze, die die Nichtjuden vom Tempel im ersten Jahrhundert Palästinas fernhielt, ist unbiblisch. Eine solche Verdorbenheit hatte … [JAHUSCHUAH] angeprangert (Matth. 23,13) und ein Apostel stellt fest, dass es ohne jegliche Grundlage in Gottes Gesetz ist [3].“

„[3]. Apostelgeschichte 10. Paulus sagt, dass es „unerlaubt“ für „einen jüdischen Mann ist, sich einem Fremdling anzuschließen oder zu ihm zu kommen“; aber es gibt nirgends in den hebräischen Schriften ein solches Gesetz. Petrus muss sich hier auf die mündlichen Traditionen beziehen, mit denen er aufgewaschen ist. Zudem behauptete er nicht, dass … [JAHUSCHUAH] jetzt die Bundesverordnungen geändert habe, sodass ein vorübergehendes Verbot nun aufgehoben wäre; vielmehr bedeutet es, dass das „Gesetz“ (die pharisäischen Traditionen) immer schon fehlerhaft waren. „In Wahrheit begreife ich, dass Gott die Person nicht ansieht,   sondern in jeder Nation ist ihm angenehm, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt.“ (Apg. 24b-35; siehe auch Römer 2,9-11; 3,29-30; 10,12).“ (Ephesians 2:15 Exegetical Paper by Mark Horne)

     

JAHUSCHUAH tadelt die religiösen Führer


Das „Gesetz der Gebote in Satzungen“, von dem Paulus in Epheser 2,15 spricht, ist nicht die Thora oder Teile davon, sondern das jüdische-mündliche Gesetz (die Traditionen oder Menschengebote). Bei zahlreichen Gelegenheiten wurde JAHUSCHUAH von den religiösen Führern dieser Zeit beschuldigt, gesündigt zu haben  (Matthäus 12; Johannes 5 etc.); Er hat nie gegen die Thora gesündigt. Er hat jedoch das jüdische mündliche Gesetz (welches Menschengebote waren) ignoriert, welches die Basis ihrer Beschuldigungen war, und nicht die Thora. Immer wenn die religiösen Führer JAHUSCHUAH beschuldigten, eines ihrer menschengemachten Gebote zu brechen, tadelte sie JAHUSCHUAH.

„Dann redete … [JAHUSCHUAH] zu den Volksmengen und zu Seinen Jüngern und sprach: Auf Moses Lehrstuhl haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken! Denn sie sagen es und tun es nicht. Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.“ (Matthäus 23,1-4)

JAHUSCHUAH sagte den Menschen, dass wenn die Schriftgelehrten und Pharisäer sie aus Moses‘ Büchern („auf Moses Lehrstuhl“) unterrichteten, sollten die Menschen das befolgen; aber sie sollten keine Verpflichtung fühlen, Dinge zu tun, die die Pharisäer den Büchern Moses hinzufügten (die JAHUSCHUAH als schwer zu tragende Lasten beschreibt), die sie selbst nicht mal auslebten.

 

JAHUSCHUAH hat das Gesetz nicht abgeschafft


„Das ganze Wort, das Ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen.“ (5. Mose 13,1)

Wenn JAHUSCHUAH gekommen ist, um irgendein Gesetz zu beseitigen, dann kann es nur ein menschengemachtes Gesetz oder Traditionen gewesen sein, welche sich mit der Thora (JAHUWAHs Anweisungen) widersprechen. Aber Er ist ganz sicher nicht gekommen, das Gesetz (Thora), die Gebote JAHUWAHs, welche für immer bestehen, abzusetzen.

„Meint nicht, daß Ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ (Matthäus 5,17-18)

Gott JAHUWAHs Wort besteht für immer!

„Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.“ (Jesaja 40,8)

Gott JAHUWAHs Wort ist Seine Heilige Schrift. Als dieser Vers geschrieben wurde, war die Thora die einzige Schrift, die man zur Zeit Jesajas hatte. Mit Gottes Wort ist hier ganz klar die Thora gemeint. Deshalb, die Thora wird für immer bestehen.

JAHUSCHUAH befolgte die Thora und hat keines der Gebote gebrochen, weshalb Er perfekt war und keine Sünde hatte. Er hielt die Thora vollkommen (einschließlich des Sabbats und der Feste) ohne dass Er irgendein Tier opfern musste. Er lebte ein perfektes sündenfreies Leben und ist für uns das vollkommene Beispiel, wie auch wir leben sollten.

Warum haben wir das nie gelernt?

„Unglücklicherweise haben wir die mittelalterliche Auslegung dieses Kolossertextes geerbt und akzeptiert, der auf einer anti-jüdischen Theologie der Verachtung basiert. Dies wird in dem Geist des Konzils von Nizäa 325 n. Chr. deutlich, wo Konstantin festsetzte, dass das Passah auf Ostern und der Sabbat auf den Sonntag verlegt werden soll; der Grund: „Wir dürfen nichts mit dem widerwärtigen Judenpack zu tun haben.“ (Dr. Sidney L. Davis. Jr. Von seiner Präsentation The Law in Colossians, at the „Proclaiming The Sabbath More Fully”, Sabbath Conference – Pentecost, 31. Mai, 1998).

“Das Konzil von Nizea” – Trennung Ostern von dem Jüdischen Passah –Wikipedia (übersetzt aus dem Englischen):

„Nach der Entscheidung des wichtigsten Themas vom 19. Juni wurde das Datum des Christlichen Passah (Ostern) erwähnt. Dieses Fest steht in Verbindung mit dem jüdischen Passah, weil die Kreuzigung und Auferstehung ... [JAHUSCHUAHs] während dieses Festes stattfand. Im Jahre 300 n. Chr. hatten die meisten Kirchen den westlichen Stil, das Fest am Sonntag nach dem Passah zu feiern, angenommen; die Betonung liegt auf der Auferstehung, die an einem Sonntag stattfand. Andere feierten das Fest jedoch am 14. des jüdischen Monats Nisan, das Datum der Kreuzigung, gemäß dem Biblischen Kalender der Hebräer (3. Mose 23,5; Johannes 19,14). Daher wurde diese Gruppe Quartodecimans genannt, was aus dem Lateinischen für den 14. steht. Die östlichen Kirchen von Syrien, Cilicia und Mesopotamien setzten das Datum des christlichen Passah in Zusammenhang mit dem 14. Nisan des biblischen hebräischen Kalenders fest. Alexandria und Rom folgten jedoch einer anderen Berechnung, zurückzuführen auf Papst Soter, damit das christliche Passah nie mit der Jüdischen Berechnung zusammenfällt. Sie beschlossen, das Fest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond, folgend auf die Frühlings-Tagundnachtgleiche, zu feiern, unabhängig vom Biblischen Kalender.“

Ein Brief von T. Enright CSSR, St. Alphonsus (Rock) Kirche Juni 1905:

Brief T. Enright„Lieber Freund, Ich habe und biete immer noch $ 1000 jedem an, der mir aus der Bibel alleine beweisen kann, dass ich daran gebunden bin, unter schwerer Sünde, den Sonntag heilig zu halten. Es war die Katholische Kirche, die das Gesetz erließ, das uns verpflichtet, den Sonntag heilig zu halten. Die Kirche machte dieses Gesetz lange nachdem die Bibel geschrieben wurde. Damit ist dieses Gesetz nicht in der Bibel. Christus unser HERR hat Seine Kirche ermächtigt, Gesetze zu erlassen, die an das Gewissen gebunden sind. Er sagt zu seinen Aposteln und ihren Nachfolgern „was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein.“ Matthäus 16,19; Matthäus 18,17; Lukas 16,19. Die Katholische Kirche hat nicht nur den Sabbat abgeschafft, sondern all die anderen Jüdischen Feste. Bete und studiere. Ich werde immer froh sein, Dir zu helfen, solange wie Du aufrichtig nach der Wahrheit suchst.        Hochachtungsvoll, T. Enright SCCR."

Wem wirst du dienen?

 „…und er wird danach trachten, Festzeiten und Gesetz zu ändern“. (Daniel 7,25)

Die Sabbate und Feste sind JAHUWAHs Festzeiten und die Thora ist Gott JAHUWAHs Gesetz.

JAHUSCHUAH spricht:

„Du sollst … [JAHUWAH], deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22,37)

Beachte zum einen, dass wir nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Verstand JAHUWAH dienen sollen. Zum anderen, JAHUSCHUA zitiert hier die Thora, 5. Mose 6,5:

„Du sollst … [JAHUWAH], deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“

In welchem Zusammenhang steht dieser Vers? Lass uns die Verse davor und danach lesen:

Und dies ist das Gebot, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die … [JAHUWAH], euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie tut in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen… Und du sollst … [JAHUWAH], deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.  Und diese Worte, die Ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen Augen sein“. (5. Mose 6,1.5-8)

Das Gesetz der LiebeUm JAHUWAH mit dem ganzen Herzen, Seele und Macht zu lieben, müssen wir diese Worte, die Er uns an diesem Tag geboten hat, in unsere Herzen legen. Was sind diese Worte? Es sind die Gebote, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die Gott JAHUWAH uns geboten hat. (5. Mose 6,1). Sie werden auch als ein „Zeichen“ bezeichnet (5. Mose 6,8).

„Die Worte, die Gott zu den Israeliten gesprochen hat, welche die Gesetzte und Rechtsbestimmungen enthalten, sind heute genauso die Worte Gottes für uns.“ (E.G. White, Signs oft he Times, 21. März 1895)

In Maleachi 3,22 wendet sich JAHUWAH an die letzte Generation:

„Gedenkt des Gesetzes <4851 Thora> Moses, Meines Knechtes, das Ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel samt den Satzungen und Rechten.“

„Von dem Licht, dass Gott mir gegeben hat, wäre es zu unserem Vorteil, wenn wir die Anweisungen, die den Israeliten gegeben wurden, studierten. (Lies Maleachi 4 [in der deutschen Bibelübersetzung Kapitel 3].) Besonders Vers 4 [in der deutschen Bibelübersetzung Kapitel 3, Vers 22] hat eine Bedeutung, die keiner bisher verstanden hat. Lasst uns ernsthaft darüber nachdenken.“ (aus dem Englischen übersetzt, E.G. White: Pamphlets, PH087, Special Testimony to Battle Creek Church, 1897).

„Die abschließenden Worte Maleachis sind eine Prophezeiung hinsichtlich der Arbeit, die getan werden muss, vorbereitend auf den ersten und zweiten Advent Christi. Diese Prophezeiung wird eingeleitet mit der Warnung ‚Gedenkt des Gesetzes Moses, meines Knechtes, das ich ihm befohlen habe auf dem Berg Horeb an das ganze Israel samt den Satzungen und Rechten.‘“ (E.G. White, The Southern Watchman, 21. März 1905)

„In diesen letzten Tagen gibt es einen einladenden Aufruf vom Himmel, die Satzungen und Verordnungen … [JAHUWAHs] zu halten.“ (Signs of the Times, 3. Februar 1888)

Warum gebraucht JAHUWAH das Wort „gedenkt“? Er wusste, dass der Mensch das Gesetz samt den Satzungen und Rechten ändern und vergessen wird, obwohl die Bibel nirgendwo eine Andeutung macht, dass Sein Sohn JAHUSCHUAH die Thora, einschließlich des Sabbats und der jährlichen Festzeiten durch Seinen Tod abschaffen würde. Im Gegenteil, unser Heiland warnt: "Ihr sollt nicht wähnen, daß Ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen." Danach versichert er so nachdrücklich wie nur möglich:

"Denn Ich sage euch wahrlich:
Bis daß Himmel und Erde vergehen,
wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz,
bis daß es alles geschehe."
Matthäus 5,17.18.

 

  

 

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