Erstellt: Donnerstag, 05. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Mai 2016

Durch Rom verfälscht

„Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen
und die Heiligen des Allerhöchsten bedrücken
und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern.“
Daniel 7,25


Das Gesetz JAHUWAHsDer Prophet Daniel sah die Veränderung und Verschleierung des Gesetzes JAHUWAHs, sowie Seiner festgesetzten Zeiten der Anbetung durch die religiöse römische Macht bereits 500 Jahre v. Chr. voraus. Es wurde nicht nur der Sabbat auf den Sonntag (in den meisten Ländern heute der erste Tag der Woche) verlegt (Veränderung des „Gesetzes“), sondern es wurde auch der biblische Kalender durch einen heidnischen Kalender ersetzt (Veränderung der „Festzeiten“). Der Siebente-Tag Sabbat der Schöpfung kann in diesem heutigen päpstlich-heidnischen Sonnenkalender gar nicht mehr gefunden werden.

Später sah Paulus zu seiner Zeit, wie sich Irrtümer in die Kirche schlichen, welche den Weg für die Entwicklung des Abfalls vorbereiteten. Er warnte die Gemeinde zu Korinth vor dem, in Daniel 7,19 bis 26 geweissagten Abfall der Urgemeinde und vor dem „Menschen der Gesetzlosigkeit“. Er warnte, dass das „Geheimnis der Bosheit“ bereits am aufkeimen sei:

„Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht [Wiederkunft des Messias], es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.“ (2. Thessalonicher2,2-4, Menge)

Der große Widersacher wirkte durch Seine Werkzeuge mit betrügerischer List, um durch Abfall von dem heiligen Gotteswillen die Gemeinde JAHUSCHUAs der Reinheit und Kraft zu berauben und zu zerstören. In der Apostelgeschichte wird gar vor einem Wolf im Schafspelz gewarnt, der sich in die Gemeinde schleicht:

Wolf im Schafspelz„Ich weiß, daß nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.“ (Apostelgeschichte 20,29-30)

Auch die Kirchengeschichte der ersten nachchristlichen Jahrhunderte gewährt einen Einblick in die Vorgänge, die den biblischen Sabbat der Urgemeinde verdrängte und dahin führte, dass an seine Stelle der Sonntag durch Staatsgesetz und Kirchengebot trat. In den ersten Jahrhunderten war der wahre Siebente-Tag Sabbat, bestimmt nach biblischen Mond-Sonnen-Kalender, von allen Messias-Nachfolgern und Juden noch gehalten worden. Sie traten für die Ehre JAHUWAHs, ihres Schöpfers, standhaft ein. Und da die ersten Messias-Nachfolger glaubten, dass JAHUWAHs Gesetz unveränderlich sei, wahrten sie eifrig die Heiligkeit Seiner Vorschriften.


Erstes Jahrhundert nach Christus 


„Und Er [JAHUSCHUAH] kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und Er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.“ (Lukas 4,16)

JAHUSCHUAH stellt klar:

„Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden“. (Markus 2,27)

Der Sabbat ist also nicht um „des Juden willen“ geschaffen worden, sondern für alle Menschen auf der Erde. Weil JAHUSCHUAH gewusst hat, dass Gesetz Seines Vaters und die Zeiten der Anbetung verändert werden würde, warnte Er das Volk:

„Ihr sollt nicht meinen, dass Ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ (Matthäus 5,17-18)

Der Sabbat war für JAHUWAHs Sohn so wichtig, dass Er sogar Seinen Nachfolgern für kommende Verfolgungs- und Kriegszeiten folgende Anweisung gab:

„Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat!“ (Matthäus 24,20)

Auf GolgathaDer Messias wies hier nicht nur auf die Zerstörung Jerusalems hin, die 70 n. Chr. stattfand, sondern auch auf die allerletzte Zeit der Menschheitsgeschichte kurz vor Seiner Wiederkunft. Er, der Sohn des Allmächtigen Gottes im Himmel, füllte sogar in Seinem Tod Seine Vorbildrolle für die Menschen aus: Er ruhte am Sabbat im Grab von Seinem Erlösungswerk aus, genauso wie Er mit Seinem Vater nach dem Schöpfungswerk am Siebten Tag ruhte.

Nachdem der Erlöser zu Seinem Vater zurückgekehrt war, lebte Paulus und die Apostel das Gebot des Sabbats weiterhin aus:

„Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen aus den Schriften…“ (Apostelgeschichte 17,2-3)

„Als sie aber hinausgingen, baten sie, dass am folgenden Sabbat diese Worte noch einmal zu ihnen geredet werden möchten. … Am nächsten Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.“ (Apostelgeschichte 13,42.44)

„Und am Sabbattage gingen wir zum Tor hinaus an den Fluß, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die da zusammengekommen waren.“ (Apostelgeschichte 16,13)

„Er [Paulus in Korinth, Griechenland] hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen.“ (Apostelgeschichte 18,4)

Paulus ist bekannt als "der Heidenapostel“, denn er predigte nicht nur den Juden, sondern vor allem auch den Heiden, die den „Tag der Sonne“ verehrten. Wie wir sehen können, brachte er die Heiden in die Synagogen und Hausgemeinden am Sabbat; keineswegs ging er in die Versammlungen der Heiden am Sonntag.


Zweites und drittes Jahrhundert

 

Auch im zweiten Jahrhundert wurde der Sabbat von den Messias-Nachfolgern noch gehalten:

„Die einfachen Christen brachten dem Sabbat große Ehrerbietung dar und verbrachten diesen Tag mit Hingabe und Predigten. Es kann nicht daran gezweifelt werden, dass sie diese Praxis von den Aposteln selbst übernommen hatten, wie es in verschiedenen Schriften zu dieser Angelegenheit erscheint.“ (Dr. T.H. Morer, Dialogue on the Lord’s Day, S. 189, London 1701)

In den ersten zwei Jahrhunderten n. Chr.  war wohl die anti-jüdische Stimmung dafür verantwortlich, dass man in Rom nichts mit den Geboten der „Juden“ zu tun haben wollte. Es gab verschiedene jüdische Aufstände, die in die Revolte von Bar Kokaba 123-135 n. Chr. gipfelte, weil die Römer in Jerusalem auf dem heute so genannten Tempelberg einen Tempel bauen wollten, der dem Gott Jupiter geweiht sein sollte. Die Juden wurden von Kaiser Hadrian, der die Praktiken der Juden, wie Sabbat und Beschneidung per Gesetz verbot, aus Palästina vertreiben. Es gab auch eine große Anzahl von Juden in Alexandria. Die Römer betrachteten die Messias-Nachfolger (Christen) anfangs als eine jüdische Sekte. Um sich nun von den „verhassten“ Juden zu distanzieren, begann man Mitte des zweiten Jahrhunderts in Alexandria und Rom den Sonntag zu halten. 

Ca. 130 n. Chr. bezieht sich Barnabas von Alexandria auf den Siebenten-Tag Sabbat, in dem er behauptete, dass er das siebente Jahrtausend der Weltgeschichte repräsentiere. Deshalb würde der damalige Sabbat von Gott nicht mehr akzeptiert werden, der, so drückt es Barnabas von Alexandria aus, würde

Epistel Barnabas„den Beginn des achten Tages [Sonntag] ausmachen, was bedeutet, ein Anfang einer anderen Welt. Deswegen halten wir den achten Tag mit Freude, den Tag an dem Jesus wieder von den Toten aufstand.“ (Epistel Barnabas, 15,6-8)

Der christliche Philosoph Justin der Märtyrer (100-165 n. Chr.) schrieb zum „achten Tag:

„‘Nun, meine Herren‘, sagte ich, ‚es ist für uns möglich zu zeigen, wie der achte Tag ein gewisses Mysterium besitzt, welches der siebente Tag nicht besitzt; und von Gott durch diese Riten verkündigte.‘“ (Dialog, Kapitel XXIV)

„Da der erste Tag nach dem Sabbat, der der erste Tag aller Tage bleibt, ist es der Achte, gemäß der Anzahl aller Tage des Zykluses, und doch bleibt er der Erste.“ (Dialog, Kapitel XLI)

Bis heute wird seitens der Katholischen Kirche darauf bestanden, dass dieser „8. Tag“ auch gleichzeitig der 1. Tag und Sonntag, ist. Papst Benedikt XVI wies auf diesen Achten Tag der Woche bei einer Ansprache in Rom am 24. April 2006 hin:

„Das ist es, was auch vom Zweiten Vatikanischen Konzil über die heilige Liturgie hervorgehoben wird: ‚Die Kirche, die ihren Ursprung in dem selben Tag der Auferstehung Christi hat, feiert aufgrund einer apostolischen Tradition das Passah-Mysterium jeden ACHTEN TAG an dem Tag, der mit Recht als ‚Tag des Herrn‘ oder ‚Sonntag‘ bezeichnet wird. (Sacrosanctum Concilium, Nr. 106).“

In dem apostolischen Schreiben „Dies Domini“ betont Papst Johannes Paul II die Wichtigkeit des Sonntags auch als den Achten Tag:

Papst Johhannes Paul II„Andererseits führte der Umstand, daß der Sabbat der siebte Tag der Woche ist, dazu, den Tag des Herrn im Lichte einer ergänzenden Symbolik zu betrachten, an welcher den Kirchenvätern sehr gelegen war: Der Sonntag ist nicht nur der erste Tag, er ist auch der »achte Tag«, das heißt er nimmt im Vergleich zur Abfolge der sieben Tage eine einzigartige und transzendente Stellung ein, die nicht nur den Beginn der Zeit, sondern auch ihr Ende in der »zukünftigen Ewigkeit« beschwört.“ (Dies Domini, 26. Absatz

Die Frage die sich nun stellt ist, warum wird die Beobachtung dieses „Achten Tages“ über die Jahrhunderte hinweg immer wieder betont? In der gesamten Bibel gibt es nirgends einen Hinweis dafür. Woher kommt dieser Achte Tag? Der Achte Tag bekam im zweiten Jahrhundert von den ersten Bischöfen seinen Platz, weil

„die Christenheit das Heidentum nicht zerstörte, sondern es adaptierte.“ (Will Durant, The Story of Civilization, Bd. 5, S. 595).

Fasti Antiates - Kalender der Römischen RepublikDie Frühkirche hat nicht nur versucht die konvertierten Heiden zu befriedigen, indem sie deren jährliche heidnische Feste (z.B. Weihnachten, Ostern) und deren heidnische Symbole angenommen haben, sondern die Kirche in Rom kam diesen bekehrten Heiden auch damit entgegen, indem sie versicherten, dass die Kirche den traditionellen Römischen Achten Tag weitertragen werde. Dieser Achte Tag war nämlich der achte Tag der Woche des Römischen Reiches. Der Kalender hatte keine Sieben-Tage Woche wie wir sie kennen, sondern bestand aus acht Tage. Ursprünglich war es der Kalender der Römischen Republik, der ein Mond-Sonnen-Kalender war. Als man ca. 45 v. Chr. den Ägyptischen Sonnenkalender einführte, maß man dem römischen „Achten Tag“ aber immer noch große Bedeutung bei.

Der Wochenzyklus der Römer bestand aus sieben Werktagen und dem 8. Tag, dem „Markttag“; es war ein Festtag. Erst später begann sich die 7-Tage Woche im Römerreich langsam auszubreiten. Eine zeitlang existierten beide Kalender nebeneinander her, bis Kaiser Konstantin den römischen 8-Tage Kalender offiziell im Jahre 321 n. Chr. abschaffte.

Indem man es so hindrehte, dass der Wochenzyklus der Sieben-Tage Woche einfach in die neue Woche hineinreicht, konnte die Kirche den 1. Tag der Woche einfach auch den 8. Tag der Woche nennen. Die Frühkirche hat die Tradition des 8. Tages in ihrem nun heidnischen, Ägyptischen 7-Tage-Kalender weitergeführt bis zum heutigen Tag.

Für den Beginn des Prozesses, der den biblischen Sabbat durch den heidnischen Sonntag ersetzte, war vor allem auch Sixtus II, der Bischof oder „Papa“ der Gemeinde in Rom verantwortlich (laut der Katholischen Enzyklopädie von 1913 war er vom 31. August 257 bis 6. August 258 Papst in Rom). Es führte die Christen dahin, die Auferstehung zu feiern, und deshalb den Sonntag zu halten und nicht das Passah, das jedes Jahr gemäß dem biblischen Kalender am 14. des ersten Monats am Abend gehalten wurde und in das Fest der Ungesäuerten Brote am 15. überging. Ein Großteil der Christen hatte es satt, mit den Juden verwechselt zu werden, die äußerst unbeliebt wegen ihrer Aufstände gegen die Herrschaft Roms geworden waren. Indem sie die Heiligung auf den Sonntag verlegten und mit der Auferstehung begründeten, hofften sie zu verhindern, für Juden gehalten zu werden.

Es war zum einen des Kaisers Politik, die widerstreitenden Ansichten des Christentums mit denen des Heidentums zu vereinen. Er wurde dazu von den Bischöfen der Kirche gedrängt, die von Ehrgeiz und Durst nach Macht beseelt waren. Denn sie sahen ein, dass wenn derselbe Tag sowohl von den Christen als auch von den Heiden beobachtet würde, dies die äußerliche Annahme des Christentums seitens der Heiden erleichtern und die Macht und Herrlichkeit der Kirche fördern müsste.

Papst Benekikt XVI mit MonstranzEin anderer interessanter Faktor war, dass der erste Tag der Woche im römischen Reich ein Freudenfest zu Ehren der Sonne war. Der bekehrte Sonnenanbeter fühlte sich deshalb auch bei diesem „christlichen Frühlingsfest“ sehr heimisch, das an dem Tag der Sonne zu Ehren der Auferstehung gefeiert wurde. Der kirchliche Trick des Sixtus II, die Christen die Auferstehung am ersten Tag der Woche feiern zu lassen, führte sie praktisch dahin, den Tag der Sonne zu ehren.

Der wichtigste Akt in diesem Drama kam Ende des 2. Jahrhunderts, als Papst Victor I. (Amtszeit 189-199 n. Chr.) die jährliche Feier des Auferstehungssonntags durchzusetzen suchte. Er ordnete an, dass alle Bischöfe, die diesem Plan nicht zustimmten, exkommuniziert werden sollten. Die Sonntagsheiligung war das Mittel, das der Bischof von Rom benutzte, um Kontrolle über die Kirche zu gewinnen. Aus dem jährlichen Auferstehungstag konstruierte man dann den wöchentlichen "Tag des Herrn". Der Sonntag ist „Ostern, das Woche für Woche wiederkehrt“ (Dies Domini, Papst Johannes Paul II) wie der Papst beteuerte.

 


Das vierte und fünfte Jahrhundert

 

Gesetz und Festzeiten wurden verändertDer wahre biblische Siebente-Tag Sabbat wurde sehr bald in doppelter Weise verschleiert. Zum einen wurde der heidnische Kalender, den Rom von Ägypten übernahm und anpasste, gesetzlich festgesetzt. Dies bedeutete, dass es unter Androhung von Folter und Todesstrafe verboten wurde, Feiertage nach einem anderen Kalender als dem Julianischen Kalender zu bestimmen und zu halten.

Zum Anderen wurde gleichzeitig ein Gesetz erlassen, welches den Siebenten Tag auf den ersten Tag der Woche verlegte; der Sabbat wurde in den Sonntag verändert, der von nun an der erste Tag der Woche und der „Tag des Herrn“ genannt wurde. Anfangs betrachtete man ihn nur als einen Tag der Erholung und hielt den Sabbat noch immer heilig. Die aus den Heiden gewonnenen Christen lehrte man bei den Gottesdiensten nicht Apollo, den Sonnengott, sondern "Christus", das Weltlicht, zu verherrlichen.  Dadurch wurde die heidnische Bedeutung des „ehrwürdigen Tages der Sonne“ in eine christliche umgedeutet und den zuströmenden Heiden auf diese Weise der Zugang zum Christentum erleichtert.

Papst Johannes Paul II bezog dazu sehr offen und ehrlich Stellung und zeigt auf, wo der Sonntag seinen Ursprung hat:

"Auf Grund einer wohlüberlegten pastoralen Eingebung sah sich nämlich die Kirche veranlasst, die Bezeichnung "Tag der Sonne" - ein Ausdruck, mit dem die Römer diesen Tag benannten und der noch in einigen modernen Sprachen aufscheint - für den Herrentag zu christianisieren; dadurch sollten die Gläubigen von Sitzungen des Sonnenkultes, wo die Sonne als Gott verehrt wurde, abgehalten und die Feier dieses Tages auf Christus, die wahre "Sonne" der Menschheit, ausgerichtet werden. Der hl. Justinus gebraucht, wenn er an die Heiden schreibt, die gängige Terminologie, um zu vermerken, dass die Christen ihre Versammlung "am Sonnentag" abhielten, aber der Bezug auf diesen Ausdruck gewinnt nun für die Gläubigen einen neuen, vollkommenen evangelischen Sinn." (Quelle: DIES DOMINI, 5. Juli 1998, Absatz 27)

Dieser „Tag der Sonne“ der zum „Tag des Herrn“ gemacht wurde, fand nur langsam allgemeine Anerkennung. Anfangs wurden noch drei verschiedene Tage von den Christen als heilige Tage beobachtet: den Sonntag, den Samstag und den biblischen Sabbat. Anfang des vierten Jahrhunderts erließ Kaiser Konstantin jedoch im März 321 ein Gesetz auf dem Konzil von Nizea, welches die allgemeine Beobachtung des Sonntags als eines öffentlichen Festtages im ganzen Römischen Reich verordnete. Zudem verbot er neben dem Julianischen Kalender alle Kalender, die zu dieser Zeit noch angewandt wurden. Es waren mindestens drei Kalender in Gebrauch: Der seit 45 v. Chr. eingeführte Julianische Sonnenkalender (anfangs noch aus einer 8 Tage-Woche bestehend), der 8-Tagewoche Kalender der Römischen Republik und der Mond-Sonnenkalender der Juden und ersten Messias-Nachfolger. Das Gesetz befahl, dass alle Menschen den Tag der Sonne “verehren” sollten.  Kaiser Konstantins Sonntagsgesetz enthielt folgenden Absatz:

 „Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollen die Stadtbeamten und das Volk, das in den Städten wohnt, ruhen, und alle Werkstätten geschlossen bleiben. Auf dem Lande jedoch mögen solche Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind, ihrer Arbeit weiterhin frei und nach dem Gesetz nachgehen“ (aus: Codex Justanianus, lib. 3 tit. 12,3; zitiert in „History oft he Christian Church“, Phillip Schaff, D.D., 7 vol. ed., Vol. III, S. 380)

Es ist auffallend dass dieses Sonntagsgesetz keinen Bezug zum Messias oder der Heiligen Schrift hat. Der Kirchenhistoriker Philip Schaff bemerkt hierzu:

 Sonnenkult im Katholizismus„Aber das Sonntagsgesetz Konstantins darf nicht zu hoch eingeschätzt werden. Er schrieb die Beobachtung, oder besser, verbot die öffentliche Entweihung des Sonntags, nicht unter dem Namen Sabbatum oder dies Domini [Tag des Herrn], sondern unter dem alten astrologischen und heidnischen Titel, dies Solis [Sonntag], der allen vertraut war, so dass das Gesetz auch auf die Herkulesanbeter, Apolloverehrer und Mithraisten anwendbar war. In seinem Gesetz ist weder ein Bezug zum vierten Gebot oder zur Auferstehung Christi zu finden. Daneben nahm er die Landgebiete ausdrücklich von dem Gesetz aus. Christen und Heiden waren gleichermaßen an Feiern und Ruhetage gewöhnt; Konstantin brachte diese Ruhetage in Einklang miteinander und gab dem Sonntag den Vorzug.“ (Ins Deutsche übersetzt, Philip Schaff, History of the Christian Church, Bd. 3, S. 380)

Auch in der Realenzyklopädie von Herzog Hauck ist zu lesen:

"Das erste polizeiliche Sonntagsgesetz vom Jahre 321 n. Chr. stützt sich nicht auf das Sabbatgebot, sondern darauf, dass der 'Dies Solis' geheiligt und fest ausgezeichnet werden müsse. Der Zusammenhang der Verordnung mit des Kaisers Sonnenkultus ist da unverkennbar." (Realenzyklopädie von Herzog Hauck)

Kaiser KonstantinKaiser Konstantin war, wie Aurelian und Diocletian vor ihm, ein Sonnenanbeter. Als einer der ersten Kaiser gab er vor, zum christlichen Glauben übergetreten zu sein. Bis zu seinem Tod hat er sich jedoch nicht taufen lassen. Gemäß seinem Biographen und Geschichtsschreiber Eusebius lehrte er seine Armeen immer den „Tag des Herrn“, den Sonntag zu halten, und bezog sich dabei auf den „Tag des Lichtes und der Sonne“. Das war eine eindeutig heidnische Terminologie.

Für die Christenheit heute ist es schon fast ironisch, dass das erste Sonntagsgesetz Konstantins die Sprache der Sonnenanbeter benutzt, anstelle biblischer Terminologie. Der erste Tag der Woche wurde zum „ehrwürdigen Tag der Sonne“ erhoben. In dem Gesetz von 321 n. Chr. findet die Auferstehung Christi keine Erwähnung.

Bereits vor dem Gesetz von 321 n. Chr. fingen Einige an, Kompromisse zu machen. Während viele Messias-Nachfolger den ursprünglichen Sabbat nach dem Mond-Sonnen Kalender weiterhin hielten, feierten andere, einschließlich der rabbinischen Juden den siebenten Tag des Julianischen Kalenders: Samstag. Wieder andere hielten den Samstag wie auch den Sonntag. Dies war für die Kirche in Rom nicht zufriedenstellend. Sie wollte, dass jeder ausschließlich am Sonntag Gottesdienst hielt. Da das Edikt von Nizea nicht die gewünschte Auswirkung auf die Leute hatte, wurde das Konzil zu Laodizea ca. 40 Jahre später (343-383 n. Chr.) einberufen, um die Akzeptanz des „Tages des Herrn“ nach dem Julianischen Kalender, anstelle des Sabbats durchzusetzen. Das Konzil stellte fest, dass immer noch viele Christen den Sabbat beobachteten, was beweist, dass 300 n. Chr. von Messias-Nachfolgern immer noch der Sabbat nach dem 4. Gebot gehalten wurde.

Wie weltklug Konstantins Politik war, das Heidentum mit dem Christentum zu verbinden, zeigt ein geschickter Schachzug Konstantins. Er setzte fest, dass religiöse Feiertage nur noch nach dem Römisch-Julianischen Sonnenkalender bestimmt werden dürfen. Für die Bischöfe in Rom wurde damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen wurde das Gesetz verändert – vom Sabbat zum Sonntag. Zum anderen wurde die Zeit verändert, wonach der Sabbat ursprünglich bestimmt wurde. Alexander Hislop schrieb hierzu:

„Um die Heiden mit dem Namenschristentum zu versöhnen, ergriff Rom, das seine gewöhnliche Politik verfolgte, Maßnahmen, um die christlichen und heidnischen Feste miteinander zu verschmelzen. Durch eine komplizierte, aber geschickte Anpassung des Kalenders war es im allgemeinen nicht schwierig, Heiden- und Christentum – das jetzt tief im Götzendienst versunken war – dazu zu bringen, sich die Hände zu reichen.“ (Alexander Hislop, Von Babylon nach Rom, S. 95)

Der Gregorianische KalenderDas heidnische Ostern sollte ein für alle Mal auf den heidnischen Sonntag festgesetzt werden, der auf den Vollmond nach der Frühjahres-Tagundnachtgleiche folgt (das biblische Passah wird anders bestimmt). So konnte die katholische Kirche garantieren, dass es niemals mit dem Jüdischen Passah zusammen fiel. Die Auswirkung auf lange Sicht war, dass der „Oster-Sonntag“ in der Christenheit als der „Tag der Auferstehung Christi“ in die Geschichte einging. Mit dieser Änderung war auch gewährleistet, dass der Samstag, der dem Sonntag des Julianischen Kalenders vorausging bis heute als der biblische Sabbat gilt. Das ist die wahre Bedeutung Konstantins Sonntagsgesetz. Es legte die Grundlage für die moderne Annahme, dass ein kontinuierlicher Wochenzyklus schon immer existiert habe.

Das Gesetz erklärte den Gebrauch des biblischen Kalenders als illegal und verfolgte all jene, die ihren Gottesdienst danach bestimmten. David Sidersky schreibt dazu:

„Es war unter Konstantin nicht mehr möglich den alten Kalender anzuwenden.(David Sidersky, Astronomical Origin of Jewish Chronology, 1913, S. 651, zitiert in Grace Amadon, “Report of Committee on Historical Basis, Involvement, and Validity of the October 22, 1844, Position” Part V, S. B, S. 8 in der Fußnote)

Eine gefälschte Anbetung erfordert einen gefälschten Kalender und das Konzil von Nicea lieferte ihn. Die biblische Kalenderberechnung wurde ersetzt durch eine heidnische Sonnen-Kalenderbestimmung; die biblische, nach dem Mond bestimmten Woche, wurde durch die Planetenwoche der heidnischen Ägypter ersetzt.

Die ägyptische Planetenwoche„Die Planetenwoche war eine heidnische Fälschung der echten biblischen Woche, die vom Schöpfer zu Beginn der Erdgeschichte eingesetzt wurde. In der verfälschten Woche des alten Heidentums war „der ehrenwerte Tag der Sonne“ hoch über den anderen sechs Wochentagen geschätzt, weil er als Huldigung der Sonne galt, als Hauptgott der Planentengötter … Genauso wie der Sabbat untrennbar mit der biblischen Woche verbunden ist, so brauchte der falsche Sabbat heidnischen Ursprungs einen Wochenzyklus.  So können wir sehen, dass die heidnische Planetenwoche die Zwillingsschwester des Sonntag ist und dass diese zwei verfälschte Einrichtungen zusammengebracht wurden…“ (ins deutsche übersetzt aus: R.L. Odom, Sunday in Roman Paganism, 2003, S. 243-244)

Kaiser Konstantins Sonntagsgesetz ist der Grund weshalb noch heute viele Menschen entweder am Sonntag oder am Samstag Gottesdienst halten. Christen, Juden und auch Moslems bestimmen und halten ihre Gottesdienstes auf Grundlage eines heidnischen Kalenders.

Die Katholische Kirche hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der Sonntag kein biblischer Festtag ist. Es ist deshalb nicht fair, die Katholiken der Unehrlichkeit zu bezichtigen. Denn sie selbst sagen, dass sie aufgrund ihrer Autorität den biblischen Sabbat auf den Sonntag verändert haben. Hier einige Zitate von Katholiken die aufrichtig aussagen, dass sie für die Gesetzes- und Kalenderveränderung verantwortlich sind:

„Der Sabbat, der berühmte Tag im Gesetz, ging in den Herrentag über. Dieser und ähnliches haben nicht auf die Predigt Christi aufgehört (denn er sagt, er sei nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern zu erfüllen), sondern auf die Autorität der Kirche hin sind sie verändert worden.“ (Eröffnungsrede von Kaspar del Fosso, auf der 17. Sitzung des Konzils von Trient am 18. Januar 1562, "Mansi" XXXIII, S. 526-533)

Weitere Katholische Aussagen bezüglich der Veränderung des Sabbats auf den heidnischen Sonntag:

"Der Sonntag ist eine katholische Einrichtung und dessen Heilighaltung kann aufgrund katholischer Grundsätze gerechtfertigt werden. ...Von Anfang bis Ende der heiligen Schrift gibt es nicht einen einzigen Abschnitt, der die Verlegung des wöchentlichen Ruhetages von dem letzten Tag der Woche auf den ersten rechtfertigt."
The Catholic Press, Sydney, Australien, August 1900

Es ist gut, die Presbyterianer, Baptisten, Methodisten und alle anderen Christen daran zu erinnern, dass die Bibel sie in keinster Weise in ihrer Sonntagsfeier unterstützt. Der Sonntag ist eine Einrichtung der röm. katholischen Kirche und diejenigen, die den Tag heilig halten, folgen einem Gebot der katholischen Kirche."
Priester Brady, in Elizabeth, N.J. "News" 18. März 1903.

“Frage: Gibt es irgendeine andere Möglichkeit zu beweisen, dass die (katholische) Kirche die Macht hat, Feiertage als ein göttliches Gebot einzusetzen?
Antwort: Hätte sie nicht diese Macht..., hätte sie nicht den Samstag, den siebenten Tag, durch die Feier des Sonntags, dem ersten Tag der Woche, ersetzen können - eine Änderung, für welche es keine biblische Autorität gibt.“
Stephan Keenan, in "A Doctrinal Catechism", S. 176

"Die Vernunft und der gesunde Menschenverstand machen die Annahme der einen oder anderen Alternative erforderlich: entweder Protestantismus und die Heilighaltung des Samstages oder Katholizismus und die Heilighaltung des Sonntages. Ein Kompromiss ist unmöglich."
In "The Catholic Mirror", 23. Dezember 1893

"Gott gab seiner (katholischen) Kirche die Macht, irgendeinen Tag zu nehmen und ihn als einen heiligen Tag anzuerkennen, wenn sie es für richtig hält. Die Kirche wählte den Sonntag, den ersten Tag der Woche, und im Laufe der Zeit hat sie noch andere Tage als Feiertage hinzugefügt."
Vincent J. Kelly, in "Forbidden Sunday a. Feast-Day Occupations",S.2

„Nicht der Schöpfer des Universums aus 1. Mose 2, 1-3, sondern die katholische Kirche "kann die Ehre für sich beanspruchen, dem Menschen in seiner Arbeit alle sieben Tage eine Pause zu gönnen."
S.D. Mosna, in "Storia della Domenica", 1969, S. 366-367

"Wir haben auf dieser Erde den Platz des allmächtigen Gottes."
Papst Leo XIII, im "Encyclical Letter", 20. Juni 1894

"Der Papst ist nicht nur der Stellvertreter Jesu Christi, sondern er ist Jesus Christus selbst - versteckt unter dem Schleier des Fleisches."
In "The Catholic National", Juli 1895

"Wenn Protestanten der Bibel folgen würden, müssten sie Gott am Sabbattag anbeten. Indem sie den Sonntag halten, folgen sie einem Gesetz der katholischen Kirche."
Albert Smith, Chancello of the Archdiacese of Baltimore, 10.02.1920

"Wir erklären, dass der Heilige Apostolische Stuhl (der Vatikan) und der röm. katholische Papst, das Primat über die ganze Welt innehat."
Ein Erlass des Konzils von Trent, in "The Most Holy Councils", Band 13, Sp. 1167

"Es war die katholische Kirche, die durch die Autorität Jesu Christi diese Ruhe (von dem biblischen Sabbat) auf den Sonntag verlegt hat. ... Deshalb ist die Heilighaltung des Sonntag durch die Protestanten eine Huldigung, die sie unwillkürlich der Autorität der (katholischen) Kirche erweisen."
Monsignor Louis Segur, in "Plain Talk about the Protestantism of Today", S. 213

"Wir Katholiken haben für die Heilighaltung des Sonntags, anstatt des Samstags, somit genau die gleiche Autorität, wie wir sie für jeden anderen Artikel unseres Glaubensbekenntnisses haben - nämlich die Autorität der Kirche - ... wogegen Ihr Protestanten dafür absolut keine Autorität besitzt; denn es gibt dafür (für die Sonntagheiligung) in der Bibel keine Autorität, und Ihr werdet nicht zulassen, dass es irgendwo anders eine Autorität dafür geben kann. Wir beide, Ihr und wir, folgen in dieser Sache in Wirklichkeit der Tradition, aber wir folgen ihr, indem wir von ihr annehmen, dass sie ein Teil des Wortes Gottes ist und dass die (katholische) Kirche der von Gott bestimmte Wächter und Ausleger ist; Ihr folgt ihr (der katholischen Kirche), obwohl Ihr sie ständig als einen fehlbaren und hinterhältigen Führer denunziert, der oftmals die Gebote Gottes aufhebt. Dabei zitiert Ihr Matthäus 15, 6."

The Brotherhood of St. Paul, in "The Clifton Tracts", Vol. 4, Tract 4, S. 15.


Liebe Protestanten, es wäre gut, wenn ihr über diese Aussagen nachdenkt. Wem dient ihr? Der Reformator Martin Luther machte sich zu seiner Zeit bereits über die Sonntag/Sabbatfrage seine Gedanken:

Martin Luther „Sie (die Päpste) bezeichnen den Sonntag als Tag des Herrn. Wie es scheint, im Gegensatz zum Dekalog; und sie haben kein anderes Beispiel, das sie in ihrem Munde führen als die Änderung des Sabbats. Sie werden es nötig haben, die Macht der Kirche groß sein zu lassen, denn sie hat eine Anordnung des Dekalogs zunichte gemacht.“ (Philip Schaff, The Creeds of Christendom, Bd. 2, S. 64)

Aber auch andere Protestanten sind zur Überzeugung gelangt, dass sich der Sonntag nicht auf dem Grundsatz „sola scriptura“ gründen lässt:

"Der Sonntag ist durchaus eine staatliche, eine weltliche, keine kirchliche oder christliche Einrichtung. Da die Sonne von alter Zeit weithin religiöse Verehrung genoss, so hatte der Sonntag von Anfang an einen religiösen Beigeschmack, und zwar einen heidnischen. Kein Wunder: war doch der Kaiser, der das Sonntagsgesetz erließ, bis zur letzten Stunde seines Lebens ein Heide. So war und ist der Sonntag eine rechte 'donatio constantini', eine Schenkung Konstantins. Somit ist der Sonntag nicht ein Geschenk des Christentums an die Welt, sondern ein Geschenk der Welt an die Christen."
Pfarrer Fritz Jahr in der ev. Zeitschrift "Einheit" 1947

Baptisten:
"Es gab und gibt ein Gebot für die Heilighaltung des Sabbattages, aber dieser Sabbattag war nicht Sonntag. Es wird jedoch ohne weiteres gesagt, und das mit Frohlocken, dass der Sabbat von dem siebenten auf den ersten Tag der Woche übertragen wurde, mit all seinen Pflichten, Privilegien und Sanktionen. Während ich ernsthaft über dieses Thema, welches ich seit vielen Jahren studiere und Informationen sammle, frage ich: Wo finde ich die Grundlage für solch eine Übertragung?. Nicht im Neuen Testament - absolut nicht. Es gibt keinen biblischen Beweis für die Änderung des Sabbats von dem siebenten auf den ersten Tag der Woche."
Dr. E.T. Hiscox, Autor des "Baptist Manual"

Kongregationalist:
"Es ist ganz klar, dass wir, wie streng oder hingebungsvoll wir den Sonntag auch halten mögen, den Sabbat damit nicht halten... Der Sabbat wurde auf Grund eines besonderen, göttlichen Gebotes eingerichtet. Wir können für die Sonntaghaltung solch ein Gebot nicht vorbringen... Es ist im Neuen Testament nicht eine einzige Zeile vorhanden, die besagt, dass wir uns irgendeine Strafe auferlegen, wenn wir die angebliche Heiligkeit des Sonntages übertreten."
Dr. R.W.Dale, in "The Ten Commandments", S. 106-107

Lutheraner der Free Church:
"Wenn es nicht eine einzige Stelle in der Heiligen Schrift gibt, die bezeugt, dass entweder der Herr selbst oder die Apostel solch einen Wechsel vom Sabbat zum Sonntag angeordnet haben, fällt es nicht leicht, die Frage zu beantworten: Wer hat den Sabbat verändert, und wer hatte das Recht dazu?"
George Svedrup, in "A New Day".

Protestant. Episkopale:
"Der Tag ist nun vom siebenten auf den ersten Tag verändert worden. ...Aber da wir für diese Änderung keinen biblischen Hinweis haben, können wir daraus schlussfolgern, dass dies durch die Autorität der Kirche durchgeführt wurde."
In "Explanation of Catechism".

Presbyterianer:
"Es befindet sich nicht ein Wort, nicht ein Hinweis im Neuen Testament, der die Enthaltung von Arbeit am Sonntag gebietet. Die Feier des Aschermittwochs oder die Fastenzeit stehen mit der Feier des Sonntages genau auf der gleichen Stufe. Die Sonntagsruhe wird von keinem göttlichen Gesetz geboten."
Canon Eyton, in "The Ten Commandment".

Anglikaner:
"Und wo wird uns in der Heiligen Schrift gesagt, dass wir den ersten Tag überhaupt halten sollen? Uns wird geboten, den siebenten Tag zu halten; aber nirgendwo wird uns befohlen, den ersten Tag zu halten."
Isaac Williams, in "Plain Sermons on the Catechism", S. 334,336

Methodisten:
"Es ist wahr, dass es für die Kindertaufe kein ausdrückliches Gebot gibt; auch gibt es keins für die Heilighaltung des ersten Tages der Woche. Viele glauben, dass Christus den Sabbat verändert hat. Aber von seinen eigenen Worten ersehen wir, dass er nicht aus solch einem Grund kam. Diejenigen, die glauben, dass Jesus den Sabbat veränderte, basieren dies nur auf eine Vermutung."
Amos Binney, in "Theological Compendium", S. 180-181.

Episkopale:
"Wir haben den Wechsel vom siebenten auf den ersten Tag, vom Samstag auf den Sonntag, aufgrund der Autorität der einen heiligen, katholischen, apostolischen Kirche Christi vorgenommen."
Bishop Symour, in "Why We Keep Sunday"

Southern Baptist:
"Der geheiligte Name des siebenten Tages ist Sabbat. Diese Tatsache ist zu klar, um bestritten zu werden (2. Mose 20,10). ...Die deutliche Lehre des Wortes zu diesem Punkt ist in allen Zeitaltern zugegeben worden. ... Die Jünger bezogen nicht einmal das Sabbatgesetz auf den ersten Tag der Woche - diese Verrücktheit haben sie sich später ausgedacht. Sie täuschten noch nicht einmal vor, dass der erste Tag den siebenten verdrängt hatte."
Joseph Judson Taylor, in "The Sabbath Question", S. 14-17,41

Amerikanischer Kongregationalist:
"Die allgemeine Vorstellung, dass Christus und seine Apostel autoritativ den siebenten durch den ersten Tag ersetzten, ist absolut ohne jegliche Grundlage im Neuen Testament."
Dr. Layman Abbot, in "the Cristian Union", 26. Juni 1890.

Christian Church:
"Kein Wort des Himmels gibt Zeugnis darüber, dass der Sabbat verändert wurde."
Alexander Campbell, in "The Reporter", 08.10.1921.

(aus "Was steckt hinter der neuen Weltordnung?", Verdere Informatie, Niederlande, www.dasgeheimnis.de)


Die Fakten der Geschichte hat die Menschheit fast vergessen. Auch viele Katholiken benutzen die Terminologie der Planeten Woche unseres heutigen heidnischen Kalenders (z.B. Samstag, engl. Saturday, Saturnstag). Es ist durchaus möglich, dass vielen katholischen Schreibern selbst die ganze Geschichte, die hinter der modernen Woche steckt, nicht bewusst ist. Obwohl Katholiken, genauso wie auch die Juden, die Wahrheit nicht vergessen haben. So machte der konservative Katholik und katholische Gelehrte Patrick Madrid in einer Radiosendung von EWTN, Global Catholic Network, am 5. Januar 2006, folgende Aussage:

„Unser Kalender, dem wir folgen, einschließlich der Siebenten-Tag Adventisten, ist nicht nur ein Kalender, der von der Katholischen Kirche konstruiert wurde, sondern es ist auch ein Kalender, der auf dem Sonnenjahr und nicht dem Mondjahr basiert. Und der jüdische Kalender, der zu Christi Zeit gehalten wurde, folgt einem Mondkalender, der ein paar Tage kürzer als der Sonnenkalender ist. Die große Ironie ist, dass sogar die Siebenten-Tag Adventisten selber nicht genau denselben Sabbattag halten, wie die Juden zu Christi Zeit.“
Die Originalaussage (englisch) von P. Madrid kann in voller Länge unter 4angelspublications.com angehört werden.

Daniel wird die Zukunft gezeigtDer Prophet Daniel (Daniel 7,25) sagte den Wechsel voraus, und die Kirche erfüllt die Weissagung. Ja, sie weist sogar stolz auf diese Änderung hin als einen Beweis ihrer Macht in religiöser Lehre. Daniel wurde nicht nur gezeigt, das das Gesetz JAHUWAHs selbst verändert werden würde, sondern auch die Zeit zur Bestimmung der heiligen Tage, besonders des Sabbats. Es wurden nicht nur die Zehn Gebote verändert, indem das Zweite Gebot ganz gestrichen wurde, das Vierte verändert wurde und aus dem Zehnten Gebot zwei Gebote gemacht wurden, damit es wieder Zehn Gebote sind. Es wurde auch der Kalender verändert, so dass man den Schöpfersabbat nicht mehr im Kalender finden konnte.

Es gibt einige, die wie folgt argumentieren: „Was macht es für einen Unterschied? Ein Tag ist ein Tag! Zeit ist Zeit! Müssen wir wirklich so genau sein?“ Ja, wir glauben, wir müssen! Auch in unseren täglichen Verabredungen mit Menschen würde es uns nicht im Traum einfallen, einfach einen Tag später zu erscheinen!

Die Beobachtung des Sabbats ist viel mehr als das bloße Halten eines Tages. Es ist die Frage, die entscheidet, welchem Herrn wir gehorchen wollen. „Wisset ihr nicht – welchem ihr euch als Knechte ergebet zum Gehorsam, dessen Knechte seid ihr und müsset ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ (Römer 6,16)

Von Zeit zu Zeit kollidieren die Gebote der Menschen mit den Geboten JAHUWAHs. Was soll Sein Volk dann tun? Petrus fand sich selbst auch in einer solchen Lage und kam zu dem Schluss: „Man muss Gott [JAHUWAH] mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5,29)

JAHUSCHUAH bezeichnet sich selbst als „Herr des Sabbats“. Er sagt den Leuten deutlich, dass er nicht gekommen war, das Gesetz JAHUWAHs, Seines Vaters, aufzulösen oder dessen Autorität zu schmälern. Vielmehr kam Er, um uns zu zeigen, wie man es halten kann. „Vergeblich dienen sie mir“, sagt er, „weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschgebote sind.“ (Mathhäus 15,9). Es ist nur der Mensch, der sagt, dass wir am ersten Tag der Woche ruhen und anbeten sollen. Kein einziges Gebot JAHUWAHs führt zur Verherrlichung des Sonntags. Der Messias sagt weiter: „Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, werden ausgerissen werden.“ (Matthäus 15,13).

„Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist …[JAHUWAH] Gott, so wandelt Ihm nach, ist es aber Baal, so wandelt ihm nach.“ (1. Könige 18,21)

JAHUWAH hat der letzten Generation eine Botschaft gesandt, um Männer und Frauen auf Sein baldiges Kommen vorzubereiten. In dieser letzten Auseinandersetzung geht es um Treue. Wir können wählen zwischen den Geboten des Allerhöchsten, des Schöpfergottes JAHUWAH, oder Satan und der Tradition des Menschen.

„Wählt euch heute, wem ihr dienen wollt!“ (Josua 24,15)

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