Erstellt: Mittwoch, 04. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Montag, 12. März 2018

Eine Verfassung für das Reich JAHUWAHs

 

Die Zehn Gebote JAHUWHsFast jeder Staat oder Regierung hat eine Verfassung. Bei uns in der Bundesrepublik Deutschland heißt sie Grundgesetz. Es legt die Rechte und Pflichten eines jeden Bürgers fest. Jeder Bürger dieses Staates hat sich danach zu richten. Manche Staatsbürger kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Die kleinste Übertretung der Verfassung und aller anderen Gesetze wird strafrechtlich verfolgt.

Auch die Regierung des Schöpfergottes JAHUWAH hat ein Gesetz. Es ist ein vollkommenes Gesetz und steht im starken Kontrast zu den unvollkommenen, menschlichen Gesetzen. Die Menschen sehen sich gezwungen, ständig neue Gesetze zu erlassen. Die alten Gesetze werden überarbeitet, verändert und verbessert, und oft auch verschlechtert, wie sich im Nachhinein herausstellt. So werden Handlungen, die heute erlaubt sein mögen, morgen verboten.

Das Gesetz JAHUWAHs jedoch ist ewig, denn es ist so vollkommen und vollständig, dass es keiner Änderung bedarf. Das Wort "Gesetz" ist in dem Sinne sogar etwas unglücklich ausgedrückt, weil es eben vollkommen ist und nichts mit den unzulänglichen Gesetzen der Menschen zu tun hat. Das richtige Wort, das im deutschen mit "Gesetz" widergegeben wird, ist TORAH. Aus dem Zusammenhang wird meist deutlich, ob sich dabei um die gesamten Anweisungen, Ratschläge, Belehrungen, Ermutigungen, Ermahnungen des Schöpfers der 5 Bücher Mose (Torah im engeren Sinne), oder der Propheten und Geschichtsschreiber im Alten Testament (Torah im weiteren Sinne) handelt oder auch nur um die Zehn Gebote. Für weitere Informationen hierzu, lies bitte den Artikel über die Torah. Nachfolgend soll jedoch nur auf die Zehn Gebote (Zehn Worte), die Verfassung, und Kern der Torah Bezug genommen werden

„Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.“ (Psalm 119,142)

„Denn ich, … [JAHUWAH], verändere mich nicht“. (Maleachi 3,6)

"... [JAHUSCHUAH] Christus ist der selbe gestern und heute und auch in Ewigkeit." (Herbräer 13,8)


Diese himmlische Regierung einschließlich des Gesetzes ist im Gegensatz zu den menschlichen Gesetzen vollkommen. Es ist vollkommen, denn


„So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“ (Römer 7,12)


Blume_mit_SchmetterlingDas Gesetz ist genauso heilig, wie der Schöpfergott selbst. Es ist damit ein Ausdruck der reinen Liebe, genauso wie  JAHUWAH Liebe IST (1. Johannes 4,8). Es heißt in diesem Vers nicht „Gott liebt“, wobei das natürlich zutrifft, sondern es heißt „Gott IST Liebe“. Weil Er Liebe IST, darum kann Er ausschließlich lieben. Er kann also nicht hassen. Seine Liebe ist allmächtig und grenzenlos, wie Er Selbst auch allmächtig und grenzenlos ist. 


Das Gesetz als Ausdruck des Charakters des Schöpfers ist Liebe. Es bietet damit einen vollkommenen Schutz vor allem Bösen. Würde jeder Mensch sich uneingeschränkt danach richten, gäbe es kein Leid auf dieser Erde. Ja, hätten die ersten Menschen den Schutz des Gesetzes beansprucht, als sie es am meisten benötigten, hätte sie Luzifer nicht verführen können und so gäbe es bis heute den Tod nicht. Denn „der Sünde Lohn ist der Tod“ (Römer 6,23). Sünde aber ist die Übertretung des Gesetzes. Denn wo es kein Gesetz gibt, gibt es auch keine Sünde (vgl. Römer 7,7-8).

Die Übertretung des Gesetzes ist der Tod. Denn mit Übertretung des Gesetzes ist auch dessen Schutz nicht mehr vorhanden; der Lebenserhalter wird verworfen. Die Kontrolle liegt dann außerhalb des Schutzbereichs des Schöpfers und kann ein anderer übernehmen: Luzifer. Eigentlich hätten Adam und Eva sofort sterben müssen, wäre nicht der Sohn des Allmächtigen zwischen den Menschen und Seinen Vater getreten und verkündigt: „Ich nehme den Lohn der Sünde auf Mich, damit die Menschen leben!“

Die Sünde und damit die Übertretung des Gesetzes bewirkt die Trennung von unserem Schöpfer und Lebenserhalter. JAHUSCHUAH musste die gesamte Sündenlast auf sich nehmen. Was geschah am Kreuz? Der Messias rief aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Erlöser durchlebte die düstersten Stunden, die je ein Mensch durchleben musste. Finstere Mächte umgaben Ihn, denn Satan und seine Helfer lieben die Sünde, die nun auf dem Heiland lastete. In dem Moment, als Er die Sündenlast auf sich nahm (in Getsehmane), geschah eine Trennung von Seinem Vater - ein Erlebnis, das Er bisher nicht kannte. Um dies nur ansatzweise begreifen zu können, nachfolgend eine wunderbare Darstellung der Szene in Getsemane, einen Tag vor der Kreuzigung, wie sie stattgefunden haben könnte:

 

Gethsemane

Während Seines ganzen Erdenlebens war Er [JAHUSCHUAH] im Licht der Gegenwart Gottes gewandelt, und selbst im Zwiespalt mit Menschen, die vom Geist Satans besessen waren, konnte Er sagen: "Der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein; denn Ich tue allezeit, was Ihm gefällt." (Johannes 8,29). Jetzt aber schien Er von dem bewahrenden Licht der Gegenwart Gottes ausgeschlossen zu sein; Er wurde nun zu den Übeltätern gerechnet. Er musste die Schuld der gefallenen Menschheit tragen; auf Ihn, der von keiner Sünde wusste, musste alle unsere Missetat gelegt werden. So schrecklich erschien Ihm die Sünde, so groß war die Last der Schuld, die Er zu tragen hatte, dass er befürchtete, auf ewig von der Liebe des Vaters ausgeschlossen zu werden. Als er empfand, wie furchtbar der Zorn Gottes [JAHUWAH zieht Seinen Geist zurück und wendet sich ab] wegen der Übertretung Seiner Gebote ist, rief er aus: "Meine Seele ist betrübt bis an den Tod." (Matthäus 26,38).

Als sie den Garten erreichten, bemerkten die Jünger die Veränderung, die mit ihrem Herrn vor sich gegangen war; sie hatten Ihn noch nie so über alle Maßen traurig und still gesehen. Je weiter Er ging, desto tiefer wurde diese ungewöhnliche Betrübnis; dennoch wagten sie nicht, Ihn nach der Ursache Seines Kummers zu fragen. Seine Gestalt schwankte, als würde Er jeden Augenblick fallen. Nachdem sie den Garten betreten hatten, schauten die Jünger besorgt nach dem Platz, an den sich … [JAHUSCHUAH] gewöhnlich zurückzog, und wünschten, dass ihr Meister dort ruhen möge. Jeder Schritt, den Er nun vorwärts ging, wurde zur Anstrengung. Er stöhnte vernehmlich, als stünde Er unter einer schrecklichen Belastung. Zweimal mussten Ihn seine Gefährten stützen, sonst wäre Er gefallen…
… Die Stellung … [JAHUSCHUAHs] war jetzt eine andere als je zuvor. … Als Vertreter und Bürge der sündigen Menschen litt der Messias unter der göttlichen Gerechtigkeit, deren ganzen Umfang Er nun erkannte. Bisher war Er ein Fürsprecher für andere gewesen, jetzt sehnte Er sich danach, selbst einen Fürsprecher zu haben.
   
Als der Heiland fühlte, daß Sein Einssein mit dem himmlischen Vater unterbrochen war, fürchtete Er, in Seiner menschlichen Natur unfähig zu sein, den kommenden Kampf mit den Mächten der Finsternis zu bestehen …Sein Maßstab war die Schuld Seines Volkes, Seiner Ankläger und Seines Verräters; die Schuld einer in Gottlosigkeit darniederliegenden Welt. Die Sünden der Menschen lasteten schwer auf Ihm, und das Bewusstsein des Zornes Gottes überwältigte ihn. 

Seht Ihn über den Preis nachsinnen, der für die menschliche Seele bezahlt werden muss! In Seiner Angst krallt Er sich fest in die kalte Erde, als ob Er verhindern wolle, Seinem Vater noch ferner zu rücken. Der frostige Tau der Nacht legt sich auf seine hingestreckte Gestalt, aber Er merkt es nicht. Seinen bleichen Lippen entringt sich der qualvolle Schrei: "Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber." Und Er fügt hinzu: "Doch nicht wie Ich will, sondern wie Du willst!" (Matthäus 26,39).

Das menschliche Herz sehnt sich im Schmerz nach Anteilnahme; auch der Messias war in Seinem Innersten von dieser Sehnsucht erfüllt. In äußerster seelischer Not kam Er zu Seinen Jüngern mit dem brennenden Verlangen, bei ihnen, die er so oft gesegnet und getröstet sowie in Kummer und Verzweiflung behütet hatte, einige Worte des Trostes zu finden. Er, der für sie stets Worte des Mitgefühls gehabt hatte, litt jetzt selbst übermenschliche Schmerzen und sehnte sich danach, zu wissen, dass sie für sich und für Ihn beteten. Wie dunkel erschien die Boshaftigkeit der Sünde! Ungeheuer groß war die Versuchung, dem Menschengeschlecht selbst die Folgen der eigenen Schuld aufzubürden, während Er unschuldig vor Gott stünde. Wenn Er nur wüsste, dass Seine Jünger das erkannten und begriffen; es würde Ihn mit neuer Kraft erfüllen.
   
Nachdem Er sich unter quälender Mühe erhoben hatte, wankte Er zu dem Platz, an dem Er Seine Getreuen zurückgelassen hatte; aber Er "fand sie schlafend" (Matthäus 26,40). Wenn Er sie betend gefunden hätte, wie würde es Ihm geholfen haben! Wenn sie bei Gott Zuflucht gesucht hätten; damit die teuflischen Mächte sie nicht überwältigen könnten, dann wäre Er durch ihren standhaften Glauben getröstet worden. Sie hatten aber Seine mehrmalige Aufforderung: "Wachet und betet!" (Matthäus 26,41) schlecht beherzigt…

… Aufs neue wurde der Heiland von übermenschlicher Angst ergriffen. Fast ohnmächtig vor Schwäche und völlig erschöpft, taumelte Er an Seinen Platz zurück. Seine Qual wurde noch größer als vorher, und in der Todesangst Seiner Seele wurde "Sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde" (Lukas 22,44). Die Zypressen und Palmen waren stille Zeugen Seines Ringens; von ihren blätterreichen Zweigen fielen schwere Tautropfen auf Seine Gestalt, als ob die Natur über ihren Schöpfer weinte, der mit den Mächten der Finsternis einen einsamen Kampf ausfocht….

… Wiederum wandte sich ... [JAHUSCHUAH] ab und ging an Seinen Zufluchtsort zurück; von den Schrecken einer großen Finsternis überwältigt, fiel Er zu Boden. Die menschliche Natur ... [JAHUSCHUAHs] zitterte in dieser entscheidungsschweren Stunde; Er betete jetzt nicht für Seine Jünger, dass ihr Glaube nicht wankend werden möge, sondern für Seine eigene geprüfte und gemarterte Seele. Der schreckliche Augenblick war gekommen, jene Stunde, die das Schicksal der Welt entscheiden sollte. Das Geschick der Menschenkinder war noch in der Schwebe. Noch konnte sich der Sohn Gottes weigern, den für die sündige Menschheit bestimmten Kelch zu trinken; noch war es nicht zu spät. … [JAHUSCHUAH] konnte sich immer noch den blutigen Schweiß von Seiner Stirn wischen und den Menschen in seiner Gottlosigkeit verderben lassen. Er konnte sagen: Lass den Übertreter die Strafe seiner Schuld empfangen; ich will zurückgehen zu meinem Vater im Himmel. Will der Sohn Gottes den bitteren Kelch der Erniedrigung und des Leidens bis zur Neige leeren? Will Er, der unschuldig war, die Folgen des Fluches der Sünde erleiden, um die Schuldigen zu retten? Von den bleichen Lippen ... [JAHUSCHUAHs] fielen -- stammelnd -- die Worte: "Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, Ich trinke ihn denn, so geschehe Dein Wille!" (Matthäus 26,42).
   
Dreimal hatte … [JAHUSCHUAH] so gebetet; dreimal war das Menschliche in Ihm vor dem letzten, krönenden Opfer zurückgeschreckt. Nun zieht im Geiste noch einmal die ganze Geschichte des Menschengeschlechtes an dem Welterlöser vorüber. Er sieht den Gesetzesbrecher untergehen, wenn dieser sich auf sich selbst verlässt; Er sieht die Hilflosigkeit der Menschen und die Macht der Sünde. Das Elend und die Klagen einer verurteilten Welt steigen vor Ihm auf, Er erkennt deren drohendes Geschick, und -- Sein Entschluss ist gefasst. Er will die Menschen retten, koste es, was es wolle. Er nimmt die Bluttaufe an, damit Millionen Verdammter das ewige Leben gewinnen können. Er hatte die himmlischen Höfe, wo Reinheit, Freude und Herrlichkeit herrschten, verlassen, um das eine verlorene Schaf -- die durch Übertretung gefallene Welt -- zu retten. Er will sich seiner Aufgabe nicht entziehen. Er wird dem der Sünde verfallenen Geschlecht die Versöhnung ermöglichen. Sein Gebet nun ist Ergebung in sein Schicksal: "So geschehe Dein Wille!"
  
Nach dieser Entscheidung fiel Er wie tot zu Boden, von dem Er sich halb aufgerichtet hatte. Wo waren jetzt Seine Jünger, um liebevoll ihre Hände unter das Haupt des ohnmächtigen Erlösers zu legen, um jene Stirn zu netzen, die stärker zerfurcht war als bei den Menschen sonst? Der Heiland trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war bei Ihm (Jesaja 63,3).
  
Aber der Vater im Himmel litt mit Seinem Sohn, und die Engel waren Zeugen seiner Qualen. Sie sahen ihren Herrn inmitten von Legionen satanischer Kräfte, niedergebeugt von schauderndem, geheimnisvollem Entsetzen. Im Himmel herrschte tiefe Stille; kein Harfenklang ertönte. Hätten Sterbliche die Bestürzung der Engelscharen wahrgenommen, als diese in stillem Schmerz beobachteten, wie der himmlische Vater Seinem geliebten Sohn die Strahlen des Lichts, der Liebe und der Herrlichkeit entzog, dann würden sie besser verstehen, wie verhasst in Seinen Augen die Sünde ist.   

Die nicht gefallenen Welten und die himmlischen Engel hatten mit größter Anteilnahme zugeschaut, wie der Kampf sich seinem Ende näherte. Auch Satan und seine Verbündeten, Legionen der Abtrünnigen, beobachteten aufmerksam diese Stunde der Entscheidung im ganzen Heilsgeschehen. Die Mächte des Guten und des Bösen hielten sich zurück, um zu sehen, wie die Antwort auf ... [JAHUSCHUAHs] dreimalige Bitte lautete. Die Engel hatten sich danach gesehnt, dem göttlichen Dulder Hilfe zu bringen, aber das durfte nicht geschehen. Es gab kein Entrinnen für den Sohn Gottes. In dieser furchtbaren Krise, da alles auf dem Spiel stand, da der geheimnisvolle Kelch in den Händen ... [JAHUSCHUAH] zitterte, öffnete sich der Himmel, und ein Licht durchbrach das unruhige Dunkel dieser entscheidungsschweren Stunde; der Engelfürst, der anstelle des ausgestoßenen Satans in der Gegenwart Gottes seinen Platz hat, trat an [JAHUSCHUAHs]  Seite. Der Engel kam nicht, um dem Messias den Leidenskelch aus der Hand zu nehmen, sondern um Ihn durch die Versicherung der Liebe des Vaters zu stärken, den Kelch zu trinken. Er kam, um dem göttlich-menschlichen Bittsteller Kraft zu spenden. Er zeigte Ihm den offenen Himmel und sprach zu Ihm von den Seelen, die durch sein Leiden gerettet würden. Er gab Ihm die Gewissheit, dass Sein Vater im Himmel größer und mächtiger ist als Satan, dass Sein Tod die vernichtendste Niederlage Satans bedeutet und dass das Königreich dieser Welt den Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden wird. Er erzählte Ihm, dass "Er das Licht schauen und die Fülle haben" werde, "weil Seine Seele sich abgemüht hat" (Jesaja 53,11); denn eine große Schar auf ewig Erlöster würde für Ihn zeugen.
  
Der Seelenschmerz des Messias hörte nicht auf; aber die Niedergeschlagenheit und Entmutigung verließen Ihn. Der Sturm in Seiner Seele hatte keineswegs nachgelassen; aber der Erlöser, gegen den sein [Satans] Wüten gerichtet war, fühlte sich gekräftigt, ihm zu widerstehen. Ruhig und gefasst ging Er aus dem Kampf hervor; himmlischer Friede ruhte auf Seinem Angesicht. Er hatte erduldet, was kein menschliches Wesen jemals würde ertragen können; denn Er hatte die Leiden des Todes für alle Menschen durchlebt...  

Auszug aus dem Kapitel "Gethsemane", Das Leben Jesu; Originaltitel "Desire of Ages" v. E.G. White
Anmerkung: Der heidnische Name Jesus wurde in eckigen Klammern durch den biblischen Namen des Sohnes ersetzt.


Aufgrund der Sünde der Menschen, die Gottes Sohn auf sich nahm, hat sich der Vater abwenden müssen, denn die Sünde dient Satan, dem Zerstörer, und nicht IHM dem Lebenserhalter. Er hatte damit keine andere Wahl, Er selbst kann nicht entgegen Seinem Gesetz handeln, Er musste Seinen Sohn dem Feind überlassen. Aber nur durch diese Liebestat des Vaters und des Sohnes war es möglich, dass trotz der Sünde der Mensch ewiges Leben hat. Voraussetzung ist, dass er auch Ihn den Lebenserhalter und das große Opfer und Geschenk am Kreuz annimmt und nach den Prinzipien Seiner Regierung lebt.

Ein Schutz vor dem BösenDies zeigt einmal mehr: Gott JAHUWAH IST LIEBE. Wenn der Charakter des allmächtigen Schöpfergottes studiert wird, wird deutlich, dass Er das Gesetz nicht als Symbol Seiner Autorität verfasst hat und es uns auch nicht als eine Verpflichtung auferlegt hat, Ihm zu dienen. Es ist kein Mittel, wodurch Er unseren Dienst und unsere Ehrfurcht erzwingen möchte. Sein Gesetz ist vielmehr der Ausdruck eines liebenden himmlischen Vaters, das bei vollkommenem Gehorsam einen vollkommenen Schutz vor Tod und Vernichtung für Seine Kinder bietet.

Wenn der Mensch das Gesetz als "Lebenserhaltendes Prinzip" und JAHUSCHUAH als unseren Erlöser verwerfen, hat er alles ausgeschlagen, was der himmlische Vater für ihre Rettung geben kann. Das hat dann eine, vom Menschen selbst gewählte Trennung vom Schöpfer und Lebensspender zur Folge.

Es ist die Rolle des Schöpfers zu Retten. Leben zu nehmen und den Menschen zu verderben ist alleine Satans Angelegenheit. Wenn der Mensch aber ausdauernd JAHUWAHs Rettungsbemühungen ablehnt, wird Er sich abwenden. Satan hat dann alle Macht über diesen Menschen.

Gott JAHUWAHs Gesetz ist der Ausdruck Seines Charakters. Seine Gerechtigkeit ist vollkommen identisch mit der Seines Gesetzes. Damit ist JAHUWAHs Verhalten der Ausdruck der zehn Gebote. Er muss sich nicht bemühen, danach zu leben. Er IST das Gesetz. Das Gesetz wohnt ihm inne.

Auch für uns sollte es der Ausdruck unseres Charakters werden:


„Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun.“ (Hesekiel 36,26-27, Schlachter 1951)


Wenn das Gesetz in unseren Herzen wohnt, dann gehorchen wir dem Gesetz als natürliche Auswirkung unserer inneren Natur. Die Grundlage der Herrschaft Gottes ist das Gesetz der Liebe. Er hat keinen Gefallen an erzwungenem Gehorsam. Jeder hat die persönliche Freiheit, Ihm aus freiem Willen zu dienen.

Weil der Schöpfer nur einen Gehorsam aus Liebe annehmen kann, kann Er niemals Gewalt anwenden, um unsere Treue zu erzwingen. Da Er dem Menschen die Freiheit gegeben hat, sich auch für das Böse zu entscheiden und nicht gehorsam zu sein, kann Er auch keinen dafür bestrafen. Das heißt, dass die Strafen, die als Folge unseres Abwendens von Gottes Wegen auf uns kommen, die Früchte unserer eigenen Handlungsweise sind und nicht von Gott JAHUWAH ausgeteilt werden.

Die Zehn Gebote JAHUWAHsDas Gesetz JAHUWAHs ist dazu bestimmt, uns vor den zerstörerischen Auswirkungen der Kräfte zu schützen, die sonst unter keiner segensreichen Kontrolle stehen würden. Es ist richtig, dass die Sünde und die Sünder letztendlich vernichtet werden. Dies ist jedoch die Folge ihrer eigenen Handlungsweise und keine vernichtende Tat durch die Hand Gottes. Dies Heilige Gesetz des Himmels fasst JAHUSCHUAH in Matthäus 32,37-39 in zwei Gebote zusammen:


"Du sollst …[JAHUWAH], deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das Größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich:"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Matthäus 32,37-39)


JAHUSCHUAH fasst hier im ersten Satz die ersten vier Gebote JAHUWAHs zusammen. Es ist der Teil des Grundgesetzes, das die Beziehung eines jeden einzelnen Menschen zu Seinem Schöpfer regelt. Das zweite Gebot, das der Messias anführt, fasst die restlichen sechs Gebote zusammen. Es sind die Vorschriften, die sich mit dem Zusammenleben der Menschen untereinander befassen.

Die Gebote, welche die Beziehung der Menschen zu unserem Schöpfer und Vater im Himmel regeln, bezeichnet unser Heiland zusammengefasst sogar als das Größte und erste Gebot. Eigenartigerweise glauben viele Menschen, dass lügen, stehlen, ehebrechen, falsch Zeugnis reden, töten, begehren (welches die zweite Hälfte der Zehn Gebote ausmacht) heute noch Gültigkeit hat, aber das „größte Gebot“, welches die Beziehung der Menschen zum Schöpfergott regelt, bedeute nicht die ersten vier Gebote. Und wieder andere glauben, alle neun Gebote haben Gültigkeit, aber nicht das 4. Gebot, das Sabbatgebot. Aber gerade diese vier ersten Gebote, und besonders das Sabbatgebot regeln, WER dieser Schöpfergott ist und WIE wir Ihn anbeten sollen.

Beachtet man die ersten vier Gebote nicht, könnten wir z.B. genauso gut Buddhisten sein, denn deren Lehre beinhaltet auch: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Und auch alle Religionen haben irgendeinen Gott, der verehrt wird. Deshalb sind die ersten vier, und besonders das vierte Gebot von herausragender Bedeutung für Menschen, die vorgeben, an den biblischen Schöpfergott zu glauben.


„Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden“ (Jakobus 2,10)


Die Gegenwart JAHUWAHs - Die SchechinaDas Sabbatgebot ist das Herzstück der Zehn Gebote. Die Zehn Gebote waren im Allerheiligsten der Stiftshütte der Isareliten in der vergoldeten Bundeslade aufbewahrt. Hier im Allerheiligsten offenbarte sich die Schechina, die Gegenwart JAHUWAHs.


Diese Gebote hatte JAHUWAH mit Seinem Finger in die Steintafeln graviert (2. Mose 31,18). Genauso möchte Er uns mit Seinem Geist Sein Gesetzt in Herz und Sinn schreiben (Jeremia 31,33; Hebräer 8,19). Er will in unserem Herzen wohnen wie die Schechina im Heiligtum (Johannes 14,23).

Der volle Wortlaut, der auf den Steintafeln stand, ist heute den meisten Leuten nicht bekannt, weil die verkürzte und veränderte Fassung des katholischen Katechismus, die die Protestanten übernommen haben, viel geläufiger ist. Das Sabbatgebot ist so vage gehalten, dass es eher als eine Aufforderung den Sonntag zu halten, verstanden wird. Dabei gab es zur biblischen Zeit weder Namen wie Freitag, Samstag, Sonntag, usw., noch gab es bei den Israeliten unsere heutige Zeitrechnung. Der Siebte Tag der Woche ist nicht in Übereinstimmung mit dem heutigen Samstag, genauso wenig ist der erste Wochentag der Sonntag. In biblischer Zeit, sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament, bestimmte man den Siebenten-Tag Sabbat, sowie die Feste, nach einem Mond-Sonnen-Kalender. Unser heutiger päpstlich-gregorianische Kalender richtet sich ausschließlich nach der Sonne, weshalb in diesem heidnischen Kalender die Feiertage des Schöpfers nicht gefunden werden können.

Wer das Wesen des himmlischen Vaters verstanden hat, wird diese Gebote als Verheißung verstehen, denn JAHUSCHUAH, der Messias, hat sie alle erfüllt (Matthäus 5,17) und will uns befähigen sie ebenfalls auszuleben (1. Johannes 3,6.9).

Als Verheißung liest sich ein Gebot ganz anders:


„Gibt mir, mein Sohn, dein Herz …“ (Sprüche 23,26), dann „wirst du keine anderen Götter neben Mir haben; auch wirst du Mich an MEINEM Sabbat heiligen und ehren.“


JAHUWAH überreicht Mose die GesetzestafelnIm Hebräischen gibt es das Verb „sollen“ oder „müssen“ so nicht. Das Hebräische benutzt vielmehr eine Form, die es im Deutschen oder Englischen nicht gibt. Die vermeintliche Befehlsform ist mit der verneinten Zukunftsform identisch: „Du wirst nicht“. Es kann im Grunde beides bedeuten, je nachdem wie wir es hören. Das Volk Israel hörte die Verkündigung der Zehn Gebote am Berg Sinai begleitet von Donner und Erdbeben (2. Mose 33,11). Der Prophet Elija hörte JAHUWAHs Stimme eher als ein sanftes Flüstern (1. Könige 19,12). Ebenso hatten Abraham und Mose mit ihrem Schöpfer vertrauliche Gespräche (2. Mose 33,11). JAHUSCHUAH, der Sohn JAHUWAHs verkörperte das Wesen Seines Vaters so sanft, liebevoll, nahbar und greifbar, dass wir gar nicht anders können, als diese Gebote als Verheißung aufzunehmen und sie gerne von Herzen befolgen.

Wenn wir unserem Schöpfer unser Herz geben, dann werden wir keine Dinge tun, die Er nicht gut heißt. Wenn wir Ihm Sein Herz schenken, werden und wünschen wir alles zu tun, womit wir zeigen, dass wir SEINE Kinder sind.

Das Vierte Gebot kann entweder so gelesen werden:



„Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat ... [JAHUWAHs], deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat ... [JAHUWAH] Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles was darinnen ist, und er ruhte am siebten Tag: darum hat ...[JAHUWAH] den Sabbat gesegnet und geheiligt.“


Oder so:


"Wenn du mich liebst, bin ich dein Vorbild, dann lernst du von Mir und ruhst an dem Tag den Ich mit meiner Ruhe gesegnet und geheiligt habe; du wirst Mich, den Schöpfer des Himmels und der Erde,  anbeten und ruhst an diesem Tag für die besondere Begegnung mit mir. Auch lässt du anderen dasselbe Privileg, sogar den Tieren."


JAHUWAH hat sich nicht geändert. Wie Er sich damals als Gott des Himmels und der Erde vorgestellt hat, so ist Er es auch heute noch. Er ist unser Schöpfergott. Sein Sohn sagt:


„Du sollst JAHUWAH, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22,37)


Es ist derselbe Gott der auch das Sabbatgebot verkündigt hat. Bei der Anbetung soll nicht nur unser Herz und unsere Seele dabei sein, sondern wir sollten auch unseren Verstand einschalten. Das heißt, wir werden anhand Seinem Wort erforschen, welcher Gott es tatsächlich ist, den wir anbeten. Beten wir den Schöpfergott an, indem wir Ihn an Seinen geheiligten Tag ehren, WEIL er uns erschaffen hat? Oder beten wir doch lieber den an, der den Tag der Sonne für sich gewählt hat, und verehren damit Satan und seinen Helfer (Papst)? Welchen Gott ehren und beten wir mit dem ganzen Herzen, der ganzen Seele und dem ganzen Verstand an?


Auch JAHUSCHUAH ehrte Seinen Vater mit Seinem ganzen Herzen, Seiner ganzen Seele und Seinem ganzen Verstand. Nicht nur für das damalige Volk hat Er folgende Worte:


„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht EIN Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis das alles geschehen ist.“ (Matthäus, 5,17)

Im Gegensatz zu einer weltlichen Verfassung ändern sich JAHUWAHs Gesetze nie, denn

„Das Gesetz … [JAHUWAHs] ist vollkommen
und erquickt die Seele;
das Zeugnis … [JAHUWAHs] ist zuverlässig
und macht den Einfältigen weise.“
(Psalm 19,8)



  Und so können wir mit David beten:


„Gibt mir Verständnis, so will ich Dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen.“ (Psalm 119,34)

 

 

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